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Full text of "Etymologisches wörterbuch der rumänischen sprache .."

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■^/£ra?^"^ 



■31 




RA^Vt 



Ctssäsw* 



Etymologisches Wörterbuch 



der 



rumänischen Sprache 



••••• 



I. 



Element 



mit Berücksichtigung aller romanischen Sprachen 



von 



Dr. Sextil Pn^eariu 

PriT«CdestBt flir romAntocht Philolog!« «o d<r Ualvtrtltlt la WteSt 
kff— pOB4iWDdt Mitglied dtr rumXaiscbta AkadMito 




« « « « « « « Heidelberg 2905 « «r « « « « « 

Carl Winter*! Universitfttsbuchhandlung 



u»m, 



S^ammlung 
Romanischer £lementarbüch< 

Unter Mitwirkung von 

Philipp August Becker» Wilhelm Clo^tta, Vin- 
cenzo Crescini, Emil Levy, Sextil Pu^cariu, 
Fr. Ed. Schneegans, Oskar Schultz - Oora i 
H. Tiktin» Johann Vising, Karl Vof^ler, Karl 

Wamke, Berthold Wiese 



i • 



^ . ..., Herausgegeben 

von 



Wilhelm Meyer-Lübke 



III. Reihe: Wörterbücher 

z. Etymologisches Wörterbuch der 
rumänischen Sprache 

^ I. Lateinisches Element 



• •»»»•»• Heidelberg 1905 ♦♦»»»♦»» 

Carl Winteret Univertitftttbuchhandlung 



Tfssa^.oii 



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das B«6ht dtr Übenetiuoff In taaa/U BpmdiMu 
wtidoii TOcbebAlten. 



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Sa^2%S 



Seinem hochverehrten Lehrer 



Prof. Dr. Wilhelm Meyer-Lübke 

in Dankbarkeit und Hochachtung 



gewidmet 



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t • 



Vorwort. 



In den fünfunddreißig Jahren, seit A. de Cihacs^ 
Dictionnaire d^äymologie daco-roinane (L, J^Uments laiins) in^ 
Frankfurt a. M. erschienen ist, hat die rumänische Philo — 
logie durch die fruchtbare Tätigkeit älterer und jüngerer^ 
Gelehrten ein<^n bedeutenden Fortschritt gemacht, so dnO 
dieses ft\r jene Zeit ausgoxolohneto Work schon lange 
veraltert und lückenhaft geworden ist. Ich hntto oft die 
Gelegenheit, die alten Fehler Cihacs, zu denen noch die 
Druckfehler des gänzlich auf ihm fußenden Körting (La* 
teinisch'Bomanischen Wörterbuch, Paderborn", 190^^ hinzu- 
kommen, selbst in den neuesten Arbeiten einiger Roma- 
nisten wiedergegeben zu finden. Das Rumänische steht 
heute noch zu sehr vom allgemeinen Interesse der Ro- 
manistik entfernt, so daß den meisten Forschem auf 
diesem Gebiete die nicht sehr leicht zu erwerbende Kritik, 
ältere Werke über rumänische Philologie zu benützen, 
abgeht. 

Aus dem Drange, Cihacs Wörterbuch durch ein neues, 
auf der Höhe der heutigen Wissenschaft stehendes, zu 
ersetzen, ist mein Buch hervorgegangen. Der Plan der 
Arbeit ergab sich danach von selbst. Bestimmt, als Nach- 
schlagebuch zu dienen, mußte sich vor allem seine Fassung 
80 knapp als möglich gestalten. So oft es mir schien, 
daß für ein rumänisches Wort ein lateinisches Etymon 
nachweisbar ist oder rekonstruiert werden darf, habe ich 
€0 in das Wörterbuch aufgenommen, übersetzt und auf 



Vin Vorwort. 

Bein Vorbild zurückgeführt, ohne mich auf die Anführung 
seiner verschiedenen grammatischen Formen, syntaktischen 
Funktionen, Bedeutungsentwicklungen und Derivationen 
einlassen zu können. Diese kann man mit Leichtigkeit 
in jedem anderen Wörterbuch finden. Nur dort, wo es 
mir schien, daß die Bedeutungsübergänge nicht ohne 
weiteres klar, oder die Anführung der Ableitungen für 
den Romanisten anregend sein könnte, habe ich sie näher 
berührt. 

Dagegen suchte ich durch die vergleichende Heran- 
ziehung der übrigen romanischen Entsprechungen ein 
Bild der näheren Verwandtschaft des Rumänischen zu 
den Schwestersprachen zu geben. In dieser Beziehung 
muß ich aber zugestehen, daß mein Wörterbuch fast nur 
auf Kompilation beruht. Zu einer selbständigen Arbeit 
auf diesem Gebiete fehlte es mir an der nötigen Zeit. Es 
schien mir, daß die Notwendigkeit eines rumänischen 
Wörterbuchs dringender ist als die eines romanischen, 
so daß ich. mich begnügen mußte, ein ungefähres Bild 
der Verwandtschaft, statt eines vollständigen, zu geben. 
Auch dieses zeigt uns zur Genüge die besondere Stellung 
des Rumänischen zur Romania, seine innige Verwandt- 
schaft mit dem Albanesischen und Süditalienisch-Sardischen, 
die manchmal bis nach Spanien reicht. Auch die Be- 
wahrung solcher Wörter, die in den Sprachen des Westens 
nur in buchwörtlicher Form oder gar nicht bekannt sind, 
fällt sehr oft auf. Das Werk, welches ich benützt habe, 
war das oben zitierte Buch Körtings. Freilich mußte ich 
dabei sehr kritisch vorgehen und oft habe ich die dort 
nicht unterschiedenen Buchwörter und die nicht hinzu- 
gehörenden Formen auslassen müssen. Dafür findet man 
in meinem Buche viele romanische Wörter, welche bei 
Körting fehlen, die ich in verschiedenen Abhandlungen 
und in gelesenen Texten fand. Unter den ersteren er- 
wähne ich vor allem als wahre Fundgrube: W. Meyer- 
Lübkes: Bowianifche OramnuUik^ 1—ILL^ Leipzig 1890 bia 
1899, tem0r die für die I^xikograplcnft «o mfSk^^'c^ ^^ 



i 



Vorwort. IX 

handlungen E. Tappolets über die ronianisclien Verwandt- 
schaftsnamen, Straßburg 1895 und A. Zauners: Die roma- 
nischen Natnen der Körperteile (Romanische Forschungen XIV, 
839f.)i dann A. Mussafias: Beitrag zur Kunde norditalie- 
nischer Mundarten^ Wien 1873 und E. Lorks: Ältberga- 
liiaskische Sprachdenkmäler^ Halle 1893, endlich die Kritiken 
und Ergänzungen zu Körtings Wörterbuch von Me}'er- 
Lübke: Zeitschrift für die österreichischen Gymnasien 1891, 
765ff., von Salvioni: Postille italiane dl vocaholario latino- 
ro7nanzo, Mailand 1897 und Nuove postüle italiane (Sonder- 
abdruck aus Rendiconti dal R. Yst. Lomb. di sc. e lett. 
Serie II, Vol. XXXII, 1899), von Herzog: Zeitschrift für 
rotnanische Philologie XXVII, 123 f., von Behrens: ebenda 
XXVI, 650f., von Densusianu: JBomania XXXIII, 272f. 
und von Subak: Literaturblatt für germanische und rotna- 
nische Phibbgie XXIV, 243 f. — Die nähere Verwandt- 
schaft des Rumänischen mit dem Albanesischen hat mich 
bewogen, auch die im Albanesischen erhaltenen lateinischen 
Lehnwörter (nach G. Meyer: Etymologisches Wörterbuch 
der albanesischen Sprache^ Straßburg 1891) anzugeben. Statt 
'räto-romanisch' habe ich immer genauer die Form eines 
bestimmten rätoromanischen Dialektes, meistens des etiga- 
dinischen^ oft auch mehrerer, angegeben. 

Eine besondere Aufmerksamkeit glaubte ich den 
rumänischen Dialekten schenken zu müssen. Was die daco- 
rwnänischen Untermundarten betrifil, so habe ich nur dann 
Formen angeführt, wenn sie dem Schriftrumänischen 
fehlten, oder gegen dieses eine Besonderheit, die sich nicht 
nur auf die Aussprache erstreckt, aufwiesen. Für die 
übrigen drei Hauptdialekte entnahm ich das Material 
folgenden Schriften: Für das Meglenitische zum Teil aus 
6. Weigands: Vlacho-Meglen^ Leipzig 1892, hauptsächlich 
aber aus P. Papahagis: Megleno-Boniänii^ 2 Bde., Bucure;ti 
1902. Für das Istro-Bumänische benützte ich A. Byhans: 
Istrorumänisches Olossar (im VI. Jahresbericht des rum. 
InstitiUs zu Leipzig, S. 174 f.). Da ich selber im Begriffe 
bin, ein größeres Werk über die Istrorumänen xu schreibent 



ma 



X Vorwort. 

werde ich bald Gelegenheit haben, einige Mängel in By- 
bans GloBsar und infolgedessen auch in meinem Wörter- 
buche zu verbessern. Am besten war ich über das Äro- 
munische unterrichtet, da mir außer dem umfangreichen 
Zettelwörterbuche, welches mir Herr Professor G. Weigand 
in freundlichster Weise zu benätzen erlaubte, auch die 
wertvollen Angaben des Aromunen aus Avela, Herrn 
P. Papahagi, zur Verfügung standen. Um eine einheit- 
liche Form des von Weigand aus den verschiedensten 
Gegenden der Türkei gesammelten Materials zu erzwecken, 
schickte ich mein Manuskript Papahagi, der seine ein- 
beimischen Mundartformen hinzusetzte. Nur selten gehen 
die Angaben W.'s und P.'s auseinander, was auch immer 
durch ein dem Worte unmittelbar hinzugesetztes W. oder 
P. angedeutet wurde. Dagegen gewann ich durch P.'s 
Mitteilungen ein neues unbekanntes Material und war im- 
. Stande, in solchen Fällen, wo das schriftrumänische Wort 
im Aromunischen verschwunden ist, das entsprechende 
Lehnwort (meist neugriechischen Ursprungs) anzugeben. 
Dadurch kann man nicht nur einen Einblick in das Leben 
einer fremden Einflüssen stark ausgesetzten Mundart ge- 
winnen, sondern mein Wörterbuch kann auch als ein 
kleines Dacorumänisoh-Aromunisches und die dritte Ab- 
teilung des Lidex als ein Aromunisch-Dacorumänisches 
Glossar benützt werden. 

Der in diesem Buche enthaltene Wortschatz ist sorg- 
faltig durch viele Jahre hindurch gesammelt worden. Bei 
einem Vergleiche mit Cihacs Wörterbuch, auf dem meines 
beruht, wird sich herausstellen, daß dort fehlende (meistens 
dialektische und altrumänische) Wörter oder solche, die 
im zweiten Bande {ßUmenU slaves, magyars, turcs, grecs- 
moderne et dCbanaie, Frankfurt a. M. 1879) enthalten sind, 
bei mir verzeichnet und wieder andere, von Cihm «3cl- 
geführte, ausgelassen worden sind. 1a\.i^^ «t^^vB«ck^^ 
mit Leicbtigkeit meiBtenteils als geVddtte ^V\&»Xk%«ck ^«t 
Muf rumäDiBöbem Boden entataadene l^\äXx)XL%«ii^ ^^ 
tödlich 0$ Bind diaa nm nnlw^Vfltv^TvtA xmÄ. mTWtÄSk "^öäs 



IIMMteMMflMiteMMMMito 



Vorwort XI 

bare Wörter. Nicht Vieles, sondern Sicheres wollte ich 
geben; ist doch das Streben nach Vollständigkeit bei dem 
heutigen Stand der rumänischen Lexikographie, solange 
das große Wörterbuch, an dem die Akademie in Bukarest 
seit zwanzig Jahren arbeitet, noch nicht erschienen ist, 
ein Ding der Unmöglichkeit. Allerdings darf man in 
der Tendenz, nur sichere Daten anzuführen, nicht über- 
treiben, wenn man sein Buch auch anregend gestalten 
will, daher gab ich, mit der gebührenden Vorsicht, auch 
solche Etymologien, die durchaus noch nicht bewiesen 
sind. Dagegen klammerte ich solche Wörter ein, die mir, 
im Gegensatz zu den meisten anderen Forschern, als 
nichtlateinischer Herkunft erschienen. Nur selten kann 
man tatsächlich zweifeln, ob ein Wort Erb- oder Lehngut 
ist, vgl. cqfy pupy ruSy ud. 

Das lateinische Wort wurde immer in der vulgären 
Form, auf die das rumänische weist, angeführt und seinQ» 
Entsprechung aus der klassischen Latinität in Klammem 
angeführt. Konnte ich Belegstellen für die vulgären 
Formen anführen, so habe ich es immer getan. Dabei 
kam mirO. Densusianus: Hisioire de la langue roumaine, 
Paris 1901, sehr zustatten und der Kürze wegen verweise 
ich immer auf dieses Buch (abgekürzt : Dens. H. l r.), wo 
man reichliche Zitate finden kann. 

Zwei große Schwierigkeiten, auf die ich gestoßen, 



XII Vorwort 

Ableitungon von diesen mittelst der sehr beliebten Suffixe 
'08 und -ar zu betrachten? Die Frage kompliziert sich 
noch mehr dadurch, daß in Dialekten tatsächlich die zu 
erwartenden Formen petros und purcar vorkommen. Eine 
Entscheidung läßt sich natürlich nicht mit Sicherheit 
geben. Ich habe, wenn die lateinische Entsprechung be- 
legt ist, das rumänische Wort auf diese zurückgeführt, 
indem ich dabei die analogische Wirkung des Primitivs 
voraussetzte, sonst aber die Wörter als rumänische Bil- 
dungen angeführt. Es ist dies nur aus praktischen Rück- 
sichten, nicht immer aus Überzeugung geschehen, denn 
trotzdem man sich für eine Rekonstruktion '''PORCARIa, 
-AM schwer entschließen möchte, wird man die Existenz 
einer solchen Bildung im Urromanischen, angesichts runi. 
porcärie, it. porcheria, frz. porcherie, pv. porcaria, sp. por- 
queria, 'pg. porcatHa, kaum bezweifeln. Hat man vor sich 
ein Wort wie degetd ^kleiner Finger' oder mäsar ^Tischler', 
so wird man sie trotz der formellen Übereinstimmung 
nicht auf lat. DIGITELLUM und MENSARIÜS, -UM 
zurückführen, da diese im Lateinischen einen zu weit ent- 
fernten Sinn (^Hauswurz', 'Geldwechsler') haben und sie 
eher aus rum. deget 'Finger' und niasä 'Tisch' — im letz- 
teren Falle hat sicher, da das Wort nur in Siebenbürgen 
vorkommt, das deutsche Wort TiscMer als Vorbild ge« 
dient — erklären. Dagegen habe ich rum. (nchinädune 
'Gebet', doch nicht von lat. INCLINATIO, -ONEM 'Nei- 
gung, Wechsel, Veränderung' etc. trennen können, da seit 
dem Momente, als tiiä tnchin<i'ME INCLINO im Rum. 
den Sinn 'ich bete' angenommen hat, auch inchinäciune 
tXL der Bedeutung 'Gebet' gelangen konnte, vielleicht auch 
mußte. Eine bestimmte Regel läßt sich in dieser Be- 
ziehung nicht geben und der Lexikograph, der durch in- 
tensive Arbeit auf diesem Gebiete eine gewisse Et&\iT^Ti% 
und ein geschärfteres Auge gewinnt^ Ixit« ^\iX^ VSti^ ^xsk 
beßtea, ia jedem einzelnen Falle xiacYi «ÄTÄtü Q^A^&Jä. 
rcmgeben. 80 bähe ich %. B. mViandeU^ ^«öä V2tL «»« 
kf itille': ^/HMi^ 'holw^ vuv^j» w.^^ ,,^.^mA ^msSsA y^s^^ 



Ar 



Vorwort XIII 

tngl.pvubeau 'trinke Waaser' etc. von Japte 'Milch', frigurt 
'Fieber*, ingl. ved 'sehe*, mgl. beau 'trinke' ableitete und 

nicht auf lat. ALLACTO 'gewöhne ans Säugen', FPwIGÖRO 
'kühle aV, PERVIDEO 'sehe durch', PERBIBO 'sauge 
ganz aus' etc. zurückführte, dagegen als Etyma von ai- 
viinß 'Schicklichkeit', cuviniez 'rede' etc., CONVENIENTIA 
'Obereinstimmung', CONVENTO 'komme wieder zusam-* 
men' gab und nur eine begriffliche Anlehnung an sä 
cuvine 'es schickt sich' und cuvint 'Rede' voraussetzte. 

Weit heikligerer Natur ist die zweite in Betracht 
kommende Frage, die nach dem Urheber der einzelnen 
Etymologien. Das Ideal einer wissenschaftlichen Forschung 
wäre, wenn nach der vollständigen Lösung eines Problems 
auch die in den Hintergrund rücken würden, die es ge- 
löst haben und das erworbene Resultat ganz einfach der 
Allgemeinheit geschenkt würde. So weit sind wir aber 
nicht; im Gegenteil stößt man gerade in dieser Hinsicht 
auf leicht erklärliche Empfindlichkeiten. Die Lage eines 
jungen Autors wird aber dadurch sehr erschwert. Er 
kann mit Leichtigkeit diesen persönlichen Gefühlen Rech- 
nung tragen, wenn es sich um solche Probleme handelt, 
die in eine Zeit zurückreichen, da er sie selbst sozusagen 
erlebt hat. Aber die älteren Errungenschaften der Wissen- 
schaft hat er meist aus neuen Büchern und zum größten 
Teil in den Vorlesungen seiner Professoren kennen gelernt, 
so daß sie sich für ihn nicht mehr an bestimmte Namen 
knüpften. Um nur ein Beispiel, anzuführen, konnte ich 
nicht mehr herausfinden, wer der erste war, der die Etymo- 
logien /emae<FAMiLIA und t;flfr<VERUS an Stelle von 
Cihacs lat. FEMINA und ung. vA* gegeben hat. Ich kenne 
sie aus Weigands Vorlesungen und habe sie immer als 
so selbstverständlich betrachtet, daß sie mir in der Lektüre 
nie aufgefallen sind, so daß ich jetzt in der größten Ver- 
legeubeit bin, die Schrift auBZukundBchaftAU^ iu welcher 
sie zum erstenmal ausgesprochen Y^otden «ivxA. TA^ *L^^ 
verbilft aaa dadurch, daß ßio dieVeigie»aeTAiÄ\.^oJtÄt^«xsi 
ausbreitet, m HAm AtAnaT^TtWktA lU «Äa^vica. ^«ö. 



XIV Vorwort. 

früher als ideal bezeichnet habe, und sollten sich die Au- 
toren der zwei angeführten Etymologien noch unter den 
Lebenden finden, so mögen sie sich über das Fehlen ihrer 
Namen in meinem Buche damit trösten, daß sie in bester 
Gesellschaft sind, habe ich doch auch Diezens Namen, so- 
viel ich weiß, kein einziges Mal erwähnt I 
• Die Orthographie der rumänischen Wörter ist die 
phonetische, die heute von den meisten Schriftstellern und 
zum großen Teil auch von der rumänischen Akademie adop- 
tiert ist. Daher suche man unter ä auch ^, unter t auch 
d, i, unter $te, §ii auch sce, sei. Über die phonetische 
Transkription — die ich so oft es mit möglich war ein- 
heitlich zu gestalten strebte — brauche ich kein Wort zu 
verlieren. Auch die Abkürzung der zitierten Bücher ist 
so gemacht, daß sie ohne weiteres verständlich wird. Da- 
gegen hielt ich es für nötig, die vielen Abkürzungen der 
romanischen Mundarten in einer am Schlüsse des Buches 
angebrachten Tafel zu erklären. 

In dem Index sind 1. alle lateinischen und vulgär- 
lateinischen Wörter, die im Text vorkommen, 2. alle be- 
sprochenen dacorumänischen Wörter, die nicht unter den 
in alphabetischer Reihenfolge angeführten Schlagwörtern 
stehen, 3. alle aromunlschen, 4. alle meglenitischen, 
5. alle istrorumänischen Wörter, die nicht direkt den da- 
corumänischen Schlagwörtern entsprechen, angeführt. Wäh- 
rend die vier letzten Abteilungen für den Rumänisten ge- 
macht worden sind, findet der Romanist in der Anführung 
der lateinischen Wörter einen Wegweiser. Alle romanischen 
Wörter in den Index aufzunehmen, wäre einem Neu- 
druck meines Wörterbuchs in anderer Reihenfolge gleich- 
gekommen. 

Bevor ich schließe, drängt es mich, Herrn P. Papa- 
hagi, Professor in Oiurgiu, meinen besten Dank für seine 
Mitteilungen auszusprechen, vor allem aber meinem hoch* 
verehrten Lehrer» Herrn Professor W. Meyer-Lübke, der 
mein Manuskript durchgelesen und vdSkScl lo ot\» m\\i %^Vu^TSk 



Vorwort XV 

wertvollen Rate unterstützte, meine ganz besondere An* 
erkennung auszudrücken. Es ist für mich eine große 
Ehre» ihm dieses Buch widmen zu dürfen. 

Wien, im Juni 1905. 

Dr. Sextil Pii§caria. 



A. 

1. a präp. [ar. ir. ^ <ad. 1. Örtlich „nach, zu, auf^ nur 
dialektisch (mcr^e a xnunte, a Tale; ar. Vi si ncrinorä a t^itSuare) 
und alt-rum. (pu^ini bani av^m a mine. Gastcr Cbrest. II, 226, 26), 
heute noch in Adverbien: amünte „bergauf^ (sss frz. amont, n.-pv. 
amount, cat. amunt) aminte, alocurl, aläturi, aminä etc., sonst 
durch la verdrängt. — 2. Mit der örtlichen Bewegung verbunden, 
steht a in alten Texten (heute la) zur Angabe des Zweckes 
«nach**: m^rse in pädure a lemne. Dosoft. V. J. Sept. 24. — 

3. Zeitlich „an, zu**, nur alt-rum. (a timp, a oare), heute noch 
in Adverbien: ameazäzi, asearä etc., sonst durch la ersetzt. — 

4. Drückt die Begleitung aus nmit^, nur in Adverbien erhalten: 
anume, anevoie etc. (vgl. it. ritrarsi a forza, frz. condamner k 
tort etc.). — 5. Nach bestimmten Verben zur Angabe eines Ver- 
pfleichs „wie, nach Art von**: miros, put, urlu, latru, cobese, sun, 
Suer. scir^äi, seamän, mä prefac, calc, umblu, trag a etc. — Vgl. 
Eurth, Jb. Xj 477—483. — 6. Über a als Präposition des Gene- 
tivs und Dativs vgl. Bacmeister Jb. IV, 55— öo. — 1, A steht fast 
immer vor dem Infinitiv: a läudo, a face etc., worüber Sand- 
feld- Jensen Jb. IX, 75fr. 

2. abdt, 'üi, üt, III vb. [ar. ^^ ir. ahgtu] „niederhauen, ablenken^ 
<ABBATT0, -fiRB Thcs. 1. )at.: it. dbhattere^ frz. (dnittre, sp. ahatir^ 
pg. abater, 

3. abed adv. „kaum" < ad -|- vlx : a.-sp. abis, obw. veas, — Abea 
stammt nicht aus kslav. aJkje „gleich** (Cihac). 

4. akure s. aburesc. 

5. abur^o IV vb. „dampfen*', nach 0. Densusianu, Rom. XXV, 
180 — 131 <*AB-BüR0, -IRE (== fiRB Vgl. bustuto) „brennen**. Davon 
/Uyur{e) sm. „Dampf, Dunsf* [ar. 'v/, davon ahuredzu W. I vb. 
„dampfen^ und boare sf. „Dunst, Lüftchen**, beide Vcrbalsubstan- 
tiva, vgl. Zeitschr. rom. Phil. XXVIIt 741. — Vgl. indessen G. Keyer : 
Alb, Wörtb. 21. 

6. ae sm. [ar. 'v/, mgl. ^x^ auch: „Gegenstand aus Silber**, 
ir. gc] „Nadel** <acu8, um: it. ago^ vegl. yuak^ sard. agu, pv. ae, (aret 
tga, abruzz. akf). 

7. acdf {acdf, agdf) 1 vb. [ar. aedts, mgl. caU, ir. (ajegts] <*ad- 
OAPTio, -ABB. Die Grandbedeutung des Wortes ist: „ergreife, fasse*', 

. Pavoari«, Etymologisohes Wörterbaeh. 1 



2 8. acät&re — 14. (a)c61o. 

(ir. caUgVü'tO'O de peri fi o6istf a-ii;-o la zit s=s er ergriff sie an 
den Haaren und hat sie an die Mauer gehängt); dann, wie rum. 
optic, »fange an** (mgl. cätsg sä ancßrcä = er begann zu laden) 
j^nehme** (mgl. Ue drum sä cätsgm? = welchen Weg^ sollen wir 
nehmen?) »fange" (ar. cätuäa acatsä Soareisl = die Katze fangt 
Mäuse, ir. noi acätsäm peStiu eu unditsa s wir fangen den Fisdi 
mit der AngeH. Aus dieser Bedeutung entwickelt sich der Sinn 
»jagen", den aie rom. Entsprechungen allein haben (it. cacciaref 
eng. VatStr, frz. ehasstr^ pv. cassar. sp. eazar^ pg. cagar) und der 
schon für lat. captiarb seit dem IV Jb. belegt ist (Archiv lat. Lex. 
VII, 183). Im Drum, hat acäfare nur den Smn „hangen" {mä acäf 
de pom BS ich fasse mich an den Baum an, daher : ich hänge mich 
an dem Baume, und daraus : acäf ceva de pom = ich hänge etwas 
an den Baum). Ob cafä sf. „Hirtenstook mit Haken" davon ab- 
geleitet ist, ist fraglich, vgl. indessen alu. grap ,,ergreife, fange, angle" 
und krabc »Haken, Hirtenstab", grep „(Angel]|haken". — Sicherlich 
gehört mgl. catSu, zäcatiu „hänge, fange" nicht hierher, sondern 
xn blff. kaöja ,,hängen", zakaäja „anfangen" (auf die G. Meyer, Indg. 
Forsdi. VI, 121 auch die anderen Formen zurückführen wollte.) — 
Zu dieser Wortgruppe vgl. noch Schuchardt, Zeitschr. rom. Phil. 
XXVni, 41-42. 

8. acätdre pron. s. atare. 

9. acH(a) {cela\ fem. aced (eed) pron. far. atsel, atseHqa, in 
Samarina atoejc, mgl. tselüf ir. tiel(a)] , Jener" < bccum- (oder atqvb) 
^Xllvm: it. quellOf a.- eng, (a)gu€2, a.-pv. aquel, sp. aquel, pg. ague2le. 
-» Die Form <icela entspricnt dem frl. keUla, frz. celui'lä und stammt 
aus BCCUM- *ill[u-i1llac. Da neben acela ein acel bestand, löste 
xnan -a (statt -2a) ab und bildete damit auch acest-a u. s. w. 

10. deerä sf. „Adler** <aqüIla, -am: sie actUa^ berg. dgola^ 
siird. dbile, grödn. iguja, fass. igua, eng. enZa, frz. aigle, pv. aigla, 
•p. aguila, pg. aguia, [ar. vültur, mgl. condur], 

11. ae€st(a), fem. acedatä pron. [mgl. tsistCL ir. tiästä] „dieser'' 
<BCCüM- (od. at^ve) *istum: it. questo, rtr. keStf a.-pv. a^^t^ sp. 
pg. aqueste. — Über auslautendes -a vgl. acel(a). Daneben ce8t{a), 
fem. ceastä: it. gteesto, -a. eng. quaiit -a, pv. eest, -<>i frz* cet^ cette, 

12. fiel {aHüf acilea) adv. [ar. atsiaf atsie Cod. Dim. 12b%, ir. 
tii(a)] „hier'' <eccum-uic: it. gui, eng. qui{a\ aequiü, a.-pv. cat. 
fp. pg. aqul^ frz. ici, 

13. adce adv. „hierselbst" bccum-hIc-cb. 

14. (a)cölo etc. adv. „dort". Aus eccuh-illöc (für die Be- 
tonung Tgl. Meyer-Lübke, Kom. Gramm. lU § 475) entstand zu- 
nächst ar. aeulö (Cod. Dim. "*/», auch aclOf wie im Banat Jb. Ill, 
213 u. ar. aclötse)^ dann, unter Einflufi von ac(le{a), ein {a)cölo 

ßr. 'x/ ir. colo] und {a)c6le{a) (auch acolö^ acokd, m^l. cola^ ir. colf). 
a neoen acilea ein ad und adce bestand, so bildete man aus 
(a)e6l€a auch ar. acö und *acoace (vgl. tntr'acoacey Neben {a)c6lo 
iMHiteht ein tnc^to, daher auch tMod{ce) [ar. ancoatse]. Die Bedeutung 
dea letzteren („hierher") erklärt licn folgendermaOen: ein durch 
•ce Terstärktet ad („hier"): adce mußte „hier, in der nächsten 
NShe'* bedeuten. Nun lien man den Sinn der „näehsten Nähe" 
der Partikel -ee^ ao daO ein neben ae6 „dort" bestehendes ^aeoa-ee 



16. ac6per — 25. adinc. 3 

(Jineoctce) nun ,,liierber'' bedeuten konnte. Der ursprüngliche Sinn 
,,dort'' ist noch in aodee fCouT. lit. XX, 1004) erhalten, welches sich 
fiu *aeoace wie acice zu atce Terhält, während das ar. audtse „hier" 
bedeutet. (Nach Fapahagi bedeutet ar. atfia im Epirus „dort'*.) 

15. acdper IV vb. [ar. acoapir] „bedecken" <*ac-cooperio, -1bi 
Tgl. coper. 

16. dem, ä adj. Tar. 'v/, mgl. ^^ auch: ,,stolz, eingebildet"] 
„sauer" < acrüs, -a, -uu [= acbr, acris, -9 vgl. Thes. I. 1.] : alb. egr^ 
„rauh, wild", it. agro, sard. agrUf araUj frz. aigrCt sp. vg. agro. 

17. ar. ae^ adv. „so, derart" <eccüm-8Ic: mod. aksi, bol. 
akusif roman. akkuBi^ bari aksif a.-pv. acsi. — Vgl. a^a. 

18. acüm(a) etc. adv. ,Jetzt". Zugrunde hegt mo[do] „eben, 
jetzt" (it. mo, sard. moij cai. mo, neap. mo-ne, Ten. mo-ja etc.). 
Amü [ar. 'v/, amö, mgl. fno(t8i)] geht auf ad-mo[do]: eng. amo, 
comask. ammö zurück. Aus eccum-modo (frl. cwndf (tcumö) entsteht 
*acumüt mit Synkope acmü (Cor. Fsalt. 26) [ar. 'v/, mgl, cmo{t8i\ 
ir. {a)cmo{i8e)]. Durch eine Kreuzung mit quomo[do] trat in *acwnu 
die AkzentTerschlebung acümu ein. woraus acüm und mit dem -a: 
aeüma (auch log. kömo ,Jetzt" erklärt sich durch die Beeinflussung 
des bccüm-mo[do] durch quomo[doJ|. Wie sich dazu acü (acuf, acupüf 
mgl. (a)cu) Jetzt" Terhält, ist dunkel. 

19. {iddog, ^aoaei (ban. u. -f- adauS), ^aos III Tb. (adaog I, 
adaog(e8c) IV) [ar. adavgu, adapSu^ adaptu II, adaogu I, IV, mgl. 
dauOf dau^j „Termebren" <adauobo, -xi, -ctum, -fiRB.rsSRB Dons. 
H. I. r, 147): a.*-frz. ooire, pv. Prtz. azaut — Der Übergang zur 
IV Konj^ ist durch belegtes adaügbsco angedeutet. 

20. addp {adäp) I Tb. [ar. 'v/, mgl. dap^ ir. adppu] „tränken" 
<ADAQU0, -ARB: it. adacquarc^ pt. azatgar, sp. adaguar. 

21. adäpöst sm. „Schutz(dach)" ^ad-depöstum (postum = posi- 
TUM : it. pg. posto, eng. pcest^ frz. com-pot, B^.pucsto), Ursprünglich 
adTorbiel: ducoaddepositum=s trage in Verwanrung > cftio adä- 
pöst, dann duc la adäpost, wie port la svhsuarä aus älterem jport 
svhstioarä = porto sub subala b trage unter der Achselhöhle. 
Vgl. Tiktin Wörtb, 

22. addat (adäst) 1 Tb. [ar. adasiu] „lange warten" <adasto, 
•ARB (ArchiT lat. Lex. II, 111, Beich. Gloss: 1149: urguet: adastet): 
a.-it. adastare. 

23. ddecä {ddicä) conj. „nämlich" leitet Gandrea-Hecht, Born. 
XXXI, 296—297 und vor ihm schon G. Ebeling, Zeitschr. rom. Phil. 
XXIV, 525 (wo auch für a.-frz. ades ein addb ipso aufgestellt wird) 
aus ADDB .... QUOD „füge hinzu, daß", [ar. {sydämä, va dzicä, 
demiCj mgl. detnic], 

24. adev&r sm. ,,Wahrheit". Früher A^j* {inchinätori eei ade^ 
veri Varl. Caz. 1643 f. 159), ursprünglich AdT. „wahr" {gräesc adevär 
es rede wahr, dann: rede Wahrheit), ist eine Zusammensetzung 
AD ^ AD-TEBUM >*AVTBRUM > ar. avcr^ Tgl. it dawero, lanc. adda» 
vprCt ^^* ^ daveiras, [ar. dlwa]. 

25. €uline, ä adj. [ar. adincös] „tief <*adamcu8» «a, -um («a 
AD 4" ANCU8, -A, -XTM, deisen Bedeutung Festus mit „qui aduncum 
brachium habet, ut eacporrigi non possit" bestimmt: neap. sie. ancino, 

boL atmndf veD, piem. an^n^ maU. lanKn^ |^«ii. levMiu^ ^^U ig. 



4 26. adine&ori — 84. &fla. 

anzudo^ vg. anzcHi, Vgl. Meyer-Lübke: Zeitschr. f. d. österr. Gymn. 
XLII, 766; Horning, Zeitschr. rom. PhU. XVI, 528-29; SalvioDi: 
Postille 4 (vgl. cal. aneare „aufsperren'' mit nun. adincd vb. I „ver- 
tiefen'«). 

26. adinedoH adv. [ar. {a)deaneavTd\ „vorhin'' < ad -|- db -f- 

IN -|- ILLAM + HORAM. 

27. ad6nii% IV vb. „einschlafen" <addormio, -Irb: a.-it. od- 
dortture, a.-lomb. gen. pv. a.-8p. a.-pg. adorfiiir^ abruzz. adurmi, [ar. 

W. adiic, "fisei (-|- advJi)^ -ua III vb. [ar. adiui^ -u^, -u« III, 
mgl. due, duif dus III, ir. aducUj »us III] „bringen" <addüco, -xx, 
•CTUX, •fiRs: it. addurrCf sard. 1. bature, pv. a.-frz. aduire. ip. 
aducir, pg. adduzir. — Imper. adü < adduc und, durch Vermiscnung 
mit dält auch ddä (bring her! ss gieb her!). 

29. adAlmee I vb. „nachspüren, locken" <*ai>ölhIco, -arb. 
Dieses erklärt sich nach Ha^deu Magn. Etym. Rom. 386—387 f olfjrender- 
maßen: Aus ölbo, -fiRB „riechen" wurde *ÖL3ien „Geruch" >alt.- 
rum. olmu, daraus *ölmo, -arb yaülmu vb. I (Dosoft. Via^a sf. 
•Vie etc.), und *ölm!co, -arb > ailf mcc (Dosofteiu), oder * adölmIco, 
-ARB yadulmec „nachriechen, nachspüren" abgeleitet. Da dieses 
Wort meist von dem „Nachspüren der Jagdhunde" gebraucht 
wurde, konnte es leicht durch urmä „Spur" zu adurmec verwandelt 
werden f vgl. auch a.-berg. osmament: „odoratus" und odorus: „coia 
da osrna" =: gr. dofttj). 

30. adunibr^c IV vb. ,.beschatten" setzt einen rum. Konju- 
gationswechsel des älteren *<idumbru 1 voraus ^adümbro. -are: it. 
adomhrare. abruzz. adumbrd, pv. azombrarf a.-frz. aomorer^ nach 
wnbrisc IV (von umbrä abgeleitet), [ar. me aumbredz]. 

31. adün vb. I [ar. 'v/, mgl. dun, ir. aduru] „vereinigen" 
< ADÜNO, -ARE : it. adunare, a.-berg adwuit a.-pv. a.-sp. aunar, Kefl. 
mä adun „zusammeukommen" [ar. mi adunu „begegne"]. Abge- 
leitet: adunäUirä sf. „Haufe, Gesindel". — Im Megl. auch prädün 
wBBpre-\-adun; ar. de adunu adv. „zugleich, zusammen" setzt ein 
AD-UMüM voraus (vgl. sp. atin), 

32. ar. adzün s. ajun. 

33. afdrä adv. [ar. {n)afoaräy mgl. nafarä, näfarä, ir. {a)fpre] 
y«draußen, hinaus" <ad-föras: a.-it. ajfuori^ sp. afuera, — Mgl. coat 
nafarä „leidet an Fallsudit"; drum, inväf pe din afarä „lerne aus- 
wendig'. 

Si. öflu I vb. [ar. mgl. ^ ir. gflu] „finde" <afflo, -arb: 
neap. aSare, caL aHjare, sio. aSart^ oerign. bari acchjä^ obw. afiar, 
«p. Mllar^ pg. achar, überall mit der Bedeutung „finden", welche 
sehon urromanisoh sein muß, obwohl man sie erst im XI Jh. in 
lat.«8pan. Glossen belegen kann (Zeitschr. rom. Phil. XIX, lb\ Der 
Sinnesübergan^ war nach Ascoli (Studj critici, 32) : „von rückwärts 
blasen" — „mit dem Atem einholen" — „berühren" — ,,finden", 
nach Schuchardt (Zeitschr. rom. Phil XX, 535—536) : mih% afflatur 
„e§ wird mir suffeweht, sugetragen", daraus (a me) afflatur und 
endlieh afflatum nabeo nnd affio. Vgl. iUinliches in Bum.: „nomai 
ta ift nu te räiufli euwOf oa ift prindä el ve$t^ (Crean|^&; Qv^t^ 
ea trai ieilO. 



35. afüm — 60. igüsg. 5 

35. afüm I vb. [ar. afum{6dz) „räuchere'*] <*affOmo, •▲bx: 
it. affumarCf py, jpg, afumar, vgl. sp. ahumar. 

36. aftind 1 vb. {m. afundu] „vertiefen" <*appündc, -arb: 
it. affondarCf sard. affunaare^ a.-frz. afonder, sp. afondar, pg. afundar. 
Dazu das Adj. afund, -ö [(ar. afunducös W.j, ir. {a)fund] „tijf " : it. 
affbndo, (vgl. sp. /ionao), welches auch dem Adv. a fund (mi, dau a 
fund „tauche unter") nachgebildet sein kann. 

37. öaer, -d adj. „scharfsinnig, spitzfindig" ^aoIus. -b. 

38. ögru [ar. mgl. '^] „Ackerfeld" <aobr, aorutc. 

39. agür I vb. (dial.) „prophezeien" [vgl. ar. aguri^ü „günstig"] 
< AfüjisOno, -ABB : a.-it. a(g)urarf leece aüru, mail. ingürd, sard. •aürüf 
a.-frz. -eure, pv. aurdr. sp. agorar. pg. agourar, 0. Densusianu: 
Rom. XXVIII, 60. ^ 

40. agtUt sm. (Frineu-Candrea 120, auch aust Magn. Etym. 
Rom. 539) „August" <agüstd8, -um (= augüstusJ: alb. guSt, it. sp. 
pg. agosto, eng. avuoSt, frz. aoüt, pv. ogu«^, (gotisch a^austous). — 
Auch: gustdr sm. mit dem Suffixe der übrigen Monatsnamen, [ar. 
avgustu ist Neologismus]. 

41. I ai^t vb. 1 „verleiten, schmeicheln" <ALLfiCT0, -abb: 
it. aUettare, Ha^deu: Magn. Etym. Rom. 683. 

42. II ai^t vb. I „aufrichten; werfen" <ejbcto, -abb. 

43. dier sm. [ar. mgl. aeru W, ir. aner „Himmel"] „Luft" 
<AEB, aSrem: alb. aj^r, it. anüf ven. ajere, sard. aera, valtell. eng. 
öjcTf pv. sp. aire, frz. aiVy p?. ar. [Ar. gewöhnlich vimtu „Luft", 
tonst kennt F. nur aerä ,, Kühle".] 

44. ditnint/t*e(a) adv. [ar. aTumirtailnj)^ mgl. lumintr{vl)ed\ 
„anders" <alia-mentb (Ha^deu: Etymol. Magn). Daneben altmin* 
trei}£)a < altera-mentb : it. altrimenti, frz. autretnent Dies ist das 
einzige mit mente zusammengesetzte Adverbium im Rum. 

45. ainde (aindtne, aindere{ä) Gonv. lit. XX, 1004) adv. 
„anderswo" < aliundb : pv. alhondre. Miklosich, Vokal. 1, 5. Anders 
Ha^deu: Magn. Etym. Rom. 556. 

46. -|- aCnte adv. [heute nur in Zusammensetzung: Cnafnff, 
ar. mgl. näintef ir. änrenVt, vgl. it. innantif innanzi, sard. innantUf 
pv. enan] „vorn" < a -I- amtb oder a -4- abantb vgl. Zeitschr. rom. 
Phil. XXVm, 616. 

47. diu sm. [ar. mgl. afti, ir. gFu] „Knoblauch" <alium: alb. 
frl. ajy it. agliOf sie aggyUf sard. 1. azu, pv. alh, frz. auf cat. allf 
sp. ajOy-pg. alho, 

48. aiüre(a) {aire{a)) adv. [ar. ahirea, mgl. lureaf ir. {a)Ture] 
„anderswo** <aliübi: a.-sp. alubrCt pg. alhur, 

49. ajün 1 vb. [ar. adzun, ir. £un] „faste" <[j]rjüno, -arb: 
alb. ag^oj, sp. ayunar. Vgl. Verfassers: Lat. Ti u. Ki S. 73 — 74. 
Ein Postverbale dazu ist ajün sm. „Vorabend (der Weihnachten, 
des Nevgahrs etc.)" [ar. adlun „Fasten"]. Ar. adzAn, -A a^j. 
„hungrig" geht direkt auf lat. [j]bjünus. -a, -uh zurück, [ar. adlun 
I vb. bedetitet gewöhnlich „hungere", für „faste" gebraucht man 
meist i^n (päreaaint) oder nu fn% puriniu]. 

50. addng, 'tiael, -n« III vo. [ar. adiungu, -mifu, 'mtxk III, 
I T, m gl iung^ -nS^ -na III] „einholen« gelangen" <Ai>Jt)KGK>, -xi, 
'irom, 'MBB: it aggiungtret -t^erCf a.-ebio|^%. a^<m^. "E^ ^^"Äv 



6 51. igüt — 65. aUör. 

deütuDg „ausreichen" in : banii nn igang Tgl. rtr. i grolf u^arjonge 
(Dens. H. 1. r. 229). 

51. aJtU I vb. [ar. ad£ut, mgl. M, ir. {a)£ut ,,helfen'^ < adjüto, 
•ABB: it. ajutare, eng. ayüdir^ pT. aludoTf frz. aider, sp. ayudar, 
pg. ajudar, 

62. cüftfftfr sm. [ar. odfuMr, mgL iutor] „Hilfe" <adjutOrium. 

53. cftl. fem. a artic. difa>. fem. aia pron. Jenei^' <*Illüm. 
Vgl. iel, , 

54. äUUalt {älälant) pron. [ar. alantu, anantu, mgL kUt, lant. 
lalant] „der andere" <;*Illum + ♦Illum + altbr. 

55. ölh, "ä adj. [ar. aJbUf mgl. ir. ob] „weiß" < albus, -a, 
-Uli : vegl. jualbf gen. arbc „bianeo, candiäo'^, eng. oZv, sp. alba, 
pg. älvOf sonst im Rrm. durch germ. blank' ersetzt, bewahrt 
ist es nur als Subst. 1. auba „Morgenröte": rum. älbäf it. sp. alba, 
sie. arva^ frz. auhe, n.-py. aubo, pg. aZva, vgl. eng. älbaSa, 2. album 
im Sinne von albügo ocuu: rum. aUml cchiuluif pg. alvo, oder 
3. Yon „Eiweiß": sard. 1. c. arbu^ vgl. rum. albüf (entspricht dem 
mss. bei-yS), — Mgl. alba bedeutet auch die „Schöne". 

56. alhöatru, -A a^j. „hellblau" [ar. *^ »»grau"] <*alba8TBB, 
-TBA, -üH (vgl. it. biancastrOj frz. blanckätre), 

57. alMse vb. IV [ar. al^escu, mgl. albes] „weiß werden, w. 
maehen" < ALBBsco, *-ibb (= -bscbke) (sard. albeskere „Tag werden" 
gehört wohl zu aWa). 

58. älhie «f. ,,Trog, Flußbett" <ALyBüs, -um: it. sp. pg. alveo, 
ven. tarent. alH, piem. arbit parm. aerbi, mail. albio, frz. au^e. [ar. 
eupaAe. vaU], 

59. albftUI if. [ar. al^inä, mgl. 'v/ ir. aZ&irel „Biene" < alvIna, 
-AX („a^vearta non alvinae*^ Gaper, iL. VII, 107. Ableitung von 
ALVU8 „Bienenkorb"). Der Bedeutungswanael ist: „Bienenkorb" 
— „Bienenschwarm" — „Biene", ähnlich alb. bMc „Bienenkorb und 
Biene" und drum, stup „Bienekorb" == ar. stupa „Biene". Vgl. 
G. Meyer: Indog. Forsch. VI. 

60. al^g, "CnH (ban. a2e^, -^ III vb. [ar. altg^ alep$\k, aleptvk 
III, II. mgl. Uoy leJT, lt9 Uli „wählen" <allbgo, -fioi, -bctum, -fiRB 
(Thes. Ling, lat., statt blIqo): a.-it. alltggtrt^ a.-yer. a.-mail. altztr 
und über ganz Italien verbreitet (vgl. Meyer-Lübke: Ital. Gramm. 
S 187). 

61. aMrg I vb. [ar. alag^ mgl. lag^ ir. altrg'\ ,.rennen" <*al« 
iiAROO. «ABB (labous im Sinne von „weit" wird dnrcn ar. largu adj., 
mlb. iark adj. und ir. l^gf adv. bezeugt): alb. largofi „entferne", 
ii aUargare in mare „m die See itechen", gen. alargar^H „sieh 
entfernen", lard. aUargare. Nach Meyer-Lübke, Rom. Gramm. I, 
§ 278 wird *alargyalerg durch den Einfluß des sinnverwandten 
merff. Auch der Schwund des r im ar. alag hat ein Seitenstüok 
im ir. mea (ss merg). 

62. I olin I vb. „besänftigen" < aitlSno, -abb : it sard. aUenare. 
68. II ar. olin J vb. vgl. anin. * 

64. alini 1 vb. „verhätscheln" <*al-lento, «abb: it. sard. aüen-» 
tare, sie. aüiniaru aoruzs. aüendd. [ar. du^ierdt«, häraeseu], 

65. aUör (tuitwr) sm. .^iesswnn" scheint anf hbllSböbus, -ux 
(gr, iXli/h^) la berahen (Ha^deoi llagn. Etym« fiAm* ^Sf£^^ \^)i^ 



66. almir — 76. amär&sc. 7 

ist die lautliche Entwicklung nicht ganz klar. Vgl aach alb. riSl 
„Euphorbia". 

66. almdr sm. [ir. arm^] ,,Schrank" < armarium : it. armadio, 
bellun. armir^ a.-fr. almairef n.-fr. armoire. Vgl. ung. dtmäriom. 
[ar. duldpe]. 

67. dlt, "ä, pron. [ar. altti, mgl. ^v/, ir. gt] ,,der andere*' 
<ALTBR, -A, -um: lt. altvo, sie. autru, sard. g. a^fu, eng. offr, pv. 
frz. autre, waatl. sp. o^ro, pg. outro. 

68. aMdr sm. fmgl. ^ ir. aW{>rJ „Altar" <ALTARn7M oder 
Altars: alb. UiTj it. altare^ sie. auton, en?. uter^ frl. pr. alfar, frz. 
autel, — Dagegen geht oltar auf kslav. olütari zurück, [ar. Umblu^ 
ayuSimä^ 

69. aludt sm. [ar. aloät^ mgl. nur das Diminut. lutsgl^ ir. 
aZuo^, au;(>^] „Hefe, Teig" < * allRvatvm (von allKvo „emporheben", 
dann „gähren" Tgl. azima: panis sine ftrmento^ ia est sine leva- 
mento Beiuh. Gloss. 65, ap. Dens. H. 1. r. 192): a.-berg. levad 
(glossiert durch „fermentum, azima") vgl. it. lievitOf frl. levd, yen. 
Uvar, it. Uvitare, frz. levain^ eng. aXvamcdnty sp. aleiidarse etc. 

70. alünä sf. [ar. 'v^, mgl. ItmÄ, ir. alurf] „Haselnuß" < ♦ abel- 
lOna, -am (mit Sumxwechsel aus abellana: it. avellanai a.-frz. 
avelaine, sp. avellana^ pg. avcllüy wie abellxna Caper, K. VII, 107, 
6: frz. aveline. Weigand: Krit. Jahresb. über d. Fortschr. der rom. 
Phil. VI, 1, 160 und schon Ha^deu: Magn. £tym. Eom. 952): (tarant 
aloi/i^ <*abbllonea) pv. aulona, lyon. alonn (Rom. XIII, 5o8). Dazu 
alün sm. [ar. 'v/, mgl. lun, ir. alur] „Haselstraach" n&ch parä-pär etc. 
Der Monat „Juli" heißt dr. ar. alundr (vgl. florar .,M.ai", cire^ar 
„Juni"), weiches Wort jedoch kaum eine Ableitung von alunä ist, 

sondern nur Tolksetym. damit in Zusammenhang gebracht wurde 
und eher zu n.-gr. d?,eovd(»ti „Juli" (eigtl. „Dreschmonat" zu gr. 
dXatvevo^ai „dresche"), woraus auch alb. alondr „Juli", gehört. 

71. althig rb. I „vertreiben" <*al-longo, -are (eher als 
BLONGO, -ARE: frz. iloigner): a.-lomb. alongar „entfernen", (gen. 
alongao „allontanato"), oat. alunyar{8e) „(sich) entfernen", vgl. it 
dihingare (sonst: it. aUungare^ fr. allonger etc. „verlängern" sa 
lungesc), [ar. a{z)gune8Cti, avln], 

12. am, pf. awHf impf, avedmf ptz. avfU, inf. aved vb. II [ar. 
am, atmj, avutä a{v)eare, mgl. am, vut II, ir. am(u)^ (a)ruf, (a)vf] 
„haben" <babbo, -bui, Itum, -ere: entsprechena in allen rom. 
sprachen. — Das Prtz. dr. ar. avüt bedeutet in adjekt. Verwendung 
,.reich" (vgl. alb. kam^fs u. pasurif), in subst. Funktion Cod. Vor. 8/9, 
aeigleichen wie der Inf. avire if., „Reichtum" (vgl. „ITo^ und 
Gup), wie auch frz. avoir, pv. aver „Schafherde ,^ lyon. avair 
„Bienenstock", a.-sp. aver (venga mia maiordoma, qui mios averea 
toma. Auto de los reyes magos 117 — 118). 

73. amdr, -A adj. [ar. ^x^, mgl. anmar, ir. am^] „bitter" 
<AXARü8, -A, um: it. amarOf pv. amar, frz. amer. 

74. amärädös, -od^A adj. „bitterlich" <*amarItx08U8, »a, -xnc 
(von AMABlTiBs). [ar. amdr\. 

Ib. amärdie IV vb. [ar. amäiräseUf vgl. mffl. märari, sf. «■ 
aßffdrfnj „verbittern** <ahab&8G0, *-1bb {^ ta'^sssx^. 



8 76. amftre4(ä — 93. 6pi^. 

76. amAredpä sf. Jar. 'v,] „Bitterkeit" <AitARlTiAy -am (Dens. 
H. 1. r. 159 für -itiss): it. rtr. amarezza, frl. amarezCf pv. amareza. 

77. ameninp (amerinff amelinf) I yb. „drohen" <*ad-mInacio, 
•ABB (von MiKACLs): sic. amminazzarif sard. c. ameleüsatj pv. ame' 
nassar, sp. amenazar, pg. ameagar; ygl. oristan. amaktssu, „mi- 
nacda" lecce minef«9i« „drohe". 

78. attuf^teo I yb. s. mestec 

79. amin I vb. far. c^, davon drum. ar. amänät adv. mgl. 
mändtf ir. amngt „spät"] „auf morgen schieben, verschieben" ist von 
einem verlorengegangenen lAdv.j *amine „auf morgen" <ad-manb 
abgeleitet. Vgl. alb. mfno1^ „zögere". G. Meyer: Indog. Forsch. 
V^ lOB. Zeitschr. rom. Phil. XXVm, 676. 

80. amtndöi num. [ar. (^amhidoiU^ auch samiidoiU und 
übertragen: amintreifif 'patrur^y SimindoiU, ir. amindot] „beide" 
<*AJilKDüi (für^AMBlDUo): it. atnendue, eng. amenduos (eng. aman' 
duoSf nach Schuchardt: ambo ad duo), vgl. a.-frz. andut, 

81. ar. amtntu I {amintiscu IV Wj vb. „gewinnen, ver- 
schaffen" <AüOHENTO, -ABB: sic. umintaH. Vgl. Weigand: Olympo« 
TValachen S. 28—29. 

82. amnär (amändr) sm. ^^Feuerstein" mtn^ sm. „Griff** [ar. 
mändr ,,Griff, Feuerstein. Schäfchen zum Spielen der Kinder**, 
mänear W. „Griff**, mgl. amnar, manar „Feuerstein**, mänar 
„Griff**J. Die Etymologie dieser Wortsippe ist nicht klar. Zu- 
grunde liegt wohl MABUABiUM (vgl. Körting* No. 5922 und Archivio 
glott. ital. IV, 147), kaum igbiabium. 

83. amorphe IV vb. [ar. amürtu, amurtsäscu IV] „starr 
werden, einschlafen** <[*am-mobtio, -ibb: it. ammortire, sic. ammur- 
tiri, pv. fr. sp. anwrtir, — Ar. apä amurttiitä = lauwarmes Wasser. 

84. ar. amparu vb. I vgl. Impar. 

85. amtl adv. vgl. acum. 

86. amüp 1 vb. vgl. muf. 

87. mnup^ae IV. vb. [ar. amuUäscu] „verstummen** <*ai>- 
MüTfisco, »xbb: a.-lomb. amutir. Vgl. muf esc. 

88. an sm. [ar. mgl. 'v/, ir. ^] ,.Jahr** <amnüs, -um: it. pg. 
anno. frl. ann, eng. pv. frz. cat. an, sp.' afio. Der Ablat. ani^o. den 
liucilius und Plautus in der Bedeutung „im vorigen Jahre" ge- 
brauchen, ist im drum. mgL an adv. „voriges Jahr** und cal. annu 
erhalten. 

89. I anin 1 vb. „anhängen" <*an-bImno, -abb vgl. leag&nl 
— Ar. mit Dissimilation: me älin eigtl. „klettere**, dann „steige, 
giihe herauf**. 

90. II anin {aHn) sm. [ar. arin, anin (Thessalien), mg), rin] 
y^le** <[*ALBIKVS, -UM (von ALNUS Ila^deu: £tym. Magn. Ilom.): 
sard. alinu. Auffallend ist die Form arinde in Biharia (Conv. lit.. 
XX, 1004); auch alnine kommt vor. 

9L dpa sf. [ar. 'v/, mgl. «v/ Weigand 65 apu sf. Papahagi 56, 
Sr. pjpf] „Wassser, Fluß** <aqua: it. oc^ua, sard. abha, eng. outco, 
pw. aufua^ frs. eou, cat. aygua, mallork. aigo, sp. agua^ pg. agoa. 

v2. apdr im. „Waisertx^er" <aquabiu8, -in. 

83. äpär 1 vb. [ar. «x/, ir. 9pär] „verteidigen, schützen" <af« 
TAMOf »ABB. In dieser BedentoDg kommt pabo, »abb in allen rom« 



04. apSs — 104. apun. 9 

Sprachen vor: it. parare, py. cat. sp. pg. j^rar, frz. parer^ (vgl. it. 
para-petto, para-vento etc.) — In Mgl. heißt das Wort dppär, ar. 
auch (n)doapär ,,8tützen^' und scheint ein db 4~ "* op-paro voraus- 
zusetzen, das allerdings auffällt, da ob- kein produktives Praefix 
im Komanischen ist (Meyer-Lübke : Hom. Gramm. II § 595). 

94. apäs 1 vb, „drücken" <*ap-pbn80, -abb vgl. pasä. |ar. 
angrec; apitrusescu „zerdrücke"]. 

95. apätöSff 'Odsä adj. far. '^] „wässerig" <*aquatOsu8, 
•A, -UM (vgl. aqiuit'ilia) Tiktin, Wörterb. 74. 

96. ar. dpir IV vb. [mgl. '^] »Tag, hell werden" <APeBio, 
•RUi, -RTüM, -irb: it. aprirCf eng. awir, pv. tibrir^ in, ouvrir^ cat. 
ohrir, np. pg. ahrir, 

97. apl4e I vb. [ar. ^, mgl. plec] „niederbeugen" (meist 
trans. mä a, „beuge, lasse mich nieder" und auf Tiere übertragen 
in spezieller Bedeutung: „lasse mich nieder um zu säugen"« daher 
,,8äugen"; davon ar. apUcätoare, mgl. plicätoare „Schaf" auch 
„Mutter die selbst stillt**) <ap-plIco, arb. 

98. apöl adv. [ar apoea^ mgl. navoi, näpoi, ir. ^ „nachher" 
<ad-pö8t: a.-sard. appus» mail apos, alatri apo^ a.-pg. apos. 

99. öprig, -ä adj. „neftig". Etymologie unbekannt. Allgemein 
wird als Etymon : apricus, -a, -um (pv. abriCf frz. a6ri, sp. abrlgo) 
,,sonnig" angenommen. Ebenso wenig wahrscheinlich ist Tiktin's 
(Wörterb. 80) ♦aprIcüs, -a, -um von aper „Eber". 

100. aprind (aprinz), 'insH {A-aprinS)^ "Ina III vb. [ar. 
aprindUf -eS u. 'imSu, -« u. -imtUf III, II, mgl. prindf pritis III, ir. 
aprindUf 'ins, III] „anzünden" < ap-pre[h]endo, -ndi, -msum, -ndCrb : 
it. apprendere, pv. aprendre, frs?. apprendrty sp. pg. aprender. Der 
spezielle Sinn des rum. Wortes, der übrigens durch: flaute vento 
adprehendit domus incendio dos Gregor von Tours (Dens. H. 1. r. 
18d) angedeutet ist, findet sich wieder im a.-berg aprtnd ol fog 
fglossieH durch accendx>)\ vgl. vegl. imprandro^ a.-frz. emprenare, 
zrz. Part, ^pria,^ vgl. klruss. imaü „nehmen", refl. „sich anzünden" 
(= pum. „lau fo&% 

101. aprodpe adv. [ar. aprQapt{a\ mgl. proopt, ir. ((i^prope\ 
„nahe" <ad-pröpb: a.-it. a-provOt a.-ver. aprovo, com. aprojy mail. 
aprosuf^ a.-ven apruovo^ frl. apruv^ a.-8ard. apprope, pv. a prop^ 
a.-frz. ä prucf, cat. aprop de, 

102. apröpiu I vb. [ar. aprolfü^ mgl. prok'u] „nahem" <*ap- 
pRÖPio, -ARB (von pröpb; das Simplex pbopiarb ist in Paul. Noi. 
Carm. 18, 412 und in Glossen oft belegt: C. Gl. IV, 150, 3. V, 476, 




•uoo Ableitung (vgl. mandere mand-uco) von aperb (&=> apiscere) 
sein. Besser, doch nicht ganz sicher, ist die Etymologie von Burla 
(Studii filologice) a[u]cupor, -ari »vogelfangen" mit Metathese 
vgL Meyer-Lübke: Kom. Gramm. I § 5S). 

104. apün, 'UsH, "Ua III vb. „untergehen (von der Sonne)" 

[ar. apun, -u^, -u« III „beilegen, besänftigen, heruntersteigen'^ : 

ap-pOno, 08Ui.*08[i]tuh, -ftRB: it. o^orre, pY.apondrCf a.Hip. aponer^ 

JW' appör. Die dmm. Bedeutung kehrt im Span« el iol §e pone 



10 105. ar — 117. argint&r. 

und im it. ponente^ pv. frz. ponentt ap. ponientc^ pg. poeHte s= drom. 
apiAS .ySonneDuntergang*' wieder. Aus soare apune „Sonnenunter- 
gang" stammt n.-gr. aov^avTte&vet ,,es wird Abend*' und alb. serpöit 
y, Dämmerung". (3. lleyer: £tym. Wörtb. d. alb. Spr. 381. 

105. ar 1 vb. [ar. mgl 'v., ir. qru] ,,pfliigen" <abo, -akb: it 
arare, nord.-frz. arcTf py. sp. pg. arar, 

106. arädüe, -tisdi, --lis, III vb. (rädue Cut. d. b. I, 298) „ver- 
gleichen, gleichen'* < [ad -{•] rbdüco, -üxi, -üctüMi -Srb (^.zurückführen 
auf etwas ähnUcbes" vgl aduce cu cineva = ,,er sient Jmd. ähn- 
lich"): it. ridurrey bol. ardüßer. frz. riduirCf sp. reducir, pg. redwir. 
Ha^deu: Cuv. d. b. I, 298; Tiktin, Wörterbuch 86. 

107. ardmä sf. (-}- aratne Cor. 17, 75, rame Cuv. d. b. 1, 
XXXI etc.) [ar. aramä] ,, Kupfer" <*aramen (assimiliert aus iSRA- 
xbn): alb. rfm, it. ramCy gombit. sillano ramntf, a.-berg. ram, 
alatri ramf, piem. aranit (cal. aramare ,|Tom Grünspan putzen"), 
•ard. 1. ramini, eng. aramy a.-frz. arain, pv. cat. aram, sp. arambre, 
pg. arame. [mgl. hlizna, hacgr^ ir. rgm < ven ramo^ Papahagi kennt 
nur ar. bäcäreflidlcumä], 

108. ardt 1 vb. [ar. nur in der Drohung ti-arät = „ich 
seige dir", ir. argtu] ,,zcigen". Die ir. Form weist auf altes a, 
daher ist lliklosichs *ai>-becto, -abb unwahrscheinlich und Ha^deu'i 
(£tym. Magn. Kom. 1557) auch sonst wenig überzeugendes ad-bepüto, 
-ARB zu verwerfen. Candrea (Rom. XXXI, SOI) setzt ein *ar-rato 
-ARB von ratua ,,berechnet" an, welches auch wegen der Bedeutung 
schwer annehmbar ist, so daß 31eyer-Lübke's (Zeitschr. rom. PhiL 
XTX, 574) BLATO, -ARB, das bei Cassiodor belegt ist, wohl am besten 
pt ßt, obwohl der Sinnesübergang nicht ganz klar ist. 

109. ar. ardtu „Pflug" < aratrum : abruzz. aratf^ cerign. rätf, 
pistoj. arato, a.-frz. arere. 

110. aräMrä sf. ,,Pflügen; Ackerfeld" <aratüra, -ah (C. gl 
VI, 87): it. aratura, frl. anmuref eng. aradüra. 

111. ar. arAzbör vb. I (Lumina II, 108) „fliegen" <*rb-bx- 
TÖLO, -ARB. Auffallend ist aräzboäir im Epirus, vgl. zbor. 

112. ärhor(e) {drhur(e))y sm. [ar. ar&iire, mgl. arbur{i), ir. 
ofhure] „Baum" <arbor, -eh: it. ätbero^ sie. arvulu, cors. arbu7'Uf 
frL arbuif frz. cat. arbre, mallork. abrCj sp. drboly pg. arvore, letzterei 
allein weiblichen Geschlechts. 

113. are sm. [ar. arcu, mgl. ^ „Bogen" <abgüs, -inc: alb. 
firl. arkj it. sp. pg. arco^ sard. arcii. pv. frz. arc. 

114. ard (arz), arg^, ars III vb. [ar. ardu, ari, ars III, II, 
xngl. ard^ arg, ars III, ir. ^du, grs TU] „brennen" < ardeo, arsi, 
ABSUM, *ARDfiRB (füT -srb: a.-frz. ardo%r)i it. arcZere, eng. arder ^ pv. 
fn. ardrCf sp. pg. arder, 

115. ar4ie sm. [ar. sagt man birbec areate, cal areate etc., also 
ist areate zu adj. geworden, mgl. rfti, ir. ar^te] „Widder" <arib8, 
-fXEM: gen. oeo, asi. sudost-flrz. arei, prov aret Aus dem £um. 
stammt kL-russ. aretij. 

,116. argint sm. [mgL artintf räxint, ir. arzinf] „Silber" <ab- 
oxHTUic: alb. t^rffp^t, vegT. arziant, it. argenio, a.-lomb. ariento^ firl. 
arimif eng. argient^ pv. argen, frs. argent, a.-ip. argento. [ar. oMmel. 

117. mrginidr mbl [m|p. amntar, ränntorj „Silberaxb^vWe^^ 



118. ariciü — 134. M&män. H 

< AROBNTARnjq, -üh: it. argentajOf frz. argentierf sp. argentero, [ar. 
favru in 31ärcheo, sonst hrisic], 

118. arictü sm. [ar. mgl. arit^ .»Iff«^" <*bhIc[0}lü8 {» krI- 
€iüs vgl. Verfassers : Lat 1^ o. K\ S. 149—150) alb. tn^, it. riccto 
(vgl. arizzare), sard. rits«u, eng. rt^, sp. erizo. 

119. dHe (+ are Yarl. Caz. 1643 U 89 b. dial. are Cony. lit. 
XX, 1004) sf. [ar. dry{i)ef mgl. dryie] „Tenne" <abba, -am: it. ma^ 
eng. era, pv. pg. eira. frz. atre, sp. eraf (vgl. alb. *er^, in erent-t^ 
,,Drescliwerkzeuge", dagegen ist alb. are <arvum). 

120. arinä sf. [ar. ^ „Sand" < arSna, -am : alb. rfrf, it. rena^ 
•ie. rifuif pv. sp. arenUy a.-frz. areine, pg. area. 

121. arlnd4zl vb. „verpachten" <*arrbndo, -ahb (nach Dens. 
H. 1. r. 148, 150 statt *ad + renderb (= reddere): it. rendere^ 
eng. arender, frz. rendre, sp. rendir, pg. renderi mit Konjugations* 
Wechsel nach darb): sard. arrendare, sp. arrenaar. 

122. ariniJ«, -od^d adj. [ar. '>-] „sandig" <arbkOsü8, -a, -um: 
it. renoiOf pv. cat. arenoa, sp. pg. arenoso. 




zu erklären^ hat Verfasser in Conv. lit. XXXVII, 598 gemacht, wo 
auch die früheren Deutungen erwähnt werden. 

124. arm sm. „Oberarm" [ar. armu „Viertel eines Tieres"] 
<ARMUS, -um: sard. armu, cors. ermCf frz. er«. In derselben Be- 
deutung kommt auch ein ämiur sm. vor, welches sowohl auf * ab* 
MÜLUS, -UM zurückgehen, als von Plur. armora (belegt bei Chiron. 
Archiv lat. Lex. X, 421) yarmuri [ar. ^ rückgebildet sein kann. 

125. ärmä sf. [ar. auch „Kleid" ^^^ ir. grmf] „ Waflfe" < arma, 
-am: alb. arnif^ it. sp, pg. arma^ frl. frz. arme. 

126. artnäsdr sm. „Hengst" < arhessarius, -um (Thes. ling. 
lat. statt ADMlssARius: sard. 1. ammessardzu „Stallone"): alb. har* 
tnfSttar. Aus dem Kum.: kl.-russ. harmesarü, 

127. -|- am\ätürä sf. „Rüstung" <armatüra, -am: it arma* 
iura, sp. armadura. 

128. drmur sm. vgl. arm. 

129. dr^ftä sf. ,^onncnglut; steiniger Ort" <*absIcia, am 
Verfassers: Lat. Tj[ u. KL 138. 

130. arsürä sf. „Verbrennung" <ar8üra, -am (Apul. Herb. 
118, 2): it. pv. armra, sard. c. assura, obw. araira, a.-frz. araure^ 
[ar. ar8ätura\, 

131. arpdr sm. „Ahorn" scheint von acer, dorch die Mittel- 
stufen *ACRB >*ARCB (sp. arcc) 4- ABiUM entstanden zu sein, vgl. 
•ic. atssarUf rom. aUsar. parm.' aisser. 

132. arüne 1 vb. [ar. aruc] .,werfen" <avbrrunco, -aeb „ent- 
fernen" (von AVBRRO „wegwerfen"). 

133. a§d adv. lar. o^, ali(fse). mgl. Sa, ir. (a)ig] „so" 
<a4-8Io: gen. sp. aai; vgl. ac9i. Nach a.-serb. takoidere entstand 
aus ^ofi ein ofijdere „ebenfalls". Ha^deu, £tym. Magn. Rom. 

134. oädmän (auamän^ -)- aseamär Cod. Vor. 114/14 ete.) 
1 vb. „vergleichen" < *A8-8lMlLO, -arb: it. astem&tare, ^r. aaemblar^ 
frz* aüemSlerf sp. aumblar. [ar. {a)undte8cu]. 



12 135. 4säD — 150. •9Upt. 

135. -^ Asän (asin, asin) sm. [ir. gsir] »Esel" < asIkus, »um : it» 
oiinOf frz. ane, sp. p^. (isno, [ar. gundr, iar], 

136. ö^chihe sf. „Splitter, Spohn** <*a8Cla, -am «♦a8t[0]la 
na a88[0]la): alb. aSk^e^ it. aschia (neap. oal. aska^ sard. a^a, py. 
cat. ascla, ppf. acAa. [ar. «ctrjMl]. 

137. a^chi^» I vb. „zersplittern'* [ar. nur das Partz. aScHat 
„geborsten", sonst. dtsic] <*A8Clo, -arb (vom Torigen). 

138. asetllt I vb. [ar. ascultUy mgl. scültf ir. ascutu] „hören^ 
horchen" <a8cOlto, -ahb (Caper. K. VII, 108, 6 = auscülto): it. 
€UColtare. sard. I. ascultarCf eng, SkulteTf pv. ascoutary a.-frz. ascouter,. 
poriD. piK. akutif wall, huti, a.-Bp. asctichar (und mit Einmischung 
des Prefixes bx-: it. acoltaref frz. Icouter, a.-pT. escoutor, n.-sp. 
escuchar^ pg. fscutor). 

139. cMctind (oscunz), ^una^, -tin« UI vb. [ar. oscundu. 
-m^u, -mtUf III II, mgl. scun^ -niF, -n^ III, ir. oscundu, -ns Illj 
„verbergen" < abscondo, -nsi (Caper, K. VII, 94, 16 = -ndi), -nsum. 
(Gl. nom. 32) u. -ndItüm, -fiRB: it. (n)asconc2erf, sard. 1. ascondert^ 
a.-sp. a.-pg. asconder (und mit bx- als Prefix: a.-ver. Bcondir^ pv. 
a.-irz. escondre, sp. pg. esconder). Abgel. : ar. ascuntii sm. „Schlupf- 
winkel*', mgl. scuntSös adv. „verstohlen", ui^rüncrlich Adjekt. 
= Bcunt (Partz.) -}- t-os Verfassers: Lat. T;| u. Ki, 60. 

140. aseüt (aacup) IV vb. „schleifen" [mgl Mcutsft, -ä adj. „^e- 
•ehlifien"] ^^excOtio, -ibb (von cos „Schleifstein"). Vgl. cufit» 
[ar. dau pri k^aträ, $truxe8cii]. 

141. as^ieneiap (-f- semire Ps. Seh. 169, 527 etc.) adv. „eben- 
falls" ^ rAs]-8lMXLi8, -B. [ar. tut üSl]. 

142. a^^z I vb. „setzen" < *AS-8fiDio, -arb (aus *8edium : it. 
9eggiOf -a, sie. sya, a. -gen. sedro, romg. sedfa, tarent. sedilCy sard» 
1. «eju, wohl wie podivx — *appodiarb gebildet. Tiktin, Wörtb» 
109): a.-gen. asedio^ romg. assidii, 

143. a^ißdere adv. vgl. a^a. 

144. amnUp 1 vb. vgL muf. 

145. ar. aapltngu, "inhA, -meu III II vb. „ausweinen" <*bx* 

PLANGO. -MXI, •NCUM, -fiRB. 

146. asptm, •'ä adj. „rauh*' <aspbr, -a, -um: alb. ojfjp^rf, it» 
asprOy sard. (i8p{r)u^ frz. o^e.far. ascur]. 

147. äst(a)f fem. dsla (t«<(a), aes<(a) fem. aeasta) pron. [ar. 
aethi, est in es^-an, ostö in astä-searä, aistu, ir. aüf(a)J „dieser^ 

>, dieses" <*I8tü8 (— istb), -a, -tjd: a.-it. esto (prokl. sto\ pv. 



e«f, a.-frz. tsf, sp. pg. t9{t)e. Aus (U^d-sarä entsteht aatärä ady. 
[ar. «v/, mgl. stara, ir. osfpraj ,.heute Abend". 

148. ar. aatdtül vb. „den Weg abschneiden, begegnen" <*bx- 

TAUO, -ARB (vgl EX-8BC0). 

149. -|- €i8tdu 1 vb. „zugegen sein" <a8to, astiti, astarb: it» 
astare ,,esser presente". 

150. a^tipt I vb. [ar. aiteptu auch „nehme auf, empfange", 
mgl iietf ir. aSteptu] „erwarten". Angesichts sie. aaiittarij tarent. 
asHttaref cal. oitetUire, a.-log. usettare, n.-log. isettare (nb. tapettare) 
httt xnan anffenommen, daO aspScto durch i^imilation zu ^astScto, 
•ABB geworaen tei (Meyer-Lübke: Rom. Gramm. I § 469). Da 8.b«t 
im Aran. das Wort auch „ampfaDgen" bedeutet, lo ^^aSk^ v^ ^«msi& 



151. a^t^rn — 160. atin. 13 

Sinn besser excbptO) -arb (Geheeb, Jb. V, 17). £s ist schwer 
zu entscheiden, ob beide lat. Wörter im Rum. weiterleben oder 
nur eines, welches dann, — vielleicht unter dem EinßuO des 
idb. pfrea = ,.erwarte" und ,,empfange^ — eine Bedentung^- 
erweiterunpf erfanren hat. Wie engf?erwandt die zwei Begriffe sind, 
tritt aus einem Satz, wie : Ufi la poartä 8ä4 a^tepte hervor, welcher 
,,er trat ins Tor um ihn zu empfangen (daher „erwartete er ihn'*)'* 
oder „er trat ins Tor um ihn zu erwarten (damit „er ihn dann 
empfange'*)" heißen kann. Ha^deu, Etym. Magn. Rom. belegt aus 
«inem alten Glossar auch ein acept „erwarte, hoffe" ^accspto, 
welches mir indessen verdächtig erscheint 

151. a^täm, -ili, 'üt, III vb. [ar. aStemu, aSteru in Albanien, 
mgl. Stern, ir. (ajiternu] „hinstreuen, das Bett machen'' < ASTfiBNO, 

. -TBAVi^ -TBATUM, ternBbb odcr BTfiBNo: alb. Stroüf piem. itemi^ 
sard. xsterriri, eng. atemer, wall, gtemi. 

152. (u)8timpär, 1 vb. ,,mäßigen" <*BX-TfiMPEBO, -abb (im 
Rom. nur das Simplex: it. temptrare, pv. trempar, £rz. tremper^ 
«p. templar, pg. temperar), 

153. aströc Dos. Acatist 1673 f. 48 b.. {astrür) 1 vb. „be- 
decken (Jb. VIT, 82, Liuba-Jana: Maidan 97), oegraben" < *a8TbOXco, 
-ABB (von ASTBUO „bedecken") lleyer-Lübke, Zeitschr. rom. Phil. 
XXVII, 253. 

154. €i8tüp 1 vb. [ar. 'v/, mgl. 'v^, nästup] „verstopfen**, 
kann ♦ab-, ♦ex- oder nur ♦stDppc-arb (von stüppa „werg"j sein: 
it. stoppare (sie. attupari, tyr. Strtipe), eng, atopper, frz. etouper 
(vgl. a.-frz. estupant sa oreille), a.-sp. estopar, 

155. aaüd {asud^z Delavr. Hagi Tucfose 36) I vb. [ar. «v/, mgl. 
Sttd] „schwitzen'* <ex8Doo, -abb. (Im Rom. nur das Simplex sOdo, 
-ABB*, it. sitdare, eng. aüarf pv. cat. pg. suar, frz. aucTj sp. audar). 

156. asüprä adv. [ar. aauprä. diauprä^ mgl. auprä\ „oberhalb*' 
<AD -|- süpba: sard. 1. aaaubra (it. aopra, sie. aupra, eng. aura, 
a.-frz. aovre, pv. sp. pg. aobra). Als Präp. hat {de)aauprä entweder 
de oder a nach sich. Aus ad -}- supba -f- ad entstand aaüpra [ar. 
{a)aupra\ präp. „oberhalb**. 

157. (a)aurz48c IV vb. [ar. aaurdzäac^i] „werde, mache taub" 
<[*AS-]süBDesco, -♦iBB (vgl. obsurdesco): it. aaaordiref frz. aa^ 
aourdir, (sp. enaordecer, pg. enaurdecer). 

158. dpa sf. [ar. mgl. '^, ir. gta^] ,.Zwirn" <AaA, -am ^on 
• Acvs. Belege im Thes. 1. lat. und im Arcniv lat. Lex. XIII, 278): 

it. accia, cal. lomb. ven. ataaa, neap. cors. atüüf mail. com. <iia, 
n.-berg. bresc. aaaüf cmil. tataan, trient. aaa, eng. atia [Papah. unbe- 
kannt, dafür ar. h'adin], 

159. atdre, acätdre -pron, „so beschaffen", eiitdre pron. „ge- 
wisser" [ar. ahtdre, aftdre; atdre ».gewisser**, mgl. ftari, htari, tari] 
<BCCX7M od. ATQUB-TALis: it. (co)to/e, a.-frz. itelj n.-frz. tel, pv. aital, 
sp. (a)taL pg. tal. Im ersten Teil von acätare sieht (i. Meyer 
(Etym. WörtD. d. alb. Spr. 6) das alb. akf, welches mit Pronomen 
und Adverbinm verbimden wird. Vgl. tare. 

160. apin, -üif -^Uf II (u. III) „auflauern" (meist nurina^n 
calea cuiva „lanere Jd. am Wege aul") <*AT-TtNBO, •sbb (wieder- 
hergettelit ans attInbo). 



14 161. ating— 178. b&ier. 

161. atlng, -im^, -tw III ,,an-, berühren'' <ATTX2fOO, -loi, 
-ACTUii, -fiRs:.it. attingerCf atiigncre^ frz. atteindre, 

162. attUa) adv. [ar. dhtintu, ahintu, ahitf ahätu] ,,80 TieP* 
<BCCUH od. ATQUB*TAMTUM : it. tünto {cotanto\ a.-frz. (i)ta7itf n.-frz. 
tantf &•*?▼• aitarif a.-8p. {a)tantOf pg. tanto. 

163. apif 1 vb. „anschüren" <*at-titio, -abb (vom selben 
Stamm wie tItio, -Okbm): it. atHzzarCf neap. attetssare, a.-gen. 
aiigar, a.-bergf. atitsa, py. aiisar, frz. attiseTf sp. atizar, pg. attgar. 
[ar. anoii»^, ntsap], 

164. aftlttol adr. [ar. atumtBea^ mgl. hinfteo, ir. (a)hmttf] ,,da< 

" .CB (j 



mala*' <ad + tOkc*cb (ad tuno belegt Dens. H. 1. r. Ivl): a.>ven, 
tonehaf sp. entoneesy estonceSf a.-pg. en^oin, n.-pg. entäo, 

165. au eonj. [ar. ^^^ aQ „oder** < aut: alb. sard. 1. o, it o(d)y 
pr. o(r), frz. pg. oh, sp. o. 

166. 4- auä (dial. in 01t.) sf. [ar. aüä mgl. uä] „Tranbe'' 
<üyA, »ah: it. sp. pg. uva, lecce berg. sard. ua, eng. iki. 

167. aüd (auz) lY vb. [ar. avdu^ mgL u^, ir ptodu] „hören** 
< AUDIO, -ibb: it. uairCf eng. luiir, a.-pv. attrir, frz. <mlr, sp. oir, 
pg. ouvtr. 

168. aülmee 1 vb. vgl. adnlmec. 

169. aülmu I vb. vgl. adnlmec. 

170. dur sm. fir. '^] ,,6old" <aubüu: alb. ar^ it. sp. oro, 
eng. pv. aur, frz. or, pg. ouro, [ar. (a)m42amä]. 

171. aurdr sm. „Vergolder" <AüRARnjs, -um. 

172. aur^se IV vb. „vergolden" <AURfiscOy ♦-»« (= -Sbb). 
[ar. afum\, 

173. ar. aü^ sm. [drum, nur im Vogelnamen au^ll sm. „Be- 
gnlus eristatus" erhalten] „Greis" ist eine Diminutivbildung auf -ii« 
von *au <AVus, -um: lomb. tess. af, ast. aaf, trient. ao. Vgl. 
Tappolet: Verwandtschaftsnamen 62. 

174. 4~ dtistru sm. „Südwind" <austbb, -stbum: it. ven. ostrOy 
mant hster, a.-frz. os^re. [ar. not] 

175. ar. dvrd sf. [mgl. aurd] „Kühle" <AUBAy -am: it. ora, 
eng. pv. avra, a.-frz. ort, 

176. d«l adv. [ar. ad(z)ä, azi, andai. mgl. azä, as] „heute" 
^•hadib (aus HÖDiB zu einer Zeit entstanaen, als auf rum. Boden 
der Unterschied zwischen g und g verschwunden war, so daß man 
BODiB in HOC-DiB trennen und, da dibs weiblich war, ein ^haddb 
bUden konnte). Vgl Verfassers: Lat. Ti und Kl S. 48 und Tiktin 
"Wörtb. s. V. 



B. 



177 
•her k 



77. (bdU sf. [ar. 5aHe, meist PI. hä^t] »Bad, Bergwerk" ist 
.-slav. banja „Bad" (woraus auch alb. g. oqjc) als lat. balnbums 

it. bagnOj frl bah, obw. hoign^ pv. banh^ sp. bafiOt pg. banho (Dens. 

B. L r. 119). [ir. bpA].) 

178. bdier sm. ddferA sf. „Band" [ar. 6atr, (aterd „Kette, 

Band, Beihe^, daraus mbdir 1 vb. »anreihen, erzählen", mgl. baiar 

tJBMtBf Perlensehniir''^ ir. baierp ,,Haarfleehtbaiid% ia\M^xiNA.Vw«BNA 



179. bigöcurä — 189. bä9icä. 15 

Adjektiva < YARnis, -a, -üu ».bunt, färbig", mit der Grundbedeutung: 
JSchmuckgegenstände" (vgl. variare pectus lapillis „die Brust mit 
Steinchen schmücken**): it. rajo, sard. barazu, pv. a.-frz. vair, 
Zeitschr. rom. Phil. XXXVIU, 690. Aus dem Bum. stammt kl.- 
russ. baior „aus Wolle geflochtene Schnur". 

179. bijöctirä (batjocurä) sf. „Spott", das man als bat -)- Joe 
-f- urä fühlt, daher auch Cml bat joc „spotte" sagt (ähnlich ar. mi 
oatu ptzu ku tsineva; vezu, pezä <n.-gr. n-a/fcd Jouer, badiner")^ 
ist kaum aus diesen Kiementen entstanden, da man in diesem 
Falle ein *jocb(Uurä (wie mtnä'pterg^uräf cod(hbat-urä, capAntort" 
urä; it. tatti'Vend'OlOf terrC'inuot'Olo etc. Tgl. 3Ieyer-Lübke, Kern. 
Gramm. II § 430) erwarten würde. Das Wort ist von ital. hajucca^ 
haiucola^ bazzecola „bagatella", sillano ba£ulay lucca 6adfura „tafferia" 
lohwerlich zu trennen ; vgL Verfassers Lat. Ti u. Ki S. 74. 

180. bdle sf. plur. tant. [ar. baU^ mgl. bdli] „Geifer, Speichel", 
ist die Mehrzahl von einem verloren gegangenen oing. *oa <*BABAy 




ist bältdt, 'ä adj. [ar. ^ „scheckig (von Pferden)". Vgl. Densu- 
sianu Kom. XXIV, 586. 

182. bdrbä sf. [ar. mgl. ^^^ ir. bgrbp] ,,Bart" < barba, -am : it. 
eng. py. sp. pg. barba, frz. barbe. lothr. berb. Dacor. mgl. ir. barbä 
bedeutet aucn ,^Kinn", wie dies für lat. barba in G. gl. II, 262, III, 
247 bezeugt ist. Ebenso im Neap. Istr. Frl. Südfrankreich und 
auf der Pyrenäonhalbinsel, vgl. Zauner: Körperteile, 407. 

183. bärbdt sm. [ar. mgl. 'v^, ir. bärbgt] „Mann" <babbatü8, 
-A, -um: it. barbatOf sp. pg. barbado. Im Rom., wie im Lat. „bärtig" , 
wofür runi. bärbos. — Bärbat wird auch als Adj. im Sinne yon 
^tüchtig, mutig" gebraucht (fatä bärbatä = „tüchtiges, arbeitsames 
Mädchen"). Aus dem Kum. stammt n.-gr. ßa^ßdros (>alb. varvdt) 
„unverschnittenes Tier". 

184. b&rbie sf. ..Kinn" <'*'babbXlia, -am (von *barbIle „Sitz 
des Bartes", Tiktin Wörtb, 158; anders Zauner: Körperteile, 409, 
vgl. auch Conv. lit. XXXVIU, 701): it. barbiglio „carne pendente 
dal collo dei galli e anche dei becchi". [ar. grunü], 

185. ar. bärtadt {baltsat) sm. „MaO ausgestreckter Arme" 
<BRACiATüM ,,Armvo]l" (Formulae Meroving. S. 278, 18; Archiv 
lat. Lex. II, 268, von brachium): sie. vratssatOy sard. 1. c. bratasada, 

186. bäa {bäpisCf befesc) IV vb. [ar. bes, mgl. &es u. biSgu IV) 
„farzen" <vX88io, -ibb (bb bissig des C. gl. lat. III, 128): a.-frz, 
veMir, vgl. it. vesciay frz. veasc, [ir, pärdescj. 

187. bänäöchiü, -0 a^j* „absonderlich" soll, nach Tiktin: 
Wörtcrb. 171, ein *bIb-aböcc7lus, -a, -um darstellen und die Neben- 
form 5azaoc/i{ durch slav. 5eroÄ^' „augenlos" beeinflußt sein. Vgl. 
fp. bisojo u. sard. bajoccu „schielend". 

188. bä^ie (beßk) 1 vb. [ar. tnbVfic] „voll Blasen werden" 
<VB8lco. -ARB (belegt von Dens. H. 1. r. 166) V|<1. abruzz. aweiekkd, 

189. bä^fcä (befic^ sf. [ar. bUieä, mgl biSgcä] ,,Bla8e" <vs8lCA, 
•Aiffvgl. BBSSiOJB im VI Jh. Zeitschr. f. österreico. Gymn. 1862, 
8. 829): alb. mcük^ P^^ it be$ciga (Meyer-Lübke: ItaL Gramm. 



16 190. bä^inä — 198. bee. 

97), tosk. sie. biisngay gombit. htSi^a, aret. husica^ piac. Darm. mod. 
wiga^ pirano, muggia, rovigno hxssiga^ sard. huhga^ Metz, Bei« 
fort p^sty\ p^Boey\ p8i\ pg. bexiga (basc. bechigue, bechigue, bichika) ; 
it vescicüf rtr. veschia^ frz. vesaiCf pv. vesi^a, sp. vefiga. Aus dem 
Rum. stammt scrb. beSika, — ,,Harnblase" heißt bäßica uduluL 

190. bä^fnä {befind) sf. [ar. biSinä^ mgl. btSgnä] ,,Farzen'* 
<*vl8slNA, -AM (von vissio); vgl. päd. veasinar^ sard. 1. ptsinüf g. 
pUfinu, [ir. pärdits]. 

191. ar. bd« I vb. y^küssen*' <ba8I0, -arb: it. baciarCf pv, 
baizar, frz. baiaer^ sp. besar, pg. 5etjar. [dr. mgl. särut, ir. ^imtesc]. 

192. hat, üt, "üt III (u. II) vb. [ar. bat, mgl. ~, ir. 6p<u] 
^schlagen, klopfen etc." < batto, -ui, -fiRs (Archiv lat. Lex. X, 421, 
1, 249, Xll, 2/0, 554 für batüo): it. battere, eng. batter, pv. batrCf 
frz. battre, sp. batir, pg. 5a^er. — Dazu sträMt III vb. „durch- 
dringen", vgl. it. atrabattere, 

193. bdtä sf. [mgl. 5f^d „Strumpfband"J „Band, Streifen" 
< vlTTA, -AM : cat. sp. pg. beta; it. Icent. vetta^ sie. vitta, a.-frz. vefe, 
•p. rfto. Davon Zu trennen ar. batä „Mäusefalle", ein postverbal. 
Dubst. von bat 

194. bätdie sf. [vgl. ar. bätafe u. bätaüt ,,piu&"] „Schlacht, 
Schlägerei" < batt[u]alia, -am (von batto vgl. batalia in Leges 
Burgundiorum 111, 6 etc.): alb. b^taj^ „Schrecken", it. battaglia, 
a.-berg. bataya, py. bafnlha, frz. bataiile^ sp. batalia, pg. batalha. 

195. bätrin, "ä adj. sb. [ar. bitämu sb., mgl. bitom, ir. betär] 
„alt, Greis" < vbtbranüs^a, -um (Belege für vbtranus iind bbtranus 
aus Inschriften bringt Dens. H. I. r. 195 etc., woselbst auch die 
Bedeutung ,«antiquus Tel vetustus" nachgewiesen wird): vegl. 
vetniHf frl. vedran „avanzato in etä", a.-triest vedrana (fem.). 

196. beat, -d adj. [mgl. ir. bft] „betrunken" <*bIbItü8, -a, 
•xtm: a.-sp. beodo, n.<sp. bebido, vgl. irz. boite, it. bettola „Kneipe". 
[ar. biut, öfter mbitdt]. 

197. bedu {beu)f bätU, baut II vb. [ar. beau, bii u. 5tu|, 5j(i«i, 
biut{ä) u. biut{ä) II, mgl. beu, biüt II, ir. bewu, heut U] „trinken, 
saufen" <bIbo, -bi, -fiRB: it. oe(ve)re, eng. baiver, pv. beure, frz. boire, 
ip. pg. 6e5er. 

198. bee sm. adj. „Hammel" [berbecT bed sä numesc berbecii 
cei de doi anY .... iara cei mai becl sint tot acei berbecT dupä 
ce au ajuns virsta de 6-*-8 anl". Conv. lit. XXIY, 1057, ar. bei^R 
„Hammel" Ar. II, 347, 194, „oi betS sint un fei de oi mai mult 
albe, frumoase" Papahagi]. Es ist offenbar dasselbe Wort wie it. 
becco ..il maschio aella capra", a.-berg. bech „hircus" sard. beccu 
„Bock , beccuna „Ziege". Was die Etymologie anlangt, so könnte 
es eine Kürzung von bbrbbx sein, da man im bbb- das gleich- 
bedeutende Alpenwort bbrb-, barb« ansehen konnte, welches in 
alb. bef „Schaf, Weidevieh" (vgl. alb. beroAc ,,unfruchtbar Ton 
Menschen u. Tieren", ».-frz. baraiane „unfruchtbare Frau"), com. 
bar, bara, haHnn, bere. bar^ rom. berr „Widder", mail. bera, piem. 
bero „Widder", eng. oor, lothr. ber (vgl. kslay. baranü „Widder'^ 
•erb. baran „Widaer", ung. bdrdny ,,Laimn."\ Ot, 'Ä»5«t\ '^^X«^. 
Wörtb. d. a]b. Spn 88) wiederkehrt. \lm dsÄ cc Sä V^->;?ö^^^^ 
dä§ ifim MTom. ieüf ga erklären, müfite vma «X^«t^ tk%^N«tteMsc 



199. berbec4r — 210. bo496. 17 

Lat. Ti und Ki S. 126 ff., Ton einem * [bbr]b8c[01lu8, -ük ausgehen. 
OonT. lit. XXXIX, 51 ff. 

199. bei*becdr sm. [ar. hirbiear] „Schafhirt'' <*bbrbxcarxu8, 
•ÜK (von BERBEx): pv. hergier, frz. heraer. 

200. het*b^ce (herbee) sm. [ar. biroek^ birbeatse (bei den Farile« 
rioten), rogl. birbetHj ir. birbfUe] „Hammel" <berbex, -scxic (s 
VERTEX Dens. H. 1. r. 99) : obw. op'heiiy sard. i. berbeghe. barveghe 
(it. berbicef frz. brebiSj a.-pT. berbitz <*berbicem). Aus aem Rum. 
stammt uno^. berbica, 

201. (bi4t, "edtä adj. „arm'' will man von yiRTUS, -a, -um 
„welk" ableiten (die Schreibung bibtus findet sich in C. gL 1. VII, 
415), doch, wenn man auch von der Bedeutung absieht, hätte 
YiBTüS zu *vbtüs werden müssen (wie quietus > qüetus) und dieses 
zu rum. *väi od. *bät Auch die von Dens. H. 1. r. 99 ange- 
führten : piem. biett und sien. biegio passen nicht zu vietus, so oafi 
man das Wort besser von k.-slav. bidrlnü „miser" ableitet (Cihao 
n, 13j. ]ar. märdtl) 

202. ar. bindts sm. plur. tant. „Zwillinge" W. <*bi-natI: it. 
binato. Daraus als falsche Singularbildun^ *binäk, welches ins 
Alb. drang und unter Anlehnung an alb. bii^ „wachse, keime" su 
alb. binak wurde (>ar. bi1^ak). 

203. bine adv. [ar. ^ine, mgl. binif ir. bire] ,.gut" <BfiKB: it. 
benCt sie. benif mail. frl. pv. &en, frz. sp. bien^ pg. beni, 

204. bia^ricä (-f- bäsearecä^ besearecä) sf. [ar. bä8ear(%)cäf bitC" 
ar{i)cäy mgl. bäsfricä^ bispricä, ir. bas^ikf] „Kirche" < basIlIca, am : 
vegl. bafalkay valtellina bastlga^ bellinz. baserga. eng,, baseldfa, 

205. bldatäm {bUatem, Imstäm) 1 Tb. [ar. btästim, vgl. blästindt 
W., mgl. bläsHm] „verfluchen" <*BLASTfiMO, -are (für blasphEmo, 
nach Parodi: Miscell. nuziale Hossi-Teiss, Trente 1897, 340 mit 
Anlehnung^ an jestimare; vgl. blastema Le Blant: STouv. rec. 
d'inscr. ehret, de la Gaule, 1892, 83): sie. biastitnari^ campob. 
n jaStemff lanc. (p)icLStemä, vraStemäf gombit. biaStimmaf sillano 
otaätema, lucca btttatimare. alatri blastema, brindisi tut ja$timif 
a.-ven. llaatemarf sard. 1. frastimare, eng. blastemma, frl. bleatemat 
pv. blaaiimarf (frz. blämer), cat. blastemar, sp. UuHmar, (vgl. lecce 
€t$timu sb., cerign. gastetmf sb., a.-Chioggia bUutema sb., sard 

fall, adstimma sb., sp. lästima sb.). — Davon das Postverbale 
lästamj blästäm sm. „Fluch". 

206. blind, -A adj. „zahm" < BiiAia)us, -a, -um. [ar. incair^ mgl. 
croatnic], 

207. bltnd^pe sf. „Zahmheit" <blandItia, -am. 

208. bodce (nur noch dial. Jb. Vlll, 314, Hodo^: Cinteco 
bänäfene 49 und in der Ableitung bocise IV vb. „klagen" u. böcet^ 
im. „Totenklage", vgl. cors. vöcero ,,Totenklage'*) sf. [ar. boaUey 
4,Stimme, Wort" <vox, vocem: a.-it. boce fBrunetto Latini), ».-lomb«* 
a.-ven.j grado boae^ sard. 1. boghe, e. bozi, vgl. pg. boaear; n.-it«* 
<H)ce, SIC. tmfift, eng. imoJT, pv. votz, in. voix, sp. pg. voz. 

209. bodre ti. vgL aburesc. 

210. bod^e sf. plur. tant [mgl. 5of, pl 6oalt, ir. boS] „Hoden«-' 
taek", ist wahrscheinlich, trotz lautlichen Schwierigkeiten ^byesba» 
-AM (von byrsa a gr. fii^aa „Haut, Leder"), vgl. a.-berg. la bara(f 

Pttfcarin, Etymologisches Wörtorbneh. 8 



18 211. bot — 222. bro&tec. 

di tesHcoi ,,bür8a testiculorum", cerign. vgna, sard. 1. huia, o. busMj 
g. hossa, sasa. bgssa, htiSakkara ,,Baccoccia", buiinu ^^borsetta di 
pelle di gatto di forma alluntrata, in cui i zappatori sofriiono t«nere 
il tabacco**, alb. buHSi-ri <*BUR8lNU3i[ „Backentascbe", sp. boüa. 
Vgl. Verfassers Lat. Ti u. Kj, 66—67. Von boofe abgeleitet ist 
hoforög adj. ^^brüchig" u. wohl auch cartdböa sm. ^.Leberwurst*'. 

211. Xbot sm. y^Sohnauze, Schnabcr*, soll nach Cihac I, 27 aas 
einem ^bOtum, Primitivum von bot-ülus „Wurst" stammen, wai 
sehr unwahrscheinlich ist. [ar. mutsä],) 

212. bot^z I Tb. fmgl. batis, ir. botiz; ar. pätedz ist im An- 
laut vom Alb. beeinflußt] ,,taufen" <baptXzo, -abb: alb. pakc^01^, it. 
hatteagiare, sie. vattiari, a.-berg. bateza^ sard. g., cors. battidzäj eng. 
hataazer, a.-frz. batoyer, 

213. boü sm. [ar. mgl. ^v/, ir. 6otoul „Ochse'' <'*'bövüs. "VU. 
(statt BGS, bovem: it. bue, mail. boe, eng. houf, pv. buou, frz. biBuf, 
•p. buey^ pg. bot. bobus ist in Mulomed. Chir. ed. Oder 8. 284, 2 
belegü. 

214. bdur (-4- 5udr] sm. „Auerochs" <bübalv8, -um (*bübalvs? 
vgl. alb. buat, buz „Bünel"): a.-frz. bugU (G. Paris: Joum. d. Sav. 
1900, 372), sp. bubäo. Tiktin: ZeiUchr. rom. Phil. XII, 22L 

215. bräefe sf. „Gurt" <^bracIua, -am (von *bracilb (von 
braca) > bräctre, a..sard. 1. brakUe). Conv. lit. XXXVIII, 701. [ar. 
Mn, bärn]. 

216. bräeire sf. vgl. br&oie. 

217. brap sm. [ar. mgl. '^^ ir. brgts] „Arm" <BHACinuM: it. 
Iraccio^ frl. brats, eng. brati^ pv. bratz^ f». cat. bras^ sp. brazo, 
pg. braco. 

218. bräfäre {brätarä) sf. „Armband" <brachialb: it braccialCf 
a.-bcrg. bratsalj ven. braüsal^ sp. &rtua2, pg. brcLgal, [ar. bildhlU, 
hUidlucä], 

219. f6>*e6eti^ sm. plur. tant. „Lerchensporn" <VBRBfiNA, -am 
beiweifelt jDens. H. 1. r. 105). 

220. bvineä sf. „Pfote, Hand (Conv. lit XX, XOOö, Frincu- 
Candrea: Rom. d. Munfli apusenl 49)" <branca, -am (branca ursi, 
um Gromat. vet. 309, 2, 4): it. pv. sp. a.-pg. branca, eng. brauhl^af 

ir in braunk^as => a merge pe brind =» auf allen Vieren gehen), 
•n. brandie. [ar. palmä]. 

221. brodacä sf. [ar. ^^^ „Schildkröte", wie alb., in Vlaho« 
Glisura „Frosch", mgl. '^] „Frosch" <*brö8Ca, -am: alb. breSkc 
^^Schildkröte". Ein *broscus, -um setzt Nigra: Arcbivio glott. ital. 
XV, 494 ff. auch für it. rospo, a.-ver. rosco^ trient. rosch, eng. ruosCf 
m.4n, brueachCj sard. brudu, sp. (rt^u „Frosch*' voraus, das er mit 
BRU8CCS ■■ BUBBTA bei Papias zusammenstellt. Dai o aus v erklärt 
rieh am besten durch Kontamination mit griech. ßgöBaftos. worauf 
auch caL vrozaku deutet Letzteres scheint im Volkslat. als *brO- 
Tlccs, -um: rum. brotde sm. „Kröte" fbetont nach dem Suffix -ao^ 
mber mgl brodiäe)^ alb. bretfk, lic. vrötaku und als *br0tI0U8, -um: 
nun« brodUc sm. [ar. broatikä)] ..Frosch" übergegangen so aein. 
Vgl G. Meyer: Indogerm. FonclL. VI, 107, Etym. Wörtb. der %Ih. 
Sfmehe 47; Dem. K L r. 199. 

228. brpdi^c nn. rgL broaiei. 



s 



223. brot&e — 286. bnmb&e. 19 

223. hrotde tm. vgl. broaieä. 

224. hrümä sf. [ar. mgl. ^] ,,Keif" <brOma, -ah: alb. brünif, 
brimCt it. a.-bergf. py. sp. pg. Iruma, valaes. brumme^ ossol. brimef 
in. irume. Um die BedeutuDg des rum. Wortes zu erklären, 
braucht man nicht an pruina zu denken, denn der ,. Winteranfang^ 
und der „Winterfrost'' (s= kt. bbOma) ist der ,yReil' . Dieselbe Be- 
deutung nat das Wort im Alb., während es im Pt« Erz. u. Sp. 
„Nebel" heißt. Vgl. brumar. 

225. brumdr sm. far. ^ „November" <*brüuarius (sc. mek- 
818, eigtl. Monat des Winteranfangs): frl. brumajo. Oktober heißt 
hrumäril^ also ein Diminut. davon, v^l. alb. itiut i brümcs f parfi 
(bs erster Keiimonat) ,.Oktober", mut f hrümcs % diitf (= zweiter 
Reifmonat) „November". 

226. hücä sf. [ar. ^^^ mgl. ^x/ „Kanalmündung"] „Backe, 
Wange" <bücca, -am: alb. buk^. it. hocca, sard. bucca, eng. bitok% 

SV. sp. bocttf frz. bauche. Nur aas Hum. bewahrt die ursprüngliche 
Bedeutung, im Rom. hat sonst bücca den Sinn „Mund" (vgl. imbtte 




coapsä] desfrleicben : n.-pv. gauto döu cuou^ rtr. vista hilf fatia kil, 
lanc. maielle de lu kulu, 

227. hucdtä sf. [ar. ^] ,.Bissen. Stück" <*büccata, -am 



(von mutsc „beiße"l In 
treide", wozu alb. ouk^ „Brot" zu vergleichen ist und „Speisen", 
das zu imbue ,,esse" paßt. Aus dem Rum. stammt k.-russ. bükata^ 
bokatüy poln. htkat 

228. I b^ilcin (bücium) sm. [vgl. mgl. butScUü „instrnmentul 
care fine hangul la gaidä"] „Horn^* <büccXna, -am: obw. biielf eng. 
büien. 

229. II büeln {bücium) I vb. ,,(das Hörn) blasen", dial. „heulen 
(Trincu-Candrea: Rom. din Mun^i apusen]t, 49)" <bOccXno, -abx: 
it. buccinare, 

230. bu48tru sb. adj. „Paßgang, Paßgänger" will Tiktin: Wörtb. 
234 aus '^bovestris (sc. passüs) ableiten. Uihao II, 32 daohte an 
k.-8lav. bujesti „audacia, arrogantia". [ar. am-pdturüa]. 

231. ar. btlfu sm. [mgl. buf. drum, nur in der Ableitung bufnifä 
sf., daneben bühä sf.] „Uhu, Eule" <bufo (C. gl. V, 272, 40, 563, 
46, IV 594, 35 •» bubo) : sp. buJio^ pg. bufo. 

232. huhä sf. vgl. buf u. 

IS Ä^sS: }-«'.*•»»«• 

235. bulz sm. „Klumpen, Ball" <*büloiu8, -um. hülgur 



Vgl. Verfassen: Lat 'Xi u. Kji S. 52. '[ar. gurMu]. 

236. bumbdo sm. [ar. mgl. 'x^ ir. fuikbi/ik] „Baumwolle'* 

2« 



20 237. bÜD — 241. büte. 

<^BOMBACUM •(statt BOMBAx, -ackm): it. bdco, ca]. vömbäku. Auch 
srb. croat. bumbak, 

237. hun, -Ä ad^. [ar. mgl. ^^^ ir. bur] „gut" <bönxts, a, um: 
it. buonOf mail. dd*, irl. frz. 6on, eng. &iin, pv. 6o, sp. bueno, pg. 
dorn. In YerbinduDg mit Verwandtschaftsnamen bedeutet hun 
(nachgesetzt) 1. „echt, direkt" z. B. vär bun „echter Vetter" (vgl. 
„Golacul sä face de o fatä care are mamä ^i tatä bunl {nuvitrecff) 
din inttia cäsätorie" A. Eliade: Nunta . . . Noua rey. rom. IV, 71), . 
ebenso in Lanciano: *na bböna mammf „una buona roadre" gegen 
ia mamma bbön^ „la madre vera, non Ja matrigna" (sonst ist in 
Lanciano bonus durch bSllus ersetzt. Finamore 20); 2. „groß-" 
tnaicä bunä „Großmutter", taicä bun „Großvatter", auch einfach 
l^nf 5i«nd, oder das Diminut. bun{c, bun{cä „Großvater. Groß- 
mutter", desgleichen in Nordwestpiemont (Dens. H. I. r. 223) und 
in frz. Dialekten: bonique „Greis" (Zeitschrift rom. Phil. XIX, 187) 
etc. vgl. Tappolet: Verwandtschaftsnamen, 76. ,.Urgroßvater, Ur- 
großmutter" heißen «trd-6un(ic), 8trä'bun{ic)ä (aucn strä-mof, -e; ar. 
wträ'pap, 8lr{äyat^. wie alb. St^-jüi^ -e (vgl it. atrabuono). Sonst 
bedeutet bun als Subst. „Gut", in Arom. bunili fem. plur. „die 
Feen", buna sf. „Güte", a umbta eu buna = eng. ir cum las bun(M 
^.liebevoll mit einem umgehen". Im 3Ig]. ist bun auch Adv. = 
arum. bint (rogl. anvitaau bun =3 drum, invätau binc). — Semasio- 
logisch interessant sind die Ableitungen: neoun^ ä „toll, verrückt" 
(ar. mgl. nibun „dumm") und räzbün 1 vb. „rächen" (in der Moldau 
ist die ursprüngl. Bedeutung noch in vremea sä räzbunä „das 
Wetter verbessert sich" erhalten). 

238. tunätäie sf. far. ^^^ mgl. bunätati] «,Güte" <bonItas, 
-Itatkm: it. bontä, eng. ounted, pv. bontat^ in, banti, sp. bandad^ 
pg. bondade, 

239. hur^t€ sm. [ar. bureate, mgl. burfti\ „Schwamm, Pilz" 
<*B0LfiTi8, -KM (vgl. ^. ßtoXirr^i, lat. BOLfiTVS, -usf: it. bohto, Ten. 
boliOj mod. boliid)^ piem. bole, bolgn. buUider, wi Idens. boU, obw. 
hulieu, pv. cat. hoütf a.-frz. boloi), 

240. hurfe im. [ar. 'v., mgl. 'x/ auch „Magen", ir. 'v/j „Nabel" 
<UHBiLlcus, -um: (it. ambilico ist gelehrt, vgl. Zauner: Körperteile, 
497) sard. umbiligUf eng. unglih (a.-pv. umbrilhf frz. nonibril, galliz. > 
briilas <*üMBiLict^u8), n.-pv. embourigonf sp. ombligo^ pg. embigo. 
Das ruro. Wort setzt ein o statt I voraus, uefigleichen: ven. bonu 
golOf aquila mumchirUf cen||n. Vfddoikff bari veddikCf vasti m^;^^« 
eu^, atessa mujfuculff rouggia buligul^ triest bunigolot plom. ambuti, 
M, buMt/ul. pv. embarilh und dieser Übergang läßt sich eher als durch 
den Einnuu des Labials (Dens. H. 1. r. o4), durch eine Anlehnung 
an üUBO, -Onbm,, erhabene Rundung" erklären (mündliche Mitteilung 
von W. Meyer-Lübke). Für den Ausfall des Anlautes «im-, welcher 
all unbest. Artikel aufgefaßt wurde, vgl. neben den obigen Bei- 
apielen noch die von 2Sauner: Körperteile, 498 angeführten Formen 
auf Südfrankreich. 

Dens. 

tgL Körung« Nr. 1671, G. Ueyer : Atym. Wörtb. d. alb. Spr. 68-^7, 




242. büza — 251. c&ier. . 21 

Lork: Altbercf. Sprachdenkm. 169; ygh Schuchardt, «Zeitsehr. ronu 
Phil. XV. 98ff. 

242. hüzä 8f. [ar. hudzä auch .,Ufer'\ mgl. «x/] »Lippe*' ist auf 
einem so großen rom. Gebiet verbreitet (Lork: Altberg. Sprach- 
denkm. 16?; Archivio glott. ital. II, 327, VII, 517, Mussafia: Be- 
trag S. 35 Anm., vgl. sp. hacer d huz „den Handkuß geben, seine 
Ergebenheit beteuern"), daß es weder aus alb. buzf (G. Jleyer: 
Etym. WÖrtb. der alb. Spr. 57, Dens. H. 1. r. 852), noch aus dem 
Slav. (poln. bttzüf srb. budzulaat, hudztile, big. biuc .^Backe'*) ent- 
lehnt zu sein braucht. Es ist möglich, daß man von einem Stamme 
BUD- auszugehen hat, der im frz. houder „prendre nn air reehigni 
en faisant la moue" steckt (vgl. auch boursaufler s norm, hovd» 
ioußer mm drum. huzumflUj daneben husumflu aus hutumflu -j- ^^ 
•u/lt«, mgl. na-6ur-pf vb. IV). Vgl. Verfassers Lat. T\ u. K\ S. 48—49. 

c. 

243. I ca adv. [ar. mgl. ir. '><j'\ „wie" <QUA)f : pv. gwi{^\ sp. 
CMin, pg. quaS, 

244. II ca conj. nur in Verbindung mit tä [ar. ea sä nur in 
Erufiovo und Bitolia, sonst tra sä, mgl. ca st] „(auQ daß" < Qu[iü: 
a.-it., a.-sp. a.-P^. ca, vgl. Jeanjaquct: La conjonction *que*, 24; 
Heyer-LÜDke: Einführung § 101. 

245. eä conj. [ar. 'v/, mz> '^ »uch „wenn", ir. lce\ „daß, weil" 
< QüÖD, worauf vielleicht audi alb. Ä^f , it. che^ pv. frz. cat. sp. pg. 
que zurückgehen. 

246. edei (dial, 4- eäc^ coig. [ar. cäUe^ cäisi, mgU Jc^Ui] 
„warum, weil" < qüöd + QüId. 

24y. cae I vb. [ar. mgl. 'v/, ir. cge] „scheißen" ^caco, -ari: 
it. cacarCf eng. Ä?'t«r, k^aer, pv. sp. pg. caaar, frz. chier. 

248. eädülä sf. [ar. mgl. cätSuläf cätSuä] ^Peltzmütze" 
<*CATTEULLA, -AM (vou *CATTBA ,.Eatze"). Für „fiockigc, haarige" 
Gegenstände findet sich überall der Vergleich mit der Katze, vgl. 
irz. petit ehatf frz. chata de iaule, rum. pisicel de sake, deutseh 
„Kätzchen von Nußbaum'*, rum. mifä „Iiümmerwolle", tnt^s „lang- 
haarig" etc. Für das Sufnx vgl, lat. cucullus, sp. eogulla „Kapuze , 
capuUo „ßlUtondocko" etc. Aus dem lium. stammt alb. kinuHCf big. 
kaMka, kafjul niaz.»b1g. h^iiuL n.-gr. uatiotka, Vorfaiiorsi Lat. 
Ti u. J^l S. 5JJ-Ö4. 

249. ead {caz\ «siti, ««itl II vb. [ar. mgl. ^x^, ir. CQdu^ eagut II] 
„fallen" <[oado. •*srb (b fiRs: chioggia kdzerey pisa kadtrc^ cat. 
cäurer\i it. caaire^ sardl g. kadi, pv. ehazer^ irz. choir, sp. caer, 
pg. catr. 

250. eddä sf. [ar. 'x/ „kleiner Bottich, kupfernes Gefäß der 
Hirten"] „Bottich" <cada, -ah (Belegt bei Dens. H. 1. r. 131.« 
casus: neap. eato^ sie catu „seccnia, boticello"^. Alb. kadc „Gähr- 
bottieh" stammt aus dem Bum., wahrscheinlicn auch k.-slav. kadü^ 
srb. kada^ ung. kdd, 

251. edier sro, {ar. oaer. ,J|welmal gekämmte Wolle auf dem 
Socken", mgL catr« ir. eaterj ,,Rocken" <<^CAiau]i (von oabOi «Irb 



)2 • 252. eal — 264. eam. 

.krampeln"). Zeitsehr. rom. Phü. XXYIII, 689-690. Unwahr- 
leheinlich^ ist G. Poscu's f Archiva^ XV, 439) Ableitung aus a.-gr. 
tatooe yydie Schnüre, welcne die sich durchkreuzenden Fädon der 
•lette oder des Aufzugs parallel nebeneinander befestigen, das 
Dramm'*, nicht nur wegen der Bedeutung, sondern auch wegen 
ler Erhaltung von at. 

252. eal sm. [ar. mgl. '^j ir. cg] „Pferd" < caballüs, -um (ersetzt 
m Urrom. eqüus) : alb. kaff it. cavallOj sard. hiddu^ f rl. k^aval^ eng. 
faval, pT. eavalf frz. chevaly sp. cäballOj pg. cavallo» 

253. 4- cäUlHu (Cod. Vor. »•/,) sm. „Reiter", a^. „zu Pferd, be- 
uten" [ar. cälarf auch „Dachfirstbalkcn", ncäldr, mgl. (an)cälarj 
r. cälgr], heute nur adverbiel eälare „zu PJferd" gebraucht < cabal- 
jLBius, -A, -um: alb. leaXuar, frz. Chevalier, ip. eabaüero, pg. 
iooauetro. 

254. eale I vb. [ar. calcUf mgl. ^v/] „treten, bügeln" ^calco, 
•ABB: it. calcare^ pv. sp. pg. calcar, itz, cocher. V^l. calcare in 
}omte ungulae ass calc in virful unghilor. Mulomed. Chiron, ed. Oder 

255. eälcätärä [ar. '^] sf. „Treten" <calcatüba: it calcatura. 

256. eälce sf. „Calendula, caltha palustris" <calx, -csx 
„Ferse"; it. calciOj ctiLcatSe, sp. coz» Die Blume heißt meist calcea 
eahdui = Pferdehuf, desgleicnen im srb. kopitac ,,kleiner Huf", 
kruss. lapki, „kleine Pfoten", gallisch troed yr ebot „Fohlenbein". 
Candrea Hecht:, Korn. XXXI, 304. 

257. cäicUü sm. [ar. cäktnu, auch „Scherzel (vom Brod)", 
iDgl. cälegAu] „Ferse" <calcanbüx: it. cakaqnOj sie harkaüUf 
a.-berg. kalkaAOy sard. 1. kdÜtandzu, c. karkandiu, cors. kaXkanu^ ker» 
koiltt, eng. Walk'ofl, (sp. ealcafiarf galiz. carcancU, pg. calcanhar). 
pr. petfl 

2o8. eaMdf "ä adj. [ar. coZdu, mgl. ^^ ir. c(>d] ,,warm" 
<CALDü8, -A, -UM (Archiv lat. Lex. X, 421, 0. I. L. XIV 2112, 
II 16 etc. s= CALlDUs): it sp. pg. caldo, sie kaudu, frL k'ald, eng. 
fc'od, pv. eaut, frz. chaud, waatl. fsp. 

259. cäldäre, sf. [ar. ^x/, mgl. cäldari] ,.Kessel" <caldabia, 
-am: it caldaja, neap. caudara, cerign. kaUärc, alatri kaHarOj a.-berg. 
koliera, frz. chaudih-e, sp. caldera, 

260. mgl. eälddru sm. „Kessel" <caldabium: it caldajo, 

261. cdIdilrÄ sf. [ar. -^] „Wärme" <*caldüba, -am (von 
CALDU8 Tgl. Zeitsehr. rom. Phil. XX VIII, 618): it caldura, sie. 
hncdum, aquil. kajjura, sard. 1. kardura, muggia k^aldura, obw. 
faltm. n.-pT. kaudüro. 

2b2. «die sf. [ar. «v/, ir. &p2f] „Pfad" <callis, -km: it cdUe. 
tesf. käla „Weg im Schnee", ven. kale, sp. ea22e. Davon abgeleitet 
MUäTf sm. ,.V^anderer" nacn alb. u8ctdr „Wanderer" zu udf „Weg" 
Ut^iah mm eääUnisc\ vgL mgl drunMor (von (irum „Weg'O Conv. 
lü XXXIX, 66-67. , 

263. -f Mlfämlnt (Cip. Princ 122, heute nach inealtx incäl- 
ftoiSnO sm. IncdltäminU sf. „Beschuhung" < caloxambntvm, oalcba« 
Iuhta: it eoleamento, piem. üpaoaamen^ sard. kalUammta^ «.-eng. 
IWüMMOtfita^ ip. eattamietifo, fn, d^uMement. 

Ml MM» adr. dient bä der Steigerung oia das „wenig ge- 



865. camai — 272. cipSstru. 23 

steigerte" auszudrücken: unpom cam tnalt: ein etwas hober Baum. 
Cihac I, 37 und auch Meyer-Lübke : Rom. Gramm. III, § 202 sehen 
darin ,,ein indefinites quam, das den Sinn Ton aliquax hat." Doch 
hat QUAM im Rum. ca ergeben, welches regelrecht entwickelt ist und 
im Ar. heißt das obige Beispiel un pom ca naltu, womit daco-rum. un 
capil ca de 5 anl implinift (Sumftn. in, 445) zu vergleichen ist. Ich 
glaube daher, daß man Yon einem quam -^Komparativ, nicht 4- Positiv 
auszugehen hat, da eine Steigerung im Gefühle vorschwebte, daß 
%lso das zitierte Beispiel einem lat. vnüm pomum [aliIquam xaois 
ALTU8 entspricht. Aus quam-maois entstand zunächst edmaif 
welches in Dosoft. Viafa sfinf. '% tatsächlich vorkommt, aller- 
dings im Sinn von mai, ebenso wie auch ar. kamad). Daraus ist 
dann cam entstanden. Wir ersehen dies indirekt daraus, daO in 
Istricn cäta und im Banat ctta im Sinne von „ein wenig, einige*' 
vorkommt {mai prin»e dta inimä etc.), dos dem a.-pg. ouanto in: 
era ja qunnto aüongado (Mcyer-Lübke: Rom. Gramm. III § 202) 
entspricht und das sein -a von cama => cam bekommen hat. 
Sogar ein dndai kommt neben dnd bei Varl. Caz. 1643, II, f. 89b 
u. bei Dosoft. Via^a sfinf. "^/i5 etc. im Sinne von ca ßi tind vor. 
265. camal adv. vgl. cam. 




voraussetzen : alb. kfmiiCf it. camiscia, sie. cors. aquil., kami^a^ neap. 
alatri kamisaf teramo kammiS^^f trient. kamiza, sard. 1. kamijta, obw. 
kamiSa, i'rz. chemise^ sp. pg. camiaa tragen wahrscheinlich bach- 
wörtliches Gepräge (vgl. Meyer-Lübke: Die Betonung im Gallischen, 
S. 17). Das Wort ist auch im Neugriech. ulJ in slav. Sprachen 
vorhanden. 

267. eän^Hc IV vb. „werde grau" <CANfisco, -♦Ibb (= -te»), 
Tgl. frz. chancir. [ar. fac cu ucnd\. 

268. ednurä sf. [ar. '^, u. canoärä W.] „Kämmlinge, Faden 
aus loser 'NVoUe^*, soll nach Tiktin, Wörtb. 277 aus * cdrurä dissimi- ji 
liert sein und dies auf *carOla, -am von caro, -fias „krämpeln'* L 
zurückgehen. 

269. eap sm. [ar. mgl. '^, cpol „Kopf, Ende" < Caput (oder 
♦capum): it. capo, tri. fe'ar, eng. Tc% pv. cap^ frz.^ ckef, sp. pg, 
caho. Die Mehrzahl capIta hat capete [vgl. „sä bat in capete", ar. 
capite^ mgl. capitis ir. cgpete] ergeoen, desgleichen im a.-it. capeta 

SKistoro d'Arezzo 3^, 32 etc.), o.-abruzz. a.-sard. capita, n.-sard. 
tdbide; davon ein neuer Sing, cdfät sm. „Ende" [ar. caj^it „Wolle 
vom Kopf"] — Vgl. capul satului «s a.-8ard. capu dt viüa „Dorf- 
ende". — Über das Verhältnis von caput und TfiSTA vgl. Zauner. 
Körperteile, 355 f. 

270. (ar. cdpä sf. „Mantel aus Ziegen wolle" (Papahagi: MegT' 
lenosRominii II, 103) könnte aus cappa, -am : it. cappa, pv. sp. capa* 
fn. chape stammen, doch ist es wahrscheinlicher dem Alb. {kapC') 
und dieses dem Ita). entlehnt.) 

, 271. ar. eäpärledtsä (cäpärleadz^ sf. „Ziegenstall" ^cafba-* 
BXoiAi -am: it. ,caprareceio. Verfassers Lat. TL u. J^i, S. 140. 

272. eäpä9tru sm. [ar. cäpeatru, eäpratUf mgl. ir. cäpcstruj 



S4 273. c&pät — 283. eSpriföi. 

^Halfter'' < capIstrux : it. eapestro^ sie. kapistru^ eng. k^avaisteTf pv, 
cabestre^ a.-irz. chevestrtf sp. cabtstrOy pg. cabresto, 

273. cöpät I vb. und das Gegenstück scdpät I vb. gehen auf 
♦cAPiTO, -ARB und auf ♦bx-capIto, -ARB (von Caput) zurück. 1. Auf 
CAPUT „Kapital** weist cdpät ,,bekomme, erwerbe", sie. kapitarif 
a.*8p. acabdar fpT. cat. acabaff a.-frz. achever <*ai>-cap-arb); dazu 
das Gegenstück Bcdpät, .^werde arm** (om scapatat = ,,armer 
Mensch**), vgl. Ascoh : ArcJiivio glott. ital. XI, 423 fif. 2. An caput 
„Kopf*' knüpft an scdpät .,gehe unter (von der Sonne)*', eigcntl. 
„entköpfe**. Dazu scäpätdt sm. [ar. acäpitatä sf.] ,^esten**, scäpäciune 
n, „Unterganff^ Verderben** Jb. IX, 229. Damit scheint auch 
Mcdpät sm. „Kückseite eines Berges** = aJb. kaptf in Zusammen- 
haitg zu stehen. — Mit dieser Wortsippe haben sich wahrscheinlich 
auch andere Wörter gemischt. So findet sich dial. ein cdpät ss 
y^pflücken** (Conv. lit. XX, 1006), das an capzo ^ergreife** ennnert. 
Auch mit 8cap <*bx-cappo ist scdpät in vielen Gegenden gleichbe- 
deutend (Sandu: Drum ^i popas 88: „chipiul . . . scapätä deodat& 
pinä peste ochii micului soldat**). 

274. cäpätiiü sm. [ban. cäpäiinu. ar. cäpiii^Uj cäpiti1^u cäpitwUu^ 
mgl. cäpitpiiiu, cupitgnu] .,Kopfende, Kissen** <capitanbu8, -um: 
rovigno kapetaiüo, muggia kavedaiUiy emil. ka{v)da}\a, 

275. cäpäfinä sf. [ar. ^ W] ,jHirn8chädel, rKnoblauch)kno11e*' 
<*CAPlT-iMA, -am: Vgl. alb. kaptmc „Tierkopl*\ cal. capitintUd. 
[F. kennt nur ar. cäräfetä], 

276. eäpälin sm. „Bändel (Holz)** Jb. III, 318 [ar. '^ „Knob- 
lauehknoUe** W.] <*capItinu8, -um.* 

277. eäpep4l sm. {cäpätelBm,, cäpct{e)älä nt) „Zügel** setzt ein 
iUteres *cäpef <capItium voraus: it. cavezza „Halfter** campob. 
Deap. alatri kaptUsaj cid. kapitssay cerign. lanc. kapetss^, bari kapitsse^ 
mail. kavetsscy a.-frz. chevecCf sp. cdbezo, pg. cabego. [ar. friu, a^emeX 

278. cäptst^re sf. [ar. cäpisteare, mgl. cäpister sm.| „Backtrog** 
^ CAPXsTfiRiXTM : tose, capisttjo, a.-per. capeateie, röm. captschiere^ vgL 
Salvioni: Postille 6. 

279. edprä sf. [ar. mgl. 'x/, ir. cgprf] „Ziege** <capba, -am: 
it. eapra^ eng. Wcvra^ pv. cat. sp. pg. cabray frz. cMvre, — Abgel. 
eäprtör sm. „Dachsparren**. Diese Bedeutung hat auch alb. k^ep^^ 
st. eapro^ irz, chevron, 

280. eäprdr sm. [ar. mgl. ^ „Ziegenhirt** <caprariu8, «um: 
it. eafrajOf eng. k^avreVj pv. cahrierf irz, chevrieff sp. cabrero, pg. 
eabretro. 

281. ar. eäprinä sf. [mgl. ^ ,.Ziegenwolle*' <oaprXka (seil. 
lana): sp. cabrina „Ziegenleder**, (vgl. it. caprino, pv. cabri). Im 
Daeo-rum. ist Cäprinä nur als Name von Schafen erhalten. J. Popo- 
«▼iei: Rumänbche Dialekte 57. 

282. eäpriör sm. cäprlodrä sf. „Rehbock, Hindin** [ar. cäpri' 




eaprä divä] P. kennt nur ar. eärhM\ . 

283. eäprif&i sm. „Lonieera caprifoliam" < oapbUouuk (Dem, 
B. L r. 162): it. capr^ogüo, in. M^nfeuOk. 



284. car — 298. e4rpic(e). 25 

284. I ear sm. [ar. mjrl. '^] „Wagen" <carrux: alb. Jbaff, 
Jceff Oar. kerä\ it. earrOf frl. eng, kar, pv. ear, frz. cAar, sp. p^, 
carro. In der Bedeutung ,,ffroßer Bär (Sternbild)" ist carbus in 
Glossen belegbar (Dens. H. 1. r. 187) und kommt außer im Kum. 
noch in muggia, trient. kar, istr. karo, sp. pg. carrOf (frz. 
chariot) vor. 

285. II ear 1 vb. ,X°^^^ ^^^ Wagen) tragen" <*CASBOy -arb 
^von CARBUu): sard. karrare. 

286. (cäräbü^ sm. [ar. '^] „Maikäfer" scheint eine Entstellung 
von scABABiEUS, -UH ZU scin, die auch im sard. 1. carrah/isu 
^yScarabeo" wiederkehrt, vgl. piem. rahata-hüsa „scarabeo". Formell 
würde ein * [sIcarab -j* buscbus passen, dessen zweiter Bestandteil 
zu *BU8CTJ8 „Wald" gehören würde, also etwa „Waldkäfer". Für 
das ruro. kommt indessen auch alb. karabaff ,.schwarzer Käfer'^ 
/<türk. kara „schwarz", baif „Kopf") in Betracnt, vgl. auch alb. 
kardbiif „Meerzwiebel"). 

287. eärdre sf. [ar. '^] „Fußweg" <cabbabia, -ah (Dens. H. 
L r. 159): alb. kafarf, it. earraja, ostlomb. com. ear€r{a)^ a.-berg. 
a.-mail. carera, a.-frz. eharriere^ dompierre tseraero, pv. earriera, 
•p. carrera, pg. earreira. 

288. eäi'buHdr sm. [ar. ^ ir. cärhur^] „Köhler" <cabbo- 
HABius, -UM : it. carbonajOf eng. kwbuner, frz. charbonnieTf sp. ear» 
bonerOf pg. ca^voeiro. 

289. eärbüne sm. [ar. '^*, ir. cÄr6ur(c)l „Kohlo" < cabbo, -Onbbc : 
it. earbonCf eng. k^arbun, pv. earho^ frz. charoont sp. carbon.pg, carväo. 

290. eäre pron. [ar. eare^ ca{r)i, mgl. cart, ir. cpr«] „welcher" 
<QUAU8. -b: it. ~9ua2f, frl. XcaZ, pv. pg. qiuiU frz. quel sp. eual. 

291. cdrinddr sm. „Januar" <*CALBNDABiU8 (seil. UBKSis). Hir 
ist das Wort unbekannt. 

292. cärit, ä ad j. „grau" <*can1tu8, -a, -um (von cakesco). 
Dagegen ist eänit (in iLronstadt) „geschminkt" von ung. kennt 
„schmieren" abgeleitet. 

293. edr(iu) sm. „Holzwurm" < cabius, -um (est animal qui et 
tinea dicitur C. Gl. V, 444. 44, Meyer-Lübke: Wiener Studien A.XV, 
95 B=s cARiBs: eng. arag. iceraj n.*pv. keirOf pg. quera, Ableitungen 
dieses Wortes stellt Schuchardt: Zeitschr. rom. Phil. XXVI, 411 
Anm. zusammen): dign. ker, 

294. ar. eämdr (in Ohrida) „Fleischhändler" < carnarius, -um. 
[d.-rum. mäcelarf casap], 

295. edme sf. [ar. «x/, mg), camif ir. cpme]' „Fleisch" <caro, 
oarnem: it. sp. pg. eame, sard. karre^ eng. Warn, pv. cat. eam, 
frz« chair, 

296. cämös, 'Odsä ac^j. [ar. ^^J „6ei8chig" <carn08U8, -a, 
•um: it. sp. pg. eamoso, py, carnoe, 

297. ar. cärodre sf. [eähare Epirus, Thessalien, mgl. eäloari] 
„große Hitze" <calor, -Orbm: it eatare, eng. l^alur^ frz. chaUur, 
pv. ip. pg. ealar. 

298. eärpin(e} (carpen) im. [ar. mgl. oairptn] „Hagebuche" 
< 0ARPXNU8, -UM (Die Messung carpInus hat keine Berechtigung) : 
it edrpino, edrpine, piem. SerpUf mail karpen^ emil kirpan, frl. 
VarpiHf fn. eharme^ pv. earpre^ sp. pg. earpe. 



26 299. c&rte — 815. cäta 

299. eörte tf. „Brief, Buch" [ar. ~ „Brief", plur. cärt$ 
^Lungenflügel"] < Charta, -am (Tgl. Archiv lat. Lex. I, 272): alb. 
Jwrff .Rapier", it. pv. cat. sp. pg. carta^ frz. charte. 

300. eärüiü, -e adj. „beduselt" <*ca»ulbüs, -um (von CAirus), 
.eigtl. „ffrau", vgl. frz. „gris." (Mündliche Mitteilung des Herrn 
A. Canorea). 

301. cärünt, ä adj. [ar. cänut] „grau (von Haaren)" < canütüs, 
-A, -UM (C. Ol. III, 180, 24, II, 412, 3): it. canutOy frz. chenu, a.-sp. 
eanudo, — Aus dem Hum. n.-gr. ttaravrov .,vaidp^\ Indc. Forscn.' 
VI, 111. 

302. cd8ä sf. [ar. mgl. ^^^ ir. cpsf] „Hans" < casa, -ah : it. pv. 
cat. sp. pg. casa, eng. k^esa, in. chez, 

303. ca§ sm. [ar. mgl. '*^, ir. cgi] „Käse" <ca8bu8: it. caoio, 
tard. 1. kasuy »p. qttesOy pg. queüo, 

304. eä^är sm. [ar. «^J ^, Käsebereit er" <casbariu8, 'Vu: sp. 
queserOj, pg. queijeiro, 

305. eäsätor^so IV vb. „heiraten fvon der Frau und vom 
Hanne)", aus + cäsätoriu (Cor. Tetr. 31. 44, 48 etc.) „pater fa- 
milias" und dies aus einem ausgestorbenen "^cäsare <*caso, -abb (von 
casa): it. casare, eng. Wa%er, pv. caxar^ cat. sp. p^. casar. 

306. cd«cl vb. [ar. cascu\ „klafien, gähnen, weit öfirQen"<*CA8C0, 
•ABB « ydoxto > ar. hascu) : sard. cascare „gähnen", vgl. it. cascaggine 
„Schlätrigkeit". Candrca-Hecht : Rom. XXX J, 304—305. 




S05. 

308. ar. eäatiiie sf. s. cSstin. 

309. ar. eäatinn sm. [mal, cästgiUu] „Kastanienbaum", ar. 
€äatine [bei Kava). gäztahe^ mg), cäst^ä] sf. „Kastanie" <*ca8TA- 
»BUS, -UM, CASTANBA. -AH: alb. h^teü^^ gcStei^f, it. caatagno, -a, pv« 
cagtanho, -a, frz. chätaigne {chätaignier), sp. castafiOf -a, pg. ca- 
stagno^ -a. 

310. ar. coMtru sm. „Lager, Festungsspiel, Kastell" < Castbuh. 
Xatinismus? 

811. cä^n (cößuniz) I vb. „verursachen" <*ooca8IOko, -abb. *- 
Imt cä^unä „es fallt mir ein". 

312. eae I vb. [mgl. "^J „suchen. Sorge tragen", < capto, -abb: 
rtr. katar „finden", sp. pg. catar „senen, beobaditen, kosten". Die 
Sinnesentwicklung ist folgende: „etwas erhaschen" — „etwas mit 
den Augen erhaschen", — „erblicken", — „sehen", — „nach etwas 
sehen «s suchen" ( — „finden" — ) — „nach Jm. sehen s» um Jm. 
Sorge tragen". V^l. Zeitschrift rom. Fhil. XXXVIII 676-679. 

813. cäped st. f. cftfel. 

314. 1 cäfäl sm. cäped sf. [ar. cätsäl, cäfaOf mgl. cätspZ] „kleiner 
Hund, kleine Hündin" <CATeLLU8, -uh, CATfiLiJk, -ah: it. catello, 
fn. cheau, cat eadeUf sp. cadiUo, -a, pg. eadeUa. 

816. II eäfil im. [ar. eätaäl] „Knolle (vom Knoblauch}" 
<CAi{i]TttLLUH: it eapUeUo jfKoyi, Knaai", neap. capetiellOf lomo. 
Dell, mvedelf com. kavadd, orese. crem, kaideh uol. romg. kavdelf 
päd. kavtd, ven. kavielOf firl. VaMidf eng. t^avdi „BrastwsLCiA"^ 
pr. etgpdeL 



816. cSten&re — 327. ce&pS. 27 

316. ar. eätendre W. {cätinar P) sf. „Schloß" <*catbkali8, 
<-iM (von CATfiNA, \g}, it. eatcnaccio, eng. k'adanatS etc. „Riegel"). 

317. ar, cäHnä „Rückgrat" <cat£na, -am „Kette": it. catena, 
eng. k^ata/ia, pT. »p. cadena^ frz. cluiine, pg. cadea (ygl. frx. cAt^non). 

318. ar. cäteiln sm. [mgl. cätspn; im Drum, nur im Ikrguamen 
Cätin erhalten) „Napf" <catinx7s, -üh: lomb. kadin, ven. kain, sard. 
kadinUj eng. ,/r'aam, pg. cadinAo. 

319. cdträ {cätre, ctfrä) praep. [ar. dträ^ cät{r)äf mgl. cu^ru, 
cotrUf ir. cd^f] „gegen" örtlich: 1. in feindlichem Sinne (nur 
altrum.), 2. in freundlichem Sinne, 3. neutral; zeitlich: .,unge- 
fährer Zeitpunkt". Jb. X, 484—487 ^ contra :. alb. kundrCj K<mdrf, 
it. pT. sp. psr. contra, frz. contre. 

320. cäptlie sf. „Schöpfkelle", geht auf ein älteres *cdfä zurück 
und dies entspricht lat. cyathus, -um. Das tat. Wort ist dem 
griech. ftväGeta^^^ xvä&wv entlehnt und hatte in der Umgangssprache 
teils die Aussprache ^ciatum (davon *ciatina: päd. mail. com. 
a.-berg taaina^ n.-berg. crem. pav. sainä)^ teils ^cuatium, *cuatia 
>rum. ^cafäy it. cazzo, cazza, a.-berg. caza^ crem, cazza^ eng. k^atsSf 
Katssa, Bp. cazOf per. cago. Vgl. Lork: Altberg. Sprachdenkmäler, 
191; Baist: Eom. IPorsch. I, 106; Meyer- Lübke: Wiener Studien 
XXV, 96—97 (wo ans späten Glossen die ITormcn cattia, cacha 
u. CAZZA angeführt werden). — Im Ar. lautet das Wort cätiie sf., 
welchcH, wie alb. kat8i{jc\ aus dem n.-griech. xarai stammen. 

321. cätü^e sf. „Katze" [ar. ^, In wiefern das Wort zu 
'Cat[t]us, -um gehört, vgl. G. Meyer: Indogorm. Forsch. VI, 117. 
Vgl. auch Cihac il, 76—77. Im Ar. bedeutet cätsicä sf. 
,,Uündchon'*. 

(322. eduä sf. „Popanz, Schreckbild" soll nach Tiktin: Wörtb. 
314 auf ein lat. Imp. oavb (von cavbo) beruhen, was wenig wahr- 
fcheinlich ist.) 

323. cduc sra. „Schöpf] öfTel" < caucus, -um (Dens. H. ! r. 200), 
vgl. alb. kafk§, kokf „Hirnschädcl, TrinkgefäO", byz. fcavxoi „Becher", 
vulgärgriech. y.avyca „patera"; G. Meyer: Etytn. Wörtb. der alb. 
Spr. 165—166. [ar. tSubanä], 

324. cdunä sf. „Loch" (Liuba-Jana: Mäidan, 28) <*cavIka, 
-AM (von cAVUs): n.-pv, cauno, öauno, lim cacarauno „crcux d*un arbre" 
(„d metatesi di caracduno la cui seconda parte eduno Hignifiea 
*cavit6, creuz, torrier*." Nigra: Archivio glott. ital. XV, 104). — 
Abgeleitet gäunoSf "Odsä adj. „löcherig" ; wegen c y g vgl. Meyer- 
Lübke: Kom. Gramm. I, § 427, Dens. fi. 1. r. 111. 

325. cdut 1 vb. [ar. caftu auch ,. verlangen, kosten", ir. c^tu 
auch „fragen"] „suchen, Sorge tragen" <*cavIto, -arb (von cavbo. 
Der Sinneaübergang ist „Sorge tragen, hüten" — „mit Aufmerksam- 
keit betrachten, mustern", — „betrachten" oder suchen", „unter- 
suchen, versuchen, besuchen" etc.) : vegl. kaiptare „hüten". Letztbin 
darüber Zeitschr. rom. Phil XXVUI, 676-679. 

326. ee pron. [ar. tse, fei, mgl. tat, ir. tie] „was" <qx7Id: it. 
cMf iic. ki, lard. ke, eng. k^e, a.-frz. gueta, pv. frz. cat. ip. pg. que. 
— Ce om Bälbatiet «■ it. Che uamo aalvatieo! (Goldoni). 

S27^ ee^ä 8t far. Ueapä^ mgl. fefpd] „Z^Ub«!" <qspa« »am : 
«/Ä Af'^pf, irl Wevep B.»pr. #e&o, frz. cioe. 



28 d28. ce&rä — 838. cer&^e. 

828. eedrä tf. [ar. taearäf auch „Kerze'', ir. tffrp] „Wachtt 
Obrenschmalz" <csiu, -ah: it. pr. sp. pg. cera^ lic. ^tra, sard. U 
keraf en^, tSaira, frz. circ 

829. eedrcän sro. ,;Ring (um die Augen, um den Hond)'^ 
<cXRClMU8, »um: it ccrcinej frl. ^lertiTtn, frz. ceme, sp. cercen^ 
^g, cerce. 

330. eel pron. vgl. aeel. 

331. eeldr rOuv. d. b. I, 272) am. [ar. tsildr] „Keller" < cblla- 
Bimc: valtell. iile „piccola cantina". Icent. ciüUif u.-eng. ilcTj obw» 
tielUf frz. celHeTf sp. cillerOf pg. celleiro. 

332. Centime sf. far. tainuSä W., tSinxM P., mgl. f^inu^d W., 
^iTanu^ä F., ir. iSeruiA „Asche" <*cInusia, -am: cors. Sanuja (aus 
clMüs C. Ol. II, 506, ä) etc., wie aus cXnis ein *cXnisia: it. cinigia, 
neap. tSenisa, eerign. ii^noisfj lanc. tieni^ey campob. ^Ifnt^a, sard. 

c. tiiniiu. Tgl. sard. 1. /njtna). — Es ist nicht anzunehmen, daß 
cenu^e auf rum. Boden aus cXnis od. cInüs + Suff, -u^e entstanden 
sei, da dieses rum. *cine od. *cinu ergeben hätte (also mit i, 
nicht mit e). 

333. cep sm. [ir. tfep „Stöpsel"] „Zapfen" < cIppus, -um : ii. 
ceppOf sie. cippu, lomb. sep, eng. ^^ep^), pv. a.-frz. cep^ sp. cepo. 
Denselben Sinnesüborgang zeigt abruzz. tSej^ „turacciolo di legno 
per chiudere la cannella delle botti" (Dens. H. 1. r. 226). Aller- 
dings gibt es auch ein ksl. ^epu, big. srb. ^ep „Zapfen" woraus 
das rum. Wort entlohnt sein Icann, und dafür scheint ar. tS^pü 
„Kufe, Stöpsel" (W.; P. kennt nur Hl) zu sprechen, [mgl. tS^p]* 

334. cepdr sm. „Zwiebelhändler" <CiEPARius, -um. 

335. I eer (+ ceriü) sm. [ar. mgl. taer. ir. Werl „Himmel" 
<CiELUM: alb. ft'ief, it. ctelo, eng. tSelt pv. cat. cel, frz. ciel, sp. 
cielOf pg. ceo> — Cerul gurii [ar. tserul dtn aurä^ mg), taer, ir. t^er] 
„Gaumen", wie it. ü cielo aella hocca, a.-Derg. el cd de la bocha 
„palatum", sp. el cielo della boca^ pg. o c6o da hoca, vgl. Zauner: 
Körperteile 898, wo die Geographie dieses Ausdruckes näher be- 
stimmt wird, vgl. auch alb. k^efezc eigtl. „kleiner Himmel", wie 
big. ne&tse, russ. näbo (Plur. nSba „Gaumen", aber ne5o, Plur. nebeaa 
„Himmel"), vgl ngr. at^avlrntos. 

336. II eer sm. [ar. /ser, ir. Wer] „Cerreiche" <cfiRRU8, -um: 
alb. Waf, it. cerro, lomb. i^r. Auch srb. big. slov. cer^ ksl. cerüf 
ung. cser, 

837. III eer {ctiü, + eenü\ -ili, -tlt III [ar. taer auch „suchen, 
bitten", mgl. Uer auch „wünschen, lieben (wie span)"] ,,Terlanfl;en^ 
betteln, dial. suchen" <qu.sbo, -asivi, -jbsitum, -iEBfiRs: it. chieatref 
sard. Ärerrere „wollen", py. a.-frz. ^^uerre, sp. pg. qvierer. Aus dem 
alten Partz. *cefit und aem neuen cerut entstand die Kontamination« 
eer^ und dazu ein Aorist cerfui (Cor. Ps. 19, Tetr. 110. 116, Cut. 

d. b. I, 278 etc.), wozu auch ein neues Praes. cer^esc [ir. Uerieae 
„Terlangen"] „betteln" neugebildet wurde. Vgl. Heyer-Lübke: 
Aom. Gramm. II, S. 882, 871. 



839. cerb — 351. che&zS. 29 

di Leuca t^arasa, sie. t^irasa, cal. leece tierasu, -sa, aquil. tiera^a^ 
röm. iSercaa, arpino täfrasa, seo. aarala^ aret. iera^a, aus ckrasus): 
ii. ciliegia, -o, a.-berg. piem. taeresa, rorogn. hol. tsriza, triest. 
tsarieza, trient. siriza, eng. täereia, pv, cereisa, frz. ceriae, sp. cerera, 
w. cereja (ahd. ^raa, nhd. Kirsche), Vgl. auch ksl. öreSinja, big. 
cere^a etc. 

339. eer6 sro. [ar. fser&u, mg). to6r6] ^^Hirsch'' <ceRVU8y -um: 
it. cat. pg. ctrvo^ sie. cervu^ sard. ). kervu^ sard. c. ^^er6ii, eng. 
Uerfy pv. cer5y frz. cer/*, sp. dervo. Zum Weihnachtsspiel cerb vgl. 
russ. o^cuB. 

340. eerhlee (Dosoft. Via^a sf. 20*^/8 etc.) sm. [ir. Uer}ntie\ 
„Nacken*' <cervix, -icem: sard. 1. kervlja, vgl. abruzz. ^ervikare 
.ySchütteln'^ tess. iiirhyd, sard. c. Serhigai <*cbrvicarb; sonst ge« 
lehrt, [ar. cucurbttä, zvercä, mgl. Tut{i)nie]. 

841. I cere sm. [mgl. tserc] ^^Kreis, Reif'' <cIrcu8, -um: alb. 
k'arkj it. cerco^ sp. pg. cerco. [ar. UerkTu], 

342. II eero (incerc) I vb. „(ver)8uchen" <cIrcO| -aJib: alb. 
kfrkoi (assimil. aus ''k^^koi), it. cercare, sie. kirkari. pv. cat. cerear^ 
frz. chercJier, Der Sinn „versuchen (auch kosten) , den das rum. 
Wort in der Schriftsprache hat, kehrt wieder in berg. sirkd^ bresc. 
terkttf vcn. päd. cercar^ etc. [ar. cätäpätsescü], 

343. cerc4l sm. [vgl. ar. tairtsetu, W.] „Ohrring" <clBceLi'U8, 
-um: sie. tSirtSeddUf abruzz. tSiartielle, eng. tiierl^d, frz. cerceau, 
8^. cerci/Zo, pg. ' cercilho. Selbe Bedeutung wie in Rum. auch im 
Sie. Abruzz. und Span. — Aus dem Rum. stammt ung. C8Örc8e{lye), 
[ar. veare P.]. 

344. cet-eet4z {+cedrcet Varl. Caz. 1643 f. 206) vb. I „unter- 
suchen" < clRClTOy -ARB. [ar. ntrebf caftu^ Hitäseacu], 

345. eerenp^l sm. .^Dryas octopetala u. Geum urbanum" soll 
nach Densusianu, Rom. AXäUy 73 ein Diminutivum von cbryntha, 
-AM sein. 

346. eem, -lil, -iie III vb. [ar. ntsemu, ir. Uemu] „sieben*, 
^cfiRNOy -Bre: it. cemertf lomb. i§m, piem. ^eme, sard. kerrerCf 
frl. tSemif Icent. tSterder^ obw. t^tmer^ süost-frz. aärdre „sieben", 
sp. cemef, 

347. cert 1 vb. [mjjfl. {an)iaeriu, ir. iiertu] „zanken, streiten" 
<cbbto, -are: alb. k*frtoif sard. 1. keltarCf kertarct e. tSertai. 

348. eeat pron. vgl. acest. 

349. cetäte sf. [ar. taitate, mgl. ^»ifa^i „große Stadt", ir. 
Ueipte] „Festung, Stadt" < civtTAS, -tatem : alb. krutety it. cittä^ a.- 

5v. ctutof, frz. ci^^, sp. ciudadf pg. cidade. Wie in Paris, so in 
Kronstadt, bedeutet CitS bezw. Cetofe „innere Stadt", ursprüng- 
lich ,,Stadt" im Munde der Vorstädter. — Belege für den Sinn 
„Stadt" des civItas im Spätlat. bei Dens. H. 1. r. 188. 

350. cetera sf. „Geige" <cXthera, -a^i (App. Prob. 23 a 
cXthara): it. cet(e)ra, a.-ven. cedrOf eng. tSaidra, 

851. chedzä sr. che» sm. (meist piazä, piez nach der Ana- 
logie von dial. Vaträ &» schriftrum. piaträ etc.) „Unheil, (schlechtes) 
Vorzeichen" gehen, nach einer mündlichen Mitteilung des H. Candrca, 
so/ *CLAD£Ä, 'AM, *CLADBUM (von 0LADB8 „Unheil, Unglück") zu- 
rifaJk Von piei Abgeleitet) jpterif , •« ad^. „teVA^i^S i^ao ^%x ma v\t 



30 352. Chile — 366. dne. 



i 



iezif ,,ich blicke schief" ursprÜDglich gleich „ich blicke unheilver- 

ündend". 

852. ehHe tf. [ar. cCie, xnffl. cleili PL] „Schlüssel" <CLAyi8, 
-SM : it. chiavCf sard. Jdae, eng. klef, pv. cat. clau^ frz. clef^ sp. Uave, 
pg. chave, 

353. ehern I xb. [ar. (a)c2<;m, mgl. ir. cHtm] „rufen" <CLAMOy 
-ABB: it. ckiamare, eng. XcZamer, pv. damaTf a.-frz. c^aimer, sp. 
llamar, pg. diatnar, 

354. eheutodre sf. s. iocheiu. 

355. cJilacr sro. [or. mgl. cfiio] „Gerinnsel, Lab" ^'^claoux 
(mctathes. aus quaolum Dens. H. f. r. 90 s= coagulum: it. caglia, 
gagliOf u.-eng. quaiol, sp. cuajOf pg. coalho): sard. diagu, vgl. alb. 
Jcluar, Aus dem Kum. dranfr das Wort in die benachbarten 
Sprachen : russ. gljakü, qtaganyi (9yrü\ poln. Uag^ Magaö sif, slov. 
ktäg^ xnor. glaga (Miklosich). Vgl. Incheg. 

356. ehiAr(ä) adv. [ir. ktgr] „so^ar" <claro (Mulomed. Chir. 
ed. Oder 25, 8) vgl. pururT. Auch im srb. kr. kommt ein öaro 
O ir. (foro) „sehr" vor. Im alt-rum, fmdet «ich auch ein chiar, -d 
a4j. „Klar" („Ochiul ce easto in trupulü nostru veade chiarü", 
Varl, Caz. 1643 f. 226^) <clabus, -a, um: alb. l^ar^ it. chiaro, eng. 
ktor, \)v. dar, frz. clair, sp, pg. claro, 

857. ehtngätf, vgl. cingiS. 

358. et coxg. „sondern", alt-rum. ce, ist vrahrscheinlich aus 
QUID entstanden, vgl. Meyer-Lübke : Kom. Gramm. III, § 699. 

359. döfä sf. „Nebel" <CiECiA, -am (von c^cus „dunkel" vgl. 
versiglia a cecalume „im Nebel", val gandino iek^ berg. sighera^ 
inail. com. crem, tsigera^ piero. t$ea^ lomb. Sigcra. valtell. Sega^ obw, 
tSiera „Nebel", meist „Hof, Nebclkreis um den Mond (= rum. luna 
are ciata)" com. cel iig „bewölkter Himmel" etc.) Verfasser in 
Conv. ht. XXXVII, 598—599 und gleichzeitig 0. Densusianu H. 1. 
r. 158, Rom. XXXltl, 74, der aus C. Gl. Belege eines ciECiA „caligo 
oculorum" bringt (vgl. rum. data de pe ocAl). [ar. tiMurä], 

360. eicodre sf. „Cichorie" <CHXCHORfiUM: alb. koH, Skorie, 

361. eVinp sm. [ar. cCmpu, dlmbu in Thess., mgl. c^p] „Feld" 
< CAMPUS, -um: it. sp. pg. campOf pv. champ^ frz. diamp. — lau dmpii 
„ich fliehe" (eigtl. „nehme die Felder") entspricht einerseits dem 
alb. ntaf mat^ (eigtl. „nehme die Berge") und andererseits dem it. 
Bcamparef a.-ven. Bcampar, eng. sVampir, if(si<^^) retten" (*bxcap- 

PABB 4- CAMPUS?). 

362. einä sf. [ar. mgl. idnä^ ir. Uirf\ „Abendmahl" <csna, 



: it. pv. sp. ceno, eng. Uaina^ a.-frz. ctne, pg. cea. 

363. eint^ num. [ar. tduts^ daher der Name der Aromunen 

TdnUari, mgl. UinU, ir. UinU] „fünf" < cinqub (C. I. L. X 7172, 

* 5939 etc. «■ quInqub, welches auch zu dnci geworden wäre): it. 

cifi^ue, sard. 1. Jbtm&e, eng. Uink\ pv. ctne, frz. dnq, sp. pg. dnco. 

864. eXnd adv. far. dnduy mgl. qm, ir. cän{d)\ <quami>o: it. 
pg. ^cando, pv. 9uan(Q, fra. cat. afnand^ sp. ewinao. 

865. einde adv. (uosofteia Viata %(. Vis) Jenseits" < bocu[m] 
•vaoL [ar. ndparUt didinde]. 

866. cftM proD. [ar. Miie, ir. tttre] ,,wer, wen''. Nach Byhan 
Jh. Uli 7, 11 iit Toa einem ^üi[m] + »i ^^^ <^ miiwt^ tMi^ ^^^c^ 



867. cino — 875. curpatör. 31 

m, TE. SB, an welche die Fragepartikcl nb angefügt wurde, aus- 
zugehen; dasselbe nimmt B. auch für ital. Dialekte (tose, tune, 
tene, mene, piüne, vertüne etc.) an. Dagegen erhebt schwer- 
wiegende Bedenken Meyer-Lübke : Zur Kenntnis des Altlogudore- 
sischen S. 40, der das rum. »ne vom ital. trennt und eine aus qubk 
ableitet. Ich glaube nicht, daß man das Rum. -ne vom alb. «nf 
in u{fif) „ich'S ti{n^) ,,du'' etc. trennen darf. £s handelt sich wahr- 
scheinhcn um ein nichtlat. Element, das im Süd- und Ostitalien, 
im Alb. und Eum., wo nime neben nimene dessen Umsichgreifen 
begünstigt haben mag, vertreten ist. 

867. eine (dine) sm. [ar. 'x/, mgl. cojfnt, ir. cäre) „Hund" 
<0AMi8, -eh: alb. X:';n, ken, it. cane, fr), k^an^ eng. k^aun, pv. ca^ 
m. chien^ pg. cSo. 

368. elnepä sf. [ar. dnipä, mgl. cgnipä] „Hanf' setzt ein 
*0ANfipi8, -EM statt CANNABis voraus. Was zunächst das b für ▲ 
betrifft, so ist dies eine bekannte urrom. Erscheinung (aber in den 
weiter anzuführenden Dialcktformen kann e < a sekundär entstanden 
fein). Einfaches n wird von allen rom. Formen (auOer Sard. Sp. 
Pg.), p statt B von den meisten gefordert, vgl. canapa C. J. L. 
8. 4B50, CONUPBM bei Marccllus Empiricus (Dens. H. 1. r.) ; auch der 
Vergleich mit kslav. konopfja^ lit. kanäpiSf a.-preus. konapios (germ. 
*hanap) spricht für n und p, xoi, O. ile^rcr: Etymol. Wörto. der 
alb. Sprache 174. Alb. kfrp g. kanfp t., it. canape^ lecce känapa^ 
aquil. kanepa, sill. kan^pja, combit. kanneva (nrit wie in dnnenia 
<ANlHA), mail. kaneVf yen. Tcanevo^ romagn. fcanuVf kanva^ trieBi 
ianovat cors. känapu, sard. 1. kännau, c. kdnniUf pT. canebe^ frz. 
chanvre, lyon. chrnevo, dompierre Uöenevu, tsetiivu, cat. cänemt 
ap. eanamOi pg. canamo, 

369. cinäz {dn) 1 Tb. [ar. mgl. tsin^ ir. tairu] „zum Abend- 
mal speisen'^ <( cfiNO, -arb : it. cenare, eng. UneTf pv. a.-cat. sp. cenaVf 
pg. cear. 

370. cingä sf. „Gurt'' < * cinoa. -ah : sie. tSinga, aus aNo[u]LA, 
-AM (alb. kHng^lf, it. ct^na, dtighidf frz. sangle, pv. cenJiaf sp. cena)^ 
welches durch Metathese zu *clinga, -ah wurde: rum. ehingä. 
[mgl. cÜngäf vgl. ar. yinglä], 

371. I eint sra. [mgl. cgntu] „Gesang" <cantü8. -um: it. sp. 
pg. cantOf sie. sard. /eanm, eng. k^auntj frz. chant. [ar. dntare, dntic], 

372. II ctnt 1 vb. [ar. dntUt mgl. cgnt auch „lese", ir. cänt] 
singen, spielen f Musikinstrument), krähen (Hahn)*' < camto, -arb : alb. 

Kfndoin n^inge, krähe, lese**, it cantare, eng. k^antety frz. chanter^ 
pv. sp. pg. cantar, — CüntätÖYi sm. plur. tant. „Tagesanbruch" (=a 
frz. au chant des coqs). 

873. etneeo sm. [ar. dntic^ mgl. cgntic] „Gesang, Lied" <cak- 
tXcum: alb. kfng^ (it. cantico). — Davon ar. <Antie 1 vb. „Wiegen- 
lieder singen"*. 

874. tlrndp y.Worst" sm. * cabnaceum « cabo, -bmem vgl. lanc. 
fekaiaUs^ „Wurst"): sie. kamaUsu ^,carniccio", pv. cama9, sp. ear* 
naza. Drum, drnat [mgl. cämdt] ist falsche Singularbildung. [ar, 
haeank]. 

'8v5, etrpä$dr sm. [ar. Mpitot in Alban. und bei den Farfier.« 



7» 



32 376. ci^legT — 380. ciümi. 

< ♦ CRBPATORiUM (eigtl. „das, worauf zerteilt wird**). Tiktin, Wörtb. 
299. Vgl. curp&toare. 

376. ct^Ugl sm. PI. tant. [ar. cäSleadze W., cäßleagä P.] 
Karneval** < casbüu -|~ ^i^^^^b, daneben dmileagäf dmeleagä (Gre- 

äncä), ar. cärleapä^ olymp.-wal. cärleadze in dessen erstem Bestand - 
teil wahrscheinlich caro. -bnem zu suchen ist. Vgl. it. camevale 
auB eamelevare Tgl. Arcniyio glott. ital. XII, 155, camasdale aus 
cameUisciare, a.-sard. 1. karrasecare ,,Fastnacht**, auch Begarapetssa^ 
Begarepetssa (petasa =s Fleisch), frz. camaval (Romania XVII, 154), 
Tgl. cat. CamestoltaSf sp. camestolendas. 

377. ctftfcr (cäßtig)l vb. „gewinnen, erwerben** <^castIoo, -are: 
it. caatigare, süd-sard. tcastiai, enpr. k^aatier^ pv. caatiarf in, chatier, 
sp. pg. castigar. Das Wort bewahrt in den mebten roro. Sprachen 
die lat. Bedeutung „züchtigen**, doch heißt a.-frz. chastier „be- 
lehren**, 8e chastier „sich bessern**, a.-sp. castigar „sich belehren, 
profitieren** („en el lobo castigue que feciesse o que non**. Juan 
Huiz: Libro de buen amor. 83 „vom Wolfe habe ich profitiert, 
was ich zu tun habe und was nicht**), sard. kastiai „sehen**. Wenn 
man noch die ar. alt-rum. und diel. Bedeutungen des rum. Wortes 




1890, S. 342, dial. (MofT) cäßtig „pfiegen, Sorge tragen** Frincu- 
Oandrea: Boin. d. m. ap. 254, 2d0), so erklärt sich der Bedeutungs- 
wandel folgendermaßen : einerseits : „züchtigen** — „belehren** (a.-f rz.) 

— „eine Lehre bekommen**, — dabei „profitieren** (a.-sp.) — „ge- 
winnen** (rum.), andererseits : „sich züchtigen** (vgl. „sich beklagen**), 

— „sich Mühe geben** — „Sorge tragen** (rum. alt.-arum.) — „acht 
geben**, — „pflegen** (rum.) — „um etwas sehen** — ,,sehen** (sard.). 

— Dazu das Postverbale cä^tig sm. „Gewinn** [ar. cästigä „Sorge**], 
vgl it. castiga^ eng. k*aStia, pv. sp. castia^ frz. chatie. 

378. elt, ä pron. adj. [ar. '^, mgt cgt, ir. cäf] „so viel** 
^QUANTüs, <-A, -uh: it. pg. quanto, pv. a.-frz. guant, tp. cuanto. 
Das Korrelativum dazu ist atit. 

379. eite num. [ar. cät%\ ,Je** <cata (ss griech. ttard): it. cata 
(titio), pv. cada-utif in, cha-un, sp. pg. cada (uno). Dem rum. unul 
dte unul „nach einander** entspricht in Bibeltexten unüs cata unüs 
(nach griech. eis ita& bIs), In ar. caOe^un Cod. Dim. ^^/7 haben 
wird es direkt mit dem griech. xaSa zu tun (daneben cäti unä 
Cod. Dim. 94 »»/i). 

380. eXümä si Lat. cyma „Sprosse** < gr. 9tSua hat in den 
westromanischon Sprachen die Bedeutung „Gipfel** (it. cimo, frz. 
Cime etc.). Im Sardischen ist aber noch der alte Sinn von „Sprosse, 
Knospe, Lauch** erhalten: log. kima, camp. tSima; daneben findet man 
im Campidanesischen auch die Form tiummacca (neben tSimagga\ 
welche „flusso (di umoriV*, ursprünglich wohl den „Auswuchs**, dann 
don „Ausfluß** (vgl. T. Zanardelli: Appunti lessicali I, 32) bedeutet 

— und im Alb. ßüm l^im) „Art Geschwüre**. Das letztere setzt, 
wie das rum. Wort, eine Aussprache kluma voraus und das Rom. 
stimmt wieder einmal mit dem Sarditcheik uikd AüX^vQ«natf^«^^^!l)«t« 
ein. Im Ar. and JfegL bedeutet tfumd saikiäDAX ^^^ ^«m^m"^ 



381. ciur — 389. coistl 33 

(Weigand : Aroin. II, 234)*', dayon mgl. tSumuligä ,,Geschwul8t am 
Kopf* dann überhaupt ,,6Ü8chel (WoUeV'. Daß das Wort für 
.yPest" drum, ciumä [ar. mgl. t^umä] sf. auch denselben Ursprung 
habe — die Pest äuUert sich bekanntlich durch Geschwüre, vgL 
auch pänucPe — ist unwahrscheinlich, weil es auch im Slavischen 

ikslav. serb. russ. ^nto, big. djiimü, klruss. pol. diwna). Ungarischen 
csumaj caoma) und Türkischen (tSuma) vorkommt. Jedoch ist es 
immerhin möglich, daß ein gleiches Fremdwort in dem fast gleich- 
bedeutendem Erbwort aufgegangen ist. Dagegen liegt das lat. 
CYMA ,jSproU" in dem Pflanzennamen ciwna feh „Stecmipfel*' vor, 
tLUch eiumä'fae (=foaio?) und m&rul porcului bennant (it. pomo 
spinolo, noce metella, frz. pomme epineuse. Vgl. Conv. lit. 
XKX VII, 600-601). Verfassers: Lat. Ti u. Ki S. 60-61. 

381. dur sm. [ar. tnr, mgl. tSur] „Sieb" <*cIbrüm (dissimi- 
liert aus cribrum: frz. crible^ sp. crihOf pg. crivo. Meyer-Lübke, 
Grundriß rom. Phil. I* S. 4ö8 bezweifelt die Richtigkeit des 
ciBRUM in C. Gl. V, 69, 25J. G. Meyer: Indogerm. Forsch. VI, 120. 

382. eltUurä sf. „Holzflasche, Mundstück der Pfeife" [mgl. ^v/ 
„Getreidemaß"] <*cytola, -am (ausgesprochen kj[utola, vielleicht 
unter Einfluß von gr. xvrog „hohler Baum", mit Metathese aus 
griech. xdrvXog, xav&kij): it. cigtola „irdene Trinkschsle, Becher 
ohne Fuß". Aus dem It. : alb. tSutul, aus dem Rum., durch Hirten 
verbreitet: big. duturü, srb. dutura, alb. Üotrf Omgl. tSoträ\ ngr. 
roidr^a^ ung. csutoraf kl.-rus8. ifutora („Mundstück der Pfeife"), 
türk. tsotra, 

383. Codctna sf. „Name eines Schafes mit gelber oder roter 
Schnauze" (Liuba-Jana: Mäidan, S. 111) [ar. coatsin „weißes Schaf 
mit braunrotem Kopfe"] < coccInüs, a, -U3i : obw. k^etScn, kotSna^ 
niedw. eng. kots^f kotSna (andere rtrom. Formen in Grundriß I*, 
614). Candrea-Hecht: Les elements latins S. 65. 

384. eoddä sf. [ar. mgl. -v/, ir. codf] „Schwanz" <cOda, -ax 
(oft belebt = cauda): it. coda, eng. /rua, pv. coza, frz. queuej cat. 
coa, sp. (cola). 

385. codmä sf. [ar. '^ W,, ir. konif] „Mähne" < cöxa, -am : it. 
pv. a.-sp. pg. coma, [P. kennt nur ar. pertSe], 

386. codpsä sf. [ar. ^] „Hüfte*^ <cöxa, -am „Hüfte": alb. 
koßfj (it. coscia < * coxea), eng. Jcueaaa pv. ctieiasa, frz. ctiisse^ überall, 
außer im Rum. und Alb. mit der neuen Bedeutung ,.Schenkel". 

387. eodrdä sf. „Saite" < chörda, -am : alb. köracz§ (Diminut., 
vielleicht aus dem It.), it. eng. pv. cat. pg. corda, frl. koarde^ frz. 
corde, sp. cuerda. Coardä bedeutet auch „Sehne". Desgleichen im 
Sp. Cat. Rtr. und Lomb. vgl. Zauner: Körperteile 352. Der Sinn 
,,balken" des coardä in „Deasupra cftt^ilor [la facerea caselor] sä 
pun in Inngime §1 läfime patru corzi (singular: coardä) cari fin 
obada casei, ca sä nu sä desfaca" Liuba-Jana : Mäidan S. 94, führt 
über zu ar. mgl. coardä „un fei de staul pentra capre ^i oi, ca sä 
le adäposteascä in timpul iemii 91 sä le apere de frig, ploaiö, zäpadä" 
Papahagi: Megleno-Horainii S. 203. Dagegen ist ar. coardä 
>,Säber'^s3 kslav. corüda, srb. korda^ alb, kord^, ung. kard. etc. 

388. codmä st b, coro. 

3S9. eodstä at far. mgL '^, ir, cost?^ «Ba^^'* <cö8?tk^ -fcaa\ W 

PBßemritt, S^Fmolofflaehea Wttrtatbuc^ ^ 



84 390. coc — 399. corb. 

x>Y. ps:. Costa, mail. koste, frl. kuestCf eng. kuoStaf frz. cote, wall. 
kues, sp. cuesta, 

390. eoc, cops^i (bao. cop^, cope III Jar. coc, copifu, coptu in, 
mgl. coc, copl^ copt UI, ir. coc, coj?^ III] ,.backen'^ ^cöco, coxi, 
GOCTüx, cOcERE (für coQuo. Belege bei Den«, id. 1. r. 149, Erklärung 
bei ALeyer*Lübke : Einführung g 121): it. cuocert, frz. euire, pv« 
cozer, «p. coctr, pg. cozer. Das rum. Wort hciUt auch „reif werden 
(vom Obst, von Menschen)", was mit lat. prjvcox u. pracoquis „früh- 
reif*' zu vergleichen ist. — Nicht davon abgeleitet (wie Cibac I, 
68 wollte), sondern mit der von Schuchardt: Komanieche Etymo- 
logien II, 17f., 23f. und Zeitschrift rom. Phil. XXVI, 322 be- 



korn" (G. Meyer: Etymol. Worterb. d. alb. Sprache 194—195 vgl 
165), zusammen. 

391. cöcä sf. coc. 

392. (eödrti sm. „Urwald: Stück Brot" [ar. ^ „Marktplatz, 
bewaldeter Berg, coduiü „Stück Kuchen, großes btück Brot", olymp.- 
wal. codru-mare „groOer Berg", mgl. «^ „Marktplatz, viereckiges 
Stück 3Iehlspeise", codwri PI. t. „Gemüsekuchen", Coelru-neoru Ort 
swischen Lescova und Osin, ir. koarn „bewaldeter Berg" Jb. II, 217]. 
Man hat codm und alb. kodrf „Hügel, Berg" auf lat. quadruh (quadra 
„Brotscheibe") zurückführen wollen. Dens. H. 1. r. 71 — 72 stellt 
ein lat. *quodrum auf, wogegen Meyer-Lübke: Literaturblatt XXII, 
299 — 300 schwerwiegende Bedenken erhebt. Auch eine slavische 
Vermittlung (wodurch a y o erklärlich wäre), wie sie Weigand 
Jb. II, 217—218 annimmt, ist unwahrscheinlich (vgl. G. Meyer: 
Berliner philol. Wochenschr. XVI, &36). Am besten erklärt man * 
rum. codru als Entlehnung aus alb. kodrf „Hügel" und dieses als 

gar nicht zu lat. quadrum gehörig, sondern mit armen, katar r 
^Giebel, Spitze, Scheitel" urverwandt, vgl. J. Scheftelovitz: Bezzen- 
^erger's Beitr. XXVIII, 157.) 

393. cölf {+ coiufü Varl. 1642 I f. ö6) sm. „Helm" <*cüfba, 
-AH „Haube" (cofsa bei Venantius Fortunatus): it. cuffia, frz. coifftj 
sp. cofia, pg. coifa, 

394. eoiü sm., meist coäie Plur. tant, [ar. co^^ ooafis, ir. col^ 
coT€\ „Hode(n)" <cOlbu8, -um: py. colh^ a.-frz. coiU *colsa: it. 
cogha. sard. koza^ fn. eouiüe. 

395. cöpev (vgl. acoper^ IV vb. [ar. coapir W,, aeoapir P,, 
mgl. ctipiris IV, ir. koper{esc)u] „bedecken" <coopfiRio, -Ire: it. 
coprire^ eng. ürotrir, pv. codrtV, n.-pv. ctir&t, frz. couvrir^ ip. coMr. 

396. coperemint tm, [ar. acupirämintu^ mgl, cupirimint} 

„Decke" <C00PBRIMBKTUII. 

397. coptürä sf. „Eiter" <coct(Tba, -am: it. eoUura^ a.-frz. 
cot^re, sp. coc&urck [ar. proiUij proanel 

398. ar. cor sm. „Tanz, Keigen" <ch0ru8, ux: it. pg. coro^ 
in. chaur. Dagegen stammt drum. Mrä sL „Bundtana*^ aus 
gr. xoe^s, 

899. tarb am. [tr. eorbii, mgl. ix. »vA Ji^a^M^^ <^f*jKTOV^i 



419. crop&toire — 431. cüget. 37 

419. erupätodre sf. ,,Schaufel zum Einführen des Brotes im 
Backofen'' < * crefatoria, -am vgl. cirpätor. [ar. lupatä], 

420. ervp 1 vb. „sparen, schonen'^ eigtl. „die Auscraben kürzen'^ 
<*cüRTi0y -ARE: alb. Kurtseiii „bin sparsam, schone . Das riun. 
Wort braucht nicht aus dem Alb. entlehnt zu sein, wie Dens. 
H. 1. r. 352 annimmt, [ar. Tertu „schone*']. 

421. eu präp. [ar. mgl. ir. ^ »»mit*' <cüm: it. sp. can, pg. 
com. Vgl. Kurth, Jb. X. 488—496. 

422. cuc sm. [ar. mgl. ir. ^ „Kukuk'' < cuccus, -um: alb. k'iiJc', 
it. cticco, ven. kuko^ kal. kiüiku u.-cng. kuk^ frz. cowoUf pg, cuco. 
Die lat. Form cuccus ist bei Isidor XVII. 7 belegt und ist laut- 
nachahmend, diüier überall das u bewiüirt (trotz lat. cücOlus). Das 
Fem. dazu ist rum. cücä. 

423. I. cücä sf. vgl. cuc. 

424. II. cücä sf. „Hügel, welcher einsam in der Ebene her- 
vorragt (Liuba-Jana: Maidan 49)". Etymol. unbekannt. Vgl. it. 
cucco „cima di forma conico-tondeggiante", vgl. lat. cucvllus 
„Haube". Davon abgeleitet cuciif 1 vb. „emporsteigen, kraxeln". 
Davon verschieden ist cücä sf. „Mütze, welche der Sultan den 
rum. Fürsten gab" <türk. kouka. 

425. cucer^sc IV vb. „erobern" <*conqüjbro, -Ire (= cokquiro« 
-fi«B): pv. sp. conquerir, in. conquirir, Rcfl. mä cuceresc heißt 
„Seh demütige mich (Coresi: Tetracv. 119, 142)" daher: cuca'ie af. 
„Demütigung", cucemiCf ^ä adj. „andächtig, fromm". 

426. ctickirbötä {curcuMtä) sf. [ar. curcxibetä auch: „Nacken"] 
„Flaschenkürbiß" < Cucurbita, -am: (it. corbezza <*cucurbItba), 
n.-pv. congourdCt (frz. courge), a.-frz. coorde. 

427. cucütä sf. [ar. ^ „Schierling" <*cucDta, -am (Assimil. 
aus cicuta: bellinz. Sigüda, parm. sguda, piem. erba si'ox, a.-frz. 
ceue): alb. kukutf^ saintong. cohiie^ n.-prov. koküdo. Vgl. Meyer- 
Lübke: Zeitschr. rom. Phil. VIII, 141. Srb. kvkuta kann aus dem 
Alb. oder Bum. entlehnt sein. 

428. mgl. cufoäri vgl. cufur. 

429. ctifünd 1 vb. „versenken" <*cok-fuwdo, -are (von 
PüHDüs). Vgl. afund. Daneben scufund I vb. „versenken", wie 
kal. skuffundare. [ar. afundu, aMndusescu], 

430. ci4fur (cufureac) IV vb. [ar. cuftirescUj mgl. cufäres] 
,. Durchfall haben" <*cok-fOrio, -Ire (von fOria, -am „Durchlauf 
der Schweine": valmagg. fojra, posch. sfoira, pv. foira, frz. foire, 

- Das mgl. cufoäri sf. ,4)archlauf" geht auf ein von atfur{€6c) be- 
einflußtes älteres *foare zurück). 

431. ctaiyeelvb. ,^denken" < cOoIto, -are: alb. ibii^oj „erinnere 
mich", a.-it. coitare^ cerign. ciu^f tä „aver cura", obw. ^iitar, a.-frz. owt« 
dier^ pv. sp. pg. cuidar. Dazu ein postverbales Subst. cugct sm. „Ge- 
danke", wie lecce cMetu „pensiero", pg. cuido. Auch Reflexiv : mä cuget^ 
welches nach mä gxndesc analo^sch sein kann, vgl. indessen a.-pv. 
mi pcns. Die Unregelmäßigkeit des Stammvokäs kann aus den 
endungsbetouten Formen erklärt werden (vgl. Dieyer-Lübke : Rom. 
Gramm. I § 147), doch kann cuget auch auf einem allerdings un- 
erklärten *cuoiTO beruhen, das auch zu den anderen rom. I'\ormeD 

päUft [Mr. mtniueseUf mtmiuesett]. 



38 432. cuib — 443. cumpar. 

• 

432. cüib {4- cuiub) am. [ar. cuihu auch ,,Lager von Tieren", 
ni(rl. ir. ctiU)] „Nest" <*cObiüm (yon cubo, vgl. cONCunnTM): moden. 
bol. cti&i, mail kobhi, pg^. coio. Die rum. Gestalt des Wortes ist 
lautlich nicht fi^anz klar, vgl. Zeitschrift rom. Phil. XXVUI, 690. 

433. cüiü sm. [ban. ir. ku1^u] ,.Nagel" < ct^NEUs, -üm : alb. kuii, 
it. cognOf sie. lecco ku^u, valmagg. k^öfi, mesol. /rofi, eng. ktieiü, pv. 
cun/i, frz. coin, sp. cufiOf pg. cuiSio. [ar. pin{d)urä; guvoidu ,,Huf- 
nagel"]. 

4H4. eülä sf. „kleines Versteck, Räübernest" <*ct^Bt^LA, -am 
([<cuBo) wie it. covolo <*ct^Bt}LUM. Dagegen stammt dr. ar. cülä 
in der Bedeutung „Turm, Festung", aus türk. kule (alb. kuif^ 
k.-slav. big. srb. kroat. kuta, n.-gr. xo^/m, xorläs). Zeitschr. rom. 
Phil. XXVII, 747. 

435. e%Ue 1 vb. [ar. culcu, mgl. mi culCj „schlafen gehen", ir. 
cuctil ^.niederlegen" <collöco, -arb (seil; in lectum): it. coricare 
(sard. Korkare ist Lehnwort: Litcraturblatt VII, 69), pv. cat. sp. 
colgar. Das t( der rum. Form kann von den endungsbetonten 
Formen herstammen, doch setzen auch campob. hdckarC'tsc, cerign. 
küücarsCf arpino kuU^My lecce kürku und a.-frz. cokkieTf n.-frz. 
coucher ein ^ct^LLÖco, -A£2 (nach Ct. Paris, üom. *X, 61 durch 
CüLCiTA beoinfluOt) voraus, vgl. conculco == concoUoco in den 
Formulae Meroving. 253, 11 (Archiv lat. Lex. II, 272), culco in 
Lex. Salica 39. 

436. euU'g, ^esH (ban., -f- cuUif), -^« III vb. [ar. cxdeg III^ ir. 
^euUgu^ 'is III] „sammeln" <collIgo, (-fioi, -ectum) -Ioerb: it. cogltere, 

».•lomb. eorze^ ven. arcorger, (eng. mjV, pv. colhir frz. ctieUlir\ sp. 
eoger, pgr, colher, 

437. cMmc sf. „Gipfel, Firstbalkcn" ^cülmek: mail. colma^ eng. 
Icuolm, a.-frz. colme^ sp. cumhre^ ppr. cume. Im Ar. dafür cillmu W, 
^«Giebel" sm. <*cOlmum: alb. kulni „Firstbalken", it. colmo^ sie. 
kurmUf nordsard. feu/mu (vielleicht gehört auch die a-frz. und eng. 
Form hierher). [P. kennt nur v^r.tiutSuUl], 

438. ar. enUmn nm. s. culme. 

439. min adv. [ar. rogl. ir. '^] „wie" <quomo[oo]: it» comCf 
pv« com, ft'z. comme, sp. pg. como. 

440. -f" cttmtndu (dial. comtnd) 1 vb. „den Toden Opfer 
bringen" kann commendo, -arb oder *comuando, -arb „empfohlen, 
preisen" sein. Davon cumind (Ha^deu: Etymol. Magn. Rom. 2171) 
sm. „Todenfeier". Tiktin: Wörtb. 395. 

441. cumtnee 1 vb. [ar. cumnic, W. cuminic, ctiminic P. mgl. 
cuminic] .,zum Abendmahl gehen" <*commXnXco, -arb (Schuch. Vok, 
II, 193 iiir coMMUNlco. mit diesem Sinne bei Kirchenschriftstollern 
v/J. Dens. H. J. r. 188): alb. kungo1^^ lomb. skuminiarf gen. komi' 
niga^ erto konteligej a.-fra. acommengierf pv. comenegarf navarr, 
komtnaar. 

442. eumndt, sm. [ar. mgl. 'x/, ir. ct^mngt] „Schwager" < coo- 
ITATUS, -UM (auf Inschriften «a frater mariti, uxoris, Dons. H. 1. r« 
188): alb. kunai^ (▼egi. komnata ,.Schwägerin"), it. eognato, lard. 1. 
konnadUf eng. quino. pv. cunluUf sp. euftado, pg. onnhado, .Am 
dem Kam. stammt kl.«ni88. kumnaU 

448, eampär Ivb. [ät, (a)iettmpdr, (o^cumptu^ Vs^tumiiwr*'»!^ 



444. eumpät — 450. cupS. 39 

'x/, ir. cump^-Uy iof. 'parg] »^kaufen'* <compIbo, -abe: it comp{e)rare, 
a.-veD. comparar, triest. £i*ompar, sard. 1. komporare^ eng. kumprer, 
sp. pg. comprar. Ein *compero wird von keiner rom. Form ge* 
fordert^ und liegt dem mm. Wort sicherlich nicht zugrunde (wie 
Dens. H. 1. r. 83 annimmt). Für den Bedeutungswandel Belege bei 
Dens. H. l. r. 188. 

444. cümpät am. ,,Fassung, Mäßigkeit'^ Ein von compItvx 
,,Scheidewcg'* abgeleitetes Verbum mit der Bedeutung „am Scheide« 
weige stehen" — ,,den Weg suchen" — „suchen" findet sich im 
sard. 1. aanpidari „suchen". Im „Sucheq" ist die „Vorsicht" und 
die „Aufmerksamkeit" inbegriffen, daher it compito „Vorsicht'' 
(in parlare a compito con qd.) und alb. kupftore^^ „aufmerksam", 
von kupfM „merken, verstehen", daher alb. kupftonei „verständig, 
klug" = rum. annpätat == cu cumpät „klug, mit Bedachtsamkeit . 
Also ist aimpät „Fassung, Bedachtsam keit" ein postverb. Subst 
von mä cumpätez I yb. „sich müßigep"; dagegen lebt compItum 
„Scheideweg" noch in pe siipt cumpät „aiu ungeradem Wege, 
verstohlen" ( Varl. Caz. 1643 S. 293^) und a Bta tn cumpät „un- 
schlüssig sein" (eigtl. „am Scheide wesre stehen, nicht wissen wohin") 
weiter. Zeitschr. rom. Phil. XXVin, 680. 

445. + ciimiilu IV vb. „beendigen" <compleo, -♦Ire (für 
coMPLfiRE, vgl. umplu): it. comnirCf eng. kumpliry a.-frz. compHr^ 
cat. cunwlir. Heute lebt nur noch das Partz. cwnplttf -4 als Ac^j. 
in der Bedeutung „schrecklich" weiter, welches durch die Hittel- 
stufe: — „über das MaO voll s übermäßig" erklärlich wird {int^ 
nerec cumplit &= „vollständige", daher „schreckliche" Finsternis), 
[ar. bitisescn, bitsesru^ scärk^encu IV vb.J. 

446. ar. cünä sf. „Lagerstätte, Wiege" <cOifA, am: it. sp. 
cunaf lomb. monf. küna^ obw. k*ina, 

447. c%in68Cf -iU, ^üt III vb. [ar. ir. cunoffcti, mgl. ^x/] „kennen" 
<*C0N0SC0, -Are (statt cocnosco, nach nosco. MeyerLübko: Ein- 
führung § 32): it. cononcert, sard. 1. konnosKere^ a.-pv. conoisser, 
frz. connaitrej span. eonoctr, 

448. cuniln I vb. „vermählen (alt.-rum. auch „bekränzen", 
wofür heute incxmun^ ar. ncurun^ mgl. ancwmny^ ^ar. ciirun „ver- 
mähle", mgl. curun „bekränzen"] <cokOno, -are: it. coronare, pv. 
qat. sp. coronar, tn, couronner^ pg, coroar. Der Sinnesübergang 
von ,.Dekränzen" zu „vermählen", der sich durch die Uochzeits- 
bräucne erklärt (vgl. S. Mariau : Nunta la Romint, S. 284 ff.), findet 
sich auch im Alb. hmurzoj „segne ein" « kunor^ < n.-gr. xo(ii&ya)^ 
im N.-gr. arefavtüvto „bekränzen, vermählen" und im kroat. vjen^att 
,,einscgnen" {ovjenikiti „bekränzen", von vijenac „Kranz"). 

iid, eunünä sf. [ar. curunä auch „Menge", mgl. curtmä auch 
„Vermählung"] „Kranz" < corOna, -am : ir. pv. coi'onOf mail. sie. eng. 
Kurunaf frz. eoiironne, pg. corOa, Drum, coroanä „Krone" ist 
selbstverständlich Neologismus. 

450. cüpä sf. [ar. ^ „Becher, Holzgefäß der Hirten" < cüppa, 
•am: alb. kupCi ^^* ^^g* coppa^ sard. kupa „botte", frz. couppe^ sp. pg. 
copa (auch ahd. Äfop/^ „Hecher" vgl.*Sleyor-Lübke: Wiener Studien 
XxVf 97—98, wo der Unterschied iwischen oOppa und oOpa: tia 
kupUf pv. sp. Cfiba, in, euve klargestellt wird. Der Sinn, nicht 



40 451. cnprind ^ 462. cürte. 

auch die Form, verbietet rum. cupä von cOfa abzuleiten). Aus 
dem Rum. stammt: n.-gr. wwna^ serb. kl.-russ. kupa. 

451. cuprind {cupniiz\ ^naH, ^n8, in vb. „umfassen" < com- 

PBBHSMBO, -NDI, -NSUH, -NDfiHE. 

452. euptör (cupHor) sm. [ir. Icoptör] .^Backofen", drum, auch 
„Joli" <*cocTORiüM (von coQüO). [ar. /umyw, ti%reap\ 

453. I €ur sm. [ar. mgl. ir. ^ ,,aer Hintere" <cülu8, -um: it. 
•p. cu2o, ensr. h^ül^ frz. pv. cat. cuL p?. cü. 

454. II cur I vb. (nur dial. Jb. vll, 84, sonst durch die Ab- 
leitung CHräf[iBc) IV vb. verdrängt) [ar. '^ Cod. Dim. ••**/,. auch 
j^rinne", mgL 'v/j „reinigen" < cOlo, -arb : alb. kuloü „seihe aurch" 
lt. edart^ eng. ki%ler, pv. cat. sp. coUir^ frz. coukr, pg. coar. 
Vgl. curat. 

455. III cur, cursH (+ ctirSu), ctirs lU vb „laufen" < cOrro, 
fcOcüRBi), CÜB8UH, -ARB: it. coiTcre. pv, correr (carrir)^ a.-frz. carre, 
(D.-frz. courir), sp. pg. correr. — Von den Dialekten hat es MegL 
noch insofern bewahrt, als dort von curare das Partz, curat und 
curs heißt. (Eine Vermischung beider Verba war begrifflich 
leicht, vgl. frz. „le sang court" oder „le sang coule dans les veines"). 
Vom Partz. curs hat sich nach merS'merg ein Präsens curg (Inf. 
curgere) entwickelt, welches beute das alte cur gänzlich verdrängt 
hat. Das Gerund, cürremdo ist im Adv. curtnd [auch curund, ar. 
curundu. mgl. curpn] „rasch" bewahrt 

456. curästdJb.Ulf 319, {cola8t{r)ä) sf. [ar. ^^j cuhaträ, „die 
erste Milch, nachdem das Vieh geworfen hat", mgl. gulasträ] 
y,Biestmilch" <*colastra, -am (vielleicht nach Suffix -astsr, statt 
€X)lö8trum: it. coloatro, -a, iess. IcolöStrUf sard. 1. colostu, frL cajoste; 
auch *coLB8TRUM Wird von astur, kuliestru gefordert und ist viel- 
leicht in C. Gl. V, 376, 4 belegt, vgl. Meyer-Lübke: Wiener Studien 
^CXV, 104.). Aus dem Bum. stammt big. kuUutra, kL-russ. kolastra^ 
ung. gula8zt{r)a. 

457. curat, -Ä adj. [ar. mgl. '>^, ir. curat] „rein" <colatu8„ 
-A, -UM „rein". Zeitschr. rom. Phil. XXVII, 738. 

458 cureuh^ü {curcubäü Tribuna 1890, 346) sm. [ar. curcuheu 
mffl. curcubei auch: bei] „Regenbogen". Etymologie ungewilt. 
Qhae I 65 setzt ein *com-curv-bus, -um auf. was unwahrscheinlich 
ist. Vielleicht liegt im -(eu, 'bei eine Veroalform von bIbo vgl. 
ABCUS BiBlT bei Plautus und ven. arcunM. Vgl kl.-rus8. korkobe^. 
Kamen für ,,Regenbogen" in verschiedenen Sprachen stellt G. Meyer 
in den Indfg. Forsch. VI, 114—115 und Hussafia: Beitrag 28—29 
jBoiammen. 

450. eured sf. [ar. curao, mgl. curaj^] „Riemen" <*C0RfiLLi, 
AM (von COBIUM „Leder"), nicht von corbIoia. Hiklosieh: Beiträge, 
Vok. L 84. 

460. eurMiiü sm. „Kraut" <colIc[u]lu8,'-üm (bbcauliculüb): 
it. eckchio, [ar. verdzu, moare. eutifan\ 

461. euTB sm. „Lauf" <oOr8ü8, -um: it sp. pg. oano, eng. 
ki»cr$, pv. corf , Itb. coutb. 

462. eürie tf. [ar. «x/ W.] „Hof" fordert, wie alb. kurt und 
a.-Mrd. ewrte (s ard. car te <it. vgl Bartoli: Un po' di sardo, Areheo- 
grafo trieetino XXIX, Bd. I, SeHe III, 8. 149) ein noch m er- 



463. C6rta — 474. catr^ier. 41 

' klärendes cürtis, -bm (oft belegt in Leges Burgundiorum und in 
•pätlat. Texten, auch aus jenen Gebieten, die die Gleichung lat. - 
ft s» nicht kennen, vgl. Bartoli a. a. O.), wogegen it. ciarit^ sie. ^ 
ewrix^ eng. hwort^ frz. ctmr^ a.-frz. pv. cott^ sp. pg. cotit ebensogut -^ 
auf cOrs, •tbm (s cöhörs) beruhen können. Das rum. Wort stammt « 
nicht aus dem n.*gr. kov^tij, [F. kennt nur avlie in £pir., ubör " 
in Mazed.] 

463. O&vtu ,,Name der Hunde ohne Schwanz*' fLiuba Jana: 
Mäidan 114) <cürtü8, -a, -um: it. sp. corio^ pv. cat. cort^ eng. kwart^ . 
frz. caurtj pg. curto. JSonst durch scurt, -A [ir. '^] ,,kurz'': alb. . 
ikurtf Oar. Scurt), it. scorto, aquil. scurtu ,,terminato'', verdrängt^ 
dessen s- von aeurt^z I vb. „verkürzen** <excOrto, -are (Dens. H. 

1. r. 169): alb. Skurtoin, abruzz. frl. akurtä, a.-ven. eskurtar, in, 
icourter. stammt. — Trag scurta .,ich ziehe den Kürzeren (von zwei 
Loosen", vgl alb. Skürtfzf „Loos**). ScurtHcä sf. „kurzes Kleid**, vgl. 
a.-frz. escors, [mgl. cu8 „kurz**]. 

464. cüscru sm. eüsc$*ä sf. Ftr. cuscru, cuscur^ cuscrä; mgl 
ir. cuscru] „die Eltern des einen Knegatten im Verhältnis zu denen 
des anderen** <com8öcbr, *com8öcra: alb. krti^y krtiSk^ „dasselbe**. 

465. -|- etistl vb. (heute noch bei den Moft, Frincu-Candrea: 
Born. din. mun^li apus. 51 und in Biharia, Conv. lit. XX, 1009) 
„existieren, leben** ^consto, -are: it. costare^ pv. sp. coHtar, frz. 
CQÜttr, pg. custar, im Born, überall mit dem Sinn „kosten**, ebenso 
das Verbalsubst. : alb. kvMt „Wette**, it. costo, tvz. coüt, pg. ctcs^o, 
•a, sp. Costa „Aufwand, Preis**, wogegen altrum. cust sm. „Leben**. 

466. ar. cusurfn sm. cusuirtnä sf. ,,Vetter. Base** <con80- 
BRIMÜ8, -a: vegl. kan8ubt*ainaf alb. kuSfri, kuSfrine^ lecce kussuj^rimi, 
eng. kuzdrin, frz. cousin () it. cugino), (sp. sohrmo^ pg. aobrinho). 
Über Verbreitung und Kürzung dieses Wortes im Hom. vgl. Tappolet: 
Die rom. Verwandtschaftsnamen 117 — 118. Im Dacomm. dafür 
vär 8, V. 

467. ar. cusurtnä, s. cusurin. 

468. ettstUdrä sf. [ar. 'v*] „Naht** ^♦consütCra, -am (von 
coMSüo): it. pv. pg. coatura, eng. kuidüra, in. couture. 

469. cütä sf. ,.Bunzel, Falte**, mit Dcklinationswechsel aus 
CÜTI8, -EM „weiche Haut**: sard. ktide. sie. kutL piem. ku, Oonv. 
lit. XXXIX, 61-63. 

470. eutdre pron. vgl. atare. 

471. etlte sf. „Wetzstein** ^cOs. cOtem: it. cote^ eng. kut, pv. 
_ cot, a.-frz. couZf in. queux. Die Wiedergabe des ö durch n ist 

unerklärt. — Auf ein *cotItu8, -um „gewetzt** geht cuHt sm. [ar. 
cätäit, cutaut, mgl. cutagt ^^' '^i „3lesser** zurück. Vgl. Tiktin: 
Zeitschrift rom. PhiL X VlII, 148f und schon vor ihm J. U. Jamik 
(ap. Miklosich). 

472. cut^z, 'Zdi, 'Zdt, 1 vb. [ar. c(u)fo(Z2:1 „wagen** ^*cottXzo, 
•ABB „aleam ludere** (aus gr. Marri^af): alb. kuazm, a.-aqail. akutHä, 
ven. Bcotezdr^ rovigno, dicrnano kuÜaaf überall mit dem Sinn „wagen**, 
0. Densusiann: Born. XXVIII, 66, wozu Verfassers: Lat. Ti und 
KiS. 8-9. 

478. ettfil am. eute. 

474. euttiUr 1 vb. „durchwandern**! fast nur in der Ver- 



^ 475. catremar — 486. datör. 

^in^ung e. pämtntul ,,die Erde durchwandern", eigtl. „die Erde 
^^^Bchen, atampfen" ^oontrIbOlo, -abb (mit dem Sinn von rum« 
^^«er'). 

f^ 476. cutr^mur I vb. [ar. cutream{b\ur P. cubümur Cod. Diro. 
laj „erzittern" (^con-trSmOlo, -abb (vgl. contbbmo, comtbbmülus). 
^ 476. ar. cutrüburti I vb. „verwirren" <*contübbOlo, -abb 
'^^n contObbo). 

^ 477. cuvünpä sf. „Schicklichkeit" < convbnibntia, -am (mit 
^^m Sinne von cuvin). 

;^^ 478. cttvfnIVvb. defektiv: ad cuvine „es schickt sich" <con- 
^^Nxo, -ibb: it. convcnire^ eng. konviMr^ pv. eovcwiV, fr. sp. convfiiir, 
^^. convir; überall findet sich die Bedeutung „sich ziemen" (Bei- 
^):)iele aus nord.-it u. rätorom. Mundarten bringt Mussafia: Bei- 
^^g 99 und Dens. H. 1. r. 221—222; vgl convetiit = oportet in den 
^^.eichenauer Glossen, 593). 

479. I etwint sm. [ir. cuvint] „Wort, Rede" ^conventux 

\> Übereinkunft" : alb. kuvfnt ()ar. ctwendu) „Unterredung, Hede" 

^aoDst im Rom. das Kirciieuwort} it. convento, en«;. conventy frz. 

couvcnty pv. covfn, sp. pg. convento im Sinne „Zusammenkunft, 

Kloster".) 

480. II ctivint (ew^ntfj:) I vb. [ir. ktwintu] ,,reden" < convbnto, 
•ABB (mit dem Sinne von ouvint): alb, ku{vf)ndoi/i „rede", vgl. gr.. 
Mfiarrtd^M. [ar. zhuräscu, gre9cu], 

481. cuviös, '"Odää „ziemend, andächtig" ^ *convbniOsüs, -a, 
•üx (von convbnio im Sinne des rum. cnmn). 

D. 

482. dafln sm. „Lorbeer" [ar. dafin, dafnu] <*daph1[nüs, -um 
(== DAPHKE = griech. Sd^vri, vgl. Schuchardt: Vok. II, 412) vgl. ' 
alb. daßnf (nach Suffix -Tnus, woraus ar. ' dafinä, big. dafina; 
iy, 3Ieyer: Etymol. Wörtb. der alb. Sprache, 58). 

4iB3. däpär 1 vb. [ar. deapir, mgl. depir] „die Haare, die Feder 
ausrupfen" <DfiPlLO, -abb: a.-it. dipelare. — Im Mp:!. heiOt nom 
dipirat „verzweifelter Mensch", cp^nili ai depirä „der Hund heult 
unheilverkündend", auch ar. aeapir „verzweifele, klagen". Diese 
Wörter haben mit dbspbbo nichts zu tun, sondern „verzweifeln" ist 
aus „sich vor Verzweiflung die Haare ausraufen" entstanden. 

484. däröpän (derapän) „zerstören", reil. „herunterkommen", 
<'*DeBAPlNO, -ABB (aus *DBBAPio, rückgebildet aus dcbIpio, -}-Iko). 
Ein von Candrea-Hecht: Les eliroents lat. S. 11 vorgeschlagenes 
^DBBlPlNO st<)ßt auf lautliche Schwierigkeiten, da ea nach inlaut. r 
nicht zu a wird. 

485. dAt4m 1 (därm, dorm) vb. [ar. dirim „quäle", mi dlrim 
^qoale mich", eigtl. „zermalme mich'\| „zerstören, stürzen" <*db- 
bXmo[b], -*ABX „heftig durchwühlen" —,, untergraben" — ^stürzen'*: 
•Ib. ofrmofl „herabstürzen, zermalmen". SSeitschr. rom. Phil. XX VU, 
738—739. wie die ar. Form zeigt ist die Etymologie '^db-bamo, 
•ABS „entasten" anfoigeben. 

486. daidr sm. aus filterem detari^ Ps. Seh. 868 (nach dau) 



487. d&ü — 497. decket. 43 

<DBBlT0RiU8, -UM (= dbbItob: &.-per. deveiOrCf pv. deveircj deudor^ 
•.-frz. defrf, sp. detidoty pg. deveaar^ vgl. aib. d^tiirc <*DBBlTCrKA. 
[ar. IhirdiUi], 

487. ddil, dädüi {dedB, dätet, + dedi, htm. d£edz\ tlat, I vb. 
[ar. dauy ded, dat I, mgl. da^i^ ded^ aat 1, ir. dowu^ dot I] ,,^ebon'' 
<*DAO (a Do), DfiDl, DATUM, DARB: it. darc, eDfT. dcT, pv. cat. sp. 
pg. dar. Zur Phraseoloffie von daü vgl. J. U. Jamik^s Artikel 
m der Festschrift zum vIII allg. deutschen Xeuphilologentage, 
und Den«». H. 1. r. 189, 230. 

488. ddunä d, ,,SchadeD" < Damnum : alb. (ff m, it. dannOf lomb. 
da1^, eng. dan^ pv. dam, (a.-frz. dame vgl. J^Leyer-Lübke : Rom. 
Gramm. I, S 313), bu. daüo, pg. dano. [ar. ziMc], 

489. däun^z 1 vb. ,,sclia(icn** <damko, -arb: alb. (fcm07i, it. 
dannare, eng. daner (pv. /lampnar, frz. damner), sp. da/Mir, pg, 
ifanar. [ar. /*ac ziiic]. 

490. dfticufSffy 'OA«ä adj. „«chÜdlich" < damnOsus, -a, -um : (pv. 
dampn08)f sp. danoso, 

491. de präp. [ar. mgl.. rfi, ir. '^J ,.von" <d£: it. di, eng. dOy 
pv. frz. cat. sp. pg. de. Über die vielseitige Verwendung dieser 
ii^räposition handelt Kurth: .Tb. X, 49G— 523; vgl. Sand feld- Jensen: 
Zeitschr. rom. Phil. XXVIII, 11 f.; Dimand: Zur rum. 3Ioduslehre 
13 ff.: über Übereinstimnuiniren /wischen de und alb. »fr, vgl. Conv, 
lit. XXXVIII. 461-462, XXXIX. 59. 

492. dedpän (dcpän) I vb. [ar. deapin, mgl. depin auch „ver- 
schwinden machen"] „wickele, Bpul-in" <*DßpÄNO, -arb (von pänus) : 
it. dipanarCj picm. davane, lomb. indevc^id, bcrg. indemndf pv. de- 
banar, sp. devanarf py. dobar, 

493. ileddü (dadez Sämän. III, 446) I vb. ».gewöhnen" <*db- 
dao, -'''ARB (statt DßDO, -fiRR uach darb vgl. trftdaü). Der Sinnes- 
übergang erklärt Kich zunächst in der rei). Verwendung: Dir? dedaü 
{la beuturä) = „ich gebe mich ganz hin (der Trinksucht)" dann 
,,ich gewöhne mich (an die Trinksucht)", [ar. mi nvets]. 

494. defdint 1 vb. vgl.: defaima. 

495. defdhnä sf. „Verruf" <dIfpamia, -am, daraus einerseits: 
♦dIffamio, -ARB > defdhn 1 vb. vgl. pg. esfaimar, andererseits 
/(Dttwiö „Kruf" <*famia, -am statt fama. -am. 

496. tU^gcr I vb. „erfrieren" [ar. deadzir „auftauen" W., 
dzeadzir P.] <*D£GßLO, -ark (von ofiLO, -are: it. getare, pv. gelar. frz. 
geler^ sp. Jielar). Auffallend ist, dall sich die zwei Bedeutungen des 
Präfixes Dfi- : a) die privative (vgl. frz. dcgcltr) und b) die bekräf- 
tigende auf die zwei Dialekte verteilen. 

497. d^get (deft) sm. |ar. deazit, dzeadzit, dzeadit, mgl. zeizU, 
Zfstj ir. £g£et] „b'inger" <dIgItus, -um: it. dito, \ecco disetu, sie. 
ditfitUt mail. det, sard. didt«, eng. daint, frl. ded, fi*z. doigt, pv. det, 
sp. pg. dedo. — Die Mehrzahl ^DtolTA ist anzunehmen fUr rum. 
degete, it. dita^ obw. dcta, a.-frz. doie. — Deget{Hl dela picior) be- 
deutet „Zehe" ^auch Lat.) wie ital. dito (del piede), t^ard. dtdu de 
9u pe, irz, doigt {du pied), rp. dedo del pie etc. — i**ür die Assimi- 
lation, die auch in drum. Dialekten (Jb. III, 215, IV, 264, VI. 17) 
vorkommt, vgl. unter degetar die triest. venez. u. trevls. Form; 
ianf die Metathese *oIoItu8 beruht anOor ar. dzeadlt noch neap. 



44 498. degei&r — 507. desc&rc. 

jidctf, sie. caltagirone jiditu, cal. jiritu, vjtl. nord.-sard. i^nittd 
<*ikgXdItare. — Für drum, deßt wäre man versucht Anlehnung an 
fdb. ^at ,,Finger" anzunehmen, doch scheint dieses auf älteres 
gtiit zurückzugehen, wie das Wort noch in gr. Dial. heißt; außer- 
dem zeigt die mgl. Form Zfst, daß sie auf *zez{i)t^ während die 
drum, auf ded£{e)t beruht. 

498. degeMr sm. ,. Fingerhut'^* <dIqItalb: it. duale, trevis. 
Ten. zizial^ triest. zesial, campob. dejetale, mant. berg. brcsc. cremon. 
ferr. piac. bolg. didal, maiL didä, sie. jiditali, frl. dedalf a.-frz. ded, 
n.-frz. de, sp. pg. dedal, 

499. demtc (Varl. Caz. 1643 II f. 82 b; dimie Conv. lit. XX, 
1009, dumlc) 1 vb. [ar. diiiik] „zerkleinern, zerstückeln** <*Dfi-Mlco, 
-ARS (von mica) vgl. frz. imief% sp. pg. migar. — Die Nebenform 
zdriimic I vb. ist eine Kreuzung von dwnic -]- zdrohesc („zer- 
stückeln"), [mgl. drubes IV]. 

500. depärt^z (depdrt Mar. Omit. I, 6) I vb. [ar. depärtedzü] 
„entfernen" < * d£-quartarb (von qüartus, eigtl. „aus einem Quartier 
(Stadtviertel) vertreiben", vgl. sard. 1. iscartarai „separarsi, allonta- 
narsi", frz. icarter, <*exquartare). Daraus^ mit Anlehnung an 
parte: depdrte adv. far. diparte, mgl. dtparh] „weit". Zeitschrift 
rom. Phil. XXVII, 739—740, wo die bisherige Etymologie: departe 
(daraus: departez) = du -^^ taute zurückgewiesen wird, da dieses 
„nahe" bedeuten müßte (vgl auch alb. p^r-an^ » ^ nahe"). 

501. deprtnd {deprinz\ ^naet, ^ns, III vi), „üben, ange- 
wöhnen" < dbprb[hb]kdo, -kdi, -nsum, -NDfiRE. Der Sinnesübergang 
erklärt sich aus : „etwas erfassen" — „etwas lernen" — „sich etwas 
angewöhnen", vgl. frz. apprendre „lernen" = rum. invaf^ welch 
letzteres auch „angewöhnen" bedeutet, [ar. mi nvets], 

502. depikn, twH, -ii«i III vb. volkstümlich nur noch in oaia 
depune (seil, lapiele in vger), vom trächtigen Schaf gebraucht, wenn 
sich dessen Milch in dem Euter lagert. Dageoren wird das Wort 
im Ar. ofc gebraucht, wo mi dipun, 'uS, -us III, II „ich steige 
herab" bedeutet >DfipOKO, -sui, -s[i]tuu, -nSrr: it. deporre, pv. sp. 
diponer, pg. depor. Zeitschr. rom. Phil. XVII, 740—741. Vgl. 
adftpost. 

503. dtrMe {diretic) 1 vb. ,.(im Zimmer) räumen" < *dIkbctIco.» 
-ARK (von directus). Für den oinnesübergang vgl. mgl. andir^ 
(vgl. cireg) casa » direticä prin casä. [ar. anäk^irsescu, anik*']. 

504. de8, dedsä adj. [ar. ndes, mgl ^ „dicht" Dfi[N]8U8, -a, 
-UM. Als Adv. bedeutet des ,, ofc", auch adea und adeae (verkürzt 
ans adese ari). Vgl. rar. ^ Davon verschieden ist des in der Ver- 
bindung des de dimineafä .,in aller Frühe" und geht wie die Neben- 
form dtns de dimineafä (Jo. III, 173) zeigt, auf de -j- ipso ^dsmaioi 
{+ Suff, -eafä) zurück. Verfassers: Lat. T} n. Ki, S. 41. 

505. deicAH I vb. [ar. diBcaltm\ „entscbuhen" <dIs-caloio, 
-AU (Dens. H. 1. r. 169): it. scalzare, älatri skautad, pv. descausaar, 
tn. dichauaaer, sp. descaizar, pg. deacälgar. 

506. desedm 1 vb. „ausfasern" < db-bquamo, -arx: sp. deacamar. 
Wl. degedre I vb. far. diaearcu^ mgl. diacarc] ,,entladen'* 

<]>It-CABRXoo, -AU (Dens. H. 1. r. 169): alb. ikarkoifi, Üarko^f it. 
9eari€ar€9 eng. ak*af^f pv. sp. pg. deicar^r, in. diehargtr. 



508. descint — 522. desmierd. 46 

508. deaeint I vb. [ar. discintUf mgl. disc^f] ,,6ntzAubern^ 
<*Dl8-CANT0, -arr: frl. disk^anta ^fenizaubem", 

509. desehfd (deachiz), ^iset, ^U, III vb. far. mgl. diSktid -ii, 
'ii Ulf ir. resktid] ,,00*0611" <dI8ClOdo, -üsl, -üsuh, -Od&hb: it. 
$chiudere, 

510. descdper IV vb. [ar. discoapir, ir. re8Coper(e8c)u] ,,ent- 
hüllen" <Dl8COPBRio, -rui, -rtüst, -Ire: it. scoprire^ frs. aecotivrtr, 
•p. deactAriry pg*. (2e8eo6rir. 

511. descüiü I vb. ,,auf sperren" <dI8-cOkro, -arb (Dem. H. 
1. r. 169) : sard. disktind£are, [ar. aiscärfnaescu „etwas, was mit Nägeln . 
bescblafren ist, aufmachen"]. 

512. I tlescMill, 'ä adj. [ar. diacultw, ir. reacuts] „barfüfiig" 
<*dIscOlcius, -a, -um (vgl. disculciare): frl. di^*o/to, tricnt. d^a^-ats» 
päd. deskoltse, eng. 8kut8^ vgl. sard. 1. iskultsu^ sass. tälihutgsa „alla 
•calza". 

513. n desciUp 1 vb. [ir. rescuta] „entschuhen'* <dIscülcio, 
-ARB (Diomedes). [ar. discaltsii], 

514. desciire 1 vb. „entwickeln, klären" <(*De-[oB]scCRlco, 
-ARB, das Gegenteil von *[ob1scur1[carb> sard. 1. iskurgare „dunkel 
werden". Letzteres ist im Rum. nic*it vorhanden, sondern man 
hat von deacurc nach dem Muster: inchid „schließe" — deachid 
„öflfne", tmbrac „kleide an" — dezbrac „kleide aus" etc. ein In- 
cure 1 vb. (statt ^tn-acurc) ,.verwickle, mache unklar" gebildet. 
Zeitschr. rom. Phil. XXVIII, 680-681, wo auch gezeigt wird, daß 
*iscOrus statt obscOrus allen rom. Formen zugrunde liegt (vgL 
8CITRNINUS als „Pterdefarbe" Arch. lat. Lex. Xlv, 121). [mgl. de#- 
mintbf IV, VLV. akg], 

515. I de^^rt, ^^ärtä adj. [mgl. diSpri^ ir. deiort] ,.leer** 
<DfiseRTUS, -A, -um: emil. dsert „elend, verlassen", obw. a(a)8iert, 
in. desert ./verlassen", sp. desierto „leer", [ar. düertaf]. 

516. II '{' de^^t sm. „Leere*' <DBseRTUM: it. pg. deserto^ pv, 
desert irz, de^ert^ sp. desierto, 

517. III de^&i*t I vb. [ar. diSert\i\ „ausleeren" <*DBSfiRTO, -arb. 

518. denfUt^x I vb. „ergötzen" <*dI8-fato, -arr (von patux) 
„den Zauber von Jemand wegnehmen" and dadurch „entzücken" 
(vgl. *PATO, -ARB „bezaubern": it. fatare, monf. anfajie, pv. fadar, 
•.•in, fa-eTf sp. hadar), 

519. -f- de^idev I vb. (-f- de^lr) „wünschen, ersehnen" < dksI- 
DftRO, -ARB: alb. d^^^rohf a,-lomb. de8i{ß)rarf a.-ven. a.-gen. pv. desiratf , 
frz. däsirer, (it. disiare^ a.-frz. deseier^ ep. desear^ pg, deseiar 
<*DESiDio, -ARB Mcycr-Lübke: Rom. Gramm. I, 119). — Vgl. 
Candrea-Hecht: Les ^lem. lat. S. 95, wo auch Belegstellen und 




89, 36) „Ruheplatz". 

521. desl^g {dezleg) 1 vb. [ar. dizlegu, mgl digkOj ir. deX'^ 
rez^legu] „entbinden" <dI8-lIoo, -arb: it. ilegare^ lomb. deiiZi^r, frL 




ver- 
Candre» 



46 523. detp&rt — 534. ditiörcu. 

* 

^*tiU''%nm)Ot -AHN olgil. ..Hihi^llnffe aui ichmufrJpieti Tflahrrn \n 

.yVereUrteln'^ vgl. frx, cajoler „durch Liebkoiuog in don Kttfig 
locken*' — ,,HeDkosen*'. 

523. d&tpärt (despärftsc) IV vb. [ar. dispart%i, mgl. dispatim 
dispärtsps IV, ir. respartu, respärUeacü] „trennen" <*dI8-partio, 
•IRB (ss DispsBTio, -irb) : it. spartirc, pv. departir, frz. ddparfir, cai. 
sp. p(r. despartir, 

524. de«pfo I vb. rmpl. dt»mc] „spalten" < de-spIco, -arb Dens. 
H. 1. r. 169 und Rom. XXXI, 307. — Mit dem bekannten Preßx- 
wcchsel zwischen des- und ras- entstand räspic 1 vb.,, zerstückeln" 
(daher vorbä räspicaUi = „deutliche Hede"). Bei Dosoft. Via^ 
•f. *'/to ist ränptcatü es despicatü „zerspalten, entzwei gerissen" 
Jb. V, 130. 

625. despölü 1 vb. [ar. mgl. di8f)oru, ir. respotü] „berauben" 
^Dlspöuo, -ARB oder de-spöuo. -arb: it. spooliare, enpr. spoUer^ frL 
dispoia, pv. despolhar, frz. dejjouillerf sp. aespojar. Im Kum. It. 
Ft\. Sluggia hat das Wort auch die Bedeutung „entkleiden" (eigtL 
,,der Kleider berauben"), wie schon im Lat. (Dens. H. 1. r. 189.) 

526. d^spre prüp. vgl. spre. 

527. 4- despikn^if ^usH, -t1«tl in vb. „befehlen" (davon -{- det- 
piiSH sm. „Herrschaft", despuitoriu sm. „Herrscher") < dIs-pOno, -sui, 
-sfl^üM, -NfiRE „anordnen". Im Rom. tragen die entsprechenden 
Wörter gelehrtes G<*präge. 

528. de^Upt 1 vb. [ar. diStepta^ rogl. diStef] „aufwecken" 
<*DE-EXClTO, -ARE (von EXclTOj -ARB: alb. tSo'ii^ neap. Seid, cal. 
Sitare, sard. 1. ts/fidare, c. iidat): it. deataref mail. crem, dessedd^ 
parm. desdar. rcgg. desder, bere. deadä^ mant. dasdar, piac. dasda, 
lerr. bol. dniar, lecce diSetu, Da dem Inf. aftetd ein rräs. aßUpt 
entsprach, so wurde auch von deftetd ein deftipt gebildet. Die p* 
lo«en Formen sind in Megl., die anderen ImDaco-mm. Ar.'Ir. ver- 
allgemeinert worden. — Ein post verbales Adjektivum dazu ist 
dtftept, 'ä [mgl. diStef] „wach, aufgeweckt". Verfassers: Lat. T} 
u. kX 11. 

529. + de^Und (Pr. Seh. 113, 25) ,.herabsteigen", sonst durch 
-|- de^Ung^ »ni, -im III vb. ersetzt, welches aus dem Prt«. deftiM 
Boruckgebildet wurde, da einem fnc(ns sowohl tiicind, als auch 
i9^ingf einem tntifis sowohl tnfitid als auch tnting entsprach <des- 
GKHBO, -KDi, -K8CM, -fiRB: it. scffidffe, pv. deiBsendre, frz. descendrt^ 
sp* W' descendfr. [ar. dipun]. 

Ö30. detAn 1 vb. ,,donnerp" < dbtöno, -arb. [ar. bumhuneadzä\ 
fÄl. ar. ditnindu 1 vb. „verlangen, bestellen" <D£MAN]>o, -abb: 

it. dimandare, domandare^ ens. dumander^ pv. sp. pg. detnandar^ 

Dr. demander, cat. demanar, [daco-rum. cerj. 

532. dimineäfä sf. vgl. mine. 

533. dtnte sm. [ar. ir. ^x^, mgl. dinti\ ,.Zahn" <dbn8, dSktbm: 
it. sard. pg. dente^ eng. datnt, pv. cat. frz. aent^ sp. diente. •— Der 
^Angenzahn" heißt dinUU ochiului, desgleichen im a.-berg. ol d€9it 
igUUf mnggia dient uRaif pirano otiFidJ, erema dent ügial. 

684. ar. dMOreu, ^^riu, -^rau, III u. II vb. „aafdrehen** 
< lOB'Vawao, «u, •TCMi '*Um (» m): it ftorvere, pv« dettorter^ 



536. disie — 649. drepne&. 47 

tn, (Wordi'Cf cttt. i|t. ]t(r. (hiitorvry» Kitt run Cllmo l, 288 Att« 
gddhrit'fi cit'uin. dtMiora Ui mir untmkAnnt. 

636, ar. ilfufo (aus Ulierein *de/f3io »ach (2/iJe/fr0) I vb. ,,tpaUea** 
<DlB8lco. -ARB. [daco-rum. mg], despic], 

536. doögA sf. [ar. mgl. ^x^ auch „groOe Decke'*] „Daube** 
<D90A, -AM (= gr. Boxiq^ belegt nur mit dem Sinne „(jefäß**, im 
Rom. überall ,,Daube**): it. pv. sp. cat. doga, sie. duaa, piem. eng'. 
duvüf sard. doa^ frz. douve. Auch n.-gr. Sdya Oafb. ao;^f), srb. 
doga^ duga, kroat. dt^a ir. duj^e). 

537. dodmnä sf . Jar. «v/] „Herrin" < dömna, -ah (G. J. L. III, 
7671, 7833 = domIka): it. donna^ eng. dunruij frz. dame, pv. (dom)naf 
sp. duena, dona^ pg. dona. 

538. ar. dod/iAr I vb. vgl. aptir. 

539. dogdr am. „Böttcher" <D00ABnJ8, -um (Dens. H. 1. r. 159). 
[ar. biitdr]. 

540. doi, dduä num. [ar. do}, dao, mgl. dof, dQuä, ir. doj, do] 
„zwei" <Düi (8* DUO), Dü^: it. due. eng. duf». pv. 3ut, frz. deux, 
cat. sp. do9, pg. dois. Zum rum. Vokal vgl. Zeitschrift rom. Phil. 
XXVIII, 688. 

541. domn sm. [ar. ir. domnUj mgl. ^^ u. dorn „Gott"] „Herr, 
, Gott" (ar. mgl. auch „Himmel") < dömnus, -um (Plautus, Inscliriften 
* s= dominus): it. donnOj sard. donnu, eng. dorn, pv. dcm^ a.-frz. dam^ 

sp. dtceno, pg. dorn. Davon Dumneatä „Sie" (höfliche Anrede) ss 
aofnnia4a (eigtl. Deine Herrschaft), wie alb. zof^rote = zoteri-jote 
(zot s= Hen*). Aus domimb libebta entsteht doamne iarta\ „be- 
hüte Gott", welches im Ar. u. Mgl. domfer^u 1 vb. konjugiert wird. 

542. 1 dar sm. [ar. dor auch „Schmerz", mgl. *^] „Sehnsucht, 
Heimweh" ^dOlus, -um (Postverb. Subst. von DOLfiRB, oft belegt 
auf Inschr. 0. J. L. III, 3551. Sp, 1903 bis, X, 1760 etc.): it. duoTo^ 
triest. dioly a.-eng. döf, sard. dolu, frz. detii/, pv. dol, sp. duelo, pg. 
dö. Meyor-Lübke: Rom. Gramm. II § 398. 

543. II dar, -üi, "üt, II vb. [ar. dor auch „sehnen", mgl. 
doari auch „sehnen", ir. dare] „schmerzen" ^ döleo, -ui, -Srb : it. 
dolere, eng. dolair, pv. doler, a.-frz. douloir, cat. doldre, sp. doUr, 
pg. doir, 

544. donii, -«, -tt IV vb, [ar. ir. dormu, mgL 'v.] ,^8chlafen** 
^dormio, -Irb: it. donnire, eng. pv. frz. cat, sp. pg. domiir. 

545. damiitifz I vb. (Dos. Yiata sf. 77^9) [mgl. dtcrmt/^ „bete 
XU Got; schlafe fest"] „einschlafen" ^dormIto, -arb. 

546. dos sm. [ir. dos] ,,Rücken** ^ dössum (&= dorsum Archiv 
lat. Lex. X, 44, Seelmann 3ä), Lindsay II § 104): it. dosso, sard. 
dasBU, pv. frz. dos, [ar. plätdri], 

547. drao sm. [ar. dracUj dardCy mgl. '>^. ir. dr^cu] „Teufel** 
^ DRACO (-ONBM : it. aragon€\ eng. draou)», pv. drago^ frz. sp. dragon, 
pg. dragao): alb. dreXr*, it. dra^o, a.-Derg. dm<)f, sard. draj^, n.-pv. 
arak; (n.-gr. S^dkoi). 

548. drcu (dir^^, der^), -8^1 (-f dercSü Fs. Seh. 148), -#• III 
vb. [ar, ndreg^ -epSu^ -eptu III, II, mgl. {a)tidirigt -<^, -e« IIlJ 
^dxbXoo, -bbzi, -bbctum, -RlORRB (mit Prefixwechsel statt dIbIqo: 

,.ycl. dfrhi; Georges: Lex. Wortform., 218). 

549. drepned tt „Uanerachwalbe'' »ut Slterem *dr^pän€ä 



s 



bif 



48 650. drept — 559. düpS. 

^■^DBBPAxftLLA, -AM (od. -ILLA Diminut. au8 DRftpANM „Mauer* 
schwalbe*' == gr. Ö^eTtavig). Candrea-Hecht: Eom. XXXI, 308. 

560. drept, dredptä {dirept, -eaptä Conv. lit. XX, 1009) adj. 
[ar. (n)direptUf drqttu Cod. Dim. '^Vi9f driaptä, mgl. dirept, »fptä] 
„gerade, p^erecht, recht (auch von der Hand}*' ^^derbctus, -▲, -ux 
(mit Prähxwechsel, Tgl. dreg, statt dibrctüs, -a, -um): sp. derecho, 
~g. dereito^ vielleicht auch alb. dreitf, it. dritto^ piem. arit, lomb. 
riti^ eng. dret, obw. dreit, pv. dreti^ frz. droit — Als i^räp. =s 
yor|* „gerade** (dann „gegenüber**, „für, als, wegen** Jb. X^ 523 
lif 525) geht drum. dre]ß und megl. direp (direp «ärtlun => ajunal 
cräcionului) wohl schon auf lat. dibbcto zurück. Dens, belegt aus 
der Mulomed. Chir. 33, 7 in dibecto yksx = In dreptid fnnei. 
Anch im Alb. ist drek^ „direkt** Adverbium. 

551. dreptdte sf. [ar. (n)dnpto^el,,Recht** ^*i>ibectas, -atbx 
(aui «DiRBCTiTAS, Vgl. Couv. lit. XXXIX, 63—65). 

552. d%us, dttael (ban. -}- duS)j dti8 in vb. far. duc, dic^, dus 
m, II, mgl. duc, duSj du8 III, ir. ducu, dui, au8 Hl] „führen" 
^ DCco, -xi, -cTüx, -fiRB : it. dürre, a.-ven. dur, sard. dughere, pv. dozer^ 
in. -dutre, sp. diieirj, pg. 'duzir, — Imperat. dr. ar. mgl. ir. du 
<Düc. — • Mä duc heißt „gehe**, (eigtl. „ich führe mich**), wie schon 
im Sj^ätlat. (Belege bei Dens. H. 1. r. 182.) 

553. dulös, 'Oilsä adj. „schmachtend** ^^dolbOsus, -a, -ux ' 
(von noLEo): it. doglioso. [ar. aolUf -e]. 

554. dtilee adj. ^ar. duUse, mgl. dultsi, ir. dutlSe] „süß*' 
^DüLas, -b: it. dolce^ sie. dutSi^ eng. duf^, pv. dolz, in, doux, sp. 
aukCf pg. doce, — Davon' dülceäpä sf. „Süßigkeit**, wie it. dokezza, 
a.-gen. do£eca. eng. dutSetsaa; es beaeutet auch eine Art einge« 
ipttener Früchte, und ist die Übersetzung des s.-gr. yXwcö () alb. 
g^ikö). Aus dem Rum. stammt klruss, dmöy6a, 

555. duleoöre bf. „Süßigkeit** { dOlcor, -Orbm: a.-it. dolcore, 
(vgl. frz. douceur). 

556. -}- dumedstec, ^ä (Cuv. d. b. L 277) a^j. „zahm, zum 
Hanse gehörig** { dohbstIcus, -a, -um : it. aomesticOj obw. dumieaH, 
pv. doniesgue, a.-frz. domeacne. Mundartliche Formen aus Nord- 
italien bringt Mussafia: Beitrag 50. Daneben dumisnic, -d adj. mit 
dem ilav. Suffix •nie, 

557. dtimtnecä if. [ar, mgl. duminieä, ir. dumireke] ,,Sonntag" 
^ ix»ilNlCA (seil. niBs: tie. dumineeadia): it. domenica, eng. dummdia, 
pv. dimengtf frz. dinuinche, n.-cat. diumenge (sp. pg. domingo ^do* 
xmicus). 

558. VumnexM sm. [ar. dumnidzd(u\ auch „Himmel**, mgl. 
nur in der Ableitung dumnizesc „göttlich** sonst Dom{n)] „Gott*' 
^ ix>3i[I]nb nfius (it. domtneddto, pv. domerdieus etc. frz. oantledtew 
scheinen auch wegen Bewahrung des I von dominus aus der 
Kirchensprache entlehnt zu sein, während Dfiua der volkstümliche 
Ansdmck war). 

559. düpä {+ dupu Jb. X, 424] präp. Far. dupd, dupu. dipu^' 



dcpOf pv. d^poi^ in. ifepuit, pg. d€pQk. 



660. dor^s — 670. fftgttr(o}. 49 

560. I dur^z I vb. ,.bauen" ^dOlo, -arb: sp. dolar^ auch in 
•üd-it., nord-it. und rtr. Mundarten, [ar. adär» vielleicht dasselbe 

561. II dtir^z 1 vb. [ar. duredzü \V.] ,,dauem'' ^düR0| -ark: 
it. durare^ eng:, diirer, in. durer, pv. sp. pg^. dtimr. 

562. 4- dtiroäre $t (meist PI. durari, heute nur dial. Conv. 
lit. XX, 1C09, XXXVI, 549. XXXVII, 715) < dolor, -örmi: it dolare, 
eng. dohir, pv. cat. »p. dolor, frz. douleurf pjir. dor. 

563. + cf nnird« (Dos. Acatist. 16731 23) ,.8cbmerzlioh" < dolo- 
bOsüs. -a, -um : it sp. pg. doloroBO, pv. cat. dolorosa frz. datilaureiiix. 
[ar. durüt], 

564. (clil^i sm. „böser Geist" [mgl. du^ „Wesen. Honstmm'^ 
wollte A. Densusianu, und seine Etymol. befürwortet 0. Densosiaau 
H. 1. r. 202, von dem Worte keltischen (Jrsprunirs dusiüi, vgL rtr. 
dUföl, dial. frz. düzii:, ableiten. Es wird vielmehr nid&ts anderes 
sein, als der regelrechte Plural von kslav. duhü ) nun« duh ^^Geist^, 
▼gl. kslav. dnia „Seele'^) 



E. 

565. -}- e conj. [ar. ir. e] „und, aber" ^ bt : alb. e, it. eng, pr. 
€((!), frz. ef, sp. y, pg. e. 



I Alle mit e anlautenden Wörter suche man unter ie\l 



V. 

566. fac, -iU (+/cem), -üt (+ fapt), lU vb. far. fac, fetiu, 
fapt, III, II, mgl. faCj ftS, fat III, \t, facu. facüt III] „machen; 

?[ebären** <pacio, feci, factum, -cfiRB: it. fare, en^j. /er, pv. frz. 
aire, sp. hacey, pgf. fazer. Der Impcr. fac ist erhalten im rum. 
fa [ar. *^f mgl. /(>, ir. /f]. — Jiifl /ac heißt .»werden; sich ver- 
stellen"; fä'te incoacel „komm her". Ahnliche Bedeutungen belebt 
Dens. H. 1. r. 182, 190 f dr's Spätlat. 

567. föch[i)e füosoft. Viata sf, 293»»/„ 807»»/« etc.) sf. „Fackel»* 
^ facTüIla, -am : it. idtfolaf abruzz. farchia „tiaccola di canne", frl./a^e, 
pv. fauia, a.-frz. faille, (»p. hacha, pg. faehay vgl. Meyer-Lübke: 
Kom. Gramm. I § 493). — Vgl. fUc&rft. Fäclä sf., fädU st 
stammen aus ung. fdklya. 

568. I fag sm. [ar. mgl. <^] ^,Buche" ^ faoüs, «um: lomb. piem. 
fOj sie. sard. pv. /au, a.*f i'z. fou (it. faggio. sp. /iaj/a, pg. /aia). Im 
Ar. heißt die Frucht der Buche: fdgä st — „Buchenwald*^ heifit 
fägH sm [ar. fädzet], vgl. it. faggeto. 

569. U/air sm. „Wabe" <favu8, -vx: it. /avo. Vgl. fagure. 
[ar. piUL turtä di 1^are], 

570. fäffUTie) sm. „Wabe** ^^favI^lüs. «üx: it /lavo. Das 
Wort kann indessen aaeh eine anal S'mffularDÜdang von fd^^urf, pU 
▼ea /iof^ II sein. [ar. pitä, turiä di liarcj. 

Pafoaria, Etymologisches Wteterhoeh. 4 



60 571. f&imft — 687. fät. 

571. fdlniä sf . vgl. d e f a i m ft. 

572. fätnä tf. [auch fäninä Dos. Ps. S. 259, bn. fäMnä 
Jb. Vn, 26, mo^t, ar. mgl. färinä, ir. farirf] „Mehl" <[ parina, -am : 
it. eng. jpv. cat. farina, frz. farint^ sp. harina^ pg. farinJia, 

573. fälndr sm. [ar. /ärinar] ,^DlehlhäDdler" < farInariüs, -um: 
it. farinajuolo, pv. famier^ frz. fartnier, sp. ^rinero, pg. farinheiro. 

574. fäinöß, "Odsä adj. [ar. /iSrinos] „mehlig" <^farinOsu8, 
•A, -um: it. farinoao, frz. farxneux^ sp. Aarinoso. [ir. de /arirf]. 

575. /tlUiÄ sf. [ar. lügl. '^J „Kinnbacke" <*palca, -am 

imit Deklinationswechsel statt falx). Denselben Sinnesübergang 
der gekrümraten Gestalt wegen) zeigt auch alb. f^kHA^ (^*falcinea, 
vgl. auch a.-berg. faux glossiert durch „ganasa"; vgl. log. cavanu 
„ganascia", cavana „roncona". — Fälcüt sf. PI. ..scindurclele intre 
care inträ Hmba meli^eY". Conv. lit. XX, 1010. Vgl. f alce. 

576. fdlce sf. „&lorgen (Land)" ^falx, -cbm „Siechel" (vgl. 
m.-lat. falcata „quantum unus sector per diem falcare potest de 
prato" Dncange): it. falce, sie. fautSi, eng. fotS^ pv. fauB^ frz. fatix^ 
waatl. /b, cat. faU^ sp. Iioz^ pg. fouce, 

bll. +/dmcn, -ä (Cuv. d. b. I. 279) sb. ^,Eunuch" [^ar. feamin, 
Beaminj liamin adj., mgl. ffmin aaj.] „weibisch, weibheh (mgl.)" 
^♦FfiMlNUS, -A, -um: alb. fernere, ».weiblich", pv. femCf pg. femeo 
(vgl. Meyer-Lübke: Bom. Gramm. III § 124). 

578. ar. fdo (fauä) sf. „Bohne" { ^aba, -am : it. pv. pg. fava, 
■ard. fa. f rl. fave, eng. feva, frz. ßve, sp. gase. haha. 

579. fapt sm. (fdptä sf.) „Tat" [ar. faptäf mgl. fat] < factum 
^acta): it. fatto, eng. ^af, piem. frz. fait^ pv. /o^^, sp. hecho, pg. 
/eito. — Faptul diminefii „Tagesanbruch". 

580. fäptürä sf. „Figur,. Schöpf ung" ^factüba, -am: alb. /%- 
türc „Aussehen"^ it. fattura (bedeutet, wie rum. fäcäturä u. pv. 
faitura „Hexerei, Zauber"). — factura im Sinne „Schöpfung" be- 
legt Dens. H. 1. r. 190. 

581. fär[ä] praep. coiy. [ar. färä^ mgl. fär^ farä^ fgr, ir, fär 
de] „ohne, sondern" ^förIs „draußen"; it. fuorif fuora^ frl. fur^ 
pv. foras^ %An, fuers, o.-frz. hora, sp. fuera, pg. foraa. — vgl. 
afarfi. 

582. fäHmä sf. „Brocken" <*faiirImbn (KoU. von far, als 
Sing, aufgefaßt): alb. t^Hmt (daraus ar. aärmäy^ dav. fänm vb. I 
(andi sfärtm^ {B)farm, {BSfärm^ (s)fäf%miac IV vo., alb. (^^fmo'h (> ar. 
9ärmu I vb.)). Vgl. Zeitsch. rom. Phil. XXVII, 739, wo auch die 
alte Ableitung von fraombn, *fraomInakb widerlegt wird. 

583. I fdrmee sm. „Zauber" ^ *phabmaoum (sa gr. fdQfiaxov). 
[ar. amaiCf ir. strigaria]. 

584. n fdrmee 1 vb. „bezaubern" <*fharm1co, -arb (vom 
früheren), [ar. fac amäif ir. emgesc^, 

585. fd^e sf. [ar. /We, mgi. /oiTÄ, ir, fpsa] „Windel" < fasoia, 
•am: it. faecia, eng. /o/a, pv. faisaaf in. famt^ pg. /axa. — Davon: 
ffMt af. „Streifen" (Dimwativ: fäßiodrä), ^von wieder a/(ifiM, 
tfäfiiz vb. I „zerreißen". 

586. I fät sm. [ar. /"eh«, ir. fei) ,. Junge, Knabe" < fstus, -um : 
lard. /e<iM »prole, feto", vgl. oingol /etocete „ragazzi", vgl fatft. 

587. n fä$ vb. I [ar. fet, mgl fetl ,«Jiui|;a ^«cto^ (^im5^^ 



588. f&tä — 595. femiie. 51 

I 




^F£TA, -Ali: piexo. fea, frl lomb. feäa^ daupfa. /eta, bi§arD. heät^ 
lyon. feya, wallon. /i«eyf etc. in .der BedeutuDf; „Schaf* vgl 
* uilleron: Atlas linguistique de la France, 11, 173. — Im Vokat. 
(statt: fatä) meist fä! fa! als Ansprache der Frauen. Fätärdü. 
feteliü sm. „Hermaphrodit", Verschieden davon ist ar. fätäzä „Fee" 
^alb. fatfzf (aus fatüm). 

589. fdpä sf. (ar. 'x/ auch „Beispiel" Cod. Dim. ■7«a> ™?^ '^» 
ir. fgtsf] „Gesicht, Wange, Obemäche, (Ti8ch)decke; Farbe" < facia, 
•AM (Anecd. Helvet. 131, vgl. facias in den Casseler Glossen s 
FAaES): alb. fak^e, it. faccia (dial. Formen in Verfassers: Lat. Tj[ 
u. Kx S. 121, 176—177), eng. fatSa, pv. fachüj fassüj frz. face^ sp. 
^^1 P?* f<^ce. Die Bedeutung „Wange" hat auch sie. bari faiisif 
Charmoille (Kanton Bern^ feS u. pg. face, 

690. fdur sm. [ar. favrUf fävur auch „Silberarbeiter", ir. /ptmi] 
j.Schmied" < fabSr, -brum : it. fabhro, pv, faure^ ttz, ßvre, «.-sp, 
fabro; vgl. fäurar. [mgl. cura^^u]. 

591. fäurdr sm. [ar. /Jtrdr olymp.-wal. flevdr^ ir. faurgr] 
j,Februar" { f£bbarius, -uh (U. J. L. IX, 31€0 etc. => FEBRUARros): 
lt. febrajOj cal. frevarUj sard. frearzu, frl. frevar, pv. feurier, 
frz. f6vrierf cat. febrer, sp. hebrero, pg. fevereiro, — Da man aber 
in fäurdr eine Weiterbildung mit dem Suffix -ar, welches eine 
Beschäftigung angibt, sah, fühlte man /aurar = /aur „Schmied", 
daher auch umgekehrt Faur (luna lui Faur) =: „Februar", [ar. ge« 
wohnlich Scurtu ^alb., morl. »e^ifcee]. 

592. fäur48c vb. IV „schmieden, machen" ^fabrio, -Ibb. [ir, 
cuiescX 




fedor, [ar. cökHlä in Viaho-Clisuro. vinjinä in Epir. Thess.]. 

695. fernste (fämeie^ fomeie^ fumeie) sf. „Frau" < famIlia, -am. 
Im Ar. fumeale u. ]ÜIgl. fämftä^ fumftd hat das Wort noch den 
Sinn von ,.Kinder, Familie" (vgl. deutsch: „Uaben Sie Familie?" 
B= Haben Sie Kinder?) ebenso wie a.-berg., wo puer mit el famev 

glossiert ist und alb. hmilp „Kind(er)". Den Sinn von ,,Familie 
at noch das rum. Wort in alten Texten: „sä mear^ä [omul] la 
bes^'rccä cn toata fomSia." Cuv. d. b. 11, 47, 51. „In le^itul Izrail- 
t^nilor den Eghypet 9i fumeia lui Jacov dintre oameni päginl" 
Psalt. Belgr. 1651. Cip. Anal. 109. Au 0er ven. famedia, päd. 
fameya hat das Wort famIlia. -am überall gelehrte Gestalt: rum. 
famitief it. famiglia, frz. famitle. sp. familla etc., was sich daraus 
erklärt, daß das Wort nur in der Juristensprache erhalten blieb, 
tonst aber entweder durch casa (a.-ven. „Domenedio endusse lo 
diluvio h Scampi solamente Noö e casa Boa, li qaali soll se trova 
jnsti". Fra Paolino : B^ff:, rect. ed. Muss. f 1, 13—14 «s rum. „D-zea 
aduse jpotopul 9I scäparä numai Noe §1 eata ta, cari singuri erau 
drepft'')» oder deren Entsprechung ^mamsxokata ) a.-fn. maitniu 
enetst wird. 

4* 



62 596. fere&strä — 611. fin. 

596. feredsträ sf. [ar. fireastä] ^^Fenster** ^ fenSstba, -am : alb. 
fAeStr^, it. cat. fineatra, mail. pv. fenestray eng. fneStra, frz. fenttre^ 
gaic. arresto^ sp. hinxestra^ pg. fresta, [ir. ocne], 

697. /«'rec vb. I [mgl ffric auch „verleumden", ir. f freie}] 
^beschlagen" <*pfiRBlco, -abb: a.-frz. wfergier, [ar. ncaltsu\ 

698. f^rece, (ferecä, ßregä) »f. [ar. /caficdl ,jFarrenkraut" 
^ FiLix, •ICEM : it. fetcCj emil. /c&a, mail. /?re8, sie. fiiict^ sard. filight, 
eng. /c/üf, pv. /(Pttre, gase. Af 115. 

599. fevUe adj. ,,glücklich" < pelix, -Icbm : (it ftlke^ wahr- 
scheinlich Buchwort), [ar. calotih^ ir. srtfon]. 

600. fcstikcä sf. „Halm" < festDca, -am: it. festuga, obw. /'as%, 
eng. /a^ffi, pv. featuCy wall, /"m^m, frz. /eh«. 

601. /frird sf. [ar. harä W.] „wildes Tier" <pfiBA, -am: it. sp. 
fieray gen. /ea, frz. /?ere, pv. pg. fera, [Papahagi kennt ar. Harä 
nicht]. 

602. /f<f«f t*u sm. [ar. Hitästru] „Stiefsohn" ^fIliaster, -trum: 
•ib. (^ieStrfy it fialiasirOy ven. fiastro, berg. fiastra fem., frl. fijastri, 
pv. filhastrCy sp. hijastro, [ir. i^osfoncj. 

603. /fcdt sm. [ar. Äica^, samar. e/Jca^ W., vl.-liv. iöcaf W., ir. 
/Sfepfl „Leber" ^picätüm: vegl. fekuaty ven. /ija. a.-berg. figady 
i).-berg. /e<7a/, süd-sard. figdUy eng. /!u und gleicnfalls ver. trent. 
mant.; sonst verlangen die rom. Sprachen die Betonung: ^ficatutn 
etc., vgl. G. Paris: Miscellanea linguistica in onore di G. Ascoli; 
lieyer-Lübke: Die Betonung im Gallischen, 49, Einführung S. 140; 
Sehuchardt: Zeitschr. rom. Phil. XXV, 615; Zauner: Körperteile 
605. [nigl. drob negru]. 

604. fie sf . s. f i u. 

605. /ler sm. [ar. Heru, mgl. j(cr, ir. ßer] „Eisen; Säge" 
( FfiRBUM : it. psr. ferrOy sie. sard. ferrUy mail. eng. ferry frl. fierry 
pv. fr. f'er, sp. hierro. — Die Mehrzahl fiare, fiarä [ar. HarCy mgl. 
yirey iaräy ir. ßere] bedeutet „Eisenfessel", wie it. ferriy frz. /er«, 
•p. hierroSy pg. /erro«. 

606. flerär sm. [ar. /(irar, mgl. ierar] „Schmid" ^pfiRSABius, 
■inc: it. ferrajOy sp. herreroy pg. ferreiro, 

607. /I«r5, -rs^i (bn. /Jcrf|, -re vb. III [ar. HerhUy HerSy Htrtu 
ft mgl. ierby ierSy {ert iarhir%\ „sieden" <pfiBVO, -vi, -vßBB: it. 
i«r»erc, sp. hermry pg. ferver, [ir. cuhtscX 

608. fierbinte adj. „siedend, heilt" ^pArvbks, -bntbm: frl 
/erWn^ 

609. fiH*e sf. [ar. ÄareJ „Galle" <*pBlb (= pfiL, pällis}: it. 
W, sie. fdiy a.-gen. mail. pv. cat. pg. /U, frL /fZ, frz. /Sei, sp. 
^. Wie rum., ist das Wort weiblich im Sp. Cat. A.-gen. j^Iail 
Aittelrät. Frl. Ostlomb. A.-ven. und südlich bis Parma, dagegen 
männlich im It. Pg. Pv. Frz. Sard. Lad. (Meyer-Lübke : ±tom. 
önmm. H, § 377). 

610. ilCnftf sf. „Wesen" <*pibntu, -am, vgl Verfassers: Lat. 
II 0« Kl, 8. 44. [ar. yaUäl 

61L Am sm. [ar. K%Hn\ „Täufling'' <*pilzakü0, «um (von pilxus): 
ilb. fij&n. G. lleyer: Etyra. Wörterb. der alb. 8pr. 104. — Fem. 
ptUL Ans dem rom« entlehnt ist klrust» /fftti, fyna, fylyntL (Vgl 
itaL in Fiame fiot$o „TKufliog''.) 



612. fiQ — 621. flämind. 68 

\« 

612. f\n 8m. [ir. fir\ „Heu*' <Ffi2iuH: it. /leno, ensr. fain^ pr. ID 
cat. fe^ frz. /bm, gase. ^, »p. Arno. [ar. far6d tMcafd}. 

613. /Ifidf sm. „Weidte" <*FSNAac8, •um (von vSkum). [tr, 

614. fXneAlä tf. „Weide" <*Ffi2rtciA, -am. Vgl finat. [», 

616. fintinä sf. [ar. «-v/, idrI. fäntgnä, \r.fäntärf\ ^yBroniieii'' 
^ FONTAMA, -AM (,,Quelle" Grooiat. vet.S. 315, 28 etc.): it. pv. a.-cat 
»p. fontana^ sio. sard. I., cors. funtana^ in, fontabie, 

616. fiör, meist PI. fiorl sm. (tf. Delavrancea : Intra vli n 
viat& 169) ,,Sclmu(d)er" ^«FfiDRüM (=s f£bri8, «bm: it. felhre^ tri. 
^ere, sie. febhri, pg. /Hre). Im Ar. lebt die Mehrzaml *f£bia 
)Havrä sf. „Fieber" weiter: a.-ven. /*erra, mail. ficera. eram.fevra, 
parm. freva, »ard. frehba^ cat. pg. /e6ra (vielleicht auch eng. feivrOf 
frz. fih^re). Davon : ar. me JUvrescu IV vb. W. „habe Fielw** ^vgL 
dr. frigurl), Olvmp.-wal. Hiavre scheint auf fSbrib zurückzuraieo. L 
Vgl. Zeitschr. röm. Phil. XX VH, 741—742. [Für „ichattdem" sagt K 
der Ar. mi treatse üire-Hire.] 1^ 

617. fir sm. [ar. ÄtV, mgl. ir] „Faden" <fIlum: alb. /Ef, ii, fik, ■-■ 
eng. pv. frz. fU, tp. hilo, pg. /?o. [ir. pf«f]. • 

618. flu gm. [ar. /ärre, mgl. itüy ir. /{f] ,.Sohn" < fUius, -um: 
it. figlio, sie. figayu^ sard. /?ru, eng. J?r, pv. filh^ frz. /Hs, «p. i^f0^ 
pg. filho. Das Fem. fxlia, -am : it. figlta, »ic. figpya, sard. /IrOy eng; . . 
fitäy frz. /?{2f, Fp. hHüf pg. /{//ia ergab rum. /(>, doch ist diesM ^, 
Wort nur noch in fit'fnea^ "ta, -sa erhalten, sonst ist es dordi du 
Dimin. fiicu ersetzt. In Bibaria wird hie als Anrede der Fraaes 
untereinander gebraucht (Conv. lit. XX, 1011). 

619. fluldre sf. „cbeville du joug" (Frincu-Candrea: Ron. 
din mun^ii apuscnl, ». 100) ^ * fib[0]laria, -am (von Fn[ü]u)i 
Candrea-Hecht : Les Clements latins, S. 80. 

620. ßäcärä sf. Flamme", im Suffix nicht ganz klar (-ulsf)^ f "■ 
beruht, wie sard. c. j(ac(c)a^ frac{c)a „fiamma, frugnolo" und ilb< l" ' 
ftdk^ „Flamme" (woraus ar. ftacä^ fieacä) auf *flacca, -am ^ 




1 



plgm{n)%c\ 

621. fiänvindf -A adj. [mgl. flämunt, ir. flämänd. flamunfh 
htamund] „hungrig". Eine befriedigende Deutung des Wortes i** 
nicht gegeben worden. Gegen die alte Herleitung aus famulsmtU^ 
•'A, -UM >*FAMLEMTU8 ^^FLAMMBNTüs mit Angleicnung an <]io I^^ 
tizipialendung 4ndf tritt Candrea-Hecbt auf (Romania XXXI, 90^ 
bis 310) und schlägt ein * flammabundus, -a, -um vor (von fjjüim> 
im Sinne von fiamma gulae „Heißhunger"). It. famulmto, p^* 
famolen, a.-frz. famolent erweisen sich durdi die Behandlung dei 
Vortonvokals als Machwerk der lateinkundigen Schriftsteller, wozit 
als Gegenstück a.-ven. seolento steht (vgl. Meyer-Lübke: Rom« 
Gramm. II 6 442). Wenn aber *flammabunbc8, was das Sul&c 
betrifft, durch sitibündub in Paul. Diac. Vita Greg. Magn. 2. (vgl 
it. sitibondo) wahrsoheinUoh gemacht wird, so kann ich nicht, mit 
Oandrta, im «nten Teil flamma „Flamme", das begrifflich so fena 



64 B22. fl&morä — 629. fo&le. 

•teht, erblickoD. Möglich wäre ein *flamxa ^*famla=s*famÜla, 
JDimio. voD famrs ,,HuDger", [ar. adfun]. 

622. flAmurä sf. [ar. <^] „Fahno** <^FLAMMür4A, -am. Daj^egen 
•taromt ar. Mmhurfl ,,Fahno, Blume im Gewebo*^ fldinhurii ,,Tauuaa« 
bäum, der uci Jloobxoitoa auf dem Qiebcl dos Hauses pfosetst \^'ird**, 
irio vicUeiebt aucb alb, fl(\mhM\ flthnur^ aus ngfr, fkfift.iovflot* (byt« 

?ril<</i,iiov(»or), Aucb ar, ficdmä pVlammo** woist auf alb. Vcrmitt* 
UDg des lat. flamma. [ir, han<lcrf\. 

623. /fodfo sf. [ar. 'v^, mgl. fioati] „Blume" <flos, flOrbm: 
it. sard. fiore^ sie. Uuri, eng. fiur, pv. cat. sp. pg. flor^ frz. fleur. 
Das weiblicbd Geschlecnt teilt das Kum. mit Franz. Span. Pg. und 
mit Nordit. (von Piemont und Genua bis Venedig), gegen Schriftit. 
fiare, masc. — Für die Nebenbedeutung „Farbe*^ vgl. russ. tsvjetü 

Sl.-y) „Blume" u. Uvjetü (Pl.-a) „Farbe", [ir. tavetf ar. auch lilitSe, 
ludäl 

624. floe sm. flodeä sf. [ar. floc] „Flocke (Haar, Wolle), Haar 
(von Tieren), Scbamhaar" ^ flOccuc, • um : alb. flok. ffok^^ it. ftocco, 
fioeca, sard. fioku^ eng. flok\ pv. frz. cat. floc, (frz. flocke)^ sp. lluecOf 
pg. cnoco. [ir. per], 

625. jiAer vb. I ,fpfeifen, Flöte spielen", flüer sm., /7nerd sl 
[ar. flueärä P., /?i«fr, filiodrä W., mgl. /W«i, «/H«?, auch afirbt] 
.,Hirtenflöte", auch ,jSchinbein" [mgl. sfrueü, scheinen nicht aus 
alb. flöere, ftojere ,.Plöte, Pfeife*^, füef t. fiif g. „Flöte, Schäfer- 
pfeife, Destillierrohr" entlehnt zu sein, sondern beicie gehen wahr- 
•cheinlich auf eine gemeinsame Quelle zurück. Es „findet sich 
fast überall, wo rumänische Wanderhirten hingedrungen sind" 
(Miklosich: Wanderungen der Rumunen, 23): ngr. fXoyi^a^ klruss. 

gcjara, polu. fujara^ mähr. slov. /tyVira, ung. furulyay serb. frula. 
ie Etymologie ist unbekannt. Vielleicht ist das Wort mit der 
von Salvioni: Archivio glott. ital. XVI, 248^244 besprochenen 
Wortsippe zusammenzustellen, [ir. wiktuc IV vb. ar. ^üir, iidr vb, 
P., mgl. sfircB IV vb,] 

626. flütur vb. i [ar. /7iYttr] „flattern" <*flutOlo, -arb (von 
FLUTO ^ FLUo): alb. fTuturo^, Gandrea-Hecht, Romania XIlXI, 
810—311. 

627. fliktur(e) sm. [ar. fiitxirä P., flutur, fr\itw\ f{l)ltuf W.] 
JSchmetterling" <*flütOlüs, -um (vgl. f lütur): alb. ftuturff fTutcr, 
frutul „Schmetterling", it. fiutola „Art Nachtfalter". Vgl. Oandrea- 
Hecht, Romania XXXI, 310-311. Unklar ist die Bildung flüßtur 
Yb. I „flattern", auch „pfeifen" (Conv. lit. XXXVH, 729), davon 
fiufturütec BS fluturdtec adj. „flatterhaft, leichtsinnig". Wie alb. 
rföhirf, bedeutet rum. flüturi sm. pl. tant auch „Metallschmuck der 
x*rauenk]eider". 

628. fodie sf. [ir. fofe] „Blatt" < f<>lia, -am (statt tolia Neatr. 
Plur. 
•ng. 



.630. fo&me -^ 641. främint. 66 

bellun. fola ,,Blaseba1({'', valtell. föl „ledener Sack", enff. a.-frz. fol 
,.BlasebalK*\ ap. fuelk^ sard. fodde^ fr), fole^ päd. /b7a (letztere 
drei weiblich), — Aulfallende BilduDff: /^/^f sm. adj. „VielfraO, 
(fefrllüig". 

630. foiUne sf, [ar, 'v*, ir, /bmc] „llunßfcr" ^kamkü, -rm: pbw, 
eng, Bornlo, Livlgno, lomb. fom^ lt. /Vimc, frz. /Viim, pg, /bmf. 

631. /offmcre sf. [ar. to<^mitä, dar, ßmätos W, y^hunsfrig**] 
„Hungersnot" < fames, *-!tkm (für fambm, wie //wir«, -J<e>H, /bme«, " 
-lfe>n, vom letzteren vielleicht beeinHußt, vgl. Mobl, Zeitschr. rom.' 
Phil. XX Vit 620. Vgl. auch *-Inem: sard. famine^ sp. hambre^ 
pfasc. hami), Meyer-Lübke: Oramm. rom. Sprachen II § 16. Es 
ist möglich, daß auf die Entstehung von foamete auch das Wort 
secetä ,,Dürre" vom Einfluß war, indem man die „Dürre" als 
„Wassernot" auffaßte (vgl. tarcnt se/fÄf ..Durst" <*slccA, -am) und 
in aec 4- Sufßx 'etä trennte, vgl. ar. SeatsiStef Name einer Gegend 
die sehr troclcsn ist. 

632. fodrfco 1 vb. „mit der Scheero schneiden", Übertr. ,^Jmd. 
hernehmen" ^ förfI<;o, -arb (von It'örfbx, belegt Archiv lat. Lex. VlU, 
876, IX, 121, X, 422). [ir. atrizeskl 

633. fodrfece, meist PI. foarfccX sf., auch foarfecä sf. [ar. foarficä 
W., foarticä P. olympo-wal. foarticä, mgl. foarfitsiy „Scheere" 
FÖRFEX, -Icem: it. forhici, neap. fuorfetSe^ cal. fno^jitStf lecce, for^ 
fetiCf campob. froff^tSa^ lanc. lu frovetäe^ a.-berg. f'orveSy frl. fuärfis, 
eng. foräf sard. forfighCj pv. forfeSy frz. forces, [ir. icgre PJ. tant.]. 

634. foArte adv, fir. forte] „sehr" < forte: it. pe. forte^ mall, 
©ng. pv. irz. cat. forty tri. foarty sp. fuerte. [ar. mii/^i«]. 

635. /oc sm, [ar. mgl. ir. ^ „Feuer" < fOccs, -um urspr. 
„Feuerstätte", später (Belege Dens. Hist. 1. r. 190) u. im Rom. aus- 
schließlich „Feuer": it. fuocOy mail. ßg, frl. fug, eng. /o, pv. foky 
frz. fcuy cat, fogy sp. fuego^ pg. foao, — Für rl. /bciiW fmgl. focuri, 
ir. /bcurc] vgl. bari: fogg^re. Äprind focul « it. apprendere il 
fuoco; dau foc = it. dar fuoco; fac foc ■* it. far fuoco, Foc vtu 
„Rotlauf* = ar. focä W. sf. 

636. foi^e {forfoiesc) IV vb. „wimmeln" etc. vgl. Schuchardt, 
Zeitschrift rom. Phil. XXI, 203. [ar. Äcrtul. 

637. foiöSf 'Oöaä adj. „blätterreich" ^ foliOsus, -a, -um : it. 
fogliosOy pv. folhoSy sp. hojosOy pg. folhoso, [ar. /rundzros]. 

638. folc4l sm. ,,kleiner Schlauch" (Dosoft. Via^a sf. 142(6) 
- ^^FOLLlcfiLLUs, -UM: lt. filugeUOy n.-pv. fousel, a.-frz. faucel, pic 

fauchel [ar. utrc (mic)]. 

639. frdgä sf. [ar. nur im Plur. frandze] ,. Erdbeere" ^ fraoa 
*-AM (=s fraoum: parm. fro): it. sp. fraga, .valsess. fraiga. canav. 
obw. frajOy eng. /reja, Icent. /r«a. Ableitungen bei Mussana: Bei- 
trat 59, Salvioni: Postille 10. — Ir. frg^ ist aus dem Plur. frgfure 
rücKgebildet (drum, fragiy b ir. frgi, dazu die Endung »urc: fTgiure, 
von dem ein Sing. /Vpi, frgi). 

640. frdged, -d adj. „weich, biegsam" ^*fraoIdu8, •▲, -ux 
fmit Sufßxwechsel statt: fbaoIlu, -b). , Vgl Conv. lit XXXV, 821. 
[ar. erehtu], 

641. främint rb. I [ar. frimintu^ firmintUf frimit, mgl. frimint] 



66 «2- M"D(«) — fö6. fram6i. 

„gSreo, kneten" ^pebxekto, -abb: it. fermentarr frz. /ernienf«-, cat. 
*P> PK- fftntfitor (vgl. cat. ferment „Sauerteig"}. 

642. frAalH(e> am. Ibon, fraps&n, ar. frapthi, mgl, frasin, 
franm, ir. /rpsir] „Eiche ( fraxIküs, -m : alb. fraitn, it.fratsino, 
T«n. päd, fraaatne, monf. frani, frettt, lest, fresan, osiol. /ra^i, eng. 
/VaitK», pv. fraime, frz. /'r?)«, cat. freite, tp. fretno, pj. freixo. 

643. fräaltUt im. ^ar. /rdosinm „I£KheDgeböli"^FitAJUNETD3i; 
Jt /nuiineto, fra. /■rffinw, *p. fregneda. 

644. /Vdfe nn. [ar. -^^i mfiL /ra(t, fr. /rpfej „Bruder" < fratbr^ 
•TBxn: it. fra{te], eng. frer, pv. ip, pg, fraxrt, In. frire, n,-cat. 
frare. — Die JlehrEabl /raff (/rü^inl) „Ueichwiater" = fratrks 
C. I. L. III Smipl. 3107. Davon abgaleitot, und nicht von poedb- 
»ATÜ8 (Cihac I, 88): tirt&t im. (für »frätat, ar. fSrtät, mgl. fSrtat, 
ftu-tat) „Vf rbriideter", vgl. blR. wb. po-brat-im, nlb, vft-am. 

64&, I /r«(f niAt am, „tierönicn" ^ w^tulTCs, -us ; it. tp. pg, 
frtinito, «.-fn. friente. Anai vreamSt im. durch KODtsmiDation mit 
vreme „WetUr, Gewitter". 

646. II fredmät Tb. I „rasichen" ^ * rsEulTO, -abb (von pbehi- 
tub), far. rrtiMcu], 

b47. />^o vb. I [ar. mgl. ->-] „rdbea" < trIco, -cui, -ctum o. 
-CATUM, -ARB; «Ib. ffrkoA, it. fregare, pv, cat. ip, pg. fregar, B.-frz. 
froyer. — .fVenip )>m. „l^ügel" (vgL it. far le frogne s uuo „Jem. 
Ücntig durchprügeln"), [ir. tartle\ 

648. I frla, fripaeX (bin. /Wpff), frlpt vb. III [ar, /Hsr«, 
fripSu, fripltt in, II, mgl, frig, frin, friit, friiin\ „braten, röiteo" 
<FRioo, PBixi, FHicTC«, -cEbb: alb, fergoj, ii, frig<iere,pv.irz.frire, 
Mt, /i-ejir, Fp. /■reif, pg. /rijir. [ir. (fl)pec, inf. (»)pet»i], 

649, IL frig im. [ar, mgl, -^J „Kalte" (yHious: larcl. fntu. 
Der Plur. frigwrl [mgl, «u] bedautet „Fieber , in welchem Siaoe 
raiQOBA ipatlat. belegt iit (DonP. Hiai. 1. r. 190), davon ar. frigu- 
redtu 1 vb. W. „frieren", [ir, rp/»e »f. „Kälte", febra „Fieber"], 

6äO. friptlre if. „Brattpiei" ^'frIoalis, •sii (von nttao). [ar. 
«MUf (di fridzeart)], 

651. frlgurOs, -offad adj. „frostig" < prioohösüb, -a, -du (be- 
lefft Archiv lat. Lex. V, 212): aard. c. frioroBu, In. fnUux. [ar. 

»2. Muff, JMiwel fban. + /Hn*!, /rtnt vb. III [ar, ftingv 
ircaiu a. /nmdu, frimtu II, mgl, /ffttjr, /rpnl', frfnt III] „brechen'' 
^VBAHOU, trSqi, ntACTUv, frahgbeb: it, frangvre, fragnere, pv. 
inmÄer, t.>frs, fraindrt. a,-ip, frangir, pg, franger. — Ar. opÄ 
rrfmtS ,,warmea Waaier*'. [ir, lomac], 

6m. /*^»t(fhte »f. [ban. /Hm6ie, Zanne: Proverbela Kominilor 
Hl, 152] „Seil" { FOtsRiA, -AV: pv. fremnha, In. f rangt. Aus dem 
Bü. itammt mabr, /V«m^, knUF. frembija. [ar. /une]. 

654. frtpUirA la. [ar. 'v<] ,3raten" ^ FütcrORA, -am: it. frittura, 
tu. friturt, in. pir, fritura. 

665. /rtu (/Knj im. PI. /rfuri, KolL frine [ar. /i-arnu, /am«, 
■gl /VpH] „Züs^el, Zaum" <nBxuii; alb. frt, it. ap. /Veno, eng, 
fnm, ns. /ratH, pv. cat. fr«, pg. /reo. [ir. yüde Pinr. ta&t.] 

656. iVurntfa, -mUa „lehoa" ^ToaiiOBcra, -a, -m: lt. B.-Ten. 
jif. /Wwow, pT. fyrmo», wp. htnmfo. [a, Mtrfpf, u. Mi«la^ mgl. lüo«]. 



657. frunceaaä — 668. fum. 67 

ßbl, fruneeduä sf. «. sprinceanS. 

658. frtinie sf. [ar. främte^ frimte^ mgl. fr&nti, ir. ^ „Stirn** 
^FRONS, -ontem: it. a.*geD. pg. fronte, eng. frunt^ pv. frz. cat. 
front, fp. freute, Auft'allenu (vgl. frz. froncer) ist ar. frunge, 
olymp.-wal. fräniRä „StimniDzel. vertiefucg in der Haut**, daher 
auch: „Grübchen in der Wange". 

659. frünzä sf, [ar. frätidza, frindzä, mgl. frunza, ir. frunz^ 
„Blatt vom Baum" < frOkdia, -am (Rhein. Mos. XXXI NT, 638, von 
iteONS, -NDBM nach foua): it. fronzolo „galano, uastro etc.**, sard. 
apnl. frunza, lecce frunfa, a.-gen. frxiwSa, eng. fruonzla „Zweig. 
Reis**. 

660. frupt sm. [ir. fp^pt] in a mtnca de frtipt „Fleisch essen**, 
frupt alb „geronnene Milch** <prüctu8: -um: alb. eng. früt, it. 
fruttOj pv. fruch, frz. fruit, cat. fruyt, »p. frucho, pg. fruio, — Ar. 
frutu = ngr. fQovxrov, 

661. I ar. fug I vb. ».vertreiben** ^füoo, -are. Spuren dieses 
Verbums sind auch im mgl. fugat und arum. fugind neben fugind 
Torhanden. 

662. II /Mflr.IV vb. [ar. mgl. ir. 'v/] „laufen** (ar. u. mgl. auch 
,,gehcn** nach griech. fevvio „fliehe n. gehe**) < fOoio, -Irb (= -fiBB, 
Belege: Den8.,.H. 1. r. 148): it. fuggire, eng. frz. fuir, tp. huWf 

fg. fugir, — Über u in fuoio vgl. 3Ieycr-Lübke : Rom. üramm. 
, § 147. 

663. fügä sf. [ar. mgl. ^, ir. fugf] „Flucht** < füoa, -am : it. 
foga, sard. fua, frz. fuie, «at. sp. pg. fuga. — Dau o fugä ,,laufe** 
B= fttaam dare Virg. A. 12, 367. 

664. fuiör sm. [ban. 'k/, ar. mgl. fuhr"] ^Hanfbüschel** 
'<(*FÖLLiöLUs, -UM (Dim. von follis). „Die 6a2/onartige Form des 
an einem Stocke angebundenen Hanfbüschels, welchen die spinnen- 
den Humäninen mit sich tragen, wird als tertium comparationis 
zwischen follis und fuior gedient haben**. Zeitsehr. rom. PhU. 
XXVII, 742. 

665. fula sm. „Schneeflocke, Flaum** ist ein posl verbales Ad- 
jektivum in substantivischer Verwendung: *fOlou8, -a. -um „glänzend, 
schimmernd** (vgl. spalat fulg =s „blank gewaschen**) von fuloere. 
— Ar. sfnlgu „Blitz** ist wohl von sfuldzir beeinflußt. Conv. Ut. 
XXXIX, 65-67. 

666. I ftUger sm. „Blitz** ^fOlour, -Krem (Beiego bei Georges: 
Lex lat. Wortf. 291, Schuchardt: Vokal. II, 210, Kritisch. Jahresber. 
VI, 122 etc., durch Einfluß der männl. u. neutral. er-Stämroe od. 
dissimiliert aus fÜlqürem : it. folgere) : abruzz. foldiore, a.-frz. fuildre, 
pv. folzer. Im Ar. heißt der Blitz sfulgu, welches auf fülour 
zurückgehen könnte (vgl. piem. {ß)furgu. a.-gen. exforgo, neai>. für» 
golOj fruvolo), aber es kann auch mit fulg identisch und von sfuldzir 
beeinflußt sein. [mgl. strelä, ir. strela], 

667. II fiUger I vb. [ar. sfulazir] „blitzen** < yüLOfiRO, -ass 
^BB FULQURo: it. fulgarare). Vgl. das vorige. Wegen der s-Pro« 
•these in ar. sfuldzir vgl. a.-frz. esfoldre und die zitierten Formen 
ans it. Dialekten, [mgl. $trtlustä^ triscutfSti „es blitzt**]. 

668. Ijfüm sm. [ar. mjgl. «x/] „Rauch** <rCMU8, -um: it pg. 
futnOf eng. /«m, py. •.•£?>. fun^ tat fum. tp. humo. — Der Flor. 



58 669. f um — 684. fünm. 

fümuri heißt ,,EiDgebildheit", dav. infümur(iz) I vb. ^werde ein« 
gebildet", fir. dim]. 

669. II fum 1 vb. {fumiz ,,raache Tabak'*) [ar. (a)funi, mg\. 
'v/, ir. fumu I u. IV] „rauchen**: fümo, -are: it jumare. pv. (sp.) 
pg. fumavy frz. fumer, [ar. meist beau tutune »rauche Tabak**]. 

670. fümeg 1 yb. „rauchen, dampfen** <^fümIgo, -are: Icent. 
sfomiiy sp. humear (mons. fönkyi, iothr. ßiS, it. fumicare ^*fümXco, 
"Wie it. navicaref rumicare), 

671. /ilmur, -4 a^. „braun** (Jb. V, 189) <*pümülu8, -a, 
•UM (mit Suffixwechsel statt fümIdus): frl. fwnul. Die Schrift- 
«prache kennt nur die Weiterbildung fumuriu^ -e „grau (wie der 
iUuch)**. 

672. fUnd sm, [ar. funäu, mgl. ir. '^] „Grund** < fOndvs, -um : 
«Ib. /imf, it. fondOy sard. funau^ eng. fuona, frz. fond{8\ pv. /bns, 
•p. Aomio. pg. fundo, — Mgl. /und! bedeutet auch „Winterherberge 
für Vieh**, welche Bedeutung im dr. funddc „Herberge im Feld*' 
wiederkehrt. 

673. /ilnfa sf. (+ fune) [ar. fune, mgl. funi, fw\^ ^,Strick*« 
^ fOkis, -SM : it. funCf a.-ven. funo, tirol. fum, a.-frz. fun. [ir. sp^g], 

674. funig^l sm. Plur. „Herbstfäden** ^«fülioClla, -am (Dmi. 
von FüLLloo), wahrscheinlich durch Einmischung von Aini«. Conv. 
lit XXXrX. 67. 

676. funingine sf. [HT.furi{n)dziney furidzina] „Ruß** < fulIoo, 
* -lolNEM : it. fuliggine, rtr. n^in, (sp. holliny pg. fuli^em). 

676. I /ur sm. [ar. mgl. 'x^J „Dieb** ^ füb, -em : it. sp. (aragon) 
furo, posch. a.-ven. a.-frz. für, [ir. fpQ. 

677. n für I vb. [ar. mgl. ir. ^ „stehlen** <fObo, -are: it. 
furare, pv. furar, 

678. fürcä sf. [ar. mgl. ^ ir. /iirAy „Spinnrocken**] „Spinn- 
rocken, Heugabel** ^fübca, -am: alb. furkc, it. pv. cat. pg. forcä, 
sie. sard. furka, ens. fuork^a, frz. fourche, sp. harca. Die Mehrzahl 
/urci bedeutet „Galgen**, wie it. U forche. a.-frz. les fourches fsp. 
pg. die Einzahl). Das Dim. furcu(li)fä neißt „Speisegabei** (ar. 
mgl. "v/, auch alb. furkulitsc, ngr. fov^xovUraa), wie it. forchetta, 
frs. fourchette, Furca pUptulut wie a.-berg. la forceUa del stomeg 
(a Brust). 

679. fureed sf. „kleine Gabel** ^fürgIlla, -am oder *-fiLLA, 
-AM : it. farcella, sard. jfurki^4^, pv. farsela, a.-frz. fowrceüe, [ar. /tir- 
ctfli^o]. 

680. ar. furinä W. sf. „Fenerstelle** <*fObnIna, -am (von füb- 
Mus). fP. unbekannt!. 

o81. fumio VD. I „wimmeln** ^*formico, -abb: it. formioart^ 
%Arz. formier, n.-frz. fourmiUer, sp. hormigar, per. formigar. 

682. /umieA sf. [ar. mgl. fumigä, ir. /run^f) „Ameise*' 
^FOBMICA, -am: it. formica, eng. /urmia, pv. cat. pg. jormiga, in. 
/ounni, lotbr. /ermt, ip. hormißa. 

683. /Vftmledr sm. [mgl. jwmigar] „Ameisenhaufen, wimmelnde 
Menge** ^*fobmicabium: it. formtoajo, ip. hormiguero, pg. formU 
guoiro, [ar. /Wm^me]. 

684. ar. fAfnm sm. [mgl. /ttmtf §1] „Backofen'' <yeBinrf, «vm: 



685. f art — 694. gäinä. 59 

»Ib. fuf(c), it. pg. fomOf sard. furru^ eng. fuom, pv. forrif frs. four, 
cat. farriy sp. Aomo. [ir. cop^orj. 

685. fiirt 8m. [ar. /urfu] ,, Diebstahl" ^ fCrtüx : it. pg. furto, 
pv. cat. /urf, sp. hurto. 

686. /^reiinÄ [ar. mgl. -v., letzteres auch „Elend"] „Sturm*^ 
^FORTUNA. -AM. Der Sinnesübergang von ^^Gescnick" zu ,,Sturm'' 
muß am Meere geschehen sein, wo man vom Geschick das Böse, 
d. h. den Sturm, erwartete, ähnlich wie man heute „fatal" fast aos- 
Bchließlich im DÖsen Sinne verwendet. Bei Ducange findet man: 
XARis FORTUKA = maris tempestas und auch ven. it. fortuna heißt 
yyUnwetter" (daraus srb. kr. fortuna). Das Wort ist auf der ganzen 
Balkanhalbinsel verbreitet: alb. big. furtunf^ tk. fartunüy ngr. 
vo{v)^ovt^a. Vielleicht stammt das rnm. Wort aus dem Griechischen, 
fir, jortun^^ artk. fortungln < it. fortunale]. 

687. ar. fm^ntsH sm. (auch frintsel, sfnnutsel, aufrintsely 
sfimutsel) „Geschwür" <*FüRxrNCfiLLUS, -um (f ar fürüncülus). Den- 
•usianu: ilomania XXXlII, 77—78. 

688. fus sm. PI. fimirX .^SpiDder.S PI. fme „lange, dünne 
Beine" [ar. fus. pl. fuse „Nadel (zum Stricken), Zapf an der Spindel", 
fus di vimtu W. .,Windhose", mgl. fus „Spindel", PI fusi „Strick- 
nadel", ir. fus ,,Spindel"] ^füsus, -um: it. pg. fuso, pv. cat. fus^ 
(frz. fuseau)f sp. miso, 

689. fusdr sm. [ar. '^] „Spindehnacher" ^ fCsarius, -xjm : iL 
fusajo. pg. fuseiro, 

690. +fM8t, PI. fußti sm. [ar. fuSte „Prügel", mgl. fuSH PL] 
»Stock" ^ FüsTis, -SM : it. fusto, sard. 1. fuste^ c. fustif obw. fist, pv* 
fust, frz. fütf cat. fustf pg. fusta, [ir. bat], 

691. fu^til {fupteiü) sm. „Sprosse an der Leiter" ^ * fCstSclus, 

-UM (von FUSTIS). 

692. fut, 'üt, -tie III [ar. mgl. ir. ^] „ficken" < fütüo, -ui, 
-OTüM, -Sre: alb. fut „stecke hinein" (vgl. frz. fleher ss „ficken"), 
it. foUerCf pv. fotre, in, foutre^ sp. hoderf pg. foder. 

G. 

693. adie (adifa, 4- gdicä Cuv. d. b. I, 281) sf. „Eichelrabe", 
[ar. gaU „Krihe*^ will Dens. H. 1. r. 197 von oavia, -am (Apuleus: 
Metam. 5, 28. C. Gl. 1. VI, 85) „Möwe" ableiten und vergleicht 
damit: it. gabbianOy lomb. neap. gavina^ a.-ven. gavinellOf sp. gavia, 
pg. gaivota. £rto gata. Dies letztere, wie piem. f eltre, sacile. cadore 
gaja, aajdta, gaiiagnana gaggia^ veron. berg. giudic. gadza^ Val 
Oannobina, eng. diadza, belun. obw. gadi{i)a, valses. gadÜa, (it. 
gaaza aus Norditalien), frz. geai^ pv. gai, ,iaiy sp. gaya^ gayOj pg. 
gaio, paßt jedoch zur Glosse des Pap las (XI Jh.): oajus „picus", 
OAJA „pica" (Zeitschrift rom. Phil XXVII, 140). Dieses allerdingrs 
nicht geklärte Wort stimmt auch der Bedeutung nach zum rum. gaie 
besser. Dagegen ist gölifa sf. „Eichelrabe" (Marian: Omitologia 
I, 62) » kslav. gcdica „Dohle" (vgl. srb. galiö „Babe", alb. gaZ^ 
^ÜAbe'O. Vgl. aach Halden: Cuv. d. b. I, 281. 

691 gäinä at [ar. mgl. gäünä, ir. gaUrf] ,,Hohii": oallixa. 



60 695. gäin&t — 702. ge&nS. 




Sternbild^', das auch im alb. pid^ (= Huhn) Deißt. 

695. giiinAp sin. [vgl. ar. g{ä)rinat] ..Hühnermist" ^oallIna- 
CKOSy -UM (sei. fimas): sp. gallinaza^ pg. gallinhaca. 




•Ib. 

sin, [mgl. 'v*] „Eidotter* (eötfpriclit genau dem russ. lolt'ys). Auf 
ein lat, *galbu8, -a, -um: eng. ialo^ -a, UiOt schließen ruro. galbi" 
ci6$y -odsä adj. s= galbinicw^^ •od$lt adj. rmgl. 'v.] „gelblich", 
gulbtiJiif -e adj. ^.gelblich", galbicinne tt „CTeibsucht". Nicht von 
(BALBiKUS abgeleitet, sondern daran angelehnt, ist gäJbeaza^ nb. caU 
htaza , Leberkrankheit der Schafe" < alb. k^Tbazc, g^lbaz^, 

697. gäleötä sf. Far. «^j mgl. galetii] „Holzeimer" < oallSta, 
-AM (C. gl. 1. V, 564, 48): alb. galeff^ it galletta „tazza o vaso da 
vino", tir. <7aZc((f)a, rovigno galido^ com. a.-berg. valtel. galeda^ 
abruzz. galetta^ cal. sie. gadfictta, eng. ialaida^ a.-frz. Jaloie, sp. 
galltta, £in auch sonst verbreitetes Wort: inhd. nhd. Crelfe, an?. 
gdUta^ sloY. 5ech. gfüeta^ k.-russ. gehtjaj pol. gieletay kr. slov. golida 
(daher ir. golide). Über dieses Wort dunklen Ursprungs ist viel ge- 
Bcbrieben worden: Vgl. Cihac H 113; G. Meyer: Etymol. Wörtb. alb. 
Spr. 118; Byhan: Jb. VI, 227; Candrca-Hecht : Romania XXXI, 
311—312; Dens. H. 1. r. 197; Meyer-Lübke: Wiener Studien XXV, 
103; Lork: Altbergamaskische Sprachdenkmäler, 193 (wo auch 
eine Form galera in n.-it. Mundarten zitiert und ein mißglückter 
Versuch die Etymologie von gallSta zu erklären gemacht wird). 

698. ar. gärtts sm. IV „Korn, Blitz, Bagel" ^^gbanIcium 
(von granvm): sp. pg. granizo j,üagel". [P. unbekannt]. 

699. ar. gämdta, -ä adj. „aus Korn" ^♦ohanaceüs, -a, -uic • 
(von grakum). [ar. P. unbekannt; dafür gorndh -ä u. gameataaj, 

700. gäiin sm. „Hornisse, Blattwespe" <*cavo, -ösem (eigtl. 
,.Hühler", von cavo, -abe). Candrea-Hecht, Homauia XXXI, 312, 
aagegen Schuchardt: Zeitschrift rora. Phil. XXVI, 588, vgl. aber 
Zeitschr. rom. Pbl. XXVIII, 618. — Qaunoiü „Bremse" Conv. lit. 
XX, 1010. — Wegen c ) ^ bei diesem und dem folgenden Worte 
vgl, Meyer-Lübke: Koro. Gramm. I § 427, Dens. H. 1. r. 111. 

701. gäurä sf. [ar. gavra, Thess. Aspropstamus, mgl. *>^^ PI. 
gauH „Uonigzellen"] „Locn" <*cavCla, -am (von cavus, -a, -um), 
oder <cAVLiB, -abüm, vgl. alb. gavr^, ^ovfr^ [ar. meist guvU], 

'i02. gednä st [ar. dzeanä. mgL zpüij ir. iQne] „Augenwimper; 
Bergesrücken" ^oSna, -am: kal. Jena „ciglione cne segna il limite 
di un campo" (=3 rum. geanä de pämint), pv. gena ^, Wange". — 
Wenn der Sinnesübergang von „Wange" zu „Augenwunper" schon 
auffallt, und auch für die Bewahrung des e vor n die Analogie des 
sinnverwandten fIniia (vgl. ar. peana di ocU ^ lecce jnnn{ufyip 
Imnc. pennatsta de ü ^othue^ rom. penantse, caltagirone pinnularUf 
•aintonge pUeume de$ mti ..Augenwimper") angenommen werden 
moO (vgl. Zeitschrift rom. Phil. XXVllI, 682), lo ift ea vm so 
' vürdsger, dafi im Banat ianä „Ltuie, Volk'' bedeutet : müUH 



729. gräanciör — 743. grnxn&z. 63 

med. Chironis etc. : it. gratigliaf sard. g. graila, a.-frz. grailU etc. 
B craticula: it. scatricchio^ ygl. Hussima: Beitrag 65): it. grata^ 
•p. grada, pg. grade. 

729. gräuncUSr am. ,,Körnc}ien'' ^^oranttnciölum (l)imin. von 
oramümV 

730. gräünp (gräünte) sin. [ar. granut$ auch „Pustel", xngl. 

iSmuts „Pustel"] .^Körnchen" < * granuncülum, vgl. Verfassers: 
lat. Ti und Ki, S. 129. 

731. gräur sm. „Dohle" <oraülu8, -um (C. gl. 1. 11, 35, 52; 
in, 71, 42, vgl. 3Iejer-Lübke: Zeitschrift rom. Phil. X, 172; Wiener 
Studien XXV, 100): lecce raulu^ judik. grglo, frz. groüe, gase. albi. 
agraulo, lyon grolo. 

732. gredpä sf. [ar. greafä auch „Gewicht"] „Übelkeit (eigtl. 
Schwere des Magens)" <[ ♦ghevItia, -am (von * gravis = gravis): eng. 
greivetssa, pv. greveza, Greafä kann aber auch rum. Bildung von 
greu sein. 

733. greCf greäcä sb. u. adj. [ar. '>^] „Grieche; griechisch" 
< ORJECUS, -Aj -UM : ven. griego, a.-lomb. greo, lecc. riecu^ sie. recu^ 
pv. a.-frz. grteUy sp. griego, pg. gregOy vgl. sard. pilarega ,,pece greca". 

734. gr^er {grier^ auch^eQ sm. gehört sicherlich zu gryllus, 
•xjm: it. sard. sp. grillOy eng. pv. on7, pg. grilhOy vgl. frz. griUonf 
doch sind die Unregelmäßigkeiten des Stammvokals noch unerklärt, 
[ar. dzund£undr, zingtndr, mgl. tsicoarCy iturec], 

735. greü, gred adj. [ar. ar«w, preao, mgl. ötcj«, orgo, ir. ^eu7, 
^«1 „schwer" <♦ gravis, -em (0. gl. 1. IV, 207, 37, vgl. Öeni. JEL L 
r. 504 für gravis: sard. 1. grae, sp. pg. grave nach Lfivis): alb. re, it. 
a.-gen. greve^ romgn. griv^ eng. greiv. frz. grief^ pv. cat. greUf a.-tp. 
grieve, — Wie lat. Gravida und alb. moarsc (von baff „Last") bedeutet 
grea adj. fem. [mgl. grfita] auch „schwanger". 

736. greutäte sf. „Last" ^^orSvItas, -tatex (gravitas): a.-frz. 
^rte(^. [ar. ^rrea^sa], 

737. grindr sm. [ar. 'v^] „Kornboden" ^ GRAHARixnc: it. granajo^ 
eng. oraner, pv. ^ranter, frz. grenier^ cat. graner^ sp. ^anero, pg. 

738. uffndinÄ (^Kndin«) sf. [ar. grindina^ grindine^ mgl. 
^ndinij „Hagel" <grani>o, «Inem: it. ^andme, gratidinaf sard. 
randline, cal. ^andtnu, neap. grannpic (letztere drei männlich). 

739. grtnedpä sf. „Getreide" [ar. ~ „Weizenmehl"] <*GaA- 

VlCIA, -AM. 

740. grtü sm. [ar. gran, gäm, gäf, mgl. flfrpn, ir. gräum] 
„Korn" ^ GRANUM : it. sp. grano, eng. gro, pv. cat. gra, frz. ^ain, 
pg. grao. 

741. gro8^ crrod««^ adj. [ar. mgl. ir. *^] „dick" ^grössüs, -a, 
-UM : it. pg. gro880j eng. groess, tri, grueaSy pv. frz. cat. gros, sp. grueso. 
— Dr. mgl. gla8 gros = it. voce grossa „tiefe Stimme". — Sub« 
stantivisch gebraucht bedeutet gro8 „dicker Baum(8tamm)" Conv. 
lit. XX, 1011 (auch „ausgehöhlter ^otz, in den die Füfie eines Ge- 
fangenen eingeschlossen werden") &= it. grosso, 

742. grüie if. „Kranich" ^grüs, -üsh: it. pv. cat. ^nui, lomb« 
gruga,wd. gru,Jn. grue, sp. gru(a\ pg. grou. 

748. grumdM im. [ar* grumadz^ gurmadx] „Kehle'' iit mit alb. 



64 744. gruü^dzu — 748. gust. 

grumas, gurmas identisch, doch nicht ohne weiteres als alb. Lehn« 
wort zu betrachten. Wohl ist das Suff, albanesiscb, doch der 
Stamm grum^ dort in keiner Ableitung mehr vorhanden, während 
er im rum. sugrüm I vb. (auch zugrum Varl. Caz. 1643 
£ 272 b., ar. zgrum) „würgen" vorkommt, welches sich zu grum-az 
wie sugup „würge" zu au^e „Hals, Kropf" verhält. Auch it. tra- 
ffMiare und digrumart nahen den Sinn von „gierig verschlingen". 
jDiese Bedeutung, wozu auch frz. g(mrmand „Schlemmer" paßt, 
mnfi die ursprüngliche, und (^rtim-ai) „Kehle" die abgeleitete sein, 
und erklärt sich wie it. pappo „Kropf der Vögel" aus pappare 
„essen". (Vgl. it. digi*uma „Doppelmagen", aver la digrmna in 
corpo ,,im £ssen unglaublich viel leisten", digi-nmale „erster Magen 
der Wiederkäuer; Pansen od. Panzen"). Vgl. 3Ieyer-Lübke : Lite- 
raturblatt, XII, 240. 

744. ar. grun4dzu vb. I „grunzen" <*obunkio, -arb (statt 
ORUNNlRE, die sabellische Form des lat. orukdire vgl. Meyer- 
Lübke: Rom. Gramm. I § 19): it. grugnare, eng. grafier, Densu- 
•ianu: Bomania XXXIII, 79. Dazu gehört wonl auch ar. grünü 
am. „Kinn" s=s u.-eng. gruoA „Kinn", die, wie lanc. munse .^Kinn", 
ursprünglich „Schnauze, Maul" geheißen haben mögen. Vgl. Zauner: 
Körperteile, 407. Allerdings kann ar. grAM auch mit daco-rum. 
gruiü „Hügel" identisch sein. 

745. gükrä sf. [ar. mgl. 'v/, ir. gur{\ „Mund (übertr. auch 




^ 



ankreich, vgl Zauner: Körperteile, 380—381. 

746. gurgxHü sm. „Traufröhre" gurguiul fifei „Brustwarze", 



— '^M. ^— - - ^ — j^»- — -j y|- — f ~ ' er — iß — - — - — J7J I — o'" ^ — 

guka „Krug mit euerem Halse", gehören wahrscheinlich zu den 
Ton Körting* Nr. 4169 besprochenen onomatoptischen Laut* 
Terbindungen garo-, oubo- mit der Grundbedeutung „sprudeln". 

747. gjA^t sf. [ar. mgl. gufu^ ir. gii^ „Kropf von Tieren"] 
„Kropf** dial. „Hals" ^ gbusis (Meyer-Lübke : Zeitschrift rom. 
l'hü. XV, 242-243; Schuchardt: Zeitschr. rom. i'hil. XXI, 199 
bis 2(X)): alb. gvS^^ gen. goMUj desgoSa-se „vuotäre il gozzo", a.- 
bere. goi, lucch. gggio „Kropf**, piem. ^oso^ aosh „Kropf. Kehle**, 
loinb. go99^ grödn. goi. wall, diweh „Zahnfleisch**, lotr. iöK 
,y Wange**, frz. gositr ,^Schlund**, vgl. it. tragu^iare, trient. tangudiar 
y,vertchlingen". Ableitungen: 9ug^l vb. „würgen" (vgl. grumaz) 
rägu^isc IV vb. ^,heiser werden** (Einmischung von raucus?), 
fiUfdt, 'ä a4j. „kropfig**, ar. guSacu IV vb. ,,tclineide den Hals 
ab , mgl. guinei IV vd. ,.nehme um den Hals**. — Das Wort 
Ist auf der ganzen Balkanhalbiniel verbreitet und wohl dem Rum. 
od. Alb. enUehnt: big. guif, n.*gr. ynaSoa^ kroat jfiUa, güia „Kropf 
€kr Vögel**t wag. guio. 

748L I guat gm. [ar. ^iii<«i] ^Geschmack" ^oüstus« -um: eng. 
jrvili; in. poM; pg. gok. 



749. gust — 759. i&tcü. 65 

749. II gu8t 1 Tb. [ar. gustu, mgl ir. ^ ,,kosten, •chmecken'' 
^ 0Ü8T0, -ABE : pv. cat. sp. pfJT. gostaty frz. gouter. 

750. gütä sf. ,,Gicht, Schlagaot'all" (vgl. ar. k'ic »tröpfle*" — 



sard. sie. gutta, eng. guot, pv. cat. sp. gota, frz. goutte. * 

751. guhirdiü (^tttnar) sm. „Schnupfen" ^I^outtuhaliux (von 
outtub). [ar. BinaHe], 

H. 

752. ar. hie am. [mgl. ic] ,,Feigenbaum", fkieä sf. [mgl. ica] 
„Feigb" <picü8, -um; pIca, -am: alb. fik, it. fico, fica, pv. figa, ap. 
higo, higa, pg. /f^o, figa. 

75B. ar. Alcd sf. s. Kie. 



I. 

754. iddd sf. Tgl. ied. 

755. idpä sf. [ar. mgl. iapa, ir. iopf] „Stute" < ßQCA, -am : sard. 
ehha, n.-pv. e^o, a.-frz. ietoCf cat. pg. e//tia, sp. yegua, 

766. <arfÄ> conj. [ar. '^^ mgl. arö] ^und, aber, wieder", un- 
bekannter Herkunft. Schucbardt: Zeitschr. rom. Phil. XV, 240 
bis 241 und Meyer- Lübke: Rom. Gramm. III, § 495 vergleicht 
damit obw. €r{a)y eng. eir, ,etiam", pv. er{a\ tras „auch" und glaubt, 
daß sie auf ein urrom. Wort zurückgenen, welches gr, Moa, ä^a, 
lit. ir entspricht. 

757. idrbä sf. [ar. mgl. larftö, ir. |V&f] „Gras" <h£rba, -am: 
vegl. jarha, it. sie. mail. eng. pv. trha^ frl. tcrfte, a.-frz. ehre, evre 
(Zeitschr. rom. Phil. XXVI, 657), n.-frz. herbe, lothr. yerh, sp. yerba, 

!»g. herva. Die 3Iehrzahl iirburi „Grasarten", sowie frz. pv. er9 
vgl. it. erborare) setzt ein *ervora von *ervu8 (statt ervum) 
voraus, das man fälschlich als Plural von iarbä iUhlt. W. Meyer: 
Lat. Neutr. 58. 

758. idriiä sf. [ar. '^, iafä, mgl. iarnä, ir. iornf] „Winter" 
^HlBfiRNUM (seil. TfiMPus: a.-frz. en Jiiver tempa; verdrängt das Wort 
HiEMS gänzlich. Das weibl. Geschlecht des rum. Wortes erklärt 
sich durch Angleicbung an die übrigen Jahreszeiten. Meyer- 
Lübke: Rom. Gramm. II, § 391): it. (tn)remo, sard. ierru, obw. 
linviam, pv. ivem, frz. hiver j sp. inviemo, pg. invemo, 

759. iäscä sf. [ar. mgl. lascä] „Zunder, Feuerschwamm" < fiscA, 
•AM (vgl. bei Isidor Orig. XvII. 10, 18: „esca vulgo dicitur (fungus) 
quod Bit fomes ignls"): alb. esk^ „Zunder, Niere", it. fsca „Speise, 
£löder, Zunder", sie. pg. uka, ven. leska, erto USka, u.-eng. esVa 
,.Zander, Speise, Lockung*^, pv. e9ca „Zunder", a.-frz. fsc/if, n.-frz. 
echc^ pie. ae(s)kier, (vgl. frz. haqut „Lockhering"), sp. hisca,, Vogel* 
leim" (daneben yeika „Feuerschwamm"). Auch m.*gr. Soxa» irb; 
jetika „Lockung". 

PttfCMriu, E^ologiMhes Wört«rbue^ 5 



66 760. i&ft — 769. iert. 

760. idüf ludi, ludt, ludre yb. [ar. fiiu, Igai, Igat I, mgl. 
ifu, laj, Utt, lari. ir. fizu, Igt, lo] „Dehmen^^ < Lfivo, -ake : vegl. levur^ 
it. tevartj lecce luare, eerign. luä, cal. toar«, sie. Hvarif piem. 2ei;(i, 
m.-8ard. leuare, n.-8ard. learCf frl. Jevd, pv. pg. Zevar, frz. ^ever, sp. 
levar „aufheben'^, Uevar „wegnehmen^^ Der Sinoesübergang von 
yyftafheben" (it. frz. sp.) zu jX^^R)'^^^®^*' (<^^* *i<!* Bard. piem. sp. 
pg.) ist ohne weiteres verständlich und auch fürs Spätlat. nach- 
weisbar (Dens. H. 1. r. 192). Zur Phraseologie von tau ist der 
Sinn ,,zur Frau, zum Manne nehmen*' (vegl. me ajaite levuot per 
mulier vuastra), dann ,,kaufen** (auch frl. Jeva und ähnlich alb. 
maf und bleri <*ab-lbvo) bemerkenswert; zam Sinne ,,gähren*' 
(«US „9ich heben") vgl. aluat; endlich steht im Bum. einzeln da: 
o tau. y.ich breche auf* (a luafo agale-agale pe curäruia ce ducea 
la casä äaftei. Säm. I, 217), mä iau cu cineva y,ich behandle Jemd." 
(sft ia bine ca slugile). Charakteristisch ist der Satz: ,,dupä aia 
i^au ItMt (=s sie sind aufgehrochen) 9! 8*au dus in tirg 9! i-au luat 
ftiii (s= haben dem liädchen gekauft) camä^l [^i] haiue .... 91« 
au luat CQ el (hat mit sich genommen) ^i o nevasta mai battnä, 
care au ^tiut s'o imbrace" Jb. VIII, 71. 

761. icl (atct) adv. „hier" <hxcce. Vgl. aci. 

762. ted sm. iddä sf. [ar. ed{ü), eadä, mgl. ied, ifdä, ir. {ed^ 
jocif u. iJtditBfl „Böcklein; junge Ziege" <hjbdus, -um, ^hjrda, -am: 
aJb. e^y sard. edu. Sonst im Kom. nur das biminut. hjedülüs, 
-um: cors. eSu^ eju, oder *hjediolü8, -a: tess. ^öu;, arbedo jora 
„capretta" („da Belluno fin ^^w alla Sesia" Salvioni), eng. azöl, 

763. iäderä sf. [ar. eadirä, mg\, jadirä] „Epheu" <HeDfiRA: 
it. idera^ pv. edra, a.«frz. ierre^ n.-frz. Zterre, sp. hiedra^ pg. hera, 

764. iel, fem. ea pron. [ar. elj |»a, mgl. jel^ <^, ir. ie. ig] „er, 
ne". „Dem lat. Illb entspricht a.*sp. eHe^ wozu n.-sp. el Kurzform 
Ist, |)g. eüe, pv. el^ rtr. el^ während rum. iel, früher te2u, n.-it. eZo, 
d^ süd-it. eüu entweder ein aus Illb umgebogenes *Illu8, od. den 
Axk. Illu in Nominativfunktion zeigen." Meyer-Lübke: Hom. 
Gramm. II, § 76. 

765. i^pure sm. [ar. tifure, Upre in Samarina, Upure in Avela, 
Breaza etc., mgl. tepuri W., tepur F., ir. Upur] „Hase" <l£pus, 
-Örxm: alb. fepur^ it. lepre^ sie. Ubhray sard. kpert. frl. yeur, eng. 
lairra, pv. Itbra, lieura. lothr. liöff frz. lihore, sp. lithre^ pg.. lehre. 
(AuÜer rum. alb. sard. frz., überall weiblich). 

766. ierböB, ^odaä a^j. [ar. irbosj „reich an Oras" < h£rbOsu8, 
•Ay -um: it. erboso, eng. ervuoa, pv. eroos, frz. herbetix, sp. herboso, 
pg. kervoso, 

767. i^rl adv. [ar. afijeri, jngi. ir. ieri] „gestern" <HfiRl: it. 
iert, lanc. ajfrej sie. ajfri, pv. er, frz. Ater, n.-cat. oAtr, sp. ayer, 
^.Vorgestern" heißt a2aZtö %eri [mgl. oaJton, ir. p(er], wie it. ieri 
taUro, pv. a.*frz. Tau^rter. 

76e. iem^g I vb. [ar. amedz(ü)] ,^überwintern" <HiBfiRN0, 
-ABB: it. invemare, pv. cat. ivernar^ irz. hivemeTf sp. pg. invemar, 

769. iert I vb. [ar. krtu, mg). ^^] „freilassen, freisprechen, 
▼eneihen, entfchuldigen" <lxbbbto, -abb „freilassen" (Archiv lat. 
Iiex. m, 258, Vm, 460). Vgl. sard. {t5er/are, welehei kein volks- 
tfimliehea Gepräge 



770. ies — 783. Imp&c 67 

770. ies IV vb. [ar. es, iesu Cod. Dim. 99/XlII, mgl ir. ja] 
y^erausc^ehen" <bxso, -Ibb: it. esdre, uscirCf pv. a.-frz. eissir^ uisttr 
(die tt-Fonnen erklären sich wohl durch ADeleichung ao it. uacto, 
py. frz. (h)ui8 „Türe^O, cat. a.»8p. exir, — Im Ar. lautet neb«i 
emii das Aor. auch itäij^ und das Inf. iniiref das mit a.-gen. mail. 
a.-ver. ven. e^tsir, chioggia tnstV zu vergleichen sind, worüber Ascoli: 
Arch. glott. ita). III, 442 — 452. — Zu rum. ies din minfi „werde 
yerrückt*' vgl. rucs. sü uma shoditY. 

771. ieü, pron. [ar. eü^ jo, ioüy mffl. ir. jo] „ich'' <fi[o]o: älb. 
u{nc), vegl. jUf it. to, sard. eo, eng. tau, frz. je, pv. ieUf sp. yo, pg. eu. 




773. I + iie sf. [ar. it^, mgl. fle| „Unterleib. Hüfte, 
Weichen" <ilia. ♦•am (Plur. von Ilb): alb. vV ,.Wcichen , cerign, 
iggic ..fiancni", obw. iläy pv. ilha (sonst im Rom. Ableitungen davon, 
vffl. Körting* Nr. 4708). Ban, iu sm. Jb. UI, 317 ist aus der 
Mehrzahl üe rückgebildet. 

774. II iU sf. ^,Frauenhemd" < lInba, •▲]! „Hemd" (Dens. H. 
]. r. 158; substantiviert aus lIkbüs, -a, -üx „aus Lein"): alb. Ünc 
„Hemd", eng. lindia, frz. linae, sp. lina, 

775. im sm. „Schlamm" < lImüs, -um : it. limo alb. Rm), eng. 
lima^ pv. Zint, (frz. 2im-on), sp. pg. limo, 

776. tmbdt I vb. [ar. mhet, mgl. amhit] „betrinken" <*i]f 
bXbXto, -abb: sp. emheodar, pg. embebedar, 

in. -{-imhi, imbenum. „beide" <axbo, 'M: a.*it. am&i, -e, eng. 
ambas, pv. amfß), ambaa^ a.-frz. ans, am6es, sp. pg. ambo$f ><», [ar. 
iamiSdoiH], 

778. tmbCn I vb. „vereinigen" <*im-bino, -abb (wie com-bIno, 
v^l. *AD-BIN0: tir. abine, en^. äbbiner Dens. H. 1. r. 228): frl. tm- 
5fna „unire . . due . . cose in uno". [ar. ameaatic 1 vb.J. — Dazu 
dezMn 1 „entzweien, trennen", vgl. alb. dzbo1^ Jagen". 

779. tmbltnz^se IV vb. „zähmen" <*blandio, -Ibb. (für 
blandior, •iRi). [ar. imiripsescu, fac imir], 

780. tmhrde 1 vb. „anziehen" <*im-braco, -arb (von braca: 
alb. brekfy \t,brac?^e, eng. braya, frz. brayes^ sp. pg. wagaa^ vgl. 
bräcire): it. imbracare „die Windeln einem Kinde umlegen, es 
einwickeln". Die Bedeutun? des it. Wortes muß auch dem ram. 
eigen gewesen sein; vom Kinde dann, bei dem das ,.£inwickeln" 

' dem „Anziehen" gleich kommt, ist das Wort auch aut Erwachsene 
übertragen worden, [ar. mveacu], 

781. tmbüo 1 vb. „mit dem Mund fassen" [ar. mbuc „hinein* 
beißen" W.] <*im-bücco, -abb (von bücca): it imboceare, eng. im- 
imk^er, frz. emboucherj sp. pg. embocar, [ar. P. unbekannt.] 

782. imhüib 1 vD. „übersättigen" <*im-bubio, -abb (von bübxa 
„Brustwarze")« 0. Densusianu: Archiv lat. Lex. XI, 425. 

783. impäe I vb. „versöhnen" <paco, -abb: alb. paJ^aA (mit 
£in?mrkung von pßk*) „versöhnen", sonst hat das Wort im Itom. 
die spezielle Bedeutung „einen Gläubiger befriedigen" — „bezahlen** 

6» 



68 784. impar — 794. imprumüt. 

angenommen: it. pagare, sie. pavari, eng. frz. payer, pr. sp. pg. 
pagar, [ar. m&iin, vibtmedz I vb.J 

784. Ifwpclr I vb. ,,pfählen, eiDzäanen" <*im-palo, -arb (von 
PALUs). 0. Densusianu, Kom. XXXHI, 79 zieht hierher auch ar. 
ampdru I vb. „mit den Hörnern stoßen**, vgl. frz. empaler „mit 
einem Pfahl durchstoßen"; man vergleiche damit mgl. dispärpa IV 
y,au8oin anderreißen**. 

785. tmpilröt (-|- auch parat) sm. J[mgl. ampirat] „Kaiser** 
< IMPERATOR (-törbm: lt. unperatorc^ Icent. im/wrodu, pv. emperado»*, 
a.*frz. empe r«or, nA'rz. empereury cat. sp. pg. etnperciaor): liib.mbret 
„König**, pv. emperairef a.-frz. emperci'e, — , Das Fem. dazu heißt 
tmpärätedsä, das Dens. H. 1. r. 160 auf spätlat. imperatrIssa zurück- 
führen will. Letzteres ist jedoch eine Latinisierung des frz. Ver- 
treters von iMPERATRDC, erstcres rum. Bildung, [ar. amird,] 

786. tmpdrt (+ tmparfy impärfesc) IV vb. |ar. mpartu, mpär- 
tiäscu, mgl. ampärtsga] „einteilen** ^impartio, -Ire: it. impartire, 
sp. impartir, 

787. ImpiMee I vb. far. nk'adic, mg:l. (a)mpfdic] „verhindern** 
^DfPfiDlco, -ARE: Vi\h, pfngoiü, aAi, impedicarey com. pedegd „operar 
lentamente**, pv. empedegar, frz. empecher, (pg. (dial.) empelgar „die 
Mühe abstellen**, vgl. 3Ieyer-Lübke: Rom. Öramm. II, ^ 5^7). Im 
Bum. u. Alb. bedeutet das Wort auch „fessele die Beine eines 
Pferdes, damit es sich nicht entfernen kann**, vgl. dazu: „si autem 
impedicato eaballo ingenuus pedicam tulerit . . .** Lex Burgund. 45, 1. 

788. tmpfng, ^nsH, ^ns, JH vb. ,^hinein8toßen** ^impInoo, 
-BOi» -ACTUM, -NofiRE : it. impingcTe, impignerCf tri. impenzi, pv. 
empenheTf a.-frz. empeindrCf cat. empenyer. Im Ar. ist nach dem 
Muster der unzähligen Formen mit und ohne Prefix in» ein pingu, 
oiiMpsu, pimtu^ III, 11 vb. „stechen** (der Sinn „stoßen** in Lumina 
llf 110 wird ein Dacprumänismus sein) gebildet worden. 

789. tmpUnfyc (plinisc) ,,erfü]len** ^plenEsco, -*Ire (Dens. 
H. 1. r. 150): ven. tmpintV, mail. impienif pv. plenir. Vgl. auch 
lulav. vlüniti. 

790. tmplint 1 vb. [ar. plintu] „einsetzen, einstecken** ^ planto, 
•ARB: it. plantare, eng. (ifn)planter, frz. planter, sp. plantar, pg. 
prantar. 

791. tmprttßur^z 1 vb. „umringen** < per- oder PRiBOTRO, -arb 
(Mulomed. Ghir. 77, 29; 129, 10, Dens. H. 1. r. 170). [ar. ami^rlig, 
amvirli^edz 1 vb.] 

792. tmprägur (fmpreaSr) 1 vb. „umzingeln, bedrängen** 
<*PRE88üRO, -ARB (vou prbssüra). Conv. llt. XXKlX, 826. [ar. 
ntterctu, ntsircMz]. 

793. ar. i%>mpru8t4dzu vb. I [mgl. amprostu] „aufrichten, 
fixieren** <pro-8to. -arb „vorstehen** (d. h. ,.von der ebenen Rich- 
tung hervorragen**, daher: „aufrecht stehen**). Davon ar. mprostUf 
mgL prostu adj. aav. „aufrecht**. Conv. lit. XXXIX, 66. 

794. imprumüt I vb. [ar. mprumut, mpärmätedzu Cod. Dim. 
118^/18] „leihen** ^impromütüo, -arb: it. improntare, mail. imprü' 
medo, piem. ampermtiS, ampranU, frz. emprunter (Meyer-Lübko: 
Bom. uramm. I, § 386). Das lat Verbum ist von nr -^ PROMUTüirs, 
•▲, •m abgeleitet, weichet im rum. Im^pn«mtüf adv. „leihweite*' [mt. 



795. impÜDg — 805. inc&lec. 69 

mpärmüt „gegeoseitig"] weiterlebt, wofdr alt.-rum. auch a'prHmut 
adv. steht. 

795. tntpUng, -ns^l, ^ns, IJI vb. ,, stechen" ^ pttNOO, -fiRs: it. 
pungere, pagnere. pv. ponlitr^ irr., poindrt^ span. pg. pungxr, — 
Dazu : sträpung III vb. „dnrchstecheQ'S vgl. trient, roverelto wtra^ 
ponztr^ muggia strapxumzer, frl. straponzi, 

796. I + UnpM I vb. (Cor. Psalt. 30, heute noch in Bran in 
Biebb.) ,,aurcchnen*' ^dipOto« •arb. Im Rom. nur als Buchwort 
vorhauden. 

797. II tmj>iU (Cntpti^, Impuftsc) IV vb. [ar. ampuU amjmtfdscu, 
mgl. amjmtsQs] ^^stinkend werden" ^purfisco, -*irb (statt -BSCSaB: 
sard. piidesiri) mit Anlehnung an put. 

798. in sm. \w[. mgl. ir. ßn] „Lein" ^unux: alb. H, it. tp. 
2tno, en^. Tin, pv. frz. lin, cat. Ui, pg. linho. 

^ 799. In präp [ar. {^)n^ mgl. (a)n, ir. (ä)n] „in" (auf die Fragen: 
wo? und wonin y) <in: it. eng. in. pv. frz. cat. span. en, pg. em; 
Vgl. Kurth: Jb. X, 527—532. 

800. tnäcr^ac (acresc) IV vb. „mache sauer" { xkacrSsco, -*Ibb 
(für -sscßRE Dens. H. 1. r. 150): it. inaffrire. Das Ar. hat acredZf 
-ü, 'it u. -atf 'ire u. 'are^ also eine ^litichform, wie sie in diesem 
Dial. oft zu treffen sind. 

801. tnälb^ac IV vb. [ar. al(fe9cu, mgl. nälbes] „weiß machen, 
weiß werden" <inalb£sco, -irb (für -BSCfiRE), vgl. alb esc. [ar. büesan 
von der Leinwand.] 

802. inält, -A (nalt) adj. [ar. {a)naltUf mgl. nal(\ „hoch" 
<ALTUs, -A, -um: alb. naltCf it. sp. pg. altOf sie. autu^ eng. hat, frz. 
hauty pv. auty waatl. p, cat. alt. Die rum.-alb. Form muß ur- 
sprünglich Adverbium in 4~ alto gewesen sein, vgl. auch pv. naut 

803. tndlp I vb. [ar. ancdtau, mgl. nalts] ^^beben. in dio Höhe 
richten" <*altio, -arb (von altüs): it. alzare (dial. Formen in 
Verfassers: Lat. Ti^ u. Kj, 103), sard. 1. altzare, eng. otser^ pv. 
auszar^ frz., hausser , cat. alsar, sp. alzar, pg. algar. 

804. {'ncfl adv. [ar. ningäj ntXn)c6r, mgl. ancA, ir. inJ:e] „nodi, 
sogar, auch". Die Etymologie ist dunkel. Meyer-Lübke : Kom. 
Gramm. Hl. § 495 konstruiert ein nicht näher erklärtes *anque: 
it. anche, obw. aunk{a\ a.-fi*z. atnc, pv. anc, astur, galiz. anquCy 
welches sich im Auslaut mit rum. incä nicht deckt; auch it. anche 
scheint auf älteres anca (so in Trient) mit Anlehnung an dunque 
entstanden zu sein (D'Ovidio: Archivio glott. ital. IV, 171 n.), so 
daß schwerlich ein Grundwort aufzustellen ist, welches zu allen 
rom. Formen passen könnte. Formell würde ein [a -{-] vkquam ent- 
sprechen (ar. ningü <nunquam? vgl. pv. nonca, wotur a.-frz. ne* 
ainCf Meyer-Lübke: Kom. Gramm. III, § 692), welches sich auch 
syntaktisch erklären läßt, wenn man von negierten^ fragenden und 
Bedingungs-Sätzen ausgeht, wo es nur zur Verstärkung der Ne* 
gation etc. dient (vgl. si quando unquam .... „clnd incä"). — 
Davon etymol. verschieden scheint mir das nur in aer Moldau und 
Siebb. vorhandene incai^ incaÜeaj incälte, incai adv. „wenigstens*^ 
das zu dem gleichbedeutenden ung. inMbh (das •&& ist JEComparatit- 
•uf fix) paßt. 

805. tnedleo I vb. [ar. nealiCf mgl. anealic] „ein Pferd be- 



70 806. incilt — 817. inchi6g. 

steigen'' ^ caballIco, -arb (Anthimus, praef. ed. Rose) : alb. {n)ganwh^ 
it. cavakare, sie. kravakkari, lecce nkarkare, a.-berg. kavalküf sard. 
1. kaddigqre, pv. (en)cava{oar, frx. c^evauc^, sp. ca&a^ar, pj^. ca* 
valgdr. Überall: ^.reiten , wofür rum. cäläresc {yf^X* calariu) ein- 
getreten ist (arogekebrt im Frz.: monier un chtval «= ,,reiten*^). 

806. ineäip I yb. [ar. ncaltm^ ir. änkQUi\ „bescnuhen" ^in- 
CALCio, -ABB (Dens. H. 1. r. 169 &= calceo, -arb: it. ccdzare^ neap. 
}caui$are^ alatri hiuM,, trient. hiUar^ sard. ]. haltsare, eng. k^otSer, 
pT. caussar^ frz. chausser, sp. calzar^ pg. cal^ar] : it. incaZrare, ^.-gen. 
enleal^ar, pv. eticaussar, a.-frz. enc^tisser, a.-sp. encalzar, (a.-pg. 
eneal^ sb.j. 

807. 4- tneälpdre (Dosofteiu: Viafa »f. *% etc.) sf. [ar. 
ncdZtiare] ,,Be8chuhung, Schuh" aus älterem *clüfare (-4- incaXf) 
^*calcbarb: it. cahnrt «.Fußbekleidung'*. 

808. ineälx49c IV yd. [ar. ancäldzäscu, mgl. ancälzps] ^.wärmen" 
^^iKCALDfisco, -IBB (=s iK-CALfisco -|- CALDUS, Vgl. dr. cälanrä, ar. 
e&roare). 

809. tnedp, 'üi, -tie, II vb. [ar. {n)cap, mgl. {a)ncap] ,,Raum 
haben" {capio, -*£rb (für -Srb): it. capere, pv. sp. pg. cdber^ frz. 
•cevotr. Für die rom. Bedeutung ,,Raum habng'^ vgl. lat. id non 
eapit toto in arbe (ss totus orbis id non capit). 

810. tnedrc 1 vb. [ar. (n)carcUf mgl. {a)ncarCj ir. {än)carge8cu\ 
„beladen, (auf)laden" ^ [* in-1carrIcO| -arb (Arch. lat. Lex. IV, 
425—26, Ia, 858 von carrctm) : alb. ngarko^f it. (in)carr{i)care, eng. 
{in)l^araer^ pv. sp, {en)carqar, frz. charger, cat. pg. {en)earregar, 

811. ar. tneär48e IV vb. „wärmen" ^iNCALfiscOt -*irb (für 
•BSCfiRB: sp. ealecer). Vgl. tncäizesc. [Papahagi kennt das Wort 
xiieht]. 

812. tne4p, -^i, ^üt III vb. „anfangen" [ar. ntsep „anzapfen"] 
<iNClPio, -Srb; rtr. ant£eiver, 

813. 1 tnc^tf'Cdtä adj. av. [ar. tntset] „langsam, leise" < qüStus, 
'Af -üM (G. I. L. VIII, 8128 etc. — quibtus): alb. k^et „schweigend", 
it chetOf sie. kitu, eng. otiatf, pv. quet, frz. cai^ sp. pg. quedo. 
[Papahagi kennt nur (prejagaleä], 

814. II tnc^t (inceUz) I vb. ,,auf hören" < *QUfiT0, -arb (vom 
Torigen): alb. ÄE*ef „beruhige", it. chetare „beruhigen", sp. pg. quedar 
fftvirnif lassen". Der Sinnesübergang des rum. Wortes erklärt sich 
«mächst aus tnceta varba = „die Rede leise («= incct) werden 
lassen" — „aufhören zu reden" (ea alb. k^ttem) — „aufhören", [ar. 
jpäfiescul 

815. tnehHÜ I vb. „schließen, verbinden" [ar. nctedz .,mit dem 
Schlüssel sperren"] < [*in-]clavo. -abb: it. chiavare, a.-it. inchiavare, 
pT. enelavar, tn. enclaver, Öavon: incheietüra sf. „Glied" sa 
ftbrozs. nghiavature (Dens. H. L r. 226). 

816. tnehüL •UH, -is III vb. far. {tn)crtd. -tifü. -is, III, II, 
iBffL atücRdf »ii III, ir. (än)kridn «if III u. takM nach kroat. ga- 
UijuikiH] „schlieOen, lumachen" <[in]olOi>o, «Osi, -Osum, -Arm (■■ 
ouiVDOf -Irb: pv. elawre, fra. clore^ cat. clourer^ ••*??• chouvir): it. 
ehiud/ere, u.-6ng. kludir. — Ein Partz. ^olaittüs setzt *clautOria, 
•Alf > ehiotodre^ eheutodrtf eheptodre (ban.) sf. „Knopfloch" voraus. 

817. %9Ui9Mg 1 vb. [ar. ticISy, mgL angttg] „gerinnen (machenX" 



818. iochin — 830. Ind^mn. 71 

<*CLA0O, -ABB ([metathesiert aus *caolabb: it. eagliare, sard. L 
kadzare, c. calldi, frz. caillerf sp. cttjar, statt qüaolabb Dens. H. l 
r. 90: eng. enquaHtr, sp. cuajar, pfr. coalhar s coaolabb CLL. 
XIV, 2605 = coaoülabb): sard. 1. diagare. Vgl. chiag. 

818. tnchin I vb. ,,vreihen'', mä tnchin ,,neige mich, bete^ 
[ar. mgl. mi ncrm] <[in]clUto, -arb: it. (in)chinarey py. {en)cUnarf 
a.*frz. (en)cliner. 




-Nsuac, -Cbb: it. incendere, yen. encender „prurire^*. abnizz. ndienne 
„frizzarc", obw. antSender y,bruciarc'\ frl. incinai ,,frizzare", py. 
encendre, sp. pg. encender. [ar. aprindü]. 

821. Incing, "Usät (-4-, ban. -nl), -n« III yb. [ar. tiingu, 
'WiUf -mtUf III, 11, m^l. Ia)nt8ing] „umgürten" <[in]cIkgo, -oto, 
-KCTUM, -NOfiRB: it. (in)cinyfr«, (tn)ct^n«re, py. {en)cenherf frz. (ai)- 
eeindre, sp. cenir, pg. ct^u/tr. JDas einfache *cing liegt in cingäüdre 
sf. „Gurt" (ygl. sp. cemior^ pg. cin^ouro) yor. 

822. Indnt I yb. „bezaubern" <ikcakto, -abb: it. incantare, 
eng. enWantcTf py. cat. sp. pg. encantor, frz. enchanter, [ar. /oc 
amdt], 

823. tnctfrd I yb.' ,,spannen" <*in-chördo, -abb (yon choboa): 
alb. naord „yerrecken", it. incordare, sp. encardar. 

o24. Hh tHcnine I yb. „blutig machen, mit Blut bespritzen" 

iJb. III, 175 etc.) <CBUBNTO, -abb. Heute bedeutet dial. (Bukow.) 
ncrunt auch „beiße" („un eine turbat a incruntat zece oamenT; 
, unul 9i acuma are fa^a incruntatä**), sonst nur noch „wütenden Ge- 
sichtsau^drack annehmen". 

825. tncüiü 1 yb. „sperren" (eigtL „yerkeilen") <[*iN-lcOifio, 
-abb: sie. inkw^ari^ sard. 1. kundzare „sperren, umzaumen", eng. 
inhibier „yerkeilen". 

826. tncünjur (^ncunjor) 1 yb. ,,umkreisen" < conotbo, -abb 
(yon oybus. Rönsch: IUI. u. Vulg. 186, C. Ol. V, 334, 40). [mgL 
dafür dinzur 1 vhX 

827. tfufärc I yb. s. descurc. 

828. tndärät i^ndäräpf) ady., »rückwärts" <[iN-|-]i>B-BfiTB0: 
it. Un)dietrOf ncap. {n)deretOf alatri d^etc, lecce deretu, a.-berg. de 
drea, romgn. (2ri, sard. g. a dareddu, py. (de)reire, frz. detrUre, 

- Die Nebenform indaräpt hat Wei^ana yeranlaßt (Jb. II, 222) nr- 
DiBBCTVS, «A, -UM yorzuscblageu. Vielleicht liegt letzteres in der 
Ableitung Indärdptnic^ -d adj. „widerspänstig" (eigtl. „ungerad(er 
Mensch)") yor, ygf. alt-rum. xntort „starrsinnig" (eigtl. „gedreht"). Da 
man aber das wort an tndärät „rückwärts" <nc + DBRfiTBO an- 
lehnte (vielleicht unter alb. Einfluß, wo prapa „rückwärts", prap^ 
„starrk^ipfifl" bedeutet, ygl. Dons. IL 1. r. 200), lo konnte einer- 
seits tnaäräpt, andererseits tndärätnio entstehen. Vgl. VcrfaMen: 
Lat. Ti u. Ki, 9—10. [ar. näpoL ntpoi], 

829. tndärdtnie, -ä (Indäräptnxe) i. indärät 

880. tnd4mn I yb. [ar. «x/l „zu etwas bewegen" <*indi*nIno, 
•abb: frz. emmener. Die.urspriingliche Bedeutung „yon der Stelle 



72 331. indes — 836. inec. 

(imdk) durch Drohung wcfrtreiben (mIno)'' tritt noch deutlich hervor 
in indemn boH^ caii ,ftreibo die Ochsen, die Pferde an'^ Vgl. min.- 

831. tnd^a I vb. [ar. ndes] „stopfen" <*iND£fNjso, -arb (mit 
Präüxwechsel aus condenso: sp. condesar „aufhäufen"). Dagegen 
ist indesisc IV vb. „oft wiederholen" rum. Ableitung von des und 
geht nicht auf densSsco (Dens. H. 1. r. 150} zurück, welchem ein 
%nde߀8C IV vb. (Xoua rev. rom. I, Supl. U, 188) eher entsprechen 
würde ; doch scheint mir auch letzteres rum. Bildung zu sein. Mit 
des steht endlich tnghesueac IV vb. „drängen" nur in volksetymo- 
logischer Verbindung (daher auch indesuesc IV vb.); es* gehört 
zu ghies „Drang". 

832. Indrednjndreäj Andrea) s. „Dezember" < [sanct-Iandreas 
(bs gr. jirdpiai. Der Monat wird so genannt nach dem Tage des 
beilg. A. (30. Nov.), welcher im Volksglauben eine sehr bedeutende 
Rolle spielt): alb. ic^-cndri „December", a.-sard. sant-andria „^o- 
Tember", vgl. slov. andrei$cakf andreßöekj ung. szent Ändräs hava. 
[ar. ÄndreilUf AndreluSlu]. 

833. tndulc^sc IV vb. [ar. ndultsescu] „versüßen" ^♦indül- 
cfisco, •IRE (= DULCfisco, -ESCfiRE -}- iNDULao, -IRE Dens. H. 1. r. 
169: it. indolciref eng. indutschir, sp, endulcir. Von diesem und 
ähnlichen Fällen wird dann die Aonjug. -fiscOi -Ire im Rum.**ver- 
ftllgemeinert). 

834. fndifplec I vb. [ar. nduplir. auch ,,harte Gegenstände 
biegen"] „überreden" <düplIco, -are: tess. duoigd „biegen", Icent. 
doblii, eng. (2u5a2(Üer „falten". Der Sinn „falten, beugen" (it. duplicartf 
eng. dupltk'er etc. „verdoppeln" sind gelehrt), aus dem sich dann rum. 
„den Sinn beugen" — „dazu bewegen" — „überreden" entwickelte, 
kann allenfalls auch so erklärt werden, daß düplXco zunächst „zwei- 
fach (dcplus) machen", d. h. „in zwei Teilen falten" bedeutete; 
irahrscheinlieher scheint mir indessen, da alle angeführten rom. 
Vertreter jenen Oebieten gehören, die den Übergang von dep- zu 
DOP-, DUP* auch sonst zeigen, anzunehmen, daß dcplXco durch Volks* 
etymologie in verstärkendes de -}- plIco „falten, biegen" getrennt 
wurde. 

835. fficttfr I vb. „dulden, aushalten, ertragen" <indOro, -arb 
(vgl. [obIduro BS „verhärten — aushalten"): alb. duroti, ndurU 
^asselbe", vgl. pv. abdurar^ a.-frz. adurcTf Meyer-Lübke: Rom. 
Gramm. II, f 595. — Im Grunde genommen hat also indur und 




aueh „würge, töte"] 
,Die Grundbedeutung 
war offenbar: einen ohne Anwendung einer Waffe zum Tode 
bringen: fame necare aliquim Cic. Caes. und dies bestätigt den 
«tym. Zusammenhang des Wortes mit nocere. Bei Gregor von 
Touri ist das Wort regelmäßig für ,,ertränken" gebraucht, vgl. 
BoDDot: La latio de Grig. do T. p. 286. . . . Daß der Gebrauch 
▼OD Gregor kein individuellor war, beweist frz. nojfer**, Wölfflin: 
Axoiav lat. Lex, VII, 278): ven. pv. ne^r, mug^eia tntiejor, rtr. 
nof^r, tn, noyeri'Vgl it. anneaartf cengo. annpcäf oat. sp. pg. 
anegar. Überall „ertränken", daher um so auffallender die Bewah- 
nng des unprttngliehen Sinnes im Megi. 



837. ioegresc — 851. inger. 73 

837. iitegr^se (innegresc, negresc) IV vb. [mgl. nigr6s\ . 
•yySchwärLCD, schwarz fchiuimcrn'* <nIgr£sco, «^ihb («» -JsscfiRs: sp. 
neffrecer, pg. annegrecert vgl. pv. negrezir, frz. noircir): eng. innainr, 
[ar. Iäe8c\i\ 

838. in^t sm. [ar. iiel P. ni»i«3 W., mjjl. nintl, ir. areQ „Ring** 
<ANfiLLU8| -um: it. anellOj eng. aN^, pv. cat. anel^ frz. anneau, sp. 
anülo, pg. f2o. — Die ar.-m^l. Form erklärt sicli durch falsche 
Trenoang aus un-inel, Jb. XI, 191. 

839. fn/Vff {infäp) 1 vb. [ar. nfaSüf mgl. anfaS beide auch 
„eipwi^eln"! „einwindeln" < [♦in->a8CT0, -arb: alb. faik^orif it. (in)- 
/^cwciare, sard. faSart, eng. (tn}/aser, pv. faissar^ frz. faisser^ (sp. 
/ityar), pg. {en)faxar. 

840. In/vl^ur (infäßör) 1 vb. „ein"wrickeln" < * [in-]fasciölo, 
-ABB (von fasciÖla). [ar. n/Jii, mgl. anfaSj, 

841. tnfig,^ps4i, -pt HI vb. [ar. (n)/ii^u, -j>^w, -ptu HI. IIl „hin- 
einstecken, hineinheften" <[in]fIoo, -xi, -ctum. -ofiRB: it. (in)/ig^eref 

S sonst im Rom. nur noch [inIfictus, -a, «um ci-halten: it. fitto, piem. 
Itf lomb. fitS, eng. fitta. sp. Mto „schwarz", pg. fito). 

842. tnflorösc IV vb. [ar. mflorescii] ,,anfangeQ zu blühen" 
< nf-f LORfisco, •♦iRB (= iNFLOREscßRB : sp. florccer^ pg. forectTf ch(h 
reccf + FLORlRB Dens. H. 1. r. 147: it. fiorxrt^ eng. flurxr^ pv. /tortr, 
frz. fleurir, [ar. P. unbekannt]. 

843. tnfrtn^z^ 1 vb. „bändigen, zähmen" <in-fr£no, -arb: it. 
infrenare, u.-eng. infrainar, pv. sp. cat. enfrenar, pg. enfrear, [ar, 
cdpis^nfsf8cu]. 

844. tnfrtng, "tisöi, -tit III vb. „brechen" <*in-franqo, -J6bb 
(statt iNFRlNOo: frz. frinfi): it. infratigere, infragnere, a.-frz. «i- 
/raiwdrc, n.-frz. enfreindre. [ar. /riw^yu]. 

845. tnfi*unz^8c {tnfrund Hodo^: Cintece bän. 42) IV Tb. 
„anfangen Blätter zu bekommen" <froxd£sco, -Irb (Dens. H. 1. r. 
147 statt, -£re): it. frondire, [ar. da fnndzä, diScfid], 

846. tnfnlec I vb. „gierig verschlingen" <fOllIco, -abb: sp. 
holgar^ pg. folgar „ausschnauien". Die zwei verschiedenen Be- 
deutungen erklären sich aus der lat. : „sich wie ein Blasebalg bald 
zusammenziehen, bald auseinanderdehnen, beim Essen (rum.), Atem* 
holen (sp.-pg.) etc." (Georges). — Daneben auch infulesc IV Tb. 
(Noua rev. rom. I, 225). 

847. infüre 1 vb. „aufgabeln" <*in-fürco, -arb: it tn/br- 
^ eare, eng. %nfurk*er, pv. a.-cat. pg. tnforcar, frz. enfaurckcTf sp. 

enhorcar. 

848. tngäl^x I vb. „vernachlässigen" < [* I!c-]oallo, -arb: it. 

faXUire .,ausgela8scn sein", campob. ingallaf vgl. sp. gculo „Stolz". 
)ens. Ii. 1. r. 191. Vgl. ar. gäletcu IV vb. ,.heitcr werden (vom 
Himmel)", mgl. gOlh IV vb. „verhätscheln". Vgl. indosieo: 
Bchuchardt: Zcitschr. rom. Phil. XXXIX, 823 fr. 832. 

849. tngömän 1 vb. „verdoppeln" <iN*oftMli(0, -arb. 

850. tngenuneMM 1 vb. [ar. ndzinucledZt mgl. anzinüktu] 
„knien" < [iN*JoBN0c[t)]LO, -abb (üons. H. 1. r. 165): it. inginocckiaref 
Tgl. frz. agenouiUcr. 

861. inger um, „Engel" <a)io£lus, «um (■■ gr, äyytXog ) ar. 



74 852. inghlt — 859. ingrSun(ez). 

mgl. an^tQ: alb. en^c?, it. atigdo^ eng, aungel, pv. cat. sp. angel, 
frz, angtf pg. anjo. [ir. (>fie{]. 

852. ingh^t I yb. [ar. n^ref8(ti), rogfl. (a)n^refs, ir. än(//^fs] 
„zu Eis werden'' <OLAao, -abb: it. ghiacciarey cal. jatssare 
„schneien'', lanc. i^tSSd, a.-gen. dlagd^ triest. jataär, frz. glacer, 
galiz. 2a2rar. 

853. inghtt (inghif) lY vb. [ar. ngfit IV, mgl. (a)n^ßf I nach 
MugrUs] yjTerschlucken" <[*in-]glüttio, -Ibb: it. inghiottiref pv. 
engloiir, Irz. englouHr^ cat. a.-sp. c^i^Zuftr. 

854. tngin I yb. ^^nachahmen", dabei ,,Fratzen schneiden", 
und ,,munne]n"^ <oanno, -abb (für oannio, -Ibb: ar. {ä)ngine8cu 
yyStöhnen") : it. ingannaref pv. enganar^ a.-frz. enjanneTf sp. engaüar, 
pfr« enganar. Überall ,,betrügen". Die ursprünpfliche Bedeutung 
scheint diejenige zu sein, die sieh \ erfindet in Rum., in cerign. 
nganarse ^.zornig werden" (kaum zu c a n e gehörig, wie Arch. glott. 
ital. XV, 227 angenommen wird), bourberain njene „nachahmen" 
und in vielen Glocsen, die bei Dens. H. 1. r. l&l — 1^2 angeführt 
werden, (auch oankIbb es ahd. grinarif vgl. altnord. grina „dentes 
nndare ridente", Archiv lat. Lex. X, 515). Aus ,,Oesichter 
schneiden, necken (vgl. ziua sä inginä cu noaptea = „der Tag 
bricht an", eigtl. ,, der Tag neckt sicli mit der Nacht"), spotten' , 
soll nach Dens. H. 1. r. 192, 506 (wo alb. kHS es „spotten" und 
„betrügen" verglichen wird) die Bedeutung „täuschen" entstanden 
sein. Wahrscheinlich haben wir einen Jagdausdruck vor uns und 
dann wird es verständlich« daß aus „die Stimme nachahmen" — 
„locken" — „durch Lockung ein Tier täuschen" ein: „läuschen" 
entstehen konnte. 

855. tnginf I vb. „sich aufblasen" < oonflo, -abb (Archiv lat. 
Lex, II, 439; vgl. auch Archivio glott. ital. XIV, 454, lür con-flo, 
•abb: obw. kuflarf tarn, languedoc konfidf ard^che konfldj queir. koun 
floTf vion. Icanhla etc.): it. gonfiare (> frz. gonfler\ abruzz. gunfidf 
tess. ^üfi^ vgl. alb. nguföj, nacfoj, „keime, sprosse". — Das Bild 
welches dem rum. Sinnesübergang zugrunde liegt ist durch 
deutsch, „aufblasen" ohne weiteres ersichtlich, vgl. auch rum. sä 
umflä in jf>ene Ast stolz" (von den Vögeln übernommen) wofür mgl. 
einfach: si anfiä. 

856. ingrd^ {^ngräfi) I vb. [ar. ngraiü] „mästen" < * in-obassio, 
•ARB (von OBASsus s= CBA88U8): pv. engraissor, frz. engraiaser^ pg. 
engraxür* 

857. %ngr4e I vb. [ar. mgl. angrtc\ „beschweren, schwanger 
machen" <*inobSvIco, •abb (von *obbvi8 &» obavis): vgl. a.-frz. en- 
grtgUr, Letztere Bedeutunff erklärt sich aus dem Sinn „schwanger" 
dea a^j. jfreu und hat wohl mit alb. 1^g^th^f!tlf^ „blähe mich" nichts 
ssu tun. 

858. XngrtivdiM I vb. „beschweren" <*fnr|oBftvo, •abb (=a 
[nrloBATo: it gravarCf sp. pg. gravar): pr. grtvar^ frz. grever. [ar. 
XDgX angreel 

868. %ngr4un{A} 1 vb. .,beschweren" <*xir«OBftvliro, -abb 
▼OA ^oiBvn M oBAvn). [ar. mgl angree]. . 




860. ingüst — 870. Ins. 76 

860. I ingüst, -d adj. [ar. ngustu^ ir. ängunt] „eng'* <an- 
oOSTUS, -A, -XTM : alb. nguStCf sp. pg. angonto, [ir. guit ^ kroat. gast). 

861. II ingxXsti^) I vo. [ar. ngustu^ ngu8ttdz\ „verengen** 
^ ANOüSTO, -ABB: alb. nauStoilif vgl. sp. ensangostar «*ex-anou8tari). 

862. tngurz^c IV vb. „eiDschrumpfen*' < * fiNJ-oÜRDio, -Ibx 
(Ton oObdus): frz. (en)gourdir, vgl. abruzz. nguraa, Dens. H. 1. 
r. 166. 

863. inimä {irimä) sf. [ar. inimä, xngl. initnä in Huma, sonit 
buriCf ir. iirtmf] ,,Herz" <anXma, -am: it. anima, sio. arma (vgl. 
mail. armdla^ mod. rtime2a\ pv. alma, a.frz. oZme, n.-frz. amf, eat. 
sp. pg. alma, — Im mm. findet sich auch die Bedeutung ,,Bauch** 
in: mä doare inima = frz. fai mal au ccsur, 

864. injüg 1 yb. [ar. ndiug, mgl. an£ug] ,. Jochen'' ^ Jüoo, -ari. 

865. IfKßünghia I vb. " " " 

stechen" 

2. ,,Seiten8techen'*. 

866. tnjür 1 vb. [ar. ndlur^ mgl. an£ur] „schimpfen" <♦«• 
jüBio, »ABS (s3 iNJURiOR, -ARi): sard. indzurdzarCf (it. tnjuriarff^ pv. 
ettjuriar, in. enjurierj eat. sp. pg. ir^uriar tragen buchwörthenes 
Gepräge). 

867. tnöd (innod) 1 vb. [ar. nod] „zusamroenknoten" ^[nr-] 
vOdo, -ABB (Dens. H. 1. r. 169): it. innodare^ pv. nozar, hz. nouer^ 
eat. nuar (vgl. it. annodare, sp. anxndar). — Dazu: deznod I vb. 
,,eincn Knoten aufmachen" wie it. disnodart, pv. desnozar^ in, 
dinouer, eat. deantiar, 

868. tnde (fnnof) I vb. [ar. (a)nof] ,,8chwimmen" ^*nOto, -ark 
(statt NATo: cerign. natä, alatri natdf sard. naclare, tri. nocid, sp. 
pg. nadar. *noto, Belege bei Dens. H. 1. r. 89, ist vrphl durch 
eine Kreuzung von nato 4- '^o entstanden) : alb. noto^. it. nuotartf 
obw. nudttf pv. nodarf a.-frz. noer. [ar. auch mplätescu]. 

869. tnöur(4z) 1 vb. [ar. muredz^ „umwölken" <innübIi.o, 
ARB: ven. inuvolarj (vgl. it. annuvolarsi, sp. anuhlarse, pg. anii« 

• war««). 

ö70. Ins, -A pron. dorn. [ar. nfs, n^, mgl. pn«, ir. äni\ 
,,dieser, e, es" ^Ipsüs, -a, -um (App. Prob. 156, C. I. !>. IX, 1164 
SB Ipsb: a.-sp. eje, n.-sp. ese): it. essOf sard. (i)si«, eng. sum, pv. et«, 
a.-pg. eiso. Die Form issb, issu ist oft beloort, (so bei 8ueton 
Augustu8 88; auf pomp. Inschriiten; bei Martial I, 109; Archiv Ist. 
' Lex. X, 460-51; IX, 412-13; Schuchardt: Vok. I, 148; Frohner: 
Eh. Mus. XIII, 148; Georges: Lex. lat. Wortf. etc.); auf sie geht 
zurück des (in des (de) dimineafä ^ de ipso *de-mane, neben 
alt-rum. dim de dimineafä, Conv. lit. XXXVIII, 254), ar. nd«u (a 
alt-rum. nunsu), ar. disu (— dr. dins). Daneben muß eine Form 
'*'iN8U bestanden haben, wie aus den anderen ruro. Formen ersicht- 
lich, ferner aus südsard. insoru (ipsorum), a.-sard. 1. nennun (ne- 
Ipse-unus), valtell. inzias (ipse -|- ipse), a.-frz. ensemenM* ipsamente^. 
Der Einschub des n ist Archivio glott. ital. III, 442 ff. von AscoU 
erklärt, weitere Beispiele daselbst X, 154 ; Zeitschr. rom. Phil. XXU, 
478; Mussafia, Beitrag, 26. Zur Syntax von in» siehe Meyer-Lübke: 
Rom. Oramm. ill, § 69, wo trefflich bemerkt wird, daO maa xpti 



76 871. iD96](62) — 876. inspin. 

,,a]s eine zunächst bei einzelnen Präp. eingetretene Verstärkung 
von iel oder genauer yoo lat. ille anzusehcui hat. Man sagte also 
schon in sehr früher Zeit statt oder neben cum illo auch cum ipso 
illo, in welcher Ausdrucksweiso in einer Sprache, die ille als Ar- 
tikel anhängte, der Ton fast notwendig auf das zweite Glied rücken 
mußte ....'' Ebendaselbst, und auch II, § 666, wird dins (neben 
In«), zunächst aus a-d-tii5, Za-d-tns ^ ad-ipsum, illac ad ipsum, alt- 
rum. eil nunsul (auch ar. cii nitsu) aus cum-ifso mit falscher 
Trennung (heute auch cu dinsuly ar. ta näsu) erklärt. — Ins wird, 
meist in der Hehrzahl infi, auch substantivisch gebraucht [in 
diesem Falle auch ar. iiisu] und bedeutet „Individuum*^; adiyis ist 
mdv. „absichtlich", im alt-rum. war es noch pron. (vgl. die Bei- 
spiele bei Tiktin: Wörterbuch, 22): insä <ip8a ist Konjunktion 
„aber" und erklärt sich (Meyer-Lübke: Rom. Gramm. III, § 551) 
aus dem pronominalen Gebrauch. 

871. %n^4U^z) I vb. „satteln" < ♦ [iN-]sfiLLO, -arb (von sälla); 
eng. stiler, pv. ensellar^ frz. seller, sp. tnsillar, pg. sellar. Daneben 
Ton ^auä abgeleitet: inpeuez I vb. Diese Gleicnung hat ein tn- 
firelat Dos. Via^a sf. 12^8« == tngreuiat ibid. ^/jg „beschwert" (vgl. 
iDgreuiez) nach sich gezogen, [ar. hag Saua], — Inß6l 1 vb. „be- 
trügen" ist slav. Herkunft (Cihac II, 148). 

872. Inaenin^x I vb. [ar. nsirin\ „aufheitern" < [iN-]sEBfiNO, 
-arb: it. instrtnarty pv. cat. sp. scrinar, (vgl. it. asstrtiiarey pv. 
aaerenar^ frz. rasseriner, cat. asserenar), 

873. ar. Opnsin 1 vb. „heilen" <(sano, -arb: alb. S^ron^ it. 
«aiiare, lomb. sanä, frz. sener, n.-pv. sana, sp. sanar^ pg. saar, 
O. Densusianu: Korn. XXXI 11, 80. Im Kom. meist „kastrieren" 
(vgl Zeitschr. rom. Phil. XXVI, 666). 

874. I tnsör 1 vb. Jar. nsor, mgl. (a)ti«or, ir. tinsor] „heiraten" 
<(*uxOROy -ARB (üxOROR ist bei rs. Augustin. serm. 36 ad fratres 
in eremo, Migne 40, 1301 belegt): brindisi nzurif campob. ndzorc, 
cerign. nziVf, bari ndzcrdf neap. arpino ftzurd^ tarcnt. nzurare^ 
abruzz. nzurar, cal. nzurare {nzuratu = rum. ttmirat „verheiratet"), 
alatri m*a8Sor^, Im Drum, kann insor nur \om Manne ge- . 
braucht werden (unter den it. Formen kann ich diesen Gebrauch 
nur für Cal. und Arpino belegen), im Ar. und Ir. dagegen kann 
es sich auch auf die Frau beziehen (Weigand: Die Aronumen II, 
190; Jb. I, 128). Im Megl. heißt ^zum zweiten Male heiraten" 
vom Manne: prtnsör I vb. von der Frau: primärit I vb. — Über 
den Anlaut der ital. Formen vgl. Subak: Zeitschr. rom. Phil. 
XXII, 554. 

875. II tnsör 1 vb. „vorschuhen" <*in-8ölo, -arb (von s''iLA, 
neutr. plur. von sOlum, welches im Rom. die Bedeutung „Sohle" 
angenommen hat: alb. iolc „Sandale", it. «iiola, pv. pg. sola, a.-frz. 
«uäe, frz. sole, sp. suda, auch abd. solaj ags. sole, während sölba 
den Sinn „Sdiwelle": it. soglia, pv. 9%ielh, irz. seuil, oder „Holz- 
fdiah": bellinz. valcoIU 8öj<i, oder endlich „Plattfisch, Scholle": 
Pff. BoUia angenommen hat). Vgl. Tiktin: Zeitschr. rom. Phil. 
£av, 820. 

876. liMpin I vb. „mit einem Dorn iteehen" [ar. sk^in „steche, 
naeke**] <^fnf-]8Pliio, 'Abm (von spina). 



« 



877. intpie — 888. iatörc 77 

877. intpfe I yb. ^Ähren bekommen*' <tPl(X>, •au: it qn- 
gare, pv. cat. sp. pff. eMptgar, fn. ipier. 

878. innteUz 1 yb. „mit Steinen besetzen'' <[*ik*]8TSllO| -ais: 
it. insteüarsi. 

879. Iiifdrie (Cnfdrt, tntart) I vb. „betzon, ärgern, enörnen'' 
< * [in-]terrIto, -ABS (= ^iNBiTABB [«» ir-mtabb] : ip. enrioor + ^tir- 
BiTABB [von TBRRRBBj: a.*frz. entaier): neap. nderreta. «.-fn. (eny 
tarier, lothr. tm^, n.*pv. taridd. Znletzt darüber: iLeyor-Lfibke: 
Einführung:, § 73. [ar. aprindu.skHn], 

880. inl^l^g, -ee^, -^e, III Tb. [ar. ntaaUg, mgl an<it2^, ir. 
antseUg] j^yerstehen'J. aus älterem ^Cn{efe^<iKT£LLlQO, -xxi, -scnw, 
-lofiBE. Aufier im Rum. und Alb. {äi^of^) ist das Wort nur auf 
rtr. Gebiet Torhanden: obw. fnteldfir, ohsU anJdikrf o.-eng. tu* 
ktidvcr, u.-eng. inder, intler (1562, jetzt immrindtr), vgl. Grundrifi 
I*, 618 (wo a.-i'rz. entelgir als ,,unecnt'' bezeicnnet wird). — Das alte 
Prtz. iKTfLT.pcTüs, -A, -üx ist noch im Adj. tnfeUptj •eäptä Jd%if^ 
erhalten und in: 

881. tn/elepdütte sf. „Klugheit" <niTfiLLBcno, -Ovbm, 

882. tntep^ae IV vb. „drängen". Etymol. unbekannt Ver- 
fasser (Lat. Tj u. Kl, 42) dachte daran, daß es ans älterem ^tiUie' 
tsese dissimiliert sei (vgl. retez) und dann würde es zu incItus 
„in rasche Bewegung gesetzt" passen (vgl. „calul cu picioarele din 
pintent intefindu-l, asupra Ini sä repexi" s=s „indem er das Pferd 
mit den Sporen in rasche Bewegung setzte [= drängte], warf er 
sich auf ihm*^). 

883. ^ntUa, 'iie num. [ar. n^ilu] „der erste" <^AiiTAirBü8, -a, 
•UM. Wie * DERETRAKU8, -A, «üH > lt. deretatio, a.*ver. drean^ tnent. 
drean, -a, a.-frz. derreain (woraus n.-frz. dem-ierf nach premier) 
„letzter" aus deretro ,^zurück, rückwärts", so ist ^aktanbcs aus 
ANTE „vor, vorne" gebildet und hat den entgegengesetzten Sinn: 
^erster" bekommen. Einen illyrischen Ei nfluü, mit 0. Densusiana: 
Rom. XXX, 113 anzunehmen, weil im alb. parc „erster" und para 
„vorne" bedeutet, ist nicht notwendig, [mgf. piSim], 

884. tntimplu {^.timplu) 1 vb. „geschehen, sich ereignen", 
setzt ein * t£mlo, -arb voraus von temflum, dos von P. Kretschmer 
(Kuhn's Zeitschr. XXXVI, 267) als Konkurrenzform von tBxpvs 
nachgewiesen ist (vgl. extemplo „alsbald"), mit der Grundbedeutung 
„in der Zeit sein" (vgl. con-temporo, «arb = in der gleichen Zeit 
sein), daher „geschehen", [ar. tiHiseacu, se-agwleaSie]. 

886. tntineröse IV vb. [ar. nftnirescuj ,Jung werden" <r*iK-] 
TBNBRSsco, •*iRE (ss -BscfiRB: sp. fn^emecfr, pg. entenrecer): it. 
intenerire, eng. entenerirf v^l. frz. atUndrir. jDas rum. Verb, lehnt 
sich in der Bedeutung an tinär an. 

886. tnting, ^nsöt, -ne, III vb. ,jeintunken" <|in-]tIkuo, «mu, 
•VOTUM, -NGfiRB: lt. {in)tignere, eng. tatndier, frz. temdrCf ip. teüir, 
pg. tingir. 

887. tntirzlu {tnHrziSz) I vb. „verspäten" <^[iK-lTARDlyo, -au 
(von TABDivus): lomb. tardia^ a.*gen. tardiar, frl. {in^tardiva^ eng. 
(%n)tardiver. \w, amtn], 

888. tnt&re, -<re^, -r», III rb. (tore Jb. VI, 67) „umdrehen*' 



78 889. intortochlz — 898. Snv&t. 

Omtörqüko, -rsi, -btüm, •*fiBB («= fiBB Tgl. toFc): a.-frz. eniordre. 
Dta alte Prtz. intörtum bat altrum. tntort, 'ä adj. .^eigensinnig, 
■tarrköpfig*' (davon tntortare sf. ,, Eigensinn'*), Cnv. d. b. I, 285 ge- 
li^eben. [ar. tamu], 

889. tntoriocMz I vb. und tntorioc^ I vb. (Inforfocaf, Liaba* 
Jana: Mäidan 71) „verdrehen" < ♦ [inj-tort-ocFüIlo, -are (mit 
anderem Suffix * [in]tobticOlO) -abb: eng. {%n)8tortitierf frz. (en)for- 
^i/2er, 8p. entariijar), 

890. Infre präp. [ar. nträ, ir. änfre] „unter, zwischen" <intbr: 
pv. frz. sp. pg. entre. 

891. tntr4b I vb. [ar. ntreh, mgl. anfre&, ir. äntreh] „fragen" 
<iHTBRROOo, -ARB: a.*frz. enterver nv. efitervar)^ sonst gelehrt. 
Die lautliche Unregelmäßigkeit im Hum. erklärt Meyer-Lübke: 
Rom. Gramm. I, § 439 durch eine Mittelstufe *interguare. 

892. tntr^, "edgä adj. [ar. ntreg, mgl. antreg, ir. äntrey] 
„ganz" <int£gbum, -am (Naevius ss intbobr, -ora, -um): it. intero^ 
eng. inier f frz. entier, sp. enterOf pg. entdro. Die mctathes. Form 
liegt, außer dem Rum. auch nordital. u. rtr. Dialekten zugrunde. 

893. intru {tniru) I vb. far. ir. ^^^ mgl. antru] „eintreten" 
<iMTR0, -ABB: it. wtrare^ eng. frz. entrer^ pv. sp. pg. entrar. 

894. intru präp. [ar. {n)iru, tu^ mgl. antru „zwischen, unter", 
ir. äntru „neben, vor"] „in" <intrö: it. sp. pg. {a)entro, 

895. tntHnee I vb. [mgl. (a)ntunic] ^,dunkel machen, dunkel 
werden" <^iM-Tt}Mlco, «arb, eigtl. „mit einem Mantel (=3 tünIca) 
bedecken", dann „einhüllen", zunächst in cerul 8ä*7itunecä ,)der 
Himmel hüllt sich ein", vgl. auch it. ititonicare „berappen, 
schminken", deutsch: tünchen. Byhan: Jb. IIL 25—26. Im ar. 
dafür ntunedric I vb., aber im Aor. ntunicdif Fartz. nt^micät. — 
Auch ein intunecisc IV vb. mit Konjugationswechsel kommt vor 
(SiUn&n. II, 824). 

896. fttfffit^reo (4- tunedrecü) sm. [ar. tniunedric^ mgl. antu' 
fierie sm.] „Finsternis", substantiviertes A(\jekt. < tbnebrIcüs, -a, -um 
^nnstcr": pv. {en)tenerc. Im Präfix und im Vokalisious ist das 
wort an intunec angeglichen. — Nach slav. Muster {tima bss 
„Finsternis" und „große Menge"), wird in alten Schriften intunea' 
rec auch für „große Menge" gebraucht (so Dosofteiu: Yiafa sfint. 
246 */u etc.). 

897. ^nvdse (Cnvesc), -iW, • -ilt III vb. [ar. (n)t;e«cu, mgl. 

Sa)nve8c] „ankleiden, bekleiden" < [in-]vbstio, -*fiRB (= -Ire: it. 
in)ve8tiref eng. veiti, frz. vetir, pv. sp. vestir, cat. sp. embestir „an- 
rennen"^: alb. veS^ sie. mmistiri^ vgl. morv. franchecomt. vetre. 

898. tnvdp I vb. [ar. nvetsu, veta bei den Farfi., mgl. anvets^ 
ir. {an)met8u] „lehren^ lernen, angewöhnen" < * [in-JvItio, -are (von 
VITIUM): alb. nifsoj, it. invezzare^ lecce mmeüsare^ sie. ammitsaari^ 
caL tfttoware, lanc. ammetasd^ ven. envetsar^ sard. imhitssare^ pv. 
(en)Mnir, a.-frz. envoiner, sp. {en)vezar, pg. vezar. Die Grund- 
bedeutung ist „eine (schlechte) Gewohnheit (c» vitium) annehmen", 
dann ,.angewöhnen" fit. rnm. alb. sp. pg. pv. vgl Born. Forsch. XII, 
784)| dann ..an die Sehrift gewöhnen" ^ ,iehreD" od. „lernen". 
Aaaere im Kom« r^rtretene Bedeutungientwklangen („liebkosen'' 



899. iDTenin^s — 911. j6i. 79 

6to.) Bind dem Rom. unbekannt, dagegen kommt im Alt-rum. auch 
der Sinn ,,befelilcn" (<,, erziehen" as lehren", vgl. cl^tig) vor. 

899. tnveninix 1 vb. ,,vergiften" [mgl. (a)nvirin „betrüben''] 
<[^iN*]vBNfiNO, -ABB: it. velmare^ pv. cat. enverinarf frz. enventmer, 
■p. envenenar, [ar. färmäcj. 

900. XnverzHe IV vD. [ar. nvird«»^^«*] „grünen" <[♦ in-] vla[ll- 
DB8C0, -*1BB (Dens. H. I. r. 150 ss **fiscBRB: sp. pg. enverdeeer): 
it. inverdircy eng. inverdir^ frz. verdir, 

901. Invtng (4- tnvinc Cuv. d. b. I, 285), "nsH (ban. 'Ti, 
Jb. lU, 242), "ntt, lli vb. [ar. az-vingu^ -miu, 'mtu UI, II „kämpfen", 
ingl. {an)ving, -n^, III] .,siegen" <yInco, via, victuh, vIncSbb: it. 
vincere, eng. vaindieTf frz. vaincrCj pv. venzer, cat. sp. pg. veneer. 

902. tnvfor^ I vb. vioarä II. 

903. + tnvit 1 vb. (Dos. Viafa sf. 29 ^/,5 etc.) „rufen, heraus- 
fordern" <invito, «arb: it. invitarCf emil. tnvufar, Icent. invU, lomb. 
inviddf sard. c. imhidai. pv. cat. sp. pg. envidar. [ar. oc/Ssm]. 

904. tnvölb (inholb) 1 vb. „rollen" (meist von den Augen 
•gebraucht, daher auch „glotzen") [ar. mvolbu^ mvulbedz, mgl. volbu 

rl. volbu 




sich auf rum. Boden vollzogen; ein Partz. ^voltum, den auch it. 
voltOj pv. vout etc. fordern, lebt im Eum. vtltodre sf. „Wirbel" 
<^VOLTORIA, -AM, tnvöU, ^odltä adj. „entwickelt" (z. B. ron der 
SLnospe, vom Haar etc.) fort. Dazu dezvöU 1 vb. „entwickeln". 

905. tnvölt, -A adj. s. involb. 

906. ipe sf. plur. tant. [ar. mgl. Htod] „Litze, Schaft" <lIcia, 
*-AH (Plur. von Llaüu: it. Ikcio, sie. lecce litssu, neap. litiiOf 
a.-berg. Hto, sard. 1. littoa^ obw. letiT, frl. litss^ eng. titit sp. lizo): 
it. liecia, pv. lissa, frz. Zicf. 

907. 4- iü (i6^ dial. itl, iüä Jb. VI, 77) adv. [ar. jtl. ,,wo", 
jii-<tt-do ,.wo auch immer", xu-va „irgendwo", mgl. ^ä ,.wo", %ihtir 
„wohin", ir. iu-^f] „wo" <übi: it ove, obw. nudf frz. ou. 



J. 

908. Jnedpfän) (Juneäpän, juredpär^ jiredpäHf jin{e)dpän 
ßneap{än)) sm. [ar. diuneapine] ,,Wacholder" <jUNlpeRüs, -um u. 
jiNipeRUS, -ux (Appendix Probi 197, 0. Gl. UI, 351, 22): it. ^tne^o, 
sie finiwiru^ sard. nibaru^ eng. dhuiiver^ a.-frz. geneivre^ sp. en«Dro. 

9Gi9. I Joe sm. [ar. (a)dfoc, mgl. £oCf ir. ioc] „Spiel, Tanz (nach 
slav. wra .,Spiel und Tanz"]" < jöcus, «ux : it. giuoco, mail. dioy, 



•ABl): lt. gtocare^ eng. dioveff pv. jo^r, frz. jouer, sp. jugar^ 
pg. ioyar. 

911. i<M sf. [ar. diaj{a)f mg]. fo|] . JDonnorstag" < jövu (sc nun) : 
it giotedlf piem. yt(K;ef, nordsard. axobi^ pv. joti«, fn. jettdi^ ap. 
juevcf. 



80 912. Jos — 928. jaramint. 

• 

912. JOB adv. [ar. {n)^08, lugl. {an)£o8t ir. £o8] ^^unten*^ < deosum 
^DEORSüM Seelman: Aussprache, S. 330, Lindsay, II § 104. Vgl. 
lt. gitisOj, obw. dfii, a.-frz. ius, sp. ayiiso, <diCsx7M nach süsum). 

913. Jude sm. (4- jüdecü) ,,Richter'' < judex, -Icbx : alb. ^ük\ 
it. giudicey ven. ztiaesef a.-berg. zude, lomb. diüdes, sard. zuighe, 
•p. jütz OJuSz), 

914. Jüdee I vb. [ar. ditidic auch „tadle", mgl. iudic^ ir. £udec] 
,,richteD, urteilen*' < jüdIco, -abb : alb. gukoA, it. giudicare, ven. zu- 
aegar, a.-lomb. ^tegar, ^iar^ pv. jutgar, frz. juger, sp. juzgar, 
pg. ji%ar. 

915. Jud^p sm. [ar. d£udet8, mgl. iudeU] „Urteil, Gerichtsort, 
Kichter'* (vgl. sp. justicia „Richter", it. il poaestä) < Judicium. 

916. Jug sm. (ar. dfii^ auch „Gebirgskamm", mgl. Sug, ir. 
£vg'] ^,Joch" <jüoüm: it. giogo, sie. juvu, eng. dfiff, frl. yov, pv. jo, 
frz. joti^, cat. joUf sp. yi'^Ot P6r* J^QO- 

917. Jugdr, -ä adj. „Zieh-" < jügabius, -a, -um. ♦ 

918. Jugdstru sm. [ar. dSttgastru. mgl. fti^osfoi«] „Maßholder" 
<*JU0ASTBB, -TRUM «gr. Üt'yia), Mcyer-Lübke: Rom. Gramm. 
n, § 560. 

919. Jüne sm. [ar. diungu, W., mgl. zunky ir. £ungu\ , Junger 
Ochs, junger Bär" <jüvfiNCUs, -xtm: it. giovenco, sie. neap. jenkn, 
lecce SefikUf levent. itrenfc' „vitello di due anni". [ar. r. kennt 
nur biCf Imgd], 

920.Jüncä sf. Junge Kuh" <jthrfiNCA, -am: it. giovencdf galiz. 
iuvenka, 

921. Jüne sm. adj. [ar. d£one, mgl. firniß auch „Held, tapfer", 
ir. £ure] ,jung" <jüvfiNis: it. giQvine u. gigvinCf eng. fi<ren, a.-frz. 
jurfne^ n.-frz. j«une, pv. yot;)ie, sp. joven, pg. jovem. 

922. Junghetüra sf. „Genik" < ♦ jünoülatüra, -am « jüoülüm 
|- jüvctüra; vgl. jukola: ^im (ievxnxai C. Öl. 1. 11, 94, 5 

JVOULÜM 4* JÜNGERE, vfirl. mant. dzongolo, „Riemen am Dresch- 
lügel", poitev. yüt, vgl. Meyer-Lübke : Wiener Studien XXV, 101) : 
lane. jugneturc „giuntura". 

923. ittnifn>cd sf. „Färse" <*jünIca, -am (statt jCnIcem) (vgl. 
n.-pv. iünego <*jCirtCA). [ar. Wcöj. 

924. Juniee sf. „Färse" <j(rNix, -Icbm: sie d£initSaj posch. 
^aniia, blen. fnt/a. [ar. bicä], 

925. ir. iuriUe sf. „Färse" ^♦jCsIcba, -am «♦jCnix vgl. 
* JB5ICBA> sie. dfint(ssa, a.-sen. dienidie, frz. ginisse). Doch kann 
das ir. Wort auch kroat. slov. jüriea -f- *£urieä (s=s junicä) sein. 
[ar. bicä] 

926. I Jur (auch fitd jur) I vb. [ar. dfur, mgl. iur. ir. iur] 
yySch^rören" < jt^o, -are: it. ^urorf, pv. cat. sp. pg.jvrar, irz. jurcr. 

927. II Jur adv. fmel. iur] „rings" ^gyrüs: it. sp. pg. giro, 
pr. gir. [ar. {di)varliga(tuff\, 

928. /urAmtnl tm. [mgl. furdminQ „Schwur" <jüeambntx7m: 
it. giurainento, pv. jurament, fn. jurementf pg. juramento. [ar. 



929. La — 941. ISptüeä. Sl 

I. 

929. La praep. [ar. mgl. ir. ^x.] ,,zu, nach, an, in'' (Richtanj 
und Ruhe), bezeichnet auch den Dativ und die unbestimmt 



Dauer. Vgl. Kurth. Jb. X, 558—565 <illac-ad. Weigand, Jb. 
437 und Meyer-Lübke : Rom. Gramm. Ill, 364. 




I 



i 



eanay. U^ tess. laj^ lej^ frl. lag, pv, lac. _ 

931. IdetHmä {lacrämä) si. [ar. lacrimä, lacärmä, mgl. lacrimü^^^ 
,,Träne'' <lacrIma, «am: it. sp. pg. lagrima^ eng. larma^ pr. tagremc^-^ 
irz. lärmt, 

932. läcritn^z {läcrämez), I vb. [ar. läcrimedz^ läcärmedsf^ 
^.tränen'* <lacrImo, -arb: it. lagrimare^ eng. larmer^ sp. jrr^^ 
iagrimar. 

933. läcrimös, "Odsä {läcrämos, •oasä) adj. [ar. läcrimot^ 
läcärmoB\ ,,yoll Tränen'* ^lacrImosus, -a, -ux: it. sp. pg. lagrimoso^ 

•pv. lagremos, 

934. Uicüstä sf. far. läcustä] „Heuschrecke" ^^lacOsta, 
-AM (für LOCUSTA mit Volksetymologie nach lacus oder lacerta?): 
a.-lomb. lagostüy sie. lagusta^ valmagg. lavoSta^ piem. Idusta, lago- 
magg. latntstaj tarent. ra^ostc, pv. langostaf a^-frz. laousten cat 

J 
romgn. 

crem. 

remulaf parm. römolf rcgg. romelf piac. romla, („Kleie" vgl. it 

seniola „Kleie" ^sIhIla, aber berg. com. mail. crem, shmola, 

„feinstes 3Iehl") ein *remöla, -am, postverbales Subst. von rb -f" i 

HOLBRE „wieder mahlen" voraus. Mussafia: Beitrag 93; Zeitschr. 1 ^ 

rom. Phil. XXVni, 681—682. [ar. fluritsä W. cf. flos fabikä]. 1 5 

936. (Idpäd vb. I ,.werfen, wegwerfen" soll lat. lapIdo, -abb ^ 
^,Steine werfen" (vgl. dilapido) sein, doch spricht dagegen ar. 
aleapidu (me aleapidu =s ich eile^.) 

937. Idptdr sm. [ar. '>^] „Milchhändler" <LACTARnJS, -um: sp. 
lecherOj pg. leiteiro (frz. laitier). 

938. ar. läptdre W. {läptarä P.) sf. „Milchkuchen" <lac- 

TARIA, -AM. ^ 

939. Idpte sm. [ar. ^ mgl. laptiy ir. Igpte] „Milch" <lactb ? 
(für LAC bei Ennius, Cassius etc., auch masc. lactbm ist bei ' 
Petronius etc. belegt, vgl. W. 31eyer: Lat. Keutrum S. 100; Dens. 
Hist. 1. r. 132): it. latte^ eng. latj obw. lat\ pv. lach, irz. utit, pg. '^ 
leite (sämtlich männlich^, ven. late, pv. lach, b6am« leyt, eat. Uet, ' 
sp. Uche (sämtlich weiblich). 

940. ldpp% sm. Plur. „Milchen" <lactb8 „Eingeweiden" 

g^linius H. N. 37, 79 u. a.) vlg. berg. crem. com. latiet, bres. latizif 
tSed£, rer. latteaini „Gekröse". 

941. läptücä sf. [ar. ^ ,Xattich" {lactüca, -am: it lattu^ 
«ic. lattuka, piem. laitüaf lomb. latiüga, pv. laehuga^ frs. laituef 
<p. lechvga, pg. leituga. 

PttvearlB, Stsrmologisohet WÖrterbaeh. 6 



82 942. lard — 957. le&gäo. 

942. lard am. [ir. l^d\ ,fSpeck" < labdum : alb. lärG, it. sp. 
pg. lardo^ sard lardu, pv. lart^ fr. lard. cat. llard. [Im Wörter- 
buch TOD St Michäileanu ist ein ar. larau yerzeichnet, das P. un- 
bekannt ist]. 

943. larg, -ä adj. [ar. largu, mgl. 'x/, ir. lorg, „breit, entfernt"] 
„breit, weit** < larous, -a, -um : alb. fiirfc, it. sp. pg. largo, pv. larc^ 
frz. large, cat. üarg. 

944. lärg48C IV vb. [ar. lärdztscu^ ir. läriesc „breit machen^ 
entfernen"] „breit machen" ^^laboio, -Ibe (sslaroiri): it. largire, 
Tgl. frz. ilargir. 

945. lo« I Tb. [ar. (a)fa», mgl. '^, ir. ^»ul „lassen" ^ laxo, 
-abe: alb. ^09i, it. sard. lassare, eng. laifer, pv. faissar, frz. laisser, 
ap. liejar, pg. deixar. 

946. laf, -Ä adi. „breit" < latus, -a, -um : it. lato, obw. ^d, 
eng. Icd.'pv, lat, ep. laoo. 

947. laf, sm. [ar. a2d<«, mgl. ^ „Schlinge" <*LACEr8, -um 
(laqueus): alb. Idk, it. laccio, sie. cal. lecce, neap. sard. latssu, 
tarant. cerign. latssc, bari latsse, mail. latss, gen. Zafte, trient. las, 
eng. [dfi^, pv. latz. a.-frz. {az, n.-frz. 2acs, cat. lUis, sp. ^zo, pg. lago, 

948. f«f^»c IV vb. „breit machen" <lat£sco, ♦-Ire, (= -fiBB). 

949. lätru 1 vb. [ar. alatru, mgl. -v., ir. /pfru] ,. bellen" < latro, 
•ARB: it. latrare, Icent. Zodr^, u.-eng. B.-sp. pg. taarar, pv. lairar ^ 
cat. lladrar. 

950. iäture sf. „Seite", neuer Singular aus dem Flar. 2afur^ 
^LATERA (von LATUs): it. 2afo, sie. laiUf eng. /a(2, frl. lai, pv. ^afr, 
fr. -2e9- (in Ortsnamen), sp. Imo. 

951. iäU'nt sf. Flur. [ar. Wfiira sg.] „Spühlwasser" <*lava- 
TÜRA, -AM (von LAVo): alb. tatirc, „Spühhcht", it. lavatura, pv. sp. 
pg. lavadura, frz. lavure, 

952. lail (laiü) I vb. [ar. ^ „waschen" < lavo, -are : alb. läti, 
it. lavarty eng. frz. laver pv. sp. pg. lavar,. — Als rartz. (im adjek- 
tivischen Sinne u. meist mit tie' verbunden) kommt lat < lavatüs 
und laut <[lautus vor; endlich findet man auch ein Partz. läidt 
(Jb. III, 320), das eine Neubildung vom Präs. laiü ist. 

953. Iflud I vb. [ar. alavdu] „loben" < laudo, -are: alb. T^vdoT^, 
it. lodare, pv. laxizar^ frz. louer, cat. lloar, sp. loar, pg. lotivar. 

954. IflndflcTthi« sf. [ar. alävdätifune] „Lob" < laudatio, -önbm. 

955. Idur sm. „Lorbeer" ^ laurus, -um: alb. Rzr, it. alloro, 
pv. lawr. pg. louro, [ar. da/tiu]. 

956. I4iifi)^cfl sf. „Wilde Rebe" ^labrüsca, -am: alb. T^Tunk, 
it. ahrostolOn ahrosco, bress. lanibroche, — Daneben rouru^cd durch 
Volksetymologie nach roufi. 

957. leAgän 1 vb. [ar. '^, mgl. Ifgänl „wiegen" bedeutet 
ursprünglich „anbinden" (wie noch aus der Kedensart: nu ßtie sä 
svunä &uä vorbe legänate „er kann keine zwei zusammenhängenden 
'Worte sprechen" ersichtlicn). Da aber die Wiege der Humanen 
ursprongiieh und z. T. noch heute (Belege in Verfassers : Lat Tjl u. 
Ki, 172*175, ITC auch die richtige Etymologie gegeben wird) aus 
einem an die Decke zu befestigenden Korb besteht, so konnte 
^ynegen** mit ,i(den Korb) anbinden" ([leiche Bedeutung haben. 
jtk der Tat^ hat auch *lIoIbO| -abb (eine Ableitung von uoo) 



9&8. leg — 970. limbric 83 



f 

a 

3 
i 









wiegen , ii.-pv. nina.yjLtoTV qquq", vgl. aiD. niiiuc^ w»'*€g» # "P« 
niner), dem dieser Sinn ursprünglich zukommt, y,anhängen" ndfiL 
Von Ugänare ist [e<!^cin sm. [ar. Uagänä, mgl J^n, ir. 2ea^] 
,, Wiege*' ein postverbales Substantivum. 

958. leg I vb. [ar. mgl. ^^^ ir. kgu] ,,binde'' ^lI00| -au: 
it. legartf eng. frz. licff pv. sp. Kar. 

959. leaämint sm. [ar. It^dmtntu] ,,Band" {xiOAiunrTinc: it 
{e^amen(o. 

960. legütikrä sf. [ar. %ö<ur«] „Band" <LlOATüBAt -am: it, 
Ugatura, pv. (ladura. 

961. l^ge sf. [ar. /eacZre in Alban.} „Gesetz, Glaube" ^ lbx, lSokx: 
alb. n^f, it. legge, eng. atotcÜf ,,Ehe'*, pv. 2ei, frz. lo», eat. Jfej^, ip. 
ley, pg. ^t. Im Sinne von „Eeligion" ist lex in C. J. L. III, ^ 
belegt (Dens. Hist. 1. r. 192) ; diese Bedeutung hat das Wort aadi 
im Kum. Alb. A.-frz. und A.-pv. 

962. legiimä sf. „Hülsenfrucht" ^lbgümex: it. Ugume^ boL 
legom, ver. liomif frl. liums, obw. liema, pv. legum, a.-fn leün, cat 
sp. Ugumbre^ pg. le^nt«. [ar. virdeatsä^ zärzävate], 

963. I^mn sm. [ar. tenmti „Holz, Baum", mgL ^^^ ir. lfm% 
in Zej. If man] „Holz" ^ lIonum : it. Ußno, campob. leyfn^ cerign, 
livcnc, lecce ^unu, sie. /inu, sard. 1. hnna, eng. {am, a.-fix UaM 
sp. ^no, pg. lenho, — Wie Rum. bedeutet tir. UA auch „Baum'' 
(Dens. Hist. 1. r. 230). 

964. lenmdr sm. [ar. limnar] „Holzhändler, ^mmerrnfton" 

SiaONARius, -UM: it. Ugnajo, sp. lenerOf pg. Itnheiro. [ar. in VIsho- 
lisura: dirvar], 

965. leniiUis, ^oAsä adj. [ar. Ztmnos] „holzig" ^ lIgkOsüs, «A) 
-xtm: it. legnosOy sp. lenosOf pg. lenhoso. 

966. leodle {feoaicä) sf. „Löwin" < ♦leon-ia (wie av*ia, •cah-u, 
cerv-ia). Da daneben (eu bestand, so konnte ein Suffix •oaie zitf Vb 
Bildung von weibliehen Tiernamen abgetrennt werden, [ar. oslanüito 
lundarä], l| 

967. le^te sf. „Lauge" <lIxIva, -ax (=s lXzIvum): it. lessivo,! 

roail. lesia, i)iem. 2essia^ gen. leiia^ obw. {i^iva, eng. aliiva^ fn. li 
Zesstve, sp. lejia^ pg. Zixia. — Ar. äl(i)8ivät wie alb. a/iivf , itammen 
aus n.-gr. ähaißa\ ir. ^u^ije aus kroat. lufija. 

968. l^fi sm. „Löwe" ^l£o, -okem: alb. ftia, it. lione, pr. 
leo, frz. hon, sp. /eon, pg. Uäo, — Die Bedeutung „Frank" dei 
ItHk übersetzt genau das türk. aslany, [ar. anlän^ lundär], 

969. limhä sf. [ar. mgl. '^^ ir. limhf\ „Zunge, Sprache", 
-}- limbl^ PI. „Heiden" ^ lXnqua, -am : it. sie. tingxta^ sard. 1 lirnba^ 
0. lingtuif eng leun^a, pv. sp. lengua, frz. langue^ p^. lin^oa. — 
Das Dimin. Zim^uru^ [ar. {imMrttod, mgl. {im&a ]f«ea mtcd] bedeutet 
„Zäpfchen im Halse", desgleichen: sie. lingtie^da, n.*pv. UngueiOf 
ip, lengueta. 

970. limhric sm. [ar. lämbrie] „Eingeweidewurm" ^ lüxbrIcus, 
•um: it. lombnco, gen. om&r^o, pv. firz. lomMc, vgl. sp. Unnbriz. 



84 971. limbiit — 984. linte. 

971. Itmbüt, -Ä adj. ,,(resprächig" <*lInoüütü8, -a, -um: cal. 
linguto. a.-pv. lengutf o.-pv. lengu^ cat. lenaud. Tar. fafalär]. 

972. limpede adj. adv. far. {tmdif, timhiaj „il&r^^ ^ lImpIous, 
1-A, -um: mail lamped, ven. tamptdo, tri. Jtmjn, sard. Ztm^nu, sp. 
limpi/o, 

973. iln, -d adj. ^^sanf t^'. Wie it. Uno verUngt auch rum. lin 
ein lat. "lSnüs, -a, -um. Daß aber auch ein *Ztne <LeNis, -e: pv. 
le daneben existiert hat, wird indirekt durch repede statt *räped 
<rapida8, ferner durch turhure, limpede bewiesen, lauter Aus- 
drucke, die sich auf den Lauf oder den Stand des Wassers be- 
zieben, und deren Übergang zur geschleehtlosen Deklination nur 
durch *line,i=^ lin erklärlich wird. 

974. llnä if. [ar. ^^^ mgl. lonä, ir. lärf\ ,^Wolle" < lana, -am : 
it. pv. sp. lanap frl. lane, eng. launa, frz. lame, wald. ktrCf gase. 
loa, cat. llana, pg. iaa. 

975. llndr sm. [ar. ^^ „aparatul cu care sä trage lina'^J 
yyWoUhändler'^ < lakabius, -um : it. lanajuolOy frz. lainier, sp. lanero, 

976. linced, ^ä {Unged) adj. [ar. Undzit u. Undzid in Cru^ova] 
^matt. krank'' < langxtIdus, -a, -um. 

977. Ifndhtä sf. [ar. -v/, ir. lindirf] „Niss" < lCndInem (Belege 
bei Dens. Hist. 139, statt lbns, levdem: wall. 1?, savoy. le. Über 
die Qualität des e vgl. Meyer-Lübke Rom. Gramm. I, § 150): 
iie. lenninUf campob. linnenCy tarent. lininu, bolg. yendena, 
romagn. tir. dzenefem, ven. dlendata, sard. lendine (sämtlich männ- 
lich), it. lendine (männlich u. w^eiblich, sonst weiblich): a.-berg. 
kndena, mal. Uena^ cat. llemenaf sp. liendre, pg. hndea, W. Meyer: 
Lat Neutr. 67 (vgl. frz. letite nach Thomas <*lendItbm). 

978. iing, lins4X, Uns vb. 111 [ar. alingH^ alitniUf alimtu III, 
mgl. Ung III, ir. ling, lins, lin£e] „lecken*' < jäsqOj linxi, linctum, 
UifOfiRB: sie. lintSire^ a.-lorob. lenzer ^ sard. o. /tndfirt, g. lindH, 
feltr. lender, (obw. lenhr), frl. knzi. 

979. lingä präp. „neben" < IjÖkoum + ad, vgl. it. lungo, tir. 
ähngia, pv. l^c. Bemerkenswert sind die zusammengezogenen 
Formen: p^ngä, pingä, pängä [md. pringä, ir.pring^] mmp{f)e lingä; 
dingä es de lingä, ar. ningä, mgl. angä s in linßä. 

980. Ufigodra (lingoaref lungoare) sf. [ar. hngoare, längoare, 
lungoare „Krankheit*', mgl. längoari „Krankheit"] „Typhus" ^ lanouob, 
•Obem: alb. g. rUMrc ^Seuche". 

981. lingurä sf. [ar. '^, auch „Wasserfall'' mgl. ^^, ir. lingurf] 
^Löffel" <lInoOla, -ah (vgl. Keller: Lat. Volksetymol 85) vgl. 
alb. tugc. 

982. ItnJ^se 1 vb. „siechen" < lavoüSsco, *-Ibb («= -See): alb. 
HfngaA. Tar. Undzidzäscuj. 

983. Itiu^a^ *od«4 adj. [ar. Unos, mgl Zdno«! „wollig-' <la- 
V08ÜS, -A, -um: it. sp. pg. lanoio, frz. laineux, cat. uanos. 

984. lime if. [ar. «x/ F., mgl. linfi] ., Linse" ^lbms, lektem: it. 
lente, frl. lint, — Sonst ist lbni durch das Dimin. * LEifTictTLA, 
-AM enetzt worden: it. lenticchiOf a.-fen. UntidXia, en^. lev^tiü,, 
pT. pg. UnWha, in. UnUUt, cat ttentui (a.-pad. lintechxa, teram. 
itiiteeMa^ maat. lantetfOf mirand. linteUßf pofch. antela, sp. 



985. lis — 994. lumSnS. 86 

lenttja < lbntIcüla). Dieses hat einst auch im Rum. existieren 
müsseu, weil ein mäzäriche ,, Kichererbse'* Ton mazäre ,,Erbse'\ 
illyrischen Ursprungs, nur durch dessen Analogie entstehen konnte, 
da ein Suffix 'Uhe im Rum. nicht produktiv ist. 

985. lis, ^ä adj. j^,weiO*'. Bei Liuba-Jana: Müidan S. 114 finde 
ich: .^Liseiü e Fun cme] lis in frunte (alb.)" und ebenda S. 116 
unter den Pferdenamen: Lisu, Auch Papahagi (Mepfleno-Rominii, 
8. 171) erwähnt ein mgl. Lisa als Name von Hündinnen u. 
Schafen. Das rum. Wort könnte direkt aus griecb. ^aaöe ,,glatt" 
(vgl. blank u. it. hianco) stammen, doch das griech. Wort ist wab^ 
scheinlich zuerst ins Vulgärlat. als *lissüs, -a, -um aufgenommen 
worden und von da aus nicht nur ins Rum. gedrungen, sondern 
ei ist als Grundlage auch für it. liseio ,,glatt'\ sie. liSu, py. 2t«, 
frz. lisstf vgl. sp. alisar vorauszusetzen. In diesem Falle muß msn 
annehmen, daO dem griech. i zwar ein geschlossenes aber kurzes ( 
entsprochen hat, sonst hätte man rum. *Us oder *iis. Conv. lit. 
XXXIX, 53-54. 

986. ioc sni. Far. mgl. '^ „Platz, Erde", ir, '^] „Platz" < locus, 
-UM : it. htogOj mau. lög^ eng. tö, frl. lug, pv. Ioc, frz. litu, cat. ÜoCf 
sp. lueaOy pg. logo. 

do7. Incedfär sm. [ar. luts€afir{e)] „Morgenstern" <Li7ClFiRt 
-buh: span. Iticiro. 

9öiB. luchse IV vb. [sr. lutsescu „glänze" P. lutseaäte „ei 
wird Tag" W., Ititsit „heilig" W., ir. rezluUescu] „leuchten" <lü- 
cfisco, -IRE (Dens. Hist. I. r. 147 = -£re: eng. luSair, sard. lughere): 
a.-frz. Itimr, pv. luzir, nord.-it. lüzi, Imi, sp. luclr, pg. luzir. — 
Davon: sträliicesc IV'. vb. „glänzen", vgl. bellun. straluce, rovign. 
itralitsir, eng. stratiiSir. 

989. 4- IncoAve (Dosoft. Acatist. a. 1673 f. 12»') sf. „Glanx" 
<*lCcor, -Orem: a.-it. lucorc, sard. Ittgore, pv. lugor^ frz. lueufj 
cat. lluaor. 

990. I liicrti sm. [ar. lucru, luguritf mgl. ir. ^ „Sache, 
Arbeit, Ding" <LücauH ,,Gewinn": pv. logre, sp. pg. logro, 

991. II lücm (lucrez) 1 vb. [ar. lucredz\if mgl. lucrez, ir. 'xj 
„arbeiten" <lCcro, -are ».gewinnen": it. logorare, ,,verzehren'* 
(Schuchardt: Vok. JI, 151), a.-per. lograre, abruzz. lukrä „ver- 
zehren' ^ cat. lograr „erreichen", pv. sp. pg. lograr. 

992. lumündre {luminare\ sf. [ar. Iwninare, mgl. lumi' 
nari] ,,Kerze" ^lumInare od. lumInaru (PK): aquil. lumeneraj 
a.-sp. lumnera, in. liimiere „Licht". 

993. lüme sf. [ar. ir. ~, mgl. lumi] „Welt" <lOmen „Licht": 
it. pv. pg. lume, dauph. wald. lüme, cat. llum, sp. lumbre. — Fär 
den Sinnesübergang vgl. mundä. 

994. lumtnä sf. [ar. luninä] „Liebt, Kerze" <'|'luxxna, «ax 
(von lumen), davon luminiz I vb. [ar. luiwnedzu] „leuchten", Iv^ 
minös, 'Odsd adj. „leuchtend". — Lumina ochilor „Pupille", des- 

Bleichen luce dclVochio in Norditalien und Frl., lum del og im 
u-berg., ähnlich in Mirandola nnd Arbedo. lumin dt eüi in Fiero., 
turnen in ^wma, luminell in Reggio, vgl. Zauner, Körperteilu: 
867. Auch bei Lucifer von Cagliari findet sich lumina im Sinne 
von i>culi. 



l 



86 d95. l&nä — lOil. mäctücä. 

995. lünä st [ar. mgl. ^x^ nur ,,Mond", ir. lurfi] „Mond, 
Monat** <^LüvA, «am: it. py. sp. luna^ eng. lüna, frz. lune^ wald. 
lüff, gase, liiay cat. 2/una, pg. ciia. 

996. iHfiiffer, -A adj, „mondsiicHtig" <lünatIcu8, -a, -uv« 
Im Eom. sonst nur als gelehrtes Wort erhalten. 




--odsä adj. „glatt" W, 

998. lutig, -Ä adj. [ar. lungu^ mgl. ir. ^ „lang" < lönous, -a, 
-mc: it. lungo, sard. imgu, yalm. lön^, ossol. len^, frl. eng. Ixmg, 
pr. lone, frz. long. sp. ItumgOf pg. lonao. 

999. lunl St. [ar. 'v., ir. mr] „Montag" <lünis (Dens. H. 1. 
r. 504 statt lünab [dies] nach mabtis etc. cal. lune, trlest. luni^ it. 
lunedi, frz. lundi, py. dilun): frl. Juni«, (weitere rtr. Formen in 
GrandriO, I*, 612), a.-frz. diluna, sp. lunes, 

1000. Iiinti*6 sf. „Kahn" <lyntbr, -tbem: alb. Tundra Tegl. 
Iicndro. 

1001. lup sm. [ar. mgl. ir. ^ „Wolf*' <lOpus, -um: (it. lupo) 
iic /u;ni, eng. /u/*, py. top, in, louh, cat. lloh^ sp. pg. 2o&o. 

1002. Inj»! I yb. [ar. a^umfuj „kämpfen" ^ lugto, -arb : alb. 
hiftoA ar. ri(/)(if), it. lottare, obw. {uXe'ar, py. sp. luchary a.-frz. 
Imfier. cat. lluytary pg. ttctor. 

10U3. li}pfA sf. „Kampf" <lücta, -am: alb. fuftc, (>ar. Tuftä), 
it. {o^fä, obw. luk^üf a.*py. sp. lucmi, frz. lutte^ pg. tufa. [ar. 
alumtare]. 

1004. Iii^fru sm. [ar. 'x/ Cod. Dim.] „Glanz" <lüsteum: it. 
lu$tro. |ar. P. yilitSü]. 

1005. Jut sm. [iar. ir. ^ „Lehm" ^lOtüm: it. /ofo, sie. lutu, 
lomb. sp. pg. lodOf sard. ludti, eng. 2uf. 

1006. lutÖB, "Odsä adj. [ar. ^ „lehmig" ^ lütOsuSi -a, -xtm : 
it lutoso, sard. It^dosu, sp. pg. /odot o. 

M. 

1007. mäe^l sm. „Gemetzel" ^macAllux: it. macello, gen* 
maxdU> (ygl. sard. magheddare „maltrattare il bestiame"), piem. py. 
fnasüj a.-fns. tnai8e{, waatl. mazi. 

1008. mdceldr sm. „Fleischhändler" < XACfiLLARiüs, -um: it. 
fnaeeUajo, abrnzz. matidlarc, gen. maxellä, piem. masUy a.-ostfrz. 
mai$€lier, waatl. fna£älei „boucher", cat maseler, [ar. Aasdp]. 




bei 

mtilfiar „häufen"). 

1010. mgl mäti&eu im. „Keule" ^*xattbocu8, -um (Verfassers: 
ImL Ti u. Kji. 153): it mazzocco, yen. mat8fo^o<)a, sie inatzokkulu 
Mtpacie di martello'S (vgl. frl. matsaotia, ip. maxocho „Schlägel"). 

1011. m4«iae« if. [ar. mäUucä a. mätiucä in EpLr.1 „Knüttel, 
Ktule** <^XATnüOA, -am (Verf ästen: Lat Ti u. Kji, 153): sard« 



1012. m&ßra — 1022. mäninc. 

matssukka, eng. matssüJ^, in, masiue. Mit anderem Suffix mäci 
sf. .^Rnopjfy Kopf. — Mgl. a mätiucä „eia Kinderspiel^ gel 
Tielieicht auch hierher. 

1012. mdcru, -A adj. [ar. ^ „mager*' ^macbr, -a^ -um: 
sp. pg. magrOj eng. megtr^ pv. cat. magre, itz, maigre. Hierher 
hört auch ar. märcät 8m. „sauere Milch", aus (lapte) *fnäcraL 

1013. mddilvä (mddüa). sf. [ar. mädud, mgl. miduä] „Ma 
^ <medOlla, -am: it. midoüth lomb. miokif tess. nttw/a, Hoto, ni 

tno/a, emiJ. mrolla, sard. meuddu, obw. maguoüf eng. ftiijud^ 
f»ieoM, b^arn. metumre, lothr.' mul, frz. moeZ^f, cat. fnadtiUa, 
fneollOj pg. titto2a. — Akzentverschiebung zeigt auOer Rom. n 
dauph. miido, ven. mSolüf judikar. miula, frl. nUule, TgL ZaoE 
Körperteile, 350. 

1014. mädtUdr sm. [ar. mädular] „Glied'' ^ mbdÜllabis, - 

1015. mal adv. [ar. nta, mgl. ir. 'x^] „noch, mehr, beina 
^MAGis: it. mal, ma, eng. ttia, pv. frz. maiSf cat. may, ap. 
•»las. — - Daneben in dien drei Dialekten (auch alb. ngr. kro 
ma „aber". — Mai Tor einem Adj. dient zur Bildung des Kn 
parativs. 

1016. mäl^tru sm. „Meister" < maoIstsb, -trum: alb. ti^ 
it. sp. mae8trOf sie. maiatru, sard. i. mastu, c. maistUf a.-£n. 
maesbr, n.-frz. maib'e, pg. tnestre. [ar. ntos/tir]. 

1017. I malü sm. [ar. mgl. mafti] „Holzhammer^' <malu 
.-um: alb. tite^, it. maglio, sie. maßgyu, sard. titaru, eng. mal) 
ma//i, frz. mail, cat. ma/^, sp. «iiajo^ pg. malho, 

1018. II mafti sm. [ar. mgl. 'x^, ir. inaj] „Mai" < majus, -um: 
fnajf it. maggio, sie. nta^u, eng. tn«(2f, pv. frz. cat. mai, sp. im 

• 4 pg. maio. vgl. auch a.-ksl. kroat. maj. 

\r 1019. itufmcU {mumä) sf. [ar. mamä, tiitimd auch: „Hals" 

Terkürzt ma und tiiu- (mti-mea)^ mp^l. t/kimd auch: „Kropf 
Hühner", tnumd auch „Bienenkönigin"] „Mutter" < Mamma, - 
alb. mcmCf it. pg. mamma, frz. maman, sp. mama. — In Zusamn 
setzunfT mit dem Possesivpron. mä'ta, mörsa [ar. ^x«] „deine, s< 
Mutter". Die Form mämini [ar. tndmm, mgl. mum^^ nc 
^name in Oen. Dat. Sing, und im Nom. Ase. Piur. ist durch 
Dativ mamani in 0. I. L. X, 2%6 (== I. R. N. 3378) bei 
Über Verbreitung des Wortes vgl. Tappolct: Verwandtschi 
namen 20 fr. — Mumä (nicht auch mamä) bedeutet, wie „3Iut 
im Deutschen, auch den „Bodensatz (des Weines, des Essigs)", 
mail. mader „fondo delP aceto", sassar. maddrigßa „lievito^'. 

1020. 'mämärüpä sf. „Marienkäfer" scheint auf majcmi 
*brucOla, -am (von ebuca, vgl. Verfassers: Lat. Tjt u. K|, S. 
sard. mammarügula (vgl. it. mammuccia, mammolino) zur 
zugehen. 

1021. mämlnehtü sm. [ar. mtnucTu] „Bündel" <MANt^c[0] 
-UM (für MANUPULUs. Mcyer-Lüoke : Rom. Gramm. I, § 4w u. Schi 
Archiv, lat. Lex. Vm, 184, ferner: XII, 20): it. manocchio, tei 
manukkyo, a.*f rz. manoil, sp. fnanojOf pg. molho. 

1022. mänine (mtne) I vb. [ar. mäneut mtneUf mte^ i 
mtngu W., mgl. mängnc, m^, ir. märäncu, int mane^] ^«si 



88 1023. mär — 1027. m4rc. 

Das Verhältnis des Wortes za mandüco, -arb ist noch nicht auf- 
geklärt. Außer frz. manger und sard. mandugu ^^Speise'' weisen 
auch die übrigen rom. Vertreter Unregelmäßigkeiten auf, vgl. it. 
mangiare, a.-neap. mandkaref ven. magnary sard. 1. tnandigarCj c. 
manaigaif a.-pv. marienc etc. Mlncä st^eht vielleicht für *mindcä 
<ifANDpcARB oder *iiANDlCARE Und mäninc (auch mlnlnc) ist wahr- 
scheinlich zunächst in der Kinderstube, aus mxnc durch Bedupli- 
kation der ersten Silbe (*mtmCnc) entstanden. 

1023. mär sm. [ar. xngl. ir. nwr] ,,Apfel, Apfelbaum" < mclüh 
(= gr. ion. ^^Aor, statt halum = gr. dor. fiälov, vgl. D'Üvidio: 
Archivio glott. ital. XIII, 447 ff.): (alb. molc\ it. nieh, arpin. f/nZf, 
lecce, milu^ campob. mil^^ niela, a.*gen. mero, n.-gen. mei^ piem. 
meil^ monf. mei, sard. mela (was gegen ein *mIlum nach rlRum 
spricht), eng. mailf cat. mela, — Mgl. mer bedeutet nur .^Apfel- 
baum*S für die Fracht hat sich die analogische Form (nacii parä, 
prunä etc.) vifrä (bedeutet auch „Enicbein") herausgebildet. Ar. 
meru de fataa (auch einfach meare) „Wange" desgleichen: all\ 
moi^ fak^eff. Tgl. frz. pommettCj pg. ma^ä do rosto. In Pavia heißt 
die „Wange" nur pumlln dla fatSa, 

1024. ar. mArtH, -A adj. ,,armsclig, arm" < mal[b hJabItus, -a, 
•UM (vgl. Korn. III, 877—378, von habItus „&ica soigni^ bien por- 
tant", rrtz. von habers) : it. malato (aber malattia)^ pv. malante, 
fnalapfe, a.-frz. malabde, in, malade, cat. malalt, a.-sp. malato, Conv. 
lit. XXXIX, 297. 

1025. ntäniehie (märäcinä) sf. [ar. märätsine W., mgl. 
fffärfstn, märätsinä „Dornstrauch" <*marricIna, -am (von marra 
„Hacken": v\m Suffix vgl. Kuhn's Zeitschr. 1905, 604 f.). Vgl. alb. 
mufts ,.Scuwarzdorn", it. marruca „Art Dornstrauch", [ar. P. nur 
arug, skHn,], 

1026. I mdre sf. [ar. amare, mgl. mari, ir. mgre] „Meer" 
^marb: it. »tare, eng. frz. mer, pv. cat. sp. pg. mar, 

1027. II märe adj. [ar. 'x^, mgl. mari^ ir. mgre] „groß" < mas, 
^ XARBM. Diese schon von Diez als wahrscheinlich bezeichnete £ty- 
I mologie ist die zutreffende. Auszugehen ist von mas, welches an 
I Tiernamen ohne formellen Geschlechtsuntcrschied, zur Bezeichnung 

des männlichen Geschlechtes angehängt wurde: favo mas „männ- 
\ licher Pfau". Doch unterscheidet man bekanntlich das Männchen 
i' vom Weibchen beim Tiere gerade durch dessen „Größe", so daß 
in der Jägersprache z. B. vulfbs mas yvülpe mare unter Um- 
standen ,,großer Fuchs" bedeuten konnte. Der ursprüngliche Sinn 
^ des mare tritt noch deutlich hervor in dem Ausdruck fatä mare^ 
\ welches nicht „croßes Mädchen", sondern „Jungfrau" bedeutet. 
^ Wie aber aus aem Synonimon (fatä) fecXoarä hervorgeht (von 
fedor „Bursche") und aus ar. märtätoare (von märit ,,heirate"), ist 
^ für dem Rumänen die Jungfrau nicht durch deren „Jugend", wie 
L im Deatsc^en u. Französischen (jeune fiUe). gekennzeichnet, sondern 
I dureh ihre „Mannbarkeit". Auch im acg. mär^p, -e<ffd „stolz*^ 
<*]iARlcn7S, •▲, •xm läßt sich deutlich die Grundbedeutung „männ- 
lich^ erkennen: („Sosind [MihaiÜ Viteazul] in locul unde trebuia 
•ft primeucft moaiiea, cäl&ui ca topörul in min& s& spropie de el« 
dar dnd a^ti priyirea Mupra jertfei sale, cind vftza acel trup 



I 



'• 



1028. mftr^t — 1040. xn&sl 89 

märef [= jenen männlichen Körper], acea cautäturS salbaUca §1 
Snfiorätoare, nn tremur groaznic ii apuca." Bälcescn : Jiihaiii Vite- 
azul osindit la moarte). Die sonstigen Etymologien sind zu ver- 
werfen: celt. mar kann trotz der auffallenden Ähnlichkeit deshalb 
nid^t in Betracht kommen, vreil im Rum. sonst kein einziges kel- 
tisches Lehnwort nachweisbar ist, u. Oihacs (I, 158): majob, neuer- 
dings Ton M. Bartoli („Un po* di sardo", 154) verteidigt, hätte 
Wohl nie mare ergeben können. 

1028. märöp, "eöpii adj. vgl mare. 

1029. märged {märaicä) sf. [ar. märdzeao, mgl. märdzeuä] 
„Perle** < margClla, -am .(0. g). 1. II, 353, übersetzt durch xoodljSüv, 
Dens. Bist. 1. r. 200). 

1030. mgl. niärdzduä sf. „Rand des Auges*' scheint ein 

^HARGfiLLA, -AM (von MARGO) ZQ SCin. 

1031. ^tUirgine sf. [ar. mardzine, mardzinä W., mgl. fnar{d)zini] 
„Rand** < margo, -Inbm : it. margine, pv. frz. cat. marge, sp. margen, 
pg. maracm, — Ar. tu mardzine adv. „endlich**. 

1032. miivit vb. I [ar. mg), 'x^, ir. martt] „heiraten (vom Mäd- 
chen)** <MARlTO, -ARE*, tilb, tiiartoj „heirate (auch vom 3Ianne)**, it. 
maritarcy pv. cat, sp. pg. maridarf frz. marier. — Mgl. primärlt 
vb. I „wiederheiraten**. 

1033. märmnrä sf. [ar. marmure W., marmurä P.] „Marmor** 
< MARMOR, -^örem: it. mamio, pv. marme, frz. marhrtf sp. marmolf 
pg. marmore, 

1034. niarp (Marian: SärbÜt. I, 96) sm. [ar. martsu] „März** 
<MARTius, -um: alb. frz. cat. mars^ it. sp. pg. marzo^ neap. martsOf 
aquil. cors. mart8iiy romagn. merts^ trient. marao^ sard. 1. martu^ 
c. martsii, eng. marts^ pv. martz, — Gewöhnlich durch das Dimin. 
märfißor. „März, Geschenk am 1. März** verdrängt. 

1035. marfi sf. [ar. martsi, mgl. marts] ^Dienstag** <marti8 
[seil, dies: it. martedl, pv. dimartZj frz. mardx, cat. dimara): alb. 
martf, ven. martiy romg. mertj frl. martiSj fp. nMries, 

1036. mdrtur sm. ,,Zeuge** < mabtur, -rem, (= martyr „testes**. 
belegt bei Dens. Hist. 1. r. 88, 201): a.-it. martore, lomb. martol 
„ganzo** (vgl. lecce martnnSii <*martüri2o). — Dagegen stammt 
ar. mg], alb. martir „Zeuge** aus n.-gr. ftdojvoas, 

1037. märüntf ^ä {mänunt, -d) adj. [ar. minüt auch „dünn**, 
mgl. minut] „klein** <mIkGtus. -a^ -um: it. minutOf ven. menuo^ 
gen. menüo, posch. munüda „ocstiame minuto**, monf. amni „mi- 
Duto d'ossa**, tiard. minudUj eng. mniit^ pv. mentU, frz. »lenti, sp. 
menudo, jag, miudo, 

1038. märtmtäie sf. PI. (auch mänintaiü sm. Sing, und 
mänuntaia Varl. Caz. 1643 f. 152) „Eingeweide** <mInCtalia: it. 
minutaglia „Kleinigkeiten**. Ar. dafür mit anderem SuiKix: tntmi- 
taäty auch mintsät sm. pl. tant. (vgl. it. minugia^ a.-lomb. menusk 
„budella interiore**, sard. 1. mtnutosu, frz. menUf sp. menudencia^ 
letztere zwei nur vom Schlachtvieh). 

1039. mos sm. „Schlafstelle** [ar. 'x. „Schlafstelle der Schafe**, 
oljmp.-wal. 'v^ „SchlafJ <man8UM (von MANfiRB): it. maso, frl. pr. 
cat maSj a.-frz. mes. YgL min II. 

1040. mdsä Bt [ar. meoid, mgV m^Q. «aOn ^;CSm^V\.^<:\l**\ 



90 1041. mä84iil — 1051. mätrice. 

„TiscV <MesA, -AM (Varro: Ling. lat. V, 118 = mbnsa): vej^l. 
maissa^ it. sard. sp. pg. mesa, abruzz. mese, eng. maisa, obw. meizay 
a.*frz. meisef n.-frz. moise ,,Geometertisch". 

1041. mäsdlü sm. Tgl. iuäsärit&. 

1042. fnäsäldr sm. ,,August" scheint eine Abteilung von 
Mfissis, -EM ,,Ernte** zu sein, Tgl. Icent. mieasi ,,luglio"; julo messoro 
^Joli^' in einer a.-neap. Chronik. Murat. ant. it. VI, 711. 724. 747. 
(ar. dvgnstu]» 

1043. mäsärfpä sf. ^^Tischtuch", aus einem früheren *mä8dre 

< mb[n]9ali8, -EM : alb. mesatf ^^langes, schmales Tischtuch*\ (It. men" 
icUe), Daneben mäadtü sm. <*mb[n]salium. Dagegen ar. misale 
^ ngr. fiBodli (Tgl. bulg. misal). 

1044. mdacur sm. [ar. maacur adj. ,,männlich", mgl. ina8cur{i) 
sb. u. adj. „Mann; männlich'*] „Eber** (in der Bukowina: „ver- 
schnittenes männliches Schwein") <mascülus, -a, -um: alb. maskfy 
maSkuf, it. maschio sb. u. adj., cerign. masKulff eng. ma^^el^ pv. 
A.-frz. ma8{c)lef n.-frz. mälej cat. niascle^ sp. macho. — Für die Be* 
deutung vgl. vicent. tnaatio „verro", sard. c. mascUf 1. mastSu 
»ariete*' (dagegen piem. hero <y£rrbs ^ „ariete", auch in frz. 
Diai. beroü), 

1045. mäsed sf. [ar. mdBeaa^ mgl. mäafnä] „Backenzahn" 
<maxXlla, «am: it. mascellaf sie. sard. maSidday piem. gredn. mas" 
deUüf pv. maissellaf a.-frz. maisselle, sp. niejiüa. Die Bedeutung 
yyBackenzahn" hat auch lyon. ntaisseÜaf poit. tnaisselle, 

1046. mästir {masör) 1 vb. [ar. mtsur /^zählen", ir. mesur] 
y,me8sen** <]is[N]srRO, •arb: it. misurare, pv. cat. sp. pg. mestirarj 
frz. tnesurer. 

1047. nidsürä sf. Far. misitrd auch „Teller**, mgl. misür 
„Teller**, ir. fneaur^] , ,MaO*^ < me[n]süba, -am : it. misuraf eng. mazüra^ 
frz. mesurcy sp. meaura, 

1048. mdpe sf. PI. (auch maf sm. Sg. „Darm; Schlauch**) [ar. 
tnataä, matsu, mgl. tnataäj mats. ir. mgtsf] „Gedärme, Darm** 

< MATiA „Gedärme** (C. gl. 1. V, 83: „intestina quae sordes 
emittunt. unde matiarii dicuntur. qui eadem tractant ac vendunt**, 
Tgl. "O, Meyer: Indogerm. Forscn. vi, 116 ff.): neap. matssc „Ein- 
geweide**, sie. matasuni „Eingeweide der Ochsen**, sard. 1. matta, 
mataaa (mattivutaau, nuitaaäminif mataalminif mattämine) „Ein- 
geweide*. 

1049. mäträgünä sf. [ar. '^ auch ,^änDliches Glied**] „Ai- 
rann*' scheint auf eine früh dissimilierte Form ^mandraoona, -am 
(statt MANDRAOOBAS, -AM: it. mandragola, pv. sp. pg. mändragora) 
SU beruhen; doch bleiben immerhin manche lautliche Schwierig- 
keiten bestehen. 

1030. ar. mäirteä st s. mätrice. 

1051. mäirtce sf. „Mutterschaf* (LTuba-Jana: Topografia 
tatolal Mftidan, 8. 109) < matrec, -Icem: sard. 1. madriahe^ 
D.*pT. mdK ,J^attertchar' (vgL A, Thomas in Revue des parlers 
popolaires 1903, 19) (vgl. bearn. mwrrtgo). Im Ar. entspricht dem 
mätrica ein mätricä (mt^tcd), das wie nord-tard. matrika^ sass. 
fmad/rigffa auf ^matbioa, »am weist Dm Wort bedeutet im Nord* 



1052. xu&tar — 1063. mSstec 91 

sard. ,,lievito*S wofür mail. mader ,,faado dell' aceto", rum. tnuma 
vinuliil yyWeinhefe*' zu vergleichen ist. Das rum. mätriee hat 
noch die Bedeutung ..Bauchgrimmen der kleinen Kinder*' (Conv. 
lit. XXXVI, 661). 

1052. mdtur, -Ä (Conv. lit. XX, 1013) ac^. [ar. matür] „reif* 
< matOrus, -a, -um : it. maturo, eng. madür, py. tnadur, a.*frz, meüff 
D.«frz. mür, sp. pg. maduro. 

1053. mdturä »f. [ar. mituräf metaru W., mgl. metura^ mie- 
iura, ir. mttuvf auch: „BUrste**! „Beton** <MeTÜLA, -am: canay. 
mdja^ mdat vgl. brosc. mecol „üaroon**, vgl. Candrea-Hecht: Lei 
616mcnt8 latins. S. 28. Die ursjirüngliche Bedeutung mag „kleiner 
Büschel von Blumen, von Heu** gewesen sein; noch heute dient 
ein solcher in vielen Orten als Besen. Ganz unhaltbar ist 3Iiklo* 
sich's Etymologie ans k.-slav. metla (Beiträge, Cons. I, 49). — ' 
Davon mdtur I vb. [mgl. (iz)metur] „fegen**. 

1054. mätü^e sf. „Tante** ist ein mit -ufe abgeleitetes Dimi« 
nutivum von amIta, -am: alb. ernte, gen. amea» lomb. midas^ ossol 
lama, frl. anda^ obw. omda, pv. anti, frz. tante. Ha^deu: Etym. 
Hagn. 111 Addenda XXVII; Meyer-Lübke: Eom. Gramm. II, §364 
und Literaturblatt für germ. u. rom. PhiL XXIV, 169. [ar. tetä, 
mgl. ninä]. 

1055. -f* ^f^^^^^^f "^ „arm** <mXs£r, -a, -um: a.*mi). meser, 
«.•frz. mezre. [ar. odrfän^ märat], 

1056. iitein sm. [ar. mgl. melii, ir. met] „Hirse** < mIlIitm : alb. 
met, it. migliOy a.-gen. midiiu, sie. miggyu, sard. mizu, eng. ntair, 
pv. meilhy frz. mil, cat. mxü, sp. mijo, pg. milho. 

1057. ar. nierdu W. sm. „Schmutz, Dreck** ist ein postver- 
bales Sbst. zu *merdäre <*MeRDo, -are (von mSrda: it. sard. eng. 
cat. pg. merda, n.-pv. merdo, frz. merde, sp. mierda). Vgl. dof- 
mierd. [ar. P. unbekannt.1 

1058. mei*g, 'mersH (bn. mer^\ mers III vb. (dial. Inf. m^e) 
{ar. 1^ergu u. i^eg, inerSu, i^erau LEI, II, mgl. miergy merS III, ir. meg. 




die Formen ohne g vgl. Conv. lit. XxXV, 817. 

1059. nievtnde sf. [ar. 'x^ „Abend-, Vesperbrod**, ir. merindf 
„Mittagessen**] „Mundvorrat** <MEReNDA, -am „Vesperbrod**: it. 
pg. merenda, frl. mirinde, n.-pv. merendOf a.-frz. märende, sp. wert- 
enda. — Mgl. mirindi adv. „zur Zeit des Vesperbrodes** steht für 
'*amirindu 

1060. merind^z I vb. „Eßvorrat sammeln, essen** [ar. mirindu 
„esse zur Verspernzeit**] < MERfisox), -are : it. merendare^ cat. berenaff 
sp. pg. merenaar.. 

1061. ar. fiiea sm. [mgl ^ „Monat** <Mfi[N]sis, -bm: it. ntese, 
pv. sp. mes, frz. moiSf pg. mez. 

1062. I m^tee (selten: amistee) 1 vb. [mgl. mastic] „kauen 
(nur von Menschen)** <ma8tIco, -arb: it. masticarej tess. maitijif 
obw. mcutidr^ eng. matker^ pv. moichar, in, mächeTf sp. pg. matgar. 
[ar. aroamig], 

1063. il m^tee (meist am^tec) 1 vb. [ar. {ajmeaBtik^ mgL 



92 1061. «met — 1074. mi^S. 

mestic] ,,miscben'' < ♦ (am-)mIxtIco, -abe (von mIxtus, -a, -um, vgl. 
wall. maSi <*mixtiarb, mail. mUturd, sp. mesturar <*MrxTURARÄ 
Kom. XXXIlIy 72): a.-it. misticare, abruzz. {am)miSt€ka. Tiktin: 
Ram.-deutsches Wörterbuch 59. 

1064. *nt€t od. *mU ,,8cbicken"? Erhalten ist nur die Parti- 
zipialform mis (G. Dem. Teodorescu: Poesii populäre S. 20) 
< MiTTO, Misi, HI8ÜM, MITTERB : it. mettert^ eng. pg. metter ^ pv. metre^ 
frz. mettre^ sp. meter. 

1065. "mezfn, -ä adj. „mittler" <i MfiDiAMUS, -a, -um : it. mczzano^ 
piero. miana „la correggia che unisce i due ba^toni dol correggi* 
ato", frz. moi/eUf (vgl, deutsch meiden), [ar. mildiicd?i], 

106B. mid sf. far. nauäf ir. mfy] „weibl. Lamm" < aonClla, -am. 

1067. mic, -a adj. far. Htc, mgl. 'x^ auch „kleines Kind", 
ir. ^ „klein" <*Mlcu8, -a, -um od. ♦mIccus, -a, -um (= gr. fnxöe 
C. L Gr. I, 3498, wozu Dens. Hist. 1. r. 201, gr. dor. fttxxoi = //<• 
y.QoSj wozu Dorsa: Tradizione graeca-latina S. 32, vgl. micina C. gl. 
1. ULI, 87, 20, III, 164, 53, wozu Meyer-Liibke : Wiener Studien 
XXV, 1U4): it. miccino^ miccinino, miccichviOf viicolinOj cal. mikku 
fnikkarülu „un corpo piccolo ed esile", vgl. sie. nt/ne, nikaru, nt- 
kareddu ,.klein"j abruzz. nike, nt/cfce, niktue „wenig" (vgl. ni^-el), 
frz. mioche^ mtochon „kleines Kind" (vgl. Zeitschr. rom. Fhil. 
177 Anm.). Doch ist für das rum. Wort auch eine Ableitung von 
MICA, -AM denkbar (vgl. frz. mioche «= „Krümchen" und „kleines 
Kind"): „Krümchen" — ,.kleines Kind" (zunächst weiblich: micäf 
dann männlich: mic) — „klein". Auffallend ist das Dimin. mititel 
B3 micutel 

1068. -j- nifcä sf. „Augenblick" (^^sa-^T piarzü viia^a intr'o 




1069. m(e sf. [ar. wife, mgl. mifa, ir. mite] „Tausend" <milia 
(PL von mIllb: it. mille, eng. frz. bearn. sp. pg. mit): alb. mijc, 
lt. miglia, sie. miggya, sard. miza^ (frz. viille)^ sp. rntja^ pg. milha. 

1070. tni^l sm. [ar. nett mgl, Ttnjnjc/, ir, mfe] „Lamm" <ag- 
NfiLLUS, -um: vegl. ag^iial, it. agnellOy campob. ayfniellff a.-berg. 
anelf frl. anelf pv. agnel^ frz. agneau. — Dazu das neue Fem. mialä 
ein Ausdruck des Knöchelspieis (ss capr&). 

1071. mt^rcuH sf. [ar. n«rct«rf, mgl. {m)niercuH] „Jlittwoch" 
<MfiBCURU (dibs: it. mercolediy pv. dimercrCj frz. mercredi): ven. 
mercorey sard. merewis^ pv. mercrea, sp. miercoles, 

1072. nMre sf. [ar. »Varf, m^l. (m)»ijari, ir. mtpre] „Honig" 
<MftL ,*MfiLBM: (vgl. alb. iNjar)» ^t. mte&, sie. meZt, a.-gen. nie, 
mail. pv. eat. pg. mel, piem. amel^ frl. mit, eng. meil frz. sp. mieL 
(Femeninom im Span. Cat. A.-gen. Mail, ilittelrät. irriaul. A.*ven. 
Q. tttdlich bis Parma. Meyer-Lübke: Rom. Gramm. II, § 377.) 

107a wierlä (mirlä) sf. [ar. i^erlä W., tU'Wd, mgl. {m)nierlä, 
ir. merlf] y,SchwArzamsel" ^MfisOLA, «am: it. mail. pv. cat. merta^ 
nc MemCi frl. mierlif frz. mo^^e, ip. mterla, pg. mdro» 

1074. ml^ med pron. pota. [ar. a lifu, a meä, a ntel Epir, 
mgl. Mey» mea, ir. meiOy mf] „mein, meine" <Mtü8, mba: it. mio^ 



1075. miez — 1082. minciüaS. 93 

fnia, sard. cat. tnei«, mia^ eng, pv. mteu, tnia, sp. mio, mlo, pg. 
fneu, minha. 

1075. mi^z sm. [ar. üedz] pKern, Schmolle, l^Iitte'', mtVir, 
fniäzä adj. (nar in miazäzi sf. ,,Mittag" <MeDiA diss: Tgl. alb. 
wjezditff it. mezzodl, pv. miegdia^ frz. txidt, sp. tnetltoota, pg. ' 
tneto(2(a; amfa^(äz2), mprl. tnn^a^ä^fff, ady. ^^mittags'* < ad m£dum 
dibm; miazänodpte sf. y^Mittcrnacht" <m£dia nox: it. titezza notte^ 
pv. meta nuecA, frz. minuitf sp. jnfrZta ^locAe, vgl. alb. mjeznatf) 
[ar. ^ietltu, fladzd ,,mittler*', mg]/(in)niea sb., ir. mei ,,B>^tkrume**] 
<[MeDiU8, -A, -cm: it. mezzOf sie. menzii, CDg. mez, frl. miezz, pv. 
fiuf^^y a.-frz. Wim', frz. tnt-j (sp. tnedto), pg. meio. 

1076. mfjlöc (dial. f'itifac) sm. auch ,,Mittel, Kreuz (als Mitte 
des Körpers aufgefaßt") [ar. Mdzicä "NV., Yioldzuc W., mgl. tiifiZuc, 
ir. melloc] „Mitte" <*MfiDiOLU9 locus (vgl. ^mCdiolus > a.-ber?. 
mezul). Vgl. Verfassers : Lat. Tj u. KJ, S. W— 55. [ar. P. nur tnese], 

1077. I mtn I vb. [ar. miHf ir. wir] „treiben (Vieh), führen 
(Pferde)" <MtNO, -are („drohe" — „drohe dem Vieh um es fort« 
zutreiben" — ,,treibcn*\ vgl. Apul. 3Iet. 3. S. 141 u. 0. Gl. L V, 
484, 15: y^quotiens aliquis dicat: *vade, mina carrum iliom*, non 
carrum minat, sed vobes [a boves], qui eum trahunt"]: it. menare^ 
(a.-berg: vectob, glossiert durch: colu chi metia), pv. cat. a.-sp. 
fnenarf frz. mener» 

1078. II min (mliu), mäa^t, mas II vb. [ar. amin, 'OSf 
•08 IIJ o(über die Nacht) bleiben" < maneo, mansi, manscm, 
MANfiRE „bleiben" („übernachten" Archiv lat. Lex. VIII, 196): it. 
manerCf posch. fyiani „dormire" (vgl. olymp.*waI. »mw „Schlaf*), 
eng. manair, pv. maner^ a.-frz. manoir^ sp. manir, pg. tnaer. 
Vgl. mas. 

1079. m%nä (+ mxnu Varl. Oaz. 1643 f. 83 b. etc.) sf. [ar. 
minä^ mänä^ mgl. mgnä, ir. mär, titdrf] „Hand", auch „handvoU" 
(Sämän. II, 218 =& ar. mänatä) und „Sorte" (de a doua minä „ge- 
ringerer Sorte", vgl. a.-berg: ccLsa de tneza tna, lomb. val de mezza 
tna „T>alo mezzano", povero de mega tna, d'ogne ma, ae molte man 
^,allernand", a.-ver. Pur de li gran diavoli tanti ne corro en pla^a, 
ke quigi de mega man no par ke se ge fa^a == „cit despre dia* 
volil cet marT, ati^ia fugeaü pe locul [acela]^ cä ceT de mtna a doMA 
parcä nu ^tiaü ce 8& faca". Fra Giacom. B. 177—178 ed. Mussafia) 
<MAKiJS, -UM m. u. f. (Archiv lat. Lex. II, 419): it. sp. niano, sie. 




I 



1080. mXiie, -A adj. (Banat) „verstümmelt" <mancu8, -a, -um: 
alb. m^nk^ it. cat. sp. pg. manco, pv. a.*frz. manc, 

1081. mgl. mintiAn I vb. [ar. mintiunldzu\ „lügen" <]cxn« 
txOno, -ARB (vgl. minciunä). 

1082. mineiünä sf. [ar. minUune W., miniSunä F., m^L 

imnUun\\ |.Lüge'^ <MBKno, -ONBM (an dräfivrj0$8 X€ä yptvfia in 

Glossen, vgl. mbntiosüs, mbmtionabiüs «» mendtz DaCan^e, t(^L 
ixz. menaange^ pv. menzanga, valenc. memonja etc.). Zeitschnft 
rem. Phil XXVIL 743. 



94 1083. mioe — 1094. mir. 

1083. mine, (mtine) adv. [ar. mine, mgl. mpini^ ir. märe] 
„morgen*^ <xanb (im Rom. „Morgen": it. ma^ie^ pv. nia{n), frz. 
matn, dagegen entspricht dem *demanb „morgen": it. dimani^ do' 




1084. minec I vb. [mgl. mänicat adv. „in aller i>ühc"l „früh 
aufstehen" <manIco, -arb (= dQ&piieiv Arch, lat. Lex. IX, 590—691, 



Dens. H. 1. r.^167): alb. ntfn^oii. 

1085. mlnecä sf. [ar. mmicä, mgl. mgnicä, ir. märecä] „Ärmel" 
<XANlCAj -am: alb. m^ngf, it. mankaf mail. manepa, emil. mandiaj 
frl. mame, eng. nianda, pv. sp. pg. tnan^a, frz. manche (it. t)tanico, 
sp. pg. mango „Griff" <manXcus, -um). 

1086. mtn^r sm. vgl. am mar. 

1087. mtnfe {mäme) sf. „Groll, Zorn" ^mania, -am (= gr. 
ßiavia): alb. mfni „dass.", sonst im Born, gelehrt. — Davon mä 
mtniu I vb. [ir. tnpiiu] „ergerre mich, zürne. 

1088. mine {minff min f esc) IV vb. [mgl. '^, ir. mintu] „lügen" 
<m£ntio, -Ire: it. mentirCf obw. mankirf pv. frz. cat. sp. pg. mentir. 
[ar. mintSunedz], 

1089. mintä sf. „Minze" <MfiNTA, -am: it. sard. pv. cat. menta, 
• in, mentCf sp. mienta. Byhan: Jb. V, 319 leitet es aus kslav. 

inetva ab, „denn, wenn es direkt vom lat. menta herkäme, müßte 
es * mintä lauten". Aber auch das slav. Wort hätte *mini{v)ä er- 
geben. 

1090. minte sf. [ar. '>^, mgl. minti\ „Sinn, Verstand, Gehirn" 
<M£NS, m£ntem: alb. rnfni, it. sard. pg. mente, sie. menti, eng. 
imaint, pv. cat. frz. ment^ sp. miente, — Ar. minUä Plur. „Schläfe , 
— Zum Sinn „Gehirn", vgl. sp. sesos ,.Gehim". 

1091. ar. minüt vV. I vb. „zerkleinern" <mInüto, -are. [ar, 
F. kennt nur minutsäscu „fein machen"]. 

1092. tntnz sm. [ar. mändzu^ mgl. mgndz\ „Fohlen" <*man- 
Dius, -um (von mand£re vgl. Verfassers: Lat. Tj u. KJ, S. 49—50): 
alb. t. wfs, g. inas „männuches Füllen von Pferd und Esel", m{^)zat 
(rum. mimdt) Junger Stier", sard. 1. mandzu „giovenco", it. manzo 
„giovine torello ancora mansueto o reso tale colla evirazione", 
comask. manza ,;junge Kuh", cors. mandzonu „sopranome di bue", 
a.-berg. mandz „juvencus", mandza ,juvenca", triest. manzo , junger 
Ochs", grödn. mants „Stier", tnati^ä „weibliches Kalb" (bai r. man^r, 
menz „sterilis vacca", rheinländ. minzekalb ,Juvenca"). Das Ar. 
kennt neben mtndz auch mingu das offenbar zu mingare „essen" 
gehört. 

1093. miodrä {miriodrä Banat) sf. [ar. mfoarä] „Schaf nach 
dem ersten Wurf" <*AONfiLLiÖLA, -am (Dimin. von agn£lla). Das 
Männchen dazu heißt ar. mHör, mgl. m{i)lörf letzteres auch ^,6ock 
von einem Jahr". Aus dem Bum. stammt alb. milörc ,junger 
Widder, junget Schaf von ein bis zwei Jahren", ngr. ftnXjwQi^ 
ftTtXjwpa .Junges Lamm", ung. miU6ra „zweijähriges Lamm". 

1094. mir, (mold. mier) vb. I [ar. ilir, mgl. mniir. ir. mir 
SYT] nur reflexiv (nach sl. 6uditi 88) „sich wundern" <miro, 
•abm: (Tgl. alb. m^rueriim y,wnnd6rbar")» it mirare, pv. cat. sp. pg. 



1095. mirced — 1109. mofmfnt. 95 

mxrar^ frz. mxrtr (überall „betrachten*'). — Davon: minCmt iL 
„Wnnder" (statt ^mirun^). 

1095. mirced, -d adj. „faul, welk" <]carcIdü8, -a, -um: it. 
fnarci{d)Ot sie. martSUf neap. martSo, mail. eng. marS, emiL fri. 
martSf sp. marcA-ito. Im Vokalismus ist das rum. Wort entweder 
von rinced „ranzig" oder von mir^av „schmutzig" beeinflußt. 

1096. mg], mirindxu 1 vb. (ar. {a)miridzu) „halte Mittagsruhe 
(vom Vieh)" <meru>io, -abe: alb. m^dzeili, it. meriggiare, tose. 
meriare^ frl. miria „ruhen (vom Vieh)". Davon das Verbalsubst. 
mg], mirindz sm. [ar. amindzti] „Siestaplatz des Viehes" ss it. 
meriggiOt tose, meria, 

1097. mi^^l, -^d adj. „schlimm" (+ „elend" Dosoft. Vist« 
sfint. '/i9 ^*%i etc.) <Ml8fiLLü8, -A, -UM (als Subst. im Mittelalter 
B ,^ussätziger") : s.-it. misello, pv. a.-frz. mesel „aussätzig", cat. 
mesell ..krank", a.-sp. meaillo. 

1098. nit§inä sf. „(rewimmel, groOe Menge" (J. Adam: H&t£- 
cire 227, Sybaris 191), steht für *mipünä mit dem Zeitschr. rom. 
Phil. XXVlI, 742 f. besprochenem SuiHxwechsel, <mi8tio, •östM, 
Davon abgeleitet : mi^itn I vb. „wimmeln", auch miiuiü 1 vb. (nach 
tngretm = viareui{ez)) Delavrancea: Intre vis ^i viat& 166, davon 
wieder mupinoiü {mupunöiü, mufuroiü) sm. Tar. mäSironu, mäiäranu^ 
muSuronUf Sumuronu] „Ameisenhaufen, Maulwurf häufen" (im Ar. 
auch „Maulwurf"). Conv. lit. XXXIX, 323-324. 

1099. ntnen«, -ä {neru etc. Jb. VI, 20) „blau" <3ffiRU8, -A, 
•UM „rein": pv. mer^ a.-frz. mia\ 

1100. nigl. on)n(curä sf. „Bröckchen" <mIcÜla, -am: lomb. 
bresc. trient. migola^ berg. migla, valtell. migol^ eng. mtr2a, obw. 
Smitulas, 

1101. modle adj. [ar. 'vi, mgl. mooZi» ir. mo2ej „weich" 
<m6lli8, -e: it. pg. molUy frl. muelly eng. pv. mol^ itz. mon, cat. 
fno/2, sp. mueUe, — MoaUle capulul „weiche Stelle am Scheitel der 
kleinen Kinder" «s sp. mollera^ pg. moltira. 

1102. fm>ifrd sf. [ar. mgl. 'x^. ir. mor^'\ „Mühle" ^m6la, «am: 
it. pv. cat. mola^ eng. moma^ frl. mutle, frz. mtule^ sp. muda, 
pg. mo, 

1103. moAre sf. [ar. '^ „Krautsuppe"] „Salzbrühe" < mübia, 
•am: it. ntoja, n.-pv. mii[i)rOf a.-frz. mmrCf sp. muera. Über die 
lautliche Unregelmäßigkeit vgl. Zoitscbr. rom. Phil. XXVIII, 689. 

1104. modrte sf. [ar. ^ mgl. moarti^ ir. Miorfe] „Tod" < m6b8, 
-btem: alb. it. pg. morte. frl. muert frz. cat. mart, sp. muerte. 

1105. mdia (tnmoiä) vb. I [ar. motu, mgl. ammofu] „ein- 
weichen" <*MÖLLio, -ABB (von MOLLis): alb. muTva (aor. <*mu/bfi), 
ven. modlar, pv. mo2^r, frz. m<mi7^, cat. mullar, sp. mojar^ pg. 

1106. m^lie^l, "Cd adj. „ziemlieh weich" < MÖLLlcfiLi^üs, -a, -um. 

1107. mar IV vb. [ar. mgl. ir. <^] „sterben" <*möbio, -Ibi 
(Nene- Wagener: Formenlehre III, 72, 76^ 247, » möbiob): it 
moriref mail. muriy eng. murir^ pv. sp. monr^ frz. maurir» 

1108. mordr sm. [ar. mgL murar] „Müller" <molabiu8, «um, 

1109. marmint tm. [ar. märmintu, mirminiu W., murminU P., 



96 1110. mort — 112S. mulg. 

mgl. niurmint] ,,6rab". Das rora. Wort kann auch von monuuentux 
kommen, doch verlangen die übrigen rom. Formen ein monImbntüm, 
das oft belegt ist (C. I. L. III, Sp. 581, 586 etc. I, 1014 etc.): 
log. mimimaitu, a.-gen. munimento, so daß auch das rum. AVort 
Ton diesem, kaum von der dissimilierten Form uolxmbktum (C. I. 
L. VIII, 2269): sie. mulimentu, a.-gen. morimento, a.-lomb. a.-Ten. 
molimento, a.-berg. molimentf ene. mulimaint abzuleiten ist, da 
y ä nur zwischen Labial und I^asal erklärlich wird. Den Sinn 
..«epulcrum'' (auch lard., a.-ffeD., eng.) belegt Dens. H. 1. r. 1U3 aus 
ß. 1 L. X, 8676. 

1110. mort, moArtä adj. [ar. morttt, mgl. ir. ^ „tot'* 
<m0rtuu8, -a, -um: it. pg. mortOf obw. miefi, pv. frz. cat. mort^ 
tp, muerto, 

1111. mortäetnä, {mortäciune) sf. [ar. murtutsinä] ^^Aas'* 
<^M0nTiciKA, -AM (scil. CARD, Vgl. Kuhn*8 Zeltscbr. 1905, 604, vgl. 
it. mortecino, pg. mortezinho), 

1112. müe [ar. mgl. ^ „Rotz (meist die Mehrzahl mitctj, 
Lichtschnuppe, Zigarrenstumpf, etc." ^ hücus, -um oder müccus, 
-XTx: alb. t)it7^ „Schimmel", it. moccolo^ sie. sard. mukkUf eng. muok\ 
pv. Dioc, a.-frz. moche^ cat. moch^ sp. tnoco, pg. monco. Über die 
verschiedenen Bedeutungen u. Ableitungen dieses Wortes vgl. 
Verfassers : Lat. TJ u. KJ, S. 107 — 111, wo auch zahlreiche Formen 
aus ital. Dialekten angeführt werden. 

1113. niiiced, -ä adj. „schimmelig" <mCcIdüs, -a, -mi; frl. 
müsar „odore di mucido", pv. muide, frz. fnoitCf etc. vgl. Schuchardt : 
Korn. Ltym. I, 58. [ar. mührid\, 

1114. miiche sf. [ar. mucte W., mgl. muctä] „Kante" <mu- 
t[ü]lus, -um „Sparrenkopf". 

1115. mucigdiü sm. „Schimmel" <*müc[c]Icalia (♦müc[c]Icüs 
für -IDUS vgl. Zeitschrift rom. Phil. XXVIII, 617): it. moccicaalia 
„schleimige Substanz" (vgl. it. moccicajaf neap. ammotSekkire neben 
ammotSctire), 

1116. mueöare sf. „Rotzkrankheit" [ar. mticari PI. „Unreinig- 
keit") < MOcoR, -CREM : sard. mugore, astur, mugor (viell. sp. mugre). 

1117. mueÖH, "Oäsä adj. [mgl. ^ „rotzig" < (mucosus od.) 
*Mücc08U8, -A, -cm: PV. moucos, cat. mocos, sp. tnocoBOf pg. mon^ 
eo80. |ar. miAfös von der Mehrzanl muts^ auch miHöi < ngr.). 

ill8. mug^»e IV vb. [ar. mudzescu] „brüllen" <mOozo, -irk: 
pv* pg* mugir, a.-frz. muire, sp. mvjir, 

1119. miHget sm. „Schrei (vom Rind)" <mCoXtcm. 

1120. tnui^re sf. [ar. tnufiire, m{g)lnr€, mgl. muXari^ ir. muFfre] 
^Veib, Frau" <mOlisr (: it. moglie, romgn. tnof)i -£R£m (ss-crbm; 
Belege bei Dens. H. 1. r. 66): it. mogliera, sie. muagyera, lecce 
mugghiere, mail. tratcyer, tard. muzere^ eng. mtifisr, obw. muldler, 
frl, mutr, pv. pg. molherf a.»lrz. m<nlier, cat. tnuHer, sp. mujtr, 

1121. muiertfa, ^-odsä ad|j. „weibisch" ^mülubOsus, -a, -um. 
[ar. mußrulcttj. 

1122. mülg, mvUii, muU vb. III [ar. mülgu^ »ISu, -lau III, 
n, mgl. «x/] „melken" ^mülgxo, mulsi, mulsüx, MOLOfiaa (» srb, 
Deut. Hitt L r. 147): it mut^fere n. mii^fier», TertigUa mölgere, 



1123. malsürä — 1135. murtec 97 

tir. multf tard. mtUliri, pv. molseTf n.-pv. mouse, tp. mulgert pg. 
mungir, 

1123. mulsürä sf. ^^Melken" < mülbCba, -am. 

1124. mult, -Ä adj. Tar. mmfu, mgl. 'x^, ir. miinf] „Tiel** 
<HÜLTU9, -A, -um: Tegl. tnu]fy it. moltOf sie. titu/i^u, eng. muoH, pv. 
mou^, a.-frz. tnoZt, manty cat. wolt, sp. mur^o, mut, pg. rnuifo, tnuy. 

1125. *tMilzdre sf. belegt nur in Plur. des San. Dialektes 
muldzif ,,M)lch8chafe, die unter den Hammeln weiden und den 
Hirten Jener die nötige Milch gewüliron/' Jb. IL 321 <*M0rx2«ARU, 
•AM (ron MULOEO). Verfassers: Lat. Ti u. aL 63. [ar. mäiricä, 
fntrncdj. 

1126. nvuncH sm. „Hügel" < montIcHllus, -um: vegl. niun^aX^ 
it. monfice2/o, rovign. munfi^iV/o, frz. monceau^ »p. inonfect/2o. 

1127. ar. intincIA sf. „Strahl" "W. <mündü8, -um: it. mondo^ 
sard. mxinäu^ eng. tntiO)u?, pv. cat. tnoii, frz. wona«, sp. pg. nvundo. 
Ursprünglich muß im Rum. ein *mund%i „Welt'* und ein lume 
„Licht", dem Lat. mOndus und lümbn entsprechend, existiert haben. 
JL)ann lernten die Kum. das kslav.'Wort svötü kennen, welches 
„Licht" und „Welt" gleichzeitig bedeutete (auch ung. vildtj sa 
f.Licht" und „Welt") und seinem Einflüsse ist es zu verdanken. 
aaO die zwei Wörter heute die Bedeutungen unter sich gewechselt 
haben. Conv. lit. XXXIX, 70. Den Geschlechtswechsel hat vnundA 
entweder der Analogie von lume sf. oder von razä „Strahl" (viel- 
leicht hat einst auch ein *razu <radius existiert) zu verdanken. 
[P. kennt nur ein mundzl als plur. tant., welches neben „Strahl" 
auch die Bedeutung „Nasenstüber" hat.] 

1128. tnünte sm. [ar. ir. '^, mgl. munit\ „Berg" <xon8, 
m6nteh: it. sp. pg. fn<mte^ sie. muntiy cal. munte^ eng. cat. muntf 
pv. frz. mont 

1129. muntÖ8, "Odaä adj. [ar. ^ „bergig" < montuOsus, 

-A, -UM. 

1130. mgl. müntur, -d adj. „schweigsam (im verächtlichen Sinn)" 
<*MüTüLü8, -A, -UM (von MüTüs). Früher (üonv. lit. XXXIX, IQ) 
hatte ich die Etymologie ^mOturnus, -a, -um (■■ mOtus -f- taoi- 
TUBMUs) vorgeschlagen. Dem widerspricht aber der Ton, der nach 
einer schriftlichen Mitteilung von P. Papahagi auf der erateo . 
Silbe ruht. 

1131. I ar. mur sm. „Mauer" < mübus, um: it. sp. pg. murOf 
eng. mür^ pv. frz. mur. 

1132. II mur sm. [ar. ^ „Maulbeerbaum" <m0bu8, -um: 
it. moro, 

1133. mürä sf. [ar. (a)murä\ „Maulbeere" < mOba, -am (Archiv 
lat. Lex. XIV, 123, von mOrum) : it. cat. sp. mora, obw. murOf a.-frz. 
tneurCf n.-frz. mürej pg. amara, -^ IT für ist unerklärt (vgl. frz. 
müre, srb. slov. murva, alb. muri < ngr. fto(v)^id). — Ar, murä 
bedeutet auch „Schlund der Tiere". 

1134. mürmur vb. I [ar. ^x/, murmuredz] „murmeln" <mÜr- 
mübo, -abb: alb. murmuro1^, it. mormorare. pv. sp. pg. murmurar, 

1135. miiraec (Cuv. d. b. J, 294, Sämän. Ill, 758 etc.) I vb. 
[ar. munioare C. D. ^'Vti] »»beißen, 4* verschlingen" <mor8Xoo» 

Pagearia, Etymologisches Wi^rterbuch. 7 



98 1136. mo^c — 1146. mu\. 

•ARB: iti moriicare, frl. morsekfL valsass. musgä, cat. pg. mossegaTf 
(Tgl. sp. muesca „Kerbe"), [ar. P. muScu^ miScti\ 

1136. mti^c (+ miitirc Cod. Vor. ^•/5) 1 vb. [ar. muScu, tiiiScu^ 
mgl. ir. mufjf^u] <*mücc[C]lo + Icare (von mCccus): lanc. terara. 
mutiSeka, campob. arpio. mutSsfikc „beiße*^ sie. mtitssikariy neap. 
mutssikarCf apul. motssikare, aquil. motssekd, tarent. mutss^ka, 
abruzz. mutSSekcU cerigD. muctss^f ,^orsico", lecce motsseku, rom. 
motgnko „beiße" (cal. mutasikune >;Biß", alatri muUsckat^ „morsi« 
oato", lanc. mutSsekoref mtitSSekarxie „Jucken"). Candrea-Hecht : 
Bomania XXXIII, 314, dazu Verfassers: Lat. Ti und Kl S. 109, 130. 

1137. mtUcä sf. [ar. mgl. '^j ir. muSke] „Fliege" < mCsca, -am: 
it. pv. sp. cat. pg. mosca, eng. muSka, frz. mouche, 

1138. I nui^chtn sm. [ar. mKicfu] „Muskel" < Musculus, -um: 
alb. tn\dk ,«Schulter", (it. mmcolo, pv. i'rz. muaclef cat. mttsclo^ 
A.*pg. musgoo), 

1139. II tml^cÄIÄ sm. [ar. wm^cr«] „Moos" <*musc(Jlus, -um 
(Dimin. v. muscus): it. miischio, frz. moule. 

1140. must sm. [ar. mustu] „Most" <mOstu3i: alb. muSt, it. 
■p. pg. mosto, eng. mtioit, pv. cat. most, frz. moüt 

1141. mustiilil sf. [ar. '^ auch mustacä^ mgl. '>^ PI. dazu ein 
8g. mustac] „Schnurrbart" <)ct}STACiA: it. mostaccio () frz. mou- 
8Uiche\ lecce, cal. sard. c. mustatssUy neap. moitaUso, eng. mxistats 
(auch mustak), sp. mostoc/io. Ar. mustak^e W., wie alb. 9)msto/c*e 
^ ngr. ftovaruxi, 

1142. i»ii8fäc£odrÄ sf. „Schnurrbärtchen" < ♦ müstaciöla, -am. 

1143. müstni (mustriz) vb. I „tadeln" < mO[n]stro, -are „zeigen" 
(für den Sinnesübergang vgl. frz. remontrer): it. mostrare, cat. sp. 
pg. mostrar, [ar. nca^^ic, dfudtc, varvMcu]. 

1144. I mut, -Ä adj. [ar. mgl. ir. <^'] „stumm" <mCtus, -a, 
•um: it. muto, sard. mudUy pv. a.-frz. mut, cat. mud, sp. pg. mudo. 

1146. II mut I vb. [ar. mgl. ^ „wechseln, verändern" <mCto, 
-ARB: it. mutare, eng. müdery pv. cat. sp. pg. mudary frz. muer. 
Davon: strämüt I vb. ,.versetzen" = lomb. gen. stramiiar. u.-eng. 
stramiidarf frl. stramuäa, Meyer-Liibke : Rom. Gramm. I, § 443, 
II, § 587 sieht im rum. Verbum ein Homoeotrop und schlägt für die 
Bedeutung „be\yegen" (+ „schiffen") ein ♦mövIto, -are vor: genf. 
fHodä, tarant. e^modd^ morv. emwle „bewegen". 

1146. ^nup I vb. „die Hunde hetzen dadurch, daß man die 
Lippen spitzt und durch Einsaugen der Luft, ähnlich wie beim 
Küssen, einen zischenden Ton hervorbringt" (Tribuna, 1890, Nr. 93) 
[ar. muta I vb. „saugen"] <*mOcceo, -are, daneben gewöhnlicher 
amiip I vb. <*AD-Mt}ccEO, -arb: poitv. amoisser „exciter les chiens 
i nous ddfendre", asmtip I vb. < * sx-Mt^ccEO, -are» sumiip 1 vb. 
< * 8UB*Mt^CGB0, -ARB. Daneben existiert im Ar. auch ein Sb. inüta sm. 
vMütsä sf. [mgl. mutse] .^MauL Schnauze, Küssel" <*mücceu8, -um, 
^Mt^ccBA, -AH. Alle diese Wörter stehen in Verbindung mit 
MÜCCU8, -um „Rotz", wie dies ausführlich in Verfassers: Lat. T) u. 
Kl 109—111 gezei^ wurde. Von den rom. Vertreter seien hier 
onr folgend«, — einige davon zeigen einen Einfluß von gr. fuoxqv, 
uOinos ,ytpotteD, Grimasse^, — angeführt: ven. bol. moke ,.dicon8i 
gli atti • le parole ehe d pijono snperflue • leciose*', fa ii mokt 



1147. mut^sc — 1156. oistar. 99 

a ergü ,,vezzegrgiare, far carezz« eccedenti ed affettaie''t löxnb. fa 




en allongeant les l^vres, «n signe de mlcontentemeot oa de deri« 
lioQ^'j sp. JuLcer muecas ,,sich ziereD^', a.-it. mueciare „Tenpotten, 
verhöhnen'', Taltell. mvkena „schcrzo*', arbedo muÜdru „Spotf*, 
firz. $e moquer^ pv. se monea „spotten** etc. 

1147. mul^se IV vb. [ar. rnuisascu] ,.ventummen" <]ii7Tfisco, 
-*IRB (=s -escERB: 8p. mudecer): pv. muatV. Vgl. amafeac. 

1148. ar. muts am., mtUail sf. s. mvL%, 






N. 

1149. ndle sf. j^Schiff* <navi8, »eh: it. sp. pg. nave, eng. 
♦*ß/f pv. cat. nate, frz. nf/*. [ar. cäravef pampore], 

1150. ndlbd sf. [md. ^x^] ,,Malve'' <malva, -am (od. malba, 
-AH, Dens. B. 1. r. 103; Korn. XXVJI, 236: a.-ven. com. matba^ 
romgn. melba): it. pv. cat. sp. pg. malvat frl. mälve^ frz. mauve. 
Für m y n vgl. sard. 1. iiarviitssa, c. narh{edd)af sass. naibutssa^ 
mail. ven. na/6a. [ar. muloahä], 

1151. nämdie sf. (Jb. III, 322) „kleines Hornvieh" [ar. nä- 
marüf nuniatü sin. .^Schlachttier", mgl. numani sm. „Rind, iLier^*] 
< ANiMALiA, -♦am: süd-it. armalia .,Tier", frl. maiüe „Scnlange" eng. 

* limardlüy frz. aumaille „Hornvieh'*, sp. aZtmaf^a, j^g.'almalha »jonge 
Kuh", — daneben der neugebildete Sing. "'anImaliuu: obw. Igt' 
mari, eng. almeriSj galiz. armallo ,,buey iSaco". W. Meyer: Lat. 
Neutr. 101. — Zeitschr. rom. Phil. XXV II, 744. 

1152. nap [ir. npp] „Steckrübe" <napü8, -üm: it. tiajpo, "(na- 
vofie, mail. navon, ven. 9ta<m, pv. nabetj frz. navef), cat. nap, sp. 
pg. na&o. 

1153. näre {ndrä) sf. „Nasenloch, auch Nase (Jb. III, 179, 
IV, 329, V, 78, Cod. Vor. "»/a)" [ar. ~ „Nase**, mgl. nan „Nasen- 
loch**] < NABis, -EM : it. nare, bellun. snare, sard. 1. nare ..Nase**, pv. 
nar „Nase**, sp. nares, Ableitungen von naris, die „Nase" bedeuten, 
fuhrt Zaaner: Körperteile 359 an. Bin Übergang in die I Dekli- 
nation findet sich auch im N.-Pv. narro, narra, 

1154. nas sm. \mg]. '>^, ir. ngs] „Nase** <na8U8, -um: it. sp. 
pg. nasoy eng. nes, tri. pv. cat. nas, frz. nez. [ar. nare, während 
nas nur in übertragener Verwendung für die Spitze der Leder- 
sandalen (=s opincQ gebraucht wird]. 

1155. nasc, "üi, -iU, III vb. [ar, nascu „wachse** W., mgl. 
^v^, ir. noscu] „gebären, geboren werden (in letzter Bedeutung meist 
mä nasc)** <*nasco. -£rb (sa nascor, NAsa): it. noscere, eng. naier, 
pv. naisser, frz. nattre, sp. nacer, pg. nascer. Vgl. nat. [ar, ?• 
amtniu. fac]. 

1166. ndstur (nastur^ sm. ,,KDopf** [ar. nastur, noBture, 
„Knoten, Spange, Schnalle, Festnadel, Knopf**, ol^pipo-wal. nastur], 
Etymologie ungewiß. Jedenfalls kann das Wort nicht germaniaehen 
VnpraDgi tein (wie dies lux betf^. \>Te«c. nettola^ nittola der Fall 



100 1157. näsÄt — 1164. negöt. 

«a sein scheint, vffl. Lork: Altbergam. Sprachdenkmäler 171). 
Wenn es nicht als Kulturausdruck aus dem Ital. stammt, so kann 
es wie it. nastro^ com. nastola, pav. nastol^ wall, näle aus 
^NASTÜLUM stammen. Die Unregelmäßigkeiten würden sich dann 
folgendermaßen erklären: £in Diminut. von nassa ,,Schlinge" 
hatte *nass[0]la oder *nas8[ü1luh gelautet, woraus, wie die von 
Heyer-Lübke : Rom. Oramm. II, § 430 besprochenen Fälle. * nascla 
bzw. *NASCLU. Nun konnte die Sprache der Schrift kundigen, für 
welche das Tulgäre *pc8cla korrekt Pustula lautete, auch *nascla 
bzw. ^NASCLUM zu *NASTULA bzw. * NASTULUM Umwandeln, woraus 
rum. nastur, Nimmt man aber an, daß das Wort als Kulturaus- 
druck nur den höheren Klassen angehörte, so erklärt sich auch 
die ital. Unregelmäßigkeit. Als *nast[u]lum wieder in die Volks- 
sprache drang, so wurde die diesem ungeläufige Gruppe tl zu tr 
verwandelt. Allerdings bleibt dabei noch der Bedeutungswandel 
zu erklären. Als „kleine Schlinge" konnte speziell die Schlinge 
zum Anknöpfein eines Kleides bezeichnet werden, wie noch heute 
im Aroro., woraus einerseits „Band" (ital.), andererseits „Knopf" 
Ofom.). Fraglich bleibt aber, ob der Sinn ,, Schlinge", den Georges 
für NASSA angibt, wirklich neben der Grundbedeutung „Fisch- 
reuse" im Lat. existiert hat. 

1157. näaüt, -A adj. „großartig, naseweis (Marian: Ornit. I, 
81)" <NA8üTus, -A, -ux: it. na9ut0f sard. naaudu „großnasig", (vgl. 
•p. pg. narigudo), 

11Ö8. nat sm. [ar. '^] „Kind" <natus, -a, -um. Tot natul 
„Jedermann", vgl. sp. fuidie „Leute" < nati. 

1159. natura st. „Temperament" < natura, -am: u.-eng. nadüra 
„conno". Das Wort ist volkstümlich in Banat (Jb. III, 322), da- 
gegen ist schriftrum. natura sf., wie die meisten rom. Ent- 
sprechungen, gelehrt. Über die Tonverschiebung vgl. Zeitschr. 
rom. Phil. XXVII, 742. 

1160. ned {neduä) sf. [ar. neaOf mgl. nf^iä, ir. n^-wu] „Schnee" 
<Klx, -nIvem: it. pg. neve, lecce nie, berg. ne^ sie. nm, sard. nie 
(masc. nach die), eng. naif, pv. cat. neUj a.-frz. neif, gase. 1^eu, sp. nieve, 

1161. neg sm. s. negel. 

1162. negH sm. „Fingerwarze" scheint auf NlofiLLUS, -a, -um 
mit der Bedeotungsentwicuung: „schwarz" (so süd-sard. nieddu) 
— „schwarzer Fleck (in dieser Bedeutung findet sich ein nioruk 
bei OvidV* — „Muttermal" — „Fineerwarze" zu beruhen. Daraus 
rfickgebildet neg sm. „Fingerwarze". Die Ableitung des letzteren 
ans NÄVUS, oder vielmehr nbus (C. gl. IV, 124, 26; 641, 10: it. neo, 
neap. nt«o, romgn. nt, sen. niego, Tiscce, card. neu) stößt auf un- 
überwindbare lautliche Schwierigkeiten; doch ist eine Kreuzung 
von *navSllus (vgl. moden. niel^ und nIoSllus nicht ausgeschlossen. 
[ar. aritiü]. 

1163. neghinä sf. [mgl. migtinä] „Getreidebrand" <*nIo[sJl« 
liNA, «AM (von nXoSlla „schwars": it. pg. nigeüaf pv. niela, frz. 
nieUc ,.Getreidebrand^<). Oonv. Ut. XXXIX, 71. [ar. k'anitaäl 

1164. negöt tm. „Handel'* < nboOtiuic. Reite dieses Wortes 
im Aom. fährt Schuchardt an (Hugo Schuchardt an A. Mnssafia, 
Om, 1905, S. 84—36). [ar. em^onilj. 



1165. negot^s — 1176. n^it. 101 

1165. negop^ 1 vb. „Handelsgeschäfte treiben'^ < ^HiGdTio, 
-ABB (= vEGOTiOR, -ABl). Davoo it^u/dtÖT, negust^T tm. „Händler^, 
[ar. fac emhoriü]. 

1166. negreäpä sf. „Schwane'' [mgl. nigrftsä ^der tchwarse 
Teil des Auges''] <mIobItia, -am: it negrezza, [ar. latü, läeaMl, 

1167. n^gru, nedgrä a^j. [ar. ^x/, negur W., mgl. ir. ^ ^^uhwuif* 
< NiOEB, -OBA, -ORUM : it ncTO, eng. nair^ pv. ne^, fira. «oirv. ip. 
pg. nc^ro. — In subst. Verwendung: mgl. negru „uirkischer Solaar, 
n^grä „schwarzer £affi§''. Ans dem Rum. leitet G. Heyer (Indg. 
Forsch. VI, 113) n.-gr. ndyx^ap „Schaf mit weißen (?!) Haarea" 
ab. [Nach P. existiert im Ar. negru nur noch in Ortsnamen: 
Katrä neagrä etc., sonst ist das Wort durch laiü^ -e ersetzt.] 

1168. n^gurä sf. [ar. '^] „Nebel, Dunkelheit (Jb. Uli 82^ 
VIII, 316)'\ Es scheint, daß man Ton einem ^nCoüla, -am, du 
auch alb. Aeaui zugrunde liegt, auszugehen hat, welches, wie dies 
durch die Bedeutung „Dunkelheit'* wahrschdniich wira. ans der 
Kontamination von kBbOla, -am (it. mail. nehbia, com. «leota, monf. 
ntdia, ferr. nevula, sie neggjta, sard. neulOf pv. ntetila, ap. nidk, 
pg. nevoa) und kIoeb entstanden ist. [mgl. mgglä]. 

1169. nelutätec, -« a^. „unüberwindlich'^ (Doaoft. l^t* it 
''®Vi)< besteht aus der Negation ne- und aus*2M^(ee<*LUCTATlcoi» 
•A, -UM (von lucta). 

1170. nepoätä sf. s. nepot. 

1171. nepöt sm. [ar. mgl. ntpo^, ir. ^v^] „KefTe'S nepodtä A 
[ar. mgl. nipoatä] „Nichte'' <*kbpOtu8, -um: ven. ne{v)odOf est 
nebodOy nepOta, -am (Dens. H. 1. r. 135): ven. lomb. netfodo, erto 
neoda^ pv. cat. nehoaa, n.-pv. (ne)6ttdo, vgl. pg. neheda^ nevedo, 
nevedinna. Diese stehen für nfipos (: alb. ntp, it. ven. ntevo, geo. 
nevo, monf. nee (fem. neva)y march. nebbo (fem. nebba), eng. naf^ 
a.-frz. nieSy pv. neps), nepOtem (: it. nipote, sie. niputi, sard. n^ 
5ode, frl. nevod, frz. neveu, [cat. na6o(2, sp. nebod\ des klassischea 
Lateins. Daneoen finden sich noch folgende Bildungen: NfiPTUi 
•AM (auf Inschriften, aus neptis mit dem Motionssulfiz Aa): it. 
nezza, gen. fiesaa, ven. netssa (dazu niasc. nefsso), trient. nesa, Ixi* 
m^ce (über *nbfta, ^neptus siehe Körting* Nr. 6515, 6517), kipOtUi 
-AM (C. I. L. III, 2599, 2690 etc. mit demselben Sufüx 4a, •»> 
kbpotem): rum. nepöfä „Nichte" (Liuba Jana: Mäidan 25, woU 
nepoafä zu lesen). Wie mir M. Bartoli mitteilt, hat letztem 
auch im Dalmatischen Spuren hinterlassen und Meyer-Lübke zieht 
auch alb. mbesf „Nichte" mit Recht hierher. Näheres über diese 
Wortgruppe bei Tappolet: Die rom. Verwandtschaftsnamen, 109 
bis 111. — „Urenkel" heißt iträn^t sm. [ar. ^ „Urenkelia": 
itränepodtäf wie alb. Stcmip. 

1172. nepöpä sf. s. nepot. 

1173. ni8cai pron. s. ne^te. 

1174. ne^At pron. s. ne9te. 

1175. ni^te {nifte) pron. [ar. niite, mgl. niiti\ „einige", 
ne^tine pron. Dosofr. Viat% sf. ^/^ etc. ,gemand'' (mit Negation 
„keiner" ^^«4)« ^^^tfcqi (nescatva, ntscar^va}) [ir. mw0c^r4e] proo. 
„irgend einige", ne^ot^ -4 pron. [ar. nisdniu, mgl. nüHegU ^^«•'•'>^'* 



102 1176. ne^tine — 1184. nitel. 

ir. nuikät] ^^ein wenig". In allen diesen Fällen ist der erste Bo« 
stundteil KKSCio (-|- QuId^ qui, quales, quantuh), der das Negierte 
und Unbestimmte zugleich ausdruckt, wie alb. di ^^ich weiU'' in 
diku ,,irgendwo", dikur ,,bisweilon", dikuS ^^irgend einer'' etc., vgl. 
obw. enhikH < kon-sapio-qui (das allerdings auch dem schweizer« 
deutsch naizwer nachgebildet, sein kann, vgl. Meyer-Lübke: Rom. 
Gramm. 11, § 567), rovigno noshCf istr. neseJce = it. ,,non so che 
di . , .** vgl. rum. cine-ßtie-cCf cine-ßtie-cit etc. — Ni^te verlangt 
nach sich den Sing. Lam mai cules ni^te fasole ^i cartoft.'' Noua 
rev. rom. I, 36 = „ich habe noch etwas Fisolen und [außerdem] 
Erdäpfel gepflückt"). — Von nefcit wird das Dimin. ni^chifil „ein 
klein wenig" gebildet, welches Ha^deu: Guv. d. b. I, 295 mit Un- 
recht mit nifel identifiziert. — Das Südrum. kennt neben nescio- 
auch ein quid scio- in derselben Verwendung: ar. täuStucare, mgl. 
ttiitiucare „jemand" (eigtl. „was weiß ich wer"). 

1176. ne^tine pron. s. ne^te. 

1177. n^ted, -d adj. „glatt" < NtTiDUS, -A, -um: it. nettOj sie. 
niiidu, emil. frL nettj mail. pv. frz. net^ valbremb. nide „liscio", 
berpf. nöde, bleu, nidie „grassetto". vic. tnio „di pelo morbid o e 
liscio", eng. neidi^ sp. neto^ pjr. neaeo, [ar. nyihtSos], 

1178. nleätrt {nicäirela)^ nieäiuf, nicäui^ Jb. III, 322) adv. 
fmgl. nieäiureaf wahrscheinlich fehlerhaft für nicäturea vgl. 
Papahagi : Megl.-Rom. 234] „nirgends" ^ nec -{- aliübi. [ar. {uvd, 
jvLvaSuvaV, 

1179. nidi conj. [ar. nitü W. P., nintsi W., mgl. nitsi] ,^weder 
( — noch)" < KfiQUB. Die Verbindung nicl-un [ar. mgl. mtsi-un^ 
ir. niUnr] „keiner" < nCque-ükub (Dens. H. 1. r. 164) entspricht der 
rom. Verbindung Kfic-UMUS: berg. nigü^ istr. ningxin^ päd. com. 
pv. negun^ sp. ninguno^ pg. nengum. Auffallend ist ar. necä P. 
neben niUi. 

1180. nfme (nim€ne{a\ Mmä, Mma^ Mmiä Jb. III, 322) pron. 
[mgl. nimea, nimini] „keiner" < nemo, -Inem: it. (Pistoja) nimo, 
sard. nemtis; „sonst durch die Vertreter von nullub, im Frz. durch 
personne ersetzt." Meyer-Lübke: Rom. Gramm. II, § 568. [ar. 
fnmu, -A, virä], 

1181. nimtea sf. (nimic sm.) „nichts" ^kemIca (Reichenauer 
Glossen Nr. 36 ed. Förster u. Koschwitz ss ke -|- mica .,nicht ein 
Krümmchen"): ven. nemiga^ frl. nenifghCy eng. nimiaf irz. ne-mie 

' (vgl. a.-sp. netnigaja <nec-*micalia). *^Die Mehrzahl nimicuri be- 
' deutet „Kleinigkeiten". Da das Wort oft als Adverbium gebraucht 

wird, empfand man das auslautende -a als Adverbialsu£Qx, so daß 

daneben ein nimic entstehen konnte, [ar. tsivd], 

1182. ntner I vb. (in Bihor, Luceaf. III, 335) ,.verhätscheln" 
<*nInnXno, -ABB (vgl. ninenat „verhätschelt" Conv. lit. XX, 1014) 
vom '^NlNNO, -ABB „wiegen" (vgl. anin) der Kinderstube, [ar. 
dit^rdu], 

llSo. ning, «tie^) -n« III vb. „schneien" <bInqo, -kxi, -noBeb. 
[ar, da neoo]. 

1184. nif^ nifMi adj. y^enig". Et;rmologie unbekannt. 
O« Deniusianu, Rom. XXXlIl, 79 sieht dann alb. nc tSikf „ein 
wenig*' feiglL „ein Funke"), woraoi nt^ted, wosa wieder das matc. 



^ 



1185. no&pte — 1190. norä. 103 

nifel. Doch bleibt dabei der Übergangs von ti > t$ unerklärt. Dai 
Wort kann, wie die Nebenform nicüf^ 'ä zcifift, kaum vom sicnifc«, 
nikaru, nikareddu ,,klcin**, abruzz. nikCf nikke, nikuU „wenig'* ge- 
trennt werden*. ' Denkbar ist, daO der Begriff ,,kloin, wonig" bei 
diesem Worte ursprünglich nur bei Zeitangaben gebraucht wurde. 
In dieser Verwendung würde es dann ein ^^(^[OIlijm voraussetzen, 
woraus, nach Verfassers Lat. Tj und KL sowohl das kurze, als auch 
das lange k im Ital. und das ts im Kum. {nifel ^a *nit 4- Dimi- 
nutivsuff. 'Cl) erklärlich wäre. Das lat. Wort würde eine Aoleitung 
von Kico, -ARE pWinken*' sein, indem „ein Wink", ähnlich wie „eia 
Augenblick (= rum. o clipäy* die Kürze einer Zeitdauer bezeicniieQ 
kann. [ar. niUamäy näruimäf näHamtäf niliamätä etc.]. 

1185. nodpte sf . [ar. '^y mgl. noapti, ir. nopte] „Nacht" ^ kox, 
vöctbm: it. notte, lomo. notSS^ frl. i\otty eng. noff obw. nor, pv. 
nueitf frz. nuit^ sp. nochey pg. noite. 

1186. nöatiHf -cl sm. „einjähriges Lamm, eii^jähriges Pferd*' 
[ar. noatoiy mgl. ^^^ ir. notir] „einjähriges Lamm" <[aknOtXnu8, -a, 
-üM „ein Jahr alt" : vgl. frz. antenoia „einjähriges Lamm". Andere 
von ANNÜ8 abgeleitete Haustiernamen im Rom. sind: annZcClus, 
-UM : särd. 1. anniju „Fohlen von einem Jahr", cors. anneccu „Bock, 
Lamm von einem Jahr", sass. anid££u „Fohlen von einem Jahr", 
neap. annekki^y tessin. neÜ „einjähriges Kalb", abruzz. nnekie „eiti- 



jähr. Ziege", sp. anejo, — ♦annücülus, -um: obw. anuf „Widder", sp. 
anojo „einjänr. Rind". — * annIcSlla, -am : tessin. nezela , Junge Ziege . 




stand von slav. godü „Jahr" die Ableitung goddc sm. „einjähr. 
Schwein, einjähr. Bär (Säm. II, 98)", goddün sm. ,,einjäbr. Wild- 
schwein" (Jb. III, 316), ferner dandc sm. [mgl. aänac\ „einjähr. 
Kalb" B3 d'an (=> dt an „voig ährig") -|- ac, und ar. demwf ,.eiD- 
jähr. Kalb" = de mu (= von jetzt, heurig) -J- uf, Conv, lit. XXXvIII, 
464—465. 

1187. nod sf. [ar. mgl. 'x^] „Knoten" <kOoüs, -uii: alb. iw, 
it. nodo, a.-mail. pv. no^ sard. nodu^ eng. nuf, frz. nceud, eat. not», 
sp. nudOy pg. nö. Daneben kommt ein noddä sf. „Steiß" vor (als 
ob das Hückgrad in den Steiß, sleichsam wie in einem Knoten, 
endigen würde), dessen Geschlecutswechsel wahrscheinlich durch 
die Analogie von coadä (mgl. hciOt der „Steiß": cuditsä) ent- 
standen ist. 

1188. noi pron. [ar, mgl. ~] „wir" <kös: it. not, pv. sp. pg. 
cat. a.-frz. nos, in. nous. 

1189. nor (w(5ur, -|- nüar) sm. [ar. nor. "näor, neor. rior W., 
nior, näür^ nhir P. vgl. Zeitschr. rom. Phil. XXVIII, 6l7, mgL ~, 
ir. noty nuor] ,j Wolke" ^nCbIlum: iUmivolo, pav. ntvo2, piem. nitm, 
frl. niul, pv. ntvuly sp. nMo (nCbIla: it. nuvola, ven. titola, lomb. 
nivolüy n.-pv. nivulo, pg. dial. nubiä), vgl. Mussafia, Beitr. 82. 

1190. nörä sf. [ar. mgl. ^ auch „Schwägerin" Arom. II, 168] 
„Schwiegertochter" beruht auf älterem noru [ar. nor] sf., erhalten 
noch in den Verbindungen naru»meaf noru»taf norw^a [ar. nor[uy 
sa] ^ Mömus (Dens. H. L r. 78 statt nübus, nach sOomüs, Ueyer- 



104 1191. nostra .- 1203. nümftr. 

Lübke: Zeitsclir. rom. Phil. VII E, 205-206; anders Sommer: Indog. 
Forsch. XI, 326). Die übrigen rom. Sprachen verlansfen *nöra 
(hüra: sard. piem. lereDt. nura; ist früh belegt: C. I. L. VIII, 
2604. 4293, App. Prob. 198, 34): it. nuoraf aquil. norüf cerifi^n. 
nuorf, n.-py. noro, a.-pr. pg. ngraf a.-frz. nuere, sp. nuera. Die 
Mehrzahl sorores zieht nach sich ein ^kOrOrbb (=> vn») ^ nvrM 
[ar. nurär^ ir. narär]f das auch im Südit. (Bari) vorkommt. 

1191. nögtru, noAgträ pron. [ar. 'v/, nostj mgl. ir. ~] „unser" 
<]iö8TXB, -8TBA, •8TRUX: it. pg. HostrOf mail. nostf frl. ^estrij eng. 
no$9 py. a.-frz. nostrCf n.-frz. notref sp. nueatro» 

1192. n&ä, fUhiä (nöo) adj. [ar. nofif noa^j fuzo, letzteres 
auch Subst. „Färse", mgl. n<^, ng^iä^ ir. noWf notüfj „neu" <n0vu8, 
•A, -um: it. nuorOj -a, berg. tiö, nöa, mail. no/, lecce neu, sard. 
fum, noa, frl. flu/, eng. nö/', -va, pv. nueUj novaf gase; nau, ndba. 
In. nue/*, nueve, sp. nuevo, «a, pg. 9iot;o, -a. 

lltö. fufuA num. [ar. n^ noaOy noaiiä, mgl. ngauo] „neun" 
<NÖTX]i: it. pg. nove, mail. nöf, frl. nuf, eng. nou/*, pv. nou^ frz. 
fiue/', sp. nueve, 

1194. notffdfe sf. „Neuheit" <növIta8, -tatex. [ar. noao], 

1195. ar. ntdrdu 1 rb. „zögern" <TARoa -are: it. tardare^ 
py. ip. pg. tardarj frz. tarder^ vgl. Bom. XXXIII, 80—81. 

1196. nu adv. [ar. '^, no, mgl. ir. '^] „nicht, nein" <nOn: it. 
py. no(n\ eng. nun, in, non, cat. sp. no^ pg. näo, 

1197. nuc sm. [ar. ir. '^J „Nußbaum", nxXeä sf. [ar. mgl. '^. 
ir. nukf] „NuO (in Hanat auch „Schraubenmutter" Jb. III, 822)" 
ist auf rum. Boden nach dem Cluster anderer Baum- und Frucht« 
Damen aus Klterem * nuce entstanden < xux, nücbm : it. noce^ gen. 
ntife, sie. nuUi, valses. noga „grossa noce", sard. nugt, eng. n\üS^ 

!>y. notz {nog[u)%er), frz. noix \noyer\ cat. nou {noguer)^ sp. nutz 
nogal), pg. noz {noguera). 

1198. nuc€t sm. „NuObaumgarten" <iiüc£tux: it. noeetOf sp. 
Moeed-al. 

1199. ar. nuedreä (i^arcä Zeitschr. rom. Phil. XXVIII, 617) 
„Stiefmutter" <kov£rca, -am (für die Qualität des b vgl. NOViBRCA 
O. I. L. X, 678^^}: alb. «ierfcf. Dazu das Mascul. '^kOvSrcüs, •um: 
ar. ilercu, alb. 1^€rk „Stiefvatter". 

1200. nuid sf. ,^Gerte" <'^köv£lla, -am (vgl. novblub, -as 
, junge 'WeiDstöcke"), im Kom. „Neuigkeit, Erzählung" : it. nofiella^ 
eng. nureUa, frz. nouveUe (st>. noveUa), 

1201. mgl. nHib I yb. „begegnen" <*ik-obvio, -abb „be- 
gaffnen": it. owiare „hindern", a.-sp. huviar Cid 2360, huyar Cid 
892 ,,begegnen, widerfahren", vgl. n.-sp. antuviar „zuvorkommen^ 
beiehleunigen". Conv. Itt. XXXIX, 298—299. 

1202. numai adv. [ar. nu ma W., ir. numaQ „nur" <nOn + 
MAO» (Dens. H. 1. r. 171): mail. domd (s nom&) „soltanto", gen. 
nama^ triest. nöme, fi^ma, ven. name* frl. nöme, eng. nuomma „nur", 
[ar. P. mair(r)]. 

1203. 1 nümär im. [ar. nümir^ ir. lümer] „Zahl" < bümBbus, •um : 
alb. nttmf r, it novero, emil nomar^ mail. numer^ berg. romen, gom- 
bli. himmert^ triest Zi^maro, van. Zi^mero (> kroai. Mmer, Iftmar)« 
iard. nMmerMi frL Huw^ar^ eng. num^r^ pr.. in. nombre. 



1204. nümftr — 1209. Dotr^se. 105 

1204. II nUmär 1 vb. [ar. numiff mgl. numiV F., numärW^ 
ir. rumer] ,,zählen'* < nümSro, -arx: alb. num^rojf d^mbro^^ it. 
naverare^ tcss. lotnhrät berg. bresc. crem. com. romnä. Talteil 
nomhrdf valsass. omd, boign. armnär, valbreg. dramhär^ ouw. dum- 
5rar, pv. nomörar, frz. no»)i&r6r. 

1206. III + nümär I vb. „neoDen rCod. Vor. "/i)" ["* 
numer; cumu $ numerä? *=» wie heiOt er?] <N0jflNO, -abe: ievent. 
nord-sard. lumindf pv. nomnar, frz. nomm^r, a.*cat. n09)tenar, n, 
nonibrary pg. noninar, (vgl. lt. nomia ,,fama alquanio spregevole*^, 
valses. nomida, lumida ^^Beiname^S com. numeraaa „Beiname", saro. 
luminada ,,fama". 

1206. nüme am. [ar. numü sf., olympo-wal. ttume, mgL 
numi sf., ir. lume] ^^Namen" <nOmen: it. pg. nomCf a.-aquiL a.*TeD. 
numf, romgn. lomina, a.-sard. numenj n.-sard. 1. lumene, c. nO' 
minif eng. pv. frz. cat. nom, sp. nomhre. Die Mehrzahl, heute der 
Einzahl gleich, hieO alt-rum. numere Ps. Seh. 58, 12, Cod. Vor. % 
Cron. Cant.. Varl. Caz. 1643 f. 197 b. etc., neben lumere und fM- 
mene Cip. Gram. I, 217| Princ. 138. Letztere Form weist auf 
vOmIna, m den anderen wird n'^r durch Dissimil. entstanden sein, 
obwohl auch ein ^komera: it. nomora möglich wäre (vgl. Heye^ 
Lübke: Bom. Gramm. II, § 16). Der Übergang von o > u ist un- 
regelmäßig (auch im A.-aquil. und A.-ven.). Er erklärt sich wohl 
durch eine Vermischung mit kuuerus. Diese trat zunächst beim 
Vb. NOMiNARR und mcmkhake > numära ein, welches dann nach sich 
auch mimere „Namen'' es numere „Zahlen" zog, woraus wieder im 
Sing, nume, — „Vorname" hciüt im Ar. j>ara7iümä, 

1207. nun sm. „Brautzcupre", nilnä „Brautzeugin'' [ar. mgl. 
nun^ »ä jjäie Person^ die das Brautpaar unter ihren besonderen 
Schutz nimmt und samtliche Kinder aus der Taufe hebt"] <[ nönkus, 
•um; noNKA, -am: alb. nun „Taufpate, Gevatter", (n.-gr. rovyöi „Pate. 
Trauzeuge*', vgl. G. Meyer: Neugr. Studien, III. 48), a.-it. (XIV Jh.) 
nonno, -a ,,Pate, Patin", sard. nonnu^ nonna „Pate, Patin". Sonit 
hat das wort im Rom. andere Bedeutungen, u. z. (nach Tappolet: 
Die rom. Verwandtschaftsnamen, 71): „Großvatter — Großmutter*': 
it., „Schwiegervater ^ Schwiegermutter": nord-ii, „Vater — 
Mutter" : sie, „Alter — Alte" : it. („steinalt" : spj, „Mönch — Nonne**: 

SV. frz. deutsch. In dem Sinne „Taufpate, Taufpatin** gebraucht 
er Daco-rum. das Diminut. nundf, 'ä (Liuba-Jana: Maidan, 2b\ 
" woraus mit Vokalassimil. nänäa, -d (> kl.*russ. nanaSko)^ und g^künt: 
nap, napä. Zeitschr. rom. Phil. XXVI[, 744—745. 

12(i8, nüntä sf. [ar. numtä, lumtäy mgl. ^^^ ir. nuntsf] ,,Hoch* 
reit**. Das Wort ist nach Me^irer-Lubke : Rom. Gramm. 11, § 50, 
[ aus einem Plural nunfl (vgl. ir. nunise) rück^ebildet, und dieses 

wei^t auf küptijb, -ab: sard. nuntas (die übrigen rom. Sprachen 
fordern ein *vö\njRi it. tiozze, lanc. notsse, sie notssi^ bolgn. tiott, 
trient. nose^ eng. noatsüy pv. nosso«, frz. noce(H)). Alb. nuse »»^oa- 
vermählte*' l^ehört nicht hierher. Das eingescnobene n im Rom. 
und Sard. will Densusiana: H. 1. r. 127 durch eine Kontamination 
mit HüVTiABB erklären. 

y 1209. nver^te IV vb. „nähren" <]cütixo, •Xbb: it fiMfnre, 



106 1210. nutr^t — 1218. olar. 

eng. nudriff pv. notrtr, frz. nourrir, sp. nodrir, [ar. hämescu^ 
kränescul 

1210. nuirip am. „Putter" <*nütbIcium (für -iciüm). [ar. hranä]. 

0. 

1211. odie sf. [ar. 'v/, mgl. oajä, ir. Sie] „Schaf" <övi8, -bk. 

1212. odlä sf. [ ar. mgl. 'x., ir. olf] „Topf* < ölla, -am : it. cat. 
ap. oIUl lomb. a.-berg. pv. olaj a.-f rz. oule^ gase. ura. Die regel- 
rechte Form * oauä ist durch oalä verdrängt worden, welches vom 
Plural oale aus gebildet ist. Daneben kommt ein Hase, ol „Krug" 
(Conv. lit. XX, 1014) vor, vielleicht rückgebildet aus olar. 

1213. Odra sf. [ar. '^ auch „Zeit, Stunde" mgl. ^] „Mal" 
(dient zur Bildung der multiplicat. ^'umeralien) ^hOra, -am: alb. 
ner^ f,^tiV\ it. pv. ora, sie. eng. tira, frz. 7*cttrc, sp. pg. hora (auch 
kroat. slov. ora^ n.-gr. iö(^a). In der Bedeutung „Mal" belegt Dens. 
H. 1. r. 223 ein ora auch im A.-ven. Drum, oara, orä „Stunde" 
ist Latinismus. — Hierher gehört das Adv. aörea „manchmal" 

JDosoft. Via^a sf. •%) <ad + höram fvgl. alb. aher^ „alsdann"), 
mnaoarä adv. „zum Beispiel, und zwar" (vgl. it. in buon'oraj pv. 
en bona ora, in, ä la bofine heure^^. 

1214. ar. odrfän, -Ä adj. sb. <*örfXku8, -a. -um (=■ gr. 
6^fav69\ „verwaist, Waise" : alb. varffTf, it. drfano, frl. uarftn, eng. 
crfen^ (a.-frz. or/e(iie)), sp. huerfano^ pg. orfäo. — Drum, orfän 
stammt aus n.-gr. oofavdi, 

1215. odspe sm. [ar. ^^^ auch „Freund", mgl. oaspi^ auch „Be- 
kannter"] „Gast" ^HösPEs: it. pv. oste. a.-frz. 08t^ n.-frz. hott. Da- 
neben kommt auch odspete sni. Säman. II, 455 [ar. oaspif] vor, 
welches entweder auf hOspXtem : sp. huespea^ pg. hospede zurück- 
geht, oder vom Plural oäBpefl [ar. oaspets, mgl. oaspitsiy woraus 
mgl. auch ein Sing, oaspitsü „Freund"] neu gebildet ist. 

1216. ödste sf. [ar. ^x/, mgl. ps^i, ir. oste] „Heer" < höstis, -em 
(znerst als Kollektivbegri£f in der Einzahl gebraucht, wie miles in : 
ad conducendum ex Peloponneso militem Cleandro, Curtius 3, 1, 1., 
bedeutete höstis wohl „die Feinde^', dann „die feindlichen Heere", 
endlich „den Feind" und in dieser Verwendung ist das Wort im 
Mittelalter, wie noch heute im Rum., vorwiegend weiblich. Meyer- 
Lübke: Rom. Gramm. UI, § 20, n, § 877): (olb. tcife-eK „Heer- 
häufe"), it. oste^ pv. a.-frz. ost^ sp. hneste^ pgr. hoste. 

1217. dchiü sm. [ar. mgl. ir. okTu] „Auge" <öclüs, -um (App. 
Probi 111 mt oct)Lüs^: it. oecAio, mail. otsS, sard. ojfti, frl. vu/t, eng. 
€<« py. tief, frz. oru, sp. ojo^ pg. olho. Die Bedeutung „Masche, 
Schlinge" kehrt wieder im alb. sä, si; dem alb. p^r^siii entspricht 
genau ram. de-ochiü sm. „böser Blick". An slav. ohne „Fenster" 
•dieint odiiü tat „Fensterscheibe" angelehnt zu sein. Semasio- 
loffisch interessant sind die Ableitungen: odchef, -e [ar. oacrujfl 
m^, „braun (im Gesicht^" (urspr. „schwarzäugig", vgL alb. sil-n 
^^schwarzäugig") und ockUse iV vb. „sielen" (orspr. „ins Auge 
fasfcn** «a alua la oehiü). 

1818. oidr sffl. ^Töpfner^ <ollabic8, -vic: (pv. oUer)^ sp. 



*' 



1219. olmo -- 1230. osplf. 107 

oUerOt per. olkiro. In der Bedeutang^ ,,Kasten fQr Kfiehengetchirr^ 
(Jb. VIII, 83) hat oldr du instrum. Soffiz -abium (rgL ollabtom 
yyAseheDbehalter''). 

1219. olmu im. f. adulmec. 

1220. om [ar. 'V/, mgL f^m, ir. ('i0om] „llenaeh*' <iiömo: it 
uomOy roail. frL eng. pv. om, frx. on (iiomInex: fn. Aomme, i^. 
hombre, pg. Aom^m). Die Mehrzahl odmeni [ar. oamM, mgl. ^aminty 
ir. omif] geht auf höxIkes znrüek: it. uomini, maiL om«f», emil. 
Oman, frl. umiH, eng. tt9iia«n«, pv. oi»»«, frz. Aomiiie«. ap. Aomdrei, 
pg. m>men«. — Der SiDn ,,man" (&» frz. on etc^ ist dem Kam. un- 
bekannt, dagegen bedeutet om [ir. om Jb. I, 36], wie frz. komme, 
auch ,,Mann** (als Gegensatz zu ,,Fraa''). — Das Olym.-'vnd. bildet 
zu om ein Fem. odmä „Blies Weib'\ in pejorativer Verwendung. — 
Wie alb. ineriO (Dimin. zu tier ,,Mann, ILenich'') ^^Gaumenzapfchen^ 
bildet der Rum. dos Dimin. omvß6r^ unpor, 0. d. b. I, LXXYI 
[ar. omlu mic] ,,das8elbe'\ 

1221. -j- ^ >">• in der Verbindung e op „et iat notig" {öro: 
it. ttopo, sard. l. obn8, pv. ops, a.-frz. ttea, sp. niubos. 

1222. opt num. [ar. optu, mgl. f^qpt, ir. 'v/] „acht'' ^Ocro: it 
Otto, mail. frl. vott, piero. of, eng. olf, obw. of , pv. ueU, frz. Aiiit; 
sp. ocAo, pg. Otto, 

1223. or&, odrbd adj. [ar. orhu, mgl. iiord, ir. *^] »blind'' 
< ÖBBUS, -A, -UM (in der rom. Bedeutung ..blind'' w „des uesiditi 
beraubt*' oft belegt, vgl. Dens. H. 1. r. 193, Yf\, auch die a^-beig. 
Glossen, die obbus durch colu cht a fora li og% übersetzen): alb.g. 
verp, vcf^l. viiarb, it. orbo, frL imrb, pv. a.-frz. cat. orb, 

1224. örbeo 1 vb. „tasten" < *6ebIco, •▲£! (von Orbvs ^blind"). 
Davon ot'bäcäcsc IV vb., Iterativ zu orbec, 

1225. orx sm. [ar. ordzu, mgl. 'x^l „Gerste" <iiObdkum: it 
o^^O) orzo, neap. Hord£o, sie. Iccco ordii«, aquil. orozti, bari «rie, 
teram. /luorfif, campob. teorfj^, mail. a.-berg. ordr, lueca orio, 
f illano ordz^, nord.-sard. oldzu, frl. i«ardi, u.-eng. jördi, pv. orii, 
frz. a.-pg. orge, lothr. uodf, (sp. orztielo), 

1226. oa sm. [ar. *^, mgL iios, ir. 'v/] , Knochen. Bein'' <ö88üh 
(stat 08, vgl. Dens. H. L r. 134, Arch. Iat. Lex. X, 421): vegL wuse, 
lt. pg. 0880, frl. uess, eng. 6m, pv. frz. cat. ob, sp. hu€$o. Zar 
Mehrzahl oa8e „Gebein" vel. it. le 088a, n.-pv. Ofso „ossature". 

1227. osäminte sf. „Gebein" <os8ambnta: it. sard. pg. OfM- 
menta, piem. sp. OBamenta, a.-frz. 088emente, 

1228. oaitud sf. [ar. usändzä] „Fett" setzt ein *oxünoxa, -ax 
(vgL ^K';7'ior: arbinaunguen unguina haec axungia C. gL U, 
384, 47) statt a.tOkoia, -ax voraus: it. »ugna, neap. tizofkL sie. 
nxunza, cerign. nzone, lecce nzuüa, mondza, bari, tarent. ndzoAe, 
lanc. ndzoAf, campob. alatri ndzoiüa, arpino iuAcu gombit. sillaoo 
iundia, piem. fundza, sard. 1. OBBundia^ sass. o^tundfa, (ast)iiAa, 
eon. asBundia, unt$a, enff. Bondia. 

1229. oada, -od«d acy. „knochig" <088V08U8, -a, -um: it. OftOfO, 

pv. OSSOS, frz. OBBCUX, sp. OBOBO. 

1230. 09pip im. [ar. uBpiU auch „Besuch"] „Gastmal" <HÖi* 
Pinax. Im Rom. ist es nur als Buchwort vorhanden. 



108 1231. ospät^z — 1244. pftgSn. 

1231. ospäUg I vb. „bewirten" <'*höspIto, -abb (hospitabi): 
tard. c. ospedaif sp. p;r. hospedar „bewirten'*. 

1232. I oü am. [ar. ou. mgl. )40|«, ir. owu] „Ei" < ovüh (das 
Rom. läßt nicht über die Qualität des o entscheiden): alb. ve^ vOy 
it. uwOf lecce fu, sard. ou, eng. (^f, py. ov, frz. cbu/*, sp. huevo, 
pg. ovo. 

1233. n oa I yb. (auch mä oü, Sämän. 11, 133) „Eier legen" 
<*oyOy •ARB: frl. ova, obw. udr, py. pg. orar, sp. AueiMzr. 



P. 

1234. päcät sm. [ar. mgl. picatf ir. 7>«cpQ „Sünde" <peccatum: 
alb. in{c)katf mukat, it. peccato, eng. j9^^o, frz. ^^cA^, sp. pecado. 

1235. pdce sf. „Friede, Buhe" <pax, pacbx: alb. pak\e\ it. 
pace, sard. page, eng. j7f^, frl. jmm, py. patz, frz. |>aix, cat. pau^ sp. 
pg. j?ar. [ar. oär\$t\ 

1236. pdcuinA sf. „Hornyleh, Schöpse" <*pbcorIna, -am (vgl. 
FABiNA ) fäinä). Das "Vv ort, welches Dam^ aus Siebenbürgen ohne 
Beleg an^ribt, ,ist mir unbekannt. 

1237. pdcurÄ sf. „Pech" <pIcüla, -am: it. pegola ,,Pech", 
pfcchia „materia colorante in nero" (Arcnivio glott. ital. XV, 180), 
abrnzz. pekule^ frl. pltda^ eng. pievla, py. pef „Fackel", [ar. k^isä], 

1238. päcurdr sm. [ar. picurär^ ptcular, mgl. picurar^ ir. 
pecurpr] „Schafhirt" ^pecorariüs, -um (Dens. H. 1. r. 159): it. 
pecorajOt cal. pekurarUy sie. pikuraru, Erto pegortr, pg. pegureiro. — 
Ans dem Bum. stammt une. pakuldr, 

1239. päducH sm. „kleine Laus ; Hagedom", päducii PI. tant. 
sm. „Frostbeule" (so genannt wegen des Juckens der F.) ^^pedü- 
cSllus, -um (für PBDÜcÜLUs). [ar. piducTuS ,,kl'jin6 Laus"]. 

1240. pädüche sm. far. piducfUf biducTii in Thcssal. mgl. 
jnducru, biducl^Uj ir. peducfa\ ,,Laus" < pbdüc[ü]lu8, -um (für pedI- 
cOlub; belege bei Dens. H. 1. r. 161): it, pidocchio, Yen, peotSOj frz., pou, 
sp. piojOf pg. oto^Äo (cal. tarent. pedvkkia ist fem). — Der Über- 
gang in die III. Dekl. c^eschah unter Einfluß yon purece. — Die 
„Wanze" heißt päducht ae lemn, Yg\, deutsch „Wandlaus". 

12il, pädtuiMx I yb. [ar. mpdvictedzü\ ,,uusen" <pedÜc[0]lo, 
•ABB (Corp. Gloss. II, 471, 3. Dens. H. 1. r. I6ö) : frz. pouiller (vgl. 
it. sptdoeehiarey in, epouukrf sp. despiojar, ^%, esmoUiar), 




PALU8 



D. oamssos, trz. pouiueux, sp. piojoso, pg. piomoso, 

1243. pädüvfi sf. [ar. 'v^yWald" ^ padülbm (für palüdem yon 

I, Schuch. Vok. I, 29, UX, 8: a,-yen. paludo.ohw. palieUf in. 



|XkIm, py. iNiZuQ: alb. j^ö^ it. padule (masc. nach Wörtern auf -ule). 
neap. |KuIu2a, cerign. paaulf, sard. 1. |Mitt/e, sp. pg. paul Überall 
liat das Wort den ursprünglichen Sinn yon »Sumpf , nur im Alb. 
und Kam. bedeutet et „Wald", [mgl. umtanj. 

1244. pägin am. päglnä af. a^j. »»Heide, Heidin ; heidnUch" 
^ PAOAirut, »A, »im (snent ,yLaodbewoliner", dann y^Heide", Rönsch: 



1245. pSgin&tit« — 1856. pap. 109 

IUIa n. Vulgata, 339): it. »p. pagano, eofr. pajaun^ frz. jKiyefi, pg. 
pa^äo. — Aus dem Lat. stammt ictlav. fcganü^ woraus roxa. po^ 
,,bo8e*^ Zu serb. poaaniti „yeranreiDigen'* paßt der Bedeutung 
nach rum. pingäresc IV vb. far. pintiinescu] und scheint aas alb. 
p^^fTf. yyunrein^' (p^Ofl „besenmutze'') zu stammen, welches seiner- 
seits aurch die Erhaltung des intervokalischen g auffallt. „Heide" 
heiOt tLr,pingin. 

1245. pägtnätdte sf. [ur. ptn^nätate auch „Schmuta*^ „Heiden- 
tum" <PA0AKXTX8, -atbx. 

1246. + pälniehiü sm. „Getreide; Hirteart'' (Cur. d. b. I, 
296) ^♦pANicrü]LUJC (von panIcum). Vg). pärinc 

1247. paioärä sf. „(Toten)schleier'' ^palliola, *-ak (sa pal- 
LI0LT7X Dim. Ton paluum „Totenscbleier'*). In den übrigen rom. 
Sprachen ist das Wort gelehrten Ursprunn (a.-frs. paile „Über- 
kfeid, Teppich", sp. |KiZio ,,(Bi8chofs)mantel"}, nur das Alb. zeigt et, 
nebst dem Rum., in volkstümlicher Gestalt: paUf^ paj^ ..lÜ&ft^ 
falls G. Meyer*8 Etymologie (Etymol. Wörtb. d. alb. Spr., SlSj 
richtig ist. Zeitschrift rom. Phil XXVill, 684. [ar. idvan „Toten- 
Schleier"]. 

1248. pdiü sm. far. mgL patÜj „Strohhalm'^ ist ein nun. 
Singular aus dem Eollektiv pdia cf. Plur. tant. [ar. mgL pak] 
„Stroh" <palba: it. paglia, a.-gen. padHa, sie. pag^a^ smn). poio, 
eng. pafa^ frl. paie, pv. pg. pdUta^ frz. jpaiZte, sp. paja. 




parma^ n.-pv. paumo^ frz. paume (vgl. it. sp. pg. palvM „Spanne''). 

1250. pdltin sm. [ar. <x/] ^^Platane" ^^platInus, -um (aui 
PLATAKUs: neap. kiaiano, piem. puiju^ pißj^t monf. tiaja^ fn,plan^ 
mit SufHxwechscl nach carpYnus, traxlnus). 

1251. pämint sm. [ar. m^l. pimintu. ir. pemint] „Erde** 

^ *PAUMBNTUM (= * r «VlMENTUM, mit Sufßxweclisel statt PAVIMKNTUX): 

it.palmento ,,il pavimento sul quäle gira la macina del molino , 
vgiT sard. pamentile ,,primo stemito dell* ig'a". Sonst im fiom. 
•gelehrt. 

1252. pdnä (pianä) sf. [ar.peanäf mgl. pfnä^ ir.pfn^] „Feder" 
<püwA, -am: alb. pfntff, it. pv. pg. penna. sie. cal. lecce |nnna, 
frz. pannCf sp. pefia. Über die eehr mannigfaltigen Bedeutungsent- 
wicklansren dieses Wortes vgl. Verfassers Artikel in Zeitschr. rom. 
Phil XXVni, 682 ff. 

1253. -{- pändt sm. vgl. pärat. 

1254. ar. pänüeCe st „Pest" <*panüc[üJla, -am (statt pahI- 
CÜLA .,Art Geschwulst" von pänüs), auch n.-gr. Ttavaihda Pest" 
(vgl. Ö. Meyer: Neugr. Studien lU, 51—52). Vgl. ciomft. Dil 
ar. Wort kommt in Thessal vor, in £pir dafür puikl^. 

1255. pinurä sf. „Tuch" <*paiwüla, -am (für pakkülus). Im 
^"!;.?"^T ^^»^■• i^ panno, eng. pv. a.-frz. pan, sp. paSio. [v, 
mfnmd, Neolog.]. 

n^ }^- £^- l^f^ ■"• ^. .»Großvater** (Plur päpäii „Voifahrwi'' 
üod, iiim« Wy, <*PAPPAia) (pappus, -um. —> Darauf scheint drum. 



P 



3 

1^ 



110 1257. pap — 1265. pSr&t- 

ar. päpüfe sf. ,,Pappe'' zurückzugehen, vgl. N. Sulicä: Gazeta 
Transilvaniei 1900, Nr. 193, wo gezeigt wird, daß pappus die 
typische Figur des geizigen Alten in den lat. fahulae Atellanae 



war; also mag päjfuse ursprünglich ,,Marionette" bedeutet haben. 
Aus ,,Puppe^' entwickelt sich der Sinn .^BündeV (päpu^e de tutun 
yyTabakbündcl" ; aus dem Rum« stammt bulg. klrass. papuSa ,,Bündel 
Ton Tabakblatt er'*), auch ,,Stritzel** (m™^^ duce un colac mare de-i 
z\te pap^iße: päpu^a miresii; o duce taciunarul ; de abia o duce a^a 
de mare este". Conv. lit. XXIV, 929). Eine Ableitunof davon ist 
päjpvßöiü sm. (auch popupoiH) „Maissteneel (mit einem Bündel ver- 
frhchen) u. Tannenzapfen (mit dem Maiskolben verglichen)*^, woraus 
klruss. papu$oja» 

1257. n pap I vb. „essen (in der Kindersprache)** < pappo, -arb 
(Archiv lat. Lex. XIII, 163) : it. pappare, sard. c. papai^ sp. pg. 
papatj (vgl. srb. papati). 

1258. pApä sf. „Speise (in der Kindersprache)*' [ar. -^ ^„Mehl- 
speise'*] < PAPPA, -AM (Archiv lat. Lex. XIII, 163) : it. pappa^ eng. 
sp* pg. P^i^if (vgl* srb. papa), 

1259. päpurä sf. [mgl. paprä] „Binse, Schilfrohr, Kork** geht, 
nach Dens. H. 1. r. 88 auf ^papüla, -am (mit Sufiixwechsel aus 
papybum: sard. pahiru „carta**) zurück. Den Sinnesübergan^, 
welchen auch frz. Dialektformen aufweisen (Rom. XXVIII, 197 bis 
199) erklärt Schuchardt: Zeitschr. rom. Phil. XXVI, 403. 

1260. I par sm. [ar. mgl. 'x^] „Pfahl** < palüs, -um : it. sp. palo^ 
frL pv. pal, frz. pieu, psr. pao. 

1261. II par {patü\ "üi, »üt II vb. [ar. {am)pdrf amhdr, -mj(, 
'üt II] „scheinen** < pareo, -üi, -£be : it. parere, eng. parair, pv. 
parer^ a.-frz. paroir, (n.-frz. paraitre, sp. pg. parecer), — Aus pare 
cä „es scheint, daß** ist das Adv. parcä ,.als ob** entstanden. 

1262. I pär sm. [ar. mgl. ir. per] „Haar** < PtLUS, -um : it. sp. 

feto, sie. pilUf eng. pail, pv. pel^ frz. poiL — Fär ist im Rum. 
kollektiv; das einzelne Haar nennt man fir de pär. Wie im Sard. 
ist im Rum. capIllus „Kopfhaar** gänzlich durch ptLUs „Körper- 
haar** verdrängt worden. 

1263. II pär sm. [ar, mgl. ©er] „Birnbaum** <pIrüs, -um: it. 
pero (sonst nur die abgeleitete form : eng. paireTy pv. perier, frz. 
pairUr. sp. peral, pg. perdro), 

1264. pdrä (pearä) sf. [mgl. pfrä, ir. pp'p] „Birne** <*püia, 
-am (== pXrüm: eng. pair „Birne**): it. pv., sp. pg. pera, gen. pea, 
sie. pira, eng. paira (Koll. „Birnen**), frz. poire. 

1265. + pärdp (Psalt. Seh.) sm. [ar. 'x. W.] „Gaumen** zeigt 
dieselbe Volksetymologie wie frz. palai8 <palatium „Palast** für 
PAi«ATüM „Gaumen** (sard. cat patau, vgL sp. paladar, j>g,padar 
„Gaumen**.). Im Drum, ist die Volksetymologie um einen Schritt 




um Palast)*'. Ahnlich ist es, wenn der „Gaumen** die „Himmels- 
decke des Mondes'*, vgl. cer. und das ,.Zäpfchen** in nord.-it. 
XaBdarten „der kleine Mond'' (berff. ISnelap bresc. crem. parm. 



l 



1266. p&r4ch« — 1277. *pM. Hl 

mnela, piac. lünetta, Lork: Altbergf. Sprachdc-okmilery S. Ifö; 
Zaoner. Körperteile 986) cenannt wira. 

1266. pär4che st. [ar. p(ä)reacle, päreeh sf. auch piireefu tm^ 
mgl. par^cta] ,,Paar'' < parXcTüjlus, -a, -um (parbclux Arch. kt 
Lex. VIII, 382): it. jpartcckio, (eng. a iMiraf ,,paarweise'*X P^* 
pareüiy frz. pareil, sp. parejo, pg. pareOio. — Im Kam. ist daa Adj. 
nicht mehr bewahrt, sondern zum Sb. geworden; ebenso: a.*it. 
pariglittj ,,eoppia di cavalli simili", od.^ parHikfu „paio, coppii 
(e dicesi propnamente de' buoi aggiogati, i qoali importa che ueno 
eguali di altezza e di forzL)*', cerign. pareikjif „pariglia ^ bnoi**, 
pariggl^ ,«quella di cavalli da carrozza*'. 

1267. pär^simX sm. Plur. tant. Far. pitreoftHil y^dat Tierafp; 
tigige Fasten*' <qüa[d]ra[o]esIma: alb. kreimf^ vegL loreama, alatri 
karafsittM, neap. qnaraesemay sie. koraisima^ lomb. sp. pgf. guoretma, 
eng. qnaraiama^ obw. (^icareizma, frz. carime, 

1268. iidrcfec sm. [ir. pareie] „Wand" <PABtTsx (C. J. L. VI, 
3714 === PARiES, -ietbm): ven. jpare, triest. paredOf ceri^^ pareilf 
(männlich, sonst weibUch:) it. parete, eng. parait^ py. pant^ firs. 
jparoij sp. pared, pg. pareae. [ar. inur, fiA, «ftrmd]. 

1269. pärine (päring Jb. IX, 228) sm. „Hirseart'' <pakIcux: 
it. panico. mail. pamg, frl. iMim. Vgl. pftinichiü. [ar. arov.j 

1270. pärinaä sf. „Stange" (Conr. lit XX, 1014) < pfH]AJUA»Gi, 
-AM (nb. PALANCA ^gr. ^dlayi, faXdyytji it. sp. poloncdi. 




eng. pdraint^ frz. parint^ sp. parierite. Für die Bedeutung y^lriester'^ 
vgl. alb. totOf gr. rrfCTfli? „Priester". 

1272. pärög, "OAsa adj. [ar. mgl. piros\ ,.haarig'' <plLOiUi. 
-A, -ux: it. sp. pg. peloso^ pv. pelo8^ (vgl. frz. petouse „Rasenplatr 
< n..pv.). 

1273. partdl sm. „Stück" („Spärseserä . . . casa . . . cSrind 
in suli^I burdu^T de brinzS^ partale de slänini afumate 91 bunät&te 
de ca^cavalurt." G. Moroianu: Sämän. IV, 221. „Cind ^i dnd 
vedeai cite un partal de griü päscut de caii lor." C. Sanda, SÜmio. 
IV, 6), ursprünglich wohl „Viertel" <quartaiuu8, -um. 

1274. parte sf. [ar. '>^, mgl. partiy ir. p^ät»u\ „Teil, Anteil, 
Seite, Richtung" < pars, -rtbm : it. sp. pg. parte, fn. eng. pv. fa 
part — Das Adj. parte — parte „teils — teils" entspricht Ist 
PARTIM — PARTIM ! it. sp. parte — parte, vgl. Heyer-Lübke : Rom. 
Gramm. UI, § 221. 

1275. pärticed sf. „Teilchen" <*PABTlcfiLLA, -am (für pabtI- 
ct^LA) : it. parttcella, a.-ven. parteselUij pv. parcda^ itz. parceüCy sp. 
partecüla^ pg. parcella, [ar. pärticä]. 

1276. I p€is sm. „Schritt" <pas8US, -um: alb. pa^ „Klafter*^, 
it. pg. msso, frl. eng. pass^ pv. frz. paa, sp. poio, [ar. (titjUvTi 
tiapä; dräicmiiä „großer Schritt"]. 



112 1278. pas — 1287, pitä. 

,,wagen'' aber a.frz. me poisey sp. pesar ,^angehen". — Auffallend 
ist das Partiz. pä9Üt (Slavid, Vatra päräsitä, 20) neben päsät — 
VgL päsat. 

1278. ni + pa« I Tb, „gehen" (Dos. Via^a st »%« etc.; heute 
nnr noch der Imper. pasälj^^f^ehl"; auch ir. pgsl „geh!^' Jb. I, 
128) <*PASSO, -ARB (von PASsus): it. pasaarey eng. frz. passer y pv. 
pg. passar^ sp. pasar. Im Kom. meist „vorbeigehen", [ar. Aergu], 

1279. päs sm. „Sorge" <pfi[M]suM „Gewicht": alb. ^eS^ m^^^» 
Gewicht", it. sp. pg. pesOy sard. c. pesu „pena", eng. pats, pv. peSy 
in, poids, 

1280. pdaäre sf. pr. p^säre] ^Vogel" <passab, -arbm „Sper- 
linff" (App. Probi 163 iür passbr: \t passerOy -a, a.-frz. passe), »p. 

• paJarOy -a. pg. passaro. Nur im Span, findet sich auch die £e- 
aeutung ., Vogel", wie im Bum. [ar. ptftin«]. 

1281. ptladt sni. [ir. psgtj „Hirse, Hirsenbrei" < pe[n]satüm 
(von PErN]so, eigtl. „das Zerdrückte"). 

1282. paso, "ül, "üt III vb. [ar. pascUy •w, -ut III, II, 
mgl. ^] „weiden" <pasco, -ärb: it. pascerCy pv. paissery icz^paitrey 
sp, pacer. pg. pascer. * 

128o. PA^te (Pa^ft) sf. plur. tant. [ar. paSte^ paSHy mgl. paStl 
n.paShi sm. sing., ir.pQite] „Oster; geweihtes Osternbrot" < pasche, 
plur. von PASCHA, -am: alb. paSk^y it. eng. pasqwiy sard. paskay pv. 
paacüf pasqwiy frz. paque{s)y »p. pasciuiy pg. pascoa. 

1284. paatör sm. [ir. pasUr] „Hirt" <*PAST0Rnjs, -um (mit 
dem bekannten rum. Suffixwechsel iiir pastob, -Orbm: it. pastorey 
pv, pastrej frz. pätrCy sp. pg. pastor). [ar. picurar. piculdr]. 

1285. päifüne sf. [ar. *^y ir. päiure] „Wnide(platz)*'^ < pastio, 
-Onbh: it. pasciotuij eng. painUy in, paisson. Davon päfün 1 vb. 
(päpunez) „weiden". 

1286. pat (pafisc) IV vb. [ar. pat P., pätsäscu W., mgl. pätsgs] 
„dulden, erleiden : sicn einem etwas ereignen" < patio, -Ibe (für 
PATiOB, Dens. H. 1. r. 147) : it patire (vgl. alb. f^soAy sp. pg. oa- 
decer), — Vgl. llg. patam, patja^ sro. patati m derselben Be- 
deutung. 

1287. pdiä sf. „Fleck" Fmel pfti Plur. taut. ,jFlecken"] soll, 
nach Candrea, Conv. lit. XXAYIIIj 874 ff., desgleichen wie alb. 
petf „Metallplatte, platter Hochzeitskuchen etc.", valtell. peta 




mail. nesp. phttoUiy mant. pitolay campob. p^ttuUiy aoruzz. pHteUy 
eng. petita entFprechen. Diese Etymologie nat mehr Wahrschein- 
lichkeit für sich, als diejenige Byhan's < kl.-rusp. pjatno „Reck" 
(Jb. y, 325), da bisher kein kL-russ. Lehnwort im büdrum. nach- 
gewiesen ist. Bedenken erregt dagegen ein von Candrea auf- 
gestelltes '^plTT-IcuB. -A. -UM aus dem Tum, p^tee sm. [at, peatic, 
mgl. pftik, v^L mgl. dispeatie „reiOe", mpeaüc ,,flicke"] „Fleck" 
entstanden sein soll. Das mm. Wort ist wahrscheinlich identisch 
mit it. peiaua „Kleiniffkeit", pv. pedd» ,,FUckwort", sp. pg. pedazo 
^Stftck'^ (vgl pv. peaatar „nicken*', nfs. repetatser „zusammen- 



1288. pätUs^e — 1298. p^pine. 113 

flicken'*), und beruht auf ein pIttaciux (b gr. mrrdiuotf) mit Suffix« 
Wechsel. Für pHtci sm. plur. tant. „Fleekfieber'' vn« eineneiti 
it. petecchie ,,rote Flecken", andererseits srb. neTS^v ,|rleekfieber". 

1288. pätlägitie sl „Wegerich*' <plaktago, -Inex: it |»aji- 
tagginCy trev. piantdsene^ frL piantaüf frz. plantain, sp. üanten^ pg. 
tancAoi^em. 

1289. 2»dfi*u nom. [ar. mgl. ^v/, ir. pgtru] „yiet^ <qüatt[v1oi 
> it. gxiatirOf sard. L hatturu^ eng. katfr^ frz. ^iia<re, sp. cuanv, 
pg. guatro. 

1290. pc2(ri2iicl (p^tiicni), -tins^(, -iln«, III vb. [ar. ptfrundu, 
•Ktn^te, -mfu III, II] „durchdringen*' < p^b^^^i^o, -vdi, -vsuii, •>«: 
sard. 1. j)er<io)(7ere, c. |)erfi<ndftrt (sonst im Korn, durch ^pkrtubTi]- 
ABE verdrängt). Die ursprüngliche Bedeutung „durchbohren'' be- 
wahrt ar. 8pritünd Jb. V, 40. 

1291. piturä sf. vgl. patä. 

1292. t^äün sm. [ar. mgL '^] „Pfau" <pavo, •Onbm: it. pagone 
alb. pagua), sie. paunif eng. pavun, pv. pau, frz.|Kio», tp.iNivon, 
pg. paväOf (vgl. kslav. jxit<nii, big. kroat. paün > ir. paun). 

1293. pe (prc, pö) praep. [ar. p{r)i, pre, mgl l>r», ir. pn] 
<per: alb. Pf r it. eng. a.-8p. per, frz. par, pg. por. L Ortlich: 
a) „durch" (sufletul dat pe gura = per os anima exhalata) ; b) „au^ 
in, an" (Bewegung oder Lage an der Oberfläche : intinserä truponle 
pe iarbä = per herbas prostraverunt corpora); c) bei Ausdrücken 
des Schwörens „auf (jur |)e Dunmezeü); d) ,^nach. gemäß" (imi 
esto fe plae). — II. Zeitlich: „während, oei, zu'' (sint ehernst 

e mine sarü ss it. sono invitato per domani sera). — HL Un* 
estinimtheit vor Zeit- und Ortsangaben (pe'nsärate „gegen 
Abend"; bine a^t venit pe la noi „willkommen (auch) bei uns*')* 
— IV. „Für, als Entgelt von" (am dat*o pe o mie de lire =» it ho 
venduto per mille lira). — V. Zur Bildung von Adverbia der 
Art u. Weise, oder des Grades (plingea pe ascuns „sie weinte ve^ 
stöhlen", pläte^te pe jumätate „zahlt zur Hälfte"). — VL spune-ml 
pe ruse^te, vgl. russ. govoritT porusskiY. — Vgl. Kurth: Jb. X, 637 
bis 647. — VlI. Wird vor dem Akkus, vor Wesennamen bei transit 
Verben gesetzt (nicht im Ar, Mgl. Ir. unST in den ältesten Texten, 
vgl. jedoch die Beispiele bei Meyer-Lübke: Rom. Gramm. III, 

5B5]h : chem pe mama „ich rufe die Muttor", vgl. Stinghe : Jb. III, 
83 fl« IV, 228 IF. 

1204. pccfuglne sf. „Flöchte" { [im]i'ktioo, •ToTnxx: it. empetig' 
gine^ lucca pitlggine^ neap. petinia, cal. pitünaf Icont. {am)pedinf ip 



l 



empeine^ pg. empigem. 

1295. ar. piciWü sm. .«für's Alter zurückgelegtes Geld" ^pi* 
CÜLIUM (vgl. span. pegujdl „Vermögen"). Aus dem Hum. and nicht 



aus kslav. pelca ..sorgen", stammt alb. pekuT „Sorge", Zeitschr. 
rom. Phil. XXVIII, 685. 

1296. ar. pecüüü sl „Sparpf enni^' ^pecünia, -am. 

1297. (4* ped^gtru, "Cdsträ aä^, adv. „zu fuO" ^ pxdbstxb, 
•BSTBEM : %,<n, peestrey n.-f rz. pütre^ „armselig'', [ar. pri pade],) 

1298. p4pine {pipene) sm. [ar. peapine, olympo-wal. pälpint 
^Ourke"] „Melone". Man leitet das Wort aus fSfo, '^-tirsic (statt 

Papcaria, Etymologisehss Wttrterbiioli. 8 



114 1299. pesc&r — 1305. piciör. 

pCponxm: it. pepone, vgl. fnehnU t. e, pepenus C. Gl. III, 592, ap. 
Dens. H. 1. r. 139, vgl, auch Meyer-Lübke: Kom. Gramm. II, § 17) 
ab, welches regelrecht im Alb. als piep^r t., piepen g. „Zucker- 
melone^' erscheint. Dagegen spricht aber das rum. e, welches ein ^ 
Toraassetzt, so daß eine Kreuzung mit einem anderen Worte, welches 
auch sp. pg. pepino „Gurke" zugrunde liegt, wahrscheinlich ist. 
Dagegen stammt ar. msL pipÖTiü „Melone", mgl. pipoanä „Zucker- 
melone", sowie srb. slov. pipun^ big. pipon^ pepun aus n.-gr. 

1299. peacdr (päscar) sm. „Fiscb(h'andl)er. auch der Vogel: 
„gemeiner Eisvoger [ar. piscar „Fisch(reih)er"] <pIscabiüs, -um: 
pg. peixeiro. Im Mgl. die Neubilaung piStar, 

1300. p^^te sm. [ar. pescu und peaSte in Samarina, mgl. pfSti, 
ir. peit] „Fisch" < Pisas, -bm : alb. peik, it. pesce^ sie. piSi^ lecce 
pige und piskUy gen. peSu, eng. peif a.-frz. pour-poiSy pv. peis, tp. 
pez, pg. peixe. Die Annahme eines *plscus -üh ist kaum berechtigt 
und würde nur die ar. alb. und leccesische Form erklären, dagegen 
sind die anderen Formen der ü. Dekl. sicherlich spate Neuerungen. 

1301. p^tec sm. Tgl. patä. 

1302. pep4se IV yd. „werben" < pbtSsco, -Irb (Dens. H. 1. r. 149, 
160 BS PBTO, -£rb): sp. pg.pedir (p. en matrimonio „um ein Mädchen 
anhalten"). 

1303. pUtträ sf. lar k^aträ] „Stein" ^ pStra, -am : it. pietra^ sie. 
petraf mul. preya^ frl. ptere, eng. sp. pexdra, pv. jpeira, frz. pierre^ 
pg. pedra, 

1304. ptc 1 vb. [ar. kHkf mgl. 'x^l „tröpfeln, herunterfallen", 
yielleicbt auch ,, stechen", wenn der Ausdruck: „era fruraoasä de 
pica" (Sämän. II, 150) etwa wie das deutsche „sie stach vor Schön- 
heit an" zu verstehen ist. £s gehört zu dem im Rom. weit ver- 
breiteten Stamme pxc(c)-, worüber Körting* Nr. 7131. Zu dieser 
Wortsippe gehört ferner: picur^ I vb. „tröpfeln", picätürä sf. 
[mgl. '^J „Tropfen", dann: pic sm. „Tropfen" (wie die rora. Ent- 
sj^rechungen von ot^TTA auch als Wenigkeitsbegriff verwendet: im 
ptc „ein wcnijf", vgl. o firä „ein wenig" von firaesc „tropf eln"L 
wofür mgl. picäjf, „Tropfen, ein wenig" (wie kal. picea „poco"). 



.«VTipiei- , enaiicn: pipc. ± yu. „swiuKon «= P*f^ ^ ^u. ^uuuv. ub. 
AX, 1015), pifigdisc IV vb. „nippen". Näheres darüber und viele 
iSeispiele aus ital. Dialekten in Verfassers: Lat. Tji u. Kj[, S. 111 
bis 113. Das Vorkommen def. ganzen Wortsippe im Rum. schließt, 
trotz der ganz verblüffenden Ähnlichkeiten der Formen und Sinnes- 
entwicklungen, von vornherein die Annahme aus, daß der Stamm 
pic(c)- aus dem Germ, entlehnt sei, wie dies von E. Johansson: 
Kuhns Zeitschr. XXXVI, 381—382 behauptet wird. 

1305. pieMr sm. [ar, (^Ä)«br, mgl. 'x., ir. pitioru] „Fuß, Bein'* 




*pbdXo0llV8 )a^*maiL pedegoüa, gen. veifftUu^ sie, pidiku^du, ven. 
pekoUOt MmL pikol^ trlpdcQimi dar Beaeutung ^Stier): ii. picciuolo 



1831. pl&gi — 1840. plo&ie. H? 

-AM. Aus dem Rum. stammt klrusf. jpalaifyntaf xxDg. pdaeriiiia^ 
vgl österr. PalatBchinken. [ar. pitä.] 

1331. plägä sf. ^Plage'* <plaqa» -am: it. piaga^ sie. 1qfl9^ 
sard. piaey eng. pleya^ IrL ^ay«, py. plaga, frz. ;wiie, tp. Uaga^ pg. 
jn'aia. Aus dem ital. (auf der Stufe *pla^) stammt alb. ptaji^ 
woraus ar. plagä W. 

•, 1332. pläpindf "ä adj. „zart'' <*PALPABUin>U8, -A, -ux (yob 
PALPO ,,Iiebkosen'*). Candrea-Hecht : Lm ilem. lat. 7. 

1333. ar. pldtä ff. ..flache Erde", substantiviertes Adjektivom 
aus *PLATTUS, -A, -TJX „flach*' (unbekannten Ursprungs): it. piaJtio, 
engr. pv. frz. plat, sp. pg. chato. Davon ar, mpUit adv. „wage- 
recht*', [ar. P. unbekannt]. 

1334. plec I vb. [ar. mgl. 'v/] „beugen; fortgehen'* <plIco, 
-ARE : it. piegare, eng. pUtjer, pv. pl^ar, frz. plier, sp. üegar, pg. 
chegar. Im Sp.-Fg. bedeutet das Wort »sich nähern, erreichen*' 
und FLtCARB ist im Spatlat. in dieser Bedeutung belegbar (Dens. 
H. 1. r. 194); im Eum. dagegen kommt, neben der nrsprung« 
liehen Bedeutung „biegen, beugen", auch die dem Sp.-Pg. ent^ 
gegengesetzte von: „weggehen" vor. Nach einer mündlichen Mit- 
teilung von W. Meyer-Liii>ke hat sich dieser Sinn zunächst in der 
Soldatensprache entwickelt, wo „das Zelt zusammenbiegen" dasselbe 
wie „weggehen" (vgl deutsch: „aufbrechen'^ ist. Mä pUe oder 
mi Bu püacä (de o mincare) bedeutet „es wird mir übel (von einem 
Essen)" und dies ist eine Bestötigung von Heyer-Lübke'e £rklarm« 
von tp. hasca „Ekel" zu vascüs „krumm" (Zeitschrift rom. Fhil. Xl| 
252), welche von demselben auch durch den Vergleich mit InccL 
aoncare „far sforzi di vomito" zu uncüs, ukcarb wahrscheinlidi ge- 
macht wurde (Zeitschr. rom. Phil. XVI, 559). 

1335. pleoäpä sf. {plopä Jb. VIII, 317) „Augenlid" < ♦plüoti, 
•AM. Lat. püPt^LA „Augapfel", kann in einer sehr frühen Periode 
über * pt^LA zu * plüppa geworden sein, wie populuszu*ploppai. 
Ein davon abgeleitetes '^plüppxa (seil, peliis) konnte sehr gut du 
„Augenlid" (eigentL „die den Augapfel zudeckende Haut") be- 
zeichnen." Zeitschr. rom. Phil. XXVIII, 689. [ar. pcanä dyoel^ 
mgl. clip^la], 

1336. plimb (preümhlu) I vb. [ar. priimnUy plimbu FarS., 
mgl. priamrm] „spazieren gehen, spazieren führen" <pbra)c- 

BÜLO, -ARB. 

1337. plin, -Ä adj. [ar. {m)plin, mgl. 'x/, ir, pfir] „voll" 
^PLfiNUs, -A, -TTx: it. pienOf sie. pinUf eng. plain^ V^'P*^9 ^''* P^^ 
•p. üeiiOj pg. cheio. 

1338. pUnätate st „Fülle" < plSnItas, -atbm : a.-frz. plenti. 

1339. pltng, ^naH [+, ban. i?Kwf|, ^na III vb. [ar. ptinm 
•mifu, 'tntu n, in, mgl. pl^g, -niT, -ns m ir. pläng^ -ns III] 
„weinen" ^plamgo, -vzi, -vctvx, -vottRs: it. piangerCf piagnere^ 
eng, plaunäier, pv. joIanAer, frz. plaindre^ si>. ptatlir. 




in. pluie. 



118 1341. plop — 1352. por. 

1341. plop {pleop DelavTancea: Hagi Tudose*, 149) sm. [ar.ptop, 
plupf pluip] <*PLöPPüS, -UM (metathesiert aus pöp[ü]lu8: a.-b€rg^. 
poola, frl. pdtily D.-pv. pihlOy frz. peiiple): alb. ptepy it. pioppOy sie. 
lecce kinppUy cerifrn. kiupp^y sp. chopo^ pg. choupo. 

1342. plouA I vb. detektiv [ar. ploae „en regnet'*, gewöhnlicher 
da ploaCy ir. ploii IV] „regnen" ^ pLOVfiHB (Petronius 44 == plüere) : 
it. pioverCf sard. pioertt eng. pv. plover, frz. |>2euvotr, sp. Worer, pg. 
cAovfr. [mgl. merri ploaia\. 

1343. plumb sm. „Blei** [ar. jdwnbu ,,6ewehrkuger'] 
^plOmbum: tAh.pTump () ar. prum6u), it. piombOf sie. Arjummn, sard. 
|)iumu, eng. pr. a.-frz. p/om, n.-frz. plonib, sp. plomo, pg. chumbo, 

1344. ]ilnmind sf. (j^lamfno^ j^^umin sm. i^^umuu sm.) [ar. 
|»Ztmun«r, pälmunSj ir. plumär^] „Lunge" < pulmo, -önem: it. pol- 
mone, sard. c. prumonif eng. jpu2mun, pv. po^ma, frz. poumon. Die 
Metathese des l oder des daraus entstandenen r erscheint außer 
im Rum. noch in rovign. piamon, sie. primunif caL premujie. neäp. 
premmone, nicos. jpromon, tarent. prummonf, marseille, daupn. pre- 
moun. Vielleicht ist sie dem Einnuß des gr. TtUfion zu verdanken, 
dessen Anlaut plb- auch dem ar. plimuna^ alb. plemon und sard. 
^mone zugrunde zu. liegen scheint. Eine Dissimilation des ersten 
ü zu A zeigt, außer ruro. plämina^ das ganze Südwest f rankreich 
nnd der Osten Oberitaliens; vgl. Zauner: Körperteile 490—491. 
[mgL drobu alb desgleichen gredn. fuid blank, berry foie büanc etc.1. 

1346. podmä sf. „Obstfrucht" [ar. nur Piur. poame „Früchte"] 
^pOma, ^-am : alb .petni, it. eng. sp. pg. poma^ in. pomme. In der 
lioldau bedeutet ^oamd,. Weintrauben", wie im Lat.; in der Bt- 
deatnng „Apfel" ist das Wort dem Rum. unbekannt. 

1346. poäreä sf . [ar. mgl.* ^ ir. porkf] „Sau" <J pörca, -am : 
it. pv. cat. pg. parea, sp. puerca. Im Rum. dafür meist scroafä. 
Poareä ist auch ein Kinderspiel. 

1347. poörtä sf. [ar. mgl. 'x., ir. portf\ „Tor** <pörta, -am: 
alb. partfy it. pv, cat. pg. porta^ eng. frz. porttj sp. puerta. 

1348. poi — adv. nur in der Zusammensetzung pöimine [ar. 
päimine, mgL poim^i] ,,übermorgen** (it. posdomanif poscraSy sp. 
despues de manana^ pg. atpoit dt manha)] päi\ conj. zur Einleitung 
der Antwort, wie sp. puts ^ POS (C. I. L. X, 649, 761 = post) : it. 
mail. poi^ campob. a.-trient. cors. fr), jpo, cerign. pou^ sie. j^^ 
abruzz. pu\ sard. jmstis, py. pg. po9, frz. puis, sp. pue8. Vgl 
apoi, dupä. 

1349. pom sm. [ar. mgl. 'x^] „Obstbaum** { pOmum : it. sp. pg. 
pomOy sie. jpuntu, eng. t>v. pom^ a.*frz, pomt. Die Bedeutung 
,, Apfel** ist dem Rum. anoekannt. 

1350. pmndt sm. [ar. pumtf\ „Obstgarten** {pomstüm: it. 
pwnieto. 

1861. popör sm. „Volk** <pöpülu8, -um: alb. pöpuiy it. popolo^ 
a.-ven. puovclOt a.-lomb. pavorOf a.-piero. dovoI, a.-gen. povo, sard. 
poMUf eng. pavel, py. poble^ frz. peuple^ si>. pueblOf pgl ih>vo. 
Zur Erklärung der lautlichen Unregelmäßigkeit des rum. Wortes 
▼gl ZeiUchr. rom. Phil XXVII, 741. [ar. lume, mileU, lad]. 

1352. par sm. „Laaeh** < pöbbvm : alb. pof, it pg. parrOf valses. 
pörrUf frl. puärr, py. jior, (fn. jiorreau), ip. puerro. 



120 1364. potirniclie — 1376. prepün. 



1364. poHmiehe {pätiimiche) sf. [ar. pitumicle^ pitrunicTe] 
„Wachtel" <*cotüenIcüla, -am (Dimin. von cotürnix: it. cotomice^ 
py. sp. pg. codomitz). Die Unregelmäßigkeit im Anlaut kann nicht 
beseitigt werden, wenn man, wie Dens. H. 1. r. 112 von qüoturnix 
ausgeht, sondern man muß annehmen, daß sich mit diesem ein 
anderes Wort gemischt hat, etwa das in C. Gl. V, 574, 35 belegte 
QUACQUARB f^ aoruEz. quacqucTaquä, u.-eng. quäkra „Wachtel'^ vgL 
Wiener Studien XXV, 103), aus deren Kontamination ein '*' qüatür- 
KlcüLA entstehen konnte, welches dem drum. Worte lautlich ent- 
sprechen würde. Die ar. Form spricht aber eher für eine Fusion 
mit PERDEC, also etwa ^rsR-TÜBiacÜLA. [mgl. irbitsa, irihitä], 

1365. mgl. poti „Krug" < pOclum (sä pöcülum). Verfassers : Lat. 
Tj u. £][, 129. Es kann aber auch aus alb. poÜ „irdener Topf ^ 
entlehnt sein. 

1366. prad (präd) I vb. [ar. {m)prad] „plündern" <prädo, 
•AHB: alb. projy it. predare. 

1367. prädä sf. [ar. ^j] „Beute" (pRiEDA, -am: alb. pre^ it. 
predüf sard. cat. sp. prea, pv. preza, frz. proie. Aus dem Kum. 
stammt klruss. prejda, magy. preaa, 

1368. prädäciüne sf. „Rauben" ^prjedatio, -Onem. [ar. 
alimuräX 

13o9. prat sm.,,Feld" <pratum: ii, jpratOf frl, prad^ pv. prat 
frz. prif sp. pg. wrado. Das Wort ist mir unbekannt und es wird 
nirgends mit Beleg angeführt. 

1370. prea aäv. [ar. prx\ „zu, sehr", scheint eine Vermischung 
von lat. VJLX und kslav. pre zu sein. Vgl. Meyer-Lübke : Rom. 
Gramm. III, § 202 und Dens. H. 1. r. 176. 

1371. prefAe, -ilf, -tU, in vb. [ar. prifac, mgl. prufac] „ver- 
ändern, umändern" <*per-pacto, -ärb (=perfIcio): "py. per far^ frz. 
parfaire. Das rum. Wort ist in seiner Bedeutung vom Slav. be- 
einflußt, vgl. a iä preface „sich verstellen" = russ. pri' 
tocrjati'SJa, 

1372. prelüng, -ä [ar. spirlungu] „(sehr) lang" <perlÖngu8, 
•▲, -um: (vgl. lt. spüungone „langer, magerer Mensch"), sie. spir^ 
lungOy a.-gen. perhngo „mager" (vielleicht auch sp. pilongo „mager, 
dünn"). Davon prelungesc IV vb. „verlängern", welches allerdings 
auch einem *PERL6Kao, -arb (== pROLOKaARB): a.-neap. {8)perl(yiigar^ 
pv* perlongar mit Konjugationswechsel entsprechen kann. 

1373. + premi^ I vb. „in die Mitte teilen, in zwei teilen" 

^*PBB-MfiDIO, -ARB. 

1374. (+ premifuIAfsf. „Präbende" ^ prjebbnda. Wie im Rom. 
^t. pv. sp. pg. prehende, frz. provende), trägt auch das rum. Wort 
kein volkstümliches Gepräge.) ' 

1376. prdöt (priuf) sm. [ar. oreftu auch „Hauptstützbalken", 
ir. prewt] „Priester" ^ prAbItbr, -t[b]rüh (Dens. H. 1. r. 126^127, 
durch Volksetymol. nach prjbbBbb, statt prAsbXtbb: a.-ver. prato^ 
•••pv* sp. pg. preite, frz. pritre): alb. frifL it. mail. aquil. pretCf 
banri i^rfTf re, neap. prevete, Bio^preHtif cal. previte, piem. i?mv«, 
••-barg, prevedf a.-fn. prevoire. Vgl. G. Meyer: Indogerm. Forsch. 
TI, 118. 

1876. prepün (pf<jmM)i »uMp «it« in tb« ,,vorattis«ti«fl| 



1377. pret - 1387. prio. 121 

▼erdRchtifiren" <PRiEPöNO, -£kb: it. preporre, pv. tp. prtponer, pg. 
prepor. Im Rom. hat das Wort überaü die ursprüngliclie Be- 
deutung Ton „vor-setzen" ; im Rum. bat es den Sinn der rom. Yer* 
treter Ton süpponSre. Das Bild ist also das umgekehrte: für den 
Rum. ist der Verdacht, wie für den Deutschen, eine fälscblieh 
vorausgesetzte Sache. Interessant ist es, daß für „yoraossetzen" 
die gelehrte Bildung presupiln lH vb. in der Schriftsprache ange* 
wandt wird, die ein Kompromis zyrischen dem volkstümlichen 
prepun und frz. supposer ist; letzteres konnte nämlich nicht all 
iupun rumänisiert werden, da dieses schon tUs Erbwort mit der 
Bedeutung „unterwerfen" existierte. 

1377. prep sm. „Preis" ^pb£tiüm: it. prezzo, pregio (vgL Ve^ 
fassers: Lat. Tj[ u. Äji, 22, 26, 94) sard. 1. preiu, sass, prezUf eng. 
pretss, pv. pretZf frz. priXj sp. prez. pg. preco. [ar. tiiüie. päha\, 

1378. pretntindent {»neo) aav. „überall**" < pbb -}- totüx + 
nn>B. Im Ir. kommt das einfache pretot „überall" vor, vgl. it 
{dap)pertutto, frz. partout [ar. pri tut loclu], 

1379. prlc^p, -iU, -lU, HI vb. „verstehen" ^pxrcIfzo, 'äpi, 
•BPTüM, -fiRE: it. percepirCf o.-obit. peruvlr^ frl. imparcbviii „accof 

ifersi", eng. parSaiver^ pv, percebre, irz, percevoir, sp. pg. plercebtr, 
ar. aduk^escu, acäk'isescu, ak*icäge8cu\, 

1380. rogl. prlcür 1 vb. „wieder reinigen ; fließen" ^ psB*cOLOt 
•ARB. Vgl. cur. 

1381. prter sm. {Pridrf Delavrancca: Intre vis 91 via^ä 175) 
„Frühling" ^apbIlis, -bm: (it. aprile), vgl. valverz. rm, bellun. 
veril, (pv. sp. pg. abriL in. avril), {ar. primävearä], 

1382. prlfuUs Iv vb. „aufblasen^* < [♦ pbb-]föllbo, ♦•Irb (=- 
fölleo, -£rb von follis). 

1383. mgl. priVu „April" ^^apbIlius, -üh (statt apbIus nach 

JAKÜABIUS, FBBRUABirS, MARTIU8 Ctc). 

1384. primä, adv. „frühzeitig, zuerst" (in Bihor, Conv. lit. XX, 
1015, Jb. IV, 330) [ar. prima adv. „ausgezeichnet", mgL prima ady. 
„zum ersten mal") ^primus, -a, -xtm: li, primo^ eng. prum, frl. wnii 
(frz. premier, sp. prtmero^ pg. primeiro). Sonst ist prim im Rum. 
liatinismus, wohl schon in der Palia von 1582 und PRDtus ist durch 
!ntiiü ersetzt (ar. protUy mgl. piSim, ir. prvi), Erhalten ist et 
noch m primär und primavarä. 

' 13ÖÖ. primär, -ä (in der Verbindung vär (= Vetter) primär) 
[mgl. ver primär, daneben j^rimarer] „Geschwisterkind" ^Primarius, 
-A, -um: lt. primajo, obw, parmer, pv. primer, frz. premier, »p. 
primero, pg. primeiro. Für die Bedeutung vgL sp. pnmo hermano 
„Geschwisterkind" und abruzz. kundzuprim^ ^ coksobrimus -|- nUHUS 
[ar. etid£aha^. 

vearä, 

VfiRA 

anders zu acuten, vgl. ijiiDJ. aav, 'OJö): aiD. prena^verc, it. pi 
cat. »p. pg. primavera, eng. prümavaira, a.«frz. primevoire, D.-irz. 
primevhe, beam. primeh^re. Das Wort trägt nicht überall im Ron, 
volkitümliehei Gepräge, vgl« Meyer-LUbke: Rom. Gramm. 1, | 16. 
1887, prin (ptn) prvLf . \fa, tn^\. it. '^^\ ^^urch" < fwM»tM 




132 1388. priod — 1395. püiO. 

(Archiv lat. Lex. Y, 366), oder auf rum. Boden aus pre -f- tn ent- 
standeD. 

1388. prind, -twdf (ban. prTS Jb. III. 242), -ns III vb. [ar. 
jMnndu, ^>rcJ III, JI, ir, prind, -iw III] „fassen, fangen*^ <pre[h>ndo, 
-KNDi, -EN8UM, -fiRBi it. prindcre, eng. ep. pg. prender^ pv. penre^ 
in. prendre. Von der weitausgebildeten Phraseologie des Wortes 
erwähne ich: prind gibt (wie apiic und ar. acäf) den „Anfang einer 
Handlung'* an : ^,cind pa^l pe pamint, prinae a cänta urnia znieulut" 
■SB ah er auf die Erde trat, begann er die Spur des 3Ionstrums zu 
suchen; ebenso im Alb.: posa äkefi ^e zu t^ k^rkoii^ gurmat la- 
mies;; auch balg, fasdjam hat diese Funktion. Sä prinde ,jVon Er- 
folg sein'' entspricht alb. zihem. Im Ol.-wal. bedeutet prinde „es 
ist nötig". — Abgeleitet : mgl. prlncä sf . (für ^prind'Cä) „Vogel- 
falle", [ar. P. ist prindu unbekannt!. 

1889. prlnx sm. far. pnndz\i\ ,^Mittag, Mittagessen" <rRAN- 
DiüM : it. pranzo, sard. I. prandzu, ^ Ptna^n prtnz adv. „vormittag", 
dupä prinz adv. „nachmittag" as it. dopo prandzOf ar. tu prinazu 
„im Süden". 

1390. prtnz^te {-^prindu) IV -vb. [&r,pfindu, jmndzu, prind* 
täscUf mgl. prundzgs] „zu Mittag essen" <fbandbo.. -Irb (Dens. H. 
L r. 148, für -fiRB: sard. prandere). 

1391. privegli^x I vb. [ar. privegfa] „Aufsicht halten" < pbr- 
tIo[I]lo, »ABB: alb. ^rjfbil „lausche". Davon abgeleitet prioeghiü 
sm. „Totenwache", privighetoäre sf. „Nachtigall" (eigtl. die „Wach- 
lialtende"). 

1392. prun sm. [ar. mgl. ^^^ ar. auch purndr] „Pflaumen- 
baum", prünä sf. [ar. mgl. '^] „Pflaume" <prünitm; prOna, *-aii: 
it. pv. a.-sp. cat. pruna, eng. prünna, frz. prune^ (it. prii^io < prü- 
mus, frz. prtinier). Aus dem Rum. stammt klruss. prtini, 

1393. puehiös, "Odsä adj. „triefäugig", puchinti sf. „Augen- 
butter" (davon puchinöSf 'Odsä adj. „triefäugig") sind Ableitungen 
von ^puchiüf das einem lat. *puTtTLUs entspricht. Doch glaube ich 
nicht, daß darin das Wort fütbo „faulig, stinkig sein" zu suchen 
sei, sondern pt^TUs, -üh „Knabe". Dazu finde ich die Berechtigung 
nach zwei Seiten hin: 1. puchioSf puchino8 {puchina ist mir un- 
bekannt) bedeutet in meiner Hausmnndsart „klein, winzig" z. B. 
mär puchi{no)i „kleiner, unansehnlicher Apfel". Dieser Sinn paOt zu 
Pt^Tns, dessen Bedeutung „klein" auch aus rum. pufin „wenig" er- 
sichtlich ist. 2. Die Ausdrücke für „Kind" stimmen sehr oit mit 
Wörtern überein, die eine körperliche Unreinlichkeit bedeuten. 
Ich erinnere nur an it. ntorro, das ich Lat. Tj[ u. Kl, S. 108 mit 
Muocvs „Rotz" in Zusammenhang gebracht habe = rum. mucöi 




„tridäugig" nichts Auffallendes an sieb. Conv. lit. aXXIX, 804. 

1294. pueiodsä ' "' ' '" " '* ' .<•-'-* 

^a§ä y,stinkiger Stein' 
ist das Won nur noch 
{•r. teafel 

1895. pfMk im. „Kfiehlein, Tieijange'' tar. jmRi, puirA, mgl 




1396. pülä — 1403. pap. 



123 



puTä, r. pur „Vogel"] <*püllbu8, -um (toix pOllvs, -um: it. sb. pg. 
poUo .Bard. vuddu^ py. pol, frz. povde)\ alb. puf^, bearn. put, lotk. 
poy, (sard. 1. piidzzone, tiroL poy-ana „Hühnergeier**). Die rom. 
Bedeutung „kleines Kind" findet sich scnon im Lat vgL Archiv lai 
Lex. XIII, 161. Das Fem. heißt ir. pute; drum, puieä [ar. mgL 
puTca] mit slav. Suffix. Letzteres Wort (auch in der Bedentang 
Junges Mädchen"^ drang dann in die Kachbarsprachen ein: alb. , 
puTkf „Truthenne", arb. big. pujka, klruss. putka, ptiflca, ung. pulißu 
„Truthenne". 

1396. püiä sf. [ar. mgL ^ „männliches Glied" stammt, nach 
einer mündlichen Mitteilang Ton O. Densusiann aus lat. *pO]ilO]Li 
(seil. PARS, Ton püBss „Scham(ge^end)"). 

1397. pülbere sf. [ar. ptUbtre] „Staub" <^ pulvis, -Sbbm: alb. 
pTuhur sm., it. polvere^ sie. purvuli, romg. porbia, emil. polvar, mail 
'polver, sard. piüere, piüarUf frl. spolvar, eug.puolvra, n.-pv. jioudro, 
irz. poudre (it. sp. polvo, maU. a.-frz. pv. poh, pg. po, vgL fn. 
poussihre <*pOlvü8). 

1398. ar. puliedr {pnlicar) sm. [mgl. ^ ,,Daumen" <pollI- 
€ARis, -b: alb. puWer,^ neap. pulekaro, lecce poddekare, frl. poUdff 
pv. polgar, a.-frz. pochier, b^arn. pougaa, sp. pufgar, pg. polUgar. 
Ein von Cihac aneegebenes drum, policar ist mir unbekannt und 
scheint gelehrten Ursprungs zu sein ; volkstümlich wird der . J)attmeo'^ 
deaetul(cel)mare genannt, wie sard. poddiahe mannu^ didu mannu, 
caJ. jiritu randej im Gegensatz zum* „kleinen Finger^': degetul 
(cel)fnic, ähnlich in It. Rtr. Fr. Cat., vgl. Zauner: Körperteile '452. 

1399. piUpä sf. [ar. mgl. 'x^, ir. pupf] „Wade" <pülpa, -am: 
alb. puipc, it. 'pg.polpa, sie. ptirpa, süra,pnippa, eng.jnio(pa, n.-pv. 
poupo, a.-frz. poupe, waatLporpa. Den Sinn ,, Wade" teilt mit dem 
Kum. das Alb. und Sard. Wort; im It. und Frz. dafür Ableitungen, 
TgL Zauner: Körperteile, 466. Fidpa degettdui s= iU polpaeduclo 
„unteres Glied des Daumens". 

1400. ptimn sm. [ar. ptdmu, mgl. pulm, ir. pumnu, püman] 
„Faust, Faustschlag, Handvoll" (in letzter Bedeutung mgl. pvdnvi 
af.) <fOonu8, -um: (vgl. alb. pur^i „B'aust, an welcher das Zeige* 
fingerglied hervorsteht, um damit zu schlagen"), it. pugno, campob. 
puf/fnf, sard. 1. punna, pv. ponh, frz. poign, sp. pufio, p^, punko, 
•— • Die ar.-mgl. Form erklärt si^h durc^ eine Kreuzung mit oa/m4. 
•Dr. putnnl sm. pl. tant. heißen auch „Armelendon" Jb. VIII, 7. 

1401. pun (puiü), puB^t (bn. pu^ Jb. III, 243), ptu III vb. 
{ar. pun, pui, pu$ III, II, mgl. pun, puX, pus III, ir. pur, pu$ III] 
„setzen" <[pOno, •sui, -sXtuh, -fiRB: it. porre, u.*eng. up. poner, pv. 
ponre, frz. pondre, pg. por. 

1402. pünte sf. [ar. ^x/ P., pundie W., olympo-wal. pumM^ 
mgl. punti] „Steg'* <pon8, pÖntbh: it. cal. alatri pg. ponte, sie. 
ponti^ eng. punt frl. puint^ pv. frz. cat. pont, sp. puente. Im 
'Itum. Sp. und in Grauoünden ist das Wort weiblich nach FROVit 
Keyer-Lübke: Rom. Gramm. U, § 378; Tgl. ibid. I, S 184 über die 
Qualität des o. 

1403. pup I vb. „küssen". Das Wort wird im Teräohtlicheo 
Binne gebraucht (der eigentliche Ausdruck ist s&rat) und wird 
«jyprfiflglioh „schmatzea" b^demttt Ikabati, Es ist mit it. pi^ppaift 



124 1404. purce& — 1409. purintä. 

,,«augen*' (vgl, u.-eng. poplar „murren", eng. poppa, in, pottpard 
„Säugling'O identiscu (umgekenrt hat ar. mnts neben dem Sinne 
„mit den Lippen schmatzen, zuzeln" auch den Sinn „saugen") und 
geht auf *PÜPF0, -arb „saugen" zurück, von '^püppa, -am „Brust- 
warze": it. mail. ferr, poppa^ piem. pupa, pv. popa, b^arn. gase. 
poupOf a.-frz. ijOMjpe, vgl. Zauner: Körperteile 479, 4Ö1, *püppa oder 
«pOppum scheinen auch die Bedeutung „spitzer Gegenstand", aus 
der sich dann der Sinn „Gipfel c=3 Knosj^e" (vgl. c y m a) entwickelt 
hat, besessen zu haben (vgl. rum. gnrgutü = „Gipfel" und „Brust- 
warze"): ladin, popo „Knospe, Knopf , grödn.popnl „Knospe", alb. 
fup^ sf. „Quaste, Weintraube", rum. pup sm. „Knospe" (davon 
iMvnpesc Iv vb, „knospen"). Letzteres kann allerdings auch aus 
tero. pup „Knospe" (zu kslav. pqpü) entlehnt sein, "wie dies sicher- 
lich i\kr püpSzti sf. „Knospe" (.^Gasii pnpaza 'niloritä 9! pe puica 
'mbobocitä; nu ^tiü pupüza bo rup, ort puica sä mi-o särut"« 
Volkslied aus Vilcea^ aus alb. püpfzf (Diminutivum von fupc) der 
Fall ist. Püpazä n, [mel. pupizä] bedeutet auch „Wiedehopf", 
in welchem Worte nur das Suffix alb. Ursprungs ist; im Megl. 
heißt derselbe Vogel mit anderem Suffix pupcä sf.. im Ar. pupä 
if. Es ach eint sich *fÜppa mit upupa vermischt zu haben: vgl. 
ulh.ptip^j romagn.jDO£|pa, it. puppoUif piombino, rom. Schweiz |>upa, 
iess. pupula (vgl. Kolland: Faune pop. II, 101). Der Wiedehopf 
kennzeichnet sich gerade durch aen am Kopf hervorragenden 




— In wiefern *pÜppa mit lat. püpa verwandt ist, bleibt noch zu 
untersuchen. Nigra bringt auch für letzteres Archivio glott. itaL 
XIV, 288, XV, 107, 122 Belege aus ital. Mundarten, die zu der Be- 
deutung „Spitze" und „Knospe" passen. Die rum. Wörter können 
formell auch auf püpa, -am zurückgehen, [ar. baS^ mgl« särut 
„küssen"]. 

1404. pureed sf. s. pnreel. 

1405. pureed, -ea^i, -^« III vb. „aufbrechen; stammen'' 
^ pROCfioo, -Bssi, -EsscM, -Sdbbe. Im Eom. nur als gelehrtes Wort 
vertreten. 

1406. pureil sm. [ar. purtsd, mgl. purtsglf ir. poriSe\ „männl. 
Ferkel", pureed [ar. purtseao, mgl. purtsfuäf ir. portif] „weibL • 
Ferkel" ^ pörc£llü8. -um ; PÖRCfiLLA, -am : it. porcello, -a, tri. purgellf 
pv. cat. sp. porcely in, pourceau^ lothr. pxihl. Heute ist eine Ver- 
schiebung des Sinnes bemerkbar: came dt purcel = came de parc 
Anch in nord-it. Mundarten hat das Wort den Sinn ..Schwein": 
lomb« poriel, monf. pors^, gomb. foriieUc, sillano portietL 

1407. püree T vb. [ar. pür%c\ „Flöhe fangen" < Püttco, -Asa 
(Dens. H. 1. r. 165) vgl. pv. sp. ng. etpulßar^ frz. ipt^er. 




puli. enjT jiäUif, vr^piuke. trt. W .p. vsTpfga. ^ 

14109. ar. purintä sf. ,,gewohnhche Sneis%" <^'B^\ae6?ti^ -k»a 
it* poknia. Das Wort hat eine intereMiXkl%B%^%^Vsni^BiKik\.^^^ 



126 1420. putred — 1427. r»?. 



1420. pütred, -ä adj, [mgl. pu^ruf) „faul" < putrIdus, -a, -um. 
Im Eom. nur all selehrtes Wort TorhandeD. — Davon: putreziac 
\mgi putnzps] „faul werden", im Alt-rum. putredisc IV vb. Varl. 
Caz. 1643 f. 29 b. ete. 

1421. putregdiü (putrigaiü) sm. „Fäulnis" setzt ein '^pütrXcus, 
-▲, -UM (mit Suffizwecnscl statt * pütbZdits) voraus, welches auch 
rovign. jpufrico. sard. 1. pudrigare, c. puräiai „putrefarsi" zugrunde 
liegt. Vgl. Zeitschr. rem. Phil. XXVIII, 617. [ar- putHdztne]. 

JL 

1422. rad {ra2% räsH, ra9 TU vb. [ar. arad^ -aS, -üb III, JI\ 
,,schaben; rasieren" <^BADOy -si, -suh, -d£rb: alb. fuan^ it. raderCy 
sard. raere. pv. raire, frz. raire (defkt., durch raaer ersetzt), sp. 
raer. — Plin ras « bis oben voll", vgl. it. riempir raaOy sard. 
raere, frz. au ras, ranbus. 

1423. rädäcinä sf. [ar. ar{ä)dat8ina] „Wurzel" < badIcIna. 
-AM (Dens. H. 1. r. 159 von badis): sard. ratgina, pv. racina^ frz. 
rachie. 

1424. rädfe (aradic, {a)ridic) I vb. Fingl. rädic^ ardlc] „auf- 
heben, heraufsteigen". Etymologie unbekannt. Unmöglich ist 
Cihao*s I, 83 *ad-bbctXcabb ^vgl. deretic). Philippide's eradXco, 
-ABB „mit der Wurzel herausreißen" (valsass. raigd, valtell. tess. regd^ 
valm. raj6 „sradicare, diroccare") hätte ^arozic ergeben, obschon 
das d aus den endungsbetonten Formen auf die stammbetonten 
übertragen sein könnte. Heyer-Lübke hält es Zeitschr. rom. Phil. 
XIX, 574 Anm, mit A. Pott: Etym, Forsch.« IV, 577 für eine 
Ableitung von bidica „Weinpfahl". — Davon verschieden ist ar. 
ardicarc „Ausgleiten", vgl. ar. arudic „gleite aus", arudicos „glatt". 
[ar. mtity acol, ecol tn sus], 

1425. vAiUehe (ridiche) sf. „Rettich", könnte einem badic[ü]la, 
-am: it. radicchio^ sard. ralga^ pösch. ridicc, trev. rait^o entsprechen, 
mit Dissimilation von d^ zu d gegen das folgende cf (*raid'icle 
^^rädkrCf vgl. Meyer-Lübke: Zeitschr. rom. Phil. XIX, 574 Anro.). 
Vm Wort kann aber auch als Kulturausdruck eine junge Ent- 
lehnung (aus dem Ital.? aus n.-gr. ^a3üti „Cichorie"?) sein. 

1426. + räfreeätürä sf., + räfr^e sm. „Fetzen" sind Ab- 
leitungen von *räfree 1 vb. „ausbessern" [ar. arufec 1 „säumen", 
aruficäiurä sm. „Saum"] <[ bb-fbIco, -abb „erneuern". Hasdeu : 
Guv. d. b. I, 298. Heute existiert nur noch die dissimilierte Form 
refie sm. in der Verbindung iaüpe cineva la refec „Jem. tadeln 
(eigtl ausbessern)". Conv. lit. XXXIX, 304^305. 

1427. rag II vb. (das bei Cihac I, 226 angeführte rägisc IV 
vb. ist mir unbekannt) „brüllen" ^bago, -Sbb (]Dens. H. 1. r. 197): 
frz. raire (vgl. it. ragghtare, ra^liare, sard. hraundzare, gal). rau1^na)» 
Dif Vorkommen des Wortes im Born, schliefit Br anne_ s auch sonst 
nnwahrscheinliehe Annahme (Zeitschr. rom. Phil. XXI, 223 f.), daß 
BAAtBB Am ags. rarjän ,^chreien" ftammen würde, ans. 



1428. r&mä — 1436. rSpün. 127 

1428. xngl. rrfntd if. »Zweig, AsV' <'^bama, -am (Kolleki Ton 
Rjücus: it. sp. pg. ramo, fr), eog. py. ram, a.-fn. ratm): it. py. ip. 
pg. rama, eng. ramma .^Aste, Abfallholz'*, a.-frs. raime, — Dr. 
ramä ,,BilcIerrahmen" ist dem Deutschen, dr. ram ,,Zweig" dem 
Lat. entlehnt. Der „Ast" heißt im Drum. Mgl. rdmurä if., weichet 
sowohl auf ein Dimin. *bamüla, -am zurückgehen, als auch eine 
neue Singularbildung vom Plur. rdmurl (vgl. it. ramoT'Uto ■« rum. 
rämur'Os) sein kann. [ar. alumdk'e], 

1429. rämä^fpä sf. ^^Überbleibsel" ^^BEMArKJslciAi -am (yon 
BBMANEO, Verfassers: Lat. Tj u. Kjt, S. 318; ygJ. it. avanzaticeio^ 
rimas'uglio, sp. remasaja, a.-frz. ronas-ille „Überbleibsel"), [tr. 
ar(ä)mä8ätürä]. 

1430. rämin (rämiiül -mäsit (ban. -maS Jb. III, 242}, -mdi 
n (dial. III) yb. [ar. ar{ä)min, •maSü, "inaa II, rämän oei den 
Fars., mß], ränign, 'ma$, -mas III, ir. räniär{e8c)u, 'inaS^ •mos 1J\ 
„zurückbleiben, verweilen" ^bsmaneo, -ma[n]si, -ma[n]8üm, -£rx: it. 
rimanere^ eng. ruma/uxtr, pv. remaner, remanre, romanre, ip. pg. 
remanecer. — Das rum. Wort heißt in transit. Verwendung audi 
„eine Wette gewinnen" {tarn rämas = „ich habe die Wette von 
ihm gewonnen", eigtl. „ich habe ihn bei der Wette zurückgelassen'* 
vgl. cäcl lui parcä-i spunea inims, cä pe Roibule^ul Im na4 va 
räminea (= zurücklassen) nict un cal. C. Sandu: Säin&n. IQ, 743), 
davon rämds sm. „Wette". 

1431. rdmurä sf. vgl. ramS. 

1432. rdpäe (rdpäg) 1 vb. „schnellen" <*rapXco, •arx fvon 
*RAPlcus, -A, -UM statt RAPlDUs mit dem bekannten Suffixwechsel, 
vgl. Mussaiia: Beitrag 116; Schuchardt: Rom. Etyro. I, 39—40; 
Puscariu: Zeitschr. rom. Phil. XXVIII, 607; Subak: Literaturblatt 
XaIV, 246). Eine eingehende Besf^rechung dieses Verbums und 
Beispiele für seine verschiedenartigen Bedeutungen findet man in 
Conv. lit. XXXIX, 300-303. 

1433. {rdpctdne sm, „September" < baptxo, «Ohbm (eigtl. der 
Monat des „PHückens"). Das Wort ist aber, wie Form and Ge- 
schieht beweisen, gelehrter Bildung, vgl. Verfassers: Lat. Tji u. 

1434. räp^se {hräpesCj + rap Cod. Vor. 49, 3) IV vb. [ar. arak% 
ardpf aräk^escH, arik^escu IV, mgl. räpes IVJ „raffen, rauben, ge- 
waltsam ergreifen" ^bapio, *-ibb (ss -fiRs): it. rapire, eng. rapir, 
frz. ravir. 

1435. räpoad (-f- räpausd) I vb. [ar. rapäieadzä Cod. Dim. 
*7i7 tf^f stirbt", mgl. räpgs scheint von Papahagi gebildet zu sein, 
da das Wort in der 1. sg. begreiflicherweise nie gebraucht wird; 
das Prtz. lautet räpusdt] „sterben (nur von 31en8chen)" ^bbpauso, 
•ARB „ausruhen" : it. reposare^ obw. ruasiaTf frz. reposcff sp. reposcur^ 
pg. repousar. Der ursprüngliche Sinn ist noch in der postverbalen 
Ableitung rtpdoi im. „Ruhe, freie Zeit" erhalten, [vgl. ar« arupoM 
„Ruhe"]. 

1436. räpün {räpu,%ü\ "ptu^i, »püs lU vb. „besiegen, töten" 
<BBP0K0, -8ÜI, -slTüM, -NfiRB ([„hinter sich legen" daher: räpun un 
dupman „lege einen Feind hinter mir" «a „oesiege" — „töte"): it 
riporrtf pv. a.-frz. rtbimdre^ sp. r^ntr^ pg. repor. 



128 1437. rar — 1446. räspünd. 

1437. rdr, -ä adj. [ar. (»«(> Fars.] „selten" ^barus, -a, -um: 
«Ib. rai^ (nelleicht ballus), it. rado, rarOy eng. rer, frl. pv. rar, 
limous. heanesr. rale, »p. pg. raro^ ralo, [ar. P. nur areä]. 

1438. rär^se IV yb. pSeltea. spärlich machen, abnehmen" 
^BABfisco, ♦-IRE (= -fiscfiRB: sp. raltctr), [ar. aräescu], 

1439. rärAnchiü sm. (rdniwc/jj sm. pl. tant.) „Niere" <*re- 
hünc[ü]lU8, -um (von BEN): SIC. ranuggiUy romern. narorikal, u.-eng. 
ranuoty o.-eng. niruriktl^ obw, narnnk^l, — Mä dor räriuichii = 
,j'ai mal aux rcins". Y^l. rinichiü, rinS. rincaciü. 

1440. vAsdr (rasaiü) IV \h, [ar. ar(ä)8ar IV auch „auf- 
Bpringen". mgl. ^ „aufgenen (von d. Sonne), keimen" <*re-salio, 
•IBE (=a BESlLio): lt. risaliref ossol. aräai (= rum. träsäri) „sich 
erschrecken", sp, resaliTf pg. resair. — Soarele räsare = sp. el sol 
«ale. [Für „keimen" mffl. ctiaiis IV ^'b.] 

1441. rd^chiu I vb. „Garn haspeln" scheint identisch zu sein 
mit it. raschiare^ cerign. raifM „schaben", ene. rascler „harken", 
pv, rasclar „schaben, eggen" (> frz. räcUr) ^♦basclo, -are (aus 
*ba8-[i]c[ü]lo vgl. Meyer-Lübke: Kom. Gramm. II, 8 584 oder aus 
'^BASCLUM, dissimiliert aus bastbüm, vgl. Ascoli: Studj crit. II, 105). 
Davon abgeleitet ist räSchitor sm. [ar. aräfcRtor] „Garnhaspel". 
Letzteres wird im Mgl. mit dem bekannten Wechsel zwischen dem 
Prefix res» und des» zu discfitor (auch mutuviläy drum, auch vrdn- 
cinä). Vgl. Zeitschr. rom. Phil. XXVII, 746. Davon verschieden 
ist räsMr I, dialektisch für räsfir 1 vb. „lockern, zerstreuen", das 
ans ras + /fr « filum) besteht, und von diesem wieder ver- 
«chieden räfchir (räfchirez) 1 vb. „die Flügel ausbreiten (Cuv. d. 
b. I, 298), die Beine spreitzen (Sämän. III, 168)", welches auf kslav. 
raskriljati „extcndere** « raz- „auseinander" und krilo „Flügel") 
surückgeht, das mit Methathese ^rasklira und dann räpchira er- 
geben muCte. Diesem letzten Worte ist wahrscheinlich der Sinnes- 
übergang des rofchitor seiner windmühlartig ausgebmteten Flügel 
vegen zu ^'crdanken. 

1442. räsfAf' I vb. „verhätscheln" besteht aus verstärkendes 
re- und aus *8fat <*ex-pacio, -abe: vgl. it. sfacciato. Die Röte 
im Gesicht gilt als Ausdruck des Schamgefühls (vgl. ru^ine), so 
daß die Sprache zur Gleichheit „Gesicht" =s „Scham", bzw. „ohne 
(s=B ex) Gesicht (Facies)" = „schamlos" und daraus „frech" — „ver- 
hätschelt" gelangen konnte. „Schamlos" heißt im rum. auch direkt 
farä obraZf wie slav. hezobraznikü rum. obraznic) und ung. af" 
tätlan, [ar. diztlerdu], 

1443. rä^tnä sf. [ar. ruiuna W., aruSinä P.] ,,Harz" <besIna, 
•am: olb. rSini, it. cat. sp. resinaf pv. rezinüy frz. risine, 

1444. rä^inÖ8, ^oäsä adj. „harzig" ^besInOsus, -a, -um: it. 
tp. resinosOf pv. rozinos, frz. risineux, [ar. de antSina], 

1445. räspdl sm. „Abstand", besteht aus ras -j- *8paf <8PA- 
Tiux (nach rastimp „Zeitabschnitt", das man in ras -f- timp trennte) : 
it. spazzo „Fußboden", com. ipats „Klafter, Raum ausgestreckter 
Arme", sonst irelehrt. Als das Simplex ^spaf vergessen wurde, 
hat man das Wort an pas „Schritt" angelehnt« so daß ein räspdi 
im. anUtehen konnte. Zeitschr. rom. Phil. XXVIII, 685. 

1448. rä$pt%nd (•fur), •sinttfly ^un9 III vb, [ir. re8pund{e8c)] 



130 1455. r^pede — 1462. riDft. 

Etym. I, 20) Erklärung: rece = recb[k]s + ♦bicIdus (= rioIdus) 
und räcoare = rigor ist abzulebneD. 

1455. r^pede adv. [ir, rapedc] „schoell, reißend, abschüssigr** 
<*RAPlDis, -B (= RAPlDUS, -A, «UM: it. vatto, mail. ratta „Anhöhe**, 
"exnil. rata „dass.", arbed. rävia „Xa rapida del fiume'*, frz. radCy sp» 
raudOf vgl. alb. r^pjct^ „Ansteigen des Berges"). — Davon abge- 
leitet repeztnä ef. „Abbang" (E. Hodo^: Poezii pop. 170). — VgL 
rapSg. [ar. agotXa^ curundu^ ayü], 

1456. reped (räfeä) sf. „Netz"^*BETfiLLA, -am (Dimin. von 
BfiTiA: it. rezza^ sie. ritssa, und dieses Meutr. plur. von bete)» 
Tiktin: Zeitschr. rom. Phil. XI, 57. [nr. aläts]. 

1457. retöz {rätiz) I vb. „die Spitze abschneiden, abhauen"» 
Wahrscheinlich aus *re-c^dio, -are (von einem '^'re-cjedium zu 
CiEDo) mit derselben Dissimilation t§-dz y t-dz, wie in intefi 

Y ^intSetsi. 

1458. revära (ravärs) I vb. „übergießen" < re-vErso, -are : sp. 
reboaar „überfließen" (vgl. it. riversarCf frz. renveraer^ fp. revesar^ 
pg. revessar). Das Wort lehnt sich in seiner Bedeutung an den 
rom. Sinn von vfiRSO „gießen" an. Hierher gehört auch ar. aru^ 
virsu I vb. „Ausschlag bekommen" (vgl. daco-rum. vUrsat „Aus- 
8chlag"\ mit dem aus den ital. Vertretern dieses Wortes bekannten 
Wandel von re- zu ro-. [ar. versujmste „übergießen"]. 

1459. r\d (nz). vU6l, vis III vb. Tar. arldu, -w, 4s III, II, 
mgl, rgd. rg^, roB III, ir. ärd\iy tirs mi „lachen" (. rideo, -sr, -sum, 
-DfiRE (Probus, K. IV. 182, 37; VI, 293; Dens. fi. 1. r. 147): it. 
ridere^ eng. pg, riV, pv, frz. rire^ (sp. rtir\ — Zum refl. ma rid 
[ir. fi*a ars] vgl. einerseits frz. se rire „spotten", sp. se reir „lachen, 
acherzen", andererseits kslav. smijati sc. 

1460. rite d. [ar. arhie, rogl. rmiä] „Krätze" <aranea, -am 
in dieser Bedeutung ist es oei den Medizinern Thes. 1. 1. I, 395, 
12 und in C. gl. lat. III, 596, 10; 600, 23 belegt). Unter den rom. 

Entsprochungen gehört viell. pg. ranho „Rotz*' hierher, sonst aber 
kommen nur Formen vor, die auf *arOnea, -am (aus aranea nach 
Suf tix-ONEM ?) weisen: it. rogna^ a.-berg, rona „Scabies*', sard. L 
ricndro, camp, nmdza (vgl. ^leycr-Lübke: Zur Kenntnis des Alt- 
log. 59), eng. riioiia,^ pv. pg. ronha^ frz. rogne, — Die richtige 
Deutung des nun. \V'ortes hat 3Iever-Lübke: Zeitschr. rom. Phü.. 
Vni, 215 und Wiener Studien XXV, 9 gegeben. 

1461. rttn I vb. [ar. arim, mgl. rgm] „scharren, die Erde 
wühlen" <[rijio, -arb (gewöhnlich rimor): alb. r^mon „wühle, er- 
forsche", tp. pg. riniar „durchforschen". — Davon rimä si „Wurm", 
fimätor sm. „8chwein". 

1462. rinä ,,Seite (Flanke) des Körpers" nur noch in der Ver- 
bindung stau, ^ea, zac intr'o find „ich liege auf einer Seite ge- 
streckt", (im Gegensatz zu zac pe spate „liege auf dem Kücken" 
oder pe foaU „auf dem Bauch"), urspr. „liege auf den Lenden" 
^'^RSVA (kollektw Plural wie oenüc[u]la etc. von rbk, renem „Niere, 
Lende": it rtnt „Niere, Lende", sie. rint, a.-frz. n.-frz. rtin „Niere, 
Lende'S «Oii. rtiif, pg. rm). Zeitschr. rem. Phil XXVIU, 685-687. 



j 



1468. rineütt — 1472. xog. ]31 

1463. rtncdciü adj. „eiDhodig, halbkastriert (toh PferdeDl 
geil", nach Cihac II, 187 auch räiuiäu im., naeh Dame s. y. aoea 
rincaf am., alles Ableitungen eines ausgestorbenen *iii»c^*Bi2ilbDi^ 
-A, -UM (von ren): sp. rengo „kreuzlahm". Die Konfusion swiseheB 
„Niere" und ,,Hode^ tritt auch im frz. rognon$ de coq mm testi- 
cules de coq" zutage; in Charmoille, Doubs ist roj^noii ^ „Hode''. 
Verfassers : Lat. 1^ u. Kj[, S. 147. Aus dem Rom. stammt klna. 
rynga^. 

1464. rinced, ^ä adj. .,ranzi{r'' <]iaivcIoü8, -a, -vm: it. msicM, 
sie. rantSitUf neap. grantSeto^ cmiL rans, lomb. rani^ f^^^ nrd. 
rankidiif frl. ranzid, sp. rancio, pg. raitfo. 

1465. rtndunieä {rinduricä, finduned, findwreä) sf. „Schwalbe" 
^*harCndCla, -am (Diminut. vonHABONDO Archiv lat. Lex. X, 266: 
it. rondinc, a.-berg. ven. rondenaj sard. 1. rundme^ e. rundilif a.«fn 
aronde^ statt iiiründo) ) *{a)runduräf [olympo-wal. aränduräf v* 
mit DisFimilation aÜndurä P., Idndurä V/.X woraus das Dimioi^ 
rtnduricä, tindureä [oIyropo-\iraL aränduricä] und dieses mit Dissimi- 
lation der zwei r oder Assimilation nach dem ersten n: tiiulim-^ 
-fd. Letzteres kann nicht, wie dies bei Cihac I, 231 und Dens. iL 
1. r. 160 {reschieht, direkt auf ^mauNDlMfiLLA, -am (it rondimBt^ 
arpino r^nd^n^lla^ triest rondinela) zurückgefülirjt werden. Weigsnd: 
Xrit. Johresber. VI, I, 152 hat gezeigt, daO die r-Form auch in 
jenen Gebieten vorkommt« die den Khotazismus nicht kennen, lo 
daß sie auf Z, nicht auf n beruht '^habOkdOla liegt aoch nord* 
sard. ründula, pv. randola zugrunde, [mgl. lästoviteäu' 

1466. rtntchiü sm. [ar. amtcru, afSstu bei den JFariLI „Niere" 
^ *RENlc[0xu8, -UM f = BEKlcuLUs : LiCspry-R. Bagn^res^e-Bylr arndk). 
Meist im Plural gebraucht, [ir. Umar], 

1467. rlpä sf. „abschüssiger Ort, Abhang, Schluclit'' \iut.ari$i 
„Abhang", mgl. rgpti „Abhang, Stein", ir. ärpä „Fels, Stein, Feto* 
abhang"] ^ripa, -am: alb. rip{c) „Bergabhang , it. lomb. eng. rioo, 
sie. ripa, Irz. rive, pv. sp. pg. riba. — Aus dem Rum. stammt 
klruss. rypa „steiler Abhang". 

1468. rts sm. [ar. aris] „Lachen" ^Rlsus, -um: it. sp. pg.ftMi 
eng, pv. fi-z. ris. 

1469. rtü sm. [ar. ariii, mgl. rpic] „Fluß" <ri[v]cs, -cm: itip. 
pg. riOy pv. a.-frz. nie. 

1470. rodtä sf. [mgl. ^] „Rad" <röta, -am: alb. fot^, it. m. 
rota, lomb. pv. pg. roda, frl. a.-frz. rucde, eng. rouda, n.-frz. roiu^ 
sp. rueda. — Aus roatä -|- kslav. kolo „Rad" entstand roiocolf 
rotogöl sm. adv. „Kreis; ringsum". 

1471. rod {roz\ tobH, roa III vb. [ar. arodf -oi, -o« II, IH 
mgl. rod, roi, ro8 III; ir. rodfi ist eher ven. roder Jb. VI, 329| 
„nagen" <aODO, -sl» -sum, -DfiRB: it. rodere, eng. rojer^ pv. roire. 

. rozer^ a.-frz. roure, sp. pg. roer. — Äata mä roadt =s it. quato mi 
rodt ,.dies plagt mich". 

i472. rag I vb. [ar. «x/, nur in Volksliedern, sonst aru§c 
„tocmeso la stäpin", mgl. ir. ^ „bitten" <Röao, -arx: it. rogarty 
eng. reger „verschreiben", a.-fhB. rowoer^ pv. sp. pg. rogar. — Davon 

. r^d s£. „Gebet" vgl. eng. rö/i a.-fi«. m«, sp. rutgo^ pg. rogo (v•^ 



132 1473. roib — 1480. rugämiot. 

schieden von ar. fugä sf. ,,Lohn'' ^ kslav. ruga, big. russ. riigüy 
n.-gr. ^o/«, alb. rogf, m.-lat. roga ,,Lohn, Sold"). — Als Refl. be- 
deutet mä rog [ar. mgl. mi rog] ,,bitte" und ,,bete", wohl nach 
kslav. moliti 8^, 

1473. röib, röaibä adj. [ar. aroihu] ^^braanrot fvon Pferden)" 
< RÜBBUS, -▲, -UM : it. robbio, piem. robi ,,rubizzo", sie. riid^a^ 
canav. i^ja „gialla", sard. 1. ruiu, c. arrubiu „rot", pv. rodie^ 
frz. rougCy sp. rubbio^ pg. ruivo, — Daß das Wort auch im Ir. 
vorhanden gewesen sein muß, ersieht man aus ir. rojß ,,rot", welches 
auf einer Kontamination zwischen roS und roib beruht. 

1474. romin, -d (fem. auch romincä) sb. [ar. amiin^ ariiminf 
ir. rumörl, ^Rumäne" <romanüs, a, *um: alb. r^mcr „Wlacho, Hirt, 
Bauer". JDio lautkorrekto Form rumin bewahrt die VolUsupracho, 
die o-Form ist eine Latinisierung. In alter Zeit, und honte noch 
(Sftmiln. in, 278), bodouteto das Wort „Diener, Sklave, J3auor" 
(vgl. Ciiv. d. b. I, 209). 

1476. ro9, -Ä (rof{i)Uf »ie) adj. [ar. arof, mgl. roSi^ ir. ro/^, 
vgl. roib] „rot" < bCskus, -a, -um „rosonfarbig" : abruzz. rgS^, A us 
dem Rum. stammt klruss. roia „rotbraune Ziege", ung. rös „rot", 
rof^a „rötlich". 

1476. ro8t sm. [mgl. '^] „Mund, Maul" <rOstrum: it. cai sp. 
rostrOf pg. rosto, — Fe de rost adv. „auswendig" (eigtl. „mit dem 
Munde"). Abgeleitet: rostisc IV vb. „aussprechen". Daneben hat 
das Wort noch andere Bedeutungen: n*are nid un rost „es hat 
keinen Sinn, keinen Ausdruck" ist wohl ursprünglich „es hat keinen 
Gesichtsausdruck", wo r08i = fafä (vgl. sp. rosto ,. Angesicht"). Als 
Teil des Webstuhles („angle forme par les fils de ia chaine et dans 
lequel on lance la navette^M scheint rost [ar. arost .^deschizatura 
dintre ^esäturä pinä la spata"] an die Bedeutung „Scnnabel" anzu- 
knüpfen. Dagegen ist rgst = „Rast" deutschen Ursprungs (Jb. 

1477. röuä sf. [ar. aroauä^ aräo^ mgl. rauä] „Tau" <rös, 
bOrem. Am besten erklärt man rouä aus dem Nominativ ros > *r6f 
welches zu roauä, rouä wie zi «dies) zu ziuä geworden ist, vgl. 
W. Meyer: Lat. Neutrum. 56, wo die früheren Deutungen mit 
Recht zurückgewiesen werden. Candrea-Hecht: Les elem. lat. 75 
will rouä auf ein lat. *bOlla, -am zurückführen^ welches formell 
vorzüglich paßt, jedoch in dieser Gestalt kaum existiert hat. Wenn 
man auch an einem Diminutivum von ros keinen Anstoß nehmen 
will, begreift man doch nicht recht, in welcher lateinischen Periode 
ein *B0BÜLA hätte gebildet werden müssen, um die Kontraktion 
*bOIiLA zu ergeben« — Ir. rose und mgl. rosa „Tau" haben mit 
Bos nichts SU tun, sondern sina dem Slavischen entlehnt. 

147a raur^z {ruorez Dosoft. Viata sf. »•/„ •*»'/u) I vb. 
yytriefen" <bOro, •abb (mit Anlehnung an rouä): it. rorare. [ar. da 
aroauä], 

^ 1479. ru^ädüne sf. [mgl. rugätSunt] „Gebet'' < rooatio, -Onsm : 
pv. roazOf a.-frz. rouvakon. [ar. ndRuäUfune^ prusefkie]. 

1480. rugämint tm. (rugäminte tf. ursprüngl plur.) [mgl. 
rugämint] „Bitte'' <BOOAXBirTUM. 



1481. nigiso - 1489. rÄtl 133 

1481. rug^Bc IV vb. (Dof. Viafa tf. Bl^J^ „brfiUen (m 
L5wen)'' [ar. aruleseu „wiehern"] <bOoio, -Xbb: it. rtiggire^ pv. ip. 
pg. »^^iV, a.-frz. mir. 

1482. ruainä sf. [ar. artii22:{mr „VerweiuDg^ tfioiV* K^^xaUh 
olKA, -AM (statt jbrCoo, •Xhsst : it. rv^ine, alatri, a.-yen. rtfd22ine^ 
gombit. rudizena^ aillano rudii^na^ a.-berap. nure», «.-lomb. m^ 
piem. rüzn^ blco. rüdipi, u.-eng. ruina, vgl. ap. orln). [mgl. rdyAidl 

1483. riimei; I vb. [ar. aroamigf mgl. mmig] ^wiäerkaaen^ 
<ROMlao, •AHB: vorsilia romieare, malL rumetia, aard. 1. morigartf 
c. murtz/ai, romt^ai, (eng. armaltcr\ pv. romtar, a.«lrs. mn^ter, cit 
Bp. pg. rumiar. Daneben soll ein mir unbckanntea rügum I thi 
vorkoinrncn, wolchca vielleicht durch 3Iotathei»o aus dem frfihcreo 
SU erklären ist und xii it. rnfßumar€f romjrn. armuffhPf Ict'eo reümmUi 
lic. ruffumiare xu stellen i*it. Aus dem Jtuni. stammt klruss. ikim* 
gatj/f iieiieii rurnfnicmfi/. Aus lutxtorem wollte Candroa : Noua nf* 
rom. I, 405 auf ein rum. *räi»en 1 vb. <'^kuiiXko, 'ARM (ital. Dialekt* 
formen Arch. ßflott. itol. 11, 7) ichlicOen. 

1484. I ar. rup am. „Abgnind, abschüssiger Ort'* ^BOPxa, «Bl 
„Fels" (vgl, RüPiNA „Fulscnklult"). Vgl. surp. 

1485. II 9*tfi> (-1- rump), rupsil (rupS Jb. III, 242), rupt HL 
vb. [ar. arup, -üpSu, -üptu III, IL mgl. rup, rtf/ä', rupt III, ir. 
rt«;pu, rtfp^ III] „reillen, pflücken" ^büupo, bufi, büptu3i, Büaip£Bi: 
it. rompere^ sard. rupere^ eng. rumpcr, pv. frz. roni^re, wp. ])g. 
romper, — Die m-lo.«« Form im Präsens und Inf. erklärt aich im 
Knm. und Sard. als Übertragung ans dem Perl od. Parts. (Meye^ 
Lübke : Hom. Gramm. II, § 154). — In mptul capiilui „um jeden 
Preis" (eigtl. .^selbst wenn man sich dabei den Kopf bricht") s» it 
a roita di collo, 

1486. ruptürä sf. [ar. arupturä] „Brach, Riß" < buptCba, -aä: 
it. rottura, a.-berg. ro^tcra „fractura", frz. roiure, sp. pg. rotura 
[mgl. ruptäturä]. 

1487. rus, -Ä odj. „rot-blond (von der Kuh, Cihac II, 321)" 
[ar. arusü, mgl. '^ „blond"] < rüssus, -a, -um : it. rosso^ sie rti«u, 
pv. cat. ro8, frz. roux, sp. rojo^ pg. roxo. Das Wort ist auch im 
81av.: kslav. rusü (> alb. rus) „blond", big. srb. nis und im Ngr. 
fovaaoe {^ovaaa „weiße Ziege**) vorhanden. 

1488. Ynif £ne sf. [ar. ar(t«)^me, mgl. ruionij ir. nmre] „Scham" 
ist substantiviertes Adjekt. von '^'rosikus, -a, -üx (von rosa^ vgl 
HBBBA ROsiNA bci Forcellini). In sä^fl fie ruf ine obrazulm „da 
magst dich schämen" (eigtl. „dir mag die Röte vor Scham ins Ge- 
sicht kommen") erkennt man noch den urspr. Sinn von „Rote^ 
der aich auch in der Ablcitnng: ar. aruSunedz I vb. „schämon'* 
und „erröten (Dan. 85)" erhalten hat (drum, tnä rufinez 1 vb.. m^l 
mi anruSgn 1 vb. „schäme mich"). (Vgl. ruhor es verecundia in 
den Reichenauer Glossen, vgl. räsfät.) Vgl. Zeitsehr. rom. Phil 
XXVII, 743. 

1489. r^itä sf. „Raute" <rCta, -am: it. rutoOalb. rut^\ ven. 
rua^ piem. pT*.8p. Pg. rtida, monf. ridda^ maih rüga^ frl. a^-fn. rude^ 
in, rue. Mir ist das Wort unbekannt. 



134 1490. 9* — 1502. Salt. 



1490. 9a (^auä) sf. [ar. mgl. ^ao, ^auä] ,,Sattel" <seLLA, -am: 
alb. ialfj it. eng. pv. cat. pg. sella, sard. aeada, frz. selle^ bearn. 
serCf sp. ailla, — Die Hehrzahl ist ^ele, neben pale in der Be- 
deutung pLenden'' (auch alb.> SäHi); daneben kommt ein neuer 
Plur. fiel (Noua rev. rom. I, 31) vor. 

1491. 8ä (4- se) conj. [ar. sä^ «i, 8j mgl. sä, «i, 8, sa^ ir. se 
,,wenn"J 1. „daß", 2. +» dial ,/5venn** ^sb (für si, vgl. Kydberg: 
Zur Geschichte des franz. a, II. 224 ff.): alb. it. a.-frz. pg. pv. se. 

1492. sae sm. [ar. ^^^ in Monastir auch „Jacke mit Pelz be- 
setzt", mgl. 'v>, ir. sgc] „Sack" < Saccus, -um: it. saccOj eng. 8ak\ 
pv. frz. 8aCf sp. pg. aaco (vgl. kslav. russ. 8aküf srb. slov. big. klruss. 
cech. pol. 8akf ung. zsdk): 

1493. 8äcdrä (aecarä) sf. [ar. mgl. »tcara, ir. 8ecgre] „Roggen" 
^secale: ven. triest aegdla^ mant. sgälüy romgn. 8ghela^ frl. siale^ 
Icent. sidra. Die übrigen rom. Formen sprechen lür secale (vgl. 
3Ieyer-Lübke: Einführung § 81): alb. Oek^fj it. aigale^ sie. sekala^ 
boign. sei^^, bcrg. aighel^ comask. aegar, eng. 8ejelf pv. seguelf a.-frz. 
8oi{g)le, n.-frz. »ei^Z«, cat. aegol. 

1494. «aci?re (»«cwr«) sf. [ar. 8ecure W., mgl. «icuri» ir. seciirfj 
„Beil" <SECüRis, -im: it. fi(«)ct(r«, a.-berg. sp. aegur, sard. segxin, 
pg. 8eaura. [ar. P. nur ^upor, föi>or, ^stcpafdl. 

1495. sägedtä sf. [ar. ««/cfceafÄ] „Pfeil" <sagItta, -am: alb. 
iegetff it. 8aetta. sie. sayita, berg. mta, a.-eng. seik'ta „Blitz", pv. 
sajifa, a.-frz. aaette, sp. soeto, pg. saifa. — Ar. 8rir(y)ifa stammt aus 
n.-|arr. antra; ein von G. Meyer (Alb. Wörtb. 403) angeführtes ar. 
Bugiatä ist verdächtig. 

1496. säget^z I vb. [ar. aädzitedz] „mit Pfeilen schießen" 
^SAOlTTO, -ARE: lt. 8aettare, a.ven. «tfar, icent. aitttf obw. sittar, 

1497. sälbätec, ^ä (•dtic) adj. [mgl.. aälbatic in Nänta, 
tonst div] „wild" <8ALVATlcus, -a, -um (Dens. H. l. r. 91, mit Assi- 
milation aus siLVATicus) : it. salvaticOj bolg. salvadg, a.-mod. aalvadg, 
a.-ferr. salvaiao^ t.-gen. sarvaighe, romg. salbedg^ triest. salvadcgo^ 
tillano salvaadijCt alfttri salvatikff pv. salvatdie, frz. sauvage, [ar. 
^K^^*^» a;Tu]. 

1498. ntll&fe sf. „Salbei" <8alvia, -am: (alb. iTa^f), it. sa/^ia, 
•ie. sarvia, berg. a.-ven. «al^ia, eng. salvya^ n.-pv. saudiOj frz. «au^e, 
ip. salvia, 

1499. «dfcA sf.| «dtoe (daraus sdZrie) sf. [ar. 8a2^«e, mgl. salcä] 
„Weide", ersteres aus saldc, '^'salcbm (=3 salIcbm: ven. sälese, lomb. 
iäres): it. salcio, pv. sautz, a.-frz. sp. sauir, frz. saxix; — letzteres 
aus i'sA^lJcA, -am: Celle di S. Vito satSf, sp. sarga, vgl. alb. ^ef^. 
— Abtreleitet sälciü, «ie adj. „fad" (wie der Geschmack der Weide). 

1500. »dlce sf. s. saloä. * 

1601. BäMSt sm. „Weidenpflanzung" ^*8AL[l1cfiTUM: it,8älceto, 
campob. Salaitf^ pv. satizeda, frz. satissate, sp. aatceda, 

1602. i Bau I vb. „hüpfen" ^salto, -arb: it. saltaref sie. 
jatorti sard. c taltat, pr, taiiror, in. taufer, sp. pg, saltar. 



136 1517. aar — 1525. sktldi. 

<SAU0, -Irb: it. Satire, eng. saUr, pv. sp. salir, frz. saillir^ pg. 
adhir, — Sät% -Ä a^j. „verrückt". 

1517. n Bar {särez) I vb. [ar, ansar, mgl. '^, ir. Prtz. sargt 
,,gesalzen"] „salzen" ^salo, -abe: it. Saläre^ pv. Bp. pg. salar^ 
Irz. saler, 

1518. »arä (searä) sf. [ar. »«arcS, mgl. «frö, ir. «^rf] „Abend" 
^8SRA, »AH (Dens. H. 1. r. für sfiRUS, -um: a.-sard. 86ro, pv. «er, frz. 
sair): it. sera^ sie. «tra, eng. satVa. 

1519. ar. idrä st „Sage P.", „Gebirgskette W." [ragl. '^ 
„Spitzen"} ^ sfiRRA, -am „Säge": alb. Äaff „Säge", it. cat. pg. serra^ 
cors. sera „monte", frl. siare „sega", n.-pv. serro, sp. sicrra „Berg- 
kette". Der Sinnesübergang zu „Gebirgskette" (die sich aus der 
Feme Nvie eine „Säge" ansiebt) muß alt sein, da ihn das Ruiu.. 
Cors. und Span, teilen, dagegen ist der Vergleich der „Spitzen" 
mit einer „bäge" deui i^Iegl. eigentümlich. Ableitungen: mgl. 
färgs vb. »sticke", iäräturä sf. „Stickerei" und „Gebirgskette" (ar. 
äaläturä, siläturä). 

1520. ^ärbä sf. s. 9er b. 




Schuchardt: Rom. Et. 1, 45. — Ha^deu's (Cuv. d. b. I, 161) und 
Candrea-Hecht*s (Les Slem. lat. 38) subalbIdus, -a, -um hätte '^'suaU 
häd ergeben. Möglich wäre auch ein ♦salvIdus, -a, -um (von salvia). 
I022. särb^z {8erb6z) 1 vb. „feiern" < sfiRVO, -abe: it. scrbare, 
rorogn. scrbe, pv. a.-sp. a.-cat. servar. Der Sinnesübergang erklärt 
•ich zunächst aus der Bedeutung „beobachten" in legem ser- 
vare „das Gesetz beobachten", ebenso „einen Feiertag beobachten" 
— ,jf eiern". — Abgeleitet: särbätodre tf. [ar. -v^, mgl. sirbätoare] 
«Feiertag", [ar. tsin särbätoare „feiere", fac beart „feiere den 
Namens- od. Geburtstag"!. 

1523. sAreinii sf. [ar. sarUina^ ir. sgrUire] „Last, ßürde^ 
Gepäck" <8ABclNA. -am: it. sarcvui^ neop. sarUina „fastcUetto di 
legna minute". — wie schon im Lat. bedeutet sarcinä auch „Leibes- 
bürde", daher innärdnlz I vb. „schwängern". Beachtenswert ist 
ein Adj. saltiin^ -d „schwanger" im Olvmpo-wal. (Weigand; 
Olympo-Wal. 113.) 

1524. sdre sf. [ar. '^, mgl. sari^ ir. 8grt\ „Salz" <8alb (für 
BAL, W. Meyer: Lat. Neutr. 99): it. sale, eng. frz. sei, pv. sp. 
pg. saL Das Wort ist weiblich auüer im Rum. noch „im Sp. Cat. 
Pv. und nördlich in der Saintonge, östlich in der Dauphine und 
der franz. Schweiz, dann wieder in ganz Norditalien, aber nicht 
mehr in Parma" (Meyer-Lübke : Rom. Gramm. II, § 377), sonst 
männlich. Abgeleitet: presdr I vb. „bestreuen" (urspr. nur mit 
Salz« jetzt auch prasar cu fainäj cu zahär), särätürä sf. in der 
Moldau „Kot, Schmatz" (danach der Name eines Stadtviertels in 
Jatsy). 

1525. Bdrleä sl [ar. <^] „zottiger Baucrnmantel" < sabIca, -ax 
(Dem. H. ]. r. 74, 158 » sbbXca): alb. iark^, pv. serga, sargua, 
a.-irz. Berge, sarge, cat. earja, sp. pg. earga (anch ksl. sraka, n.-gr. 
oiä^Ma etc.; nng. BzdrlAa stammt aoa dem Rom.), [mgl. sucardi]. 



1526. 8äri&e — 1534. s&Q. 137 

1526. ar. säritie sf. [mgl. säriM plur. tant.] ,,Sal2p1ataB für du 
Yieh" {*SALlNSAy -am (zu salInus). 

1527. ^drpe sni. [ar. '^ sm. und cf., nipfl. ^arpt, ir. i^rpei 
,,ScLlaDge*' < 8£rpis, -em (Arch. lat. Lex. V, 466, vgl. serp-üla, s==*^ 
8BRFBNS, -Cntem: it. pg. scrpentc, frz. serpent^ rp. «erpien^e. vgV«, > 
^erpin^a): it. pg. serpe^ eng. pv. cat. sey^, sp. »ierpe, Imi^imix^« I 
^erpurH sro., ^erpiilitä sf. f<teckt lat. sErpOla, -am. ^ 

1528. «Änlt 1 vb. [mf>l. '>w] „küssen" <salüto, -arb: it. aalt 
tare, pv. cat. sp. saludar^ frz. sahterj p^. itauJar, überall, wie ii- 
Lat., „grüßen". In den Zeitschr. rom. rliil. XIX, 17 besprochene- 
alt-span. Glossen, findet sich ad osculum = a saliitare 19, »d\ 
tatione 120. [ar. oaS\. 

1529. ^dse num. [ar. 'v. '"gl. ^a«i, ir. <p««] „sechs" ^'*'8£s» 
(aus *sess = sex: it. sei, mail. en?. «e», frl. sis, frz. 8ix, pv. sp. pi 
8Ct8, nach cinque, septe(m), vgl. Tiktin: Zeitschr, rom. Fhil. XJ 
456--457). Die Annahme iiensusianu's (H. l. r. 297), daß alb. ^ol 
zur Bildung von *sess£ vorbildlich gewesen sei, ist unwahrscneii»'* 
lieh und überflüssig. Auch das A.-gcn. kennt ein nach sfiPTEM un»' 
gebildetes seSe „col quole valore vive tnttora in varieta licruri, pe9« 
a Sassello. Occorre anche altrove 49, 253 e spccialmcnte 310, dova 
id legge: noranta e sexe = novantasci". Parodi: Alcune Osseiv. 
24. Der Einfluß von ^apte ist auch in ir. SoHkle^ Ive 3 „der 
sechste" nach soptele „der siebente" ersichtlich. — Ebenso darf 
man in ^aitqyrezece ,^6", paizeci [ar. Saidzäta] „60", auch ßaisute 
^,600" Cuv. d. b. I, 304, nicht ein pai — <^ sex erl)licken (dies hätte 
ja *fe{i) ergeben), wie dies so oft, und neuerdings wieder von 
G. Pascu (Archiva, XV, 447) behauptet wird, sondern es ist wie 
paisprezece „14" < patruhprezccc nach Analogie von doisprezece, 
treiüprezece, cinctsprezece entstanden. Vgl. auch ir. nopt „ä** ^ opt 

1580. saf sm. „Süttigkoii" <8atium: nord.-sard. satasu^ sonst 
gelehrt. — Davon: ntsäf sm. „Uncrsättliclikoit". [ar. sat], 

1531. sätiU, "ä adj. [ar. '>^, mgl. sättVy ir. satu] „satt" <8A- 
TÜLLUS, A, -üM (Archiv, lat. Lex. V, 36): it. aaiollo, Jomb. savol, 
nagolf eng. saduol, pv. sadol, frz. sodl „betrunken". — AbgeL dtstvX^ 
-Ä, adj. adv. „hinreichend, genügend" = Je -{- aatuL 

1532. sdtur. I vb. [ar. mgl. '^, ir. sotuA „sättigen" <8At0ro, 
-ARE! posch. sadräf sonst gelehrt. Davon mgl. näsätur I vb. „gut 
sättigen". 

1533. 8aii conj. „oder". Etymologie unbekannt. Kann formell 
weder aus sivs (Cihac I, 243) noch aus sEu (3leyer-Lübke : Kom. 
Gramm. III, § 213, wo fälschlich das Wort als ami aufgenommen ist) 
hergeleitet werden. 31öglich ist seü + aut. [ar. i, «ca, aX . , . ai, ort], 

1534. I säikf fem. sa pron. J[ar. -su, -aa, mgl. aeu, sa, ir. seu, 
ae] „sein, seine" <*sou8 dissimiliert aus sucs (vgl. Meyer-Lübke: 
Eintührung § 100), s[u]a (Dens. H. 1. r. 145). Ob die satzunbetonte 
Form drum. ar. mgl. -su in frate-au „sein Bruder" etc. auf suus 
oder *80US beruht, ist unentscheidbar. Die Mehrzahl aäi beruht 
auf 8UI« vgl. Zeitschr. rom. Phil. XXVIII, 688, das fem. aele iat 
analog, nach ^a-pele etc. It. auo, aua (dial. aa\ eng. aieu^ aia, pv. 
iieu, aon, 8{d)a, Irz. «on, sa, sp. auyo, au^ sa, pg. aeuy aua. 



138 1^&* M^fl — 1544. BC&rmäQ. 

1536. Bau Bin. [ar. mgU scUf ir. «eioj ,,Ta1j3:" <8eBUM: it «e&o, 
«e^o, lecce siUf sie. 8ii7i(, borg, se, frl. 8«/; (fero.nacb jp/^/), sard. pv. 
gaae. cat. 8«ti, frz. auify sp. pgf. «e&o. 



•&-. Die mit «&- anlauteDcleii Wörter suche man unter zb-. 



1536. 8cad, "Züi, "Zikt II vb. „abnehmen" [ar. '^ „verkleinern, 
arm werden", refl. „fallen machen'* Cod. Dim. *% vgl. mgl. iscäzüt, 
^ä adj. „schwach"] <excado, *-£re, (= -£rb Dens. H. 1. r. 169): 
iL scadere^ pv. escazer, frz. echoir. 

1537. scald 1 vb. „baden" [ar. {ajscaldu „schwimmen" W., 
^ mgl. 'v>, ir. scgd „schwimme"] <excaldo, -are „warm baden": it. 

scaldare „wärmen", eng. 8k*alder „erwärmen", pv. escaudar „wärmen", 
frz, Ichandtr „verbrühen", sp. pjr. escaldar -j.abbrühen". 

1538. scillhnb^z {scälämhaiiz) I vb. „krümmen". Es srehört 
mit borg. (in)s(jalamb^)% mant. sgalemh^ ferr. mir. romp^n. BgalemhaVf 
tir. »galemoro, frl. sgalembri^ scaUmbri, ven. a sgalembrOj sie. sca' 
lembru „storto, obiiquo" (Lork: Altberg. Sprachdcnkm. 174) za 
einem *8CAlambus, -a, -um oder *scalkmbus, -a, -um, eine 
Kontamination aus griech. axalr;y6i „hinkend, uneben, ungleich, 
•chicf, krumm" 4- strambüs „krumm". Für griechischen Ur- 
sprung spricht die Bewahrung des -1« zwischen Vokalen im 
linm., als ob da ein lat. -/^ stünde, vgl. Meyer-Lübke: Ein- 
führung, § 128. Im Rum. gehören nocü fol^^ende Wörter hierher: 
BCf'iUmbf -df adj. ..schief, krumm", scälambäiälä sf. scälämbätürä sf. 
„Grimasse", scälämbäidt^ -d adj. j,verzogen". Das Reflex mä 
scaltmbidiVz heißt „Gesichter schneiden", wie mä strimb. Gonv. 
lit. XXXIX, 306 ff. 

1539. 8cam 1 vb. „abfasern" < sqüamo, -are : it. aqtiamaref sp. 
pg. escamar. 

1540. acAniä sf. [ar. ^ „Faser" <8Qüama, -am: it. sqtiamaj 
bellnn. sgania^ pv. sp. pg. escama. 

1541. Bcämöa, ^oAsä adj. „faserig" ^ squamosus -a, -um : it. 
squamoso, sp. pg. escamos. 

1542. 8cap I vb. [ar. (a)$cap, mgl. '^] „entkommen" <*ex- 
CAPFO, -ARE (von CAPPA, eigtl. „aus dem Mantel, der einen zurück- 
hält, entkommen"): it. acappare, eng. sWapptr „genesen, heilen" 
(eigtl. „aus der £jrankheit heil hervorgehen", ebenso rum. scap .«ge- 
nesen, heilen"), pv. sp...pg. escapar, frz. icJiapper. Aus dem Rum. 
stsonmt rut. skapaty. Über 8cdpät vb. I vgl. capät. 

1543. scärä sf. [ar. mgl. ^ „Leiter, Stiege" <scala, -am: 
alb. ikafCi ikefCf it. scala, frl. ak'aUj eng. ^-VZa, pv. cat. sp. pg. 
esra/a, frz. 6ch€lle^ wall, noel. Aus dem Rum. stammt alb. ma«.- 
bulg. akarc t,RoMt", dagegen dringt alb. Skeif ins Serb. Big. ikeUif 




junge Entlehnung aus dem ItaL 

1644. »eärmän I vb. [ar. searminf mgl. raaoarmin^ ^^^tbc^^^^^X 
<[*iz]-carmXno, -am „Htnl breclitii'': VV wrmvRÄT* VjkfÄtw.'v^vw^ 



1545. 8C&rpin — 1558. scint^ile. 139 

YCD. sgarnMar < * excarminiarb), a.-orv. carminart ,yiiclineioa'\ 
'p^vm, $karm\i\ar ,,pcttiuaro la lana", romffD. 8(/raNft«f ^^entwickeln'^ 
a.-gen. karminare^ tir. ska)^nenar^ pv. carmenar^ sp. {t8)carmenar^ 
pg. carmear, 

1545. scd-i^An I vb. [ar. scark^in] ,,kr&tzen (am das Jacken 
2U stillen)" < scarpIno, -arb (Archiv lat. Lex. I, 287 — 288): mail. 
skarpinar^ eofr. sk^arpiner „zupfen", vgl. piem. skarpmta, gen. skar^ 
pentar, eng. sWarpiUr „zausen", sp. cscarpelarse „sich raufen". 

1546. scdun (scamn Hodo^ : Cint. bän. 49, scand Conv. lit. XX. 
1017, 8caund Jb. IV, 261) sm. [ar. scamnii, mgl. scand, ir. scgm 
jy/Tisch"] „Stuhl, Thron" <. scamnüm : alb. Skfmp „Sitz, Thron, 
Felsen'*, it. «canTto, lomb. «/;«/*, von. skano^ skaiU) (> ir. ik^A), valm. 
ik^eiüy pv. cscann, a.-frz. eschamme „Bank", ^vall. Tiam, sp. escaflo, 

1547. ^cJiiaü sm. far. «fefaie „Slave"J <*sclavü8, -um (= slaws 
mit sl ^8cl — ): alb. ^'a, „Bulgare; schismalischcr Grieche". Aach 
it. schiavOf frz. esclave, sp. csclavo^ pg. rscravo „Sklave". (Viele 
Slaven wurden im X. Jahrhundert von Otto d. Gr. als Sklaven aus 
seinen Feldzügen mitgebracht.) Die westromanischen Wörter sind 
von den ostromanischen chronologisch zu trennen. Auffallend ist, 
daß ar. ^cüaü auch die Bedeutung „Diener" (Ar. Ü, 64) besitzt [P. 
unbekannt]. 

1548. schimh I vb. [mgl. sk*imh] „wechseln, tauschen, Undera*' 
<*EX-CAMiJio, -ARB: alb. Wicmhe/if ii, scamhiarCy eng, sWamdler^ pv. 
eBcandzaVf frz. echanger. (sp. x)g. nur camhiar), — Dazu das Post- 
verbale achinih sm. .,Tausch, frische V/iische" (vgl. it. tnutande 
„Unterhosen" = rum. izme7ie <slav. izmcna „Tausch"), wie it. 
scamhio. frz. ichange, — Die mannigfaltigen Bednutungen des rum. 
schimb liat auch alb. ndroj^ vgl. Conv. lit. XXXIX, 58. [ar. aspargu 
„wechsle (Geld)", aläHe8Cti\, 

1549. ^chtodpät 1 vb. „hinken" < * ex-cloppIto, -arb.. (Ein 
Sufßx-lTTABB, wie es a.-frz. clopeter verlangt, ist im Rum. nicht 
nachweisbar), [ar. Sctoapic^ mgl. crives IV, „hinken, krumm gehen" 
K^criv „krumm^*]. 




Archiv lat. Lex. XII, 82. Vielleicht ist stloppcs: „genus vasis 
rotundum os habens" C. gl. V, 624, 12 als uvspr. „Becher, das auf 
ein Bein steht" zu deuten. A.-frz. dop, n.-frz. clopin^clopant adv. 
„en trainant le pied" < a.-frz. clopin „boiteux", vgl. clopiner „U^ainer 
ie pied", und a.-frz. cloper; frz. 6cloper ,^rendro boiteux"): alb. fl^ep 
„hinkend". — ^chioäpä sf. „Mall zwischen dem ausgestreckten 
JL)aumen u. Zeigefinger". 

1551. I 9chiop I vb. „hinken, lahm machen*' < *£X-cloppo, -arb 
(von vorigen, '^clofparb ergibt frl. klopa^ a.-frz. cloper): alb, ike2H>f^ 
„mache lahm", [ar. Sctoapic], 

1552. Bcindurä sf. [ar. ^^. m^l. acgndurä] „Brett" < scaudOla, 
•am: it. scandola, (eng. sbandeUa), frz. hhandole. 

1658, sctntöie sf. [ar. 8duteare\ „Eunke" kann lautlich nicht 
«o/ BCDvrtujL, -AM : neap. ^entella, aaxd. V xatltikv^da^ Iti». VXxiitiSU 



140 1^54. gcTifur — 1562. scot. 

sg. Centella, pg. cintila zurückgehen, sondern setzt, wie Alb. 8kpidi{j§) 
eine Kontamination mit bxcandere ,,hell schimmern'^ yoraus, also 
etwa ein *bxcantIllia, -am, vgl. G. 3Ieyer : Alb. Wörtb. 408 und Ver- 
fasser : Zeitschr. rom. Phil. XXVIII, 617. — Dem frz. etinceller etc. 
entsprechend: srinteiSz I vb. „funkeln". Ein von Cihac I, 244 an- 
geführtes sdntä sf. „Funke" ist mir unbekannt, [mgl. iscrä]. 

1554. ar. ScTtfur sm. „Schwefel" <*sclüfur, -em (für *slüfur, 
xnetathesiert aus sülfub, (*-bm): it. zolfo, sie. aurfu^ frz. soufre, 
champ. sYrUj sp. azufre, pg. enxofre, neben 8ülp[h]cr: Icent. solper^ 
frl. sölpar, eng. snolper, pv. solpre, fourg. «'jpru, waatl. süpro): 
alb. Sk^ufur, [dr. sulfur ist i^^eolog., dafür volkstümlich pucioasä]. 

1555. ar. Scl^odpic I vb. „hinken, lahm machen" <(*ex- 
CLOPPlcd, -ARE (vgl. 9chiop. *CLöPPlCARE ergab: pv. clopchar^ a.-frz. 
clocher^ pic. cloquer). 

lo56. scodre sf. ^^Schlacke von Schmiedeeisen" (Fiincu- 
Candrea : Born, din muntu apus. 105) < scoria, -am (= gr. uy.ooia) : 
alb. zyürf „Schlacke". Aus letzterem oder aus big. zgura « alb.) 
stammt rum. zgürä sf. „Schlacke" [ir. zgnre^ ar. zgurie, vgl. kslav. 
skurija, n.-gr. ayovptd]^ vgl. Candrea- Hecht : Les elem. lat. 102. 

1557. scodrfä sf. [ir. scortse] „Rinde, Decke, Teppich** 
<8C0RTEA, -AM (Edict. DIocl. 10, C. gl. li, 180: Sepunro/iToJi', Dens. 
H. 1. r. 158, von scortum „FelL"): alb. Skorsa „Decke, Teppich", 
it. scorza, neap. skuortso, cerign. skortsf, lecce skorga^ bari skuerU^ 
„cantuccio dcl pane", teram. skurtsCj lucca, trieut. skorsa, mail. 
a.-ber*^. akortsa {del Um „siliqua"), a.-vcn. skorco, sard. 1. iskortsa, 
eng. skorUa, pv. cat. escoraa^ frz. ecorce, (sp. escorzuelo), — Abgel. 
Bcorfi^odrä sf. „Zimmt" (vgl. poln. skorzyca, öcch. skorica „Zimnit" 
von skora „Rinde"). An die Bedeutung „Hure" des lat. scortüm 
(vgl. 8C0RT0R „huren") erinnern die von acoarfä abgeleiteten Wörter: 
scorfotlnä, scorfolhi'} sf. „schlechtes Frauenzimmer", [ar. coaze]. 

1558. scocioräsc IV. s. scot. 

1559. scol I vb. [ar. mgl. '^, ir. scoliC] „(aus dem Lager) auftreiben", 
mä scol „stehe auf". Die zahlreichen Etymologion, die für dieses 
"Verbum gegeben worden sind, findet raan Zeitschr. rom. Phil. XXVJI, 
747 angeführt, woselbst die richtiiro vorgeschlagen wird: *ex- 
cüB[t}]LARB yscidare, wonach acol (statt *Bcxil\ nach dem Cluster 
Ton insuräre-inHor gebildet ist. Für die Bedeutung ist it. scovart 
„"Wild aus dem Lager ansagen" <*ex-cubarb einerseits, süd.-sard. 
tBkuliai {(^*iskuilai) „aufjagen" <*ex-cubIlarb zu vergleichen, vgl, 
noch it. covolo ^*cübOlum, rum. culä, cuib. 

1560. tvr. scövlm s. scorburü. 

1561. scörburä sf. „üöhle", nach Gandrea-Hecht : Les ele- 
xnents lat. 44 <*scöRBt}LA, -am, metathes. aus J** scRÖet; la, Diminut. 
von scRÖRis. Da aber im Ar. das Wort scrobii sro. lautet, so ist 
scörburä wahrscheinlich ein zum Flur, scörhuri ncugebildeter Sing. 
(vg). ramurä)| und als Etymon beider *8Cöbbus, -um (für scröbis) 
anzusetzen. 

1562. scot (Bcof), "Osei, "Ob III [ar. mgl. scoi^ -o^, -o« III, ir. 
seotf -0« III] j.herau8aehmen''. Das Wort gehört zu jenen, deren 
Et^fmologie sicher ist^ doch die unerklärte Unregelmäßigkeiten auf- 
weiien. Wahrend* die Ableitung scütur 1 vb. [ar. mgl. '■^] 



1663. terem — 1666. teiiip. 141 

f.schüttelD*' ^*excütOlo, -abe: it. oeap. seoMaref sie. (8)kuMm 
(ob. kutiliar%)j caxnpob. akutfrä ,,sbattcre'' (üb. skut^l^dj^ Unc. 




-£re nach beiden Seiten hin Schwierig^keiten anf. Was sonachst 
den SiDDesübeni:ang betrifift, so hat das W«rt schon im Lat die 
BedeutuDpren ,,ycrtreiben'' : CZ seot din casä ^^ „ich vertreibe ihn 
aus dem Hause*' und ,,tntreißon'' vreaü sä'tnl $eot un dinte ■■ ^ich 
>vill mir einen Zahn ausreißen'' (ebenso vegl. : blaj roe skuiro join 
daint). Im letzteren Beispiele ist die Grundbedeutoo[r ersichtlich, 
denn ein Zahn wird duren ,,Schütteln" ausgerissen. Ebenso kson 
man scoate prafitl din hainä durch „schüttle das Kleid Tom Staube 
aus*' übersetzen. (Ähnliche Bedentungsentwicklungen weisen alb. 
ikimt „schüttle, leere aus", vgl. pr. eBcoissendre „heraosreißcn", 
femer h.-you. „lo roascolo no se parte da la femma deski a ke h 
üoli non h ben scossi, si k'elli possa Tivi^r per se." Fra Paolioo: 
£,cg. rect. ed. Muss. 72, 11 — 12). Neben den lautgorechten Ke- 
ilexen: alb. ^nnt „schüttle" (das n ist von iund „dass.*^ herge- 
nommen, G. Meyer: Alb. Wörtb. 410), sard. Uküdere „battere", pr. 
€8cgdrCj a.-frz. esconrre (gredn. skttdi, sp. pg. tacudir <*bxcOtIu), 
verlangen, außer rum. ncot, noch it. scuotere^ sie. 9k6tiri^ mant 
^koßiidar, sard. inkote^'e (Meyer-Lübke: Rom. Gramm. ^ § 146), tir. 
skorre, frl. skuedi, eng. skitoder ein noch unerklärtes *bxc(Viibb. 
(Einfluß von ^exquatebs, wie ihn Meyer-Lübke Ital., Gramm. 41 
mit B. Biancbi iürs Ital. annahm, erklärt die rum. Unregelmäßig* 
keit nicht). — Von «cot scheint rum. 8COcior{d8c) IV vb. „durch- 
stöbern" ab^i^elcitct zu sein und entspricht einem '''excötiölo, doch 
bleibt der Konjugationswechsel befremdlich. 

1563. 8crem, -iH, -lit III vb. „drücken beim Verrichten der 
Notdurft" scheint auf ein *£xcBfiM0, -£rb zu beruhen, das eine 
Kontamination von exprimo und excrEmentüm ist. Zeitschr. rom 
Phil. XXVII, 748. [ar. spreniy apreämit], 

1664. 8crlH, 'isäi, -*«, III vb. [ar. scriü^ 'OX u. -ili -af 1] 
,,schreiben, malen (Dos. Via^a sf. **'/84 etc.)" <^8CRIbo, -psi, -mm, 
-BfiRE: alb. Skrua^if it. scrivere, eng. ShiveTf pv. escrire, frz. icrirt, 
sp. escrihirj pg. escrever. Der Konjugationswechsel im Ar. ist auf* 
fallend, kehrt jedoch im Banat wieder, wo das Partz. acriät 
lautet. — Serie sm. „Schreiben, Schrift", auch „Schicksal'* (beruht 
auf dem Aberglauben, daß das Schicksal der Menschen im Himmel 
vorgemerkt wird), [mgl, pisaüs IV]. 

1565. 8ei*oöfä sf . „Sau" < scrOfa, -am : it. scrofa, pav. romgn. 
skrova, ven. 8kro{v)a, frl. akrove^ eng. skrua. [ar, poarcä\, 

1566. 8ciitp I vb. „spucken". Etymologie dunkeL Das Wort 



8iupi8C IV, 8tuk\ 8tüih^ (Jb. IX, 189), atopk^c, it(i)<^8e, strolche 
Iv (Dial. der Buk. und fiess. 64; letzteres offenbar mit £inmischuD|( 
Ton atropeae IV „benetzen^); Ar. (a)acük*u I, MgL {na)8cup IV, 



142 1567. scurtez — 1674. secetä. 

dazu sctipet sm. ,,Spucke*', acupt^ -ä adj. ^^unrein''. Letzteres 
gehört zum starken Verbum: 8cupf scupi, 8cnpty scupirL (Eiu- 
miscbuDg Ton coqueo im Sinne von y^yerdauen'^?). Folgende 
Etymologien sind bisher vorgeschlagen worden: 1. Cihac I, 249: 
♦bx-püo, -fiRB, 2. Meyer-Lübke: Zeitschr. rom. Phil. X. 173: ono- 
matop. ♦scupplRB (wie deutsch „spucken"). 3. Dens. H. 1. r. 197: 
unerklärtes * stupid, -Ire: erto stupi, 4. G. 3Ieyer: Alb. Würtb. 
336: 8PÜT0, -ABB: it. sputare^ (sp. esputarY alb. pfSti/i (<i*S tcpin) f 
rum. atupi ^*8piitd. 6. Oomu: Bom. Ia, 130; Gröber: Archiv 
lat. Lex. VI, 386; 3Ieyer-Lübke : Kom. Gramm. II, § 119: «ex- 
coMSPio, -IBB (aus coNsruo, -u£re, wie co[n]sio, -Ire aus co[n]9üo, 
-uärb): sie. süd-sard. skupirij a.-frz. escopir^ sp, escxipir, pg. cuspirj 
rum. scuipi. — Hält man an den zwei letzten Deutuugeu fest, so 
erklären sich fast alle rum. Varianten. Die 3Ietatheso und der 
Konjugationswechsel * Sputa ystupi^ im Hura. und Alb. erklären 
sich wohl unter dem Einfluß der zweiten Gruppe *cuspi yscupif 
wo die Metathese über Italien-Sardinien-Spanien und Frankreich 
reicht. Schuld .daran wird die Analogie des Verbums cüpio sein, 
indem vom Bilde auszugehen ist: .,begehre" = „es läuft mir das 
Wasser im Munde zusammen** (rum. imi lasa gura apä). Auf dem 
Wege eines Subst. *suc-cxjpiUM „starkes Begehren" gelangt man 
zu einem *8UOCOpio, -arb, das auch formell das rum. scmpare er- 
klären würde. Sciiipare + scupire (mgl.^ yscuipire, Wohl unter 
rum. Einfluß, und nicht umgekehrt, erklärt sich szeklerisch iöpjii 
neben ung. köpni „spucken". 

1567. scurtez 1 vb. vgl. Cur tu. 

1568. scut sni. „Schild" < scOtüm : (vgl. alb. sk^üt) it. scudOf 
pv, escnt, frz. icu, sp. pg. escudo. — Abgel. sciitesc IV vb. „be- 
schützen" (vgl. m.-gr. axovrevetr). 



sd". Man suche die mit sd- anlautenden Wörter unter zd-. 



1569. I sec, se^cä adj. [ar. ir. '^] „trocken, unfruchtbar" 
<8lccus, -A, -um: it. pg. seccOf sie. sikku^ eng. sek* pv. frz. cat. sec, 
81). seco, — Ä minca de sec „fasten" (im Gegensatz zu a ininca de 
dulcej od. de frupt), 

1570. JI see 1 vb. [ar. '^ auch „frieren", ir. '■^] „austrocknen" 
< sicco, -ARB: it. seccare, eng. ficfc'cr, pv. sp. secar^ frz. secher j pg. 
seccar, — Davon secätürä^ sf. „nichtswürdiger Mensch", it. secca- 
txira (sp. secatitra) ; secät, -Ä aaj. „ausgetrocknet^', im Olympo-wal. 
(«tcd^, -d) „steif, ungelenk". 

1571. Becäei%%ne sf. „Austrocknen" <8Iccatio, -Onem. [ar. 
useäiSnne\ 

1572. 9^cer I vb. [or. teatsirn D. 45, mgl. setsir] „mähen" 
<*8XclL0, -ABB (von siaus): tir. seBer^ frl. seseUL^ ven. sesoUir, 

1673. Ucere sf. [ar. aeatotre, mgl. s^tsäri W., s^tsiri P.] 
««Sichel^ <8Xclus, -bm: vegL sekla „falcetto", it. ugola^ ven. shola^ 
tir. aatzia, erto s^ola (ahd. tUthila zeigt das sie- nicht sBc- anzu- 
•eUen ist Meyer-Lübke: Einführang § 98). [ir. kosir]. 

1574. 9iceUi,A „DOrre** <*8lcc£rA, -am (statt bXccXtas, «atbic 



1597. stnt — 1602. ^o&rece. 145 

idem sam u iuxna (,,ich gehe allein in den Wald) und: ämnf an 
hoskf vedf ans = mergt xq puduro s& vezl singur (oder insutt) ^ 
kroat. idi u Sumu da pogledaS sam G^geh in den Wald um Bellst 
SU sehen'O* — Abgeleitet singurdtiCf -ä adj. ,,einzelQ'^ 

1507. 1 Hlnt (-«); fui, foHt, /l [ar. escu (fiiUt -8u)f fui. futä, Hire\ 
mgl. Bäm («am, tu), fui^ fost^ ire; ir. escu {Büm) foni^ fi\ „sein". 
Die verschiedenen Formen und deren Erklärung findet man zu« 
saromongestelit von Fr. Streller im Jh. IX, 2—32, zum Partz. fo9t 
vgl. Zeitßchr. rom. Pliil. XXVIII, 688—089. Da« rum. Verbum 
substantivum unterscheidet sich in vielen Formen von den rom. 
Entsprechungen. Manche Eigentümlichkeiten teilt das Hum. mit 
dem Ital., so findet sich der Inf. *fIre > rum. fi{r^ (als Subst. 
„Natur^^, ar. Hire) statt *ess£rb in Norditalien (Mail. A.-berg. 
A.-ven. A.-ver A.-gen.), sXmus (früh belegt statt sümus ; es ist nicht 
aus dem Konjuktiv übertragen) ) -f" ^emu kehrt wieder in vegl 
saime, it. semo^ campob. s^m^ etc. 

1598. s%n(t)f 'ä adj. [ar. simtUj mgl. somtf ir. säntj „heilig** 
< 8ANTUS, -A, -UM (= SANCTUS, Dcns. H. 1. r. 121) : alb. ifAt, lU 9an{to\ 
zrl. sanif pv. san, frz. saint, sp. pg. santo, — Sint ist heute voll- 
ständig durch sfint, -a (aus dem Blav., ar. ayu aus dem Griech.) 
verdrängt \N'orden; doch sind dessen Spuren zahlreich. Es findet 
sich als erster Bestandteil von Feiertagnamen (vgl. ital. san) in: 
8imp6tru [ar. Sämh*etru\ „hlg. Feter*' (auch Ortsname^ Sinaiorgiü 

Sar. Sämdzord£Uf mgl. Spmdforrf-rl, alb. Singerk* „hlg. Georg" (auch 
)rtsname); SimedrUj Sumedni fConv. lit. XX, 1017), [ar. Sämedntf 
SumedrUf mgl. Sgai-Medrulj alb. sincnntri „lieilg. Demeter*', (ar. 
Samädrcan „Oktober" eigtl. „hlg. Dimitrian", vgl. alb ^|p(n) mitre^ 




lit. XX, 1017), Sin^(a»'(Liu()a.Jana: Muidan 98) '„hlg. Johannes" 

S häufig als Familienname), neben SinziCne, f»hlg. Johannes (24. Juni)", 
etzteres auch als Pilanzcnname: innzi^ne^ «in^ui^ne „Johanniskraut", 
vielleicht auch im Namen der Mürchenjrtestalt: (Ileaua) Siwsiäna, 
Coaünzidna'f Sintamaria [ar. mgl. StäinäriajL alb. Sfrnifri, Sumburi 
„hgU Maria": ebenso ar. Stävinert [mgl. otävineri, SgmtU'Vinira^ 
aber drum, aßnta Vhiert] „hlge. Paraskcva". — Mgl. sgmt bedeutet 
auch „Heiligenbild**, desgleichen alb. ieiif, valsass. santSöL 



•m-*. Die mit «m- anlautenden Wörter suche man unter «m-. 



1599. aodcrä sf. s. socru. 

1600. mgl. Bodrä s. subsuarä. 

1601. sodre sm. [ar. <^, mgl. «oart, ir. sore] „Sonne" ^sOl, 
-km: it. sard. sole, sie. sult, pv. sol fBoethius 98), sp. cat. p^. «ol, 

ifrz. Boleilf pv. soleV^f eng. aufaf etc. ^'^'solIcülvs, vgl. Grundriß I*, 
Hl— 612). 

1602. ^odreee (ßoaric Jb. VI, 82) sm. [ar. mgl ioaric.ir. 
iareUu] ^,Mau8** <80rbx, -Xobm: a.-it. 8or(i)co (Arch. glott itaL aV, 
86), sarciOf cerign. iordkf (^ *80bXca), borg, s^ek, ven. $6rez€^ valtelL 

Pniearin, Etymologisohes Wörtsrbnoh. 10 



146 1603. Bo&rie — 1610. bo\. 

•ortce, emil. 9org, sp. saree, ^ {üt. taritZf frz. sauris, wall, suri 
<*80RlCBx). Ein Dimin. poricel am, findet sich auch in arpioo 
9uräim n. a.-berg. Bortstl, 

1603. saArte sf. „Schieksar' [ar. ^v^ ^^cama^a in care sä na^te 
pruncul 91 despre care 8& zice cä, dacä o pSstrezY, aduce noroc'^] 
^80R8, sÖRTBii: alb. iort{t\ it. p?. 9Wtt^ eng. pv. frz. cat. sott, sp. 
Buerte. Die Mehrzahl «ot^t [™gfi* '^1 bedeutet „Los^S wie schon 
lat. 8ORTXS „die geworfenen Loszeicnen": piem. wald. sors. Ä 
trage la 8orfi s it. Hrar le Borti, a arunea sarfii = sp. echar 
mertes. 

1601. Boapä sf. 8. 8 0^. 

1605. 9oe sm. .^Holnnderbaum" <8AB0cu8y -um: sie. savükUf. 
^er» $angOt sill. sawugqe^ frl ßa{v)üf eng, imik\ a.*fre. neu, sp. pg. 
Mfi<;o. Die lautliche Kriiwicklung ist tiirht klar. 

löÜO. itifrvu Bifi. [ur, ^ ]*., ii6curu W., mgl. ir, '•^] „NcliwIeHfor- 
vator**, »odcrÄ sf. [ar, ingl. 'x/, Ir. «ocrej „8chwioü[ormuttor" 
<*8ÖCRü8, -UM — BÖCRA, -AM (App. Probi, 170, 0. I. L. Vm, 2906, 
XIV, 626 etc. für socbr — socrüs): neap. pg. soaro-aogrOj eng. «öV- 
aöra^ sard. ). sogriirsogra^ n.-pT. sogre-sogro, bdarn. sout-soithrOy 
a.-frz. suerCj cat. sogre-sogra^ sp. sttegro-suegra. Vgl. Tappolet : Ver- 
wandtschaftsnamen 121 — 122. 

1607. 8omn sm. [ar. somnUf mgl. 8onf ir. '^] „Schlaft ^ sömnxjs, 
-UM : it. sonnOf mail. «on, sard. sonnu ,f r). somn, eng. sön, pv. a.-f rz. 
«omme, sp. sueno, pg. 8omno. (Weiblich in Emil. Mant. Berg. Frl. 
Piem. Dauph. Pv. Cat.) 

1608. «<Jrd sf. [ar. mgl. -v^l ,,Schwester", aus älterem sor (Conv. 
lit. XXV, 522, + goru C. d. b. I, 39, Dosoft. Caz. 1643 f. 27 b.) sf . 
überall erhalten in soru-iHea, aoru-ta, soru-sa [ar. sor, mgl. sor „sAs 
Anrede der Frauen zu deren Schwägerinnen'', ir. sor] < söror : vegl. 
säur, piem. söre^ mesolc. Sftr^ sie. sorUf frl. sur^ eng. sour, a.-frz. 
suer, n.-frz. sceur, pv. 8pr, (it. suora, obw. 80fa), sorOrem: vegl. 
Beraur, lecce «uZuri, valses. sröo, ossol. 8ror, valm. irrt. Die Mehr- 
zahl ist surM Jar. «ur^ W., «urdrt W. F., mgl. «wron, ir. 8urär\ 
wie sie. iSururt (Name zweier gleich hoher Uügel), obw. sarurs 
etc. — Abgeleitet: surdtä sf. ,^reundin" vgl. firtat, auch ins 
Ungar, als szurdta gedrungen. 

1609. 8orb, Iir, IV [ar. sorbu, sorMu u. stiröii, sur§it, IV, 
ir. '^] „schlürfen" < sorbeo, -ärb (= -ärb : sp. soroer, pg. «orrcr 
Dens. H. 1. r. 147^: mant. sorhar^ eng. 9iUrver und *-ire: it. sorhirt 
(zu it 8or80 „Scnluck" vgl. sorfsi Uaper, £. VII, 94, 14), a.-berg. 
9orb%^ n.-pv. sowrhi, cat. 8or5tr. — Abgeleitet sorh sm. (Säman. in, 
92) ,,Schlucht"^ vgl. sp. sorhOy pg. swrvo „Schluck". Sörhec I vb. 
,,in kleinen Ziigen schlürfen". 

1610. aof sm. [ar. mgl <^ „Genosse, Ehemann", sodpä sf. 

iar. mgl. ^ „Oenossin, iäiefraa" <85ciü8, -um; söcia, -am: alb. 
fcW-io^ef it. Boecio „accomandita di bestiame", neap. suotSSo 
^eguale", lanc. BOtii^ „uguale", bari sotsse „ugoale (fem.r, campob. 
BUOtiic ,.egaale", mail. loi^ „accomandita di bestiame", ossol. föi 
^rumore^, oolgn. sots, romgn. tfotff, süd-mrd. «otssH, „societli", sonst 
gelehrt — Davon abgeleitet ar. ButB&tä if. „Genossenschaft"; sofie 
Sf^ im Ar. [biMK\ und AIt-niiD.| — irie ilb. idkfrif ^ „Genossen- 



1611. •p&im& — 1615. tpiria. 



147 



ichaft'', dann (wie it. camerata^ sp. camerada, frz. camerade) ,,0e- 
nosse'' (Beispiele für beide Bedeutungen: Oonv. lit. XXX VIII, 692), 
heute nur noch ,,Gattin". 

1611. »pdimä sf. „Schrecken" steht für *8pa{mä (vfrl. üit 
^*ui() <*EXPAVlMBN (von bxpav£rx). Zeitschr. rom. Phil. ]^VIII, 
677. [ar. fricä, cupäreare, lähtdrä]. 

1612. späimint I vb. „erschrecken" <*kzpavImxnto, -abb (Ton 
* BXPAViMBNTUM ZU BXPAvfiRBj : nord-sard. spamintd. Die lautgerechte 
Form apämint ist alt-rum. belegt (Dosoft. Viafa sfiof. ^%-j, Gaster .* 
Crest. I. 2. II, 24; 138, 2 etc.); späimint ist unter dem Einfluß von 
9paimä entstanden, [ar. nfricu^eaz. aspar^ lähtärsegcii], 

1613. ifpAl I VD« [ar. (a)tipel F., Hpildil W., nigl ßpel^ \r» Bptk] 
,,wiigchon". Wlo nr, nvitihi xpifftf hat tniin von '^MX-fMrxAVO, -ami 
(uuH t'Mi(-r«AVO wla pailuotiu < por-lucc^o)! ulli. 4^/i(c!)r/M uuaxu- 
gehon. Als aber der Zusamtnounang mit lavo > lail nicht mehr 
empfunden wurde, bildete man aus spcldre ein ap6l (npäl), wie adht 
nacn adäatdref statt *adä8tai'L Vgl. Zeitschr. rom. Phil. XX Villi 
618, wo andere Erklärungsversuche zurückgewiesen werden. Aue» 
G. Pascu's (Archiva, XV, 177) *bxpelluo ist zu verwerfen. — At>* 
geleitet: späläcisc IV vb. ,,farblos werden". 

1614. sparg, "VsH, -rt III [ar. {a)8parg^ -riu^ »rlu III an 
„(Geld) wechseln", mgl. sparg, -r^, -rs 11 1, ir. spgrg, -grt III] „ 




)rechen" <8pabgo, -bsi, -bsum, -bg£rb: it. sparaere^ a.-sp. a.-p 
espargir. Die Bedeutung von „auseinanderstreuen" findet sich no( 
im Alt-rum. und Nen-rum. in Ausdrücken wie: adunarea a'a spar^ 
la spartul tirgtUui „am Schlüsse des ]^arktes", d. h. „wenn dL^ 
Leute auseinandergegangen sind". Heute ist spara s=s „zerbrechen^ 
aber es wird nur von sehr spröden Gegenstanden, wie Gla^^ 
Knochen etc. gebraucht, deren „Zerbrechen" einem „Auseinander^' 
gehen in viele Stücke" entspricht. 

1615. apAriu {aperiu) I vb. [ar. aspar^ mgl. spar, spärui III^ 
„erschrecken". Jeder Versuch, das Wort mit pavob in Zusammen^^ 
hang zu bringen, scheitert an unüberwindlichen lautlichen Schwierig^" 
keiten. Wenn man andere rom. Wörter, die „erschrecken" be-^ 
deuten, untersucht, so findet man, daß dieser Begriff zunächst 
negativ ist, d. h. das Gegenteil von dem Verharren in ruhiger^ 
Lage bedeutet, so z. B. it. spago, ein postverbales Subst. aus *bx^ 
FACABB und ganz entsprechend frz. tffrayer, nur daO hier fax durcfa»> 
ahd. frida ersetzt ist, also gleichsam *bx-fbu)abb „aus dem Frieden 
stören". Ein solches privatives bx- liegt auch im rum. spariu vor^ 
das formell auf *bx-fabio, -abb beruht. Nun bedeutet tat. fabio^ 
-ABB, das von pab abgeleitet ist. „gleich machen", wohl auch 
„paaren", vgl. irz. (veraltert) du desir qu^elles [les juments] ont de 
se parier sss de s'acconpler", pariade „action de s'accoupler". * bx- 
fabiabb würde infolgedessen ,jentpaaren" bedeuten und dies ent- 
weder im Sinne des frl. dispejd j,sciorre i buoi ecc. dal giogo o 
dal capestro", oder „zwei Tiere im Augenblick der Paarung aus- 
einandertreiben" und dadurch (d. i. durch Lärm oder Schläge) „er- 
schrecken". Dies wird die Grundbedeutung des rom. Wortes gt- 
we§0n eein: daher wird auok dar AAtdK^t£ coX tp^Swvkt V^m^f^^ 



148 1616. sp&U — 1625. splioft. 

lieh wohl armäsar spariat) ,,8chea gewordenes Pferd" stammen. 
Später wurde dann spariu identisch mit frz. y,eirrayer*\ 

1616. »pAtä sf. [ar. mgl. ^^^ ,,Kamm am Webstuhl"] ,,Schwert 
(Varl. Caz. 1643 II f. 33 b., C. d. b. I, 303 etc.), Kamm am Web- 
stuhl" <8PATHA, -am: alb. ^patf, it. spada^ fr], spade, eng. Speda, 

fv. espcLza, frz. cpie^ cat. espasa, sp. pg. espada (auch kslav. spata), 
)ie Mehrzahl spa^e [o^g^l* spgtsi] (auch als Sing, gebräuchlich) und 
spete hat die IBedeutung „Schulterblätter, Bücken" [mgl. spatä, ir. 
gppte sing.], eine Sinnesentwicklung, die im Kom. spatOla, -ah 
hat: alb. spatuff^ it. spalla^ frl. 8pd(du)le. eng. ipedla, py. espatla, 
frz. ipauU, cat. eapatllaf sp. espalla „Kücken", pg. espaaoa (andere 
Bedeutungen des Wortes verzeichnet Mussana: Beitrag 109). — 
Spagä sf. „Schwert" stammt aus dem Slav. (srb. russ. ipaga\ spadä 
St. „Schwert" aus dem Ital. 




sammthcit der Ähren" (ich hörte in Bra^ov: oarzele 8int mici dar 
fptca-t mare) <BriCA: it. spigaj eng. spia^ pv. sp. pg. espiga, 

1618. 9phi «ro. [ar. ikUn, mgl. 'n.., ir. spin „Dorn, Dorn- 
strauch" <splNüs, -UM nb. ir. 8ptr^ sf. „Dorn" ^spIna, -am: it. 
«piiia, sard. t8j>ina. frz. ipine, cat. sp. espina, pg. esptnha, Ar. 
skHn bedeutet auch „Gräte" wie lat. spIna, alb. Spin^ „Rücken", 
frz. ipine (dorsale „Rückgrat") vgl. sp. espinazo^ pg. esjpinJiago 
„Rücksrrat" (sonst durch and. sUinaf skena verdrängt, vgl. Körting* 
Ar. 8783); vgl. spinare. 

1619. spinAre sf. Tar. skHnare] „Rücken" < bpInalis, -em (Dens. 
H. 1. r. 158) : a.-berg. frl. spinal, tir. alton, gred. spini. Davon ar. 
skHnärdt sm. „Rückgrat, ein Rücken voll Ladung". 

1620. spinnt sm. [ar. skHnet] „Dornenhecke" <8PiNfiTUM: it. 
spineto, frz. ijnnaie. 

1621. spinös, "Odsä adj. [ar. skHnos] „dornig" <8PIn0su8, -a, 
•um: it. spinosOf pv. cat. espinos, frz. 6jpineuXf sp. espinosOy pg. 
espinhoso. 

1622. spintee I vb. [ar. spintic] „den Bauch öffnen; zerreißen" 
<*xzPANTlco, -ABB: vcu. mail. spantegar „vergießen", abruzz. 8pan- 
ddca „quälen", ncap. spandekd „Krämpfe haben", tir. spantii „zer- 
malmen". (Vgl. sp. despandjar, despanzurrar „den Bauch öffnen", 
sonst im Rom. dafür *£x-ventbab^* it. sventrarCf frz. Iventrer, 
*xz-VENTElCAitB: abruzz. sbendreka, sie. shintnkari,) 

1623. splnxur I vb. [ar. 9phvdzur.mg\, spinzur, {\r. spämur^)^ 
„hängen, schweben" setzt ein *spinz 1 vB. voraus <'^pendio. -aeb 
(von PENOEO, vgl. Verfassers : Lat. T| o. Ki, 60, 153), vgl. it. (s)peiP' 
tolare, [ir. obiüsc], 

1624. ir. spir^ s. spin. 

1625. splifiä sf. [ar. mgl. <^, ir. splir^] „Mihs" <splbk^ -snbk 
(ss gr. onhqp): tess. Ijptena, a.-neap. sptene, sard. 1. ispiene, tspiena^ 
e. spleni, sass. Hpiena, grödn. splem, u.-eng. splemmaj valmagg. 
fyiena\ auch kslav. splina, ngr. aTtX^poy (vgl. alb. ipcnetkc „Nieren^' 
< 8PLBVBTI0ÜM, Vgl. veu. sptcnzüf valm. spktiay IcU ^^UtioAy ^^s^ 
Sjpianta, vielleicht bflbsx -(" S^nn. m\\z\V 






16a6w tpre — 1683. tpümS» 149 

1626. apre präp. 1. „auf, über'' (-(- tpre totil pSm&ntula ie^i 
vestea lorü), heute durch pCMÜf pre, oiupra^ im Ar. durch atri^ bH 
verdrängt (zu deren Erklärung Tffl. Jb. X M^)* Erhalten ist et aber 
in den nach kslav. Muster (jedinü na desetl) gebildeten Zahl- 
wörtern 11—19: un-spre'Zcee Gy^ii^s ^^ sehn'*) [ar. titurpridfo^ 
mgl. iinsprftsi] etc. — 2. „gegen" (}n derselben Bedeutung wie 
oäträ: merg spre tine; vifi spre sarä) — 8. um — jru (reni spre a^l 
inbi). Vur]. Jb. X, 547—652 <80pbr: a.-it. Bor^ frs. sur, sp. pg. 
Bolre: 3feyer-Lübke : Zcittchr. rom. Phil. XX 11, 492 ff.; v^L dazu 
Jb. X, 448 f. Aus D^sursB entstand denre »fiber" (m. ir. lära 
disjtre furkf =3 Una de pe furcä), vgl. Zeitschr. rom. rhiL XXII| 
495; Jb. X, 451, 

1627. ar. spr^m oni) II „drücken (beim Verrichten der Not- 
durft, auch vom Weibe beim (iebären gebraucht)" <BXp]tX3io, -issi, 
-B88UM, -PRiMfiRE: it. spr(t)emere, frs. ^eindre. Davon das Iterat 
ar. Bpredmit I vb. 

1628. ar. aprldlMr I vb. ,,(be)8chworen'' [m^ priiur be- 
schwüren'^J <[*bx-]psiuOro^ -arb: alb. |)^r^^il „schworen, drohend 
it. {8)pergiurar(8i), frz. parjurer, sp. perjurar{Be). Drum, eperjut ist 
gelehrt. 

1629. sprXncednä {Bprin- -|- Bupräceanä Ps. Seh. 181, 4) 
sf. ,, Augenbrauen". Das Etymon ist süpbrcXlll (PI. von sufbb- 
cIuum: it. Bopracciglio, ossol. ieriewß. n.-pv. 8u5reaAo, frz. soktc^ 
pg. Bohrancclha). Dieses hätte zunädist *8U]frecealSB ergeben. Die 
Endung wurde zu --eanä durch die Analogie des Wortes «Koiiä 
„Wimper". Auf die Gestalt des Wortes war femer folgende Wort- 
sippe von Einfluß: * frontXc£lla, -am „kleine Stirn" (von fboms) 
ergab rum. frunceauä^ das bei Dosoft. Via^a sf. *****/wi ***/» *•*• 
sächlich in der Bedeutung „Stirn" vorkommt. Ein '^ sub-frontI- 
cfiLLA, -AM „das unter der Stirn befindliche" ergab Bufrunceduä 
und derselbe Dosofteiü (Viata sf. ^'j^e) gebraucht ein Bufruncedkkf 
das er mit der Marginalglosse Bpränceane d. i.,, Augenbrauen" be- 
gleitet. Auch ein ar. BufnmtBeao wird von äojadzi 8. 23 ange- 
führt; gewöhnlich gebrauchen die Ar. für „Augenbrauen" einfach 
fränfBeao oder främUcao. 

1630. ar. aprünä (olympo-wal.) „Asche^* < prüna, -am „glühende 
Kohle". Sowohl das anlautende s-, als auch die Bedeutung stammt 
vom Worte spiusä [mgl. '^ * .^glühende Asche" < alb. Spx^z^ <^ spo- 
DiUM her. Eine Kontamination von (B)prunä und spuzd ergab mgl. 
Bpriizä ^glühende Asche", das im drum. sprujeBC IV vb. (Lucea- 
farul Uly 318) =» drum, spuzesc IV vb. (von spuzä) „rauh werden 
(von der Haut)" wiederkehrt. Vgl. auch ar. spurä „glühende 
Asche" wohl für *Bpumä. Conv. lit. XXXIX, 321—322. 

1631. epülber I vb. „auseinanderstreuen" [ar. ^^ ,,das £om 
reinigexh abstauben"] ^'^'bx-pOlvbro, -arb: it. Bpolverare. 

1632. spüm 1 vb. „schäumen" <spümo, -arb: sp. pg. eBpumar; 
sonst: idb. fkumo1^, it. Bchiumare, in. Scumer, sp. pg. CBCumar. 

1633. Bpümä sf. [ar. ^ „Schaum" <spüma, -am: it. Bpuma, 
pv. sp. pg. CBpuma^ sonst im Korn, überall d^ür ahd. scQm: alb. 
tkwn{h)if neap. Bkuma^ (it. Bchiuma < scuma-|- spiuma <*8PLincA 



150 1634. spümegr — 1643. jlerg. 

<8PUMULA, Parodi: Rom. XXII, 302), eng. tk^iima, pv. sp. pg. 
cscunia, frz. icumej wall. iiu»nf. 

16Si, spünieg I vb. ,,8cliäumen'' < *SPOMlao, -arb (nach 
FUMtoo, weil: spümo — spumIdus : pumo — fumIdüs): sp. espumear, 
[ht,'8Cot ipumt\, 

1635. 8pumÖBf "OAsä adj. [ar. '■^ y^schaumig^' <8pümösü8, -a, 
•üM : it. spumoso, pv. npwnos^ sp. pg. espumoBO^ sonst : it. schiumoso^ 
frz. iewneux etc. 

1636. »pün, "ttsSt (ban. <;7U^ Jb. HI, 242), -U8^ III vb. [ar. 
tpun, -uSy -n«, ilL II, nigl. apun^ -uS^ -us, IIl, ir. spur^ -us, III] 
„sagen, erzählen** ^bxpOno, -süi, -situm, -ärb: it. {e)8poirey a.-ver. 
asponer^ pv. ««j)oner, esponarey sp. esponer, (p^. eopDÖr). Im olyrapo- 
wal. heißt 9puH noch „zeigen, erklären'*, wie alb. SpMiy das aus 
dem Rum. entlehnt zu sein scheint. 

1637. spure I vb. [ragl. '^] ,,verunreinigen", refl. ,,Flei9ch 
während der Fastenzeit essen** < spürco, -are : it. aporcare. Davon : 
Bpurc sm. „der Unreine, der Teufel** Jb. III, 326, 8purcät sm. 
[nigl. "Vi ,,Türke**] ,.unrein, Teufel; eine Art Ausschlag im (jesicht**, 
apurcäciitne sf. [mgi. spurcätiuni] „Unreinlichkeit**. [siv, pi7iginescu\, 

1638. 8tat sm. „Gestalt** <f8TATUS, -um: alb. itat „Gestalt*^ 
it. statOy eng. StOy pv. estat^ frz. Stij sp. pg. estado (vgl. russ. statu 
„Statur**). — Davon : Statu-Palmä-Barbä-Cot (eigtl. „die Gestalt 
hoch wie die Hand, der Bart lang wie die Elle**) eine Märchen- 
gestalt fZwerg). [ar. stätüt^ vidzütä], 

1639. 8Uiü, atätm {8tetei), stat {stätut), 8tare vb. 1 [ar. mgl. 
'x/, ir. stgwu] „stehen, wohnen etc.** < * stao (= sto, nach va[d]o), 
BTfiTi, STATüM, STARB: it. 8^9*6, eng. 8ter, pv. e8tor, a.-frz. ester^ sp. 
pg. estar. — Stare sf. „Vermögen** (a fi in 8tarc „etre en etat"), 
Statut, 'ä adj. „alt** (apä, fatä statuta „abgestandenes Wasser, alte 
Jungfer**). Wie im Rom. beginnt auch im Rum. stau für „sein** 
Terwendet zu werden: a 8ta culcat „etre couch6**, stau la tnasä 
„bin beim Essen** etc. 

1640. 8täul sm. „Stall** <8tablüm (App. Frobi 142 = stabO- 
lüm): it. stabbio „Dünger**, abruzz. Btabbtcj levent. Stebij lomb. 
Btabjil „Schweinestall**, bellun. stdvol, posch. stahlo, valtell. stabelj 
frz. Itable, (n.-gr. aravkos), [ar. ähüre „Stall für Pferde, Esel, Trag- 
tiere**, mdndräf tsarc, mas ,.für Schafe**, väcäreddzä „für Kühe", 
cäpärleddzä „für Ziegen** etc.J. 

1641. 8ted sf. lar. steaOf mgl. st^uä, ir. itf-wu] ,,Stern** 
<8TfiLLA, -am: it. Stella, sard. stedaa^ (eng. Ataxia, pv. tsteia^ frz. 
ItoiU^ b6arn. esttU^ waU. stotl^ freib. t^ala ^ *BTfiLA, -am), sp. 
estrella. — Diminutivum: stelüfa s=s lecce steddutsBa, 

1642. 4-^^^*^ sm. „Mist, Stroh** (Gores! : Evan.) ( STfiacüS, 
-um: it. stercOf a.-lomb. stercora, sard. üterku^ sp. cstiercolj pg. 
eMtereo, 

1643. 9terg, ^ersSi, ^ctb, III vb. [ar. aStergu^ -erSUf -ers, 
m, II, mgl. fterg^ -er^, -er«, IIL] „abwischen** <BXTfiR00, -rsi^ 
-B8UM, -BOftaB (Ulp. Dig. 33, 7, 12 ■■ -bbb): tüd-sard. streiin 
„reinigen**, pv. esUrger^ (it. fernere, a.-frz. terdre^ a.-sp. terger). — 
iHyon ßtergär sm. « ßUrgwrä if . (Jb. VI, 61 ; Conv. lit. XX, 1018), 
•ueh mÜtüfpUrgurä sf. „Handtaeh**. 



fc 



1644. tttrp — 1661. itriUn. 151 

1644. sterp, Biedrpä a^tj. [ar. mfl^ '^] „unfruchtbar^ <*bz&tIrpu^ 
-B odor *BxsTlRPU8, -▲, •UM „ohoo Sprots6a" (von btibps „Sprofl", 
wie ex-aniniis, ez-animus etc.): alb. äterpf^ abruss. äierpe 
„che DOD ha piü latte'*. (bresc iterpaaa „agnello eha non ha ancora 
partorito"), ven. aAeta iterpa „pecora venrine . . . ehe non ha 
butUto*. Herzofif: Zeittchr. rem. PhiL XXVI, 736. — Dar ^Hlrt 
unfruchtbarer Schafe*' heiUt iterpariü tm. (Liuba^aaa: MäidaiL 
109.) [or. m^l. »tirpar]. Von sUrp abgeleitet ist aueh $firpe»e Iv 
vb. [mgl. atoyeSf sttirpes auch „verschwinden machen**, vgL viiü 
cä si stilrpi apa a er sah, daO das Wasser versiegte] „aasrotten**, 
wenn dies nicht mit Konjugationswechsel aus *äirpä entstanden 
ist und direkt auf bxtIrpo, -abb: (alb. itprj^ „versiege*^ it. f^cr- 
pare, frz. itreper zurückgeht (vs[1. auch lat srlBPtsco. •ttBX „tum 
Stengel werden"); davon Bttrpieiune [mgl. $tirpitiMn%\ „Unfrucht- 
barkeit; WißgesUlt". 

1645. sttlpAr (stUpare) sm. „gr&ner Zweig" ist. mit Anlehnunj; 
an stUpf aus itilpar (Conv. lit. XXIV, 1068) und oies mit Dissimi- 
lation aus *8tirpare entstanden < ^stIbpaus, -bx (von aiQirs 

„Zweig"). 

1646. sHng {stina), -natfl {atli Jb. III, 242), -na, III vb. 

ar. astiiigtif 4mSu u. es, •imtu u. -es, HI, II, mgl. Btmg, AhM^ -ins; 

[II, ir. sthigUf -ins III] „auslöschen** <stInouo (oder BX-srliroüoX 
-vxi. -KCTÜ3C, -GfiRB: it. s^ttoiierf, ijiem. stinie „soffocare**, obw. 
BtenSeTy eng. ataindieTf pv. esUnher, frz. Ueindre. 

1647. sttng, -4 wdi). [ar. asHnga adv. „links**. mgL Ugng] y^links**. 
£tymologie unbekannt. Es ist offenbar dasselbe Wort wie alb. 
itfnk. Stfng^rf „schielend*^ it. stanco „matt" {mano stanca „linke 
Hand**), a.-frz. estanc „matt**. Gröber's (Arcb. Ist. Lex. V, 479) 
^STAONlco, -ARE paßt zum rum. Worte nicnt, welches eher an ein 
privatives bx und das Verbum tango, -Sbb denken laßt, indem die 
„linke** Hand gleichsam die Hand, die ,jnicht anrührt" genannt 
wird. Auch ist es möglich, daß es das Kesultat einer Kx>ntami- 
nation zweier Wörter ist, deren eines hanctjs, -a, -um (alb. mfn^^ 
,,links**, it. sp. nianca „linke Hand**) sein könnte. 

1648. 9ttii, -iW, -lif, IV vb. [ar. mgl. '^, ir. iütcu] ,.wis8en** 
<scio, -ivi, -iTüM, -irb: sard. iskire (vgl. pv. man escieni, a.-frs. 
escient); sonst wurde scire überall im Rom. durch sapbbb ver- 
'drängt. — Abgeleitet ^tiinfä sf. „Wissen**, ^tire „Nachricht** [ar. «^ 
„Klugheit**] etc. 

1649. 9tore, -rsÄ, -r«, III vb. [ar. atarcti^ -rSu, -rfw, in, 11] 

,,auspressen, herausdrehen** < bxtörqueo, -bsI, -bsum, * -Seb (s=s -Sri, 
vgl. torc): it. Btcrcere^ eng. stordier, pv. cat. sp. tstcrcer^ a.-frx. 
tBtordre, 

1650. Bträcdr {Btrdcur) 1 vb. [ar. BtricSr] „durchseihen** 
<*bxtra-cOlo, -ARB, odcr: *TRa[278]*COLO, -arb. 

1651. Uträtn, -d (sirin) sb. a^j. „Fremder, Fremde; fremd**. 
Wie Weiland Jb. III, 214 gezeigt hat, läßt sich dieses Wort, ds 
es auch im Banat so, und nicht *BträMn lautet, weder auf *tX'' 
TBAKBüS, noch auf *BX-TfiBBANBU8 odcr eine abgeleitete Form, 
nod^ endlich auf ^bxtbbbInus (vgL 0. Densusianu: Bevist% critica 



152 1652. strämur&re — 1658. strimb. 

literarä V, 134) zurückführeD, es gehört vielmehr zu kslav. straninü, 
mit Schwund des n wie in fäinä, päcuinä etc. [ar. xeii].) 

1652. 8träm%irdre (Dos. Via(a sf. •*'**/2i) s^« (sträminare Cod. 
Vor. *•%, strämänare) [ar, strimurari^ mgl. atruminari] „Stachel** 
< * STiMULABiA, «AM (von STIMULUS.' mail. parm. stombol^ hol. stomhel^ 
piac. «fom&a^y piem. atemhu. ver. stomhio^ tir. sfoml^t, frl. stombli; 
ein von Cihac, I, 265 angcführtef strdmur sm. ,,aiguillon" ist mir 
unbekannt). fSinceschobcnes r, wie im Bum., erscheint auch im 
•üd-sard. »trum(t^ulu ,,pungolo, stimolo**, 8trum{b)ulai „stimolare** 
und ist wohl durch Analogie nach dem Suffix strä- in sträpimg 
„durchsteche**, sträbat ^^durchdringe*' etc. zu erklären. 

1653. stränüt 1 vb. [ar. starnuty stränut F., sturntcdzu W.] 
„niesen'^ ^sterküto, -are: it. stamutare, sie. stranntari, lanc. 
itrunnutdf palena iturnutuä^ bari Starniitd^ campob. Stranutd^ sillan. 
ib'anudda, a.-berg. frl. stranudat triest. 8tranudat% mail. stranüda^ 
sard. 1, isturridaref c sturridai, pv. {ejstornudar^ frz. ^fernttcr, sp. 
estornudar. Wie man aus den angeführten Formen sieht, liegt ein 
^STRANÜTO außer dem Rum. auch dem Ital. und Frl. zugrunde, 
(also überall dort, wo ein Präfix stra- lebendijr ist); auch der 
Vokal im ar. atwT' findet sich auf einem großen Gebiete wieder. 

1654. strat sm. „Schichte, Bett, Beet** < Stratum: alb. §trat 
„Bett**, it. Strato, pv. estrat, (a.-frz. eatree, pv. estrada > n.-frz. 
estrade)f &p. pg. eatrado. Die rum.-alb. Bedeutung belegt Dens. 
H. 1. r. 195 im Lat. aus Glossen und Kirchenschriftstellcrn. Ob 
mgl. strat „eine Pflanze** dasselbe Wort ist, kann ich nicht ent- 
scheiden. 

1655. strlc I vb. „verderben, schaden** <extbIco, -are „heraus- 
wickeln** : sp. (leon.) estriyar „zusammendrücken**, vgl. a.-frz. detrier, 
pv. destrigar (mit sinnesverstärkendem de-) „hemmen, hindern, 
«cAaden**, davon destric sm. „Schaden**, [ar. aspargu], 

165(5. strig I vb. [ar. mgl. ^ „schreien**, nach G. Meyer: 
Indg. Forsch. VI, 120 <*8trIgo, -are (von strix, -Ioem „Ohreule"), 
also ursprünglich „wie die Ohreule schreien** (vgl n.-gr. orr/yi^co 
„rufe** < oTiy^, Vielleicht gehört hierher auch it. strigolare^ stri- 
golo „lautes Geschrei**. 

1657. strfgä sf. [ar. ^ „Hexe** ist vielleicht lat. strIga, -am 
(für STRix, Arch. lat. Lex. VI, 444). Die Quantität des i ist nicht 
sicher. Georges schreibt strIoa, wofür it. strega (sie. strigay sard. 
i8tri{g)a „Xachtcule**) spricht, die Messung strIoIbüs findet sich in- 
dessen bei Ovid, Fast. IV. 139 (W. Meyer: Lat. Neutrum, 16) und 
für geschossenes i spricht, außer rum. strigä, noch triest. striga, 
a.-frz. estrie und pg. estria. Das rum. Wort, sowie die Ableitung 
strißöiü sm. ,.Gespenst**, kann indessen auch entlehnt sein, vgl. alb. 
itrig^ ..Hexe**, Strigdn „Hexenmeister**, n.-gr. ar^iya^ slov. Striga 
„Hexe , itrigon „Blutsauger** etc. 

1658. Birtntb, -d adj. [ar. strimhu] „schief, krumm** <8trah- 
BUB, -A, -UM (Dens. H. 1. r. 126, für stbabus, vielleicht durch Kon- 
tuninauon mit gr. oKaftfi6e „krumm**): alb. itr^mp, Strcmb^re 
„loramm, hinkend, einäugig**, it. stramho „tchiefbeinig**, piem. stranb 
Sinkend'', roxngn. stramb „seltsam'S brat, stram^ pv. e^framp ,,un- 
gereimi'', pg. titrambo ,,vendiobes''« — Abgeleitet: strimb I vb« 



1658. tirimt — 1667. tobtuiri. 



153 



[ar. strimbu] .,krümme", alb. Urcmhcn^ mail. strambd; BMmbät&ie 
•f. [ar. ^j „Unrecht, Verkehrtheit*', it. stranMtä ete. [mflrL erivi 

1659. strlmt, -A adj. [ar. Btrimtu, mgl. ir. $tnwU] »enr' 
<*8TRlNCTU8, -A. -UM (»» sTBlCTUs: lt. strcttOf pieiQ. «Cfw, lomD. 
Btretif, cnp, ttrei^ obw. a(rdf , pv. eiitreck, frs. efroti; ro, etfredbo, 
pflr. estreito^ mit Tom Präf. itrInoo übertragenem m), TgL alb. 
itr^itf ,,teucr*S it. »trintOf erto itreint^ a.-fn. ec^diiC. 

1660. sfrlmeifrft if. [bt. Btrimturä] „Enge, £DgpaO"<*anfiro- 
tCba, -Alf (=: stbIctüba: it. aftnf^ura, sp. eBtreehura^ pg. ef<m<iiraX 

1661. strtng, -nB^i (ban. strÜT Jb. lU, 242), -Mr HI Tb. [ar. 
atring^i^ -tn^u u. -e^, -tmpm u. -<8, TTT, U, mgL Btring^ -ni, -m, ill] 
,,drncken, enger machen*' ^ STRiKao, •nxi, -crmi, -iiatiB: alb. 
itrcngon^ it. strhigere^ strignere, gen. OBtrendze^ sard. ialrMi^ft«re, 
enjr. straindler, pv. es^renAer, frz. ^trfindre, sp. eBtrtfUr. — Vgl 
itrimt. — Aus dem Sinne „driicken** entwickelt sich „Eoaammen- 
drucken", dann ,,häafen'', — ,^sammeln", so dafi das Pits. ar. mgl 
Btres wie alb. Strfnguam geradeza „geizig" bedeatet. 

1662. (sUmp sm. „Strauß**. Obwohl ein ♦ar B Ur mu i, -vx H 
STRüTHio) auch durch it. Btrtvuo etc. gesichert ist, kann der Käme 
dea exotischen Vogels nicht volkttBmlich sein. Ich habe aoch nur 
§trnf gehört, welches dem srb. itrue entlehnt ist. In der BedentoDg 
„Blumen« trauO" ist strut deutschen Ursprungs.) 

1663. Btüpä 8f . „Werg** < stüppa, -ax : alb. itupCf it Bkppa^ 
sie. stuppa^ sard. Utuppa, eng. ituppa^ pv. sp. pg. BBtcpa^ ixt. USupe^ 
(n.-gr. oT<y')7ra), Ar. Uupi „Werg** verhält sich zn alb. tftcpf, wie 
rum. fap < geg. tsap zu tose. slCap, 

1664. ar. Btur sm. „Säule** <*8TULU8, -um (« Stylus »= gr. 
<nv?.os; it. 8telo „Stiel" geht auf die Aussprache d des griech. y 
zurück): alb. Stüi „Säule**. Das alb. Wort muß auch den Sina 
„Stiel, Stengel** besessen haben, denn es lies^t im rum. ftuUiüf 
pthiUiüf ßt(i)nlite sm. „Stengel der Maiskolben** vor. 

1665. Sturz sm. [ar. sturdzu] „Erammetsvogel** < ^tÜrdsus, 
•UM (von TtteDUs: it. sp. pg. torao^ pv. tourd ) frz. tourdj. Du 
Dimin. sturzor (Harlan: Ornit. I, 279) beruht auf einem fraherea 
"^atürzur, vgl. Zeitschr. rom. Phil. XXVII, 741 Anm. 

1666. 8U prap. s. supt. 

1667. BuhBudrä (richtiger: Bupsuarä; auch BUMuoärä Jaraik* 
Bärseanu: Doine 146, 21 etc.) sf. [ar. aumsoarä, mgl. supiä" 
Boaräi] „Achselhöhle**. Auszugehen ist von subala, -am (SIuIo* 
med. Chir. 129, 3, Arch. lat Lex. XIV, 121 eigtl. „das unter dem 
Flügel befindliche**) ^ md. toarä^ das dann abermals mit sub zu« 
sammengesetzt wurde, als subala die Bedeutung von ala fauch 
^Achselhöhle**) angenommen hatte. Dies erkennt man nocn in 
Phrasen wie duc legätura auhsuarä ,,ich trage das Bündel unter 
der ÄchsdQiöhley*, wofür man jetzt allerdings wieder subt Bubsmri 
sagt (vgl. mgl. suptä soarä < subtus + subala, auch in Cor. Ff. 
Buptüsuaräf supümoarä). Daneben kommt die Form Btibfio&rä, 
Buptiodrä Tor, welche kaum, wie Candrea-Hccht: Les €\€m, lat 9 
annimmt, aus BupUtuarä entstanden ist. Wahrscheinlicher acheiot 
mir, daß einst auch im Rnm., wie im It. (tarent. 67U2difa>, nesp. 



154 1668. lubt — 1676. euferintä. 

tUUko, teUlleka, lanc. detille, Citä di Castello tello, Tgl. it. ditello), 
eine von tItIllarb ,,kitzeln" abgeleitete Form zur Bezeichnung 
der „Achselhöhle'* bestanden habe, etwa ein sübtus -{7 ^tiFtiJllia 
(vgl. neap. sotta-tilleko, a()uil. sottotilM ^ *8upfilef womit sich dann 
iwirä gekreuzt hat, und die Formen: suofioaräf stipfioaräy subsioarä 
. (Liuba-Jana: Maidan, 20), «ustoard, sisioarä (Gaster: Chrest. II, 
115) etc. entstanden sind. 

1668. 9ubt (richtiger aupt, vor konsonantischem Anlaut subi 
$up) präp. [ar. 8U^ aum, sun, mgl. sup] „unter, unten, unterhalb*^ 
<8üBTüs: it. sottOf sie. suttUf eng. sitot^ py sotz, frz. aous^ cat. sotat 
«.-sp.. a.-pg. »oto. Ob daco-rum. (dial^, ar. mgl. ir. su „unter, 
unten, unterhalb" auf süb: sp. so, pg. sob. zurückgeht oder ob es 
sich aus 8ub, sup vor Kons, entwickelt nat rvgl. aupat sm. ,.das 
unter dem Bett befindliche**, supärete sm. Conv. lit. XX, 1018 
,,Schwelle (prispä)**). ist nicht zu entscheiden; ersteres ist wahr- 
scheinlich zum minaesten fürs Ir., dem ein suhffi^ 8up(t) fehlt. 

1669. subptöz (besser: supftez) 1 vb. „verdünnen** <sObtilio, 
•ARE (Dens. H. 1. r. 166 von subtilis): it. sottigliare, u.-eng. atitar 
.,8chletzen**, a.-frz. aontiller, vgl. romgo. aratü « *rs-sübtiliare). 
[ar. minutedZf fac f tipfstrej. 

1670. 9ubl(re (besser: Bupfire) adj. [ar. mpt^re, mgl. 8up{t)'' 
sgriy ir. suptsirie)] „lein, dünn** <sübtIlis, -b: it. sottile^ eng. stir, 
pv. sobtilf a.-frz. sotil. — Abgeleitet: subfirätic, -d adj. und, mit 
Anlehnung an subfieZf auch aubfiatic, -d adj. „etwas dünn**. 

1671. 8UC sm. „Saft** ^ accus, -um: it. sugOf sp. xtigo (vgl. 
valtell. 8uel „Pflanzensaft**). 

1672. 4" 9uddHu sro. („SudariulÜ adecä mahrama cu carca , 
«ra Invälittt capula**. Varl. Caz. 1643 f. 128) „Kopftuch** < sudahium: 
vgl. vcgl. scdarül, — Violleicht Latinismus. 

1673. stidodre sf. [ar. {a)8udoare] „Schweiß** <8üdor, -Orem: 
it. sudorCt ven. pg. euor, obw. 8tiur, eng. sUur^ pv. suzor. frz. 
Mueur. sp. suder, — In Bau. findet man ein sud sm. „Mühe** 
Jb. III, 327, dem sonst asud sm. „Schweiß** entspricht. Letzteres 
ist Postverbale zu asudarCf ersteres verhält sich zu sudoarej da 
vom einfachen *sud 1 vb. im Kum. die Spur fehlt, wohl wie dar 
zu duroare. 

1674. ^iler' I vb. [ar. iüir P., Hur in GopeS P., Sueru W., 
iuru W.] „zischen**. Aus der Vermischung von sifilare und suf* 
7LARB entstand eine Kompromißform *siu- oder '*8uif[i]lare, die 
durch das im C. Gl. V, 3^5. 3; 484, 63 belegte suiflum „sifilum, 
•ibilam** bezeugt ist. Da aber sifilare und sibilare net>en ein- 
ander bestanden (vgl. Meyer-Lübke: Einführung § 28), entstand 
auch ein *8IUbilare, dem das rum. Wort entspricht. Yg], it. 
Mufolüf dufolare^ subbtare^ ven. subia^ teram. Uuffuli, lanc. tSii/feld^ 
nord'tard. asubiaf in. siffUr, chiffler. pv. siülar, norm. Syüf, morw. 
fÜl^ wall, hüfle, freib. süblya, sp. chillar, siblar^ pg. silvar, 

1675. auf er IV vb. „erleiden, erdulden** < süffSeo, *-laE (statt 
1: pg. wffrery. it. soffrire, «ng'^w/rtr, pv.^f(jj^nr, frz. souffrir^ 

BÜFFfiRENTU 



eai. tp. tufnr. [ar. tragt P^^9 °>fifL traht träies IVj. 
1678. miifeHwfä af. ,,firduldaDg, L«id, Schmen*' < 



166 1688. 9ul — 1699. surc^l. 

•ai cularo ss sp. lubir a eavallo, a sui preful == ip. subir de prccio, 
a 8& sui (fiSngele) la cap «s sp. tubirie & la cabeza). [ar. (nie) alln], 
1688. «Ml sm. Jar. mgl. ^ „Walze, Spule'' <*8üb[ü]lüm (bei 
Itid. 19, 29. 1 ist ein iksubülum «= insile „die Si)u]e, um welche 
das Garn aes Einschlags gewickelt wurde, um dieses durch den 




neap. suli, romgn. aöbL ven. subio, frl. siwli „cilindro di legno su 
cni s'ayvoige Tordito ael filo per farne la tela''. Candrca-Hecht: 
Les Clements latins, 80. 

1689. stUä sf. [ar. mgl. '^, ir. sulf] {»Ahle, Spieß" ^ sübüla, 
•▲X : it. suhbia^ teram. sttbhle, campob. wghuL^ Icent. sihla^ tri. Buble^ 
•ard. Bula ,,Ahle". Obwohl als dazu gehörig empfunden, gehört 
tüUtä sf. „Lanze'' za kslav. svliea, 

1690. anleget, -Ä (+ suleagedü Dosoft. Viata sfint. **/«o) „zart, 
•chlank" < ♦ süblIcIdus, -a, -um (von sublXca „Pfahl"), Vgl. Zeitschr. 
rom. Phil. XXVII, 618. 

1691. + 8ümä sf. (Varl. Caz. 1643 f. 273) „Summe" ^ summa, 
-ah: it. somtna, pv. somaf frz. sonwie. Das Wort ist noch heute 
in Dialekten (z. B. in Bran) volkstümlich. Die auffallende Bildung 
9umedinie sf. „grolle Menge", wofür in der Bukovina auch sudeme 
sf., erinnert an alb. Sum^tf „Volksmenge". Ar. 8ii7nä „caier de 
linä deasÜ din care sä toarce urzeala" ist wohl ein anderes Wort. 

1692. 6um4t, 'cs^if -^», II vb. „aufkrempeln" < sübmItto, -isi, 
•I88UM, -iTfiRK : it. sommetiere, frz. soumetirej sp. someteTf pR, sometter. 
Die rum. Bedeutung knüpft direkt an die ctymologiRcne des lat, 
Wortes an. Wenn daneben eine Form aümec 1 vb. vorkommt 
(„rufele . . . unii le intind fei si chip, doar i-or incupea, al^ii le 
tumtcä, fiindu-le prea marl", Oiocirlan: Sämän. III, 632), so ist 
sie nach Analogie vo.« twS'tQrc^ dus-duc etc. aus dem Partz. sumes 
neugebildet und den Verben auf Suffix -ec angeglichen. 

1693. 8Hmt}p 1 vb. s. muf. 

1694. 8un 1 vb. [ar. asun^ mgl. ^^j „tönen" <söno, -arb: it. 
sonare, eng. suneTf pv. cat. fp. sonaVt frz. sonner, pg. soar. 

1696. tnUtet sm. „Ton" <[ sonItus, -um. [ar. boatse], 

1696. 8Hpär 1 vb. „ärgern" <8üf£bo, -akb: it. soprare^ pv. 

3[>. pg. sobrar. Wie im Kum., so bat sich auch im Span, die Ise- 
eutung von „lästig sein, ärgern" aus derjenigen von „überßüssig 
•ein", und diese von „überragen" des lat. Wortes entwickelt. — 
Vgl. ar. i{{pur I vb. „spotten", davon iuplr sm. „Spott". 

1697. atiptln (9upu\ü\ -ua^l (-|- -iMf), -lU, lu vb. „unter- 
werfen" ^BüPPOKO, -8U1, -slTUM. -KfiRB. Im RoTO. trägt das Wort 
gelehrtes Gepräge. In neuer Zeit ist auf rum. Boden die Bildung 
«u& 4* P^^^ „unten stellen" entstanden LM&tu^a Zamfira sta pe 
gcäue9, mai la o parte, cu brafel« lubpaie". M. Sadoveanu: 
Povestirl 101). 

169o. 9ureed tl •• turceL 

1699. tureil im.. &ureeA ai, [ar. turUeao W., surtsdf Flur. 
mMrt$eaU F., mgl. $urt$^ „Reisig" ^'^'sORCftixüS, •üx; *8üB0fiLLA, 
»MM (ftatt sObcOlxts): com. mall. iarieU^ a.-berg. ioreel 



1700. surd — 1713. t4re. 



157 



1700.. Burd, -A adj. [ar. surdit, mgl. ir. ^ „taub" < sübdus, 
•▲, »um: alb. Sur^i, SurS^rc, it. sordOf sard. surdu, onflf. auord, pv. 
cit. »ortf frz. «oura, »p. aordo^ (jtg, surdö), — De a SHrda adr. „um- 
sonst'' (weil einem kein Gehör pfenchenkt wird). 

1701. ar. surin sm. fingl. ^ „der Sonne auigcsetzter Platz'' 

<*80LlNU8, -UM (sc. loCUs). 

1702. 8urp (+ 8urüp Dosoft. Via(a sfint. *•/•) ^ '^^^ [*''• 8urpu 
„abwerfen", mgl. satiip, suruparij ir. surpu] „zusammenstürzco, 
untergraben" ^♦süb-rCpo, -are (von büpes, vgl. d£-rCpo. -abb: it. 
dintpare „zusammenstürzen", dis-rüpo, -abe: alb. zdrüp (Literatur- 
blati XII, 241), sp., mit Anlehnung an rumpere: dmrumpar^ pg. 
derrübar; vgl. auch it. diroccare „zerstören"). Davon das Verbiu* 
•übst. ar. aurpUf särpu sm. „Ab^nd" (vgl. it. dinipo „Absturz", 
pv. derup „Abgrund'*), ar. surptt, -ö adj. „steil". 

1103. 8U8 adv. [ar. 'v^, nsus. mgl. (anSsus. ir. 'x^l „oben" 
<8C8üM (C. I. L. XIV, 4012, Scelmann S. 300, Lmdsay it § 104, 
liir sübbum): it. sp. a.-pg. susOf obw. st, pv. frz. 8U8. 

1704. I 8U8p(n 1 vb. [ar. 8ti8k*ir] „seufzen" <8USpXbo, -abb: it 
Mospirare, eng. Biispirer^ pv. sofspirar, frz. soupirer. — Davon das 
Yerbalsubst. suspin sm. „Dampf (Pferdekrankheit)". Im Sinne von 
^,Seufzcr" kann susptn sm. [ar. suskHr] direkt auf lat. suspIbiux: 
lt. soin>irOf eng. suspir^ pv. sospir, irr. soupir zurückgehen. 

1705. II susptn sm. s. I suspin. 

1706. I süsur 1 vb. „summen" ^sOsÜrbo, -abb: alb. i^ffrU 
f,zi8chen". 

1707. II «ilaur sm. [ir. ^ „Geräusch, Summen" < sOsOhbui, -mc. 



T (T). 

1708. tac, 'üi, -ilt II vb. [ar. iac II, III, mgl. ~, ir. fyeu] 
,.schweic:en" <taceo, -üi, -Ere: it. tacere, eng. taSaiVf pv. tazcTf frz. 
taire. Dialektisch wird tac auch in der III. Konj. gebraucht, vgl 
auch mant. täzer, chioggia tdzere. 

1709. täetitne sm. [ar. tätSune W., tutSine P., mgl. tätSuni] 
„Feuerbrand, Getreidebrand" ^ titio, -Onem : it. tizzane^ neap. tessone^ 
lecce tetssune, arpino tftssone, alatri titssone, triest stitsonj trient. 
stisorif sard. 1. Httonef c. titssonif eng. titsiinf pv. Hzo, in. tison, 
sp. iizorif pg. tigao» 

1710. täietiirä sf. [ar. täTäiirä] „Schnitt" <taliatCra, -am 
(Dens. H. 1. r. 160): it. tagliatura, eng. talüdüra, sp. tajcidura, 

1711. tdiü 1 vb. [ar. mgl. ir. fafu] „schneiden, schlachten, 
lieben (Karten)" ^talio, -abb: it. tagliare^ eng. talÜer, pv. pg. fo/ftar, 
frz. toi^er, cat. fa//ar, sp. tajür, — Abgeleitet täiefit sm. pl. taut 
„Nudeln" «s it. tagliatellL 

1712. fdrd (^eard) sf. [ar. tsarä ,,Bodenart, Erde", mgl. tsarä 
auch „Erde"] „Land" <TfiBRA, -am: it. sie. eng. pv. pg. terrae frl 
tterref sp. t%erra. Abgeleitet: färdn (-{- t^arif C. d. b. I, 806) 
y,6auer" () russ. car&ninü ,.cultivator"). 

1718. tdre adj. adv. [mgl. tari. ir. tgre] „stark, fest, kriiftig, 
laut" <TALX8, -b: lt. taUf eng. frz. tel, pv. cat. sp. pg. taU Sdion 



158 1714. t&nnä — 1718. titä. 

im Lat. bat talis die prägnante Bedeutung ,,ein so Torzü^licher*', 
"woraus diejenige des rum. Wortes ohne weiteres erklärlich ist. 
Vgl. atare. — Abgeleitet: tarie sf. ,,Stärke, Kraft" auch „Himmel". 
[ar. vtriÖBf pravatos]. 

1714. pärlnä sf. „Erde" <*TfiRR-lNA, -am. Die rum. Sprache 
unterscheidet zwischen farä „Land", pamint „Boden und Erd- 

!^lobus" und fännä „Erde (als Materie)", vgl. sit tibi terra levis 
C. I. L. III, 4533) = fie-{l tarina u^oarä. [ar. tsarä], 

1716. tämi, ptirmur(e) sm. „Ufer". Auszugchen ist von 
fdrmur <*TfiRMÜLüs, -cm. Neben fctrmur entstand nach iepure = 
iepur, arbor «= arhore etc. ein färmure; aus der Mehrzahl färmiiri 
wurde dann ein neuer Singular färm gebildet, vgl. arttty armur, 
pl. armurly ar. scorbu, daco-rum. scorhiiräf pl. scorburl etc. Was 
nun ^TfiRMÜLüs betrifft^ so ist es nach Analogie von haründo, -Inis 
— *HABüNDÜLA (vgl. riudunicä), OLANS — ♦glandinis (Mussafia: 
Beitrag, 63; Meyer-Lübke: Einführung, § 149) — Glandula (vgl. 

Shindurä), yXroo, -Jnis — ♦vIrgüla (vgl. vargurä) von t£rmen 
lucca terme, liv. term^ pg. ierm-o)^ -InIs (: it. ierminCf sie. ter^ 
mini, neap. terrnftif^ bolg. a.-gen. termen, frl. ften)tt, pv. frz. mail. 
b^am. teinnCy vielleicht mit Einmischung von TfiRMlNüs) gebildet. 
Unwahrscheinlich scheint mir sowohl die Ableitung von termOnbh 
mit Dissimilation und (sehr früher!) Tonverschiebung (Ha^deu: 
Cnv. d. b. I, 306), als auch von *termInem (Ascoli: Arch. glott. 
it. U, 430), als endlich auch diejenige von einem Plural 1't£rmera 
y ^TfiRMORA (Schuchardt in Suppl. zu Hasdeu's Cuv. d. b. XXVI 
ois XXVII, wo auch die oben angeführte Erklärung gegeben wird). 
Bemerkenswert ist auch der Sinnesübergang, welcher nur bei einem 
mit dem Seewesen vertrautem Volke mö^licn ist, da nur für einen 
der auf dem Wasser ist, das „Ziel" gleichwertig mit dem „Ufer" 
werden kann. [ar. mardzine, hudzä], 

1716. tärainä sf. „Strang aus Ziegenhaar" wird von Candrea: 
Conv. lit. XXXVni, 885—886 von tra[n]sbnna, -am abgeleitet. 
Auffallend ist nur, ..daß, im Gegensatz zu pinna > jpanä, auch vor 
sweifachem n der Übergang von f > i erscheint. 

1717. fdstä (feastä) sf. „Hirnschale" < tSsta, -am : it. sie. mail. 
pv. cat. pg. testa, eng. teSta, frz. fefe, sp. tiesta. Über die Ver- 
teilung von TfistA und Caput im Rom., vgl. Zauner: Körperteile 

356f., im Rtr. Gärtner: Grundriß I«, 611. Wiefra. te^u bedeutet 
festöSf - -- — 




Arch. 

tata, eng. tat „Urgroßvater", sp. pg. teto, tgl. a.-frz. taie „Öroß- 
inutter". Nach Tappolet: Verwandtschaftsnamen, 20f. ist tata im 
Rum. lÜyr. und ItaJ. ganz beibehalten worden und dient in allen 
•üdit. und in einigen nordit. Mundarten, wie im Rum.^ als einziger 
Ausdruck für Vator. Das Wort ist auch ins Slav. emgedrungen: 
kalav. trb. €ech. pob. tata, big. tati () ar. tatt). trb. tajko rum. 
toledL vgL mgl. uitcä)^ aucn n.-gr. raräe. Im jktold. begegnet auch 



di« t'orm tatu, desgleichen im MegL {taiu) und im Ar. (taturlu 
Cod. Dim. ••Vi}i '^^ •^^ ^^ (^OAl naeh frate) Ar. il, 198 vor- 



1719. tu — 17S9L timp. 159 

kommt; cor gekSnten Form olymniPwaL ta, ^^ ermi. eotens. ilb. 
ta. Die 31 ehrzahl tatam (Oent. iL K r. 1B9) ist im miii« üiM 

tr. t<3/f^, niRTl. täta^ »Elteni*^ «rhaltoD. Wie im Alk tai^-maG, 
deutet tatä-mari „wtÜJtLin^ (in lläidmn igt ia H m a r g „d« 
ältere Bruder des Vatcn", im Oefftnsats su teltfHme „der jfingera 
Bruder der Eltern", IdnlMi-Jnnn: fiüdnn U% wofBr mäk (loM) M% 
Tgl. bun. 

1719. täil, ta pron. [er. Idji. lAI in Epir^ üsm. te, mgL <n^ 
to] <*T0ü8, t[ü]a (fSr Tüus, -A Tgl. tin): it. fHO, Ina etc. 

1720. täün tm. far. mgl. 'kA JBrtmwe^ <tabOmbi (bclafft tv 
der Karolinger Zeit ArchiT lat. Lex. VI, 168^ mit Snlfizwcditel 
itatt tabanüs: it. tafamo. Tan. lomb. pT. fotwiii pg. teMd, fgL 
Zeitschr. rom. Phil. IX, 512, Rom. XX. 877): fn. iooik 

1721. Mtir gm. [ar. tavru] „Stier^ { TAimuSi -ük: it. ip. foni, 
eng. a.-frz. for, py. taur^ (n.*firs. toMriMif), pg. tanrOm [nigL ar. 

1722. tedeä tf. [ar. «x.! „Scheide, Fntteral" <TBtCA, -am: ii 
eöm. tega, gen. teiga „baceeUo*^, berg. Hga^ regg. tügOf moal tgo, 
eng. tojya, irz. tote. 

1723. teämä sf. ^Furehf* <TniA, -AX (Areh. lat Lex. VI, 107, 
PostTerb. von tImbo): it. obw. tema, eng. temmOf (t|^ a.-fri. cneme). 
[ar. /rtc({, angusä], 

1724. terfrA sf. „WeberzetteP <Tti4. -am: it cat ip. pg. 
tela, eng. toi^ frz. toäe. Burlä: GonT.UtXIV. S81. DieEzifteDS 
dieses Wortes ist nicht zu bezweifeln, da es aucn im Ar. Torkommti 
wo tearä die ,,Haut auf der Milch" bedeutet, ihnlich wie it mk 
dd latte und panna, 

1725. teiü sm. [ar. teW] ,Jiinde" <*tIuüm (nach Analogie 
der übrigen BaumDamen statt tXlia, -ax, das nur in der Bedeutimg 
^jHanffaser" Torkommt: lomb. Uja^ en^. fefii, frz. tt22e, /ettte): it 
üglio^ sie. tiggyn, lomb. tej, a.-gen. tidHu^ pT. telh, a.*£n. toi 



f"*'» 



tem, -iU, -tU III vb. [ir. temu?] „eifersüchtig sein'' 



<TlMS0, •ui, *-£rb (für -Erb: it. temert^ pT. cat. «p. pg. Umtf^ 
a.-frz. tameir) : emil. Urnttj frl. f^i, a.-cat. fem&re. Daa Kefl. mä, 
tem heißt „ich fürchte", wie a.*frz. (ne ie tametV!^, so daO die An* 
nähme eines Einflusses des kslav. hojati 8^ unnötie ist. 

1727. les, "üi, 'üt III vb. [ar. taas, mgJ. ts^s^ ir. ^sesu] 
„weben'* <Texo, •xüi, -XTUx,.-xfiBB: it tesBere, pT. fetsaer, a.-frz. 
tistrCf cat. fetxtV, sp. tejer, pg! <ecer. 

1728. ^t sm. Tmgl. t8e8f\ „irdenes Gefäß zum Backen" 
< TfiSTüx : it pg. testOj oerg. mail. moul te8t, a.-rom. iiesto^ frz. titt 
sp. ticBto, — Dayon fe8t08, -d a4j. in brooBcä fcBtooBä „Schild* 
kröte" 

1*729. timp sm. [mgl. '-J] „Zeit, Wetter" < tBmpto : it pg. 
tempo, eng. temp, frl. timpf pT. tem8, frz. cat. temp8f sp. Hempo, 
Zur JBedeutung „Wetter" t^I. lat txicpbstas, it. temporale, — 
Räetimp (auch zaeiimp) ,,Zeitraum" ist mit Anlehnung an timp 
aus kslaT. raetqpü entlehnt (Jb. V^ 833). Die Bildung anotimp 
sm. ist gelehrt und dem deutschen „Jahres««eit" naehgebildst 
[ar. Jfe'ird]. 



160 1730. timpia — 1737. linda. 

1730. I timplä Bf. „Schlafe" <TfiMPLA, -am (Vitr. 4, 2, 7 statt 
TfiMPORA: graub. tempra „Schläfe", sard. tremjja „Wange", Plur. 
von TfiHPCS, sei es durch Einmischung des Sufhxcs -üla, oder 
durch Anlehnung an templum): alb. t^nhlä^ it. tcmpia, frl. timpli^ 

i)v, templa^ frz. tempe, -— Unklar ist mir nigl. Hmbä „osul temporal". 
ar. mintSf mf^L tiorbU'jfOcMui], 

1731. II timplä sf. „vorderes Altarstück", weist auf tGmplum 
(it. tempio, pv. frz. cat. temph) in derselben verengten Bedeutung 
yri% srb. slov. tcmplo „iconostasis templi", n.-gr. Titt.ikor (> ar. 
temhhi „Altar") „peristylo dans Töglise". Lat. templum, oder viel- 
mehr der Plural tbmpla bedeutet bei Vitruv auch „die horizontal 
liegenden Balken auf den Sparren, die Dachfetten", und darauf 
geht rum. timpldr sm. „Zimmermann" zurück, vgl. a.-berg. templer 
„tegularium", com. tempid, anz. tomjptfr, cremon. tempier, regg. 
teimpiaf romgn. timpion „Leisten zur Stütze der Ziegel", bres. 
mant. tempiÜf tampiel „travicello", it. tempiale „Spannbaum am 
Webstuhl", frz. temple „instrument pour tenir letone tendue sur 
le metier". 

1732. timptiriü, -<e adj. [ar. Ael timp^iHn „vorzeitig geborenes 
Lamm"] j,frühzeitig" < tsmporIvüs, -a, -um (öens. H. 1. r. 163, 505) : 
mail. temporiVf ven. gen. temporivo, eng. tir. temporif. 

1733. tin (fifi), -tU, -tie, JI, III vb. [ar. isin II, nigl. tson III, ir. 
trir III] „halten" ^TfiSEO, -nui, -ntum, -erb: it. teniref eng. tener^ 
pv. tenerf frz. cat. tenir, sp. tener, pg. ter. „tenere weicht vor 
*TEKlRE zurück in ganz Nord-it., in Frl., Tirol und auch in Engadin 

Öro aber tiner neben teiüir besteht), in Xord-Frz. und südlich in 
anche u. Velay sowie in Katalonien, während das Hauptgebiet 
des Prov. auch tener kennt" (Meyer-Lübke : Hom. Gramm. II, 
§ 119). In der Palia (von 1582) 95 findet man das Partz. finit — 
Mä ttn „gehöre zu", mä fin cu cineva „lebe mit Jemand im Kon- 
kubinat", daher fiitodre sf. „Konkubine". J'inüt sm. „Gegend"; 
fin minte («» fin 'n minte) „im Sinne behalten". 

1734. tinär, -d adj. so. [ar. mgl. tinir, ir. tirer] „jung, Jüng- 
ling" <♦ tEnärus, -A, -um(= tsmer, -a, -um „zart, jung"): it. teiiero. 
«ng. tcnder.pv, tenre, frz. cat. tenare, sp. tiemOj pg. terno^ überall 
„zari". — I)a\on tinerefe sf. „Jugend", wie it. tenerezza^ pv. ten* 
reza, frz. tendresse, cat. tendreza^ sp. terneza, pg. ternega, Mgl. 
tinir-iuni sm. „Bräutigam". 

1735. + Und (tinz) -tw« (tiS Jb. HI, 242), -n« III vb. (Jb. III, 
36, heute meist intind) far. ttWu, '■mSu und tek^ timtu und ies III, 
II, mgL find, -nif, -na III] „spannen, ausbreiten" <t£ndo, -£re: it. 
tendere, eng. sp. pg. iender, pv. frz. tendre, cat. tendrer, 

1736. 4- ttnd .... ttnd adv. „bald — bald" (Dosoft. Viafa 
tfio^. ^^Wfi, ^*^/i etc.) <*TAKi>o. das auch aus dem Sard. {tando\ 
Sis. und dem ganzen Südit. Gekannte Korrelativum zu quando 
l(nach dem Muster tavtus — quantus etc.). Vgl. Guarnerio: 
Archivio giott. ital. Xill, 123, Meyer-Lübke: Zur Kenntnis des 
Altlogudoresischen 66. 

1737. tindä if. „Vorhof, Hausflur" <*TÄin>A, -am (Verbal- 
tubit. SQ txndsbb): alo. f^f .,Beisigdach", it. eng. pv. pg. tenda, 
«p. Henda. [ar. teniä ^ big. tema]. 




1738. ÜDdSche — 1746. toc. 161 

1738. tind^che sf. [mgl. {8)tindecl!ä) „eiserner Stab, der im 
Webstuhle die Leine spannt** ^ tendIc[0]la, -am. Dialoktisch kommt 
^in Bran] in derselben Bedeutung die Form timbiiche sf. vor, 
Direlche vielleicht eine Kontamination mit tsmplum (vgl. timplä) 
aufweist. Conv. lit. XXXVIII, 468. 

1739. plnpär sm. [mgl. tsäntsar] ,,Gelse, Stechmücke*'. Es ge- 
hört zu den in Glossen belegten zinzala, zimzario. zenzalüs, zin- 
2AVB, TBNTiALB, TziNTZALARio (Dens. H. 1. r. 198): alb. tsindzir^ 
dzindzär, it. zenzam, zanzara (vgl. ar. dlund£unar ,,Kärer"). [an 
9miäcoM], 

1740. tirftü sm. Junger Widder, der noch nicht zu den 
Schafen gelassen wird". Das Wort ist, wie ich es in Bmn hörte, auf 
der letzten Silbe betont, daher fällt der Einwand, den ich im Lat. Ti 
und Ki, S. 4d erhoben habe, von selbst. £s weist auf ein ^Tfia* 
Tivüs, '^UM von TfiRTixTS, denn tirfiü ist ein Widder im dritten 
Stadium seines Alters (von der Geburt bis zur „odirnire*' heißen 
«ie mieif von da ab bis zum folgenden Frühling noatinif im dritten 
Stadium, d. h. bis zur Paarung, heißt das Weibchen mioarä und 
das Älännchen Hrpiü, vgl. Liuba-Jana: Maidan, 110). 

1741. nrs(ü {tärziül -fe adj. [ar. trädziü W.] j,8pat" < tab- 
Dlvus, -A, -UM (Dens. H. 1. r. 163): it. tardivo, pv. tardiu, frz. Uirdif^ 
ap. pg. tardU). — Ar. i/iel trädziü „nachzeitig geborenes Lamm^', 
vgl. timpur iO. [ar. P.: amindt]. 

1742. pipä sf. [ar. tsütsä, mgl. Ugtsä, ir. tsitsf] „weibliche 
Brust, Zitze** < titia, -am (Aren. lat. Lex. XIII, 165) : alb. (f)8i{t)8c, 
vgl. it. tetta, zitta. a.-berg. pv. sp. pg. feto, eng. tettaf frz. tetief 
big. taitsa, kroat. sisa. cizza, n.-gr. rt,n^iv, deutsch ZiUe etc., vgl. 
Cihac II, 436. Als Wort der Kindersprache scheint es über ein 
«ehr weites Gebiet, auch außerhalb des Kom. verbreitet zu sein. 
Der Ursprung sowie die lautlichen Verhältnisse sind noch unklar. 
— Abgeleitet: fitüü sm. „petit-lait*' (Cuv. d. b. L 306), pipinä sf. 
^,Türanger* [ar. tsäntsänä „Türspalt**], mgl. tsQts 1 vb. „saugen**. 

1743. todmnä sf. [ar. mgl. '^, ir. totnn^] „Herbst**. Wie sard. 
1. atundzUf c. atxindiu^ sass. atwhu^ erfordert auch das Kum. ein 
^AFuJTt^MNiüM, oder vielmehr ein nach dem Geschlecht der übrigen 
Jahreszeiten gerichtetes "^ AfulTÜMNiA, -ah (statt autumnüs), veL 
Äeitschr. rora. Phil. XXVIIT, 688 f. 

1744. toärtä sf. s. torc. 

1745. todrpä sf. .,Fackel** < ♦ TORcrtJ]LA, -am (vgl. tobqua bei 
Varro: Sat.;.Men. 170B*, vgl. frz. torche „Fackel**): veron. tortso 
..Fackel**. Über die lautlichen Verhältnisse vgl. Verfassers: Lat. 
Tj[ u. Ki, § 70. [ar. luminare^ axungukWe]. 

1746. toc 1 vb. [ar. toc^ tucdif tucatj tucare] „auf dem Klopf* 
brett klopfen, hacken** <*tÖcco, -are (nach Schuchardt: Zeitschr. 
rom. Phil. XaII, 397 ononiatop. Bildung!: it. toccare, pv. tocar^ 
frz. toucher ^toquer), sp. pg. tocar, — Davon todcä sf. „Klopf- 
brett oder eiserne JPlatte, die gelegentlich die Stelle der Glocke 
in den Kirchen vertritt**, vgl. alb. tokp „dass.**, it. tocco „Schlag an 
der Glocke, Glockenschwengel**, pv. toc^ tocha (pv. toca senk y frz. 
toc8in)f oat. toc, sp. pg. toque „Glockengeläate** : ung. toka aus dem 
ßnm. — Tocdnä sf. ,^fefferfleisch**, vgl. it. toAetto. 

Fn fotiri u , Xtymologiiobet 'W)&vWcbuc\L "^"^ 



162 1747. toro — 1760. tot. 

1747. tore, ^ra^i, -r« HI vb. [ar. torcu, 'Tiu^ JII, II, mgL 
tore, "ri, *r8 III, ir. tareUf -rt III] ^^spinneD, schnurren (yon der 
Katze)" <TÖRQüBO, -rsi, •rtum u. -bsxjm (Priic 9, 52, vgl. detorsuh 
bei Gato), **tBM (—■ -tRs): it. torctre, eng, tuorier „trüben", pv. 
iorser^ frz. tordre^ cat. sp. pg, iorcer. Das Partz. törtus, -a, -uji 
ist nur in substantiviscner Verwendung erhalten in toArtä sf» 




Wortsippe hat rum, U\rtä sf. „Kuchen" (davon txirttsc IV vb. 
^latt machen", vielleicht auch itrtOB, *e aclj. „plati") [ar. «^ „Laib,, 
weißbrod, Kuchen"^ mgl. '^ „Kuchen", ir. turif „Fladen"] nicht a 
zu tun, sondern gehört zu dem in den Keichenauer Glossen Nr. 431 
(ed. Förster u. Koschwitz) belegtem tübta, -am (glossiert durch 
collirida), dunklen Ursprungs, worauf auch it. sp. pg. tortüy sie. 
sard. obw. tarta, eng. tuorta^ frz. tourte zurückgehen (vgl. auch 
srb. slov. iurtüf tort^ poln. tort^ ung. tortOf deutsch Torte). Wenn 
dagegen, nach einer Mitteilung von S. Popescu, in Buzäu ein 
iart „Kuchen" („turtä de m&laiü coaptä in spuzä, de obiceiü in^ 
T&lita in foi de nuc") vorkommt, so ist dies ein Lehnwort aus 
dem Slav. 

1748. tarn I vb. [ar. ir. tomUy mgl. tom] „ein-, vergießen; 
erbrechen" <törno, -arb: it. tornare^ enj^. tumer, pv. cat. sp. pg. 
iomar^ frz. toumer^ lothr. ton^. Über die Bedeutungsentwicklung 
im Hom. vgl. Lindström : Melanges "Wahlond, 286 f. L)ie Bedeutung 
von vsBTERB ist noch im alt-rum. tom Psalt. Seh. 125, 1 und im 
n.-rum. intom erhalten, vgl. auch mgl. tom oile = daco-ruro. 
tntom oiUj während ar. tut tomu geradezu „zurückkehren" be* 
deuten kann („Dianfik'ea dor o lo s m hoara ae tumä*^ = „D2. 
bekam Heimweh und kehrte nach ihrem Dorfe zurück"). Dann 
erfuhr tom dieselbe Sinnesentwicklung wie vbrsarb. 

1749. tort sm. s. torc. 

1750. tot, toatä adj. [ar. mgl. ir. <^] „ganz, all" ^ tOtus, -a, -um : 
*P* P9* ^0^} o^®^ TOTTUS, -A, -UM (Couscntius, K. V, 392, nach 
QC0TTC8. 3Ieyer«Lübke : Einführung, § 142): it. txittOy obw. tuf. 
enff. tuottf pv. totf in, tout „Dadurch, daß totus „ganz" im Plural 
mehr una mehr die Bedeutung von omnis „all" annahm (vgl. auch 
Arch. lat. Lex. III, 470), wurde letzteres überflüssig; jenes haftete 
fest im Gedächtnis, dieses ging verloren, daher rum. tot etc. . . . 
im Sinne des lat. omnis" . . . Meyer-Lübke: Rom. Gramm. I, § 1» 
Die Bedeutung des rum. tot als Attribut kann bis zur Vorstärkung 
des Subst« linkon: s*a supttrat dintr'o nimioa toatä •» „or ist aus 
gar keinem Grunde böso gowordon". Wio im Alb. (iS;U'^>;) hat tot 
auch den Sinn von , Jeder"; alb. |^i^ katundi mm tot cätunul; vgU 
noch alb. me ^W^ V^iö ■» cu toate actatea („trotz fallendem"), alb. 
f^i^t^ mm ar. tuiuna es daco-rum. tot-de^a-una [mgl. totaiunäl 
„immer", vgl« auch totuna adv. fir. totür{f)] „alleseins, einerlei", it. 
iuifuno* Durch die Abschwächung der Bedeutnng[ erklärt sich 
auch die Tonloslgkeit des Wortes im Satze, welche wieder mit sich 
.briDffty dafi das o bald wie in minderfoetonten Wörtern zu äi ditl. 
tat omül mm Jeder Meniehi oder wie unbetontes o la u wird: ar. 



176L trU4fi — 1761. trlaL 168 

Mä nodptea, tuiä dtte „dU gama MaehL deB gamtn T^f*» In 
der Schriftsprache iti dies nnr ans tu$Mi (mgLUi&treillf Ir« niälrietl 
,,alle drei*' (^*tot8trei mm ii. tatti Ire (wonaoh aoeh hmpatru, Ir. tuiffu) 
ersichtlich; vgl. auch pretutindenL Bai der Bildung des 
Ady. iötuf „dennoch" wird nng. mig^ ^dennoeh^ TorbildUdi ge- 
wesen sein. 

1751. (erddda I vb. ,,yerrates" < tsadOi *-au (fOr •Ittm^ iiaeh 
dabb). Ob dos rum. Wort mit pT. tradär auf eine Stnfa ao ttellen 
ist, ist fraglich, sweifolhafter noch ob alb. fmoA »Terhttoa^ hinrher 
gehört (G. Meyer: Alb.Wörtb. 436). Heyer-Lflbka: Bonn. Oramn. 
ll, 597 nält das pv. und rum« Wort fOr gelehrte Bekonstroktioneo, 
was um so wahrscheinlicher ist, als im Rum« ein Tolicatfimlidiis 
Wort preddü y^übergeben** ^ kslav. prödaii existierte 6rgL nn te 
voi vreda mor^ii b» big. ne h^ te priäa na t^mr^t, Jou IZ, Si\ 
an das es angelehnt werden konnte. Letiteres wurde T<^keet7mo- 
logisch in pre -|- daü (^ baxb) getrennt, daher bildet das UegL mm 
Präsens prtdäü einen Aor. jpvtcied, desgleichen im. Ar. jpruladi priidafl, 
Aor. pruded (vgl. ar. pruoot „YerAtet^).') 




nach actus — agere. leotus — legere u« •• w. lo tkactus 
ein Inf. *THAOfiBB gescnaffen worden sei und diesem *XBAOtBB 
würde frz. (rairef sp. traer ebensogut entsprechen, wie frs. üre» sp. 
leer dem Ist. legere entspricht. Allein es fragt dch ob dU Kon- 
struktion nötig ist. Da lat. aero zu frz..atr wird, so lifwt kein 
Grund vor. (raire von TRAHfiBs zu trennen, und im 8p. hatte Ut 
TRAHfiRB auch uicht wohl etwas anderes als traer ergeben können. 
Pg. trazer und it. trarre weichen von [it.] leggere, [pg.] ler ab, so 
daO, wenn dieses vielleicht, jenes sicher nicht auf TRAHaiiB beruht 
sie auf ^TBAOfiRB zarückzufübren noch weniger angeht. Hier wira 
also zu untersuchen sein, ob die Abweichungen von den über- 
lieferten lat. Formen sich aus den einzelsprachlichen Systemen er- 
klären, und erst, wenn dies nicht geht, wird man zu einer Kon- 
struktion schreiten." (Meycr-Lübke: Einführung §72.) Dies ist der 
Fall für das rum. Wort, das ein ^tbaoo, -xz, -crux, ^-oIbb er- 
fordert. — Abgeleitet irdaä sf. „Heber" (vgl. trag vinm „den Wein 
abziehen"), trasürä sf. „Wagen". 

1753. trdgän {tragäniz) I vb« „in die Lange ziehen, säumen" 
^*TBAolNO, -ARB, Vgl. it. trainarc» sard. 1. irainaref in, tratneTf 
pv. trairutr^ eat. sp, traginar. Über die lautlichen VerhUltniMS 
Vgl Verfassers: Lat. Tj^ ii. Ki, 172. Da das Wort sehr oft für dlo 
langgezogenen Volksweisen gebraucht wird, konnte tragäna gleich 
mit „a cinta din gurä saü dm frunzä" werden (Conv. lit. XX, 1019). 
Als Lautsymbolik ist die Nebenform täragana aufzufassen (tjtdr* 
^itul duios al caralor^ cintecele Uirliganaie ale cäräu^ilor • • • • toate 
par din alt& lume". Sadoveanu: Säroftn. lU, 697). 

1764. trdmä sf. [ar. mgl. ^ „Querfäden, Einschlag eines Oe- 
webes" <tbama, -axs it. sp. pg. trama^ a.-frz. traifne^ n.-frs. trame. 
Davon tntram t vb. „den Einschlag eines Gewebes machaa^, mä 

11* 



164 1755. tre&pftd — 1784. trist 

tniräm „genese" (eigtl. „bringe das Gewebe meines Körpers in Ord- 
nung''). 

1755. tredpäd I vb. „lauf en^' ^ trSpIdo, -arb. Davon tredpad 
{treapät SlavlcT: Din bätrinT, 74} sm. „Trab". 

1756. tredpiä sf. „Stufe" ^♦TiqtCTA, -am (== ♦tra[j]ecta, -am 
za TRAJlao vgl. trec). ..Der ursprüngliche Sinn des rum. Wortes 
muß „Schwelle", d. i. „Übergangsort" gewesen sein. [ar. scarä], 

1757. trec, -liX, -lit III vb. [ar. mgl. ir. ^ „ninübergehen, 
hinüberfahren, übersetzen" ^ traicio, -fins (tbajIcio ist unrichtige, 
etymologisierende Schreibung, Meyer-Lübke : Kom. Gramm. I. § 293, 
Tgl. auch deutsch Trichter < * traictabiüm, Ascoli ap. G. Meyer: 
Alb. Wörtb. 421. Der Diphthong ai wurde früh mit jb zu urrom. ^, 
TjgL Verfassers: Lat. Tj[ u. Kji, 73): wald. treze, südostfrz. trezi, 
iJber rom. Ableitungen vgL Mussafia: Beitrag 89, Anm. 3; Ascoli: 
Arch. glott. it. I, 87, 106; G. Meyer: Alb. Wörtb. 421; über die 
xahireichen rum. Ableitungen, die interessante Sinnesentwicklungen 
aufweisen, Gihac I, 286 - 288. 

1758,^ frei (dial. tri) num. [ar. mgl. ir. 'n-] „drei" <TRfts: it. 
tre^ sie. tri, eng. traiSf pv. cat. sp. pg. fres, frz. troia. 

1759. tr^ler (trür) I vb. [ar. Mir] „dreschen" < trIbülo, -abk 
(von TBlBüLXTH „Drcschmaschine") : it. (reobiarej sard. triulare^ mail. 
trobid „tramenare il pesto", berg. ströbiund „fare le infime faccende 
di casa", verz. strubid „ammazzare", pv. treblar „quälen", cat. sp. 
^iUar ,,dreschen", pg. trühar. 

Iv60. tr^mur I vb. [ar. iream(b)urf vgl. Jb, m, 4 — 5, mgL 
iremur, ir. ^ „zittern" <TRfitfüLO, -arb (Dens. H. 1. r. 167J: (vgl. 
alb. tr^nibfl-äk „furchtsam"), it. tremolarCf eng. frz. tremblery pv. 
iremblar^ sp. temblar. Davon tremuriciü am. „anhaltendes Zittern" 
BS sie. lecce tremulitsau. 

1761. tresAr (träsar) IV vb! „auffahren" [ar. antrisdr „über- 
springen"! ^*tra[k]8-8ALIO, -Irb: ii,' trassdlire, pv. trassaüiir, frz. 
tresaatlhr. 

1762. triföiü sm. [ar. trifotü] „Klee" < Trifolium : alb. trifoj, 
trtfojj it. trifogliOj romgn. trafoj, a.-berg. trefojy a.-ver. terfojo^ 
sard. trovorzu, eng. traföt. a.-frz. trefueU (n.-frz. hrhfle, it. trefolo, 
cat. pp. irlhol^ pg. Mbo <;*trXfölüm nach gr. TQifvilov), [ar. auch 
trifitü], 

1763. trinUt {-if. M, -if)', -esH {Aaei, ban. -tS Jb. III, 242V 
-Ä (-is), m vb. [mgl irimitf . 'Ci, •«« EU, ir. tremetu^ -es Ilij 
„schicken" ^ tramitto, -isi, -issum, -£rb (= transmitto „interdum 
plena est, ut transtulit, interdum minuitur, ut traiecit, tra- 
daxit, neo non ab aliis plene ponitur, ab aliis lenitatem intuentibus 
minuitur. ut in eo quod est transmisit et tbamisit: alii transpo- 
• ait, alii traposuit". Velius Longus, K. VlX 66, 9fif.): it, 
iramettere, pv. trametre. Der Wechsel zwischen 6 und i im Rum. 
erklärt, sich durch Ausgleich des Präfeni (-xXtto) und des Aor. 
(-mal), [ar. pitric], 

1764. tH9t, -4 adi. < tbIstüb, -a, -um (Dem. H. 1. r. 141 « 
TBI8TX8. -b): (vgl alb. <rtir^oA „littere"), itirMo, eng. pv. cat. triat, 
tn» triaie* [ar. dirHtf fmrinatl. 



1766. tr6nehlfi — 177t tniu 165 

• 

1765. irünehiü gm. „Stamm'^ < tbüxcToIli», •m (Deut. H. L n 
169). Vgl. Verfaiaen: Lat Ti o. Ki, 128. [ar. i&Np]. 

1766. ar. UeäUire if. JCiebererbse'' ^cXcbb Ut. eeee^ eampob. 
^efife, bolgD. zeiSj wfh in. Akhe)^ *-tRix: alb. I^tktrtf ^e. tfttftn^ 
ueap. tietiere, tar. sie. UitiM^ lece« iHtiert^ Val Soaaa Mero, pr. 
CfZfr, a.-frz. c«r«. 

1767. mg). Uieodri tl „Art Grille*', gebort kaum aa cnuiu, 
•AM (vgl. it. pv. cigäUif tip. eigarra), tondem wahneheinlidier la it 
dgolare „knistern^, veo. eigare ^sitoben*', TgL mgL tifeitf am. ^^greUer 
Schrei'*. Tsärtsdreä UieoarV neiOt eine j^rt OriUe, dm och im 
Sommer, weoD die große HiUe hemeht, auf Obit letit und wo ynA 
friOt bis sie platzt''. 

1768. tu pron. [ar. mgl. ir« ^ „du" < tO: it pT. fn^ eai sp. 

pg, tu, eng. tu, 

1769. tt%fä sf. „Straacb, Oebüsob". dial. auch jMüatüa^tmhf 
(Marian: Ornit. I, 9; Gonv. lit. XX, 1020) [ar. '^ W~mgL tufeX 
„Blumenstrauß**] <TüFAy «Aac „Art Helmbutcn" (VegetinaS^ 5): albi. 
tufy „belaubter Zweiff. Strauß, dichtet Laubwerk" (as mm. ^i^ 
am.), sard. 1. tuvu „Doragebüfcb" (im Genua nach den fibrigen 
Baumnamen gerichtet), vgl. n.*gr. raOfa „dichter Bund Graa" (vgl. 
frz. touffe, it. tufazzolo „ciocca dl capelli arriedati", tp. tmfo 
jyBfischel**^ von denen das erste im Konionantismut, die swei letzten 
im Vokalismus Unregelmäßigkeiten zeigen). Daa Vorkommen des 
Wortes im Kum. schließt eine Entlehnung des lat. Wortea aua dem 
Germanischen (ags. püf), wie sie K. Loewe: Zeitidir. vergL Spraehl 
1904, S. 273 behauptet, aus. Der im V Jh. schreibende Vegetins 




-AX : it. eng. pv. tomba. sard. tnnwa, frz. tombef cat. toinh, sp. pg. 
tumha. Im baco-rum. existiert ein Adv. de a tumba „kopfiibcr**, 
welches, wie schon Cihac I, 290 bemerkt hat, von dieaer Wort- 
sippe nicht getrennt werden kann. Sp. tumbo, pg. tuniba heißt 
„Burzelbaum" und dieser Sinn liegt auch frz. tomber „fallen" zu* 
gründe, das im a.-frz. „faire la culbute*' bedeutete, wie a.-veD. 
tombar, piem. totnbi, sp. tumbar noch heute den Sinn „purzein*' 
neben „fallen*' &= it. tombolare hat. Man hat die rom. Wörter von 
ahd. tumon ableiten wollen (Braune: Zeitschr. rom. PhiL XXII, 
206), doch muß diese Etymologie^ da^ das Wort auch im Kum. vor* 
kommt, aufgegeben werden. (Vielleicht hat sich das germ. Wort 
mit dem Bom. gekreuzt, worauf die Nebenformen mit u in den 
westrom. Sprachen weisen.) Die Bedeutungsentwicklnng erklärt 
sich wohl als Ausdruck der Jagd, indem der geschossene Hase, 
.der Burzelbäume schlägt bevor er fällt, ah Ausgangspunkt gedient 
haben mag (ähnlich die geköpften Hühner), — oder man hat einen 
ähnlichen Fall wie im ital. saUo mortale vor sich. 

1771. I tun I vb. [mgL tunä „es donnert"] ^donnern" <xOho, 
•ABB: it. ((u)onare, eng. ttmer, frs. tifnnerf (vgl. it tranare^ pv. a,* 
cat. a.-ip. tronoTf pg. troatf mit b von tobitbüs). Davon nach 



166 1772. tnn — 1788. to^in^z. 

■ 

fuit-funef ein tünet im. „Donner**, wie Pagänica t<mitu, [ar. 5tim- 
bunedz], \ 

1772. U-^tun sm. „Donner** (Varl. Caz. 1643 t 381, 73, 76) 
<TÖNü8, -üx: it. tuano, eng. tun. frz. fon, pg. tom. Später wurde 
die „Kanone** tun genannt, welcne Bedeatang heute ausschließlich 
gebraucht wird. 

1773. tund (tunz\ -tw^fy -n«, III vb. far. tundu, -mSu, -mtu 
m, II vb., mgL tufidf •nS^ »ns HL] „scheren" < tondeo, -£rb (Dens. 
H. L r. 147 = -srb): it. tondere, sard. tundere, pv. frz. tondre, 

1774. turb I vb. [ar. truhu^ turbu^ ir. turou] „werde wütend 
(von Hunden u. übertragen auch von Menschen)** ^ türbo, -abb : 
alb. tfrbo1^ „mache wütend**. Die ursprüngliche Bedeutung v^^^' 
wirren, trüben** ist erhalten in der Ableitung türbur (iülbur) 1 
vb. <[*Tt}BBt}L0, -ABS: alb. turhuio^, frz. trouolerf und in tilrbure 
(tulhure) adj. [ar. turhur] „trüb** <*tüebÜlus, -a, -um (= tÜrbIdüs): 
alb.. (urhuf^ 6*tt&uf, tarent. torvolOf sie. trubhulu, neap. truvolo, mail. 
törbor, tolbör, piem. tirbol, tir. törboU arbedo tulbrUf süd-sard. 
truUUj frl. törgol, eng. iuarbel^ in, trouble, cat. tarbol^ vgl. cutrn- 
buru. Über Verbreitung und Sinnesentwicklung dieser Wortsippe 
handelt ausführlich Schuchardt: Rom. Etymologien U, 5401, wo 
such frz. trouver etc. von Tt^BBABB abgeleitet wird. 

1776. türhur 1 vb. s. turb. 

1776. türhure adj. s. turb. 

1777. türmä sf. [ar. «^j ir. tumif] „Herde** < TtJBMA. -am : alb. 
iurmCf trumf, it. a.-lomb. torma^ sard. truma „armento ai cavalli**, 
Irl. tarme „branco di animali**. Aus dem Kum. stammt srb. slov. 
poln. kruss. turma. — Abgeleitet: turmdc sm. Junger Büffel, der 
mit der Herde läuft**. 

1778. türtä sf. s. tort. 

1779. ar. türturä sf. [mgl. ^ „Turteltaube** kann wie it. 
torhra, frz. tourtre, cat. tortra auf ^Tt^BTüBA, -am (statt tObtüb, 
•bm: it. tortore^ pv. tortre) oder auf eine dissimilierte Form *Tt^- 
TÜLA, -AM (unter Einfluß des Suffixes -Ülüs): sp. tortola {tortolo, 
•Ib. iurM ^*TüRTüLü8, -um), vgl. pav. d6ldra beruhen. Im Daco- 
runu nur: 

1780. turtured {turiuHch') st ..Turteltaube** < TtTRTüBlLLA, 
•AM, ode^ *TURTüBfiLLA, -AM: it. tortoreüo, tortoleUa, frz. tourterelle, 
•p. tortolilla, 

1781. tüee (iusfC) sf. far, *^] „Husten** ^ tüssis, -em : it. tosse, 
tard. tuiu (masc)) eng. tuo8$, pv. c«t. sp. tos, in, toux^ pg. tosae. 

1782. tu^^ee IV yb. [ir. tuH in Zej.] „husten** <tü8sio, -Ibb: 
it. totiiref eng. tusnr, pv. cat pg. tossir. a.-frz. toussir. Ein von 
T088I8 neu abgeleitetet Verbum der I iConj. findet sich im Ar. 
tu$edz 1 vb. und im frs. touaser, (vgl. mir. tosar^ parm. töscr^ obw. 
töier, auvergn. tüVfe, delph. tüisBe, sp. toiir, pg. lossir <(*Tt}ssfiRB). 

1783. tufln^ t Tb. „stutzen** („Mustafa neagrä 91 bätoasä 0* 
parta tu^lnatft, dezgolindu*! buzele**« J.Adam: Aätäcire 19o)j setzt 
•in rerloren ffeganfrenea *tuiüne sf.. oder *tuftnä (mit dem Zeitschr. 
rom. Pbil XXYII, 7421 beM^ebenea Suffixwechsel) „Schur** 
▼onoi < To[v]tio, -Okbii: tard. to9€n$f fn. Mfoii. Oonr. lit. XXXIZ, 
828—881 



17M. vold - 179L vldte. 



167 



V. 



1781 



li. uctd (ueU, uM), -toA, -U, Hl yK [ar. Mcl „leUiffe" 
W^ mel. uUid, 'li, -if ]I^ ir. Mtiidu, -ia III] »tSten«' < oogZdo, -tf 
(DeDs. H. L r. 153 s» «Dl), -Süx« -Dtu. Die rom. EntqNreehiuigeii: 
it. uccidere (vgl ft.-berg. «In« Frti.), pr. aucire^ •••fn. oeire; •••cat. 
cueire weisen auf eine Form *avoIdo (nach avixbboI vrL Ua^ 
Lübke: Rom. Gramm. II, fi 595. <— Die Form ueig (woron iMtpi^ 
am. ,,Mörder") ist aus dem Prti. ucii nach der AtialcMie ron FHi. 
intins — Präs. tntind und imting ete. gebildet [ar, P. kennt nur 
vdtSmj vdion^ mar „töten'*]. 

1785. I ud, -4 a4j« [ar. mgL ir. ^] »naOf' <1lnü% »ii Hm: 
tegl, joit 

1786. n ud I Tb. far. mgL ir. ^ „naO maehen^ { Odo^ •ah- 
— Das Sb. ud „Urin<< (y^L Mnca uduluC „HwnhUM'^ kBnnte aovoU 
Verbalsubst. von ud sein, au auch dem lat. aubttantiTierten A^ 
Vdüx ,,das Nasse" entsprechen. Wahrseheinlich aber atammt ei 
aus dem ung. hud „Unn*' und bt nur durch Ydkaetgmiologie ans 
lat. Wort aof^elehnt worden. 

1787. üger sm. [er. ud^e^ ir. uier auch „Frnuoibnntf*] 
,,£uter" <üDEB, -fiRBx: it. ubero, romgn. Kvor, boL imer. päd. un, 
obw. Uver, sp. pg. «5re. auch in osi- und südcatfrani. Ifundarten 
vorhanden. Das g im Kum. erkl&rt sich durch Anlehnung an w§€ 
„saugen". Zeitschr. rom. Phil. XXVIII, 617. 

1788. I üit {+ uU) 1 vb. [ar. ültu, mgL vüt, ir. tfl»! ^ver- 
gessen" ^*OBLiTO, -ABS (von OBLiTüs) : obw. amblidarf pv. ooftdor, 
frz. oublter, sp. pRf. olvidar, — Davon uitüCf •ä wäj, pVenreOlicb*^ 
{mit demselben SuMx, welches in lat. cad-ücus vorliegt), [ar« P. kennt 
nur agärSescu], 

1789. II üit 1 vb.. nnr refl. mä uit „betrachte". Nach einer 
mündlichen Mitteilung Meyer-Lübke's stammt das Wort aua *obIto, 
-ABB ^von ODiTüM ZU OBBo). Schou im Lat. heißt obire Tiau oder 
oculis ,,betrachten". Im Ir. wird für „betrachten" cbidi gebraucht, 
welches aus kroat. olhidi „herumgehen" stammt, also denselben 
Sinnesüberganff von „herumgehen", dabei „sein Augenmerk auf 
den in der Mitte sich befindlichen Gegenstand richten" tu „be- 
trachten", zei^. -^ Der Imper. uitä'ül „schau", wurde durch 
Vokalassimilation zu uite-te und dies wurde in uiU verkürzt, welches, 
da das Verbum reflexiv ist, in uUte getrennt wurde, woraus dann 
einfaches ui\ „schau" entstehen konnte, [ar, «n(ii)(reacu, br{u)e$cu\ 

1790. uleeä (ulcieä) sf. „Töpfchen'^ ^*olUc1lla, -am (von 

0£XiA). 

1791. uMdr (urchr) sm. [ar. uUiar, urtior] „Qeratenkom*'. 
Etymologie unbekannt. £in *ulceolvm von üLCira ..Geschwür'', 
wie Cihac (I, 801) vorschlug, verstößt gegen die lat Wortbildung, 
da das Suffix -xolvm nur an den Stamm ulcxb- angehängt werden 
konnte. Außerdem war das urrom. Wort für „Gerstenkorn" hob^ 
siOLüi, »vui it. orMßjuolo, *••!». wrgeolf n.-fn. crgeUt, wp. ^müU 
<vgL rnm. imhißir), wetohea muL la ^urdiir hätte werden afinea. 



168 1792. olm — 1307. Ampla. 

Vielleicht wurde dieses unter Einfluß dei Suffixes 'Ci6r (gros-cior, 
c&s-doarä etc.) zu urcior. woraus mit Dissimilation xilcior. 

1792. Ulm sm. [mgl. 'v/] „Ulme" < ülhus, -um : it. sp. pg. olmo, 
Bard. «Zmu, pv. oume^ frz. orme, waatl. urmo. Unklar ist mgL 
f^lum, 

1793. mgL ümä sf. „Erde" < hümus, -um. 

1794. ümär {umere) sm. [ar. numir{e)j {a^numir, mgl. numir, 

ir. unter, rumer j rutnen] „Schulter" ^[H]üMeBU8, »um: (it. omero 

halt Zanner: Körperteile, 435 für gelenrt), istr. noumarOf loumarOf, 

•ard. g. ummarUf sass. ommaru, cors. vomaru, sp. pg. hombro. — 

Umärul obrazului {fefix) „Wange". 

1795. uinärdr sm. „Schulterbedeckung" (Dosoft.: Viafa sunt* 

••'Vse) <HtJMfiRALB. 

1796. iimbldtitrA sf. [ar. tmnä^ura] „Gang" ^▲mb[ü]la- 

TtmA, -AM. 

1797. ümhlu (-}- imhlu) I vb. [ar. tmnu. mgl. amnu, ir. omnti] 
„gehen" ^ amb[C]lo, -abb. Über die noch niciit genügend erklärten 
rom. Vertreter dieses Wortes vgl. Körting* Nr. 588. Im Altrum. 
kommt auch ein gekürzter Imper. blemü, blomü „allons!" bleafil 
(bei den Motzen noch erhalten), blafl (auch blam-afll) „allez" vor, 
worüber Candrea-Hecht: Les el6m. lat. 82—83. — Abgeleitet um- 
blätodre sf. „Abort" (vgl. gen. and£ou ^ ambulatobium „Korridor^ 
Gang"), für die Bedeutung Tgl. urdin. 

1798. limbrä sf. [ar. aumbra auch ,.Scbattenbild", mgl. 'v/J 
„Schatten" ^ümbba, -am: it. pv. ombra, xrz. ombre, (cat. sp. pg. 
aonibra (süB + ümbba). 

1799. unibrdtee {umbrdtic) adj. „schattig" (Xona rev. rom. I^ 
64) ^üMBBATlcus, -A, -UM, Vgl. frz. omoroge. 

WÜO, umbr^ae IV Tb. ,, beschatten" <ümbb£sco, ♦-Ibb (= -Bbb) 
Dens. H. 1. r. 150. [ar. aunicreäz], 

1801. + umbr^z I vb. (Varl. Caz. 1643, 11, 68b., 70) [ar. 
aümbru W.« aumbredz F.] „beschatten" ^ ümbbo, -abb : iL omorare^ 
frz. ombrer, 

1802. umbrös, -^odsä adj. [ar. aumbroSy auch „behext"] 
^schattig" ^umbbOsus, -a, -um: it. ombroso, frz. ombrettx, (sp. som* 
aro8o). 

1803. ümed, -A adj. [ir. urnid] „feucht" ^[hIümIdus, -a, -um: 
n.-pv. ime, wall, ume, wime^ sonst gelehrt, [ar. nutZa^ igrasiös). 

1804. ümflu (unfiu) 1 vb. [ar. umflu, mgl. amflu{m\ ir. ämflui 
yyEufblasen" <imflo, -abb: it. enfiarCj sard. 1. unfiare, c. unflaif pv. 
t{n)flar^ frz. tnfkr, sp. hinchar. — Davovi : umMtürä sf . „Geschwulst** 
■Bt lt. enfiaturoj sp. Ainc^dura. Desümflu l vb. ,^ab8chwellen" b» 
St. dUennaref pv. (ie8e(n)/Zar, frz. disenflery sp. deahinchar, 

1805. ar. umidUdte W. sf. „Fencntigkeit" < hümXdXtas^ -tatbm. 
Sonst gelehrt [dacorum. umez^Uäj ar. P. nur nutiej igrcme], 

1806. i^r. untinitdte if. „Menschheit" <hümanXtas, -tatbm. 
Sonst gelehrt, [dacorum. omenime], 

1807. ümpUi, -Ui; -Ut n vb. Far. iimplii, mgl. ampfu] „füllen** 
^niPLBO, -Ibb: alb. m5fiMl, pg. encner (*DiPLXBB: it. emptre^ lard. 
£ umjrare, e. «mprtrt, eng. impUr^ pv. (<u)empZir, «mjpZ»r, fri» 
gmpUTf eat. «mi^ir, ip. cncmr, *.-pg. einprtr, vgL oamplu). 



1806. im — 18ia unt 169 



un, proD. ur num.] „ein** ^ üinrs. •▲, •mc: it. ip. «no, hi, eng. fiii^ -«^ 



»De H 






py. u(n), -a, frz. im, -e, pg. (lijttm, -o. — Dm Kinn, kennt neh 



1806. tcn, o {unä) nnm., pron. indef. [ar. mgL «n^ «114, ir. 

eine Mehrzahl det unbestimmten Pronomeni: uniif unde, neben 
ni^te (vgl. dacornm. uneori a mgl. niituari „eininfe Hale^ des- 
gleichen das FrL ,,d-icntf ehopie e d-nfut chlaDdilirs ei de imti im- 
p61b" etc. (Archivio glott. it H, 442, IV, 8&2-858). — Die weib- 




1809. tinchiü em. ,,Onkei" <*imc[üjLUt. -üx (gekfini am 
ayüncOlus: vorderrhein. anJlr, pv. a.-cat. ovonoe): alb. tmlf, lard. 
(kyunku, frz. oncle. Näheret in Tappolet't Verwandttehaftsnamea 
92 ff. I)ie Tradition avOhcülüs-aiiIta bewahrt das Born. (TgL mi* 
tu^e), Alb. Frz. und Btr. [ar. UUiL toi^ mgl. fotuij. 

1810. ündä at [ar. 'x«! ,,Weile" ^tJiiDA, -Ax: it pr. cati iP* 
pg. onda. sie. unna, eng. «onoo, a.*fn. omie. — Im Ar. Ban. {Jb. DL 
329) und in der Moldau (^n tirlft • . . arde foeul in janu eSruia 
stau toläni^t ciobanii, pftzind ea sä den In undä eeaunol en db". 
J. Ciocirlan: S&män. III, 121) wird mit andä die „Welle Ton 
kochendem Wasser" bezeichnet. 

1811. und^ 1 Tb. (Dosoft .Viafa sfin^. '**/si) „wallen« spmdeln'' 
< thvDO, -ABv, vgl. it. andeggiare, py. eat. andijarf in» muMf^^ sp. 
pg. ondear^ 

1812. ünde {uiC) adv. [mgl. jundi O^ 4" wM\ „wohin; so- 
bald; denn*' ^t^NDs: it. pg. inde^ pv. cat. on^ a.-fne. fmt^ m.-ep.oiML 
— Zasammenge^etzt: de linde fmgl. diundit ir. dendellwoher^ >■ 
it. sp. pg. donde^ pv. den, frz. aoni^ pande Conv. lit. JUC, 1014 ^» 



pe unde ..wo", [ar. ju]. 
I8I0. wulös, ->o< 



>odeA [ar. »v/] „wellig" ^ündOsüs, -a, -uk: it 
ondoso. 

1814. un^se IV vb. „vereinigen" ^ünio (usfisco), -Ibb: it 
untre, pv. frz. cat. sp. pg. unir. [ar. fac tin«, ameeufic]. 

1815. ung, wis^l, uns {+ untu Cod. Vor. 133)^ IQ vb. [ar. 

Sa)ung^if -in^M, 'intu III, II, mgl. ung^ uni^ uns UI, ir. ungu^ um 
[IIJ „schmieren, salben" ^th^oo, xtnxi, -unctuic, -o£bs: it. utigerCf 
ugnerCf sard. unghertj eng. imdfer, pv. anher, frz. oindrCf cat. tp. 
pg. ungir, 

1816. üngJie (unghie) sf. [ar. ir. u^t^fe, mgl. iin^fj P., icn^Rl 
W.] „Nagel" ^Ünq|0]la, -ah (verdrängt gänzlich lat. unguis): it 
sard. wighia, romgn. mail. andza^ eng. cat. ungla^ pv. angla, in. 
ongUf sp. una, pg. unha, — Davon mgl. naüngM 1 vb. „versuche 
mit dem Nagel". 

1817. ünghiü {inghiü Dens. H. 1. r. 106) sm. „Ecke, Winkel" 

Sar. lin^fu „Schneide am Randmeisel") <[anolu8, »um (App. Probi, 
lO BS ANOÜLUs): it. angolOf pv. frz. cat angle. 

1818. unt sm. [ar. wntu, mgl. ir. '^^J „Butter" ^uvctum (von 
UKOO) „das Fette". Die Bedeutung „ Butter" kehrt in it. Mund- 
arten wieder fZeitschr. rom. PhiL vIII, 141). — Unt-4e4emn sm. 
[ar. untukmnu] „Baumöl". 



170 1819. ant6s — 1826. ürdin. 

1819. untös, ^odsä adj. [ar. umtos] „voll Butter^' ^ ünctuOsus, 
-▲, •im (mit der Bedeatan^ von unt). 

1820. tmtürä st „Fett" [ar. muturä, umturä W. „Butter", 
mpfl. «v^] ^ÜNCTÜRA, -am: alb. iindiir^ „Speisefett", sard. sp. pg. 
untura, pv. onchura^ ointura, [ar. P. unbekannt]. 

1821. xup:l. uörbili uoeti sm. pl. tant. ,,Scliläfen" (in seinem 
Bache ,,Rominii din Meglenia" hatte Papahagi den Singular orbu- 
oeTu mit der Bedeutung: „der an den Schläfen angrenzende Teil 
des Auges" angegeben) entspricht im ersten Teil Tat. orbis, -bu 
^Höhlung, Kreis der Augen". Unklar ist mir mgl. tiorbu ]i6cMui 
in derselben Bedeutung, [ar. mint^ 

1822. uräciüne if. [ar. urätSune] „Olückwnnscb, Segen" 
< ORATIO, -Oneu: pv. orcuOf frz. oraison^ sp. aracionf pg. oragäo. 
Für die Bedeutung Tgl. uröz. 

1823. urise IV yb. Tar. aüiidscM „hassen" ^HORRfisco, *-Irb 
(ks •sscfiRB) „vor etwas senaudem": alb. uHA „hassen". Im Rom. 
nur in Xompositis. — Davon ürä sm. „Haß", postverb. Subst., 
urit, '(i [ar. urut, mgl. urgt] „verhaßt (Sämän. II, 744)" und mit 




[mgL mi urätsgs] „werde näßlich". Als Sbst. bedeutet urit „Lange- 
weile" (vgl. mi $a urapte ,,es langweilt mich"). 

1824. üre 1 vb. „steigen" entspricht, nach einer mündlichen 
Mitteilung von Candrea-Hecht, einem lat. *öbXco, -are (von 
örior), indem das Bild von der aufsteigenden Sonne genommen 
ist. was ist DisOBiGÄRB SS „consummare" C. Gl. IV, 54; 46? [ar. 
älin, nte-olin]. 

1825. uretör (ulciör) sm. „Krug" < tteCBÖLüs, -um : it. orciiiolo^ 
neap. artSiuolo^ alatri rftSiola, cal. ortsulu, lecce rgulu^ tarent. 
tsindu, sard. 1. urtsolu^ a.-frz. orguelj sp. orzuela. [ar. potsü, puUic], 

1826. ürdin 1 vb. ^ordXno, -are: alb. urSfroi^ „befehlen", it. 
ordinarct pv. sp. ordaiary a.-frz, ordener^ n.-frz. ordonner, (vgl. sp. 
ardenar^ pg. ordenar „melken", vgL Zeitschr. rom. Phil. XE. 252). 
Von den vielen Bedeutungen des rum. Wortes knüpft an die lat. 
Tradition direkt: mgl. urdin I vb. „befehlen, ordnen" (urdinä-li 
oili SS „micä oile in sir"), ar. ikrdin I vb. „anreihen" (s-urdinarä 
&oAt „Uelden reihten sich an"). Davon das Postverbale: ar. mgl. 
ir. <trdin (» alb. urB^r) „Befehl" (ar. deade urdin Ar. 11, 230). 
Aus „sich anreihen" entsteht die Bedeutung „folgen" (vgl. deutsca 
Mexht SS Reihenfolge)^ daraus „fließen" (mgl. apa urdina „das 
Wasser fließt") oder ,,oft hingehen", es „besuchen" far. urdin la 
ikuliH „besuche die Schule"). Dieser Sinn kommt aucn im D.-rum. 
dialektisch (Jb. IV, 332) und in alten Texten (Cod. Vor. •%, Dosoft. 
Viafa sf. ^.'u, *'Vt ®^^J ^O' ^^^ ü^ ^^^^ ^^ ^^^ Ableitung urdinif 
am, „die Ofifnang im Bienenkorbe, durch welche die Bienen ein- 
und aasfiiegen", sowie im mgL wdina adv. „überall" erkennbar. 
Heate bedeutet urdin „habe Durchfall'', wovon d.-rum. ar. urdindre 
•f. „Durchfall". Dieser Sinn erklärt sich entweder aus „fließen", 
oder am „oft hingehen (nSmlioh aaf die 8eite)''| vgL umblätodre 
^bori'' (eigtL ^die Stelle, wo mon (6f t) g^t% -^ Formell bietet 



1848. «9^ — 186a Tid. 178 

1843. I v^&r im. ,,T&rpfotien^ <otTi0LüX oder ^ütnOunf 
{vprl. das voriga Wort): it. uieiuoio. lomb. M, Taleanobb. ttiM 
„Fenster", enpr. nföl^ pT. uuol, p^. ixo. — UpeUh' em. „Türpfoeton'' 
(lUneben uniför Dosofr. Vlat» nfint. •^'•/u, n^d'dr Conr. lit. XX, 
1020) und mciodrn sf. „kleine Tfir** sind Yon «M neaffobildei. TffL 
Verfassers: Lat. TJ u. Ki, Ca 

1844. II u^ör, -odrA a^j. „leichf« tcheint anf «ft <LttniL •■ 

i: alb. k^ it. {»«ve. py. Uu) + Salfix •(tc)^or so beruhen. Die 
eutige Form tritt bei Qatter: Chreit. ent seit 1700 aaf ; die Eitere 
Form iH iu^or 194, 8, Doso^ Viafa ifint- **^Vi i^^^wrä Cod. Vor. 
'^ *"*'■"' etc. 

Vi7 etc.), mit Anlehnang an AtK M^l^n" ^i^d Tielleieht an kelar. 
Ifg-ükü, big. ZfÄ „leicht". 



1845. üstur I vb. [ar. ^ ir. uihiru] „brennen, iwieken'' 




iaudi" ^ ifetaii $^ „brennen*^. 



1846. ar. ütre (ütur) sm. ,,(Wein-)Seh]aoeh<' <t)nBt -nx: & 
oA^e, ofro, sie. ufn«, bol^r. foidri, piem. otre, eard. «m, pr» eit«^ ip. 
pg. odrt, [daco-rum. maf\. 



Y. 

1847. va 3 sg. präs. ind. („pentra c& ftia ca anal aceita e 
ecäpatä sora-sa de toate greutä^ile 91 cä mai va pinä ee o s&-i 
poatä vorbi despre moarä . .*' Slavici: Vatra päräsitft, 18) und «d! 
iioper. (Biblia von Ora^tie 1582, Frincu-Cand rea; Rom. d. montii 
apof. 78), vafi u. varefi „geht!'< (Conv. lit. XX, 1021) find die 
einzig erhaltenen Formen des Verbums vado, -Srb. Über die Reste 
dieses Zeitwortes im Rom. berichtet ausführlich Hejer-Lübke: 
Rom. Gramm. II, § 228 ff. 

1848. väcä sf. [ar. mgl. 'x*, ir. vQkf] „Kuh" <vacca, -ax: it 
vacca, eng. vak^a, pv. sp. pg. vaca^ frz. vache, — Davon väcär sm. 
[mgl. «^J „Kuhhirt" «=» it. vaccajo. eng. val^er, pv. vaquier, frx. 
vacner, sp. vaquero, pg. vaqueiro, (aus dem Rum. stammt klrois. 
vakar); ar. vacäreadzä ni. „Kuhstall, vgl. porcäreatft. 

1849. vad sm. „Furt, Hafen posoft. Viafa sfin^. "V* 
<vadum: alb. va, it. sp. vado, mail. gua, sard. bau. frU vad, eng. 
obw. vau. pv. guatf a.-i'rz. ^uef, cat. guauj pg. voo. (ar. por]. 

185Ö. vAd (väz), -irtli^ 'Züt, li vb. Tar. ve(2, vtdzütj vtdzüt II, 
mgl. i;«(2, vizuif vizut II, ir. vedu, vezut II] ^,sehen" <vXdxo, •Sai: 
it. vederCf eng. vair, ve2:2:er, pv. vezer, frz. i;atr, sp. pg. ver» Neben 
vdirttt kommt auch ein Partz. väst ^^vXstub vor (statt *vi8TDa: it 
sp. pg. vUtOf pv. viit BS *vI8Xtub, cir. visItabi, Meyer-Lübke: £in* 
f abrang, § I60, mit dem Vokal von tXdio). 



174 ISbl. TSduY — 1862. v&rtate. 




(statt ♦rÖau) 

von fem. vadu(v)ä {vädtio Ps. Seh.) sf. [ar. viduä] <ylDUA, -am: 
alb. ve^ it. vedova, sie. vidu(v)af a.-ver. vioa, a.yeD. vedoQy a.-mail. 
vedova, eng. vaidgua, pv. vezott^ a.-frz. vedve, n.-frz. veuve^ sp. vituia. 
Voa *vädu wurde außerdem ein Fem. väddnä sf. (mit slav. Suffix)^ 
von vaduvä ein Masc. vaduvöiü sm. neagebildet. 

1852. väduvä st b, yäduv. 

1853. välced (väldcä) if. „kleines Tal, kleiner Bach" < * vallZ- 
ctLLA, -AM (für VALLlGüLAf -AM: lomb. voUdla, vdletS, sard. addiju): 
it. vallieeUa, vgl. pv. vaucel, sp. vallecUlo, vdUecico. [ar. välicä], 

1854. vdie sf. [ar. 'v^, mgl. «aW, ir, vQle\ „Tal, JÖach" < vallis, 
-sm: it. sp. pg. valUf sard. vadde, eng. pv. frz. val, (im Frz. Span. 
masc nach m o n s). 

1855. väpdte sf. „Lohe'' scheint auf ein *yAPALiA, -am, von 
demselben Stamme, weicher im lat. vap-or „Dampf, Feuer, Uitze" 
steckt, zu beruher; vgl. alb. voj^c ))Hitze, Mittag; heiß", a.-it. vopa 
(auch srb. vapa „Dunst"), [ar. mrcf, fleama], 

1856. vär sm. [ar. mgl. ver] „Vetter" ist abgekürzt aus 
*ctaicrtn vair [ar. cusurin ver] <con80bbInv8 vsrus „echter Vetter" 
(Tgl. sp. pg. prinw „Vetter" <[ consobrinüs pbImüs). Dazu das lern. 
varä |ar. vearä], auch veripodriL väruicä (Liuba-Jana: Mäidan, 4), 
verifdnä Conv. lit. XX, 1021. Im Ar. una Ir. ist veru noch A^j. 
und bedeutet „wahr" < vSrüs, -a, -um: it. sp. vero, eng. rair, frz. voir. 

1857. vdrä sf. [ar. vearäy mgl. vfräy ir. Vfrf] „Sommer" < v£ra, 
♦-AM (Plur. von v£r: pv. a.-fnB. ter, vgl. prima vrra): alb. verf, 
eng. vatra. 

1858. värgä sf. [ar. veargä^ mgl. Vf»*^Ä, ir. Vfrgf] „Rute" 
<vlROA, -am: it. pv. eat. sp. p^. verga, sie. virga^ frz. verge, lothr. 
Wfldff vgl. n,»gr. ße^ya „penis" (wie fr«.), alb. vergär „unver- 
iäinittener Bock oder Hengst". 

1859. värgdtf »ä adi. [mgl. v%rga€\ „gestreift" <vXrgatus, -a, 
•um: it. vergato „scheckig", Irz. vergi, [ar. iär], 

1860. vdrgurä sf. „Jungfrau, Mutter Gottes" <*vXRGtJLA, -am 
(vgl. ^ärmur, für vXbgo, -Xnbm vgl. alb. v^r^ipri, it. vergine, pv. 
verae(ne)f frz. vi^rge, cat. verge, sp. virgen^ pv. virgenif alle, außer 
vielleicht dem alb. Wort, aus der Kirchensprache stammend), [ar. 
viryinddäy köls^ila, märtätodre]. 

1861. virs I vb. [ar. versu] „rau8)gießen, erbrechen" ^ vfiRSO, 
-ABB: alb. vcrio1^ ȟberschwemme", it. versare^ eng. verser, pv. 
venar, frz. vener, überall mit dem schon urrom. Bedeutungswandel 
,,(aus)gießen" (eigtl. ..ein GefaO mit Wasser umdrehen"), a.-sp. boaar 
„erbrechen". — iL für ie im Hom. erklärt sich aus den endungs- 
betonten Formen. 

1862. -f vdrPOie sf, [ar. virtute] „Kraft" <vIbtü8, -ütbm: alb. 
Vfriüt „körperliche Kraft", pv. verhUf in. vertu; sonst tragen it. 
virtit, eng. virtüdt cat. tp. vMud, pg. viriude gelehrtes Gepräge. — 
Daron + «Crfticiaf, -oäiä a4j. (VarC Gas. 1648, U, f. 19) ,.kräftig". 
Daneben tzistiart ein A4J. imiif »odiä [ar. värio$] „stark, hart". 



1888. Tinft — ISm tMialtiit. 17S 

dcisen BeuebaDg sa vArMUe «nklar kt «nd dat vieUeielki mt 
*virtuto8 zutammeDgesogen ist Woher OUiae (L 817) md Des» 
•nsUnu H. 1. r. 195 ein viK T iiOtU B, dai dodidtr lat'Wortl»Idiiiig 
gar nicht eDtspricht. babeo, weiß ich nicht» 

1863. vdrsä fi [ar. verdtu am., ngL w^rigä^ ir. vene in Zti. 
,,Sauerkraut"] „Kraut, Kohl*" <«yli»u, -am (mm tXbI»u): Te^ 




Sinne von „Grünzeug^ (tr. Hat. Uli). — Abgclaitat frifnär aoL 

„Kraut Strudel". 

1864. vaa sm. [ar. mgl. «x^ Ir, vM „QtBÜ'* <taiom (Knkm&ä. 
Chir., C. I. L. JII, 8814, Dana. H. L r. 184, — TAa): It ap. pg. 

vaao, pv. cat. vas. 

1866. vdtdm 1 vb. „yerleUan'' [ar. ^ wMn Cod. IHm. «% 
etc. „töten, schmerzen, swicken**, mgl. ^v« „aehlagan^M, daron cdfil- 
mätürä sf. „Bruch". .Etymolo^^a ungewiß. Gegen (Sbae^a I, 807 
Herleitung von vXctImo, -abb, Ton Weigand Jb. 11, 2811 befir- 
wörtet, spricht der Übergang ron I > d im Ar, ünTeraiindlich ist 
Candrea-Hecht's: Lea ^14m. lat 69: ^TAXliia »ABS. Wahradiein- 
licher scheint mir ein *yatImo^ -aib, nach euer mllndlichen Üt- 
teilung von N. Sulicä, henrorffegaagen aoa einer Kreosong vea 
vlCTDco „epfere" und YAna „die Peraoni wdche die Opfer teil- 
brachte". 

1866. vätüie s. yituifi. 

1867. väMiü sm., väMie af. Jnnger Book; Ziege Ton einaoB^ 
Jahre bis zur Zeit des Werfens" (Liuba-Jana: Mäidan, 112) far. 
vitulü „Zicklein von einem Jahr", mgl vitulU „Lamm, welcnei 
nicht mehr saugt, doch noch nicht ein Jahr alt ist"! <(*v1tOlkoi^ 
•um; *vItülsa, -am (von vXtülüs): alb. vetuf am. „Zicklein fiber 
6 Monate", vc^u^i^, ftuti, ftujc ,junge Ziege", n.-gr. ßnaOXt J^iftai^, 
Aus dem Rumänischen: klruss. vatulja, vatujka, poln. weMa m«ib- 
iährige Ziege". Vgl.. G. Meyer: Alb. Wörtb. 113, 476; Candrea: 
Noua rev. rom. I, 399 ff. 

1868. v4chiü, -e adj. [ar. mgl. vecfü] „alt" < vscura. «a, -ux 
(App. Prob. 6 etc. = vfiT[ü]LU8): it. vecc^to, leccedcvu, c§i,v(ekyUf 
sie vekkyu, mail. veti^f frL vieli^ eng. vef, pv. vidh. frz. vieux, cat 
veUj sp. viejo^ pg. velho, JE? für m in rum. vechiü erklart aich dorch 
Dissimilation gegen folgendes cf. — Im 3Iegl. wird vectu auch von 
lebenden Wesen gebraucht, sporadisch auch im Daco-rum. (Marien: 
Nunta la Born. 29), sonst aoer ist die Regel: tfechiü „alt" von 
Sachen, b&trin „alt" von lebenden Wesen. Zosammengeaetst: 
iträvechiüf -e adj. „uralt". 

1869. veein, -d sb. a4i. [ar. vünnj ir. veiiin] „Nachbar, «in; 
benachbart" <vicihtj8, -a« -um: alb. fk^tn, it vtctno, lecoe ernnu, 
a.-ma]. vexin, sard. 1. higkinu, c. biztnu, eng. viiin^ pv. vexL (n, 
v<4iinf cat. vehi, tp. vecino, pg. vezirUio (meist latinisierend: tnxMo 
gesehrieben). 

1870. vecftidtdie tt „Nachbarschaft" <vxoixttA8, «assm: it 
viemitäf a^-fn. wmiii, ap. eectndod. [ar. *' ' "* 



176 1871. veghSz — 1882. Tiers. 

1871. vegMz {v6ghiü Varl. Caz. 1643 f. 351) I vb. [ar. avegTu, 
avedi 
•ard. 
verb. 

1872. venin (verih Conv. lit. XX, 1021) sm. [ar. virin, iV. verir] 





Jchuchardt, Vok. I, 293, III, 121). Wie alb. Vfrir, bedeutet ar. 
tirin ,,Traurigrkeit, Betrübnis" und daco-ruxn. venin auch ,,Galle'^ 

1873. veninöB, ^odsä {verinös Coüv. lit. XX, 1021) acij. [vgl. 
ar. {m)virino8t mgl. anvirifios „betrübt'^] „giftig" ^venenOsus, -a, 
-üx: it. venenosOf velenosoy (frz. ventmeux), sp. venenoso. 

1874. vörde adj. [ar. vearde^ mgl. verdif ir, v^de] „grün" 
<vXbdi8, -b (App. Prob. 201 = vIrIdis): alb. verö ,,gelb^', it. sp. 
pg. verde, sie. vtrdi, sard. I. birde^ c. birdi, eng. verd^ pv. frz. cat. 
vert Im übertragenen Sinne bedeutet verde (nicht „jung" wie im 
Deutschen, sondern) ,.brav, tüchtig": Aomin verde; als Adv. „ge- 
rade": i-a spus verde in fa^ä. 

1875. verged sf. [ar. virdzeauOf virdzeuo, mgl. vir{d)zeauä sf., 
virdzil sm.] „dünne Hute" <*vlRQeLLA, -ah (für vXbgüla): it. ver- 
gelUtj ven. sverzelUif brianz. Bverdlela „verghetta". — Davon vergeldt 
•m, „Art Rutenbeschwörung". 

1876. vespär sm, [ar. yispär] „Wespennest" <*vfisPARnjM: it. 
vespajo^ frz. gucpier, sp. avispero. 

1877. v^ted, -d far. veaStid\ ,^welk" ist begrififlich von 
yXscXdus, -a, -uu „klebrig" (it. viscido, sie. viäidu, neap. viäetOy sard. 
disfcidu^, zu weit entfernt, so daß ein von Gandrea-Hecht : Les 
^l^m. lat. 13 (vgl. auch Dens. H. 1. r. 39) aufgestelltes *v£scIdüs, 
-A, •jm (von v£scu8 „ausgezehrt, mager", vgl. alb. ve^ „welke") viel 
besser paßt. 

1878. vermint sm. [ar. visminte] „Kleid" < vestImentum. Im 
Rom. (it. sp. vestimenio, pv. vestimentz, frz. vet^men^, cat. vestimentf 
pg. veatimenta) ist das Wort gelehrten Ursprungs. Das f im Rum. 
erklärt sich aurch Einwirkung des Yerbums tnve^te, „ankleiden" 
(daher rogL anvefmint^ anveftimint). Davon : invefmint I vb. „an- 
kleiden". 

1879. vie sf. (ar. ayt)!«, mgl. tnÄa] „Weinberg" <vInea, -am: 
it. vignüf sard. 1. btndza, c. binaia, eng. viifia^ pv. pg. vinha^ frz. 
vigne, sp. vifia. 

188Ü. vier {ver Jb. HI, 330) „Eber" <veRBS8, -em: it. verre, 
verro^ sard. 1. {b)erre, c, erri, pv. a.-frz. pic ver, cat. verro. 

1881. vt&rtne sm. [ar. yermti, mgl. ^armt, ir. ferw] „Wurm" 
^Tfi&xls, -sm: it. verme^ sard. 1. 6erme, g. galmu, sass. vejmn^ cors. 
vermu. frl. t^term, eng. verm, pv. frz. ver. Daneben kommt im Rom. 
eine Deklination ^vfiBMlNSM vor (it. vermine, mall, abruzz. t^ermenf, 
romgn. virmanj (obw. verman-ffii), pv. cat. mall, verme, bearn. 
«ermi, astnr. i;ter6en), welche in mm. viermUnds, 'Odiä [ar. yirminos] 
•4j« »wurmstichig'' «s sie. verminusu, romgo. varminoi wiederkehrt. 

1882, vUtb HD. „Melodie" <[ytB8TT8, »um: alb. vjeri, it. pg. 
MTto, de. veriM, nudl pv, in. vert, £rL VMft, grodn. vtar#, sp. vieno. 



1883. vi^spe — 1897. rint 17 

1883. vlÄpf gm. ef. [ar, yaspe P., mgl, fa8pi\ „Wespe**^ 
<*vfi8Pi8, -SM (nach apis): lucc. vesprt, sard. espe, neoen ar. v«r«pdB 
sf. W. <vfisFA, -am: it. sie. nmil. pv. pg. vtspa, eng, vtÜpra^ frz^s 
^u^pe, wall. u;a«, freib. totpa, sp. aviapa, 

1884. vil^ sm. „Wemberpfhüter" <yiNBARiu8, -um: iUvignajo^^ 
•p. vinero, pg. vinAetro. [ar. pufizc, dr^dt]. 

1885. vtltodre sf. s. involb. 

1886. I vin sm. [ar. ytw, mgl. 'v/, ir. vir] „Wein** <vliruMr 
it. sp. Inno, eng. frz. mn, pv. cat. t^t, pg. vinho, — Dem deutscheoca 
,,Branntwein** ist vinars im Eng. und Kum. (nur in Siebenbürgen)^^ ^ 
unabhängig von einander, nachgebildet. 

1887. n vin (viü\ venu, venit (vint) IV vb. [ar. ytn, tnil»^ 
venity IV, mgl. vin, ir. viru] „kommen** ^vfiNio, vfiNi, ventum^^ 
tbnirb: alb. vi)!, it. venire, (sard. ]. hinnere), eng. iMr, pv. frz. catl^ 
•p. venir, pg. vir, 

1888. vittA sf. [ar. mgl. vinä, ir. virf] pAder, Sehne** ^vSka^^ 
•AM : it. pv. cat. sp. veno, sie. vina, eng. vatna, frz. veine, pg. vea^ ^ 

1889. vlndt sm. „Jagd, Wildpret** <vfiNATUS, -um: sp. venad(^ 
f,Großwildpret**, pg. veado „Hirsch . [ar. avinare, avinaiic, mgL 2(ns=s 
„Jagd**]. 

1890. vinäp sm. ,.Weinberg** ^yInaceus (seil, hortus), vgl.^ 
it. vinaccio „schlechter Wein**, nord-sard. eors. vinatiia, sass, vinatssu^ 
sp. vinaza „Tresterwein**, vitiazo „sehr starker Wein**, pg. vinha^t^ 
,,sohlechter Wein**. 

1891. vinät, "ä adj. [ar. vinet, mgL vinat, ir. viref] .,blau*' 
<vfiNeTUS, -A, -um: pv. venet — Davon: vinätdie, vünätare sf. 
„blauer Il leck auf der Haut*^ 

1892. vtnd (vinz), ^düi, -diU III vb. [ar. ir. vindu, mgl. vind\ 
„verkaufen** ^vendo, -£rb: it. vendere, sie. tnnntrt, emil. vendar, 
eng. sp. pg. vendei'f jpy. frz. cat. vendre, 

1893. vfndec 1 vb. [ar. vindic] „heilen** <vlin>lc0j -arb: it. 
vendicare, pv. cat. venjar, frz. venger, sp. vengar, 'pe.vingar. Im 
Rom. tiberall — wie schon im Lat. — „rächen**. Die ruro. Be* 
deutung knüpft an den Sinn „retten** des lat. Wortes an, daraus: 
„von der Krankheit retten** — „heilen**. 

1894. vfnerX sf. [ar. vinirt, viMri, mgl. viniri, ir. virer"] „Frei- 
tag** <veKfiBis (seil, dies: it. maiL venerdi, eng. venderdi, trz. ven- 
dredi, pv. cat. divenres): sie. vennari, ven. venere, romgn. ventir, 
frl, vinara, pv. ven{d}re8, sp. viernes, — Vinerea Mare [ar, viniri 
fnare\ „Charfreitag**, wie big. velxkii petükü, Sfinta Vineri ist eine 
Härcnengcstalt, gleichs. ,.die hlg. Venus**. 

1895. vin^z 1 vb. [ar, avin] , jagen** <*vEno, -arb (« veNOR, 
•ABl): frl. vinar, pv. venar, frz. vener , Jagen; ein Haustier hetzen, 
um dessen Fleiscn mürbe zu machen* . Für die frz. Bedeutung 
vgl. ar. avin und alb. §uaj &== 1. jagen, 2. vertreiben, verfolgen (as 
daco-rum. izgonesc), [mg), luves iV vb.]. « 

1896. vlnöa, -od«A adj. „aderig, sehnig** ^vBnOsvs, «a, •üx: 
it. sp. venoso, frz, veineux. [ar. cu vineji, 

1897. vittt sm. [ar. vtmtu, vint in Epir, mgL vint ir. viniu] 
^Wind*' <vttirrü8, «ux: it. pg. ventOf tia pentUf tard« oentu^ eng. 

Pflf 0aria, Etymologiiohea ^^TivcVa«^ 18 



178 1898. Tiot6s — 1910. tÜI 

pT. frz. eat. vent^ sp. viento. — Davon vtnticil am. „kleiner Wind'* 
BS it venticello^ sp. venteciüo, 

1898. vtntöB, 'Odsä adj. „windig" <yfiNT0sü8, -a, -um: it. sp. 
pg. ventoso, pv. cat. ventos, frz. vcHteux. 

1899. v(ntre sf. „Bauch; Durchfall" <yfiNTBR, -trbu: it. cal. 
bariy pv. frz. cat. pg. ventre^ sie ventri^ s.-frat. vaintry abruzz. vendr^f 
süd-sard. brentif eng. vaintre^ sp. vientre. Das Wort ist weiblich, 
außer im Rnm.. noch in Sic. S.-frat. Bari, Abruzz. Cal. Sard. [ar. 
jfintie „Bauch"!. 

1900. vintrie^l sm. (Conv. lit. XX, 1021) „der obere Teil dea 
Bauches" < vEntbIcjBllus, -um (0, GL III, 14, 49: vfiNTRicüLUs) : it. 
vtntriceUOj sard. bentrighedda, sp. ventrecillo, 

1901. viöiH, -e adj. V. vioara ü." 

1902. I viodrä si j|ar. y{i)oarä, mgl. joarä^ auch jor sm.] 
„Veilchen" <viöla, -am: it. pv. cat. sp. pg. viola^ frz. viele. Dafür 
meistenteils das Diminut. vioricä, viorea sf., wie it. violetta^ frz. 
violette. &?• Pg> violeta. 

1903. 11 vtodrä sf. „Geige" ist offenbar dasselbe Wort wie it. 
sp. pg. violGj pv. viula, a.;frz. viele, vieüe^ n.-frz. viole und muß im 
Rum. alt sein, da es den Übergang des intervok. 2 > r zeigt. Dieses 
hohe Alter schließt aber eine Entlehnung aus dem Germanischen 
(vgl. „Fiedel", Körting' Nr. 10262), die auch sonst unwahrschein- 
Ücn ist, aus. Diezens *vItÜla, -am genügt nicht. Formell ent- 
spricht ein *vlvüLA, -am, das im Rum. über *viurä zu viodrä 
werden und im Pv. vixila ergeben mußte. Aus der Provence ging 
das Wort nach Spanien-Portugal und Italien (woraus wieder nach 
Frankreich) über, während das a.-frz. vielle ein *vlvfiLLA, -am (mit 
dem bekannten Suffixwechsel statt *vivÜla) voraussetzt. Nimmt 
man an, daß die Geige, als das Instrument, welches den Tanz be- 
gleitete, „die Lebhafte" genannt wurde^ so wird diese mir von 
W. Meyer-Lübke suggerierte Etymologie auch begrifflich wahr- 
scheinlich. Eine Stütze dafür finde ich im rum. tnvior^z I vb. 
„lebhaft, munter machen", das über *tnviur aus * fiN-]vlvüLO, -arb 
entstanden sein muß. Conv. lit. XX.XTX, 325 — 326. 

1904. v(perä sf. [ir. viperf] „Viper" < vlpfiRA,^ -am : sard. pibera^ 
u.-eDg. vlvra, Ar. nur in der Ableitung mi mvipiredzü „erscnrecke 
mich" erhalten, [mgl. coStivitsä], 

1905. -f- vtpt sm. [ar. }fiptu, mgl. fipt^ ir. vipf] „Nahrung, 
Getreide" <v1ctü8, -um: it. vitto. 




<vX8CUm: it. vesco, sie. viaku, poitv. ari^ge be8k^ champ. voh, gase. 
betif arag. beaquCf vgl. alb. veituHf und die Beispiele bei Mussafia: 
Beitrag 121. 

1908. tiseÖB, "Odsä (väacoa) adj. „klebrig" <vXsc08ü8, -a. -üic. 

1909. vis49 (mä vi$ez) 1 vb. [ar. (mi) nyiseazu, mgL viaia, ir 
mtfpl „träumen" <*vl80, -abi (vgl. vis): lard. 1. {b)i8are „triumen, 
glauben", frz. viaer. 

1910. vUä tf. [mgl vitä] „Vieh'* <vita, -am: it. sie. viia, pv. 
cat sp, pg. vidOf in. vie. Fiur den Bedeutungswandel von ^.^lab^uf* 



1911. rffft — 1920. trtolL 179 

(wofSr hente viafrf, ar. yiaM ■■ Tinm + Itia) m „YiM* bnuieht 
man gar nicht an lat. aniiial to •rinnen, tondern ner an mgL 

«atiäj welches heute nicht mehr „Leben**, tondern „lebendea Wesen** 
ezeichnet. Daher ist es nicht nStig, mit ü. Meyer: Alb. Wörtb. 
476 und Dens. H. 1. r. 8&3, vWi aas alb. i^a^ff fS^^f ^^ uowM , 
lautlich als begrifflich fernsteht absnleiten, iGkffen i^tIxa, -ax 
(Stammwort von vItula), Cihao 1, 817, spricht die Xfine des lai i 
[ar. numafü, pravdä], 

1911. v(pä »f. „Rebe, Zweig** [mgl. vMl „Rebe, Stock**] 
<* VITRA, -AM (von TiTis): sttdostfn. vi$9a „Rebe**, piem« tn. tit 
..Wendeltreppe**. G. Meyer: Indgerm. Forsch. HL o6: florning: 
Zeitschr. rom. Phi). XXIV, 663. [ar. ffHä]. 

1912. vtped sf. s. vi{el. 

1913. vipöl sro. [ar. yiUöL mgl. vtM, ir. «iM] „minnl. Kslb**, 
viped ht [ar. yitseao, ir. vttof-tou] „weibU Kalb** <vlTtiiLinL •mi; 
^vlTfiLLA, -am: it. wttUo, -a. a.-berg. py.vedel, «o, eors» 6tdEeiM^ in. 
vtan, cat. ver/eZZ, -a, pg. vittUL. 

1914. vftf^ff, -« adj. ,^tief (Vater u. Mutter)^* < nnloiis, i^-a: 
sard. c. hirdiu, -a, 1. g. bidrigu^ "O. [ar. ^ereti „Stiefvater**! 

1915. v(ü, -e a^j. [ar. yijf, mgL fiff anch „gesund^, ir. «y] 
,,lebendig" (vivüs, -a, -um: vegL lecce, py. gase cat viu^ it sp. 
jpf. vivOf sard. biu, eng. fn. vt/1 — Davon vi(g (-(- vtö) I rb. [ar. 
^edzu, mg], yes] „leben**, inviiz ^nviü) I vb. „aoferstohen*' (vg). 
lt. awivarCt pv. cat. sp. pg. avivarh 

1916. völhurä sf. „Wirbel** <*voLy0LA, -am (so vOLto). 

1917. ar. vom, -ili, iU III, II [rogl. vom lUJ „erbrechea, 
gießen" ^vömo, ui, -Itum, -fiRB (it. vomirCf a.-eng. frs. fwmtr). 

1918. ar. vömträ sf. „Pflugschar** ^vOuxR, -bbm: alb. «nn^ it. 
vomero. istr. gombro, blarn. wime. [ar. P. unbekannt]. 

1919. vöatru, vodsträ [ar. mgl. ir. *^] „euer" ^vOstxr, -a, 
-UM (Dens. H. 1. r. 145 = vesteb) : vegl. vuaster, it vostro^ eng. 
V09, pv. cat. vostrCf frz. votre, sp. vuestro, pg. vosßo. 

1920. vr4aü {voiü)f vrut, vrut IE vb. „wollen** < VOLO, -ui, 
•- ERB (= vellb) : it. volere. eng. vulair, pv. voler^ in. vciMr. 
Über Konjugation und Dialekt formen dieses auch zur Bildung des 
Futurums und Konditionalis dienenden Verbums (wie alb. auaj)t 
vgl. Streller: Jb. IX, öO. Im Ar. Mgl. bedeutet voi (wie alb. duaj) 
und sp. qtierer) auch ,^lieben**. Die dritte (im MegL die sweite: 
ieT'Ue „irgend etwas", xer-care ,.irgend welcher**) Pers. Sing. (v)oäre 
und va wird an Pron. und Aav. vorgesetzt bzw. angehängt, um 
das Unbestimmte auszudrücken: oare-care = cäre'Vaf „irgend einer**, 
oare-cind {ori'Cind, oare-p-cündf orl-^i ctntQ es an(i-i7a „irgend wann" 
(auch oare'(ß)-dndrva) etc. vgl. alb. tS'do. kuä'do (do ist 3 sg. von 
dxtaj „wollen*'), lecce tSkddi da tSi-väli „chiccnessia (nessnnol, 
checchessia (niente)** Arch.' glott ital. IV, 138. Dagegen ist in 
rr(e)-iin, i;r(e)-una (vr{e)'0) [ar. i;fmu, tirnä^ olym]^.*wal. värun. 




*vtRB-UHUs: it. vertmOjVgl. lomb. mant valteU. vergötf vtrgün (vgl. 
Salvioni: Zeitschr. XXIi, 479) in suchen. 

IS* 



180 1921. Tfilpe — 1932. zbi6r. 

1921. vMpe rf. [ap. \t.'>J] „Fuchs" ^yülpbs, -bm: vegl. buälp^ 
it. volpe^ tose. golpCf lomb. eng. ^oZ^, sio. (^)tfrpf, pv. volpe, [mgl. 

1922. vultür gm. «. TÜltiir. 

1923. vüUur am. [ar. 'v^, mgl. väUur] „Adler" ^yültür, -em: 
a.-frz. voutre, sp. bui^re, pg. a&ufre; daneben vuUür sm. [ar. '^j 
y^dler" ^ YÜLTüBiüs, -um: it. avoZtoJo, neap. autoro; endlich hultodre 
sf. „Adler" <[ *yültor, -orbu: it avoltore^ pv. voutor O^^^* vau^otir). 
Zeitschrift rom. Phil. XXVH, 748. 

T. 

1924. ar. yingiis nuin. ^^zwanzig" <vioikti (» yIointi): it. 
ventif eng. vaink\ pv. cat. vmt frz. vin^f, sp. veintCf pg. vinfe. 
[daco-rum. douds^edf, mgl. daozgti). 

192b. ar. yito W. {yitä W. P.) sf. ,,Rebe" <viti8, -bm: it. 
«i^e, sp. vid, pg. im2e. [dacorum. mgl. vi^aj. 

z. 

1926. «ac, -Ut, -Ue 11 vb. [ar. drac, mgL 'x/, ir. 2r{)c] „liegen" 
< jACBOy -in, -brb: it. giacerCj a.-lomb. dzaitr^ pv. pg. ^azcr, a.-frz, 
geür. sp. yacer. Dialekt, wird zac aach in der III Ko^j, gebraucht, 
vgl. lothr, 2tT, 

1927. zadä sf. [ar. mgl. dzadH „harzreiches Fichtenholz zum 
Leuchten u. Anzünden des Feuers", ir. z^d^ „Lampe"] „Fackel" 
<DADA, -AM (Dens. H. 1. r. 124 für tjsda: it. ttda^ yaltell. sp. pg. 
tea^ trient. fta, eng. (eja, n.-pv. teo. cat. Uya)\ sie. cors. deda, 
Meyer-Lübke: Rom. Gramm. I, § 427, G. Meyer: Indog. Forsch. 
VI, 119. 

1928. zändtiCf ~ä adj. „Phantast" <dianaticü8 (von diana, 
Muratori Anecd. IV, 99—100 ap. Hasdeu: £tym. jüagn.). Vgl. ar. 
ddndzös „Phantast". 

1929. zäü sm. ,.Gott" < dBüs, -üx : it. Iddio, sard. g. deu^ eng. 
pv. frz. dieUj cat. aeUf (sp. dios, pg. deu$). Wie a.-trient. madh, 
a.-it. tnadlo, nuidie, berg. niaidl < xaois nfius, dient auch rum. zäü ! 
inteij. zur Verstärkung der Antwort. 

1930. xhat, •Uiy -ill, III vb. „ausklopfen" („M09 Euncu zbate 
ca zor päiu^ul din arie, intorcindu-1 9! pe-o parte ^i pe alta, ca 
•ä^l präjasc& soarele". li. Florian, Säm&n. 11, 109), meist mä zhat 
,,zapple. winde mich" <bx-battuo, -Bbb (Dens. H. 1. r. 169): 
lt. sbaitere, eng. zhatter „aasklopfen, zappeln", pv. eihatrt, frz. 
9*&Hittrt. 

1931. Mbedü, -'eAl, -eiU III vb, „aossaugen" <bx-bIbo, -Abb 
(gewöhnlich b-bXbo). 

1932. Mhiir I vb. „schreien" Tan azfer, azfir, mgl zh{j)er\ 
^bloke, mähe" stammt wie alb. v^fM „blöke, heule, schreie", sp. 
oerrtar „blöken, brüllen wie ein Kalb", pg. J^errar „brüllen", aus 
* vlBBOi -ABl (von vlBBU „Eber"X ^i^l* M^yer-Lübke : ttom. Gramm. I, 



1933. zb6r — 1942. zio&. 181 



fi 416; Farodi: Rom. XXVII, 219. Mit bslo, -abs (» bjllo): ^.t. 
oelare^ frz. beler^ pv. cat. sp. pg. bektr, kann zlner^ da ei ofifenes t 
verlanprt, nicht verglichen werden. 

1933; xbör I vb. [ar. cLsbor, daneben azboäir] „fliegen'' ^^b^sc* 
vOlo, -ABB (von vÖLO, -ABB: it. volare, dard. I. bolarCf c. bolai, fc^> 
valeTf pv. cat. sp. volare pg. voar,): it. svolare. gen. sgheuä, ffra<So 



sbolOf eng. 8vo2er, (yg). alb. zboräk „Sperling*'.) — Davon zbor 8X3i. 
„Flug" B3 it. volOj gen. syheuo, pv. frz. cat. ro/, sp. vtieZo, pg. «cF^» 
r&urd^äc^se IV vb, fSadoveanu: PovestirT 34) „hin- und h^^* 
fliegen"; zburätorisc Iv vb. „zu fliegen lernen" (Conv. lit. XX, 101*^)« 

1934. z^ce nuro. [ar. dzatsCt nigl. zftsi, ir. 2:f/^e] „zehn'' ^ DfiCB^^ : 
it. dteci, sard. deghe, eng. d^if, pv. detz, frz. dix, cat. ({eu, sp. di^^i 
pg. c2a?. 

1935. (z^atre isf. ,,Mitgift". Etymologie unbekannt. Das Wc^^ 
kommt auch im Bulg. zestra und im Klruss. iaatra vor, doch sehe! xst 
es in diesen Sprachen aus dem Rum. entlehnt zu sein. Unter d^n 
bisher vorecschlagenen Etymologien (Cihac I, 322, Cuv. d. b. Suppl. X 
LIX, LXXX) verdient nur diejenige üasdeu's Beachtung <[ dBxtb^/ 
•A8 „Gabe", doch scheinen dialektische Formen auch gegen dies^ 
zu sprechen, vgl. Jb. IX, 225. Far. pHcä^ l><i(i)£] ) 

1936. Egdibä sf. [ar. ^ „Blutgeschwür" < scabia, -ah (MulomeJ. 
Chir., Dens. H. 1. r. 133 = scabibs): alb. z^eht, tk^tbt „Aussatz", 
it. Mcabbia, 

1937. zgätböa, "Odaä adj. „aussätzig" < scabiOsus, -a, -ux : it 
Bcabbioso. 

1938. zgiriu (z^riu) I vb. [mpl, zgalr] „kratzen" <*bxcabio, 
•ABB (von CABiBS ^ alb. yere ,.Krätze"): alb. k^Ol^ „kratzen, 
schaben". AVio im Deutschen findet man in vielen Sprachen ^vgl. 
frz. grateile „palle legere" von gratter, alb. krom^ „Krätze'' — 
kmaifh „kratze") einen etymologischen Zusammenhang zwischen 
„kratzen" und der Krankheit „Krätze", die sich gerade durch 
starkes Jucken auszeichnet. Zeitschr. rom. PhiL XXVill, 687 — 688. 
[ar. zgärm^ zgram, mgl. grähäies IV, ir. zgrebescu]. 

1939. ggrähünpä sf. „Karfunkel" < ♦cABBtJiic[ü]LA, -Aic (= cae- 
Bt^BCt^Lüs, -um: it. carbonchiOf neap. kravunkio, mail. krarbonSel; 
vgl. frz. charbouille < * CABBt}c[t}]LA, -ah). Für die lautliche Ent- 
wicklung vgl. Verfassers: Lat. T\ u. Kj, 129. 

1940. zt {ziuä) sf . far. dztuif -dzif mgl. zua, ir. zi] „Ta^" < dibs, 
-bx : it. piem. eng. sard. pv. a.-frz. di (a.-it. sp. pv. pg. dux, a.-frz. 
die <*i>Xa, -am). Über aas Geschlecht des Wortes im Rom. vgL 
Meyer-Lübke : Rom. Gramm. II, § 380. — Davon: dstäzi ad?, 
„heute"; deünäzl adv. „neulich": zÜnic, -a adj. ,,täglich". 

1941. gic, ziaH (alt.-rum, ban. d^ Jb. III, 242), zU TU vb. 
[ar. dzfc, dziS, dzia ICE, II, mgl. zic, zii, zis III, ir. zic, zi$ HE] 
,,8agen"; {nico, -zi, -ctuh, -Sbe: it. di(ee)re, eng. cat. dir, pv. frz. 
aire, sp. decir, pg. dizer. Das Imper. Die ergab ri, it. eng. sp. 
di. — Die >t^ebenbedeutung „singen, (ein Musikinstrument) spielen" 
belegt Dens. H. 1. r. 189 fürs Spätl. 

1942. Minä (zfnd) sf. [ar. dzlnä, mgl. z^'\ „Fee (Märeben- 
gestalt)" <DiAKA, -am: neap, jiSnara „Hexe", sard. \. Jana, diana 

„Hexe", ä.^tn. gtne^ utar. »ana ^^ZAnk^mn^ ¥«^"« Andere £r- 



182 1943. zmicar — 1947. zvom. 




1943. zmieur 1 vb. ^^zerbröckeln" <*ex-icIcülo, ;abs (von 
MicüLA, vflfl. mdicarft.) [ar. iärmü], 

1944. amUli;, "uU^t, "Uls {zmult Jb. VI, 72), III vb. [ar. 
MfnulgUj -uUUf ^ultu III, U] „herausreißen" <*EX-HÜLaEO, -ülsi, 
-ULGTüM, -fiBs: it. smungere, smugnere „aussaugen". 

1945. »vtnt I vb. [mgl. izvint] ,^in der Luft austrocknen" 
<*]EX-vfiNTO, -ARB: lt. 8venUir€, sie. somtari^ romgn. svinU^ ven. 



Ten. «v^ntotar, sard. L &«ntuZare, frl« ftnntMÄo. eng. iventoler, 

1947. ar. MHfm, -«ti, -Ue, III, II vb. ,,henrorsprttdeln" < *iz< 
▼öMp, »uz, -iTinc, -tu (n a-vöMo). 



ihanU 46. 
■Ibato 2. 
abburo b. 
helUnn 70. 
heüiai 70. 
äbellona 70. 
Jjellonea 70. 
Wevo 760. 
^eondo 139. 
tc«}?fo 150. 
'accooperio 15. 
icer 16, 131. 
wia 158. 
icru« 16. 
WM 6, 15a 
tdl. 

kl + ad-vemm 
'adanCM 26. 
idagua 20. 
tdaslo 22. 
liau^eo 19. 
idaugesco 19. 
■«dbino 778. 
■adcapo 273. 
'adea^tio 7. 
i-de-tn-illam I 
dde ip» 23. 

utde qitoi 23, 

1) Nur de 
atipnaliaii nii 



»uaen 107 

aer 43. 

'artigim 1482 

«'■ugo 1482, 

wslinio 205 
•/■/?o 34. 
*aifumo 36. 
'"ffundo 36, 
oger 38. 
agilU 37, 
aanella 1066, lOflfl 

»Sntllut 1070 
oy«</wg 40 
«a 123. 
alba 66, 
•ai&Mfrt- 66, 
aloesco ö7 
a/fti« 56. 
*^w-menfa 44. 
■iiquam 264. 
al'ubi 48. 
alium 47, 
<i^i"«rfe 45. 
*allargo 61. 
owfcfo 41 
oWe^o 60. 
"Ueno 62, 
*alltnto 61, 
*ollnalunt ß». 
■Uevo 69. 
'allongo 71. 
•o/ninw* 90 
aloui 90 
oitare 68, 
"Hariiim 6S 
o^fer 67. 
oltera-mente U. 
^altio H03, 

o/iiM 802, soa 

ofo«» 68. 
«foina 59, 
»Ivu» 69, 
amaraco 76, 
"narilia 76. 
wnaritie« 74 76. 
'amarih'ottu 74. 
imarut 7a 
«mbiduo 80. 
Jnbo »d dno 80l 



«nbulßtoriuni 1797 

amiidtti 80 ' 
, «»"(a 1054, 

[a"i]mür«co 1063. 
"amnioWio 83. 
•ncua 25. 
angelm 851 
""j'ua 1817' 
«ngulua 1817 
\ angugto 861. ' 

angugtug 860 
ine«»» 838 
antmre 368, 863 ' 
■nimnl iflio 
onimalia llöi. 
animaliun 1161 
'aouicplla 1186 ' 
■nniciiJus 1186.' 
anninno 89 
*annio Hfiß " 
oiJio 88. 
•annoticus 1186 
annotinus Ilgß 
•snnupulu« ]]w[ 
fljJHi« es, 1186. 
•acque «OJ. 
'anraneus 883, 
«n'e 4G, 883 
•per 99. 
«pere 103. 
«iitrio 96. 
■piscor 103 
opparo 93. ' 
'"ppenso 94 
«Sp/ico 97. 
•ftppodio 142 
^PP>-f[h]endo 100 
*appropio 102 
•aprlcua 99 
■Prtcua 99 

fpri^i* 1381, isaa 

*<*priKiM lasa 
•»puco HS. 
«ffwa 91. 
^luiriui 98. 
^aquatomt 96. 
offuifa ID. 



Index. 



le 



aratrum 109. 
aratura 110. 
arbor 112. 
arcui 113. 
ardeo 114. 
area 119. 
arena 120. 
areno8u$ 122. 
arjfen^artu« 117. 
anes 115. 
arma 125. 
armarium 66. 
arma^ura 127. 
armessarius 126. 
armora 124. 
*armu2tif 124. 
armus 124. 
aro 105. 
«aroDea 1460. 
*arrato 108. 
*airrendo 121. 
♦araicia 129. 
anura 130. 
arvam 119. 
*a9cla 136. 
*a«c?o 137. 
asculto 138. 
a^stc 133. 
osmus 135. 
aspecto 150. 
CLsper 146. 
*as8e(2to 142. 
ra9]«imi7ta 141* 
^ossimi/o 134. 
*a88^up|70 154. 
a8s[u11a 136. 
[* a»\iurdt8co \hl. 
^astecto 150. 
aitemo 151. 
os^o 149. 
*<istru%co 153. 
astruo 153. 
*a8t[alla 136. 
atqu^'*%Uum 9. 
a^gue-*i8^um 11. 
atqiit'taXiB 159. 
aigu6-ton^m 168. 
*atitMO 160. 
attineo 160. 
attmao 161. 
*atimo 163. 



«aaddo 1784. 
a[u\cupor 103. 
atmio 167. 
auferro 1784. 
augmento 81. 
a[u]^uro 39. 
augustas 40. 
[a-f-] un^uam 804. 
aura 175. 
aurarit» 171. 
auresco 172. 
auricula 1829. * 
aaris 1829. 
aurum 170. 
ausculto 138. 
austtr 174. 
au^ 165. 

^aFul^umnia 1743. 
*a[ujtumniam 1743. 
autumnus 1743. 
ayerro 132. 
averrunco 132. 
^avverum 24. 
ayuDculus 1809. 
avuB 173. 
axungia 1228. 

*Baha 180. 
fta^nfum 177. 
balo 1932. 
haltexiB 181. 
haptizo 212. 
5ar5a 182. 
ftarftafus 183. 
«barbile 184. 
*harhilia 184. 
barr- 198. 
hanlka 204. 
60810 191. 
batalia 194. 
hatto 192. 
hatt[%i\al%a 194. 
batuo 192. 
bellus 237. 
belo 1932. 
htne 203. 
^hethtcari'M 199. 
♦[6erl6ecfu]/u8 198. 
5er&ex 198, 199, 20a 
^berbicem 200. 
berr- 19a 



Index. 



189. 


Hulgulus 235. 


t 195. 


«buscus 286. 


196. 


buttU 241. 


'468. 
Ol. 


byrsa 210. 
*byr8ea 210. 


202. 




mlui 187. 


Cahallarius 258. 


36. 


caballico 805. 


> 779. 


cahallm 252. 


•779. 


cacha 320. 


1207. 


caco 247. 


206. 


cada 250. 


HO 205. 


cado 249. 


na 205. 


caducus 1788. 


to 205. 


cadus 250. 


113. 


cascia 359^ 


239. 


csecus 359. 


239. 


csedo 1457. 


cum 236. 


ccelum 335. 


236. 


ccepa 327. 


238. 


ceeparitis 334. 


37. 


♦caglo 817. 


• 


calatio 407. 


211. 


caZceaneum 257. 


211. 


calcatura 255. 


^230. 


cdktamenta 263. 


213. 


calceamentum 268. 


15, 780. 


*calceare 807. 


^218. 


caiceo 806. 


m 185, 217. 


ca^co 254. 


im 185. 


caldaria 259. 


! 215. 


ca{(2arium 260. 


ia215. 


caldor 1828. 


220. 


«caldura 261. 


221. 


ca^us 258, 261. 


IS 221. 


* caUndariva 291. 


u< 221. 


caimdut 258, 1828. 
ea22ts 262. 


\i8 221. 


224. 


ca2or 297, 182& 


221. 


coZx 256. 


1 214. 


camiHa 266. 


f82. 


camisü» 266. 


31. 


*camlsia 266. 


{26, 781. 
to227. 


campui 361. 


canapa 368. 


^228. 


«caiKpi« 368. 


229. 


caneaco 267, 292. 


12. 


cania 367. 


M. 


*eanituB 292. 


135. 


canDabit 868. 


»835. 


eantieum 878. 



187 



ca$Uo 872. 
eantui S7t. 
*eanvleui 800. 

CADOS 300. 

eanutui 301. 
capillut 1262. 
eapio 273, 809. 
eapiiterium 278. 
^cajpi^mu« 276. 
eapitium 277. 
eajnXrum 272. 
copita 269. 
capitaneu» 274. 
cap[t]^f2{um 816. 
*eap%iina 275. 
♦cainto 278. 
eoßpa 270, 1642. 
caprariuB 280. 
eopm 279. 
capraricia 271. 
capreola 282. 
copreohif 282. 
eapri/b/ium 288. 
eaprina 281. 
captio 7. 
capto 312. 
*capuin 269. 
Caput 269, 273, 1717. 
carho 289. 
car^onanu« 288. 
«carbuc[a]la 1939. 
*carbun<{u]la 1939. 
carbuoculut 1939. 
earies 293, 1938. 
'^carium 251. 
cariu$ 293. 
*camaeeum 874. 
caro, -ere, 251, 268. 
caro, -mcm 296, 874, 876. 
camariui 294. 
camosua 296. 
carpinuB 298. 
earraria 287. 
♦carro 285. 
earrum 284, 286. 
earrus 284. 
*carula 268. 
etua 802, 305, 596. 
^eofoa&umlus 807. 
*ca$co 806, 807. 
eofeartia 804. 



t*- 



*€0to 800l 

estli^ 877. 

eala 879. 
c«lellci814. 
cafeQicf 314. 
eolma Sltt^UT« 
^catoMlif ff M b 
eoliiitcf 818L 
•eattea84& 

aiitia880. 
e(il[<]iif 88L 
caueut 883. 
erada 884. 
eaulm 701. 
eanUealiis 4001 



eaT«o 888, 8ISi 
^eavlna 884. 
^emto 886. 

MTO 700. 
•eeivNia 701. 
eafof 824, 70L 
cazza 320. 
eeUarium 881. 
cena 362. 
eeito 369. 
eera 325. 
^ceraiea 838. 
ceraseui 838. 
eeraiut 838. 
eercbcllum 418. 
€[e]rebrum 418. 
ceruia 838. 
*cere$iu8 338. 
cemo 346. 
cem«« 336. 
eerto 347. 
^cervico 340. 
cervix 340. 
cervuf 339. 
ceryntAa 346. 
Charta 299. 
cAic^ocm 860. 
dbnia 887, 888. 
dbonit.898. 



I 
I 



188 



Xndex. 



chrisHanui 416. 
Christi jejaniaiii 407. 

* Ciatina 320. 
«ciatum 320. 
*c%brum 381, 
cicada 1767. 
eicer 1766. 
eicuta 427. 
'^cinga 370. 
oing{ulla 870. 
cinis 33^'. 
«cinisia 332. 
cinque 363. 
cinus 332. 
*cinu8ia 332. 
cijppus 333. 
€ircellu8 343. 
eircinus 329. 
eircito 344. 
Circo 342. 
circu« 341. 
cithara 350. 
cithera 350. 
ctvttof 349. 

* cladea 851. 
cladet 351. 
*cl(ideum 351. 
*clago 817. 
*clagum 355. 
c^zmo 353. 
cZaro 356, 1411. 
claruB 356. 
claudo 816. 
*clautoria 816. 
«elautas 816. 
clava 719. 
clavii 352. 
♦cKti^a 370. 
*cloppico 1555. 
*cloppo 1551. 
dopput 1550. 
*cloTa 719. 
eoaglo 817. 
coagalo 817. 
coa|ulum356. 
coccinua 388. 
eoco 890. 
coeUa 718. 
^eactorium 462. 
eoctura 387. 
eoda384. 



cofea 393. 
cogito 431. 
co^na^«« 442. 
coffnosco 447.- 
coüori 462. 
*cola8tra 456. 
colatuB 457. 
*coZca 394. 
^colestrum 456. 
cokus 394. 
colic[u]lu8 460. 
colligo 436. 
colloco 435. 
co/o 454. 
coZosfrum 456.' 
co2um5a 404. 
colambarium 1361 
coma 385. 
combino 778. 
*commando 440. 
commendo 440. 
*commtntco 441. 
coramunico 441. 
comparo 443. 
♦compero 443. 
compitum 444. 
comp2eo 445. 
comprehendo 45L 
coDCubium 432. 
coDCulco 435. 
*concurveu8 458. 
condenso 831. 
con/fo 855. 
*conforio 430. 
*confundo 429. 
cangyro 826. 
*cono8co 447. 
*congu(Bro 425. 
conquiro 425. 
con8o6rtna 466. 
cansobrinuB 466. 
contobrinus prim 
conso&rtnu« verui 
consocer 464. 
*c<m«ocra 464. 
coDspuo 1566. 
eonsto 465. 
contao 405, 468. 
^eontntura 468. 
contemporo 884. 
eontremo 476. 



190 



Index. 



debitor 486. 
dehitoriui 486. 
«debitura 486. 
decem 1934. 
*d€dao 493. 
dedo 493. 
*deexcito 628. 
*dea€lo 496. 
de + ipso 604. 
demando 631. 
"^demane 1083. 
*demico 499. 
rfens 633. 
denscsco 831. 
dtln]su8 604. 
* of ro&]8curico 514. 

deorsum 912. 
fZfosum 912. 
*depano 492. 
de-|- parte 600. 
(2ei>i2o 483. 
de-^plico 834. 
depono 602. 
(2e-2)Os^ 669. 
(!epre[/te]n(2o 601. 
♦{/c^uarto 600. 
*deramo 486. 
*derapino 484. 
*derapio 484. 
*derectii8 660. 
*deretraDU8 883« 
deretro 883. 
derigo 648. 
*denmo[r] 486. 
*deripiDO 484. 
deripio 484. 
derupo 1702. 
desctndo 629. 
^deatrto 617. 
(2er9«r^um 616. 
deserttn 616. 
desidero 619. 
«dettdio 619. 
despero 483. 
^iespico 624. 
<2f«po{io 626. 
desquamo 606. 
detuper 1626; 
<letoito 630. 
detonom 1747. 



dfu< 1929. 
dextras 1936. 
dta 1940. 
diana 1928, 1942. 
dianatkus 1928. 
dico 1941. 
die» 1940. 
diffamia 496. 
*diffamio 496. 
*di<^ete 497. 
digitale 498. 
digitua 497. 
dilapido 9.36. 
*dtr«ctes 661. 
♦dirccfico 603. 
^directitas 661. 
directo 660. 
directus 603, 660. 
dirigo 648. 
di5caZcio 606. 
*dt8canto 608. 
durcarrico 607. 
discludo 609. 
dtsco/^erio 610. 
discu/cto 613. 
*disctdmi8 612. 
discuneo 611. 
*disfato 618. 
diajugo 620. 
disligo 621. 
'"dtsmerdo 622. 
disorico 1824. 
*di8partio 623. 
dispertio 623. 
dispo/io 626. 
diapono 627. 
disrupo 1702. 
dissico 636. 
diatorgueo 634. 
diusum 912. 
do 487, 1761. 
doga 636. 
dogarius 639. 
dofeo 643, 663. 
'^doleosm 663. 
doto 660. 
dolor 662. 
do/oro9us 663. 
dolus 642. 
dame$ticu8 656^ 
domina 637. 



192 



Index. 



^txplango 146. 
ezpono 1636. 
exprimo 1563, 1627. 
*expulvero 1631. 
'i'ezpuo 1666. 
*exquarto 600. 
ezseco 148. 
*ex8tuppo 164. 
exsuco 1841. 
exsudo 166. 
*extalio 148. 
extergo 1643. 
*extempero 162. 
eztemplo 884. 
*exterraneus 1661. 
*exterriDU8 166L 
extinguo 1646. 
*extirpi8 1644. 
extirpo 1644. 
*extirpu8 1644. 
ex^orgueo 1649. 
*extracolo 1650. 
*eztraDeu8 1661. 
extrico 1656. 
^exvento 1946. 
^exyentrico 1622. 
^ezventro 1622. 
r*ex]ventalo 1940. 
♦exro^o 1933. 
*exvomo 1947. 

Jlsida 678. 
faher 590. 
/a&rio 692. 
/acta 689. 
facies 689. 
fado 666. 
facla 620. 
facta 679. 
/oc^um 679. 
factura 680. 
/ac[u[2a 667, 620. 
faaas 668. 
*/a«ca 676. 
falcata 676. 
*falcinea 676. 
faXx 576, 67& 
f ama 495. 
fama 63a 
*famia 496. 



*famYnem 631. 
"^famUem 631. 
famulentus 621. 
far 582. 
farina 672. 
farinarius 673. 
farino8ui 674. 
^farrimen 682, 
/ascia 685. 
fasciola 840. 
♦fato 618. 
fatum 618, 688. 
/avus 669. 
^favxduB 670. 
*/c6ra 616. 
fehrarius 691. 
/eftri« 616. 
februarius 691. 
*fehrum 616. 
fei 609. 
*feU 609. 
/c^ioj 699. 
*feminu8 677. 
'"/enacius 613. 
fenestra 696. 
*fenicia 614. 
/enum 612, 618. 
/«ra 601. 
fermento 641. 
ftrrariuB 606. 
*/emco 597. 
ferrum 605. 
feryeDs 608. 
/crro 607. 
ftstuca 600. 
/eto 588. 
*/ee{o2a 694. 
«/eeioZuf 693. 
/Wo 687. 
/e(u< 586. 593. 
fibula 619. 
*fib[u\laria 619. 
fica 752. 
/Scättim 603. 
«ficatum 603. 
fcu9 762. 
*/ienfta 610. 
ßia 618. 
*/ütaniif 61L 
/äuu<er 602. 
/SliiM 611, 618. 



IpAoti 



.1 



lix 598. 
lum 617. 
mhria 653. 
fire 1597. 
acca 620. 
nmma 621, 628. 
flamma 621. 
flammabundm 6M« 
'ammti2a 622. 
occus 624. 
0« 623. 
uo 626. 
uto 626. 
flutnlo 626. 
flutulns 627. 
0CU8 635. 
Dpderatus 644.. 
olia 628. 
[)lium 628. 
ollico 846. 
follicellus 638. 
folliolus 664. 
6/2is 629, 664, 1881 
ontona 615. 
bro« 581. 
orfex 632, 633. 
br^co 632. 
oria 430. 
'ormica 682. 
formicarium 688. 
formico 681. 
brmo8t«8 656. 
br^c 634. 
ortuna 686. 
ra^fa 639. 
fragidus 640. 
ragilis 640. 
ragmeo 582. 
'fragmino 582. 
ragura 639. 
rahgo 652. 
Vafcr 644. 
Vaxinttum 648. 
raxtnu« 642. 
'fremito 646. 
V^ufus 645. 
Vico 647. 
'rictura 654. 
'/HaoZta 650. 
Vi^o 648, 650. 
'rigara 649. 

Pafoaria, Etymologiachef 



frwaronu 66L 
/r^ 649. 
' frondetco 846i. . 
frandia 669. 
/ron« 658, 669. 1689. 
«/ronftcelta 1829. 
/rtichif 660. 
/tf^ 663. 
fitgOt -are 66L 
/iMTO, -ere, -tr« 681i 
fu&eo 665. 
fuUiero 667. 
/ic^iir 666. 
falgaro 667. 
*/ti/oii« 665. 
»/iii^feaa 674. 
fiiüigp 674, 878. 
*fumioo 670. 
fumidus 671. 
fumigo 670. 
/umo 669. 
*fumalut 671. 
/umtff 668. 
fundui 429, 878. 
/tir 676. 
furea 678. 
»/MrcfOa 679. 
furciVa 679. 
♦/"umina 680. 
/t*ro 677. 
furtum 685. 
*furunctU%M 687, 
furuDculus 687. 
/ut7tu8 680, 684. 
fusarius 689. 
*f%t8teUu8 691. 
/u«fts 690, 69U 
/'U81IS 688. 
/ufuo 692. 

Gaja 693. 
^ajKS 693. 
^a(6ini<8 696. 
*galhu8 696. 
galqiilua 725. 
yaW«to 697. 
^aZZina 694. 
^a^/tnacetts 696. 
gannio 854. 
ganno 854. 
^f^ 746. 

Wttrtarbaeh. 18 



194 

«garra 718. 
♦garr[ü]la 7ia 
gaTia 693. 
gelo 495. 
gelu IQl. 
geminui 704. 
gemitu$ 705. 
gemo 703. 
gena 702. 
gener 720. 
genicaluin 706. 
gens 722. 
genuc[u\lum 700. 
geusicB 747. 
^ibba 708. 
♦gibbfulla 708. 
♦gibb[ujlu8 708. 
gibbus 708. 
*fiditu8 497. 
gmgiva 721. 
glacia 709. 
^laciarium 712. . 
glaciet 709. 
glacio 709, 852. 
^glacium 709. 
'^alanda 714. 
^uzn(iartu9 718. 
glandula 715. 
^2an(2u/o8u« 717. 
92a?»s 714. 
'"^glarra 713. 
♦fl^emu« 711. 

"^glibha 708. 
♦andfcu« 708. . 
gtocio 724. 

a[omu9 711. 

gluttio 1682. 

gluttat 1682. 

gonflo 855. 

gradu9 728. 

graxM 783. 

*granaceu$ 699. 

granarium 737. 

tfra»u2o 738. 

^grankia 739. 

^oranicium 698. 

oronum 698, 699Jf28, 740. 

^granunciolum 729. 

*granuneulum 78Qi 

oroMia 726. 866. 



Index. 



graticula 728. 

gratis 728. 

graulus 731. 

graTida 735. 

gravis 732 786, 867, 869. 

grayitai 736. 

*grevi$ 732, 786, 867, 86». 

'^grevitaa 736. 

'^grevitia 782. 

grossu» 741. 

gruudio 744. 

^grunnio 744. 

^us 742. 

^ry/Zus 734. 

gula 745. 

gurdus 862. 

gurg- 746. 

yusfo 749. 

^tis^us 748. 

gutta IbO. 

guttur 751. 

*gutturalium 751. 

gyrus 826, 927. 

Habeo 72, 1024. 
habitus 1024. 
*hadie 176. 
Äaia 762. 
»haediolus 762. 
hsedulus 762. 
heedua 762. 
harundo 1465. 
*harundüla 1466. 
^iedera 763. 
hellehorus 65. 
%er&a 757. 
herbosua 766. 
Äcri 767. 
At6frno 768. 
hU>emu8 758. 
%tcc6 761. 
hiems 758. 
»hirundinella 1466. 
liirundo 1465, 
hodie 176. 
homo 1220. 
hora 1218. 
hordeolui 1791. 
Aordeum 1225. 
karruco 1823. 



Index. 



196 



honidot 1828. 
horror 1828. 
ho8pe$ 1215. 
hospitium 1230. 
^hofipito 1231. 
hoipitor 1281. 
hoalU 1216. 
humerale 1796. 
[h]umerua 1794. 
numiditai 1805, 
[h]umidu8 1808. 
Aumus 1798. 

-la 966, 1171. 

igniarium 82. 

ile 773. 

ilia 773. 

iliam 1686. 

illac-ad 929. 

ille 764. 

*iUum 53. 

* illum + * illum + alter 54. 

*illu8 764. . 

*im6i&ito 776. 

^imbino 778. 

*imbraco 780. 

*im&u6io 782. 

♦im&ucco 781. 

*impaZo 784. 

impartio 786. 

impedico 787. 

Imperator 785. 

impcratrissa 785. 

imperatrix 785. 

impingo 788. 

imi^feo 1807. 

tnipromufuo 794. 

tminifo 796. 

tn 799. 

inacresco 800. 

ina2&e8co 801. 

in+alto 802. 

tnca^cio 806. 

*tnca2desco 808. 

incäleaco 808, 811. 

tncanto 822. 

[*in]carrico 810. 

tncendo 820. 

*%nchardo 823. 

finjcin^o 821. 

MC$j?io 812. 






f 



iDcitus 882. 
J*in]ctet?o 815. 
inchna^io 819. 

inlcÜDO 818. 

in\clHdo 816. 

♦iwJcMneo 825, 
^indtmino 830. 
♦im/e[n]»o 831. 
[inr]de'retro 82& 
mdircctui 828. 
'"imZuZcesco 833. 
indulcio 833. 
induro 835. 

»inl/iwcto 839. 

[inj/a8cio/o 840. 

in]&ctu8 841. 

%n\figo 841. 
tn/7o 1804. 
infloresco 842. 
^infrango 844. 
infreno 843. 
infriogo 844. 
*infurco 847. 

*in]^atto 848. 
^in]^enuc[u]/o 850. 
tngemino 849. 
♦ingidito 497. 
r*in]yZu«io 853. 
»tn^frassio 856. 

iinjgrayo 858. 
'ingrevico 857. 
♦in^rcrino 859. 
♦fin'brcro 858. 
♦[injgurdio 862. 
in-^-promutuut 794. 
♦tiyurio 866. 
injurior 866. 
[tn]nO(fo 867. 
tnnubilo 869. 
*inobvio 1201. 
♦inrito 879. 
*[in]8ello 871. 

Itnjsereno 872. 
'%7i8olo 875. 
♦[wilRoino 876. 
r«tn]8^e22o 87& 
^inau 870. 
insubulum 1688. 
*[in]tardivo 887. 
integer 892. 
integrum ^^. 



^SSS^ 



196 



Index. 



i: 



intellectio 881. 
intellectu'. 880. 
intelligo 880. 
\*in]tenere8C0 886. , 
xnter 890. 
*[in]territo 879. 
inierrogo 891. 
[injfm^o 886. 
xntorqueo 888. 
♦[injtorticiilo 889. 
*[i/iJ^ortocrMlto 889. 
intortum 88n. 
»n6o 893. 
intrö 894. 
'"tn^cnico 895. 

*in]i;cncno 899. 

'in\v€Btio 897. 

^ inlW^//) 898. 
[^in\i}ir\me800 90a .. 

*\in]vivulo 1908. 
[in]vo/i;o 904. 
-inus 482. 
^ipsamente 870. 
ipse 870. 
*ip8ti8 870. 
ire 772. 
irrito 879. . 
*i8curu8 614. 
lese 870. 
issu 870. 
iste 147. 
Hiatus 147. 
[%m]petigo 1294. 

Jaceo 1926. 
Ujejuno 49. 
yjejuni« 49. 
*j)enicea 926. 
jiniperu8 908. 
♦ joco 910. 
jocor 910. 
jocus 909. 
^ooi« 911. 
judex 913. 
jiulictum 915. 
j\idico 914. 
jugariua 917. 
^jugaster 9ia . . 
nc^o 864. 
ifi^u]{o 866. 



^um 916. 
junctura 922. 
juDgIa 922. 
jungo 922. 
"^jungulatura 922. . 
*^nica 923. 
♦jwnicea 925. 
juniperua 908. 
junix 923, 924, 926. 
juramentum 928» 
jfuro 926. 
juvenca 920. 
juvencua 919. 
juvenia 921. 

LabruBca 956. 
]nc 039. 
♦/arrii» f)47, 

lacnMio 932. 
2ammo8U8 933. 
lactaria 938. 
{octorins 937, ^ • 
«acte 939. 
Zacfes 940. 
lactuca 941. 
{acus 930. 
*lacu8ta 934. • 
Jana 974. 
Janarius 975. 
languesco 982. 
languidtis 976. 
languor 980. 
2ano8U8 983. 
lopido 936. 
laqueus 947. 
Jardum 942. 
*largio 944. 
largior 944. 
Zar^tiS 61, 943. 
laUaco 948. 
tofro 949. 
latus adj. 946. 
2atuf sb. 950. 
laudatio 954. . 
laudo 953^ 
(aurus 95&. 
touftia 9&J. 
"^lavatura 961. 
lovahi« 952. 

lavo 96V ^^ A^'^ 



soo 



Index. 



non 1196. 
non-^-magis 1202. 
nonna 1207. 
nonnus 1207. 
non-sapio-gui 117&. 
*nora 1190. 
*norore8 1190. 
norus 1190.' 
no8 1188. 
nosco 447. 
noster 1191. 
*noto 868. 
nov(crca 1199. 
*novdla 1200. 
novellae 1200« 
novem 1193. 
noverca 1199. 
*novercu8 1199. 
novitas 1194. 
•novtiae 1208. 
novus 1192. 
nox 1185. 
nubila 1189. 
mihilum 1189. 
nttcetum 1198. 
nullus 1180. 
numero 1204. 
numerus 1203. 
nunquatn 804. 
nupHae 120S. . 
Bura 1190. 
nurus 1190. 
nutricium 1210. 
*nutricium 1210, 
nutrio 1209. 
ftu« 1197. 

[Objduro 836. 
obeo 1789. 
*obito 1789. 
obitum 1789. 
^oblito 1788. 
oblitus 1788. 
obsurdesco 157. 
*[ob]8carieo 614. 
obscarus 514. 
^occoiiono SIL 
oceido 1784. 
oelui 1217. 
ocio 1222. 
ocnlnt 1217. 



oleo 29. 
olla 1212, 1790. 
ollarium 1218. 
ollarius 1218. 
*ollicella 1790. 
*o?wcn 29. 
*olmico 29. 
*o2mo 29. 
oxnnis 1750. 
optis 1221. 
oratio 1822. 
*orbico 1224. 
or&ts 1821. 
orbus 1223, 1224. 
ordmo 1826. 
ordio 1839. 
ordior 1839. 
ordo 1827. 
*orfanus 1214, 
oroia 1831. 
oncla 1829. 
*orico 1824. 
orior 1824, 1834. 
orma 1835. 
oro 1830. 
*orulo 1834. 
OS 1226. 

ossamenta 1227. 
OMum 1226. 

0S8U08U9 1229. 

ostiolum 1843. 
ostium 1842. 
ovia 1211. 
♦ovo 1233. 
Ovum 1232. 
*oxungia 1228. 

Ptoco 783. 
padulem 1243. 
IMFnc-^ad 1319. 
paganitoB 1245. 
pagantis 1244. 
paiaDca 1270. 
palatium 1265. 
|)a2a<um 1265. 
oolea 1248. 
\paUio2a 1247. 
palliolam 1247. 
Pallium 1247. 
palma 1249. 
*jNx{jMi5Mfulua 1832. 



202 



Index. 



per + totum + inde 1878. 

pertundo 1290. 

*pertumic\u]la ISßL 

»pertasio 1290. 

♦pertuso 1290. 

pervig[i]lo 1391. 

pes 1305, 1307. 

petesco 1302. 

petia 1326. 

petiolus 1305. 

peto 1302. 

petra 1303. 

petrosuB 1317. 

]^K\alanga 12^0. 

*pnarmaco 584. 

*phar^%acum 583. 

pic(c). 1304. 

piaüa 1237. 

pila 1327. 

♦üiZto 1327. 

mlosus 1272. 

♦pilula 1327. 

püm 1262. 

pineus 1318. 

j>mna 702, 1252. 

pijn^o 1325. 

|>inu9 1318. 

*pira 1264. 

pirum 1264. 

piru9 1263. 

piscarius 1299. 

j9i«ci9 1300. 

♦piscus 1300. 

♦pw«o 1324. 

*fitta 1287. 

pittacium 1287. 

*m«tcu« 1287. 

*m«uto 1287. 

^tocen^a 1330. 

placeo 1329. 

pto^a 1331. 

•plama 1249. 

plango 1339. 

plantago 128a 

>)2anto 790. 

Jlatanus 1250. 
o^finu« 1250. 
*fiattu8 1333. 
«lenesco 789. 
pUnitoildaS. 
plenm 1887. 



2)2tco 1334. 
*ploja 1340. 
*ploppuB 1341. 
plovere 1342. 
pluere 1342. 
vZum&um 1343. 
^pluppea 1335. 
pluvia 1340. 
2K>c2um 1365. 
poculum 1365. 
podium 142. 
polenta 1409. 
j?o22tcari8 1398. 
j?oma 1345. 
pometum 1350. 
pomum 1349. 
2)ono 1401. 
|>on9 1402. 
j^dpulus 1351. 

pöp[u]lus 1341. 
porca 1346, 1356. 
porcaridus 1355. 

porcariiis 1354. 
porceUa 1406. 
porcellus 1406. 
porcuB 1353. 
j?orro 1411. 
j?orro ad 1319. 
IWMTMm 1352. 

porto 1347. 

portarius 1358. 
2)or^o 1357. 

2709 1348. 

post 1348. 

postum 21. 

*poteo 1362. 

*jpo«MW 1363. 

p-« 1370. 

prahenda 1374. 

praecoquis 390. 

prsecox 390. 

prada 1367. 

2)r(S(2o 1366. 

pradaüo 1368. 

prasgyro 791. 

prcepano 1376. 

prandeo 1390. 

^»randium 1389. 

jrafum 1369. . 

pre5tter 1375. 

ire[A1.4do 1388. 



preibiter 1376. 

prpslur« 792. 
*presiuro 792. 
^retitm 1377 _ 
primär iita 1385. 
primavcra 1386, 1857. 
primtu 1384. 
procedo 140&. 
prolongo 1372. 
prope 102. 
propio 102. 
proBlo 793. 
pmioa 224. 
pruna 1630. 
prvna 1392. 
prwneus 1392. 
prMiiM»! 1392. 
pubes 1396. 
^piihula 1396. 
pugnus 1400, 
jjuU 1408. 
iwlico 1407. 
•palUm 1395, 
pullus 1395. 
pulmo 1344. 
niipa 1399. 
pulvi« 1397. 
•pulvu. 1397. 
pungo 795. 
pnpa 1403. 
•pupp» 1403. 
*j)ujij>[) 1403. 
pupputn 1403. 
pupuk 1335. 
pure 1411. 
puro 1411. 
*puronium 1410. 
punii 1411. 
pus 1410. 
pmtdla 1413. 
p»8([M];n 1412, 1418. 
*pv,tea 1416. 
putearim 1417. 
;>ufeo 1393, 1414. 
•puieosii» 1394. 
putCKO 797. 
putews 1415. 
*puttn.M 1418., 

JHtor 1419. 
putneiM 1420. 
jmtridM im, ItiL 



putiu 1393, 1416, 1418. 

Quaequare 1364. 

quadro 392. 
qua[d]ra.ls\esma 1267. 
quadrum 392. 
{Hoero 337. 
<liiaglo 817. 
auBcluni 355. 
quaUs 230. 
quam ^i3, 264. 
putm-magit 264. 
guanifo 364. 
guan^f 378. 
quartariim 1273. 
quartus 500. 
Qtiatt[n]or 1289. 
*quaturnicuU 13S4 
quem 366. 
qne(m)-f Dfl 866. 
*gueto ÜU. 
üttttut 813. 
ou(t> 244. 
«Ulli 326, 358. 
quid Mio- 1175. 
quietui 613. 
qujnque 363. 
9uo<I 245. 
qtiod + quid 246. 
quodrum 392. 
quomo[do] 18, 438. 
quoturnix 1361. 

JSadia 1453. 
rädidna 1423. 
nidic[ulfa 1425. 
radium 1463. 
radiu« 1453. 
rado 1422. 
) 1427. 
aflat 1437. 
*rmna 1428. 
»ramula 1428. . 
ramus 1428. 
rancidiu 1464. 
*rapico 1432. 
"rapicui 1482. 
'rapidü 1456. 



raflag 



SM 


Index. 


»pidui 1432, 14SB. 


rigor 1454. 


rapio U34. 


rimo 1461. 


raptio U33. 


rimor 1461. 


raresca 1438. 


ripa 1467, 


raru» 1437, 


miia 1468. 


*rasclo 1441. 


ri[u]ns 1469. 


*rA9cluni 1441. 


i-öjawenium 1480. 


•«l.[i]4ajlo 1441. 


rogatio 1479. 


rastrum 1441, 


i-ooo 1472. 


ratura 1449. 


•roUfl 1477. 


r>tua 108. 


romanua 1474. 


raucui 747. 


roro 1478. 


"recadio 1457. 


•roruU 1477. 


*recsedium 1467. 


TO» 1477. 


««[n]s 1454. 


rosa 1488. 


receatatum 1454. 


roseu» 1475. 


reddo 121. 


•rosi»H* 148a 


reduco 106. 


rostmm 1478. 


*reexvolo 111. 


ro(a 1470. 


refrico 1426. 


rotundua 1451. 


remaneo 1429, 1430. 


mbens 1473. 


*rima[ni8ieia 1429. 
•reBiöii 935. 


rubor 148S. 


mgio 1481. 


reu 1439, 1462, 1483. 


runiiffo 1483. 


»rmo 1462. 


•rumino 1483. 


*renidu]ba 1466. 


rvmpo 1485. 


rentculua 14G6. 


rupes 1484, 1TO2. 


•rentcus UG3. 


ranioa 1484. 


•reiiu^Kliu» 14S9. 


rt'i)(«ra i486. 


repatm U:-55. 


ruBsm 1487. 


r-epofio 1436, 
•rH«(io 1440, 


«■Ufa 148». 




r>.'illitt 14411, 


AabMCK« 1006, 


ralna 1418. 


rneett» 14Uä. 


resiiiosrii 1444. 


«aqiffa 14»6. 


resoniUim 1448. 


sagitto 1496. . 


resono 1448. 


aal 1524. 


respiro 1447. 


»ale 1524. 


rapondeo 1446- . 


*ia;[i]c(i 1499. 
"snifilMdiw 160t 


•«suf-fi^io J669. , 


•reiufßo 1447. 


*sannea 1526. 


xete 1456. 


salinua 1526. 


*reUUa 1466. 


lalio 1516. 


retia 1456. 


■a2ix 1499. 


retundtii 1451. 


Mi(o 1502. 


reu» 1452. 


wHm 1503. 


rnerto 1458. 


«abafints 1497. 


«■ricidui 1461. 


talvia 1498, 1521. 


rideo 1459. 



Index. 



SO 



$anguen 1593. 
ianguinem 1698.' 
aanguino 1593. 
8anguino8ti8 1683. . 
sanguis 1593. 
samtas 1509. 
*8anito8U8 1610. 
«ano 873. 
«anfu5 1698. 
$anu8 1592. 
sapio 1648. 
sapo 1515. 
«appa 1511, 1612. 
*8appo 1511. 
aarcina 1528. 
sarica 1525. 
«aftum 1530. 
«ahi22u« 1531. 
saturo 1532. 
fcabia 1936. 
Bcabies 1936. 
aca&io8t(« 1937. 
«ca^a 1543. 
*8cälambu8 1638. 
*8ca2em&u8 1538. 
tfcamnum 1546. 
8candula 1552. 
8caral){cu8 286. 
* [8]carab -^ bu8e€Ui 286. 
8car2)ino lo45« 
icintilla 1558. 
ffdo 104H. . 
*Hclavna 1647, , 
^8clufur 1664, 
*«cor6M8 1661. 
acona 1556. 
8cortea 1557. 
scortor 1557. 
scortum 1557. . 
8cribo 1564. 
Bcrobii 1661. 
*8crobula 1661.. 
«cro/a 1665. 
^8cuppio 1666. . 
Bcarninus 614. 
scutum 1668. 
«« 1491. 
8ebum 1635. 
«^öZe 1493. 
secäle 1493. 
seeretui 1676. 



8ecwri8 1494. 
8edeo 1576, 1586. 
*8cdiuin 142. 
8ella 871, 1490. 
♦«emenfja 1508. 
8ementi8 1508. 
8eminatura 1507. 
«emtno 1505. 
«en^t]ce{/a 1689. 
se^ifzo 1590. 
sentis 1589. 
8eptem 1514. 
«fp^imana 1613. 
«era 1518. 
8erenita8 1580. 
serica 1625. 
serpeus 1627, 1683. 
*8erpentia 1683. 
«erpt« 1527. 
8erpula 1527. 
*8erpu{/e2um 1684. 
serpullum 1684. 
8erra 1519. 
serus 1618. 
serva 1581. 
servio 1582. 
servo 1522. 
8ervu8 1581. 
*«e«se 1629. 
«es^H« 1586. 
neu 16BB. 
^f.nA'intt 1538. 
iox 1629. 
8i 1491. 
sibilo 1674. 
8ic 1588. ^• 
♦sicca 631. ' - 
siccatio 1571. 
*8iccita 1574. 
siccitas 1574. 
sicco 1570. 
8iQcu8 1569. 
«ictZts 1572, 1578. 
*8icilo 1572. 
sifilo 1674. 
8igillum 1681. 
si^no 1578. 
«i^num 1677. 
siivaticus 1497. 
simila 935. 



206 



Index. 



Bimilo 1604. 
«tingluttio 1682. 
«8lnfi:lutto 1682. 
*8iDgluttu8 1682. 
singuUio 1682. 
singulto 1682. 
singultus 1682. 
aingulus 1596. 
sinus 1591. 
sitibuDdus 62L 
siti8 1587. 
*8iubilo 1674. 
*8iuffi|lo 1674. 
sive 1533. 
slavus 1547. 
socer 1606. 
socia 1610. 
sociu8 1610. 
socra 1606. 
*80cru8 1606. 
socrus 1606. 
ßol 1601. 
sola 875. 
solea 875. 
*8oliculus 160L 
*80lim8 1701. 
solum 875. 
somnvs 1607. 
80nitu8 1695. 
8ono 1694. 
$orbeo 1609. 
«orex 1602. 
«sorica 1602. 
«oror 1608. 
8or8 1603. 
f or^es 1603. 
^sou« 1534. 
spargo 1614. 
apae/ta 1616. 
spatium 1445. 
spatula 1616. 
•pica 1617. 
gpico 877. 
fpicum 1607. 
apina 876, 1618. 
fpina^t« 1619. 
spinetum 1620. 
itpinoauf 1621. 
irpinu« 1618. 
spUn 1625. 
•plenetieam 1626i» 



f: 



«spluma 1633. 
spodium 1630. 
8puma 1633. 
*8pumigo 1634. 
«pumo 1632. 
spumostes 1635. 
spumula 1633. 
8purco 1637. 
sputo 1566. 
a(^ttama 1540. 
8quamo 1539. 
»guamosus 1541« 
8tahlum 1640. 
stabulum 1640. 
*8tagnico 1647. 
*8tao 1639. 
«tofus 1638. 
•8tela 1641. 
8tella 1641. 
stercm 1642. 
a^er^o 151. 
a^emufo 1653. 
*8timularia 1652. 
Stimulus 1652. 
a^tr^uo 1646. 
*8tirpäli8 1645. 
stirpesco 1644. 
stirps 1644, 1645. 
stlopus 1550. 
sto 1639. 
strabus 1658. 
8tramhu8 1538. 1658. 
*8tranuto 1653. 
Stratum 1654. 
strictura 1660. 
strictus 1659. 
striga 1657. 
*8trigo 1656. 
♦»IJnnc^ttra 1660. 
•strinctus 1659. 
afrinao 1661. 
strix 1656, 1657. 
struthio 1662. 
"Cstruthitts 1662. 
*8tulu8 1664. 
»stupio 1566. 
$tuppa 154, 1668. 
*8tuppo 154. 
Stylus 1664. 
f Ma 1534. 



Index. 



S07 



Mubala 1667. 
subalbidii» 1621. 
sübeo 1687. 
*8ubfronticella 1629. 
tubgluttio 1682. 
subgluttium 1682. 
subgluttus 1682. 
*8t3nlio 1690. 
sublica 1690. 
*8ublicidu8 1690. 
8ubmiito 1692. 
*su&mucceo 1146. 
8ubrupo 1702. 
«u&ei/fo 1669. 
8ubtUi8 1669, 1670. 
«ti&^us 1668. 

8ubtu8 4- * ^i[ei]Uia 1667. 
subula 1689. 
*su&[u];um 1688. 
^succupto 1666. 
*8uccupium 1666. 
8uai8 1671. 
8iularium 1672. 
8udo 166. 
; 8udor 1673. 
8ufferentia 1676. 
«w/fero 1675. 
«M//?o 1674, 167a 
tuffollico 1677. 
sugillo 1681. 
suao 1680. 
*8uif[ijlo 1674. 
suifluxn 1674. 
sulfur 1664. 
8ulp[b]ur 1664. 
8um 1697. 
8umma 1691. 
mper 1626. 
superciZia 1629. 
supercilium 1629« 
8uptro 1696. 
BuppUco 1677. 
*8urcella 1699. 
*«urc«WM« 1699. 
surculus 1699. 
HwrduM 1700. 
suraum 1703. 
8uspirium 1704. 
«to^ro 1704. 
MMum 912, 1703. 
susurro i70& 



ittfiirru« 1707. 
iuus 1634. 

Tabanus 1720. 

iahontm 1720. 

tocM 1708. 

tseda 1927. 

ialiatiira 1710. 

talio 1711. 

teil« 1713. 

*tondo 1736. 

tardivu8 887, 1741. 

tordo 1196. 

tata 1718. 

totoni 1718. 

taurus 1721. 

<e2a 1724. 

^empto 1730, 1731. 

*templo 884. 

templum 884, 1781| 1738. 

tempora 1730. 

temporimia 1732. 

tempus 884, 1729, 1780. 

•tenda 1737. 

^endtcful^a 1738. 

tendo 1735, 1737. 

^ene&ri(n«8 896. 

teneo 1733. 

tener 1734. 

*teneru8 1734. 

tentiale 1739. 

termen 1715. 

^termera 1716. 

^terminem 1716. 

terminus 1716. 

terxuonem 1716. 

♦tennora 1716. 

*termxilu8 1715. 

terra 1712. 

torreo 879. 

*terrina 1714. 

territo 879. 

tertius 1740. 

*teriivu8 1740. 

ie8ta 269, 1717. 

te8tum 1728. 

Uxo 1727. 

theca 1722. 

tUia 1726. 

•Hlium 1726. 

tima 1723. 



t9 

iB 

ti 

ti 

*i 

td 

toi 

to 
to 

U 

t 
t 



l 



208 



Index« 



timeo 1723, 1726. 
titia 1742. 
titillo 1667. 
tUlo 163, 1709. 
"^tocco 1746. 
tondeo 1773. 
tonitrus 1771. 
tono 1771. 
to[n]8io 1783. 
tonus 1772. 
•/orr[w]/a 1746. 
torno 1748. 
torqua 1745. 
torqueo 1747. 
^or/iis 1747. 
fo«u« 17Ö0. 
toUta 1750. 
♦<ott« 1719. . 
trado 1751. 
*tragino 1753. 
*^a^o 1752. 
traho 1752. 
^raicro 1757. 
♦traictarium 1757« 
*tra[j]ecta 1756. 
trajicio 1756, 1767. 
trama 1754. 
iramitto 1763. 
^ra[n8]coio 1650. 
^ra nlscnna 1716, 
tra[n\8-8alio 1761* 
♦^recto 1756. 
trtmulo 1760. 
trepido 1755. 
^re« 1758. 
^^u2o 1759. 
tribulum 1759. 
trifolUm 1762. 
♦trifolum 1762. 
tristis 1764. 
iriBtuB 1764. 
frunr[u]2u8 1765. 
tu, 1768. 
^[ula 1719. 
eu/a 1769. 
tumha 1770. 
tuDica 895. 
turho 1774. 
♦furfruto 1774. 
*tur5uZia 1774. 
*^rdeia 1665. 



turdus 1665. 
turma 1111. 
turta 1747. 
*^(rh(to 1779. 
♦turtulus 1779. 
turtur 1779. 
*tiirtura 1779. 

♦ turtureUa 1780. 
iurturilla 1780. 
hi«sio 1782. 
^U88tjf 1781, 1782. 
tuus 1719. 
tzintzalario 1739. 

Über 1787. 
ubi 907. 
Udo 1786. 
ic(2ti9U 1786. 
tidus 1785. 
ulceolum 1791. 
Ulcus 1791. 
ulmus 1792. 
ululatus 1833. 
ulu^o 1833. 

* umbiliculufl 240. 
umbilicus 240. 
umbo 240. 
umhra 1798. 
um6raficu8 1799. 
umbresco 1800. 
um&ro 1801. 
unibrosus 1802. 
uDco 1334. 
unc^um 1818. 
unctuo8U8 1819. 
unc^ura 1820. 
*%m({n]lu8 1809. 
uncus 1334. 
tcnda 1810. 
finde 1812. 
uncfo 1811. 
undo8n8 1813. 
titt^o 1815. 
unguis 1816. 
unf[u\la 1816. 
timo 1814. 
unu8 1808. 

ünu« cato unuf 81 
iipupa 1403. 
iirceo2u« 1826. 
*urdiea 1840. 



•i4riol833. 


fontUMLUn 


«TM maicr 1888. 
witit lllSS. 


•ftrwwä. 


SS-Ä"* 


*urtUa 1840. 


Urtica 1840. 


•TU KM. 


'uliufo 1838. 




•««Ulli 1877. 


lutia 1848. 


•aicain. 


UBtium 1842. 


«n»18a 


MtulolSa. 


•maUSB. 


vier 1848. 


^iiuaa. 


«1»! les. 


•Mj«riii»iniL 


*uxoro 874. 


«rtSTuu. 


nxoror 874. 






TMiniiu 1«. 


raeca 1848. 


<»lra«iia 191i 


w<i(.1847. 


ÄäSfSS. 


tadum 1649. 


•coHiceUo 1861 


•Mmaiam. 


TaUiouU 186S. 


lictüiig 186IL 


TaUii 1854. 


fittiitllOB. 


iwpolia 1856. 


•umina 


vapor 1855. 


•Ulla 1661. 


wriut 178, 


«iliiitfl 1861. 


TM 1864. 


xlitm »1. 


Tuciu 1334. 


•Mi> 1871. 


Votum 1864. 


^i& im. 


*weimo 1866. 


•vfttiDO 1866. 


iriitdfcolSSH. 


vechu 1868. 


mncoSOl. 


wnalSSS. 


«iKa isra. 


venatu» 1889. 


iniuariiu 188«. 


cenilo 1892. 


nnum 1886. 


eenmiwu« 1873. 


•iolo 1902. 


venenum 1878. 


rij»ral9M. 


veneria 1894. 


«vinlia 186B. 


tPnwtM 1891. 


tMii 1871. 


*TeuiDum 1872. 


rirja 1858. 
riiviilii. 1869. 


venia 1887. 


t<mo 1893. 


•virjrffa 1875. 


Tenor 1895. 


Tirgo 1860. 


venotu» 1896. 
vmtn- 1899. 


• >im<<° 1860, 1876. 
Tiridi. 1863. 


venUMU 189a 


TiridU 1874. 


ventrwsllw 1900. 


ntrhM 1862. 


wnluiiaafJ. 


viKidut 1877. 


Tflr 1857. 


OTBOml«». 


wra 1867. 


vtKum 1907. 


wrbma 219. 


tUto 1860. 


•wmtncm 1881. 


•™t«. i8sa 




■»» 1909. 





I 



310 



hOiit. 



^vissina 190. 
vissio 186, 19a 
•visttis im. 
Visum 1906. 
vita 1910. 
•vitea 1911. 
•vitella 1913. 
vitellus 1918. 
vt^is 1925. 
Vitium 898. 
•vitrica 1914. 
vitrictts 1914. 
viUa 193. 
♦vitula 1903. 
Tltula 1910. 
*v%tulea 1867. 
*vituku8 1867. 
▼ituluB 1867. 
«▼iveUa 1903. 
*vivuUi 1903. 
vitm« 1916. 



vivu8+itia 19ia. 
voZo 1920. 
Tolo 1933. 
*voltoria 904. 
*Toltum 904. 
volvo 1916. 
*volvula 1916. 
vom^r 1918. 
vomo 1917. 
V09^ 1919. 
vox 208. 
imZjpes 1921. 
♦iwWor 1923. • 
vuliur 1923. 
im2hcnuf 1923. 

Zenzdlua 1739. 
simzario 1738. 
sinzala 1739. 
sinzane 1738. 



t^ tckMIrumliilsch. 



Abur 5. 
ac&t 7. 
acept 150. 
acia 12. 
acile(a) 14. 
aclo 14. 
acma 18. 
acole 14. 
acolea 14. 
acoper 395. . 
acresc 800. 
acu 18. 
ECU9 18. 
acu^a 18. 
adäp 20. 
adSogesc 19. 
ad&st 22. 
ades 804. 
adese 504. 
adic&23. 
adinees 25. 
adini871. 



aduriuec 29. 
aest(a) 147. 
afnnd 36. 

ag»t7. 
luci 761. 

aindene 45. 

aiQdere(a) 45. 

ainine 90. 

aire(a) 48. 

ajun 8m. 49. 

Sl&lant 54. 

alätnrY 1. 

albQ9 85. 

aleur 65. 

alocurt 1. 

alimintre(le)a 441 

alon 70. 

alanar 70. 

alaneo 997. 

am&nar 82. 

am&rire 75. 



S12 



Index. 



cariabo9 210. 
easap 294. 
*»ciUare 305. 
ctts&toria 305. 
cSsc&unt 307. 
dC^tig vb. 8b. 877« 
c^unez 311. 
catä 7. 
eure 319. 
ce 358. 
cearcet 344. 
ceiü 337. 
cela 9. 
cer 531. 
cer^ 338. 
ceriä vb. 335. 
ceriü ab. 337. 
cer^esc 337. 
cerul gurii 335. 
cest(a) 11. 
cheotoare 816. 
cheptoare 816. 
cheutoare 816. 
chez 351. 
chiar 1411. 
ciine 367. 
ciD 369. 
cindai 264. 
dndva 1920. 
cingätoare 821. 
cint&torT 372. • 
cirS9 338. 
cirea9e 338. 
cire^ar 70. 
cirnat 374. 
cirneleagä 876. 
cirnileagiC 376. 
ciU 264. 
citr& 319. 
cium&fae 380. 
€oacäz)C 390. 
cocoa^e 390. 
€odobatur& 179« 
eoiuffl 898. 
co1att(r)ft 466. 
colca 14. 
colo 14. 
eomind 440. 
ooroan& 449« 
eoamA 401« 
corp 403. 



creri 413. 
criel 413. 
crier 413. 
cucerie 425. 
cucernic 425. 
cocuf 424. 
cufnresc 430. 
cuiub 432. 
cuxnpätat 444. 
cump&tcz (mX) 444. 
cumplit 445. 
cuptior 452. 
cur^t 454. 
curä^esc 454. 
corcubäü 458. 
curcubetä 426. 
cur^ 455. 
carind 455. 
curund 455. 
cuscrä 464. 
cutare 159. 
cavintez 480. 

D&dez 493. 
danac 1186. 
darm 485. 
därm 485. 
de a tomba 1870. 
dejug 520. 
dejugätoare 520. 
deochiü 1217. 
depän 492. 
departe 500. 
derapän 483. 
dereg 548. 
des 870. 
de^ir 519. 
desp&rfeso 523. 
despic 535. 
despre 1626. 
despus 527. 
despuitoriu 627« 
de^t 497. 
de^iing 529. 
doMtoro 584. 
destul 1581. 
desumflu 1804. 
detoritt 486. 
dennftzi 1940. 
d« tinde 1812. 
dtsbin 778. 



Index. 



313. 



dezleg 621. 
dezmierd 5221 
deznod 867. 
dezYolt 904. 
dimic 499. 
dimineatä 1063. 
dingä 979. 
dius 504, 870. 
dins 870. 
direg 548. 
dirept 550. 
diretic 563. 
douäzed 1924. 
duh 564. 
dulcea^ä 554. 
dumesnic 556. 
domic 499. 
Dumneata 541» 
dupu 559. 
dzm 1942. 
dzinoiä 1942. 

Fa588. 
fä 588, 566. 
föcäturä 580. 
faclä 567. 
föclie 567. 
fäget 568. 
faimä 495. 
fölcele 575. 
f&meie 595. 
familie 595. 
föninä 572. 
faptä 579. 
färim 582. 
förimesc 582» 
förin& 572. 
farm 582. 
förm 582. 
föaie 585. 
fäsioarä 585^ 
fät&räa 588» 
faur 591. 
ferectt 598. 
femtL 598. 
fetelca 588w 
ficior 598. 
fiic& 618. 
firUt 644. 
flacSr 620. 
floftcft 624. 



florar 70. 
fluerä 625. 
flu^tur 627; 
flu^turatec 6271. 
fluturateo 627. 
foarfecä 633. 
foiü 629. 
folte 629. 
foxneie 595. 
forfoiesc 636. 
fo8t 1597. 
frapsän 642.. 
frecu^ 647. 
frimbie 6531' 
frin 685. 
fumeie 59a 
fumez 669. 
fumuriä 671.- 
f uDdac 672. 
fuDG 673. 
furcu(li)tä 678. 
fu9teiü 691. 

Gaicä 693. 
gäioar 694. 
gainu^o 694. 
gaitii 693. 
gälbeazä 696. 
gälbicios 696. 
gälbiciune 696. 
gälbinare 696. 
gälbinicios 696. 
galbiDus 696. 
gälbuiü 696. 
galita 693. 
gäoace 718. 
gäuDoiü 700. 
gäunos 324. 
gbia^ 709. 
gbies 831. 
ghinde 714. 
ghioace 718. 
gbioc 718. 
ghiomotoo 711« 
gtrif^iDÜ 721. 
gligan 1353. 
gräunte 730. 
grel 734. 
grier 734. 
grindine 7d8w 
gndü 744. 



»• 



^14 



IMex. 



IpirgoialK 74& 
gurgoiat 746. 
gu^at 747. 
gust 40. 
gustar 40. 
godao 1186. 
goadsin 1185. 
gtttunar 751, 

Hil 772. 
horö 398. 
hr&pesc 1434. 
hultoare 1923. 
horsuz 1836. 

Imblu 1797. 
imbuc 226, 227. 
impär&teasä 786. 
Smpärätos 1265. 
impart 786. 
impäitesc 786. 
ixnpresor 792. 
impupesc 1403. 
imi)a^(esc) 797. 
inainte 46. 
incai 804. 
incal 804. 
incailea 804. 
incältämint 263. 
incältäminte 263. 
incalte 804. 
incerc 342. 
incetez 814. 
incheieturä 816. 
ineoa 14. 
incoaco 14. 
incolo 14. 
incunjor 826. 
incanan 448. 
incurc 514. 
indäräpt 828. 
indäräptnic 828« 
indeseso 831. 
inde^esc 831. 
indesuesc 831. 
Snf&9 839. 
infS^or 840. 
Snfrund 845. 
Snfaleie 846. 
infamuriez) 668* 
tnghef nefo 831« 



Inghet 709. 
ingra^ 856. 
tngrelat 871. 
!ngreuiat 871. 
Inholb 904. 
inmoiü 1005. 
inneffreso 837« 
innod 867. 
innot 86& 
insä 870. 
ins&rcinez 1523. 
in^el 871. 
inseronat 1578. 
in8einn(ez) 1578. 
in^euez 871. 
insurat 874. 
intart 879. 
intärt 879. 
intelept 880. 
intüa 1384. 
intind 1735. 
intirziez 887. 
intorn 1748. 
intort 828, 888. 
intortare 888. 
intortocez 889. 
intr'acoace 14, 
inträm 1754. 
intru 893. 
intunecesc 895« 
inv^ 501. 
inveso 897. 
inve^mint 1878L 
inylez 1916. 
invinc 901. 
inYiü 1915. 
io 907. 
irimä 863. 
iSor 1844. 
ist(a) 147. 
itt 773. 
iü 907. 
j^uS 907. 
iu9or 1844. 
iu^ora 1844. 
izgonesc 1896. 
ixmene 1548. 

JiQ(e)apftn 906. 

i'ireapSn 908. 
ttdMft 9ia 



216 



Index. 



nime 366. 
nimene 366, 1180l 
nimenea 1180. 
iiiml& 1180. 
nimic 1181. 
ninenat 1182. 
nin^& 804. 
ni^cbitel 1176. 
niste 1175. 
noadä 1187. 
noru 1190. 
noar 1189. 
nuär 1189. 
nuc& 1197. 
nun& 1207. 
nuna^ 1207. 
nunsu 870. 

Caches 1217. 
oarecare 1920. 
oarecind 1920. 
oare9ciDd 1920. 
oare(9)ciDdva 1920* 
oaspete 1214. 
obraznio 1442. 
ochieso 1217. 
Ol 1212. 
olznu 29. 
oltar 68. 
omenime 1806. 
omiuor 1220. 
orS 1213. 
orbäcäiesc 1224. 
orfan 1214. 
orlcind 1920. 
orl^icind 1920. 
orzi^or 1791. 

P« 1293. 
pSducei 1239. 
pSi! 1348. 
paie 1248. 
paisprezece 1629* 
pämint 1714. 
pängä 979. 
pSpu^e 1266. 
pSposoiÜ 1266. 
p)tr& 1819. 
pttrat 786. 
pttrtttas 1266. 
parett 1261. 



p&ring 1269. 
parte-parte 1274. 
pSscar 1299. 
Fa9tY 1283. 
p^an 1285. 
pS^unez 1286. 
päieso 1286. 
p&tarniche 1364. 
peanS 1252. 
pearä 1264. 
pepene 1298. 
pesemne 1678. 
peste 1626. 
petecl 1287. 
piaza 351. 
pio 1304. 
picätur& 1304. 
piciü 1304. 
picur 1304. 
picu^ 1304. 
pieiü 1313. 
piez 351. 
piezi^ 351. 
piine 1320. 
pm 1387. 
piDg& 979. 
pingS 979. 
pingäresc 1244. 
pintsek 1321. 
pisc 1304. 
piQO 1304. 
pi^ig 1304. 
pi^igäeso 1304. 
pit'igoiü 1304. 
pitigus 1304. 
pivä 1327. 
plämioä 1344. 
pleop 1341. 
plineso 789. 
plop& 1335. 
plumüü 1344. 
plumiii 1344. 
poaie(cä) 1362. 
pociü 1362. 
pop^an 1244. 
poimine 1348. 
policar 1898. 
popa9oiil 1266. 
porean 1866. 
pore&rie 1864. 
poryor 1866. 



Index. 



port 1357. 
poraiDb& 1359. 
porumbea 404. 
porumboaie 1359. 
poruinbit& 1359. 
pot 1362. 
präd 13G6. 
pre 1293, 1626. 
predaü 1751. 
prelangesc 1372. 
prepuiü 1376. 
presar 1524. 
presupun 1376. 
pretutindenea 1878. 
preumblu 1339. 

?reut 1375. 
riar 1381. 
prim 1384. 
prindu 1390. 
priveghiü 1391. 
privigheioare 1891. 
prunS 1392. 
puchin& 1393. 
puchinos 1393. 
pucioasS 1554. 
puicS 1395. 
puiü 1401. 
puDoiü 1410. 
pup 1404. 
pupäzS 1403. 
pure6 1408. 
putere 1362. 
pufm 1393. 
putintel 1418. 
putoiü 1393, 1416. 
putredesc 1420. 
putrezesc 1420. 
patrigaiü 1421. 
paturos 1419. 

BICcoare 1454. 
räduc 106. 
rSfrec 1426. 
rSgesc 1427. 
rttgu^osc 747. 
ram 1428. 
ram& 1428. 
rttmai 1480. 
rame 107. 
r&miiü 1480. 
r&maroi 1428. 



rttnc&u 1463. 
rap 1434. 
rapäg 1432. 
räpausa 1435. 
räpuiü 1436. 
räsaiü 1446. 
rS^chir 1441. 
rä^chirez 1441« 
rSschitor 1441« 
r^fir 1441. 
räshir 1441. 
rlbpas 1445. 
röspic 524. 
räspicatü 524. 
rästimp 1445. 
räsunet 1448. 
r%a 1456. 
rätez 1457. 
rävSrs 1458. 
räzbun 237. 
refec 1426. 
repdos 1435. 
repede 973. 
repezlnä 1455. 
ridic 1424. 
ridiche 1425. 
rimä 1461. 
rimätor 1461. 
rinca^ 1463. ^ 
rindunea 1465, 
rindurea 1465. 
rioduricä 1465. 
rominc^ 1474. 
rost 1476. 
rostesc 1476. 
rotocol 1470. 
rotogol 1470. 
rouru^cä 956. 
rugS 1472. 
rugum 1483. 
rumiii 1474. 
rump 1485. 
ruorez 1478. 
ru^inez 1488. 

I^aisprezeee 1529. 
Baisute 1529. 
•aia 1516. 
ffaizeci 1529. 
sttlbatic 1497. 
Mlbed 1521. 



*:918 



«Judex. 



salde 1499. 
B&lciü 1499. 
sapon 1515. 
8&rätiir& 1524. 
särbStoare 1522. 
B&rez 1517. 
B&rit 1516. 
8&rut 191, 1403. 
särin 1579. 
sSrpunel 1514. 
sauft 1490. 
icalä 1543. 
Bcälämbäialft 1538. 
Bcälämbäiat 1538. * 
Bcämmbäiez 153a 
scSlämbäturä 1588. 
scälimb 1538. 
scamn 1546. 
icand 1546. 
scap 273. 
•cäpäciune 273. 
•capftt 273. 
Bcäpätat 273. 
Bcaund 1546. 
•chele 1543. 
^chele 1543. 
Bchimb 1548. 
Bcbioapä 1550. 
^ehiopeio 1566. 
^chiuopcse 1566. 
Bcmtä 1553. 
Bcinteiez 1553. 
9cop 1550. 
Bcor^i^oarä 1557. 
Bcortolinä 1557. 
BCortotinS 1557. 
BcriB 1564. 
Bcufuad 429. 
Bcuipeso 1566. 
Bcurt 463. 
BcurteicS 463. 
Bcurtoz 463. 
Bcutesc 1568. 
Be 1491. 

seamftQ 1504, 1605. 
BoarS 1518. 
Beeat 1570. 
Bacartt 1493. 
BecSturä 1570. 
Beettttt 631. 
BBCor« 1494. 



Beihere 141. 
Beminfle 1508. 
serbez 1522. 
ferparifS 1583. 
ferpuli^ä 1527. 
ferpun 1584. 
9ezut 1576. 
Bförim 582. 
Bfärimesc 582. 
Bfarm 582. 
Bförm 582. 
Bfö^iez 585. 
Bfä^iu 585. 
Bfiat 1598. 
simcea 1589. 
Simedru 1598. 
Simnicoarä 1598. 
Simpotru 1598. 
flimtesc 1590. 
Bimtivarä 1590. 
Bingerete 1593. 
BiDgeriü 1593. 
SiDgiorgiu 1598. 
singuratic 1596. 
SiDtamaria 1598. 
Sintilie 1598. 
Sintioau 1598. 
SintioQ 1598. 
SiDYäsii 1598. 
Sinziana 159a 
SiDziene 1598. 
Sinzuiene 1598. 
Bisioarä 1667. 
ikip 1566. 
Bk'ip 1566. 
Bkuipäse 1566. 
Bkupiu 1566. 
Bkupk'u 1566. 
§Deap(äii) 908. 
§oaric 1602. 
BOpOD 1515. 
Borp 1609. 
Borbec 1609. 
9oricel 1602. 
BOtie 1616. 
8or(a) 1608. 
Bpad& 1616. 
apagä 1616. 
Bp&lkceBO 16ia 
Bpämiot 1612. 
spat« 161& 



•periu 161&. 

■peijur 1628. 

■pet« 1616. 

■picS 1617. 

■princeanK 1689; 

flprujesc 1630. 

■pure 1637. 

apurcäciune 1637. 

4purrat 1637. 

«puzä 1G30. 

spuzeic 1630. 

Stare 1639. 

Stata-PnlniS-SuUUCot 1688. 

statu 16.^9. 

ttdatfi 1641. 

«tergar 1643. 

«tersrurä 1643. 

■terpariu 1644. 

«Uintil 1648. 

■tilp&r 164&. 

■tilpare 1645. 

■timpSr 152. 

«tiog 1646. 

Bt(i)opaac 1566. 

4tiro 164B. 

BtirpesQ 1644. 

idrpiciiino 1644. 

gtiulciü 16IVJ. 

qt(.i)uleta 1664. 

«topk'esc 1566. 

ttTabnt 192. 

8träbuD(ic) 237. 

itrfibuDiic}!! 237. 

«träcur 1650. 

strälucesc 988. 

BträmäDsre 1652. 

sträminare 1652. 

■trämot^c 237. 

itr&mo^ 237. 

atdtmur 1652. 

«trSmut 1145. 

•tränepoftti 1171. 

Bträaopot 1171. 

■trüpuiig: 796. 

aträvechiü 1868. 

BtrigoiQ 1657. 

vtrimbState 1608. 

■trin 1661. 

■trok'ete 1566. 

Itrop 760. 

ttnpftJS 7M 



■trut 1662. 
■tnßrif 1769. 
Aah» 1769. 
■tuik' 1Ö66. 
■tuk 1566. 
«tuleiü 1664. 
utup 59. 
■lapeie 1566. 
■turzor 1665. 

sub 1668. 
■nbpuQ 1697. 
RubiioarK 1667. 
■ubtiktie 1670. 
iub(iratie 1670. 
»ud 1673. 
■ndeoie 1691. 
suClet 1678. 
txtÜaiü 1678. 
aufulc 1677. 
■ugar 1680 
■ughit 1682. 
■uleagedü 1690. 
■ulfur 1551. 
■ulifS 1689. 
■umec 1692. 
■umedpDie 1691. 
■nmedru 1698. 
•up 1668. 
■npareto 166B. 
tupDt 1668. 
■npräceanS 1629. 
(upsuarä 1667. 
»upt 1668. 
(uptiez 1669. 
fuptioarä 1667. 
suptira 1670. 
Biiptüsloärä 1667. 
■uptQguoarä 16S7. 
•upaia 1697. 
•upaa 1376. 
■urata 1608. 
■luup 1702. 
•DTzesc 157. 



Taioll 1718. 
UÜetei 1711. 
Ua. 1714. 



220 



Index. 



töran 1712. 
tärie 1713. 
tSrinä 1714. 
tSrmur(e) 1716. 
t&rziü 1741. 
tat 1750. 

(tatä-)ban 171& ' 
tatä<mare 1718. 
tatä-mic 1718. 
tatu 1718. 
tearä 1712. 
ieastS 1717. 
tcran 1712. 
iestos 1717, 172d. 
iiitoare 1733. 
timbeiche 1738. 
timplar 1731. 
tixnplu 884. 
tinerete 1734. 
tinit 1733. 
tinut 1733. 
tir& 1304. 
iiräesc 1304. 
tirto^ 1347. 
titeiü 1742. 
tiü 1733. 
toacS 1746. 
tocanä 1746. 
tort 1747. 
totdeauna 1760. 
totuna 1750. 
totu9 1750. 
tragä 17Ö2. 
trägänez 1753. 
träsar 1440, 1761. 
träsurS 1752. 
treapäd 1755. 
treapät 1755. 
tremuriciü 1760. 
trier 1759. , 
trimit 1763. 
trup 463. 
tufan 1769. 
tufar 1769. 
tufis 1769. 
tulbur 1774. 
talbure 1774. 
tan 1772. 
tanet 1771. 
tnneario 895« 
tnrbnr« 978. 



turmac 1777. 
turtesc 1747. 
turtoricS 1780. 
tueä 1781. 
tuspatru 1750. 
tustrei 1750. 

Ucig 1784. 
uciga^ 1784. 
ud sm. 1786. 
ui! 1789. 
uite! 1789. 
uite-te! 1789. 
uituc 1788.* 
ulcicS 1790. 
ulcior 1825. 
nlt 1788. 

umbmtoare 1797, 1826. 
umbratic 1799. 
umbresc 30. 
umere 1794. 
nmezealä 1805. 
umfiäturä 1804. 
umfla 1804. 
nm^or 1843. 
undrea 832. 
UDghie 1816. 
un^or 1220. 
uDsprezece 1626. 
nntdelemn 1818. 
nrä 1823. 
arcior 1791. 
urdinare 1826. 
urdini^ 1826. 
ureohelni^ 1829. 
nrechernitä 1829* 
urgisesc 1831. 
urit 1823. 
uritesc m&) 1828. 
url 1833. 
urmäresc 1835. 
urmez 1835. 
ursäciune 1839. 
ursesc 1839. 
ursez 1839. 
ursitä 1839. 
nnite 1839. 
nrsitoare 1839. 
nrsoaictt 1836. 
onoaie 1836. 
unnx 1836« 



SS2; 


Index. ^ 


Bgalea 813. 


andzi 176. 


•gärsesCQ 1788. 


ant'il 861. 


^-eme 277. 


anginesou 854. 


»goüa 1466. 


acgrec 91, 867, 858, 


«;tu 1497. 


BDguÄ 163. 


8gru 1497. 


angusä 1723. 




amk'iraestu 503. 


agunescu 71. 


ank'ikutare 750. 


»garliü 39. 


apändiaesca 1446. 


■liänduesou 429. 


aplecätoare 97. 


aliätu 162. 


apriDdu SSO, 897. 


■hrntD 162. 


apun 104. 


abit 162. 


ar(ä)coare 1454. 


ahtare 169. 


arSescn 1438. 


tthtiatu 162. 


arale 1678. 


ahure 1640. 


ar(«)mEaäturS 1429, 


ak-icäaeica 1879. 


aräkritor 1441. 


ttlae 61. 


aravdu 836. 




atäzboair 111. 


Btats 1456. 


arcoarS 1454. 


■lespidu 936. 


arcuroB 651. 


Bieg 614. 


ardicare 997, 1424. 


■li&D 24. 


area 1437. 


alimurä 1368. 


areapitii 123. 


alm 89, 1824. 


aritsu 1162. 


alin (m«) 1687, 182«. 


aroamig 1062. 


ttl(i)aivä 967. 


arov 1269. 


alumik'e 1428. 


arpitä }23. 


Blum Uro 1003. 


anSturS 130. 


Bfumtrea 44. 


aradiü 997, 1424. 


amaie 583. 


arudicos 907, 1424. 




aru/ee 1426. 


ameastic 778, 1814. 


aru6cäturä 1436. 


■min 887. 1078. 


arug 1025. 


Momat 1741. 


arugez 1472. 


amiateacu 81. 


ampBB 1435. 
arusunedz 1488. 


amiDpatrufi 80. 


amictreiri 80. 


aruvirBQ 1458. 


amiDtu 1156. 


BBcrat 137. 


aroirS 785. 


B«mQbu.e.cü 1677. 


amiridzü 1096. 


Bscuk'u 166S. 


amo 18. 


BBcuntiä 139. 


amparo 784. 


aacur 146. 


am-patrulea 230. 


aiima 116. 


amurtu 83. 


aalaa 968. 


amTirlig 791. 
amvirligedi 701. 


MlanS 966. 


atpar 1612. 


«Dakineica 603. 




aiuuitu U. 


atpargü 1M8, 1665. 



atMD 9. 
•bie 12. 
■natte 14, 
Qumbredz 30, ISOOl 
Bundzcare lö06. 
(a)uDdzesca 134, 1604. 
•UDdEire 1006, 
aver 24. 

avKuita 40, 1018. 
avin 11. 



ariDatie 1689. 
kTlie 462. 
axnoBuk'era 1746. 
ayo IBia 
ajudimü 68. 
aiboair 1933. 
azguDcicu 71. 
•zringii 901. 

BScSre 107. 
bSltsat 186. 
bKrboi 183. 
bKriie 1236. 
bXra 216. 
bau 1403, 1528. 
batS 193. 
bätnie 19.1, 1327. 
btitaäe 194, 1327. 
bic 919, 1721. 
bicä 923, 924, 926t 
biducros 1242. 
biducra 1240. 
bildiek« 218. 
biiexcn 80l. 
bilidzucä 218. 
binolc 202. 
bitiseaeu 445. 
bitaeBCQ 446. 
biut 19G. 
botttae 1694. 
bria 215. 
brfQJeBcu 1789. 
budzS 1716. 
bugü 919, 1721. 
bumbunedz 630, 1771; 
burdüli 486. 
hatiLT 539. 
bntoar« 1119. 

CaAiiftS6, 311. 



catotih 599. 
cälpitor 375. 
cKp^rleadzä 271, 16 
cäpistniaesca 643. 
cäriifelä 275. 
«ttrave 1170. 
carcalet 934. 
cärteaeä 376j 
cäräuiä 262. 
eaacul 307. 
eUtigX 377. 
eUtiZ'«! 317. 
c&tXpktseaea SO. 
cSt>D 31S. 
cStiaar 310. 
cSUicä 321. 
cBbie 320. 
ca&eSiiD 379. 
ctmpu 1586. 
ciDtare 311. 
etntie «b. Sil, 878, 
ciDtie vb. 371L 
ctrtit 1164/ 
GOBpsü 226. 
coardS 387. 
meH 370. 
cök'ilä 694, 166a 
coaz« 1657. 
criel 413. 
cripitor 875. 
crir 1549. 
cacurbetX 340. 
eadiabal 138Ö. 
cupaüe 5S. 
Curucdu 1456, 
cutare 159. 
tiitUn 460. 
CdTeadu 419. 

Dafiaä 482. 
dafia 955. 
de aduDu 31. 
deacaavrea 26. 
demec 23. 
deniDl 1186. 
dedinde 365. 
diin(i)iieatil 1083. 
dipa 669. 



224 



Index. 



disc&rfusesea 511. 
discfid 845. 
diSertat 515. 
disic 137. 
disu 870. 
diiuprä 156. 
divarligaHui) 927. 
dizÄerdu 64, 1188, 1442. 
doapär 93. 
doTu 553. 
doiuTertu 54L 
dor 519. 
dormu 27. 
drägat 1884. 
dräscTauS 1276. 
dul&pe 66. 
damneatsä 1083. 
dupu 559. 
durat 563. 
dzm 1942. 
dzindzös 1928. 
d2udic 1143. 
d2ond2unar 734, 1788. 
d2urat 928. 

EEeat 603. 
emboriü 1164. 

Fac 1155. 
fafafar 971. 
fag 716. 
fag& 568. 
fSmätos 631. 
farmäc 899. 
fauä 578. 
f atäzS 588. 
favru 117, 
filioarä 625. 
f rac& 620. 
flämburä 622. 
fleacä 620. 
fleamä 622, 1856. 
flevar 591. 
flivar 591. 
floritsä 935. 
fodi 635. 
foarticä 633. 
frttmL& 658. 
MdL 1611, 1728. 
friguredsa 649. 
frin 877. 



frindz» 628. 
fringu 844. 
frintsel 687. 
frundzoA 637. 
frunge 658. 
frutu 660. 
fune 653. 

furcoUtsS 678, 679. 
famig^ame 683. 

G&lesco 848. 
g(S)niiat 695. 
gärnat 699. 
gärneatsä 699. 
gästä^e 309. 
ieVi puriotä 1409. 
gimtS 722. 
g08 912. 

greatsä 732, 736. 
grep 408. 
grescu 480. 
gruM 184, 744. 
gudzafoartic& 1889. 
gunar 135. 
gurgulu 235. 
gurguTutos 1461. 
gurgur 746. 
gasescu 747. 
guvS 701. 
guTo2da 433. 

HalcoDlC 107. 
Bamin 577. 
BarBir 1316. 
hämescu 1209. 
härsesca 64. 
b&sap 1008. 
hascu 306. 
hascul 307. 
hävane 1327. 
Berbu 636. 
Biayre 616. 
Bifastru 602. 
Lifin 611. 
BitSnesca 344. 
Biyreiou 616. 
hran& 1210. 
hrl^iiesca 1209. 
briiio 117. 
husmik'ar 1681. 
haimik'ui 1681. 



i! 



11778. 

igniioi 180S, 
imiripseicn 779. 
incair 206. 
Iura 870. 
,u 1812, 
]ur& 1178. 
inTaiuTi 1178. 
iOcaX 602. 

K'4diu 16& 
k'MitiS 116S. 
k'er 13ia. 
kertl284. 
k'erd 1313, 1314. 
Vie 750. 
k'iro 1729. 
k'ifS 1237. 
k'bator 1327. 

läetAai 1166. 

läeBcu S3? 
ähturü 16U. 
lühlärscscn 1612. 
lufi 1166, 1167. 
lalä 1809. 



lao 1351. 
ISptartt 938. 
lar 1869. 
Ifti'dn 942. 
Ibi-ku 61. 
fertu 420. 
Ucfor 1844. 
limbSrittS 696. 
lilitie 623. 
liodzidzäscQ 988. 
liior 1844. 
Itfiurare 1844. 
livade 613, 611 
lucanio 374, 
luflK 1003. 
iDttu 1002. 
IngnriQ 990. 
lome 1861. 
lumintre 1746. . 
landu 966. 
iDDduK 966. 



mibu 62. ' 

manaU 1079. 
maadrS 1610. 
m&nesr 82. 

nSrat 201, 1066. 
märcat 1012. 
mardzioe I7l6. 
mitrtatoara 1860. 
martir 1036. 
mu 1640. 
mKSSroAu 1098. 
mastur 1016. 
inas(l) 1202. 
iniÜiroüu 1098. 
mitTM 1125. 
mbitat 196. 
mbuD 783. 
mbuneilz 783, 
mear« 1023. 
meae 1076. 
mi&oi 1117. 
loildzicBD 1065. 
mllete 1351. 
minduescu 431. 
mingare 1093. 
mingu 1092. 
mintilä 1255. 
minta 1730. 
mictsä 1090. 
minliüt 1038. 
miDuUSr 1038. 
mintai 1831. 
miautfägcu 1091, 
rointiaDcclE IffiÖ, 10S& 
minutodz 1669. 
mint 11« 9 cu 431. 
roÜBle 1043. 
miitieo 1676. 
mitricS 105t, 1126i 
mior 1093. 
moore 460. 
moi- 1784. 
mplat 1333. 
miilStescu 868. 
mpoi 1362. 
mproatu 793. 
mprugtcdzu 793, 
mu- 1019, 
mublid 1113. 
mDtiru&cn 1121. 
" H.V1KJ. 



PB|a«rJa, BtsrnwloglwAtu VTMMbwib. 



226 



Index. 



xnultu 634. 
mundä 1453. 
xnundzi 1127. 
mar 1268. 
muSat 656. 
muscoüu 1739. 
mustacä 1141. 
mustak'e 1141. . 
muSuroiia 1098. 
mut 1424. 
iD(u)tre8cu 1789. . 
muti 1403. 
muts^ 211. 
XDvescu 780. 
xDvipiredzü (mi) 1904. 
XDTulbedz 904. 

Nafoarä 33. 
DSnamä 1184. 
Däliamtä 1181 
n&or 1189. 
naparte 365. 
n&poi 828. 
Äarcä 1199. 
Das 870. 

(n)ascambu8e8ea 1877. 
Däur 1189. 
nealtsu 597. 
ncatSu 1143. 
ncledz 815. 
nclin&tsune 1479. 
n-cöt 406. 
ndoap&r 93. 
necä 1179. 
negur 1167. 
negur& 359. 
neor 1189. 
iierca 1199. 1914. 
Äergu 1278. 
nfafi 840, 889. 
nfricuiedz 1612. 
Dgtooseu 864. 
D^os 912. 
mdi 804. 
AtrSor 1844. 
ntnarntt 1184. 
ni&amUttt 1184. 
i>ioc2( 804. 
ninel 888. 
ninatt 979. 
vlüU 1179. 



nior 1189. 
nipoi 828. 
ni3 870. 
i&iSorare 1844. 
niur 1189. 
noao 1194. 
Aor 1189. 
not 174. 
nsiD 873. 
numalo 1910. 
nutoi 1803. 
ntreb 344. 
ntsap 163. 
ntserclu 792. 
ntsernu 346. 
ntsircledz 792. 
ntunearic 895. 
nvets (mi) 493, 60L 
DvinDat 1764. 
nyiliaos 1177. 

OacluS 1217. 
oam& 1220. 
oarfSn 1055. 

Päfsescu 814. 
päb& 1377. 
pa(i)e 1935. 
p&Ucar 1398. 
palm& 220. 
pampore 1149. 
paranumä 1206. 
parte 1462. 
p&rticä 1275. 
pat 1675. 
p&t8!re 1676. 
peD(d)ar& 433. 
perUe 385. 
petur 1287. 
pezä 179. 
pezu 179. 
picular 1284. 
picurar 1284. 
pldacfuX 1289. 
ptngtn 1244. 
ptngintttate 1245. • 
ptogtnesctt 1244. 
pingu 788. 
pintie 1899. 
pipoAtt 1298. 
piä 620, 1865« 



plDip 1341. 
Tfumbu 1343. 
plup 1341. 
poarcä 1565. 
jifttäQ 1825. 
pravato» 1713. 
pruTdä 1910. 
pre-igulpit 813. 
prieä 1933. 
ptim&rearft 18S1. 
proa&e 397, 1410. 
proAu 397. UIO. 
prota 1381. 
pruaef&le U79. ' 
puilfi 1280. 
pnlac 1884. 
pnlcS 1395. 
pumM 14C<2. 
puDdie 1402. 
pno 1862. 
pnpä 1403. 
pureSreadzK 1366. 
purtärire 1351. 
purint 1409. 
pari D tat 1409. 
purintedzu 1109. 
parn&r 1392. 
poikfe 1254. 
pnUik 1826. 
pntridzS&e U21. 
Viln 141& 



228 



Index. 



itruxesou 140. 
Biupu 69. 
-SU 1534. 
Buflu 1447. 
sufrintsel 687. 
sugiatä 1495« 
Siur 615. 
8ulä 650. 
8umä 1691. 
Sumedru 1598. 
Sumsoarä 1667. 
sumuroiiu 1088. 
Super 16%. 
Sopur 1696. 
surpu 1702. 
Butsatä 1610. 
Butsile 1610. 

Ta 1718. 
täpor 1494. 
tar 135. 
täte 1718. 
tati 1718. 
tatu 1718. 
tcafe 1394. 
teinblu 68, 1731 
tentä 1737. ^ 
tetä 1054. 
tih 1268. 
tiriisescu 884. 
til 333. 
tinie 1377. 
tornu 888. 
tot 1809. 
totina 1411. 
totna 1411. 
totuna 1411. 
trag 835, 1676. 
trup 1765. 
tsäDtfläüä 1742. 
Igapä 1276. 
tsarä 1714. 
tsaro 1640. 
tsepü 333. 
tserklu 341. 
tsiii 49. 
Tsintsarl 368. 
tSireap 452. 
trirUela 848. 
tSiaor 1276. 
ttiT» 1181. 



tSor 1276. 
tSubanS 323. 
tsupatä 1494. 
tsapu 1663. 
tsutsulä 437. 
tluStucare 1176. 
tupor 1494. 
tosedz 1782. 

übor 462. 
undrescu 134. 
ungTe 713. 
untulemnu 1818. 
urdinare 1826. 
urdzäc 1840. 
urgie 1831. 
urut 1823. 
uryie 831. 

uscätSune 1671, 1674. 
utre 638. 
utur 1846. 

TScäreadzä 1640, 1848. 
Tale 58. 
Tälicä 1853. 
TSrligaHui) 927. 
TXrun 1920. 
Tftryescu 1143. 
yatäm 1784. 
yatän 1784. 
« T^zescu 646. 
vearä 1856. 
yeare 343. 
Terdza 460. 
yidzutä 1638. 
vimtu 43. 
Tir» 1180. 
yirdeatsä 962. 
yirgiD& 594. 
yirna 1180, 1920. 
yirtoi 1713. 
yiryinadä 1860. 
yolbu 904. 
yultur 10. 

Xen 1651. 

Yaspä 1883. . 
yatiS 610. 
yiatsft 1910. 
yxedsa 1916. . 



Index. 



S29 



yiUtSÜ 1001. 
yingl& 870. 
yitä 1911. 

ZinäYhtB 962. 
sbaräsea 480. 



zgrSm 1938. 
s|furie 1556. 
siDginar 734. 
z^e 488. 
zvercS 340. 



4» HtglMiitisch. 



Amnftr 82. 
anfaS 839, 840. 
anflu 855. 
aogS 979. 
angil 851. 
angreo 857—859. 
amnar 73. 
anruS^n 1488. 
antsortu 847. 
anurm 1835. 
anveSmint 1878. 
anveätimint 1878. 
apa 90. 
arS 756. 

Bacor 107. 
bei 458. 
bic 1721. 
biducln 1240. 
blizna 107. 
bugä 1721. 
bun 237. 
buric 863. 
butSalä 228. 

Cat» 7. 
catSu 7. 
dip^lä 1335. ' 
cmo 18. 
cmoUi 18. 
cocä 390. 
coia 14. 
colo 14. 
condur 10. 
coitivitsä 1904, 
criei 413. 
cHrlßbS. 



ereatnic 206. 
cu 18. 
cacues 1440. 
cuditsä.1187. 
cus 463. 
cuvatäü 590. 

Dünac 1186. 
daozQts 1924. 
darao 547. 
demec 23. 
desmintes 514. 
despic 535. 
dim(i)nets& 1088. 
dinzur 826. 
dipu 559. 
direp 550. 
diScIitor 1441. 
dispär9s 784. 
dispeatic 1287. 
distet 528. 
div 1497. 
dorn 541. 
domTertu 541. 
dopär 93. 
drob alb 1344. 
drob Dcgru 603. 
drubes 499. 
drumätor 262. 
dac 28. 

dumnizeic 558. 
dupu 559. 

Frasim 642. 
ftari 159. 

G&muiQ 694. 



gSIe.84& 


mo la 


([wgurcS 7«. 


mt)e\& 1168. 


eatiK 1910. 


meines 1079. 


K« 1916. 


■ motai 18. 


gHtbitiei 1938. 


. mpeatic 1287. 


gulMtrS 456. 


muitnc 1141. 


gulub 1359. 


mutJcatS 227. 


ffuinei 747. 


mutfio 227. 




mntuviU 144L 


HUdl&ä 




"*P "'S™, 


Nkbiufi 242. 
nSHtur 1532. 


ercan 92a 
ertta 1^20. 


nKicup 1566. 
Dästup 154. 
naunglu 1816. 
nejtra 1167, 
negru 1167. 
ninS1064. 


rbit-S 1364. 
iribitS ISM. 
sdbut 1638. 
•ci« 1B53. 
uDdi 1812. • 


tut 1447. 
bmetnr 1069, 


Oaipitaü 1216. 


Leitet H. 


■Piätu 1283. 


iBtt &4. 


picS 1304. 


Unt 64. 


pipooiiS 1298. 


lS»to»it*S U6S. 


pipodü 129a 


leg 60. 


piiüies 1564. 


liklor 1844. 


piäira 883, 1384. 


lipS 1725. 
Lisft 985. 


piitar 1299. 


plicUoare 97. 


liiitaS 1921. 


prSdun 31. 


lov 18Ö9. . • 


pridail 1751. 


lunS 70. 


primärit 874, KttS. 


rut(i)Qic 340. 


primsvcr 1384, 


luUol 69. 


princS 1388. 


lures 1895. 


pringS 979. 




priosor 874. 


Uaatr 82. 


prostu 793. 


mSDar 82. 


puIcS 1395. 


mSnicat 1084. 


paTit^ 694. 


mwiri 75. 


pulmX 1400. 


mSrtir 1036. 


pnpcK 1403. 


m<)rK 10^ 


pupenä 1403. 
putriz?8 1420. 


metur 1053. 


putoroi 1418. 


minima 1163. 




milor 1093. 


BSgliill 1482. • 


mirindi 1069. 


ritsDit na 


mirind« 1096. 


rtiiato 117. 


mJoT 1098. 


nM 1477. . 




rnpUtnril 1466. 



Index. 



331 



Silmtodre 1698. 
iKräturä 1519. 
i&ro8 1519, 
särut 191, 140a. 
scam 1543. 
•cuntsos 139. 
•cop 1566. 
•cup^t 1566. 
8cupt 1566. 

8CUt8^t 140. 

8emt 1577. 
8et8c& 591. 
8firbl 625. 
8firc8 625. 
8fnel 625. 
sfruel 625. 
sirb&toare 1522. 
SQmdiordz 1598. 
S9m-Medru 1598. 
89mt 1598. 
SQmtu-ViDira 1598. 
apurcätsuni 1638. 
8puzS 1630. 
stSrpes 1644. 
StSvineri 1598. 
stirpar 1644. 
atirpes 1644. 
stirpitäuni 1644« 
strat 1654. 
8trelS 666. 
strelutsS 667. 
8tre8 1661. 
ütnrec 734. 
-80 1534. 
•ucardi 1525. 
•upt&soarX 1687. 



Tatc& 1718. 

tata 1718. 

tetia 1809. 

timbä 1730. 

tinir-zuni 1734. 

totdiunä 1750. 

totstreili 1750. 

trag 1675. 

trSies 1675. 

tr]8cut^sti 667. 

is&rtsarcU tsicoari 1767, 

t8icoare 734. 

tsicut 1767. 

tsistiucare 1175. 

tsQmp 333. 

tSorbu iioclalul 1750| 1821. 

tsoträ 382. 

tufnat 1769. 

Ubav 656. 
nolum 1792. 
ur&ts98 (mi) 1828. 
urdina 1826. 
urman 1243. 
ur9t 1823. 
ur8oaÄ& 1836. 

TScar 1848. 
▼irdzel 1875. 
Tolbu 904. 
vrin 1920. 

Zäcailo 7. 
iegaviUS 1829. 



Iftrifch. 



AcmorUe) 18. 
aiier 43. 
Ilnrenfe 46. 
»na 1596. 
aw9t 69. 

Bänder^ 622. 



bat 690. 
b9& 177. 
busnesc 191. 

Cäu264. • 
cmotie 18. * 
00I9 14. 



232 



Index 



eoptor 684. 
69ro 356. 
cosir 1673. 
CQtS 7. 
cuhesc 607. 
cujieso 692. . 

Demoretsf 1083w 
dim 668. 
domar^tsf 1068. 
dug^ 536. 

Febra 649. 
fortuno 686. 
fr9s 639. 
fand 36. 

Gast 860. 

L9rg9 61. 
lomeso 652. 
lusiie 967. 

Meg 61. 
iui89 1909. 
in9Au 1087. 
inus9t 656. 

Nopt 1529. 

Obidesc 1789. 
obisesc 1623. 
ocn9 596. 
9Ä6l 851. 
otelesc (me) 687« 
9ts9 617. 

P&rdesc 186. 
p&rdits 190. 
pastoric 602. 
pec 648. 
per 624. 
pot9 267. 
pl9m(n)io BSQ. 
pooim 
pretot 187& 
pringf 978, 



prvi 1384. 
pule 1395. 

Bascarmin 1544« 
resciid 509. 
rescuts 512, 513. 
respartu 623. 
respSrtsesco 628» 
respofa 525. 
reziegu 521. 
rodei 1471. 
roJ8 1473. 
r9m 107. 
ros9 1477. 
r9t8e 649. 

äk9l9 1543. 
Bk9]& 1546. 
8C9re 633. 
i9stele 1529. 
spec 648. 
8p9g 673. 
sritsu 599. 
strela 666. 
strizesc 632. 
strigaria 583. 
strigeso 584. 
Bvikesc 625. 

Tarese 647. 
t9t 676. 
totur^9) 1760. 
trbuh 1321. 
t8mar 1466. 
tsyet 623. 
tng98e 1750. 
tu8trei 1760. 

Uzde 665. 

Yron 1920. 

ZaoTid 816. 
iinftir^ 721. 
sgrebeictt 1888, ^ 
igttTf 1666. 



Abkttmuigeii. 



a.- 

abruzx. 

adj. 

adv. 

ahd. 

alb. 

alb. g. 

alb. 8. 

alb. t 

apul. 

aquil. 

ar. 

arag. 

aret. 

astur. 

ban. 

bearn. 

bellinz. 

beU(uD). 

berg. 

bleu. 

big. 

bol(gn). 

breso. 

bukow, 

cal. 

campob« 

oanav« 

oat. 

Sedi. 

oerigiL 

com. 






alt- (z. £. a.-p«r. 

33 alt-peruginitoh), 

abrozzesisch (it.). 

Adjcctivnm. 

Adverbium. 

althochdentsch. 

albanesisch. 

gegiaob. 

■kutari- 
nisch. 
albanesisch totkiidl« 
apulisch (it.). 
aquilanisch (it.). 
aromunisch (ram.). 
aragonesisch (sp.). 
aretinisch (it.). 
asturisch (sp.). 
banatisch frum.). 
bearnisch (pv.). 
Bellinzona (it.). 
bellunesisch fit), 
bergamaskiscii (it.). 
Bleniotal (it). 
bulgarisch, 
bolognosiseh (ii) 
Bresoia CiiX 
bukowimson (mm.), 
oalabresisoh (it«\. 
Oampobasio (it.). 
canavesisoh (it). 
oatalanisoh. 
öechisoh. 
Gerignola (It). 
comaskiaoh (it.). 



OonT.Ei. ■■ OmvartM KfeiwBL 
eora. ■■ conbeh {fiX 
erem. ■■ eremoiiMucli (fiX 
d(aQo)-niiii. M daeonunSnudi 

6itm.V. 
anphinte (ifidMi- 
fn.)« 

Dem. H. L r. ■■ 0. Dens«« 
•iana: Aiatotn A 
la kmgue nmmakii, 
Parit, 190L^ 
Diminutiviun. 
Diffnaao fitl 
emuiaoiicjii Qt\ 
engadinisoh tnr*y 

femretitoh (it.). 

francheeomi. « fnaeheoontob 
MiäottrinX 
mibiir|^Ma(fftdoib- 
frs.). 

friMÜaeh (rir.). 
friiHt^titfflL 
gtlidtbli 



Dimin. 

digiu 

enuL 

eng. 

ferr. 



freib. 



frl 
h*. 
gaL 
gase. 

graub. 

gredn. 

gen. 

ffomb. 

imoL 

ir. 

Utr. 



■■ gaieoniieh m^ 

«ge^faligL 
■■ gneohisch. 
M üraubünden (rtr.)i 
B> gredneritoh (rtr.). 
■a genaetiach (nX 
a GombitelU (iU. 

— Imola (li). 

■■ istrorom&nladi 
(rom.). 

— iitriaoli Qk). 



234 



Abkünaogen. 



it. mM 

judik. ca 

kl.-rasf. ass 

kroat. es 

k.-8laY. SS 

lanc. r=s 

ladin. » 
lagomagg. «= 

lat. a 

limoof. BS 

lit. « 

lomb. BS 

lothr. a 

lucch. BS 

lyon. « 

m.- 8= 

mahr. ma 

mail. SS 

xnaDt. B3 

xnarch« a 
xnaz.-blg. &= 

mrf. « 

nmd. 8s 

mod. BS 

mold. es 

monf. tsr 

mory. ■= 

n.- «= 

naTarr. a 

neap. es 

nho. •■ 

nidw. BS 

norm. bs 

obw. M 

o.-eng. B 

olympo-wali 

ow. — 

P. — 



päd. ■» 

parnt «■ 

pay. «■ 

per. ■■ 

piac ■- 



italieniicb. 
Jodikarien (rtr.). 
EleiDrussiscn. 
kroatisch. 
Kirchenslavisch. 
Lanciano (it.). 
ladinisch (rtr.). 
: Lapfomaggiore (it.), 
lateinisch, 
limousinisch (pv.). 
litauisch, 
lombardisch fit.), 
lothrin^ch (frz.). 
lucchesisch (it^. 
Lyon (südost-frz.V 
mittel- (z, £. m.*lat. 
BB mittel-lateinisch). 
mährisch (rum.). 
mailändiscn (it.). 
mantuanisch (it.). 
marchegianisch (it.). 
mazedo-bulgarisch. 
meglenitisch (rum.). 
mittelhochdeutsch, 
modenesisch (it.). 
moldauisch (it.). 
monferrinisch (it.). 
l^Iorvan (pv.). 
neu- (z. B. n.-frz. 
SB neu-französisch), 
nayarresisch (sp.). 
neapolitanisch (it.). 
neuhochdeutsch^ 
nidwaldisch (rtr.). 
normanisch (frz.). 
obwaldisch (rtr.^. 
ober-engadiniscn 
(rtr.). 

=s olympo-walachisch 
(rum.). 

olympo - walachifloh 
frum.J. 

Papanasri (schrifi* 
liehe Mitteilungen 
über das Ar.), 
paduanisch (it.). 
parmi^anisch (it.). 
pavianisoh (it.). 
peruginisoh (it). 
portugiflitoh. 
piaeentioiich (it). 



piazz. •. ■■ 

piC. «a 

piem. 8=B 

pl. « 

poit(eY) = 

pol. sa 

posch. BS 

präp. BS 

pv.. « 

queir. es 

rom. Ba 

röm. s=3 
romagn.\ ^_^ 

romg(n)./ ^ 

rov(gn). = 

rtr(om). s= 

rum. sa 

russ. SS 

Sämän. «s 

Saman sa 

•anfrt a 

•ard. aa 

tard. e. es 



lard. g(all). 



•ard. L 



Bass. 

sb. 
Bc(il). 
sen. 
•f. 

sie. 
siebb. 

Uli 

bUt. 

slOY. 

am. 

sp. 
•rb. 
tarent. 
teram« 



Piazza Armerina 

(it.). 

picardisch (frz.). 

^iemontesisch (it.). 
Iura], 
poitevinisch (frz.). 
polnisch, 
poschiavisch (it.). 
rräposition. 

irovenzalisch. 

^ueiras. 

'Oggio (it.). 
romanisch, 
römisch (it.). 

romagnolisch (it.). 

Rovigno (it.). 
räto-romanisch. 
rumänisch, 
russisch. 
Sämänätortil. 
Samarina (rum.). 
Sanfratello (it.). 
Bardisch. 

„ campidane- 
sisch (= südsar- 
disch). 

SS sardlsch gallure- 
flisch (=s nordsar- 
disch). 

Bardisch logudore- 
Bisch (s= central- 
sardiscn). 

sassarcsisch (sard.). 
Substantivum. 
scilicet. 
sencsisch (it.). 
Bubstantivum ferne- 
ninum. 

sicilianisch (it.). 
siebenbürgisch 
^um.). 
Sillano (it.). 
Blayisch. 
Blovenisch. 
•abstantiTum mas- 
culinum. 
Bpanisch. 
•erbiBch. 
tarentinisch (it.). 
Tertmo (it.).